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Aus den Tiefen #9 bis 9,5 – The Austerity Program

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In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal klingen, im Gegenteil! Der Fokus liegt hierbei auf Innovation, auf Experimentierfreude, auf dem Potenzial, etwas anders zu machen, als alle anderen.

Mahlzeit! Da ich zwischen Summer Breeze und Wolfszeit grad mal ne Sekunde Zeit habe, versuche ich euch hier mal wieder einen kleinen, aber äußerst feinen Leckerbissen um die Ohren zu ballern.

The Austerity Program

 

Heute möchte ich euch auf die New Yorker Zwei-Mann-Kombo THE AUSTERITY PROGRAM aufmerksam machen. Die vollständige Besetzung ließt sich jedoch wie folgt:

Justin Foley – Guitar, Vocals
Thad Calabrese – Bass
Drum Machine – Drums

Wer durch das letztgenannte Bandmitglied nun etwas verunsichert sein sollte, den kann ich beruhigen: die beiden New Yorker integrieren die Drum Machine so gekonnt in ihren Sound, dass sie alles andere als störend wirkt. Aber mal im Ernst: wer regt sich in Zeiten, in denen ganze Konzeptalben im Kinderzimmer aufgenommen werden können, noch über programmierte Drums auf? Ich schon, aber in diesem konkreten Fall kann ich da wohlwollend darüber hinwegsehen.

Die beiden menschlichen Bandmitglieder machen bereits seit 1991 gemeinsam Musik (dazu später mehr), unter dem Namen THE AUSTERITY PROGRAM existieren sie jedoch seit 1997. Die stilistische Ausrichtung der Band lässt sich am ehesten irgendwo im Spektrum zwischen Noise Rock, Hardcore und Alternative Metal verorten. Vielleicht hilft es noch etwas weiter, das Umfeld der New Yorker zu beschreiben. So landeten sie mit ihren ersten Veröffentlichungen auf Hydra Head, dem Label des ehemaligen ISIS (Band, nicht Terrormiliz! Badum-tss) Frontmannes Aaron Turner, bis dieses im Jahre 2012 leider Pleite ging. Wer sich ein bisschen mit Hydra Head auskennt weiß vielleicht, dass sich auf diesem Label experimentelle Acts jeglicher Couleur versammelten.

Besonders mit ihrem zweiten Full Length Album „Beyond Calculation“ konnten mich THE AUSTERITY PROGRAM fesseln. Die Jungs verfügen über einen sehr eigenen Sound, der dennoch sofort ins Ohr geht. Die Texte von Justin Foley tun darüber hinaus ihr Übriges, um mir die Stücke dauerhaft ins Hirn zu fräsen. Speziell hervorheben muss ich hier „Song 36“! Was für ein geiles Teil!

You can hardly call it living
If you’re only passing time
How you waste what you’ve been given
Years build out of days just slipping by

 

Als wäre das nicht schon dufte genug, verfügen die Jungs auch über einen ausgezeichneten Sinn für Humor, den sie unter anderem in dem Video unter Beweis gestellt haben, dass ihr euch hier drunter ansehen könnt!

Die ersten musikalischen Gehversuche, die die beiden Jungs in den 90ern unternahmen, geschahen unter dem Namen POLONIUM. Im April diesen Jahres wurde das Material, das zwischen 1993 und 1996 entstand, in neu eingespielter Form unter dem Titel „Seraphim“ veröffentlicht. Etwas stumpfer, aber unverkennbar aus der gleichen Feder, dröhnen die zehn Songs durch die Boxen, die für lau über Bandcamp erhältlich sind. Was übrigens auch für die letzte Veröffentlichung von THE AUSTERITY PROGRAM gilt.
Die anderen EP’s und Alben sind jeweils für einige wenige Dollar bzw. Euro erhältlich und auch die physischen Exemplare sind alles andere als überteuert! Greift also zu und gönnt euch!
In diesem Sinne: schönes Wochenende!

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Bandcamp

Bild mit freundlicher Genehmigung von The Austerity Program

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