Home»Live»Festivals»Aus trist mach bunt: Metal Frenzy 2017

Aus trist mach bunt: Metal Frenzy 2017

1
Shares
Pinterest Google+

Der Norden Sachsen-Anhalts ist eigentlich ein großes Ödland. Viel Wald und Wiese, wenig Leben. Doch wer behauptet, die Altmark in Sachsen-Anhalt sei totes Land, der irrt! Seit 2014 belebt Veranstalter Robert Röttger mit seinem Metal Frenzy Open Air den Norden Sachsen-Anhalts und bereichert die Szene um ein weiteres großartiges Mixed Metal-Festival. Dieses Jahr findet das Festival bereits zum vierten Mal statt – dem Durchhaltevermögen Roberts und seiner Crew sei Dank!

Der neue Termin vom 29. Juni bis 1. Juli lässt auf sommerliche Temperaturen hoffen. Erreicht das Thermometer schwindelnde Höhen, bietet das direkt neben dem Festivalgelände gelegene Gardelegener Erlebnisbad eine hervorragende Möglichkeit, sich Abkühlung zu verschaffen. Doch wer das Frenzy kennt, der weiß – stellt euch besser auf Regen ein! Auch in diesem Fall verschafft das Erlebnisbad Abhilfe. Denn was ist schöner, als aus den durchnässten Klamotten zu schlüpfen und eine heiße Dusche zu genießen? Wie sagte mir einst ein weiser Mann: Wir campen hier nur, wir leben nicht mehr in der Steinzeit! Es ist an der Zeit, sich das zunutze zu machen!

Bisher verschlug es jährlich ca. 1000 Leute nach Gardelegen – beim dem Line-Up, das jedes Jahr aufgefahren wird, dürfte es aber nur eine Frage der Zeit sein, bis sich dieser Geheimtipp weiter herumspricht und das Festival wächst. Für fast jeden Geschmack ist etwas mit dabei – ob harter Death Metal der dänischen Marke ILLDISPOSED oder der italienischen FLESHGOD APOCALYPSE oder folkige Pagan-Klänge aus dem Hause BLACK MESSIAH oder von den holländischen HEIDEVOLK, geboten wird alles, quer durch den Gemüsegarten. Mit dabei ist, neben  Heavy-Metal-Größen wie RAGE und den Thrashern von EVIL INVADERS und TANKARD, auch das deutsche Thrash-Metal-Urgestein DESTRUCTION, das mit einer Headliner-Show als letzte Band des Samstagabends die Zuschauer vom Platz fegen soll.

Symphonic- und Power-Metal-Fans dürfen sich, neben Auftritten von VICTORIUS und dem nachgeholten Gig von 2015 durch VISIONS OF ATLANTIS, auch auf die einzige ostdeutsche Festivalshow des finnischen Headliners STRATOVARIUS freuen.

Ebenfalls melodisch, aber eine Spur rauer, geht es beim dritten Headliner zu – nachdem im letzten Jahr DARK TRANQUILLITY großen Zuspruch ernteten, konnte Robert nicht anders, als dieses Jahr ebenfalls eine Band aus dem Melodic Death Metal als Headliner zu buchen. Demgemäß übernehmen dieses Jahr niemand Geringeres als AMORPHIS auf dem Metal Frenzy die finnische Headliner-Fackel. Mit THE UNGUIDED gesellt sich eine weitere Melodic Death-Band mit gutem Ruf zur Riege der Bands.

Für die Anhänger anderer Strömungen wird auch noch eine Prise Hardcore und Punk durch Gruppen wie BORN FROM PAIN und DESOLATED geboten. Und für wen das alles nichts ist, bietet das Metal Frenzy, neben den durch Deutschrock bekannt gewordenen KRAWALLBRÜDERN, auch noch einen ganz besonderen Leckerbissen für alle RAMMSTEIN-Fans: Am Donnerstagabend soll VÖLKERBALL mit einer zweistündigen Show voller Pyro-Spielereien alles in Schutt und Asche legen.

Heiß darauf geworden? Dann gilt es, sich ein Ticket zu bestellen! Für einen höllisch fairen Preis von 66,66 € wird ein grandioses Line-Up geboten, das den einen oder anderen Fan ins Schwärmen bringen dürfte. Wer Bock hat, kann sich sämtliche 30 Bands des Line-Ups zu Gemüte führen – Überschneidungen sind beim Geheimtipp aus der Altmark mit einer Bühne nämlich nicht zu erwarten. Auch Silence lässt sich das Spektakel nicht entgehen und wird mit einem Stand vor Ort sein.

 

Die kürzlich veröffentlichte Running Order findet ihr hier!

Bild mit freundlicher Genehmigung von Metal Frenzy

Du liest diesen Beitrag, weil unsere Autoren lieben, was sie tun - wenn du ihre Arbeit liebst, kannst du uns, wie andere schon, unterstützen. Wie? Mit einem kleinen monatlichen Beitrag über silence-magazin@patreon Patreon
Vorheriger Beitrag

"Hup doch mal!" - DESERTFEST 2017 Tag 2+3

Nächster Beitrag

Deutschland, deine Festivals - #11.2: Nordrhein-Westfalen II (Frühling)

3 Kommentare

  1. minuslik
    10. Mai 2017 bei 21:54 — Antworten

    Ach so, dann hab ich da was falsch in Erinnerung, auch wenn ich schwören könnte, dass es das MF war. Auch noch in Erinnerung ist der Hinweis von Alex in einem seiner Videos, ja nichts zu essen mitzubringen, sondern sich alles auf dem Festival zu kaufen.

    Sehen werden wir uns da allerdings leider nicht, denn der Norden von Sachsen-Anhalt ist für einen Niederbayern nicht gerade ums Eck.

  2. minuslik
    8. Mai 2017 bei 21:50 — Antworten

    Metal Frenzy, ist das nicht dieses eine Festival, das sich anfangs nur aus Getränke- und Essensverkäufen finanziert und – ich glaub 2015 – schon vor der Auflösung gestanden hat?

    • Lukas
      8. Mai 2017 bei 22:44 — Antworten

      Hey minuslik,

      dass sich das Metal Frenzy anfangs nur aus dem Verkauf von Essen und Getränken finanziert hat, würde ich nicht behaupten. Bei einem Bierpreis von 2 € zur Premiere ist schließlich kein allzu hoher Gewinn zu erwarten 😉
      Ich meine, das Ticket hätte damals knapp 60 € gekostet. Dieses Jahr musste man den Preis auf 66,66 € erhöhen. Grund dafür ist – und damit hast du recht – die schwierige finanzielle Situation. Jedes Jahr wieder wird betont, dass die Zukunft aufgrund des Geldes ungewiss ist. Bisher hat es noch immer gereicht. Hoffen wir, dass es so bleibt!

      Trifft man dich auch vor Ort, oder sagt dir das Metal Frenzy eher weniger zu?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.