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	<title>Sarah H, Autor auf Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
	<lastBuildDate>Thu, 21 Sep 2017 16:52:09 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Sarah H, Autor auf Silence Musik Magazin</title>
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		<title>WINTERSUN &#8211; &#8222;Forest Tour&#8220; in Leipzig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sarah H]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Sep 2017 07:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zum langersehnten dritten Album der Melodic-Death-Metaller von WINTERSUN wurde kurzerhand eine Forest Tour in Europa auf die Beine gestellt, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Ich war in Leipzig bei der Extended Show dabei, um euch von diesem Spektakel zu berichten. ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wintersun-forest-tour-in-leipzig/">WINTERSUN &#8211; &#8222;Forest Tour&#8220; in Leipzig</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zum langersehnten dritten Album der <strong>Melodic-Death-Metaller</strong> von <strong>WINTERSUN</strong> wurde kurzerhand eine <strong>Forest Tour</strong> in Europa auf die Beine gestellt, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Ich war in Leipzig bei der Extended Show dabei, um euch von diesem Spektakel zu berichten.</p>
<h3 style="text-align: center;">Es zieht dunkler Nebel auf &#8211; MALLEVS MALEFICARVM</h3>
<p>Die Pforten öffnet das <strong>Hellraiser</strong> pünktlich 19:00 Uhr. Um allerdings das immense Pensum an fünf Bands gewährleisten zu können, wurde ohne große Umschweife kurz nach 19:00 Uhr mit <strong>MALLEVS MALEFICARVM</strong> der Abend eingeläutet. Live-Sänger der Band ist kein geringerer als <strong>Robert &#8222;Robse&#8220; Dahn</strong>, seines Zeichens <strong>Sänger der Folk-Metaller EQUILIBRIUM</strong>. Die Band betritt mit klassischem<strong> Corpsepaint</strong> die Bühne. Das Bühnenlicht hüllt die Herren von <strong>MALLEVS MALEFICARVM</strong> in einen <strong>roten Schleier</strong>. Bei so einer Aufmachung handelt sich natürlich um Black Metal, der uns um die Ohren gehauen wird. Allerdings tendiert das <strong>Debüt-Album &#8222;Homo Homini Lupus&#8220;</strong> eher in die melodischen Gefilde des Black Metal. Der Auftritt kann sich schon mal sehen lassen.</p>
<img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-21811 size-medium aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/IMG_7021-2-225x300.jpg" width="225" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/IMG_7021-2-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/IMG_7021-2-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/IMG_7021-2-750x1000.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/IMG_7021-2.jpg 1088w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" />
<h3 style="text-align: center;">Auf zum entern! &#8211; THE PRIVATEER</h3>
<p>Nach kurzer Umbaupause gehts weiter mit <strong>THE PRIVATEER</strong>. Der bunte Haufen aus Freiburg präsentiert äußerst <strong>tanzbaren Folk Metal im Freibeuter-Gewand</strong>. Dementsprechend heiter ist sowohl die Aufmachung als auch die Stimmung auf der Bühne.<strong> Ersatz-Sänger&nbsp;<span id="cch_f3f17b201cadaac" class="_mh6 _wsc"><span class="_3oh- _58nk">Kolai</span></span></strong> beweist, dass auch seine Stimme der eines Freibeuters würdig ist. Das Repertoire an Songs ist abwechslungsreich und melodische Gesangsparts und eine stimmungsvolle Violine lockern die Atmosphäre auf. Die Band hat eine <strong>extrem positive Ausstrahlung</strong> auf der Bühne, die förmlich ansteckend ist. Im Vergleich zu anderen Pirate-themed Folk Metal-Bands kommt sie keineswegs albern rüber. Wer sich dem Folk Metal hingezogen fühlt, sollte sich dieses Quintett mal genauer ansehen.</p>
