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	<title>Oimel, Autor auf Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
	<lastBuildDate>Sat, 28 Mar 2026 09:47:40 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Oimel, Autor auf Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Nachtschattengewächse statt Frühblüher &#8211; PROJECT PITCHFORK in Leipzig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oimel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Mar 2026 09:30:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[Epitaph II]]></category>
		<category><![CDATA[HER OWN WORLD]]></category>
		<category><![CDATA[Project pitchfork]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine musikalische Zeitreise in die Vergangenheit hat unser Oimel kürzlich unternommen. Hier nimmt er euch mit zu Project Pitchfork.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/project-pitchfork-in-leipzig/">Nachtschattengewächse statt Frühblüher &#8211; PROJECT PITCHFORK in Leipzig</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Die Zeichen stehen auf Frühling, es wird wärmer und die Blüten spriessen. Zeit also für dunkles schwarz, schwere Stiefel und einen Ausflug in die eigene musikalische Vergangenheit.</p>
<p>In das passende Outfit gehüllt begebe ich mich nun in den Leipziger Westen, denn die heutige Veranstaltung ist im <strong>Felsenkeller</strong>. Aufgrund der Verkehrssituation und Veranstaltungsdichte an dem Tag in Leipzig erreiche ich den Ort mit Müh und Not, und entere dann die Location passend zur Vorband.</p>
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<p>Aus dem schönen Polen sind <strong>HER OWN WORLD</strong> heute der Opener des Abends, und für mich noch ein unbeschriebenes Blatt. Da mich die Vergangenheit des Öfteren gelehrt hat, dass das ignorieren von Vorbands ein fataler Fehler ist, mische ich mich also neugierig in das dunkle Publikum. Die Fläche ist noch mäßig gefüllt, ich kann mich gemütlich bewegen, suche mir ein lauschiges Plätzchen und ein Kaltgetränk und warte gespannt.</p>
<h3><strong>Licht im Dunkel</strong></h3>
<p><strong>HER OWN WORLD</strong> beginnen mit einer Tänzerin die Leuchtelemente kunstvoll schwingend in Szene setzt, dazu wird das LED Backpaneel genutzt um die Musik zu untermalen. Die Frontfrau entert anschließend die Bühne und die Band spielt einen soliden Auftritt von 45 Minuten Länge. Ich bin ein wenig hin- und hergerissen. Einerseits ist die Musik angenehm und lässt sich gut nebenbei hören, andererseits wirkt der gesamte Auftritt auf mich ein wenig gestellt und sehr bemüht. Auch die einzelne Tänzerin wirkt ein wenig unharmonisch im Gesamtauftritt und lenkt eher von der Musik ab, da sie laufend die Sängerin umkreist. Musikalisch ist es eine <strong>Mischung</strong> aus Elektro-, Industrial- und Rock-Einflüssen – aber auch nichts davon so richtig. Und so gestaltet es sich aus meinem Eindruck auch im Publikum, denn es ist spürbar die Neugier vorhanden, aber der Funke springt nicht wirklich über.</p>
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<p><strong>Ein kurzer Blick in die Vergangenheit</strong></p>
<p>Nach einer entsprechenden Umbaupause wird es dann dunkel&nbsp; &#8211; und spannend! Ich habe <strong>PROJECT PITCHFORK</strong> zwar bereits vor Jahren mal auf dem <strong>Mera Luna</strong> gesehen, aber ein Festival-Auftritt weicht ja doch immer von einer Fulltime Show ab, und so stieg meine innere Spannung dann doch extrem. Und hier ist auch die richtige Stelle um mal den Bogen zu spannen, warum ich eigentlich hier bin. Im Normalfall treibe ich mich ja meist auf Punk, Oi und Metal-Veranstaltungen verschiedenster Spielarten herum. Aber angefangen hat alles anders. Denn als kleiner Stift bekam ich die ersten musikalischen Einflüsse abseits der Eltern durch meinen großen Bruder – und das waren dann halt <strong>DEINE LAKAIEN</strong>, <strong>PROJECT PITCHFORK</strong> und <strong>LACRIMOSA</strong>. Und die Musik prägte mich, war immer mein Rückzugsort, war immer etwas was ich hatte, was kein anderer hatte. Es war ein Tape mit einzelnen Songs, die ich hunderte Male hörte. Bis ich irgendwann dann alt genug war um weitere Musik zu entdecken. Das Tape gibt es noch heute, und zu den Bands finde ich immer wieder zurück, in unterschiedlichen Abständen.</p>
<p>Und das ist auch der Hintergrund warum das Konzert dann heute so etwas Besonderes für mich ist, ein Ausflug in meine wirklich frühe Kindheit und meine ersten musikalischen Einflüsse. Dementsprechend aufgeregt sehne ich den ersten Tönen auch entgegen und bin sehr erleichtert als es losgeht. Ich bin unglaublich gespannt, wie die Musik live auf mich wirken wird und wie die Band sich nach ihrer langen Existenz live präsentiert.</p>
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<h3><strong>Es wird dunkelschön!</strong></h3>
<p>Der Abend beginnt mit <em>&#8222;Drone Assembly&#8220;</em> und <em>&#8222;Drone State&#8220;</em> vom 2001 sehr erfolgreichen Album „Daimonion“ – und direkt danach wirft es mich in die Vergangenheit, denn mit <em>&#8222;Conjure&#8220;</em> und dem neu aufgelegten <em>&#8222;K.N.K.A.&#8220;</em> geht es weit zurück in die Bandhistorie und ich genieße die alten Klänge in vollen Zügen. Man merkt Frontmann <strong>Peter Spilles</strong> an, dass er absolut in seinem Element ist und auf keinen Fall zum alten Eisen gehört. Und man merkt auch, dass die Band ein absolutes Heimspiel in Leipzig hat. Das Publikum geht richtig gut ab, deutlich mehr, als ich es nach einem ersten Rundgang durch die Menge vermutet hatte. Natürlich bin ich nicht der einzige der in alten Erinnerungen schwelgt und es sind viele ältere Semester in der Menge, die die Songs absolut textsicher begleiten. Meine Altersklasse ist verhältnismäßig wenig besetzt würde ich denken, aber es sind dafür viele auch jüngere unterwegs, die die Band ebenfalls enthusiastisch feiern, oft auch in Begleitung ihrer Altvorderen, von denen sie die Musik vermutlich geerbt haben. Ein schönes Bild, ein dunkelschönes Publikum und Klänge, die dazu führen, dass keiner ruhig stehen bleiben kann. Die Konzertmenge verwandelt sich in eine große Tanzfläche.</p>
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<h3><strong>Die Mischung machts!</strong></h3>
<p>Die Setlist ist eine sehr gute Mischung aus verschiedenen Dekaden des Schaffens der Band. <em>&#8222;Acid Ocean&#8220; </em>wird gefolgt vom ebenfalls neu aufgelegten Klassiker <em>&#8222;Fire and Ice&#8220;</em> und dann folgt ein – aus meiner Sicht – neuerer Block der die Titel <em>&#8222;Titanes&#8220;</em>, <em>&#8222;Melancholia&#8220;</em>, <em>&#8222;Memento Mori&#8220;</em> und <em>&#8222;I Am (Athought in Slowmotion)&#8220;</em> &nbsp;umfasst. Diese kommen ebenfalls sehr gut an und sind aus meiner Sicht sehr geschickt ausgewählt in Ihrer Folge. Gerade <em>&#8222;Melancholia&#8220;</em> ist ein sehr ruhiges, verträumtes Stück, wohingegen <em>&#8222;Memento Mori&#8220;</em> für mich total in der Geschichte vom Klassiker <em>&#8222;Endzeit&#8220;</em> steht und mich absolut abholt! Als länger haltbarer Ohrwurm ist dann aber <em>&#8222;Acid Ocean&#8220;</em> im Gehörgang geblieben, was einfach meeeegaschön war. Insgesamt sind einige der &#8222;neueren Titel&#8220;, die ich nicht so wirklich gekannt habe, mir absolut positiv aufgefallen und die Setlist ist schon jetzt als <strong>grandios</strong> zu bezeichnen!</p>
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<h3><strong>Gänsehaut auf der Schnatterpelle</strong></h3>
<p>Jetzt packt mich nun endlich die absolute Gänsehaut, als die ersten Klänge von <em>&#8222;Souls&#8220;</em> ertönen – und offensichtlich geht das nicht nur mir so. Es geht ein wortwörtliches Tosen durch das Publikum und das Lied wird nicht nur gefeiert, es wird gelebt, getragen, zelebriert. Ein unglaublich magischer Moment, und ich könnte schwören, dass die um mich Umstehenden in diesem Moment viele Zwiebeln geschnitten haben. Es ist schwierig zu beschreiben, aber mit jetzt 38 dann diese Sachen zum ersten Mal live zu hören, die man 30 Jahre vorher zum ersten Mal, und in der Zwischenzeit so oft gehört hat – das ist schon etwas sehr mitreißendes, magisches, nicht greifbares. Aber auf jeden Fall etwas, was eigentlich nur Musik schaffen und erschaffen kann.&nbsp;</p>
<h3><strong>Kein Ende in Sicht!</strong></h3>
<p>Aber hier ist noch nicht Schluss, denn mit <em>&#8222;Pan&#8220;</em> kommt noch ein altes, und mit <em>&#8222;Rain&#8220;</em> ein melodisches Stück hinterher, die ebenfalls kein Auge trocken lassen. Das Publikum ist absolut beseelt, es wird eigentlich überall getanzt soweit ich mich umschauen kann – und auch der Autor schwingt das in der Zwischenzeit arg eingerostete Tanzbein voller Entzückung! Apropos Publikum – eigentlich habe ich in der Zwischenzeit immer einen guten Blick und finde in fast jeder Location Plätze wo ich es möchte. Heute ist das nicht möglich, denn es steht von der Bühne weg <strong>dicht gedrängt</strong>, aber so dass jeder seinen Platz zum tanzen hat – und auch der Umgang mit dem Platz untereinander ist sehr angenehm. Keine Ellenbogen, kein schubsen, kein &#8222;Ins-Sichtfeld-stellen&#8220; – hier haben einfach sehr viele Menschen eine sehr besondere Zeit und geben auch den anderen den Raum dafür.</p>
<p>Mit <em>&#8222;The Name&#8220;</em> kam dann auch die 4 Monate alte &#8211; neueste Single, die es mir textlich absolut angetan hat. Im November beim ersten hören war es mir zuerst ein wenig zu soft, jetzt liebe ich den Track und live geht der sehr unter die Haut! Kräftig in die Vollen geht es dann dagegen bei <em>&#8222;Timekiller&#8220;</em> und <em>&#8222;2069 AD&#8220;</em> bei denen die Gitarre glüht und harte Riffs die Halle fluten. Ich muss ein wenig grinsen, wenn ich mich daran erinnere, dass mein Teenie-Ich damals <em>&#8222;Timekiller&#8220;</em> sogar auf dem damals noch existierenden Fensehsender <strong>Viva</strong> gesehen hat. Verrückte Zeiten und lange her!</p>
<p><em>&#8222;Beholder&#8220;</em> und vorallem <em>&#8222;Carrion&#8220;</em> vom absoluten Über-Album &#8222;IO&#8220; runden das Programm dann elektronisch wieder an und lassen den Fußboden vom kräftigen Stampf-Tanz beben. Dann wird es dunkel auf der Bühne.</p>
<h3><strong>Der Abend ist noch jung!</strong></h3>
<p>Aber es bleibt nicht lange dunkel und <strong>Peter Spilles</strong> eilt zurück auf die Bühne. Es folgen tatsächlich noch satte 2 Zugaben, die unter anderem <em>&#8222;Existence&#8220;</em> und <em>&#8222;God Wrote&#8220;</em> enthalten. Letzteres schickte ich dann direkt unserem lieben <span style="color: #800000;">Daniel</span>, der aufgrund einer Verletzung leider nicht mitkonnte – sonst hätten hier 2 Meinungen zum Abend Platz gefunden.</p>
<p><span style="color: #800000;"><em>(<strong>Anm. Daniel</strong>: Da ich den Artikel grad in der Mangel hab, nochmal ein herzliches Danke für das Videoschnipsel meines Lieblingssongs der Band! Meine elektronische Seelenhälfte is verzückt!)</em> </span><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/263a.png" alt="☺" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Die letzten Töne verhallen, die Band wird gebührend, frenetisch, anerkennend und einfach aus tiefstem Inneren gefeiert. Ich glaube es ging hier vielen so wie mir, für die dieses Konzert etwas besonderes war, und es ist eine große Verbundenheit zwischen Band und Publikum zu spüren. Ich genieße diese Athmosphäre, lasse mich vom Jubel und Applaus tragen, sauge alles in mich und gehe dann hinaus in die erstaunlich milde Nacht.</p>
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<h3><strong>Funfact zwischendrin</strong></h3>
<p>Im Nachgang musste ich ein wenig schmunzeln, denn obwohl Publikum und Band absolut auf einer Wellenlänge waren, gab es kaum Interaktionen dazu von der Bühne. Was ich sonst oft unangenehm finde, war in diesem Fall aber einfach gar nicht nötig. Es gab nichts zu sagen, alle wollten einfach nur gemeinsam diese Zeit genießen. Lustigerweise war eigentlich die einzige Ansage die, bei der <strong>Peter</strong> kurz erklärte, dass er in der Zwischenzeit keinen blauen Strich mehr im Gesicht hat, weil er eine Allergie entwickelt hat. Das schien er unbedingt erklären zu wollen, was ich absolut sympatisch fand.</p>
<h3><strong>Fazit: </strong></h3>
<p>Wer irgendwann mal irgendwo irgendein Lied von <strong>PROJECT PITCHFORK</strong> gehört hat – geht zum Konzert! Wer ein Fan der Band ist – geht zum Konzert! Selbst wer nur ein Fan der alten Sachen ist – geht zum Konzert! Ich kann es einfach nicht anders sagen, denn es war ein großartiger Abend, der eine wirklich wundervolle Mischung aus <strong>35 Jahren</strong> Schaffenszeit präsentiert hat und einen ganzen Saal voll glücklicher Menschen zurückgelassen hat. Ich glaube ein schöneres Fazit kann ich dazu auch nicht finden! Es war grandios!</p>
<hr>
<p>Zum Abschluss noch vielen Dank an <strong>Alexander Jung</strong> von <a href="https://www.hell-zone.de/">Hell-Zone</a>, von dem ich die sehr schönen Bilder von Pitchfork verwenden durfte.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/project-pitchfork-in-leipzig/">Nachtschattengewächse statt Frühblüher &#8211; PROJECT PITCHFORK in Leipzig</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<item>
		<title>Der Frühling startet dunkel &#8211; PROJECT PITCHFORK kommen nach Leipzig!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oimel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2026 08:11:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[konzert]]></category>
		<category><![CDATA[Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[live]]></category>
		<category><![CDATA[Project pitchfork]]></category>
		<category><![CDATA[tour]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Freunde der Nacht aufgepasst! PROJECT PITCHFORK gehen auf Tour und machen Halt in Leipzig. Oimel schaut sich das für euch an! </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/project-pitchfork-kommen-nach-leipzig/">Der Frühling startet dunkel &#8211; PROJECT PITCHFORK kommen nach Leipzig!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Draußen wird es wieder heller, der Frühling naht, alles wird bunt. Heller? Bunt? Weit gefehlt! Es wird dunkel, es wird düster, es wird SCHWARZ!</p>
<p>Niemand geringeres als <strong>PROJECT PITCHFORK</strong> geben sich die Ehre, zusammen mit <strong>HER OWN WORLD</strong> aus Polen. Das Konzert findet im Rahmen der &#8222;EPITAPH Tour II&#8220; statt.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-51017 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2026/03/Presse_02-PPF_EPITAPH_Tour_2025-1024x768.jpg" alt="" width="1024" height="768" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2026/03/Presse_02-PPF_EPITAPH_Tour_2025-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2026/03/Presse_02-PPF_EPITAPH_Tour_2025-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2026/03/Presse_02-PPF_EPITAPH_Tour_2025-750x562.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2026/03/Presse_02-PPF_EPITAPH_Tour_2025.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" />
<p>Und das verspricht ein richtig guter Abend zu werden, denn <strong>PROJECT PITCHFORK</strong> sind nicht nur Pioniere, wenn nicht sogar Legenden der schwarzen Szene und Vorreiter für viele andere&nbsp; Bands die folgten, sondern haben auch in der Zwischenzeit ganz beachtliche Jubiläen zu feiern. So gibt es aktuell eine Neuauflage des legendären Albums &#8222;Dhyani&#8220; zum<strong> 35. Geburtstag</strong> der Platte. Und so wie einige vergangene Setlists und diverse Ankündigungen durchblicken lassen, darf man sich hier auch live auf einige wundervolle Klassiker aus der Bandgeschichte freuen! Zusätzlich werden wohl auch neue Stücke aus dem kommenden Album „Epitaph“ zu hören sein.</p>
