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APHYXION – definitiv kein nichts!

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APHYXION – „Void“

Veröffentlichungsdatum: 10.05.2019
Länge: 42:47 Min.
Label: Prime Collective
Genre: Melodeath

Kurze Einleitung, warum und wieso…

In unserer Bemusterungsliste las ich bei APHYXION als Genrebezeichnung „Melodic Deathcore“. Gut, Deathcore ist zwar nicht meins, aber Melodic dafür umso mehr. Klang also spannend, musste ich mal lauschen. Auf Youtube bekam ich die Single „Sleepwalkers“ geboten und saß erstmal mit offenem Mund vor dem Schirm. Nicht sabbernd übrigens. Jedenfalls war das definitiv kein Deathcore, nein, das war Melodic Death Metal! Und zwar eben dieser, den ich am liebsten hab. Extrem eingängig, angereichert mit Elektronikhappen und sogar mit cleanen Parts. Tja, was soll ich sagen, ich habe mich instant verliebt und mir die beiden bis dahin existierenden Alben geklickt. Übermittlungsfehler können also auch solch positive Effekte haben. 

Soviel zur Vorgeschichte

Während meiner Recherche stieß ich auf Aussagen wie „Die Retter des Melodeath“. Ok, ich wusste nicht, dass dieser stirbt, aber im Vergleich zu den Bands, die ich in dem Bereich sonst höre, nehmen APHYXION schon eine besondere Stellung ein. Mit dem neuen Longplayer „Void“ soll diese Stellung nun gefestigt werden. 

Wer nun bereits erschrickt, weil ich von Cleans gesprochen hab, diese sind tatsächlich die Ausnahme. Weshalb es ein interessanter Schachzug war, als Albumpromo den besagten Song als erstes zu wählen. Auf den Vorgängern gab es diese Vocals zwar auch zu hören, aber nur vereinzelt als hintergründige Unterstützung. Obendrein ist „Sleepwalkers“ auch noch einer der gemäßigten Tracks des Albums, denn die Dänen wissen genau, wie man melodisch und trotzdem brachial agiert. Solltet ihr bereits den Vorgänger „Aftermath“ kennen, könnte ich mir vorstellen, dass ihr euch um die Entwicklung sorgt. Müsst ihr definitiv nicht! Tracks wie der Titelsong „Void“, „Sedate Myself“ oder „Restless Nights“ schlagen genau in diese Kerbe und können sogar noch mit ausgefeilterem Sound punkten. Mit „Pain“ und „Happily Apathetic“ findet man noch zwei weitere Songs mit deutlicher Klarstimme im Chrous, im Großen und Ganzen war es das dann auch schon. Diese Parts verstehen sich sozusagen als neues Stilmittel, welches aber nicht überstrapaziert wird und dennoch bestens ins Bild passt. 

Was aber macht „Void“ beziehungsweise die Band selbst so besonders? Ich kann es nicht genau definieren, tendiere aber zur Spielweise. Man hört der Band einfach an, dass sie für dieses Genre leben, und es auch genau so zum Ausdruck bringen. Ebenso sind sie sich nicht zu fein, auch mal über den Tellerrand zu schielen und mit neuen Einflüssen zu spielen. Im direkten Vergleich finde ich den Vorgänger zwar besser, aber auf diesem hier ist die Produktion nochmal um einiges stärker. Auf jeden Fall ein super drittes Album und eine durchdachte Weiterentwicklung. 

Offizielle Website

Autorenbewertung

8
Allein der Weg, wie ich zu der Band kam, macht "Void" schon irgendwie sympathisch. Der Sound, die Melodien und der reine Spaß an der Musik tun ihr Übriges. Allzu viele Bands aus dem Bereich hör ich zwar nicht, aber ich möchte APHYXION auf meine persönliche Pole Position setzen.
ø 0 / 5 bei 0 Benutzerbewertungen
8 / 10 Punkten

Vorteile

+ starke Melodien
+ top Produktion
+ schön abwechslungsreich

Nachteile

- Vorgänger im direkten Vergleich besser

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