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Aus Den Tiefen #4: Orgone

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In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal klingen, im Gegenteil! Der Fokus liegt hierbei auf Innovation, auf Experimentierfreude, auf dem Potential, etwas anders zu machen, als alle Anderen.

 

Heute geht es um die amerikanische Band ORGONE. Erstmals wurde ich irgendwann gegen 2010 auf die Jungs aufmerksam, als ich ihr Debütalbum „The Goliath“ entdeckte, welches bereits 2007 erschienen ist. Und was mir da entgegenschepperte, war…krass!

Grob kann man das, was ORGONE fabrizieren als Technical Death Metal bezeichnen, jedoch agieren sie dabei ziemlich variabel und experimentell. Die Tags auf ihrer Bandcamp Seite lauten: „black metal, death metal, experimental, jazz, fusion, metal, avant-garde, Pittsburgh“. Und in unterschiedlicher Konzentration kommt das auch alles hin.

ORGONE
So Untergrund, dass es nicht mal n Bandbild gibt – ORGONE

 

Was ORGONE ganz klar auszeichnet, ist die spektakuläre Gitarrenarbeit. Diese ist gleichzeitig sowohl auf technischem, als auch auf melodischem Niveau sehr weit oben und verleiht den Pittsburghern ein absolutes Alleinstellungsmerkmal! Obwohl es über weite Strecken hochfrequentes Gekniedel gibt, verfallen ORGONE nicht in unhörbares Tech-Gewichse. Vieles bleibt hier wirklich im Ohr! Immer wieder verstehen sie es auch, ihr Tempo zu drosseln und dynamisch zu arbeiten, wobei nicht zu jeder Sekunde die spielerischen Fähigkeiten unter Beweis gestellt werden müssen.

Nach ihrem Debütalbum kam lange Zeit nichts. Probleme mit Produzenten, menschliche Unzulänglichkeiten und tausende andere Kleinigkeiten sorgten dafür, dass das zweite Album „The Joyless Parson“ lange Zeit nicht veröffentlicht wurde. Und das, obwohl die Aufnahmen dafür bereits 2008 (!) stattgefunden hatten. Letzten Endes konnte mit Tom Kvålsvoll, der unter anderem schon für 1349 und EMPEROR an den Reglern saß, in den Strype Audio Studios in Oslo der optimale Sound erzielt werden. „The Joyless Parson“ erschien im Mai 2014, nach über sechs Jahren Wartezeit.

Allen Widrigkeiten zum Trotz arbeiten ORGONE weiter an neuem Material.

An physische Kopien der Alben zu kommen ist leider so gut wie unmöglich, doch beide Alben sowie ein Demo sind kostenlos über Bandcamp erhältlich.

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Bild mit freundlicher Genehmigung von ORGONE

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