<p>Der Abend wird abgerundet durch die Gruppe <strong>HER OWN WORLD</strong> aus dem polnischen Szczecin, die es bereits seit 2019 gibt und deren erstes Album 2023 unter dem Namen &#8222;Tales From Another Life&#8220; erschien. Dabei wird das Publikum wohl nicht nur eine fulminante Mischung aus Industrial, Gothic Metal und Electro erwarten, sondern laut Homepage der Band auch eine aufwendige Live-Show.</p>
<p>Ich freue mich riesig, die Bands live zu sehen und werde dann natürlich zeitnah von dem Erlebnis berichten! Insbesondere zu <strong>PROJECT PITCHFORK</strong> verbindet mich sehr viel in meiner persönlichen muskalischen Entwicklung, und ich bin sehr gespannt auf das Live-Erlebnis!</p>
<p>Veranstalter der Tour ist die <a href="https://www.inmove.de/">InMove GmbH</a>.</p>
<p><a href="https://city-ticket.de/events/project-pitchfork-leipzig-felsenkeller-2026-03-20/">Links zu den Tickets.</a></p>
<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<p><strong>Zusammenfassung</strong></p>
<p><strong>Event &#8211; Project Pitchfork &#8211; Epitaph Tour II &#8211; mit Special Guest Her own world</strong></p>
<p><strong>Verbleibende Orte der Tour:</strong></p>
<p><strong>13.03.2026 Bremen, Modernes</strong><br />
<strong>14.03.2026 Braunschweig, Westand</strong><br />
<strong>20.03.2026 Leipzig, Felsenkeller</strong><br />
<strong>21.03.2026 Gotha, Stadthalle</strong><br />
<strong>28.03.2026 Oberhausen, E-tropolis Festival – ohne „HOW“</strong><br />
<strong>10.04.2026 Wernesgrün, Brauerei-Gutshof Wernesgrün</strong><br />
<strong>11.04.2026 Berlin, Huxleys Neue Welt</strong><br />
<strong>17.04.2026 Stuttgart, Im Wizemann</strong><br />
<strong>18.04.2026 Nürnberg, Der Hirsch</strong></p>
<p></div></div></div>
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		<title>Mittendrin und voll dabei &#8211; das Paganfest 2025 lässt keine Wünsche offen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oimel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Feb 2025 17:12:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das PAGANFEST ist wieder da und hat in Leipzig Halt gemacht. Hier sind Oimels reichhaltige Eindrücke. Wart ihr auch dabei? </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das neue Jahr hat seinen ersten Monat geschafft und zack, hat es mich doch gleich recht zeitnah auf einen Konzerttermin verschlagen. Und dabei wird nicht gekleckert, sondern geklotzt!<strong> Denn es ging direkt zum Paganfest 2025!</strong></p>
<p>Hier warteten also direkt 5 Bands auf mich, und es versprach ein sehr illustrer Abend zu werden. An dieser Stelle machen wir dann gleich mal einen emotionalen Ausflug:</p>
<h3>Die volle Vorfreude</h3>
<p>Man kennt dieses Gefühl, wenn man nur mal kurz aus dem Block Bier holen geht, und plötzlich fällt das Tor des Jahrhunderts? Oder man ist beim Filmabend nur kurz pinkeln und es sterben 4 Hauptcharaktere? <strong>Nun, diese kurze emotionale Leere konservieren wir uns und rufen diese in wenigen Zeilen wieder ab.</strong></p>
<p>Jetzt aber wieder von vorne, denn mich zog es zu recht früher Stunde zur Location – in diesem Fall den altehrwürdigen <strong>Felsenkeller</strong>. Nur war hier im Vorfeld leider kein klarer Veranstaltungsbeginn zu erkennen – lediglich der Einlass war mit 17 Uhr angegeben. Aufgrund familiärer Verpflichtungen kreuzte ich auf letzter Felge halbwegs zeitlich passend vor dem Einlass auf, und fand eine immense Schlange vor. Ich befragte also den Security-Posten am Einlass nach dem Beginn der Veranstaltung, was mittelschweres Kopfkratzen und ein &#8222;so wirklich weiß ich das auch nicht – wird wohl so 18:30 sein&#8220; ergab. Ich sondierte also kurz die Lage, schätze die Schlange ab und beschloss, dass ich mir in der Wartezeit noch schnell eine dringend benötigte Grundlage einverleiben sollte, wollte ich den Abend überstehen. Das <strong>umfangreiche kulinarische Angebot in Leipzig-Plagwitz</strong> war dafür bestens geeignet und ich hatte innerhalb kürzester Zeit und angenehm-düster gekleideter Gesellschaft mein Essen eingeatmetr.</p>
<h3><strong><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-47588 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/HV1.jpg" alt="" width="355" height="473" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/HV1.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/HV1-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/HV1-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/HV1-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 355px) 100vw, 355px" /></strong></h3>
<h3>Emotionaler Tiefpunkt:</h3>
<p>Also stand ich flink wie der Wind wieder vorm Einlass, reihte mich in die Schlange und unterhielt mich ein wenig mit den umstehenden Menschen, während vor der Tür gerade eine unglückliche Tetris-Runde mit den Einlassgittern für ein wenig Verzögerung sorgte. Hier im Gespräch ergab sich, dass die erste Band <strong>ELVENKING</strong> bereits 17:20 oder 17:30 gestartet hatte. <strong>Jetzt rufen wir uns kurz die emotionale Leere von oben auf, da stand ich nun etwas unglücklich da.</strong> Ändern konnte ich es nicht mehr, und so kann ich nun keine Worte zum Auftritt der Italiener verlieren. Ich habe mich mehrfach bei anderen Besuchern erkundigt und habe von allen Seiten nur gutes gehört – <strong>ich kann also jedem nur ans Herz legen, rechtzeitig den Einlass aufzusuchen und die Italiener ausreichend zu würdigen,</strong> die aber auch einen wirklich sehr frühen Slot abbekommen haben.</p>
<h3><strong>Keine Zeit für schlechte Laune</strong></h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-47589 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/HV2.jpg" alt="" width="380" height="506" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/HV2.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/HV2-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/HV2-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/HV2-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 380px) 100vw, 380px" /></p>
<p>Nunja, mir blieb nicht viel Zeit um Trübsal zu blasen, ich orientierte mich in den Räumlichkeiten und konnte mich auch erstmal leidenschaftlich über die Mentalität der Menschen aufregen. Der Eingangsbereich inklusive Tür war proppenvoll gestellt, genau wie die 3-4 Stufen zum Parkett. Unten konnte man sich herrlich bewegen, nach Lust und Laune einen Platz im Gedränge oder ganz in Ruhe am Rand finden. Es war für alle genug Platz und freie Sicht – außer für diejenigen, die konsequent an der Tür stehen blieben… Nunja, auch das war geschafft und ich erblickte dir Bühne und frohlockte, denn <strong>HEIDEVOLK</strong> gaben sich nun die Ehre, und wie!</p>
<p><strong>Es erfreut mich auch rückblickend noch sehr, wie eine Truppe grimmig guckender, bärtiger älterer Männer eine derart herzerwärmend mitreißende Musik aufs Parkett&nbsp;legen kann!</strong> Hier ging auch schnell die Meute mit, und um mich herum flogen die langen Haare headbangender Metaller wie holländische Windmühlenflügel durch die Lüfte. Ich fühlte mich also pudelwohl und genoß den Auftritt der Niederländer, die ich bereits letztes Jahr gerne gesehen hätte. Die Wechsel der Gesangsparts, der zwei- und manchmal drei-stimmige Gesang, die Wechsel zwischen finsteren Growls und Klargesang und dazu die mitreißenden Paganmetalklänge rissen den Saal schnell mit und sorgten für begeisterten Applaus.</p>
<h3>Eine feine Setlist und die volle Portion gute Laune!</h3>
<p>Bereits am Anfang vom Set gab es <em>&#8222;A Wolf In My Heart&#8220;</em>, was die Masse gut mittrug, ebenso wie später <em>&#8222;Saksenland&#8220;</em> und natürlich als letzten Song auch <em>&#8222;Vulgaris Magistralis&#8220;</em>. <strong>Die Truppe hatte richtig viel Lust auf das Konzert und hatte das Publikum auch gut angezündet.</strong> Es herrschte eine sehr gute Stimmung vor, die Getränke aus Hörnern und Bechern flossen und überall waren entweder verschwitzte und/oder strahlende Gesichter zu sehen. Zugegeben hätte ich mir persönlich den Einstieg in den Abend kaum besser wünschen können und der erste Live-Kontakt mit der Band ließ auch mich mit einem breiten Grinsen zurück. Ab 18.15 ging der Auftritt im übrigen bis ca. 19 Uhr.</p>
<h3><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-47590 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/TYR1.jpg" alt="" width="322" height="429" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/TYR1.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/TYR1-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/TYR1-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/TYR1-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 322px) 100vw, 322px" /></strong></h3>
<p>(An dieser Stelle kann ich gleich mal darauf verweisen, dass es bei Spotify findige Konzertbesucher der anderen Spielorte gegeben hat, die sehr detailgetreue Playlisten für den gesamten Abend angelegt haben – hier kann also parallel zum Bericht direkt musikalisch ins Geschehen hineingehört werden.</p>
<h3><strong>Von den Niederlanden auf die Färoer Inseln</strong></h3>
<p><strong>Die Umbaupausen waren mit ca. 15 Minuten den ganzen Abend über sehr kurz, was absolut gut gelöst und sehr angenehm als Besucher war!</strong> Die Zeit reichte für eine Runde frische Luft, bevor es zurück in die warme Halle ging, und nun standen <strong>TYR</strong> auf dem Programm. Zugegeben war die Band der für mich blinde Fleck am heutigen Abend, denn ich hatte bisher nie bewusst Kontakt. Ich stellte allerdings recht schnell fest, dass ich dann doch das ein oder andere Lied der Gruppe von den Färoer Inseln kannte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-47591 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/TYR2.jpg" alt="" width="353" height="470" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/TYR2.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/TYR2-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/TYR2-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/TYR2-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 353px) 100vw, 353px" /></p>
<p>&nbsp;Insbesondere der Opener<em> &#8222;By The Sword In My Hand&#8220;</em> dürfte zu den bekanntesten Stücken der Band gehören und war auch mir vertraut. <strong>TYR</strong> konnten live durch eine sehr gute&nbsp;musikalische Präsentation ihres Materials beeindrucken und hierbei fielen auch immer wieder <strong>die Soli</strong> des Leadgitarristen <strong>Hans Hammer</strong> auf, die stark in Szene gesetzt waren. Auch stimmlich gab es hier absolut nichts zu bemängeln<strong>.</strong></p>
<p>Allerdings war die Band insgesamt sehr zurückhaltend was die Interaktion mit dem Publikum betraf. Es gab durchaus viele Stimmen, die die Songs mittrugen und auch mit&nbsp;Applaus wurde nicht gespart, aber die mitreißende Stimmung die <strong>HEIDEVOLK</strong> erzeugt hatten, oder die beiden noch folgenden Bands mitbringen würden, konnte hier nicht geboten werden. Andererseits wurde so natürlich die Spielzeit effektiv genutzt und die Band knallte Song um Song in die dicht gedrängten Reihen vor der Bühne.</p>
<h3>Hoch den heidnischen Hammer!</h3>
<p>Die Nach-Recherche ergab, dass hier auch die ein oder andere Perle für Fans der Bands dabei gewesen sein dürfte, da es auch Songs von sehr alten Alben zu hören gab. Abgeschlossen wurde das Set mit dem zugegebenermaßen großartigen <em>&#8222;Hold The Heathen Hammer High&#8220;</em> , was mir ebenfalls geläufig war und <strong>für mich das mit Abstand beste Stück der Band ist.</strong> Trotzdem muss ich sagen, dass der Funke hier nicht so wirklich übergesprungen ist, die ein oder andere Interaktion mit dem Publikum hätte selbiges hier vermutlich noch deutlich mehr angezündet!</p>
<p>Gleiches Spiel wie vorher: kurze Umbaupause, <span style="color: #800000;">Oimel</span> an der frischen Luft und dieses Mal auch auf Abwegen in die Region der Merchstände. Diese waren gut zugänglich und reichlich ausgestattet. Leider muss ich immer wieder feststellen, dass in der Zwischenzeit selbst bei Shirts Preise verlangt werden, die ich vor einigen Jahren noch nichtmal bereit war für Pullover zu zahlen. Ich ging an dieser Stelle also schweren Herzens leer aus, was aufgrund der Menge an bereits vorhandenen Kleidungsstücken allerdings kein wirklicher Fehler war.</p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-47592 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/EN1.jpg" alt="" width="315" height="420" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/EN1.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/EN1-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/EN1-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/EN1-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 315px) 100vw, 315px" />Von der frischen Luft in die finnische Sauna</h3>
<p>So suchte ich mir erneut einen Weg durch die Menge am Eingang ( warum? Ich verstehe es nicht… ) und danach einen feinen Platz mit guter Sicht für mein Highlight des Abends – die finnischen Mannen von <strong>ENSIFERUM</strong>! Die Band hatte ich meiner Erinnerung nach bereits auf dem <strong>Hellfest</strong> – und ich meine auch auf dem <strong>Wacken</strong> &#8211; teilweise gesehen, wollte hier aber seit längerem nochmal einen Auftritt aufsuchen. Umso mehr freute ich mich über das feine Line-Up des heutigen Abends und die Finnen starteten fulminant in ihr Set.</p>
<p>Leider musste ich feststellen, dass der Sound hier die ersten 2-3 Songs deutlich ungünstiger war als zuvor, und insbesondere die Hauptgesangsstimme von <strong>Petri Lindroos</strong> zu Beginn leider etwas unterging. Das gab sich dann aber glücklicherweise und ich umging das Problem, <strong>indem ich mich zu den treibenden Klängen der Musik wagemutig in den<img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-47593 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/EN2.jpg" alt="" width="398" height="530" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/EN2.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/EN2-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/EN2-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/EN2-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 398px) 100vw, 398px" /> Moshpit stürzte und dort einige Zeit im wilden Reigen der tanzenden Meute verbrachte</strong>. Ebenso angenehm wie die Musik des Abends war auch das Publikum das sich durch sehr viele grimmige, stark-bärtige und kräftige Gestalten auszeichnete, die bei der lautstarken Intonierung ihrer Gesänge allerdings mehr Lebensfreude verbreiteten, als ein Kindergeburtstag im Bällebad.</p>
<p><strong>Keine Stresser im Pogo, kein böses Wort, kein unnötiger Schubser und auch eine nahezu wohltuende Rücksichtnahme auf die weniger tanzwilligen am Rand</strong> – ich war wieder einmal positiv beeindruckt von so viel wundervollen Menschen um mich herum. Auch ich Bewegungsclown konnte mich so also ausgiebig im Pogo betun, und mir dann einen gemütlich-kuscheligen Platz in Bühnennähe sichern, von dem aus ich das restliche Set verfolgte.</p>
<h3>Meine Achillesferse holt mich ein&#8230;</h3>