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<h3 style="text-align: center;">Verrückte Welt &#8211; BLACK THERAPY</h3>
<p>Mit <strong>BLACK THERAPY</strong> steht kurz nach 21:00 Uhr die erste <strong>Melodic Death Metal-Band</strong> auf dem Plan. Musikalisch ordne ich die Herren aus <strong>Italien</strong> zwischen den Finnen von <strong>MORS PRINCIPIUM EST</strong> und den Australiern von<strong> BE&#8217;LAKOR</strong> ein. <strong>Sänger&nbsp;Giuseppe Massimiliano Di Giorgio</strong>s Growls sind ungewohnt kratzig und kantig, was aber im Zusammenspiel mit den eingespielten Klavier-Parts sehr stimmig ist. Am besten gefällt mir der <strong>Opener</strong> <em>&#8222;In the Embrace of Sorrow, I Smile&#8220;</em> und ein <strong>Cover</strong> von <em>&#8222;Mad World&#8220;</em>, den die Italiener als Abschluss spielen. Die Klavierparts geben den Songs einen Hauch von Traurigkeit, die durch die barschen Vocals aufgebrochen werden. Das rote und blaue Licht unterstützt die Melancholie der Songs. Die Band setzt optisch auf Authenzität und verzichtet vollständig auf Stage-Outfits, treten aber geschlossenen in üblicher schwarzer Kleidung auf. Mit <strong>zwei Studio-Alben</strong> sind <strong>BLACK THERAPY</strong> noch recht unbekannt, man sollte diese Melodic-Deather aber auf jeden Fall im Auge behalten.</p>
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<h3 style="text-align: center;">True Finnish Samurai Metal &#8211; WHISPERED</h3>
<p>Während <strong>BLACK THERAPY</strong> komplett auf Stage-Outfits verzichten, gehört die &#8222;Verkleidung&#8220; bei <strong>WHISPERED</strong> zum Konzept. Die Herren<strong> aus Finnland</strong> verbinden melodischen Death Metal mit Folk-Elementen aus der japanischen Kultur. Ähnlich wie die Kollegen von <strong>CHTHONIC</strong> aus Taiwan (mittels Erhu) und den Chinesen <strong>EGO FALL</strong> (mittels Morin khuur) werden die folkigen Klänge durch altertümliche, asiatische Instrumente erzeugt &#8211; im Fall von <strong>WHISPERED</strong> durch ein<strong> Shamisen</strong>. Das War Paint der Band erinnert eher an <strong>weiße Masken mit rot-schwarzer Verzierung</strong>. Die Kleidung ist an die Gesichtsbemalung angepasst und stellt bei näherem Hinsehen alte <strong>Samurai-Rüstungen</strong> dar. Selbst das Arbeitsgerät von Sänger und Gitarrist&nbsp;<strong>Jouni Valjakka</strong> trägt die Farben der Band, die damit auf jeden Fall meinen persönlichen Style-Contest des Abends gewinnen. Was es mit dem Style eigentlich auf sich hat, verriet uns <strong>Jouni</strong> dann im <a href="https://silence-magazin.de/whispered-im-interview-mit-katana-und-klampfe-durch-europa/">Interview</a> vor Ort.</p>
<p>Mit dem Song <em>&#8222;Strike&#8220;</em> des neuen Albums &#8222;Metsutan &#8211; Songs of the Void&#8220; eröffnete die Band ihre Show und konnte auf jeden Fall gut Stimmung machen. <em>&#8222;Hold the Sword&#8220;</em> ist für mich das besondere Highlight, da er als Song vom zweiten Album &#8222;Shogunate Macabre&#8220; deutlich melodischer ist. Die Show ist so <strong>energiegeladen</strong>, dass der Drummer beim nächsten Song mittendrin plötzlich vergisst, welches Lied er spielen soll. Zu diesem kleinen Patzer muss man allerdings sagen, dass der eigentliche Drummer <strong>Jussi Kallava</strong> für die Tour unpässlich war und man somit nur 2 Monate Vorbereitungszeit mit dem Ersatz-Drummer <strong>Ukri Suvilehto</strong> hatte. Alle anderen Songs klappten dann aber wieder hervorragend und das Missgeschick war schnell vergessen.</p>
