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Aus den Tiefen #24: Stoic Dissention

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In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal klingen, im Gegenteil! Der Fokus liegt hierbei auf Innovation, auf Experimentierfreude, auf dem Potenzial, etwas anders zu machen, als alle Anderen.

„To live is to suffer, to survive is to find some meaning in the suffering.“

Mit diesem Zitat Friedrich Nietzsches stellt sich die Band vor, die ich euch heute näher bringen will. Zugegebenermaßen gibt es Metalbands, die Nietzsche zitieren, vermutlich wie Sand am Meer, doch in diesem Fall könnte der Vorstellungstext kaum treffender gewählt sein.

Die Rede ist von STOIC DISSENTION.

STOIC DISSENTION

 

Bei der Band aus Arvada, Colorado, regiert Tristesse – durchgängig. Das Quintett fand sich im Jahre 2010 zusammen, um Black/Doom Metal zu spielen. Dabei wirken die beiden Genrebezeichnungen als Eckpfeiler, zwischen denen im Grunde alles möglich ist.

Die erste EP der Band, „Senium“, erschien 2011 und lieferte depressiv-schleppenden Black Metal, der sich nicht vor Überlängen scheute, dabei jedoch mit teils wunderschönen Leads überzeugen konnte. Für mich persönlich werden hier immer wieder Erinnerungen an AN AUTUMN FOR CRIPPLED CHILDREN wach, was nicht zuletzt an dem sehr ähnlich wirkenden Kreischgesang liegt.

Auf der zweiten Veröffentlichung, bzw. dem ersten Album, „Relinquished… A Crumbling Monument Witnessed by None“ wurde noch mehr mit Atmosphäre und Steigerungen experimentiert. So schweifen STOIC DISSENTION zwischen (Post) Black Metal, Ambient und Doom hin und her, wobei die Songlängen nochmals gesteigert wurden. Denn obwohl „Relinquished…“ nur über drei Songs verfügt, bringen diese es auf eine Spielzeit von fast 50 Minuten!

Bereits 2014 erschien das zweite Full Length Album unter dem Titel „Autochthon“. Diesmal fielen die Songs etwas kürzer aus, die Gitarrenarbeit wurde dafür umso komplexer und experimenteller. Immer noch gibt es sehr ergreifende Melodien und Songs, die zum Beispiel AHAB-Fans definitiv zusagen werden. Überraschenderweise wird das eigene Klangspektrum aber auch zunehmend in Richtung dissonantem Black Metal erweitert. Auch wenn die Raserei nicht ganz so ungezügelt wie bei DEATHSPELL OMEGA ist, kann man diese doch als grobe Referenz anführen.


 Erst im November ist die neueste und letzte EP von STOIC DISSENTION mit dem Titel „A Sulfurous Dialectic“ erschienen, die als Schlusskapitel für die vorherigen Veröffentlichungen fungieren soll. Da mit Kelly Schilling mittlerweile die Gitarristin/Flötistin/Pianistin die Band verlassen hat, begeben sich STOIC DISSENTION vorerst in eine Pause, womit es in näherer Zukunft wohl eher kein neues Material geben wird.

Beide EP’s und Alben können bei Bandcamp gestreamt und für wenige Dollar runtergeladen werden. Hört mal rein, es lohnt sich!

 

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Bild mit freundlicher Genehmigung von VeiledAngel Art

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