<p>Nun ist – hier wie überall – mein großes Problem, dass ich keine Songtitel kenne. <strong>Würde ich auf Konzerten von Fans aus der Menge gezogen und inquisitorisch aufgrund meines selbstbezeichneten Fandaseins zu Songnamen verhört werden, so würde ich jede Veranstaltung geteert und gefedert am Pranger verlassen.</strong> Es sei mir verziehen, ich bemühe mich zumindest für die Leserschaft per Nachrecherche und nachhören die Perlen zu benennen! Mitten in meinem wilden Tanze erklang auf jeden Fall <em>&#8222;Winter Storm Vigilantes</em>&#8222;, was mir im Ohr hängen blieb, da es so ziemlich mein Liebling vom letzten Album war.</p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-47594 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/EN3.jpg" alt="" width="368" height="491" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/EN3.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/EN3-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/EN3-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/EN3-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 368px) 100vw, 368px" /></h3>
<p>Bereits zu Beginn wurde zur großen Begeisterung <em>&#8222;Twilight Tavern&#8220;</em> gespielt, was sich auch dadurch in mein Hirn gebrannt hat, dass die biergeschwängerte, sehr feuchte Aussprache meines Hintermannes mir den Refrain wiederholt wortwörtlich an den Hinterkopf klatschte. Auch bei <em>&#8222;Lai Lai Hei&#8220;</em> und <em>&#8222;Andromeda&#8220;</em> gab es ein&nbsp;<span style="font-size: 16px;">begeistertes Publikum als Chor zu den Stücken. Durchaus als eines der Highlights würde ich <em>&#8222;Two of Spades&#8220;</em> nennen, einerseits weil es ein geiler Song ist, andererseits auch, weil hier völlig unvermutet ein Part im Disco-style der 70er auftaucht, den die Band auch grandios live performte! <strong>Und sowas liebe ich ja – da stehen beinharte kriegerische geschminkte Wikinger, die sich dann aber selber eben doch nicht so bierernst nehmen und sich nicht zu schade sind, um ne funkige Zwischennummer mit Discokugeln hinzulegen!</strong></span></p>
<h3>Glückliche Band &#8211; glückliche Fans!</h3>
<p>Auch insgesamt muss man sagen, dass den Jungs das Grinsen gar nicht aus dem Gesicht ging! Die hatten unglaublich Spaß auf der Bühne und haben sich auch sichtlich über das begeisterte Publikum gefreut – hätten die gedurft, hätten die sich noch 3 Stunden aus dem Ärmel geschüttelt und dabei nicht aufgehört zu strahlen, unglaublich sympatisch! <strong>So war es ingesamt eine Stunde, die viel zu schnell verging, aber mächtig Eindruck hinterließ.</strong> Apropos Eindruck – mir gefällt ja immer, wenn ich instrumentale Besonderheiten erkenne und so fiel mir dann auf, dass Bassist <strong>Sami Hinkka</strong> einen mächtigen sechs-Saiten-Bass spielt, den er aufgrund seiner physischen Präsenz dabei allerdings auch wie eine Ukulele aussehen lässt. <strong>Ein geiler Auftritt, mir war warm wie nach ner finnischen Sauna und Publikum und Band strahlten um die Wette – so muss das!</strong></p>
<p>Der einzige kleine Wermutstropfen bei dem Set war lediglich das deutlich zu helle Bühnenlicht, das ungünstig an die Decke fiel und den Saal zu stark ausleuchtete. Wenn da vorne kämpferische Wikinger ihre Mythen und Geschichten vortragen, während sie eifrig ihre Instrumente verprügeln, dann will ich nicht unbedingt den Beipackzettel im Shirt vom Vordermann lesen können. Da reichen mir verzerrt-begeisterte Fratzen, schemenhafte Wikingerhelme ( wahlweise Plastik, selbstgebaut oder auch gehäkelt vorzufinden ) und gereckte Fäuste. Aber das ist nun nur ein kleiner Punkt am Rande, der den Auftritt in keinsterweise schmälerte!</p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-47595 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/AS2.jpg" alt="" width="317" height="423" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/AS2.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/AS2-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/AS2-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/AS2-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 317px) 100vw, 317px" />Kleine Pause vor dem großen Finale</h3>
<p>Es folgt eine letzte Umbaupause und nach kurzer Frischlufterholung konnte ich dann auch schon das mir noch im Gedächtnis gebliebene Wikinger-Quietscheentchen auf der Bühne erspähen – <strong>ALESTORM</strong> nahte nun mit großen Schritten. <strong>Und wenn ich ehrlich bin erübrigt sich hier eigentlich ein Bericht, denn die Band kommt raus, ist von jetzt auf gleich völlig präsent und weiß genau was sie tun muss, um die Menge anzuzünden</strong> und wann da wo welcher Knopf gedrückt werden muss, damit sich alles in eine wilde Meute verwandelt. Natürlich ist ein Auftritt der Band nichts für einen Metal-Puristen, dessen musikalische Auswahl in der NWoBHM der ersten Stunde begrenzt ist. Schon alleine die verwendete Keytar und das zusätzliche Keyboard dürften hier abschrecken.</p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-47596 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/AS3.jpg" alt="" width="308" height="411" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/AS3.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/AS3-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/AS3-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/AS3-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 308px) 100vw, 308px" /></h3>
<p><strong>Aber umgedreht wiederrum muss man glaube ich auch kein ausgewiesener Metalhead sein, um einen Auftritt der sympathischen Schotten ausgiebig zu genießen</strong>. Die Band liefert lupenrein ab, bringt eine Riesenparty auf die Bühne und ins Publikum und ist dabei aber irgendwie auch nie drüber oder zieht etwas ins lächerliche. <strong>Es ist eben einwandfreier Piratemetal mit dazu passenden Texten und die ideale Gelegenheit um in einem Metalumfeld eine feine Party zu genießen.</strong> Dabei hat die Band natürlich Klassiker im Gepäck, unter die dann beliebig verschiedene Stücke neuerer Alben gemischt werden können, sodass immer genug für alle dabei ist. Das Repertoire ist groß genug, aber natürlich sind<em> &#8222;Drink&#8220;</em>, <em>&#8222;Keelhauled&#8220;</em>,<em> &#8222;Fucked with an Anchor&#8220;</em>, <em>&#8222;Hangover&#8220;</em> aber auch neuere Lieder wie &nbsp;<em>&#8222;P.A.R.T.Y.&#8220;</em> oder <em>&#8222;Uzbekistan&#8220;</em> eine Basis, um die sich vieles perfekt arrangieren lässt.</p>
<h3>Party? Aber hallo!</h3>
<p><strong>Das Publikum geht hier absolut einwandfrei mit, viele sogar permanent textsicher &#8211; und mit großer Begeisterung entstehen Moshpits, Circle Pits und natürlich auch die obligatorische Rudereinlage sobald irgendeine Band mit nautischem Bezug auf der Bühne ist</strong>. Hier bleibt auf jeden Fall kein Auge trocken, kein Shirt unverschwitzt und kein Bein, das nicht den ein oder anderen Tanzschritt einlegt. Und so liefern <strong>ALESTORM</strong> hier einen (denk)würdigen Abschluss des Abends ab, und überzeugen mich absolut davon, dass das Partybandkonzept auch in einer geschlossenen Lokalität mitten im kalten Winter hervorragend funktioniert.</p>
<p>Was mich allerdings stark irritierte war dann doch die Tatsache, dass die Band – im Gegensatz zu vielen ihrer Songs – auf der Bühne eher zur Wasserflasche als zu der ein oder anderen Spirituose griff, hier hatte ich eher Rum aus dem Schuh des Nebenmannes erwartet, aber vielleicht passiert das dann doch eher hinter verschlossenen Türen nach einem gut performten Gig, was dann auch irgendwie wieder für die Professionalität der Truppe spricht.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Wer noch die Möglichkeit hat, das <strong>Paganfest 2025</strong> zu besuchen &#8211; geht hin! Hier gibt es einen riesigen Haufen guter Musik für einen fairen Preis in einem absolut würdigen Rahmen mit großer Begeisterung! <strong>Diesen Abend sollte man sich nicht entgehen lassen, wenn man den dort vertretenen Spielarten des Metal zugetan ist! Ich sah nach dem Abend genauso zufrieden aus, wie der ausblasbare Kollege hier:</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-47587 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/AS1.jpg" alt="" width="735" height="551" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/AS1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/AS1-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/AS1-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/02/AS1-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 735px) 100vw, 735px" /></p>
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		<title>Voller Schwung ins neue Jahr – das Paganfest ist wieder da!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oimel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jan 2025 17:24:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nach einer längeren Pause geht es endlich mit dem PAGANFEST weiter! Unser Oimel stürz sich für euch ins wilde Treiben und hat hier alle Infos! </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/voller-schwung-ins-neue-jahr-das-paganfest-ist-wieder-da/">Voller Schwung ins neue Jahr – das Paganfest ist wieder da!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Am 01. Februar werden die altehrwürdigen Wände des Felsenkellers in Leipzig amtlich zum wackeln gebracht!</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-47494 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/01/Elvenking_klein.jpg" alt="" width="432" height="319" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/01/Elvenking_klein.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/01/Elvenking_klein-300x222.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/01/Elvenking_klein-1024x756.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/01/Elvenking_klein-750x554.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 432px) 100vw, 432px" /></p>
<p>Bei der Neuauflage des Paganfestes nach 10 Jahren Pause – veranstaltet von der <strong>In Move GmbH</strong> – bleibt für Fans des Genres wahrlich kein Auge trocken!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-47496 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/01/Heidevolk_klein.jpg" alt="" width="473" height="315" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/01/Heidevolk_klein.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/01/Heidevolk_klein-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/01/Heidevolk_klein-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/01/Heidevolk_klein-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/01/Heidevolk_klein-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 473px) 100vw, 473px" /></p>
<p>Fangen wir von unten nach oben auf dem Ankündigungsflyer an, so stoßen wir zuerst auf <strong>ELVENKING</strong> aus Italien. Mir bis vor kurzem zugegebenermaßen noch nicht untergekommen, gibt es die Gruppe bereits seit 1997 und sage und schreibe 12 Studioalben. Zuletzt auch in unserem Musicfriday erwähnt, spricht mich die Band grundsätzlich schonmal gut an, und ich bin gespannt wie diese live klingt.</p>
<p>Als nächstes kommen wir zu <strong>HEIDEVOLK</strong> aus den Niederlanden. &nbsp;Auch schon seit 2002 aktiv hat, die Band bereits 7 Studioalben auszuweisen und ich denke insbesondere <em>&#8222;vulgaris magistralis&#8220;</em> ist ein Song, der wirklich JEDEM schonmal irgendwo durchs Ohr gerauscht ist! Die Band war selbst 2024 auf Tour, wo ich leider nicht hinkonnte – umso mehr freue ich mich, dass es hier klappt!</p>
<p>Dazu kommen dann noch <strong>TYR</strong> von den Färoer Inseln. Die Band hat auch schon 9 Studioalben im Repertoire und 2024 kam das letzte dazu. Bisher hatte ich noch gar keine Berührungspunkte mit der Band und lasse mich hier einfach mal überraschen!</p>
<p><strong>ENSIFERUM</strong> aus Finnland sind nun auch schon seit 1995 aktiv und haben 9 Studioalben im Gepäck. Die haben alle ihre eigenen Charme und wissen als Gesamtwerk sehr zu gefallen – ich muss hier aber auch sagen, dass die letzten beiden Werke &#8222;Thalassic&#8220; und &#8222;Winter Storm&#8220; mir sehr gut gefallen haben! Ich habe die Band 1 oder 2 mal teilweise bei Festivalauftritten gesehen, und freue mich riesig, dass es nun endlich mal zu einem richtigen Besuch kommt!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-47499 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/01/Ensiferum.jpeg" alt="" width="754" height="503" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/01/Ensiferum.jpeg 1280w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/01/Ensiferum-300x200.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/01/Ensiferum-1024x683.jpeg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/01/Ensiferum-360x240.jpeg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/01/Ensiferum-750x500.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 754px) 100vw, 754px" /></p>
<h3>Quietschentchen, bunte Shorts und Pirate Metal &#8211; <strong>ALESTORM</strong> geben sich die Ehre!</h3>
<p>Gleiches gilt dann auch für den Headliner – <strong>ALESTORM</strong> aus Schottland! Seit 2004 aktiv, stehen hier nun auch schon 7 Studioalben in den Datenbanken – aber ich denke die großen Stärken hat die Band live! Abseits ihrer Inhalte und dem &#8222;true scottish pirate Metal&#8220; sind hier auch schonmal gigantische Quietschentchen die Bühnendeko und die Band veranstaltet einfach nur eine gigantische Party voll guter Laune! Ich bin gespannt wie sie auf einer kleineren Bühne wirkt und sich dort präsentieren wird.&nbsp;</p>
<p>Alles in allem ein absolut spannendes Line-Up, und ich freue mich riesig ein Teil der begeisterten Meute zu sein, die das Spektakel verfolgen wird.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-47498 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/01/Alestorm-VOTDM_Landscape-Silly_Photo-by-Niek-van-de-Vondervoort_klein.png" alt="" width="974" height="650" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/01/Alestorm-VOTDM_Landscape-Silly_Photo-by-Niek-van-de-Vondervoort_klein.png 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/01/Alestorm-VOTDM_Landscape-Silly_Photo-by-Niek-van-de-Vondervoort_klein-300x200.png 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/01/Alestorm-VOTDM_Landscape-Silly_Photo-by-Niek-van-de-Vondervoort_klein-1024x684.png 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/01/Alestorm-VOTDM_Landscape-Silly_Photo-by-Niek-van-de-Vondervoort_klein-360x240.png 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2025/01/Alestorm-VOTDM_Landscape-Silly_Photo-by-Niek-van-de-Vondervoort_klein-750x501.png 750w" sizes="auto, (max-width: 974px) 100vw, 974px" /></p>
<p>Wo: <strong>Felsenkeller Leipzig, Karl-Heine-Straße 32, 04229 Leipzig</strong></p>
<p>Wer: <strong>ELVENKING, HEIDEVOLK, ENSIFERUM, TYR, ALESTORM</strong></p>
<p>Wann: <strong>01. Februar 2025</strong></p>
<p>Beginn: <strong>17 Uhr</strong></p>
<p>Weitere Stationen der Tour:</p>
<p>Jan 18 &#8211; Manchester, United Kingdom @ o2 Victoria Warehouse<br />
Jan 19 &#8211; London, United Kingdom @ o2 Academy Brixton<br />
Jan 20 &#8211; Brussels, Belgium @ Ancienne Belgique<br />
Jan 21 &#8211; Wiesbaden, Germany @ Schlachthof<br />
Jan 22 &#8211; Paris, France @ Zenith<br />
Jan 23 &#8211; Pratteln, Switzerland @ Z7 Konzertfabrik<br />
Jan 24 &#8211; Geiselwind, Germany @ Eventzentrum * extended show with special guests<br />
Jan 25 &#8211; Munich, Germany @ Backstage<br />
Jan 26 &#8211; Liege, Belgium @ OM<br />
Jan 28 &#8211; Milan, Italy @ Alcatraz<br />
Jan 29 &#8211; Lyon, France @ Transbordeur<br />
Jan 30 &#8211; Lausanne, Switzerland @ Salle Metropole<br />
Jan 31 &#8211; Meisenthal, France @ Halle Verrière<br />
Feb 01 &#8211; Leipzig, Germany @ Felsenkeller<br />
Feb 02 &#8211; Tilburg, Netherlands @ 013 Poppodium<br />
Feb 03 &#8211; Hanover, Germany @ Capitol<br />
Feb 05 &#8211; Krakow, Poland @ Studio<br />