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<h3 style="text-align: center;">Der Wald wird abgeholzt &#8211; WINTERSUN</h3>
<p>Gegen 23 Uhr wird klar, wofür die meisten Leute ins <strong>Hellraiser</strong> gepilgert sind. Zum Start von <strong>WINTERSUN</strong> ist der Laden <strong>gerammelt voll</strong>. Passenderweise beginnt die Show mit dem Song <em>&#8222;Awaken from the Dark Slumber (Spring)&#8220;</em>. Diesen Songtitel finde ich äußerst treffend. Hat die Schaffenszeit für ihr zweites und drittes Album doch mehr als 12 Jahre verschlungen. Mit <em>&#8222;Beyond the Dark Sun&#8220;</em>, <em>&#8222;Wintermadness&#8220;</em> und <em>&#8222;Starchild&#8220;</em> spielt die Band <strong>Klassiker von ihrem Debüt-Album</strong> &#8222;Wintersun&#8220; und alle sind extrem aus dem Häuschen. <strong>Sänger Jari Mäenpää</strong> konzentriert sich auf der Tour ausschließlich aufs Singen und überlässt das Gitarrespielen lieber seinen Kollegen. Und das tut dem Auftritt auch richtig gut. <strong>Jari</strong> rennt auf und ab und überträgt seine positive Energie mittels energischen Handbewegungen auf das Publikum. Treffenderweise wurde er bei YouTube dafür als<strong> Winter Wizard</strong> bezeichnet.</p>
<p>Mit <em>&#8222;Eternal Darkness (Autumn)&#8220;</em> wird zum Schluss noch ein neuer Song gespielt. Ich bin sichtlich überrascht. Der Song ist zwar melodisch, aber die Vocal-Parts sind deutlich aggressiver. Diese <strong>Black Metal-artigen Screams</strong> stehen <strong>WINTERSUN</strong> verdammt gut und ich schätze die <strong>Abwechslung</strong>, die die Band auf die Bühne zaubert. Auch hier sei gesagt, dass die Band auf ihren Drummer <strong>Kai Hahto</strong> wegen einer Handverletzung verzichten musste. Mit <strong>Rolf Pilve</strong> von <strong>STRATOVARIUS</strong> und <strong>Heikki Saari</strong> von <strong>FINNTROLL</strong> konnte <strong>WINTERSUN</strong> gleich zwei exzellente Drummer als Ersatz engagieren. Letzterer war in Leipzig aktiv und hat einen absolut sauberen Job gemacht.</p>
<p>Was mir bei der Show besonders auffällt, ist der klare Sound. Kein Track klingt verwaschen und nahezu perfekt. <strong>Bis zum 10. Oktober</strong> läuft die Tour noch, leider sind die 3 Termine in Deutschland bereits Geschichte. Die Show hat sich auf jeden Fall mehr als gelohnt, wer also nicht dabei war, darf sich jetzt ärgern. Ihr habt auf jeden Fall was verpasst.</p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Drei-Tage-Bart(h) &#8211; Bericht BMOA 2017</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sarah H]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Sep 2017 06:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Beschauliches Barth &#8211; Die Location vor Ort Das kleine, aber sehr feine Black und Pagan Festival im beschaulichen Ostsee-Urlaubs-Örtchen Barth ging dieses Jahr in die 19. Runde. Unser SILENCE-Magazin war zum zweiten Mal mit von der Partie beim Barther Metal Open Air ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3 style="text-align: center">Beschauliches Barth &#8211; Die Location vor Ort</h3>
<p>Das kleine, aber sehr feine <strong>Black und Pagan Festival</strong> im beschaulichen Ostsee-Urlaubs-Örtchen Barth ging dieses Jahr in die <strong>19. Runde</strong>. Unser <em><strong>SILENCE</strong></em>-Magazin war zum zweiten Mal mit von der Partie beim <strong>Barther Metal Open Air</strong> (kurz: BMOA 2017). Meine Reise zum beschaulichen Urlaubs-Örtchen Barth startete aber erstmal wenig rasant, als ich früh um vier feststellen musste, dass der Zug ausgefallen ist. Irgendwann 10 Stunden später habe ich Barth dann aber doch erreicht. Deshalb:</p>
