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Aus den Tiefen #38: BLOODNSTUFF

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In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal klingen, im Gegenteil! Der Fokus liegt hierbei auf Innovation, auf Experimentierfreude, auf dem Potenzial, etwas anders zu machen, als alle anderen.

 

In den letzten Jahren gab es immer wieder Fälle, in denen Zwei-Mann-Duos unter Beweis gestellt haben, dass man die reguläre Bandaufstellung aus vier bis fünf Leuten zwar nicht unbedingt abschaffen, zumindest aber als festgesetzt überdenken sollte. Neben MANTAR und BÖLZER gibt es auch auf nicht-deutschsprachigem Territorium einige Bands, bei denen “wenig” das neue “viel” ist. Eine davon will ich euch heute vorstellen.

BLOODNSTUFF

BLOODNSTUFF

 

BLOODNSTUFF sind eine Band aus Minneapolis, Minnesota, die laut eigener Aussage Post-Rock spielen. Tss, als ob!
Denn die Mucke unterscheidet sich radikal von dem, was man darunter erwarten würde. Mit Stimmungsmonolithen der Riege GODSPEED YOU! BLACK EMPEROR hat der Sound der Amerikaner ungefähr so viel zu tun, wie “Transilvanian Hunger” mit ner High End Produktion.
Na, egal. Deutlich verspielter, und durchaus auch psychedelischer ist der Sound, den die Jungs hier entstehen lassen und bieten. Dass die Songs nur von zwei Leuten geschrieben und auch performt werden, ist besonders krass, wenn man sich auf der Zunge zergehen lässt, dass all die Gitarrenarbeit wirklich simultan stattfindet!

Die Aussage von Sänger und Gitarrist Ed Holmberg dazu:

“No recordings or loops. And never will be!”

Wers nicht glaubt, kann es sich hier selbst ansehen.

 

 

Im Jahre 2014 veröffentlichten die Jungs ihr erstes, selbstbetiteltes Album, welches 10 Songs bietet, die gar nicht so leicht zu beschreiben sind, dafür aber umso mehr ins Ohr gehen.
Auch wenn der Metalanteil eher gering ist: BLOODNSTUFF haben Eier!
Mal erinnern mich Passagen an die melancholische Weltuntergangsstimmung, die damals z.B. “Climax” von BEASTMILK trug, mal werden Gitarrenlinien ausgepackt, die an frühe MASTODON erinnern, nur um im nächsten Moment Psychedelic- oder Stoner-Elemente zu verbauen, die die Songs wiederum in eine neue Richtung treiben.
Lasst euch aber nicht in die Irre führen und erwartet, dass man hier von nem undurchsichtigen Stilmix verdroschen wird. Mitnichten! Alles hat Hand und Fuß, die Kompositionen haben Raum, Spannungsbögen, Ohrwurmmelodien und präzises Handwerk als Fundament, wovon man sich definitiv was abgucken sollte, wenn man kann.

Der Gesang von Holmberg bleibt darüber stets klar, aber kraftvoll, ohne in Klischeehaftigkeit oder Seen von Pathos abzurutschen und das Ganze somit zu verwässern.

 

Wie es bei kleineren Bands oftmals der Fall ist, gibt es kaum verbindliche Infos zu neuer Musik, allerdings ließen die Jungs über Facebook verlauten, dass das nächste Album bereits in den Startlöchern steht und noch in diesem Jahr erscheinen soll.
Ich bleibe gespannt!
Bis es jedoch soweit ist, rate ich euch, die Zeit sinnvoll zu nutzen und mal in das Debütalbum von BLOODNSTUFF reinzuhören. Schaden wirds euch definitiv nicht.

Schönes Wochenende!

 

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