Feb 06 &#8211; Warsaw, Poland @ Progresja<br />
Feb 07 &#8211; Zlin, Czechia @ Hala Datart<br />
Feb 08 &#8211; Budapest, Hungary @ Barba Negra * extended show with special guests<br />
Feb 09 &#8211; Zagreb, Croatia @ Tvornica</p>
<p><strong>Tickets: <a href="http://www.paganfest.live">www.paganfest.live</a></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/voller-schwung-ins-neue-jahr-das-paganfest-ist-wieder-da/">Voller Schwung ins neue Jahr – das Paganfest ist wieder da!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Ein Auftritt für die Ewigkeit &#8211; FAHNENFLUCHT in Leipzig!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oimel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Dec 2024 19:06:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[Arrested Denial]]></category>
		<category><![CDATA[Bandcommunity Leipzig e.V]]></category>
		<category><![CDATA[Bandhaus Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[Bei Bedarf]]></category>
		<category><![CDATA[deutscher Punk]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschpunk]]></category>
		<category><![CDATA[Fahnenflucht]]></category>
		<category><![CDATA[Molotov Zitrone]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Oimel kann es nicht lassen, schon wieder war er on the road, diesmal aber kein Black Metal! Lest selbst, worum es heute geht. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ein-auftritt-fuer-die-ewigkeit-fahnenflucht-in-leipzig/">Ein Auftritt für die Ewigkeit &#8211; FAHNENFLUCHT in Leipzig!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-47078 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial2.jpg" alt="" width="564" height="376" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial2-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 564px) 100vw, 564px" />&#8222;Keine Parolen spenden Trost in all dem Dreck&#8220;</h3>
<p>Wie recht sie doch haben! Und wie sie den Nagel damit auf den Kopf treffen, eben… so wie eigentlich immer! Genau deswegen liebe und schätze ich <strong>FAHNENFLUCHT</strong> so sehr!</p>
<p>Aber wir fangen vorne an: Es ist Freitag, es ist spät, kalt, dunkel und ich fliege im Auto über Schleichwege quer durch die Stadt um zum Bandhaus in Leipzig zu kommen. Durch eine Verkettung sehr glücklicher Umstände konnte ich hier nämlich einen Zugang zum heutigen Konzert erhalten – noch einmal unendlichen Dank an dieser Stelle! Ich parkte ab, schlüpfte in meine guten alten Stiefel, die schon alles gesehen haben und machte mich auf zum Eingang. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich noch nie vorher im Bandhaus war. An dieser Stelle geht ein klarer Hinweis raus: Seid schlauer als ich, besucht das Bandhaus, es ist großartig!</p>
<p>Es sind oftmals diese kleinen Locations in denen man großartige Konzerte erlebt, oder auch mal die Band sieht, die irgendwann später ganze<img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-47079 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial4.jpg" alt="" width="564" height="376" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial4.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial4-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial4-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial4-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial4-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 564px) 100vw, 564px" /> Hallen füllt. Auf jeden Fall ist der kleine Veranstaltungskeller eine echte Perle, es gibt supernette Leute vor Ort, Flaschenbier für günstige Preise in großer Auswahl und einen kleinen aber feinen Raum für die Konzerte, der einen erstaunlich guten Sound bringt. Ich fühlte mich also sehr schnell heimisch, schloss meinen Rundgang ab und positionierte mich entspannt im Raum vor der Bühne.</p>
<h3>&#8222;Ich sehe schwarz-rot, aber kein Gold für dieses Land&#8220;</h3>
<p>Hier läuteten <strong>ARRESTED DENIAL</strong> aus Hamburg den Abend ein, und das machten sie hervorragend. Die Jungs waren meiner Meinung nach ein herrlicher Opener, nahmen den noch etwas lichten Raum vor der Bühne mit Humor, und schafften es später diesen auch zu füllen. Dabei wurde nicht nur &#8222;entspannter&#8220; Punk gespielt, sondern auch die ein oder andere Ska-Note mit angeschlagen und der Trompeter mischte sich gleich mal direkt ins Publikum um von dort zu spielen. Auch mit Ansagen wurde nicht gegeizt und insbesondere der Frontmann zeichnete sich dabei durch einen spitzbübigen Charme aus (tjaaaa, da habe ich ganz tief in Omas Wortschatz gegraben).</p>
<p>Ein <strong>TOCOTRONIC</strong>-Cover wurde in der Folge als echter Skinhead-Klassiker angekündigt, der einzig deutlich schnellere Song als &#8222;für uns fast schon Grindcore&#8220; und außerdem wurde Ansagen-Bullshit-Bingo gespielt. Klassiker wie &#8222;seid ihr gut drauf?&#8220; und &#8222;ganz schön heiß hier&#8220; unterbrachen als Zwischenrufe in der Folge lachend jede Ansage, und man konnte nicht anders als die Jungs sympathisch zu finden. Nach ca. 40 Minuten war hier dann Schluss und der Grundstein für einen guten Abend gelegt! Empfehlung zum reinhören ist hier <em>&#8222;Nationalisten aller Länder&#8220;</em> aus dem die Überschrift ist, und auch <em>&#8222;ich hab beschlossen euch zu hassen&#8220;</em>.</p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-47080 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/BeiBedarf3.jpg" alt="" width="486" height="324" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/BeiBedarf3.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/BeiBedarf3-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/BeiBedarf3-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/BeiBedarf3-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/BeiBedarf3-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 486px) 100vw, 486px" />&#8222;Ich glaube immer noch daran, dass sich hier was ändern kann&#8220;</h3>
<p>Nun folgte eine kleine Pause, ich wagte den abenteuerlichen Weg auf die Toiletten – am Klavier links, und jaaa, da steht wirklich eins wo man es nicht erwartet! Und dann ging es auch schon weiter. Nun waren <strong>BEI BEDARF</strong> an der Reihe, die in einem späteren Song dann verrieten, dass sie aus Berlin kommen. Mit einer anderen Berliner Punkband teilte sich der Frontmann auf jeden Fall die Haarfarbe, denn die Wuschelmähne erstrahlte in klassischem <strong>Farin-Urlaub</strong>-Blond. Die Jungs legten einen erfrischend-flotten Deutschpunk aufs Parkett. Auch wenn es genre-typisch an der ein oder anderen Stelle schwer fiel dem Text zu folgen, so waren doch auf jeden Fall sehr sympathische Texte wahrnehmbar. Ein rundherum solider Auftritt, der schon viel Spaß machte, und die letzte Müdigkeit aus dem Publikum vertrieb.</p>
<p>Und auch musikalisch war das Publikum jetzt langsam aufgewärmt und die ein oder andere Runde Pogo wurde getanzt. Schön war hier auch der Spendenaufruf für die Spendendosen für <strong>Seapunx</strong> und ein weiteres Projekt, die beim Merch aufzufinden waren. Als Anspieltipps für Neugierige würde ich hier klar <em>&#8222;keine Zweifel&#8220;</em> nennen, aus dem auch die Überschrift ist. Ansonsten zeigen auch <em>&#8222;Dichter &amp; Henker&#8220;</em> und <em>&#8222;Freiheit&#8220;</em> den Stil der Band sehr gut. Hier kann man auf jeden Fall auch gut mal reinhören auf den einschlägigen Portalen.</p>
<h3>&#8222;Wir wollen Hymnen hören&#8220;</h3>
<p>Auch die Berliner Jungs waren fertig, es wurde wieder umgebaut und so gegen 22:15 starteten dann <strong>FAHNENFLUCHT</strong>! Jetzt schweifen wir nochmal kurz ab… jeder hat in seiner Familie doch das Familienmitglied, das zu Familienfeiern immer die selben Storys erzählt, und alle nicken das ab? Nunja, ich scheine auch in das Alter zu kommen, denn ich wollte nun davon erzählen, dass der Mini-Oimel vor ziemlich genau 20 Jahren in den weiten des Internets das berüchtigte Bootleg aus Leipzig von <strong>FAHNENFLUCHT</strong> fand.</p>
<p>Allerdings hatte ich damit auch meinen Review zum vorletzten Album &#8222;Weiter Weiter&#8220; begonnen. Nun, dann eben anders: Der Mini-Oimel vor ziemlich genau 20 Jahren lauschte in einem heute nicht mehr existenten Jugendclub einem Konzert von ein paar Jungs auf seiner Schule. Die Combo, die sich <strong>SIDESPLITTING</strong> nannte, machte – meiner Meinung nach – ziemlich coolen Punk und am Ende coverten die Jungs auch <em>&#8222;Zeit bleib stehen&#8220;</em> von <strong>DRITTE WAHL</strong> und eben auch <em>&#8222;Ohne Ausweg&#8220;</em> von <strong>FAHNENFLUCHT</strong>. Beide Lieder hörte ich an diesem Abend zum ersten Mal, beide Lieder sollte ich nie wieder vergessen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-47081 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht1.jpg" alt="" width="819" height="546" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht1-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 819px) 100vw, 819px" /></p>
<h3>&#8222;Ehrlich schöner scheitern können wir von mir aus auch zusammen&#8220;</h3>
<p>Seit diesem Abend und vielen Stunden mit ihrer Musik will ich <strong>FAHNENFLUCHT</strong> live sehen, leider hat es nur einmal auf dem Spirit-Festival geklappt, von viel zu weit weg… aber nie so richtig. Nun ENDLICH sollte es also passieren, und ich war aufgeregt wie damals! Die ersten Töne erklangen, der Sound war klasse, und die Jungs begannen furios! <em>&#8222;Schöner Scheitern&#8220;</em>, was auch der Opener vom neuen Album ist, kam perfekt in die Meute, die Bierflaschen wurden zur Decke gereckt und die Party wurde gestartet. Es folgte <em>&#8222;Staub&#8220;</em> vom neuen Album und danach mit <em>&#8222;Schwarzmaler&#8220;</em> und<em> &#8222;Willkommen in Deutschland&#8220;</em> zwei ältere Klassiker.</p>
<h3>&#8222;Meine Welt hat keine Farben, weil ich Schwarzmaler bin&#8220;<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-47082 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht9.jpg" alt="" width="772" height="515" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht9.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht9-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht9-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht9-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht9-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 772px) 100vw, 772px" /></h3>
<p>Was soll ich sagen? Ich war schon jetzt stockheiser. Ich orientierte mich ein wenig weiter nach vorne, hatte perfekte Sicht und herrlichen Sound und intonierte gefühlt einen 100-Mann-Background-Chor ganz alleine. Der Sänger sah nun deutlich fitter aus als ich, und ich genoss jeden Augenblick. Soooo lange hatte ich auf ein solches Konzert gewartet, und es hatte sich gelohnt! Ich würde behaupten über die Jahre so ziemlich jeden Quieks der Band zu kennen, auch wenn sich mein musikalischer Horizont in den 20 Jahren gehörig erweitert hat. <strong>FAHNENFLUCHT</strong> stellen aber eine Konstante dar!</p>
<p>DAS ist für mich deutscher Punk, so wie ich ihn mir wünsche! Die Band schafft es eigentlich immer, den Nagel auf den Kopf zu treffen, den Finger in die Wunde zu legen, eben genau am Geschehen der Zeit zu liegen und sich dabei textlich weiterzuentwickeln, ohne stilistisch softer zu werden. Und es gibt eben auch diese ganz rabiaten Deutschpunk-Songs bei denen all der Frust des Alltags aus ihnen – und mir – herausplatzt, doch die folgen später.</p>
<p>Ich bin der ganz festen Überzeugung, dass <strong>FAHNENFLUCHT</strong> die unterrepräsentierteste großartige Band im deutschen Punk sind &#8211; und ich würde die Jungs eigentlich gerne auf den größten Bühnen und Festivals sehen, damit ihre Texte und Botschaften sich in tausende, nein zehntausende Köpfe hämmern. Aber heute…. Heute, bin ich einfach nur froh, die Band genau hier im kleinen aber großartigen Bandhaus zu sehen, so nahe vor mir, dass es keine Grenze zwischen Band und Publikum gibt. Die Schwelle zur Bühne ist vielleicht 30cm hoch, es gibt kein Geländer, es gibt kein &#8222;die&#8220; auf der Bühne und kein &#8222;wir&#8220; vor der Bühne. Es gibt eine wogende Menge, eine Melange aus alltagsgeplagten Menschen, die sich hier zusammen in den bitter-düsteren Texten und derben Melodien wiedererkennen und sich gegenseitig Kraft geben. Und verdammt, ich liebe es!</p>
<h3>&#8222;ihr seid das Volk, doch ich bin kein Teil von euch&#8220;</h3>
<p>Es folgen in rasender Geschwindigkeit die nächsten Titel, während ich mitgröhle, im Kopf ein Gerüst für diese Zeilen hier baue und außerdem auch noch die Songs notiere. <em>&#8222;Molotov Zitrone&#8220;</em> mit gleichem Namen wie das aktuelle Album, wird gefolgt von einer kleinen Pause zum durchatmen bei <em>&#8222;Kollektivschlaf&#8220;</em>. Mit <em>&#8222;Welt&#8220;</em> und <em>&#8222;Kein Teil&#8220;</em> geht es dann aber direkt wieder energiegeladen weiter. Und insbesondere <em>&#8222;Kein Teil&#8220;</em> vom vorhergehenden Album ist ein Song, der in den jetzigen Zeiten vermutlich nie an Aktualität verlieren wird.</p>
<p>Die Menge ist richtig gut dabei, viele sind hier textsicher und gehen mit den Songs gut mit und es ist eine großartige Atmosphäre im Raum. Das Publikum ist im übrigen sehr durchmischt. Von kahlrasierten und Iro-tragenden Frauen bis zu vielen Fans meiner Generation, aber auch noch einigen deutlich älteren ist hier alles vertreten. Unter anderem auch ein Vater mit seiner vielleicht 10-12 jährigen Tochter, die ebenfalls mit großer Textsicherheit glänzte. Ihr wurde dann auch die Ansage vor dem Song <em>&#8222;Kind&#8220;</em> gewidmet, und hier ist so ein typischer <strong>FAHNENFLUCHT</strong> Moment für mich. Der Song ist rau, aber der Text geht durch Mark und Bein, erst Recht seit ich selber Kinder habe:</p>
<h4><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-47083 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht3.jpg" alt="" width="658" height="439" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht3.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht3-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht3-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht3-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht3-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 658px) 100vw, 658px" />&#8222;Ich frag Dich, wie erklärt man einem Kind, dass Menschen Menschen hassen, nur weil sie andersartig sind? Wie erklärt man einem Kind, dass Menschen Menschen töten, wenn der Hass in uns gewinnt?&#8220;</h4>
<p>Und ja, dass frage ich mich auch des Öfteren. Und in dieser Welt, in der wir aktuell leben, gibt es viele solcher Fragen, aber nur wenige Antworten. Das sind eben genau solche Texte die ich bei der Band immer wieder für alle Lebenslagen finde, und die dann eben doch ganz anders sind, als viele andere Deutschpunk-Inhalte. Hier steckt einfach mehr dahinter, aber trotzdem haut dich die Musik auch zusätzlich aus den Latschen. Eine geniale Mischung!</p>
<h3>&#8222;Immer so negativ, immer so depressiv&#8220;</h3>
<p>Ja, verdammt! Denn die Jungs sind einfach ehrlich, und irgendwie ist der Punkt für Durchhalteparolen und &#8222;es wird schon&#8220; halt einfach weit überschritten. Aber es geht auch versöhnlicher, denn mit <em>&#8222;mit dir okay&#8220;</em> und <em>&#8222;härter zusammen&#8220;</em> sind hier zum Beispiel auch 2 Tracks, die den Zusammenhalt und die Unterstützung gegenseitig wertschätzen, was definitiv auch wichtig ist. Aber mit <em>&#8222;Wache an der Überlastungsgrenze&#8220;</em>, <em>&#8222;Bildschirmzeit&#8220;</em>,<em> &#8222;Trümmer</em>&#8220; und <em>&#8222;Zweifel&#8220;</em> wird es dann schon wieder ganz düster, ehe es mit mit <em>&#8222;Welcome To Hell&#8220;</em> einen furiosen Abschluss gibt. Abschluss? Von wegen!</p>
