Zurück in die Leere mit HKSPK
HKSPK – „HEIMKEHR“
Länge: 25:21 Minuten
Label: Eigenproduktion
Genre: Black Metal / Death Metal
Es ist noch gar nicht lange her, als sich Arne (Schlagzeug), Leon (Rhythmusgitarre) und Jim (Gesang und Leadgitarre) in ihrer brandenburgischen Heimat zu einer Jam Session verabredeten. Aus den ersten Jams im Jahr 2023 entstanden Ideen und Riffs, und dann Lieder. Und schon im Jahr darauf erschien das erste Album „Human Scum“. Darauf folgte anno 2025 die EP „The Human Butcher“, und nur etwas mehr als ein Jahr legen HKSPK schon mit ihrer zweiten Langspielplatte nach. Das Album „Heimkehr“ wurde von HKSPK in Eigenregie aufgenommen und vertrieben. Über ihre Bandcampseite verkauft die Band die auf 50 Stück limitierte CD. Ansonsten ist die Musik über TIDAL, Deezer, Qobuz und andere Streamingportale zugänglich.
Rückkehr und Bruch
Drei Lieder in deutscher und vier in englischer Sprache folgen auf das atmosphärische Intro. Sie handeln alle vom zusammenfassenden Leitthema des Albums: „Heimkehr“. Doch sind dies keine Geschichten von gelungenen Rückwegen mit Happy Endings. Stattdessen erzählen HKSPK sieben Geschichten von Menschen, die nach Krieg, Verlust, verübter Rache oder uberwundenen Erinnerungen wieder in ihr altes Leben zurückkehren wollen. Was den Menschen aber nach ebenjener „Heimkehr“ begegnet, ist der Beginn der wirklichen Schwierigkeiten. Distanzierte Umfelder, gebrochenes Vertrauen, Leere, Schmerz, oder Trauma lauern. Dies sind Erzählungen von Türen, die einst in eine Richtung durchschritten wurden, und die sich für die Rückkehr nicht mehr öffnen lassen wollen.

Kompetent und Suchend
Das sehr interessante und auch wichtige Konzept des Albums wurde musikalisch kompetent umgesetzt. Und doch gibt es an der Performance von HKSPK ein paar Punkte zu kritisieren. Da wäre als erster Punkt die musikalische Kohärenz des Albums zu nennen. Insbesondere die mächtige Death Metal-Dampfwalze sticht aus der Klangwelt von „Heimkehr“ sehr stark heraus. Zu weiten Teilen lässt sich die Musik auf „Heimkehr“ in Kategorien wie Black Metal und Atmospheric Black Metal einordnen. Ein bisschen Doom schwingt oft mit, gelegentliche Ausflüge in Richtung Blackened Death Metal sorgen für zusätzliche Freude, und der Black Metal Punk Banger „Kill The Weak“ ist einer der vielen Höhepunkte des kurzweiligen Albums.
Es ist eben wirklich so, dass jedes einzelne der sieben Stücke stark performt, qualitativ gut umgesetzt, und für sich mitreißend und stark ist. Dann kommen beim Hören aber doch schnell Gedanken zu musikalischen Parallelen wie beispielsweise HELRUNAR, DISSECTION, oder auch DARKTHRONE zu ihrer Punk-Phase („Kill The Weak“). Stört das den Hörgenuss? Überhaupt nicht! Allerdings verfolge ich HKSPK nun auch schon seit der EP „The Human Butcher“, bin immer wieder von ihren Aufnahmen begeistert, und finde, dass die Band sehr viel Potential hat. Und dass sie dieses Potential nutzen, um auf den nächsten Aufnahmen einen eigenständigeren Sound zu präsentieren, wünsche ich ihnen, euch, und auch mir.
Homepage von HKSPK
Bandcamp Profil von HKSPK
YouTube Kanal von HKSPK
Coverartwork: Steffen Schmolke
Fotos und Pressematerial: HKPSK
Autorenbewertung
Vorteile
+ starle Performance
+ gute Qualität
Nachteile
- der HKSPK-Sound muss noch geschliffen werden
- das Album ist musikalisch sehr inkohärent
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