<blockquote><p><strong>Regel Nummer 1: Traue nicht den öffentlichen Verkehrsmitteln!</strong></p></blockquote>
<p>Angekommen in Barth, war das Festival-Gelände schnell gefunden. Es befindet sich <strong>in Steinwurf-Nähe zum Bahnhof</strong> Barth und durch pilgernde Metalheads kann man es sowieso nicht verfehlen. Der Zeltplatz ist in einem <strong>kleinen Park mit vielen Bäumen</strong>, die einem reichlich Schatten spenden. Das Festivalgelände ist gleich nebenan, oder sagen wir mal, ein paar Höhenmeter darüber. Pluspunkt gibt es hier für <strong>Sitzmöglichkeiten an der Freilichtbühne</strong>. Ja, für die Bands ist dieser Ort eventuell etwas gewöhnungsbedürftig, da sich die Crowd durch die Sitzränge extrem verteilt. Für Besucher ist es allerdings ein mega Entspannungsfaktor, wenn die müden Knochen nicht mehr stehen wollen.</p>
<p>Das kleine Festival, was dieses Jahr <strong>ca. 1000 Besucher</strong> anzog, hat (fast) alles, was seine großen Brüder auch im Angebot haben. Es gibt genügend Dixie-Toiletten, die auch sehr gut in Schuss gehalten werden. Für Menschen wie mich, die ihr Toilettenpapier vergessen haben, war immer irgendwo eine Klorolle griffbereit, außer vielleicht in den Abendstunden, wo die Toiletten im Hot-Seat-Modus bedient wurden. Zusätzlich zu den Dixies gabs auch einen kleinen Toilettenwagen, wo man für kleines Entgelt neben der Toilette auch fließend Wasser am Wasserhahn benutzen konnte. Fressbuden und Bierstände gab es in ausreichender Zahl. Die Auswahl war sehr gut, ob man nun Pizza, Chilli oder Bratwurst mochte. Alles war vertreten. Alkoholische und alkoholfreie Getränke&nbsp;gab es in ausreichenden Mengen und vielfältiger Varianz. Neben Bier gabs einen <strong>Met-Stand</strong> und einen <strong>Cocktail-Stand</strong>. Essen und Trinken war absolut bezahlbar.<br />
<strong>Merch-Stände</strong> gab es auch sehr zahlreiche, die Patches, CDs, Vinyls und natürlich Oberbekleidung verkauften, unter anderem die Stände von <strong>Trollzorn Records</strong>, <strong>Einheit Produktionen</strong>, <strong>Ketzer Records</strong>, <strong>Human to Dust Records</strong> und <strong>Immortal Frost Productions</strong>. Das Kurioseste dieses Jahr auf diesem Festival war für mich definitiv ein <strong>Massagezelt</strong>. Wem jetzt Duschgel, Grillkohle oder dergleichen ausgegangen ist, der konnte auch eine der zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten in der nahen Umgebung aufsuchen. Einziges Manko &#8211; auf dem Festivalgelände gibt es keine Dusche. Deshalb:</p>
<blockquote><p><strong>Regel Nr. 2: Wer Duschen will, muss kreativ sein!</strong></p></blockquote>
<h3 style="text-align: center">Vom Regen in die Traufe &#8211; Festival-Tag 1</h3>
<p>Die pirate-themed <strong>Folk Metal</strong>-Australier von <strong>LAGERSTEIN</strong> debutieren auf dem 19. <strong>Barther Metal Open Air</strong>. Die sechs Piraten haben sich für diesen Sommer ein Haus in Ungarn gemietet, um möglichst viele Festivals in Europa bespielen zu können. Leider verpasse ich den Auftritt fast gänzlich, da ich zu dieser Zeit noch am Eingang in der Schlange stehe, weshalb <strong>Flo</strong> hier für euch zugeschaut hat: <strong>&#8222;</strong>Die Jungs von <strong>LAGERSTEIN</strong> eröffnen das <strong>BMOA</strong> mehr als würdig und können durch Herz und extrem gute Laune die Gäste, welche es bereits aufs Festivalgelände geschafft haben, begeistern und mitreißen. Schon bei der ersten Band, quasi in der Aufwärmphase, das Bedürfnis zu haben, sich zu bewegen und die ganze Zeit vor sich hin zu grinsen, ist eine starke Leistung, die die Piraten hier abliefern. Besonderes Highlight: eine <strong>Coverversion </strong>von <em>&#8222;So ein schöner Tag&#8220;</em>, welches wohl eher bekannt ist als das <strong>Fliegerlied</strong>.<strong>&#8222;</strong></p>