<h3>&#8222;Es geht voran, es ist soweit&#8220;</h3>
<p>War der Sänger nun in einem mir ähnlichen Zustand, und eine gewisse Verschwitzheit erkennbar, waren aber dennoch die letzten Kräfte für diesen Abschluss aufgespart. Und jetzt, jetzt sollte das passieren, worauf der Punk im Oimel sich schon seit 20 Jahren freute… zum Abschluss gab es nochmal 4 Klassiker der ersten Alben, die einfach nur Kult sind! <em>&#8222;es geht voran&#8220;</em> machte den Anfang, und der Autor warf sich hier dann todesmutig in das rüde Geschubse vor der Bühne. Zugegeben, ich spürte die Bewegung und das Gegröhle in Form von Seitenstechen recht schnell, aber das war nun auch egal.</p>
<p>Die Stimme war ebenfalls völlig hinüber, und das was ich im Anschluss noch von mir geben konnte, dürfte sich angehört haben, wie fieseste Tonexperimente der <strong>EINSTÜRZENDEN NEUBAUTEN</strong>. Das hielt mich nicht davon ab, die restlichen 3 Lieder nun unmittelbar an der Bühnenkante zu verbringen und gefühlt jede Silbe zusammen mit dem Sänger zu intonieren, der nur wenige Zentimeter vor mir stand. Oh wie sehr mich diese Minuten zu <em>&#8222;Hausbesetzerlied&#8220;</em> und <em>&#8222;Gesox</em>&#8220; glücklich machten! Das wurde nun nur noch gesteigert, als zum Abschluss dann noch DAS Lied kam! <em>&#8222;Ohne Ausweg&#8220;</em> ist einfach einer DER deutschen Punk Songs überhaupt und nun war endgültig alles vorbei und ich überglücklich. Die Band sah mindestens so fertig aus wie ich mich fühlte, aber auch mindestens so glücklich!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-47084 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht4.jpg" alt="" width="985" height="657" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht4.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht4-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht4-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht4-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht4-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 985px) 100vw, 985px" /></p>
<h3>Fazit?</h3>
<p>Klare Sache! Macht es besser als Oimel, denn: Geht ins Bandhaus, was wirklich eine tolle Location ist, die jede Unterstützung verdient! Und geht zu <strong>FAHNENFLUCHT</strong>, wenn ihr die Gelegenheit habt – erst gestern ist ein neuer Schwung Tourdaten bekannt gegeben worden, es sind also viele Möglichkeiten da. Achja, und wer <strong>ARRESTED DENIAL</strong> oder <strong>BEI BEDARF</strong> über den Weg läuft, sollte natürlich auch hier ein Ohr riskieren. Dieser Abend war ein Konzert, auf das ich einfach gewartet habe, und das ich – ohne Übertreibung – niemals vergessen werde! Danke an alle Beteiligten, die solche Sachen veranstalten!</p>
<p>Achja &#8211; und natürlich dürften hier die ungewohnt guten Bilder für einen Konzertbesuch von mir aufgefallen sein! Danke dafür an <strong>Kerstin Kühne</strong>, die mir die Bilder zur Verfügung gestellt hat.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ein-auftritt-fuer-die-ewigkeit-fahnenflucht-in-leipzig/">Ein Auftritt für die Ewigkeit &#8211; FAHNENFLUCHT in Leipzig!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Erfüllung durch Musik &#8211; ein Abend mit HELGA, ORANSSI und SOLSTAFIR!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oimel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Dec 2024 09:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Haunted Ethereal Progressive Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Helga]]></category>
		<category><![CDATA[Nordic Descents Tour]]></category>
		<category><![CDATA[ORANSSI PAZUZU]]></category>
		<category><![CDATA[Post Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Solstafir]]></category>
		<category><![CDATA[Täubchenthal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unser Oimel ist aktuell recht oft auf Achse! Was da los? Lest am besten mal hier zu SOLSTAFIR nach. Es war scheinbar gut! </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ein-abend-mit-helga-oranssi-und-solstafir/">Erfüllung durch Musik &#8211; ein Abend mit HELGA, ORANSSI und SOLSTAFIR!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist Sonntag, es ist kalt und dunkel, der Weihnachtsmarkt ist abgeklappert und die Bäuche sind vollgeschlagen. Es ist also die richtige Zeit für die Couch und vollständiges vergammeln vor der nächstwöchentlichen Lohnarbeit.</p>
<h3>Schwere Kleidung, Schwere Düfte, Schwere Klänge</h3>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-47032 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Helga.jpg" alt="" width="403" height="537" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Helga.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Helga-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Helga-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Helga-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 403px) 100vw, 403px" /></h3>
<p>Oder aber, man wirft sich in die Hose, springt ins Auto und düst quer durch die Stadt ins Täubchenthal. In dieser feinen Lokalität in Leipzig sollte sich nämlich heute <strong>SOLSTAFIR</strong> die Ehre geben. Nach einer etwas unorthodoxen Parkplatzwahl ging es dann auch die letzten Meter zum Eingang, während Wegbier und Energy den müden Körper in einen veranstaltungsfähigen Zustand versetzten. Am Einlass durch und dann einmal kurz VIP-Gefühl – der feine Herr stand nämlich heute auf der Liste, da ich glücklicherweise durch &#8222;Bernd Aust Kulturmanagement&#8220; akkreditiert wurde. Es klappte alles reibungslos, ich wanderte in die Halle und stellte erst jetzt fest, dass sich hier dunkle Bilder in meinem Kopf zusammenfügten, denn ich erkannte die Location wieder. Ich wusste, ich war schon einige Mal hier, aber das war dann doch schon einige Zeit her und die Eindrücke verschwammen. Jetzt kam alles zurück und ich sichtete erst einmal unterwegs den reichlich ausgestatteten Merch-Stand, bevor es mich in den Saal verschlug. Ich traf absolut perfekt ein, denn die erste Band des Abends machte sich bereit und die ersten Töne waberten durch die Menge.</p>
<h3>Die große Unbekannte&#8230;.</h3>
<p>Hier hatte ich es nun mit <strong>HELGA</strong> aus England zu tun. Das war für mich die große Unbekannte des Abends, hier hatte ich es schlichtweg im Vorfeld nicht geschafft mal rein zuhören und ließ mich überraschen. Und zapperlott – überrascht war ich aber mal soooo was von! Die Band besteht aus 4 männlichen Bandkollegen um Frontfrau <strong>Helga Gabriel</strong> herum. Und nachdem ich mich problemlos perfekt positioniert habe, konnte ich diese nun auch alle recht nahe vor mir sehen. Das selbstgewählte Genre der Band ist &#8222;Haunted Ethereal Progressive Metal&#8220;, wobei ich das auch nur nenne, weil ich selbst keines gefunden hätte! Hier entfaltete sich eine Musik ins Publikum, die mystisch, verzaubert und entrückt ist. Einerseits irgendwie elfengleich, mit bezaubernden und magischen Momenten, die aber kurz darauf in <strong>wilde Kraft</strong> und treibende Klänge wechselt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-47033 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Helga2.jpg" alt="" width="400" height="533" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Helga2.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Helga2-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Helga2-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Helga2-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<h3>&#8230;.ist die große Überraschung!</h3>
<p>Und das Gleiche vollzieht sich bei der Stimme der Frontfrau, die von zartem Hauchen bis zu gutturalem Kehlkopfgesang variiert und das in einer Intensität, die einen einfach nur sprachlos zurücklässt. Dabei sprudelt diese kleine, zarte Person nur so über vor Energie, die dann – wenn sie nicht in wilden Tanzeinlagen mündet – direkt in das Mikro kanalisiert wird. Die Halle füllte sich hier seeehr schnell und der Band wogte große Begeisterung entgegen, und diese konnte ich absolut nachfühlen! Ich war direkt vom ersten Ton an absolut begeistert und hatte bei dem was hier abgeliefert wurde – so übertrieben es klingen mag – <strong>einfach Gänsehaut</strong>.</p>
<p>Hier sind tatsächlich Gesang und Musik unabhängig von einander schon so schön, dass beides eigenständig funktionieren würde, zusammen ergibt es eine umwerfende Komposition! Hier kann man wegträumen, sich verzaubern lassen aber gleichzeitig auch mitgerissen werden und in einen wilden Reigen einfallen. All das spiegelt sich auch im Gesicht der Sängerin, deren Mimik von zart und friedfertig zu haareraufendem Dämon wechselt und dabei absolut authentisch wirkt. Hier ist nix gespielt, diese Emotionen platzen förmlich aus Band und Frontfrau heraus, die Musik wird gelebt!</p>
<p>Schlussendlich ist es hier eine unbedingte Empfehlung, sich das 2023 erschienene Erstlingswerk der Band anzuhören, welches den Namen &#8222;Wrapped In Mist&#8220; trägt. 35 Minuten wundervoller Musik und vieler Emotionen wurden von rauschendem und überrascht-begeistertem Applaus würdig beendet und ich musste mich erstmal kurz schütteln um die Realität wieder anzunehmen.</p>
<h3><span style="font-size: 16px;">Jetzt wurden andere Saiten aufgezogen!</span></h3>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-47034 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Oranssi.jpg" alt="" width="505" height="673" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Oranssi.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Oranssi-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Oranssi-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Oranssi-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 505px) 100vw, 505px" /></h3>
<p>Ich wanderte noch einmal durch die Location, die einfach schön ist – ein ehemaliges Fabrikgebäude. Eine Kammgarnspinnerei war hier beheimatet. Diese Hallen sind nun mit viel Liebe zum Detail eine Konzertlocation geworden, an der man auch in Umbaupausen genug zum anschauen hat. Nach einer kleinen Runde über die Galerie und dem Blick von oben auf die Crowd suchte ich meinen Platz wieder auf und wartete auf <strong>ORANSSI PAZUZU</strong>. Die Finnen kamen dann auch auf die Bühne und brachen in das Publikum hinein wie eine Naturgewalt. Ich habe ehrlich gesagt auch hier meine persönlichen Schwierigkeiten, das in irgendeine Genre-Schublade zu stecken, aber das braucht es auch eigentlich gar nicht. Der Bandname setzt sich aus dem finnischen Wort für <strong>die Farbe Orange</strong> und dem babylonischen Dämon <strong>Pazuzu</strong> zusammen. Und ohne weiter über den Dämon zu recherchieren kann ich attestieren, dass dieser definitiv die Musik geschrieben haben muss!</p>
<h3>Dämonisch, düster und absolut einzigartig</h3>
<p>Hier wurde ein derart gewaltiges Gesamtschauspiel geboten, dass es mir schwer gefallen ist alles in seiner Gesamtheit zu erfassen. Einerseits waren die optischen Elemente durch Stroboskop und ähnliches sehr aggressiv, andererseits waren auch die Bandmitglieder unglaublich viel und energiegeladen auf der Bühne unterwegs. Insbesondere der Gitarrist schaffte mir absolut unerklärliche Bewegungen in einer Geschwindigkeit die mich um seine Gesundheit fürchten ließ – all das während er spielte. Wenn dazu noch das Stroboskop reinknallt, würde schon das für eine umfassende Desorientierung ausreichen. Und diese wird komplettiert durch die Klanggewalt von der Bühne.</p>
<p>Zu den klassischen Instrumenten wie Schlagzeug, Bass und 2 Gitarren kam hier noch mindestens ein Pult mit Keyboard/Synthesizer… elektronischen Bestandteilen. Zusätzlich bediente der Gitarrist auch noch ein zweites Pult für diverse Soundsamples. Und so bot sich hier eine Mischung dar, die zwischen unfassbar wuchtigem Einsatz aller Elemente bis zu teilweise minutenlangen elektronischen Klängen variierte. Dazu kam dann die übermächtige Stimme des Frontmannes, die die Musik dominierte, aber nicht überstrahlte. Die Band selbst wählt Begriffe wie &#8222;markant&#8220; und &#8222;dämonisch&#8220; für die Beschreibung des Gesanges, der &#8222;mit dem ganzen Körper&#8220; vorgetragen wird. Unterschreibe ich genau so!</p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-47035 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Oranssi2.jpg" alt="" width="501" height="667" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Oranssi2.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Oranssi2-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Oranssi2-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Oranssi2-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 501px) 100vw, 501px" />Ein Auftritt zwischen Genie und Wahnsinn</h3>
<p>Es war definitiv faszinierend, und den spannendsten Effekt fand ich, dass die Band ein bestimmtes Element so lange genutzt hat, bis es nahezu überzogen war, bis der Zuhörer es nicht mehr aushalten kann oder will – um dann in einer völligen anderen Art damit zu brechen. So war das ganze Konzert wie ein Ritt auf der Rasierklinge, immer zwischen Genie und Wahnsinn. Und auch hier kam die Band im Publikum sehr gut an. Ich konnte auch hier mehrere Leute sehen, die direkt recherchierten, wen sie hier vor sich hatten. Insgesamt waren es dann 50 Minuten der wahrscheinlich einzigartigen Mischung aus Black, Progressive und Space Metal kombiniert mit Psychedelic Rock. Und ich frage mich immer noch, wie man solche Musik schreibt und zusammen komponiert! Ich war mehr oder weniger die ganze Zeit einerseits überfordert, aber auch gebannt und damit beschäftigt alles zu erfassen. <strong>ORANSSI PAZUZU</strong> sind als Fazit gesehen eine Band, die aus der &#8222;Konserve&#8220; für mich nicht funktioniert, aber live durch ihre Präsenz und Naturgewalt beeindruckt und fasziniert! Es ist mir im übrigen völlig unmöglich, auch nur ansatzweise zu sagen, ob die Band 2 oder 20 Stücke gespielt hat.</p>
<p>Achja, abgesehen von dem dämonischen Geprassel in umfassender Komplexität und den Derwisch-Tänzen des Gitarristen, gab es ein weiteres Highlight, das ich noch nie gesehen habe. Während des Konzertes tauschte der Schlagzeuger einfach mal die Anordnung seiner Becken aus! Er spielte also vorher in Anordnung A, und tauschte diese im Anschluss untereinander, und zwar so routiniert und gelassen, dass ich davon ausgehe, dass das Standard für ihn ist. Meinem Hirn, das sich schon bei herkömmlichem Schlagzeug-Spiel verknotet, hat das für einige Augenblicke komplett den Stecker gezogen.</p>
<h3>Die Ruhe nach dem Sturm</h3>
<p>Es folgte die letzte Pause, der Abend war noch relativ jung, und ich vertrat mir die Beine. Gerade einmal zarte 21 Uhr und es waren schon so viele Eindrücke auf mich geprasselt, dass ich ein wenig Luft brauchte. Nach der Runde ging es nochmal zum Merch, wo mich nur die Preise letzlich vom Kauf von diversen Platten abhielten. Wieder zurück in der Halle war es jetzt doch ein wenig kuschliger. Ich besorgte mir noch ein Getränk – die Biermarke wäre übrigens mein einziger Kritikpunkt an der Location – und es zog mich wieder in Bühnennähe. Dort platzierte ich mich wieder in sehr guter Sichtposition, und konnte bequem ohne Gedränge sehr bühnennahe stehen.</p>
<h3>Anti-Christian Icelandic Heathen Bastard…<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-47036 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir.jpg" alt="" width="640" height="853" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></h3>
<p>… konnte ich auf dem Shirt des Fans vor mir lesen, den ich aufgrund geringer Körpergröße vorgelassen hatte, damit wir beide gut sehen. Ganz schön harter Slogan, wenn ich bedenke, was für grundsympatische Typen jetzt auf die Bühne stromerten! Die 4 Jungs aus Island kamen schon sehr sympatisch raus und interagierten dabei mit dem Publikum, während sie auch direkt loslegten. Die ersten Stücke sind rein instrumental, die Herren wärmen sich quasi erst einmal schwungvoll auf und dabei hat der Sänger große Freude mit dem Publikum, sucht die Nähe, winkt und zwinkert in die Reihen vor ihm und auf die Galerie.</p>
<p>Neben ihm sind Gitarrist und Bassist mit nahezu unbeweglichen Mienen, beide mit Hüten und absoluter <strong>Souveränität</strong>. Insbesondere der Gitarrist mit Cowboyhut schafft es über das ganze Konzert hinweg nicht einmal den Mundwinkel zu verziehen und dabei damit und dadurch absolut cool zu wirken. Die 4 Bartträger kommen nun richtig in Fahrt und nehmen den Schwung der ersten Minuten direkt mit. An dieser Stelle im Übrigen auch ganz dicke Komplimente an das <strong>Soundteam im Täubchenthal</strong>, denn bei allen 3 Bands war der Sound hervorragend, egal an welchem Ort in der Halle ich mich herumgetrieben habe! Das zeigte sich nun auch mit dem einsetzen des Gesang, der live ebenso einzigartig wie berauschend daherkommt, wie auf den Platten! Ich war sehr beeindruckt und auch das Publikum war schon jetzt mehr als abgeholt!</p>
<h3>Wer hat es drauf? SOLSTAFIR haben es drauf, und WIE!</h3>
<p>Was mir unglaublich gut gefiel – und dabei musste ich an ebendiese Schlussfolgerung im Review zum aktuellen Album &#8222;Hin helga Kvöl&#8220; denken – ist die Tatsache, dass die Band das Ganze lebt, spürt, ausstrahlt. Hier ist keine Band auf der Bühne, die ihrem Job nachgeht und einen Auftritt absolvieren muss, sondern hier stehen 4 Typen aus dem hohen Norden, die einfach aus jeder Pore ihres Körpers Musik ausströmen. Es wirkt unfassbar leicht, unangestrengt, gekonnt und völlig befreit &#8211; als wenn es sich um eine Probe handelt und die Jungs einfach mal zusammen spielen, worauf sie Bock haben.</p>
<p>Ich empfinde es als ganz hohe Kunst, die eigenen Stücke genau auf diese Weise zu präsentieren, ohne auf das eigene neue Album oder eine Single oder irgendwas hinzuweisen, sondern einfach präsent zu sein und zu spielen. Schon mit dieser Art und Ausstrahlung hatten <strong>SOLSTAFIR</strong> mich als Live-Band absolut gewonnen, aber insgesamt ließ das Konzert absolut nichts zu wünschen übrig! Auf die einleitenden Stücke folgten einige… leichtere Stücke, ruhigere wäre das falsche Wort, und das Konzert baute sich bis zu einem gewissen Punkt immer weiter auf. Die Songs wurden wuchtiger, schneller, härter, imposanter, und auf der Bühne wurde das auch entsprechend präsentiert. Dabei brauchte es keine Spezialeffekte, kein Feuer und außer der E-Zigarette des Bassisten auch keinen Rauch – hier reichte die Bühnenpräsenz von 4 Vollblutmusikern vollständig aus!</p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-47031 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir3.jpg" alt="" width="525" height="700" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir3.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir3-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir3-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir3-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px" />Ein grandioser Auftritt ohne unnötige Show&#8230;</h3>
<p>&#8230;denn diese hat die Band einfach nicht nötig. Aufgrund der Dauer der Spielzeit und dazu auch der vielen verschiedenen Stile, die durch die Band bedient werden, fühlte es sich irgendwann an, als wenn hier nicht ein Konzert abläuft, sondern als wenn hier <strong>3 verschiedene Konzerte</strong> geliefert wurden. Die Menge war auf jeden Fall reichlich aus dem Häuschen und von der Bühne gab es keine Atempause. Einige wenige Ansagen, teilweise mit ein paar Brocken deutsch versehen, stellten immer wieder die sympatische Verbindung zwischen Sänger und Publikum her, die dieser später auch noch mehr festigen sollte.</p>
<p>Als bereits über 75 Minuten gespielt waren, wechselte ich meinen Standort und sicherte mir für die Zugabe einen Platz auf der Galerie, sodass ich hier herrlich die Crowd sehen konnte. Der Sound in den hinteren Reihen war sogar fast noch besser als im vorderen Bereich, und oben ebenfalls sehr gut. Der Sänger interagierte nun auch mit der Crowd und forderte diese zum schreien nach dem zählen bis 4 auf – dieses Element wurde dann in der Zugabe noch in einem Song grandios genutzt, und in den letzten Minuten sprang der Sänger immer wieder auf die vordere Absperrung, um sich auf die Hände der ersten Reihe zu stützen und von dort zu singen. Auch hier war die Interaktion mit dem Publikum und die Nähe zu den Fans absolut authentisch und wirkte einfach so, als wenn ihm genau das gerade in diesem Moment riesigen Spaß macht.</p>
<h3>Eine musikalische Flucht aus dem Alltag</h3>
<p>Leider kann ich bei dem Konzert nicht mit gespielten Songs arbeiten, denn ich habe schlichtweg die Liedtitel der Band nicht im Kopf. (Die Setlist lässt sich aber online sehr einfach finden). Es waren auf jeden Fall verschiedenste Stücke aus den unterschiedlichen Schaffensperioden der durchaus schon längeren Bandgeschichte vertreten und diese wurden wie schon gesagt absolut großartig präsentiert! Die Band schafft es einfach mit ihrer Art die Musik zu präsentieren zu begeistern, und liefert dazu eine Musik, die einen in die rauen Gegenden ihrer Herkunft entführt und dabei trotzdem verträumt bleibt. Wer sich hier einfach darauf einlässt erlebt ein Konzert, das den Zuhörer aus dem Alltag reißt und die Gedanken ausschaltet, sodass man nach den mehr als 1,5 Stunden eigentlich vollständig erfüllt ist von Musik.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Es war ein großartiger Abend und ein umwerfendes Konzert einer tollen Tour! Es ist ein absolut spannendes und interessantes Konzept diese 3 Bands zusammen auf eine Tour zu stecken, wobei für mich hier <strong>HELGA</strong> definitiv eine herausragende Überraschung an dem Abend waren. Ich habe &#8211; soweit ich mich erinnere &#8211; noch nie eine derart gute erste Band gesehen und schon für diese 35 Minuten lohnte sich der ganze Abend. <strong>ORANSSI PAZUZU</strong> waren live auf jeden Fall ein Erlebnis, aber auch eine Herausforderung an den Zuhörer, denn es ist keine leichte Kost – aber dafür eine faszienierende! Die Band ist live auf jeden Fall eine Erfahrung und lässt einen schlussendlich auf mehrere Arten sprachlos zurück. Die Krönung waren dann <strong>SOLSTAFIR, </strong>die vollkommen souverän eine unfassbar gute Show geboten haben und sich selbst und ihrer Musik einen großartigen Rahmen bieten, wenn sie live auf der Bühne stehen.</p>
<p>Es ist ungewohnt ein Konzert über mehr als 3 Stunden zu verfolgen, bei dem man keinen Moment mitsingen kann, und auch sonst wenig interagieren kann. Aber trotz dieses Umstandes war es einfach nur grandios! Ein Abend so vollgepackt mit erfüllender Musik, dazu eine sehr gut passende Location, perfekter Sound und im übrigen auch sehr faire Eintrittspreise haben dieses Konzert zu einem Abend gemacht, den ich auf meinen Konzerterlebnissen sehr sehr weit oben ansiedeln würde! Ich kann jedem empfehlen, sich die 3 Bands anzuschauen, wenn die Gelegenheit dazu besteht und auch wenn diese Tour heute vorbei ist, gehe ich davon aus, dass <strong>SOLSTAFIR</strong> noch lange nicht genug haben!</p>
<p>Schlussendlich möchte ich nochmal &#8222;Bernd Aust Kulturmanagement&#8220; danken, die das Konzert veranstaltet haben und mir auch den Besuch ermöglichten!</p>
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		<title>Das heilige Leid &#8211; der Review zu SOLSTAFIRS Hin helga kvöl!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oimel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Dec 2024 09:00:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Endless Twilight of Codependent Love]]></category>
		<category><![CDATA[hin helga kvöl]]></category>
		<category><![CDATA[Post Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Solstafir]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Black Metal Fans ohne wirkliche Genregrenzen anwesend? Dann gebt euch doch gern mal das frische Werk von SOLSTAFIR! </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/solstafir-hin-helga-kvoel/">Das heilige Leid &#8211; der Review zu SOLSTAFIRS Hin helga kvöl!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2 style="text-align: center;">SOLSTAFIR – &#8222;Hin helga kvöl&#8220;</h2>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:&nbsp; </strong>08.11.2024<strong><br />
Länge:</strong> 48:21 Minuten<strong><br />
Label: </strong><a href="https://www.centurymedia.com/">Century Media</a><strong><br />
Genre: </strong>Black Metal / Post Metal&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"></div></div></div></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn ich aufgrund der Vorbereitung und Vorfreude aufs Konzert das Album jetzt sowieso einige Male höre, dann kann ich die Gelegenheit auch nutzen und meinen persönlichen Eindruck dazu in den Äther schicken. Und dabei das Album vielleicht noch dem ein oder anderen empfehlen, denn soviel kann ich vorab schonmal sagen: Es ist eine Empfehlung!</p>
<h3>Es war einmal&#8230;.</h3>
<p>Die Jungs aus Island haben in der Zwischenzeit eine längere Geschichte, sind längst auf großen und kleinen Bühnen der Welt etabliert und wissen zu begeistern. Und wenn sich bei einer Band dann keine Langeweile mit dem Status Quo einstellt, dann passiert das, was bei <strong>SOLSTAFIR</strong> passiert: Es wird gut! Hier wird einfach ganz unaufgeregt ein großartiges Album zusammengespielt, was über, durch und zwischen den Genregrenzen hüpft und dabei aufzeigt, dass diese einfach nicht relevant sind um gute Musik zu liefern.</p>
<p>Aber fangen wir von vorne an und geben dem &#8222;heiligen Leiden&#8220; ( die Übersetzung von &#8222;Hin Helga Kvöl&#8220; ) den nötigen Raum:<br />
Tatsächlich gefiel mir der Vorgänger &#8222;Endless Twilight of Codependent Love&#8220; auch sehr, obwohl er wahrscheinlich am weitesten von den Anfängen der Band entfernt war. Hier ist &#8222;Hin Helga Kvöl&#8220; dann doch wieder rauer und unbändiger unterwegs.</p>
<h3>Die ersten Töne aus alten Zeiten&#8230;</h3>
<p>Die beiden ersten Stücke <em>&#8222;Hún andar&#8220;</em> und <em>&#8222;Hin helga kvöl&#8220;</em> spannen den Bogen zu düsterem atmosphärischem Black Metal, den die Band in der Anfangszeit auch lieferte. Damit bricht <em>&#8222;Blakkraki&#8220;</em> dann direkt wieder, denn das geht deutlich mehr in eine Indie-Rock Richtung, und danach folgt <em>&#8222;Sálumessa&#8220;</em>, was herrlich psychedelisch über 7 Minuten vor sich hin groovt. Was jetzt schon klingt, wie eine völlig krude Zusammenstellung eines durchgedrehten Studio-Ingenieurs hat eine vereinende Komponente, und die heißt <strong>SOLSTAFIR</strong>. Durch den Stil der Band und der Vocals (und auch der verwendeten Muttersprache) kann man zu jedem der Tracks wundervoll der Realität entfliehen und sich in eine mystische, raue, nordische Welt wegdenken. Und das &#8222;heilige Leiden&#8220; spürt man durch die anklagenden Vocals wundervoll. Vom Gefühl her, wenn auch nicht musikalisch, fühle ich mich hier wie bei <strong>PRIMORDIAL</strong>, wo es mir persönlich auch so geht.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Sólstafir - Hin Helga Kvöl (OFFICIAL VIDEO)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/s6qKV8s9-BA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Zurück zum Album, denn hier geht es mit <em>&#8222;Vor ás&#8220;</em> flott weiter, und der Track besticht mit einem Tempo und Rhythmuswechsel mitten im Stück. Wenn man nicht auf die Titel schaut, könnte man das direkt für zwei verschiedene Songs halten, genial! Die zweite Hälfte ist dann mit weiblichen Backgroundstimmen auch nochmal total ungewohnt, aber gut! <em>&#8222;Freygátan&#8220;</em> versprüht einen Classic Rock Charme… also naja, der etwas düstere, leicht verzweifelte Bruder des Classic Rock, den man aber sofort ins Herz schließt!</p>
<h3>&#8230;und viele neue Einflüsse&#8230;</h3>
<p>Laut Band dreht sich das Album textlich um den Kampf, dem sich jeder Mensch stellen muss. Hier findet sicher jeder ein Thema, auf das diese Formulierung persönlich passt. Aber diesen Kampf kann man aus der melancholischen Grundstimmung der Songs und der Vocals absolut spüren. Aber dabei fließt hier auch gleichzeitig so viel Kraft und Energie, die einen förmlich vorantreibt. Das wird auch in <em>&#8222;Grýla&#8220;</em> und <em>&#8222;Nú mun ljósið deyja&#8220;</em> absolut deutlich, wobei zweiterer Track zu platzen scheint vor Kraft und Energie und diese durch das subtile, aber treibende Schlagzeug und die geschrienen, aber dennoch nicht im Vordergrund stehenden Gesangsparts mitten ins Herz des Hörers transportiert. Unfassbar gut und mitreißend!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-46963" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir-Bandfoto.jpg" alt="" width="1080" height="720" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir-Bandfoto.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir-Bandfoto-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir-Bandfoto-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir-Bandfoto-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir-Bandfoto-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /></p>
<h3>&#8230; ergeben ein perfektes Album!</h3>
<p>Der letzte Track <em>&#8222;Kuml (forspil, sálmur, kveðja)&#8220;</em> ist dann wieder ein völliger Sprung über alle Grenzen, denn hier hat sich in das raue nordische Setting ein Saxophon verirrt, das gleichzeitig überhaupt nicht und großartig hineinpasst und sofort aufhorchen lässt. Mit ebenfalls fast 7 Minuten schließt der Track das Album wundervoll ab. Hier beeindruckt auch der völlig andere Gesang, mit fast schon klerikalen Zügen.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Die Band macht das was sie kann – nämlich großartige Musik. Dass dabei Genre-Anleihen auf dem Album auftauchen, die normalerweise schon beim lesen Gehirnknoten auslösen, aber hier völlig selbstverständlich wirken und sich perfekt zusammenfügen, zeigt das großartige Potential das diese Band ausstrahlt. Das Ding ist jetzt schon ein umwerfendes Album, vom ersten bis zum letzten Ton. Müsste ich einen Makel finden, dann ist es die Laufzeit von 48 Minuten, andererseits wüsste ich auch nicht, was NOCH auf diese Scheibe passen sollte.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/solstafir-hin-helga-kvoel/">Das heilige Leid &#8211; der Review zu SOLSTAFIRS Hin helga kvöl!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Als die Waffen kamen&#8230;. ein Abend mit KANONENFIEBER (und PANZERFAUST) in Leipzig!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oimel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Dec 2024 19:47:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Hellraiser]]></category>
		<category><![CDATA[Kanonenfieber]]></category>
		<category><![CDATA[Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenmühle]]></category>
		<category><![CDATA[Panzerfaust]]></category>