<p>Eine etwas ungewöhnliche <strong>Folk Metal</strong>-Band sind <strong>YMYRGAR</strong> aus Tunesien. Sowohl der Name der Band als auch deren Outfits lassen vermuten, dass hier keine arabischen Klänge zu hören sein werden. Sie spielen ganz klassischen nordischen Folk Metal mit <strong>Tin Whistle, Violine und Lead Gitarre</strong> und zaubern dabei schöne Klänge. Leider kann die Band damit nicht alle begeistern. Es ist immer noch recht karg besiedelt vor der Bühne. Ich verfolge das Treiben der Band schon etwas länger und erfreue mich, dass sie auch bisher unveröffentlichte Tracks spielen. Für mich haben die sieben jungen Musiker aus Tunesien ein enormes Potenzial, deshalb ist sie einer meiner Geheimtipps.</p>
<p>Mit <strong>ARS VENEFICIUM</strong> steht nun <strong>Black Metal</strong> auf dem Programm. Die Herren aus <strong>Belgien</strong> bringen harschen Black Metal mit allerlei fiesen <strong>Blast Beats</strong> und kratzigen Vocals. Eben alles, was dazu gehört. Trotzdem ist der Auftritt an vielen Stellen sehr <strong>melodisch</strong> und kann dadurch meine Aufmerksamkeit wecken. Ich werde mir das Debüt-Album mal genauer anhören.</p>
<p>Auf <strong>ARS VENEFICIUM</strong> folgt gleich die nächste Black Metal-Combo. <strong>DRAUGGARD</strong> aus <strong>Russland</strong> spielen eine Mischung aus <strong>Black und Thrash Metal</strong>. Leider kann die Band mein Interesse nicht wecken. Ich finde den Auftritt recht generisch und unmelodisch, weshalb ich mich kurzerhand für eine Fress- und Bierpause entscheide.</p>
<p>Kurz darauf spielt einer meiner Highlights dieses Festivals: <strong>WELICORUSS</strong>. Ursprünglich kommen die Herren aus <strong>Sibirien</strong>. Die Band hat sich aber entschieden, ihren Lebensmittelpunkt nach <strong>Prag</strong> zu verlegen, da sie sich von dort besser ums Booking kümmern können. Langsam füllt es sich auch ein wenig mehr vor der Bühne, da die <strong>symphonischen Melodien</strong> allerhand Leute anlocken. Schade, dass der Regen und einige kleine technische Probleme, die aber gekonnt und schnell umschifft werden, das Erlebnis etwas trüben. Es wird leider auch nicht der letzte Regen des Festivals bleiben.</p>
<p>Nach <strong>WELICORUSS</strong> betreten <strong>DJEVELKULT</strong> die Bühne. Hier handelt es sich um <strong>erbarmungslosen Black Metal</strong> <strong>mit sehr präsenten Vocals </strong>aus dem Mutterland des Black Metals &#8211;<strong> Norwegen</strong>. Ohne viel Schnick-Schnack also wird uns klassischer norwegischer Black Metal präsentiert. Der Regen wird wieder etwas seichter, dadurch wird es auch wieder etwas voller.</p>
<p><strong>TEMPLE OF OBLIVION</strong> präsentieren zwar auch Musik, die dem Genre Black Metal zuzuordnen ist, jedoch fangen die gebürtigen Sachsen damit eine gänzlich andere Stimmung ein. Die Band präsentiert sich in langen schwarzen Roben und widmen sich historsichen Themen. Der Klang ist ebenso mystisch wie die Aufmachung. Es wird bereits jetzt deutlich, dass das <strong>BMOA 2017</strong> mit einer ordentlichen Vielfalt aufwarten kann.</p>
<p><strong>UADA </strong>ist der auserwählte<strong> Headliner</strong> des ersten Tages. Die Band hat zwar bisher nur ein Album in petto, trotzdem ist dieses so <strong>extrem gefragt</strong>, dass es nun ausverkauft ist. Kein Wunder also, dass die Band den ersten Abend des <strong>BMOA</strong>s 2017 headlinen darf. Ich bin leider durch die 12-Stunden-Zugfahrt so abgemattet, dass ich die Umbaupause nicht überlebe. Für <strong>Flo</strong> war die Show von <strong>UADA</strong> aber ein gelungenes Highlight: <strong>&#8222;</strong>Die Show der vermummten