		<category><![CDATA[Urkatastrophe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ob in der Kürze wirklich die sprichwörtliche Würze liegt? Oimel hat das in seinem Bericht zum Konzert von KANONENFIEBER in Leipzig mal zusammengefasst. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ein-abend-mit-kanonenfieber-und-panzerfaust-in-leipzig/">Als die Waffen kamen&#8230;. ein Abend mit KANONENFIEBER (und PANZERFAUST) in Leipzig!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Kennt ihr dieses Gefühl? Euer Lieblingsbier ist im Angebot und im Laden sind nur noch leere Kästen? Ihr freut euch seit Tagen auf diese eine Leckerei im Kühlschrank, die dann 5 Minuten vor euch der Mitbewohner wegfuttert? Nach Konzert und Party kommt ihr zu eurem Lieblingsspätimbiss und vor euch geht der letzte Döner über den Ladentisch? Hersteller XY setzt euren Lieblingssnack völlig grundlos ab, oder der Streamingdienst eure Serie?</p>
<p>Okay, ich denke es ist klar worauf ich hinaus wollte und jeder konnte sich eindenken – <strong>wir konservieren dieses Gefühl jetzt, ich komme später darauf zurück!</strong></p>
<h3>All die Jahre wieder…</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-46980 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Panzerfaust-1.jpg" alt="" width="532" height="399" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Panzerfaust-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Panzerfaust-1-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Panzerfaust-1-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Panzerfaust-1-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 532px) 100vw, 532px" /></p>
<h4><strong><em>(achja, kleiner Spoiler – ich nehme auf Konzertgeschehen und Setlist Bezug! Wer das also nicht vor dem eigenen Konzertbesuch lesen möchte, sollte hier stoppen)</em></strong></h4>
<p>Keine Sorge, hier kommt jetzt nicht der Einstieg mit den Hinweis auf <em>&#8222;Last Christmas&#8220;</em>… oh, jetzt hab ich es gesagt, <strong>den Ohrwurm des Todes gibt es nun gratis dazu</strong>, gern geschehen! Deutlich weniger besinnlich sollte es aber für mich werden, denn ich sang nach hartem Kampf noch den Nachwuchs ins Bett, nur um 5 Minuten später ins präparierte Auto zu springen und die wenigen Kilometer ins Hellraiser auf der Autobahn abzureißen.</p>
<p>Die Vorfreude trieb mich und das Gefährt vorwärts, ich parkte ab und sprang noch währenddessen aus dem Auto, um mich in die Schlange einzureihen. Und diese hatte es in sich! Der Eingang, der mir bekannt war wurde scheinbar umgebaut und ich fand mich in einer langen Reihe stehend. Diese wand sich in einer Kurve, bevor es noch durch den Biergarten ging und dann zum ehemaligen Eingang. Schon hier war das rege Interesse an der heutigen Veranstaltung klar erkennbar. Hier standen mehr Leute in der Schlange als bei manchem Konzert vor der Bühne.</p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-46981 alignleft" style="font-size: 16px;" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Panzerfaust-2.jpg" alt="" width="378" height="504" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Panzerfaust-2.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Panzerfaust-2-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Panzerfaust-2-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Panzerfaust-2-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 378px) 100vw, 378px" /></h3>
<h3>Voll bis auf den letzten Platz</h3>
<p>Irgendwann schaffte ich es dann auch in die (un)heiligen Hallen &#8211; und siehe da, ich sah nichts. <strong>Die Hütte war einfach proppenvoll!</strong>&nbsp;</p>
<p>Ich bin durchaus die ein oder andere Menschenmenge gewöhnt &#8211; von unzähligen Stadion- und Konzertbesuchen &#8211; aber das hier war einfach unangenehm voll ab dem ersten Schritt. Selbst der Weg zu den Sanitäreinrichtungen war schon teilblockiert und es gestaltete sich somit schwierig erst einmal anzukommen. Glücklicherweise erspähte mein Matschauge kurze Zeit später eine Fotografin, der ich dann direkt folgte und einen lauschigen Eck-Platz links vor der Bühne bekam. Ich wusste: <strong>hier darf ich nie wieder weg, da komme ich nie wieder hin!</strong></p>
<p>Ich lauschte also nun voller Aufmerksamkeit der Vorband. Hier hatten sich <strong>PANZERFAUST</strong> aus Kanada angekündigt. Und – Holzfällerwitz, muss ja bei Kanada sein – wo gehobelt wird, da fallen Späne! Hier blieb kein Auge trocken und kein Stein auf dem anderen. Die 4 Herren donnerten ihr Repertoire ungebremst in die Menge. <strong>Highlight für mich war die Anordnung der Bühnenpräsenz</strong>, denn das Schlagzeug stand mittig und im Zentrum, während links und rechts die Saiteninsturmente bearbeitet wurden. Der Sänger stand dann im Rückraum leicht erhöht und nur halb beleuchtet und setzte dem imposanten Getöse mit seinen durchdringenden tief-dunklen Vocals die Krone auf. Dabei sahen die Bandmitglieder aus, als hätten sie durchaus in dem ein oder anderen Horror-Streifen mitspielen können, insbesondere der Sänger mit einer gewaltigen Statur und fieser Maske.</p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-46985 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-3.jpg" alt="" width="381" height="508" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-3.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-3-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-3-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-3-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 381px) 100vw, 381px" /></strong></p>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<h3>Zur Vorband gabs nur zwei Meinungen &#8211; meine vs. der Rest des Publikums</h3>
<p>Musikalisch war das Ganze auf jeden Fall gut, und um mich herum gab es nur begeisterte Gespräche und Reaktionen auf die Band. <strong>Ich selbst muss zugeben, dass es&nbsp;mir selbst nicht ganz so lag.</strong> Für mich war es – insbesondere als Vorband – zu langatmig und irgendwie ein wenig zu… doomig. Keine gute Kombination um eine Masse anzuheizen &#8211; aber das war nur mein eigener Eindruck! Um mich herum waren die Meinungen sehr begeistert, und technisch gut gemacht war es allemal!</p>
<p>Die Jungs spielten 45 Minuten und gingen dann unter sehr viel Applaus und Begeisterung von der Bühne. Nun folgte die allseits beliebte Umbaupause. Die Zeit zog sich ein wenig, zumal jetzt auch wenn ich gewollt hätte, kaum eine Chance mehr Bestand den Platz zu verlassen. Fieses Gimmick zur Umbaupause: Die Pausenmusik war ähnlich wie das Intro zu <em>&#8222;Yankee Division&#8220;</em>, was für 30 Sekunden mal ganz nett ist. 30 Minuten recht nahe bei den Boxen war das schon eine harte Probe. Hier hätte es vermutlich auch die handelsübliche Metal-Dosis aus der Konserve getan, inklusive dem allseits beliebten <em>&#8222;Warriors Of The World&#8220; </em><strong>zum allgemeinen Fäuste recken von Bühne bis zum Pissoir.</strong></p>
<p>Irgendwann war die Bühne dann ausstaffiert, alle Lichter gecheckt und jedes Detail mühevoll hergerichtet, es wurde dunkel, es wurde kribbelig und dann kam mit großem Getöse <strong>KANONENFIEBER</strong> zum Zug! Und wie! Mit <em>&#8222;Großmachtfantasie&#8220;</em> und dem zugehörigen <em>&#8222;Menschenmühle&#8220;</em> ging es direkt in die Vollen! Stimmgewaltig mit einer unglaublichen Energie krachte die Musik ins aufgeheizte Publikum. Und es ging Schlag auf Schlag weiter. Die Band hat an und für sich eigentlich nur Bretter und eigentlich keine Skip-Songs, aber <em>&#8222;Sturmtrupp&#8220;</em>, <em>&#8222;Füsilier&#8220;</em> und <em>&#8222;Grabenlieder&#8220;</em> aneinandergereiht, gefolgt vom absolut für Live-Performance gemachten <em>&#8222;Maulwurf&#8220;</em> brachten die Menge zum brodeln! Und genau da kommen wir zum ersten&nbsp;</p>
<h3>Break:<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-46984 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-Partybild-e1733318068918.jpg" alt="" width="418" height="515" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-Partybild-e1733318068918.jpg 952w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-Partybild-e1733318068918-244x300.jpg 244w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-Partybild-e1733318068918-832x1024.jpg 832w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-Partybild-e1733318068918-750x923.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 418px) 100vw, 418px" /></h3>
<p>Als ich die Band zuletzt im Hellraiser zusammen mit <strong>GRIMA</strong> sah, oder dieses Jahr auf dem Ragnarök-Festival, war das Publikum zum Großteil der Black-Metal-Fanschar zuzuordnen. Düstere Mienen, finstere Blicke, nickende Köpfe. Als maximale Körperregungen gab es gereckte Pommesgabeln und anerkennendes Klatschen. Diese Atmosphäre, zusammen mit der unbändigen brachialen Energie der Musik von <strong>KANONENFIEBER</strong> und den erschreckenden Kriegsszenarien, die als Antikriegsstimmung durch die Band erzeugt wurden, <strong>das war genau DAS was mich so unglaublich in den Bann zog und faszinierte.</strong> Ich war lange nicht mehr so nahe dran ein Fanboy einer Band zu sein, wie an diesem Projekt. Und niemand hätte wahrscheinlich damit gerechnet, wie sehr es durch die Decke gehen würde. Und genau das macht sich nun bemerkbar.</p>
<p>Das Publikum ist bunt gemischt, vom Metalrentner im ausgeblichenen <strong>MOTÖRHEAD</strong>-Shirt bis zu sehr vielen eindeutig der Core-Fraktion zuzurechnenden, jüngeren Fans der Band mit Caps usw. Das ist einerseits natürlich geil und freut mich auch sehr für die Band – und auch für die Thematik – dass so eine breite Menge erreicht werden kann. Andererseits tauchen damit eben auch konzerttypische Erscheinungen auf. Crowd-surfing, Circle-Pits und Wall Of Death sind an und für sich alles geile Sachen, aber zu den Texten, und der Stimmung? <strong>Mich persönlich hat das bei aller Begeisterung leider irgendwie sehr irritiert</strong>.</p>
<p>Wenn zum <em>&#8222;Maulwurf&#8220;</em>, dessen Text von der harten Arbeit der Mineure und in diesem Fall dem verschüttet-werden unter dem Schlachtfeld handelt, dann crowdsurfendes Publikum an einem vorbeiwabert,<strong> konterkariert das für mich die Stimmung des Songes</strong>. Kurzum gesagt: Mein Gefühl war dabei kein gutes, und ich hoffe einfach, dass die Message der Band inklusive ihrer Texte nicht vergessen wird und das Ganze vom feierwütigen Publikum zu einer &#8222;Kriegs-Party&#8220; gemacht wird, denn das gibt aus meiner Sicht weder das Thema noch die heutige Zeit her!</p>
<h3>Weiter im Text:</h3>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-46983 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-4.jpg" alt="" width="452" height="603" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-4.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-4-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-4-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-4-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 452px) 100vw, 452px" /></h3>
<p>Der <em>&#8222;Panzerhenker&#8220;</em> rundet das erste &#8222;Setting&#8220; ab, kurzer Zwischenspieler und die Jungs kommen als Matrosen wieder.&nbsp;</p>
<p><strong>Die eingeschworene Fanschar weiß natürlich was kommt,</strong> und <em>&#8222;Kampf und Sturm&#8220;</em> und <em>&#8222;Die Havarie&#8220;</em> werden lautstark durch die Menge getragen. Es ist eine unglaubliche Energie im Publikum, das wie schon erwähnt wahnsinnig dicht gedrängt ist und <strong>das Hellraiser gleicht einem Hexenkessel.</strong></p>
<p>Der nächste Kleidungswechsel folgt, und mit <em>&#8222;Die Feuertaufe&#8220;</em> knallt der Opener des ersten Albums in die begeisterte Menge. Es ist tatsächlich so, dass die Band eigentlich keine Skip-Songs hat, sondern auf den zwei Alben ein Kracher den nächsten jagt. Für mich persönlich fällt hier nur die <em>&#8222;Yankee Division&#8220;</em> raus, die ich nicht ganz so mag… die aber heute abend auch nicht auftauchte. Stattdessen wurde <em>&#8222;Lviv zu Lemberg&#8220;</em> präsentiert und danach folgte <em>&#8222;Waffenbrüder&#8220;</em>, was der einzige Song ist dem ich – auch wenn er auch ein bitteres Ende hat – ein wenig zu viel Pathos unterstellen würde. Stimmungstechnisch kann man hier den Bogen zu meinem Absatz oben schlagen, denn die feierwütige Menge liegt sich freudig-wogend in den Armen und besingt sich als Waffenbrüder. Ungeachtet der Tatsache, dass eben auch hier einer der Protagonisten des Songs in selbigem draufgeht und in fremder Erde sein Grab findet…</p>
<h3>Es wird Zeit fürs Sahnehäubchen&#8230;</h3>
<p>Nun kam der Moment, an dem mein langjähriges Gespür mir sagte, dass wir uns nun zu den letzten Songs vor der Zugabe bewegen. Ich entschied also aus taktischen Gründen, meinen Platz aufzugeben und besorgte mir ein Kaltgetränk um eine kleine Erkundungstour durch die Location zu starten. Das mache ich grundsätzlich gerne, insbesondere wenn ich darüber schreiben möchte, denn ich versuche dann zu schauen ob der Sound überall gut ist, wie die Meute insgesamt drauf ist, und vielleicht bekommt man hier und da auch noch den ein oder anderen Eindruck anderer Besucher mit.</p>
<p>Ich war also frisch versorgt, auf der Bühne startete mit fieser Maske unter der Pickelhaube das episch-düstere <em>&#8222;Ausblutungsschlacht&#8220;</em> und ich mäanderte durch die Halle. Hinten angekommen stand ich neben dem Mischpult, genoss den Anblick und die Musik und der Song endete. <strong>Ich war zufrieden mit meinem Platz für die Zugabe,</strong> der Abend war noch jung, die Meute hatte Bock. Ich nippte am Becher, schaute auf die Bühne… <strong>und das Saallicht ging an.</strong> Die Menschen um mich herum brachen zur Garderobe oder zum Außenbereich auf, nur ich stand wie vom Donner gerührt da und war mindestens vollständig perplex. Keiner brüllte nach Zugabe, keiner forderte die Band – und die kam auch nicht wieder, <strong>denn es war wirklich Schluss</strong>.</p>
<h3>So, hatten jetzt alle das Gefühl vom Beginn des Artikels konserviert?</h3>
<p>&nbsp;JETZT holen wir das wieder heraus, <strong>denn ich stand da wie ein kleines Kind, dem gerade jemand den Lolly geklaut hat</strong>. Sicherheitshalber checkte ich die Uhr und meine Notizen… Start 21:20 Uhr, und jetzt war es 22:35. Das waren also 1 Stunde 15 Min. Ich mag die Band, ich bin großer Fan, ich gehe total mit der Musik mit – aber DAS war mir zu wenig. Es war der Tourauftakt, es war eine volle Hütte, es war bombenstimmung. Das zweite Album ging förmlich durch die Decke und zwischenzeitlich auf die 1 in den Charts. Da sind mir 1 Stunde 15 Minuten zu wenig, das muss ich leider echt so sagen. Leicht konsterniert schaute ich nun dem ernüchternden Treiben der Menschen zu, und wie der Saal sich leerte, ehe ich zu meinem in Pole Position geparkten Auto und traurig-enttäuscht nach Hause startete.</p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-46982 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-5.jpg" alt="" width="427" height="569" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-5.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-5-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-5-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-5-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 427px) 100vw, 427px" /></h3>
<h3>War das schon alles?</h3>
<p>Natürlich ist der Band überlassen, welche Lieder sie spielt und wie lange sie das tut – <strong>aber aus meiner Sicht war hier einfach noch Potential, um dem begeisterten Publikum den Abend von &#8222;cooles Konzert&#8220; zu &#8222;Oh mein Gott, das werde ich niemals vergessen&#8220; zu heben.</strong> Es ist natürlich Kritik auf einem hohen Maß, und ich weiß auch, dass die Truppe im letzten Jahr auf so ziemlich jeder Bühne gestanden hat, bis rauf zum legendären Hellfest. Aber dennoch bin ich der Meinung, dass ich bei einem Headliner einfach wenigstens 90 Minuten erwarten darf –<strong> eigentlich 90 Minuten plus Zugabe, wenn ich ehrlich bin.</strong></p>
<p>Ich kenne die Umstände nicht, aber da die Setlisten weiterer Shows nicht abgewichen sind in Länge und Liedwahl, gehe ich hier nicht von einer schlechten Verfassung oder ähnlichem aus. Mich hat es tatsächlich ein wenig mitgenommen, ich hab mich wochen- wenn nicht gar monatelang auf das Konzert gefreut. Ohne weiter auf der Länge herumhacken zu wollen, verstehe ich allerdings auch den Abschluss nicht ganz. Beide Alben enden mit einem ruhigen und sehr eindrücklichen Song, <strong>der die Stimmung der Alben absolut perfektioniert</strong>. Und zum Abschluss eines solchen Konzertes finde ich, dass entweder <em>&#8222;Verscharrt und ungerühmt&#8220;</em> oder <em>&#8222;als die Waffen kamen&#8220;</em> für eben genau diese Stimmung, die nur diese Band kann, einfach Pflicht ist. ( Davon abgesehen hätte ich wahnsinnig gerne auch <em>&#8222;Ritter der Lüfte&#8220;</em> im Programm gehabt… aber die können ja auch nicht jeden Song spielen )</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p><strong>Wer die Band noch nicht gesehen hat: GEHT HIN!</strong> Es ist ein Phänomen, es ist eine unfassbare Energie und ein richtig geiles Konzert, das steht fest! Meine Kritik bewegt sich hier auf einem hohen Level, und für meine Bedenken bezüglich der Gepflogenheiten im Publikum kann die Band natürlich nichts. Hier sind im Endeffekt alle selbst für ihr Erlebnis verantwortlich. Das ist auch kein Angriff auf die Band – denn ich kann natürlich auch verstehen, wenn die mal mit einer feierwütigen Meute durchdrehen will. Hier muss man aus meiner Sicht eben nur schauen, wie es passt und sich entwickelt. Und zur Länge der Show habe ich mich ebenfalls geäußert und würde als Fazit sagen: <strong>Grandioser Abend, nur leider zu kurz!</strong></p>
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		<title>Kalte Klänge und ein heißer Abend &#8211; SOLSTAFIR und ORANSSI PAZUZU kommen auf Nordic Descent Tour nach Leipzig!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oimel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Dec 2024 20:14:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Helga]]></category>
		<category><![CDATA[ORANSSI PAZUZU]]></category>
		<category><![CDATA[Post Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Solstafir]]></category>
		<category><![CDATA[Täubchenthal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Oimel hat hier einen ganz besonderen Leckerbissen für alle Fans düsterer Klänge - SOLSTAFIR in Leipzig. Alle Infos jetzt hier!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/kalte-klaenge-und-ein-heisser-abend-solstafir-und-oranssi-pazuzu-kommen-auf-nordic-descent-tour-nach-leipzig/">Kalte Klänge und ein heißer Abend &#8211; SOLSTAFIR und ORANSSI PAZUZU kommen auf Nordic Descent Tour nach Leipzig!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Skandinavien ist dieser Tage nicht nur auf dem Weihnachtsmarkt in Form von Flammlachs zu finden, denn<strong> auch im Täubchenthal wird es in wenigen Tagen mit kühlen Klängen heiß hergehen!</strong></p>
<p>Niemand geringeres als <strong>SOLSTAFIR</strong> aus Island geben sich hier die Ehre, zusammen mit <strong>ORANSSI PAZUZU </strong>aus Finnland und <strong>HELGA</strong>. Das Konzert findet im Rahmen der Nordic Descent Tour &#8211; in der eigentlich ganz Europa bespielt wurde &#8211; statt.&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-46963" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir-Bandfoto.jpg" alt="" width="1080" height="720" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir-Bandfoto.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir-Bandfoto-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir-Bandfoto-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir-Bandfoto-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Solstafir-Bandfoto-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /></p>
<p>Und das verspricht ein richtig guter Abend zu werden, denn sowohl <strong>SOLSTAFIR</strong> als auch <strong>ORANSSI PAZUZU</strong>&nbsp;glänzen mit neuen Alben, die den Abend prägen dürften. Das neue Werk der Isländer <em>&#8222;Hin helga kvöl&#8220;</em> ist ein <strong>absolutes Brett und eine absolute Empfehlung</strong>. Es ist bereits das 8. Studioalbum und auch mit dem Vorgänger <em>&#8222;Endless Twilight Of Codependent Love&#8220;</em> wurde bereits ein großartiges Werk zwischen ganz eigener Melancholie und Power geliefert. <strong>SOLSTAFIR</strong> sind bereits seit über 20 Jahren rund um den ganzen Globus auf Tour und verblüffen ihr Publikum mit Herzblut und einem ganz eigenen Sound, der Genregrenzen dehnt, verdreht und sprengt. Dabei schafft es die Truppe einen Sound zu liefern, der genauso einzigartig ist, wie die geografischen Gegebenheiten ihren rauen Heimat.</p>
<p>Mit <strong>ORANSSI PAZUZU&nbsp;</strong>kommt dazu eine sehr spannende Band aus Finnland mit auf Tour. Deren neues Album &#8222;<i>Muuntautuja&#8220;&nbsp;</i>klingt ebenfalls vielversprechend düster und macht mich auf jeden Fall neugierig. Auch hier kann man mit Fug und Recht behaupten, dass die Genregrenzen gesprengt werden! Die Band liefert einen absolut dystopischen Sound und ich bin sehr gespannt, wie dieser bei einem Live-Auftritt wirkt.</p>
<p>Die große Unbekannte bei der Show ist <strong>HELGA</strong> aus Schweden, deren 2023er Album <em>&#8222;Wrapped In Mist&#8220;</em> allerdings auch sehr hoch gelobt wurde. Die Musik soll eine „eklektische Musik, die an den Rändern von Black und Post-Metal lauert“ sein, und ich bin absolut gespannt darauf, was mich hier dann erwarten wird!</p>
<p>Ich freue mich riesig, die Bands live zu sehen und werde dann natürlich zeitnah von dem Erlebnis berichten!</p>
<p><strong>Das Konzert steigt am 08.12 um 19 Uhr im Täubchenthal in Leipzig &#8211; aktuell gibt es auch noch Karten für das Spektakel!</strong> Wer es nicht nach Leipzig schafft, hat am Folgetag in Berlin die Chance auf das letzte Konzert der Tour!</p>
<p>Veranstalter der Tour ist die Bernd Aust Kulturmanagement GmbH &#8211; <a href="https://www.aust-konzerte.com/">https://www.aust-konzerte.com/</a></p>
<p>Links zu den Tickets: <a href="https://www.taeubchenthal.com/programm/solstafir-leipzig">https://www.taeubchenthal.com/programm/solstafir-leipzig</a></p>
<div class="snippet-title"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></div>
<h3 class="snippet-title">Zusammenfassung</h3>
<div>&nbsp;</div>
<div>
<div class="aio-info">
<div class="snippet-label-img"><strong>Event: ​Solstafir &#8211; Nordic Descent Tour &#8211; mit Oranssi Pazuzu und Helga</strong></div>
<div class="snippet-clear">&nbsp;</div>
<div class="snippet-label-img"><strong>Verbleibende Orte der Tour:&nbsp; ​ Leipzig, Berlin</strong></div>
<div>&nbsp;</div>
<div class="snippet-label-img"><strong>Leipzig 08.12.2024, Täubchenthal</strong></div>
<div class="snippet-clear">&nbsp;</div>
<div class="snippet-label-img"><strong>Berlin 09.12.2024, Metropol</strong></div>
<div></div></div></div></div>
</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Berlin, Berlin, wir&#8230;. hören was aus Berlin?! SOIFASS sind zurück!!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oimel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Oct 2024 17:40:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Punkrock]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[1999]]></category>
		<category><![CDATA[Oi]]></category>
		<category><![CDATA[Punk]]></category>
		<category><![CDATA[Soifass]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Falls es euch nach etwas Noiem dürstet, hat unser Mann für genau dieses hier vielleicht genau das Richtige für euch: SOIFASS.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/soifass-1999/">Berlin, Berlin, wir&#8230;. hören was aus Berlin?! SOIFASS sind zurück!!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2 style="text-align: center;">SOIFASS – &#8222;1999&#8220;</h2>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:&nbsp; </strong>18.10.2024<strong><br />
Länge:</strong> 36:16<strong><br />
Label: </strong><a href="https://store.sunnybastards.de/">Sunny Bastards</a><strong><br />
Genre: </strong>Oi/Punk</p>
<p style="text-align: center;"></div></div></div></p>
<p>Es gibt Dinge, die passieren nicht so häufig: Geburtstage, Jahrestage, Steuerrückzahlungen. Noch seltener sind dann die Kategorie: Hochzeiten, Kinder kriegen und Renteneintritt. Und dann gibt es die Kategorie &#8222;glaube ich erst, wenn ich es sehe und in der Hand halte&#8220;&nbsp; In genau diese Kategorie fällt der Release eines <strong>SOIFASS</strong>-Albums! Der Review hier erscheint daher auch wirklich erst, nachdem ich wirklich,<strong> WIRKLICH</strong> die Vinyl in den Händen halte.</p>
<h3>Vorfreude ist die schönes Freude!</h3>
<p>Die Ankündigung zu einem neuen Album kam so plötzlich, wie das sprichwörtliche Kinde der Jungfrau, und ich war sofort äußerst begeistert! <strong>SOIFASS</strong> ist eine Band, die mich zwar nicht seit &#8222;1999&#8220; begleitet, aber zumindest seit den ersten Kontakten zum Oi. Wie ich auf die Jungs aus der Hauptstadt gestoßen bin, weiß ich absolut nicht mehr &#8211; aber die Alben fesselten mich bisher alle. Nur die Häufigkeit derselben war leider eher rar, genauso wie Auftritte in meiner Nähe.</p>
<p>Dadurch war allerdings die Freude über beides immer sehr groß und jetzt eben auch, als plötzlich<strong> wie der Phönix aus der Asche </strong>die Band wieder Meldung machte &#8211; sowohl mit einigen Konzerten, als auch mit der Albumankündigung zu &#8222;1999&#8220;.</p>
<h3>Und ab!</h3>
<p>Jetzt ist es soweit, ich höre auf Phrasen zu dreschen und wir steigen ein ins fünfte Album der Band, schlappe 9 Jahre nach &#8222;Auf blinder Fahrt&#8220;. Und schon<strong> nach den ersten Titeln </strong>bin ich mir sicher, dass hier keiner auf blinder Fahrt ist<strong>.</strong> Das Album hätte auch 9 Monate nach den Vorgängern entstanden sein können. Alles was ich höre rotzt aus jeder Faser und mit jedem Ton die volle Dosis <strong>SOIFASS</strong> aus den Boxen. Natürlich merkt man der einen oder anderen Stelle an, dass seit 1999 eben schon 25 Jahre vergangen sind und der ein oder andere Track der Vorzeit etwas rüder und rauer daher kam. Hier ist das Gesamtpaket jetzt vielleicht ein wenig runder, ein wenig gefälliger im Ohr &#8211; <strong>aber doch noch mit großem Abstand so räudig</strong>, dass dem gemeinem Spießer die Krawatte vom Hals platzt und den Hipstern in die Spicy-Coconut-Latte gespuckt wird.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Soifass - Anglizisten (1999)" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/HAz7mLKn4Ns?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Stück für Stück durch das unerwartete Glück</h3>
<p>Der Opener <em>&#8222;Anglizisten&#8220;</em> geht absolut gut ins Ohr und ist hervorragend gewählt &#8211; den höre ich sofort <strong>aus durstigen Kehlen gesungen</strong>, in einem kleinen Club wo der Schweiß von der Decke tropft. Dazu auch eine Prise Humor, denn nachdem man &#8222;keine Anglizismen schon seit nineteen-ninty-nine&#8220; raushaut, kommt danach mit <em>&#8222;Enemy&#8220;</em> der erste englisch-sprachige Song der Bandgeschichte. Der klingt ebenfalls sehr gut, könnte auch ein Hardcore-Cover sein &#8211; aber das entzieht sich leider meiner Kenntnis. <em>&#8222;Auf Raketen fliegen&#8220;</em> richtet sich dann gegen den ganzen aktuellen Kriegsirrsinn auf der Welt, und <em>&#8222;Gemeinsam durch die Nacht&#8220;</em> ist dann ein absolut klassischer <strong>SOIFASS</strong>-Song, vor allem durch die Lyrics. Die unbekannte Sache, die immer im falschen Moment wiederkehrt, aber der man dann trotzdem in den Hintern tritt. Da hinein kann sich sicherlich jeder mit einem eigenen Background eindenken -nimmt mich mit, und<strong> erinnert definitiv an alte Stücke!</strong></p>
<p>In das gleiche Horn stößt auch <em>&#8222;Gute Fahrt&#8220;</em>, und zwischen beiden Stücken fordert <em>&#8222;aus Scheisse Gold&#8220;</em> mal eben noch dazu auf, sich nicht beirren zu lassen und seinen Weg zu gehen! Der <em>&#8222;Hipster Stomp&#8220;</em> rechnet erwartbar mit der Plage Berlins ab, der <em>&#8222;Berliner Walzer&#8220;</em> richtet sich gegen die elitäre Oberschicht. <em>&#8222;Exzessiv&#8220;</em> beschreibt das Beziehungsleben, <em>&#8222;Verschwörer&#8220;</em> rechnet mit den Aluhut-Trägern ab und <em>&#8222;Allein auf dem Thron&#8220;</em> beschäftigt sich mit den ganzen Mindset-Optimierungsgestalten und ihren Kalenderspruch-Wandtapeten-Weisheiten. Schlussendlich kommt mit <em>&#8222;Die Zeit steht still&#8220;</em> wieder ein Song mit den typischen Lyrics der Band, ähnlich wie <em>&#8222;Gemeinsam durch die Nacht&#8220;</em>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-46774" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/10/soifass-Band-1.jpg" alt="" width="1450" height="818" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/10/soifass-Band-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/10/soifass-Band-1-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/10/soifass-Band-1-1024x578.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/10/soifass-Band-1-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /></p>
<h3>In der Kürze liegt die Würze</h3>
<p>Man kann hier auf jeden Fall feststellen, dass sich so einiges angestaut hat in den Jungs und dass auf &#8222;1999&#8220;<strong> jeder sein Fett wegkriegt.</strong> Was man vergeblich sucht, sind Szene-typische Hymnen, Trinklieder oder mitgröhlfähige &#8222;ohohohoh&#8220;-Refrains. Und so sehr ich diese Dinge bei anderen Bands schätze, ich bin froh diese hier nicht zu finden. Die Band hat sich ihre Frische, <strong>ihren unverwechselbaren schnellen</strong> und griffigen Stil bewahrt.</p>
<p>Die Stimme von <strong>Viktor</strong> drückt den Liedern durch die einmalige Interpretationsart der Texte ihren Stempel auf und die musikalischen Parts sind<strong> schnell</strong>,<strong> roh und rau </strong>geblieben. Natürlich hat man sich in den Jahren weiterentwickelt, denn es gibt nun textlich nicht mehr den direkten Mittelfinger für pauschal alle wie früher (<em>&#8222;fickt oich&#8220;</em>). Und auch musikalisch kann man den ein oder anderen &#8222;toxpackigen&#8220; Einschlag bei Liedern wie <em>&#8222;aus Scheisse Gold&#8220;</em> oder <em>&#8222;auf Raketen fliegen&#8220;</em> vermuten. Aber es bleibt unverrückbar festzustellen, dass jeder Song eindeutig nach <strong>SOIFASS</strong> klingt –<strong> und das schaffen nach 25 Jahren die wenigsten Bands!</strong></p>
<h3>Fazit</h3>
<p><strong>Mein Trommelfell jubiliert und mich dünkt ich frohlocke gar sehr!</strong> Aufgrund der plötzlichen Ankündigung und Veröffentlichung hatte ich keine große Zeit für eine Erwartungshaltung. Und aufgrund der Ruhe in den letzten Jahren um die Band, hatte ich nicht mehr mit einem neuen Album gerechnet. Das was die Jungs jetzt mit &#8222;1999&#8220; abgeliefert haben ist eine feine Scheibe, die sich wirklich nahtlos in die Banddiskografie einfügt. Mit aktuellen Texten und dem klassischen Stil der Band ist hier eine klasse Kombination gelungen, die die Band wieder bei vielen ins Gedächtnis rufen dürfte. Mich persönlich freut, dass der Sound zeitgemäß ist aber die Band sich dennoch nicht verbiegt und weiter ihren Stiefel fährt. Hier wird sich nach 9 Jahren nicht neu erfunden, sondern einfach zu alter Stärke gefunden &#8211; <strong>und genau damit geht das Album runter wie ein kühles Bier!</strong></p>
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