Schwarzmetaller aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten lässt mir den Atem stocken. Durch viel Nebel und überwiegend weißes Licht erscheint die Bühne mit einem Mal wie ein mystischer Schwarz-Weiß-Film. Die Gesichter der Band bekommt man nicht zu sehen<strong>,</strong> lange Kapuzen verdecken die Köpfe des Quartetts. Die Klänge sind <strong>voller Kälte</strong>, <strong>Energie</strong>. Raue und gleichzeitig mystische Melodien hallen durch die Freilichtbühne in Barth, die &#8211; nebenbei bemerkt &#8211; zu diesem Zeitpunkt sehr gut gefüllt ist. Der Auftritt ist für mich absolut gelungen und schafft es sogar, mich in eine Art Trance zu versetzen.<strong>&#8222;</strong></p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/drei-tage-barth-bericht-bmoa-2017/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=drei-tage-barth-bericht-bmoa-2017">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<h3 style="text-align: center">Erstmal ein Frühstück &#8211; Festival-Tag 2</h3>
<p>Der Tag ist noch jung und wir erfahren, dass die Bands <strong>HASSMORD</strong> und <strong>MYRD</strong> leider nicht zum<strong> BMOA 2017 </strong>kommen konnten. Somit beginnt der Festivaltag ganz entspannt um 13:30 Uhr mit <strong>ARTES ORBIS</strong>. Zeit für ein ausgiebiges Frühstück, ob selbst geschmiert oder von den zahlreichen hiesigen Bäckereien in der Stadt.</p>
<blockquote><p><strong>Regel Nr. 3: Ein ausgiebiges Frühstück erleichtert den Start in den Tag!</strong></p></blockquote>
<p>Die Band <strong>ARTES ORBIS</strong> ist aus dem nahe gelegenen Greifswald angereist um ihre Art des Black Metals zu präsentieren. Was mir sofort auffällt: die <strong>Vocal-Parts</strong> werden unter dem <strong>Gitarristen</strong> und dem <strong>Schlagzeuger</strong> aufgeteilt. Die Stimme vom Drummer gefällt mir etwas besser. Sie ist ein wenig kräftiger. Der Auftritt ist <strong>dynamisch</strong> und kann als Opener gut <strong>einheizen</strong>.<br />
<strong>Abwechslungsreich</strong>, wie das <strong>Barther</strong> nun mal ist, gibt danach <strong>Viking&nbsp;Metal </strong>zu hören.</p>
<p><strong>VANIR aus Dänemark</strong> präsentieren sich mit guter Laune und Sänger <strong>Martin Håkan</strong> teilt gerne seinen Met mit der Crowd. Die Musik ist melodisch und eingängig. In der Mitte des Gigs fällt kurzerhand das Hauptmikrofon aus. Dieses hat wohl vom Regen, der nun auch wieder einsetzt, ein paar Macken bekommen. Die Band bleibt locker und tauscht es einfach kurzerhand gegen ein anderes Mikrofon aus.</p>
<p>Aus <strong>Deutschland</strong> beehrt uns eine <strong>Black Metal</strong>-Band der etwas anderen Art. Wer jetzt schrilles Geschrabbel erwartet, sollte sich <strong>THORMESIS</strong> mal genauer anhören. Die <strong>dunklen Black Metal-Passagen</strong> werden durch <strong>stimmigen Klargesang</strong> und <strong>Black&#8217;n&#8217;Roll-Parts</strong> ergänzt. Die Band versprüht einen <strong>melodisch-melancholischen Charme</strong> und ist so gefühlvoll und abwechslungsreich, dass selbst ich, die normalerweise um deutschen Black Metal einen Bogen macht, sichtlich begeistert ist. Mein zweiter persönlicher Geheimtipp für dieses Festival.</p>
<p>Und wieder wird schwungvoll das Genre gewechselt. Nun beehrt uns die sympathische<strong> Folk Metal</strong>-Band<strong> SVARTBY</strong> aus<strong> Russland</strong>. Eine gewisse finnische Folk-Metal-Band scheint ein großes Vorbild der russischen Band zu sein, denn das Konzert ist <strong>von humpa-artigen Klängen geprägt</strong>. Der Sänger, mit seiner schlaksigen Gestalt, ist eine absolute Hausmarke. Der Auftritt ist super <strong>erfrischend und extrem witzig</strong>.</p>
<p><strong>FIMBULVET</strong> aus <strong>Thüringen</strong> bringen sehr <strong>melodischen, deutschen Pagan Metal</strong> nach Barth. Besonders gefallen mir die <strong>Klargesang-Passagen</strong> und die Freude, mit der sie auf der Bühne spielen. Die Band kann mittlerweile mit sechs Alben überzeugen und spielt <strong>bereits zum dritten Mal</strong> auf dem <strong>BMOA</strong>. Ein Wiederkommen ist sicher!</p>
<p><strong>SURTURS LOHE</strong> ist ein richtiges <strong>deutsches Pagan Metal-Urgestein</strong>, das mit seiner stimmungsvollen Musik seit 1996 viele Herzen erobert. Die <strong>Atmosphäre</strong> ist angenehm entspanned, da auch viel mit <strong>Flöte, Gesang und Akustikgitarre</strong> experimentiert wird.</p>
<p>Mit den Worten &#8222;Meine Damen und Herren wir sind <strong>TROLLFEST</strong> aus <strong>Norwegen</strong>&#8220; werden wir von den sympathischen Folk-Metallern <strong>im Tropen-Safari-Look</strong> begrüßt. Sie haben <strong>vor 10 Jahren auf dem BMOA ihren ersten Auftritt überhaupt</strong> gefeiert und kommen nun wieder in das beschauliche Ostsee-Örtchen. Der Auftritt ist energiereich und charmant witzig. Wir bekommen unter anderem Songs wie <em>&#8222;Professor Otto&#8220;</em>, <em>&#8222;Steel Sarah&#8220;</em>, <em>&#8222;Gigantic Cave&#8220;</em> zu hören. Es gibt keinen <strong>TROLLFEST</strong>-Auftritt ohne das <strong>Britney Spears</strong>-Cover <em>&#8222;Toxic&#8220;</em>, zusätzlich gibt es noch Beachparty-Stimmung mit einem Cover von <em>&#8222;Copacabana&#8220;</em> im <strong>TROLLFEST</strong>-Style. Es ist <strong>extrem voll</strong>, weshalb&nbsp;<strong>TROLLFEST</strong>&nbsp;für mich <strong>der persönliche Headliner</strong> ist.</p>
<p>Einen passenden Stimmungswechsel nach dem Klamauk von&nbsp;<strong>TROLLFEST</strong> leiten <strong>TEMPLE OF BAAL</strong> ein. Die Band aus <strong>Frankreich</strong> spielt eine Mischung aus <strong>Death und Black Metal</strong>. Mit bereits fünf veröffentlichten Longplayern hat die Band reichlich Auswahl an Tracks, die sie der Festival-Gemeinde in Barth präsentieren kann<strong>. </strong></p>
<p><strong>IMPERIUM DEKADENZ</strong> sind aus <strong>Baden-Württemberg</strong> angereist und mit 6 Studioalben schon etwas länger in der<strong> Black Metal</strong>-Szene unterwegs. Mit englischen sowie deutschen Texten und eher <strong>harmonischen Passagen</strong> können sie die Festivalbesucher überzeugen.</p>
<p><strong>Headliner des Freitags</strong>&nbsp;auf dem <strong>BMOA</strong> 2017 sind <strong>BATUSHKA</strong>. Wer die <strong>melodische Black-Metal-Combo aus Polen</strong> sehen will, muss eine ganze Portion Geduld mitbringen. Aus einer einstündigen Umbaupause wurden fast zwei Stunden. Auch diesen Headliner überlebe ich nicht. Mich hat es irgendwann aus den Socken gehauen, dass ich mich entschied, in meinen Schlafsack zu krauchen. <strong>Flo</strong> hat sich <strong>BATUSHKA</strong> für euch näher angesehen: <strong>&#8222;</strong>Wieder ein Headliner, bei dem niemand sein Gesicht zeigen will. Sind im Black Metal die Musiker scheu geworden? Das Bühnenbild der Polen ist atemberaubend aufwendig und sehr anschaulich (das möchte bitte auch so sein nach 105 Minuten Umbaupause). Rote Wandteppiche, Kerzen und ein Altar verzieren die Bühne. Masken und schwarze Roben mit okkulten Symboliken sowie der eher steife, &#8222;brave&#8220; Stand der Bandmitglieder auf der Bühne lassen die Polen wie Messdiener einer schwarzen Messe erscheinen, die uns alle verfluchen soll. <strong>Mehrstimmige kirchliche Chorgesänge </strong>treffen auf Black Metal. Sehr mitreißende und beeindruckende Show! Ob die bloße Musik aber ohne diese Show genau so gut ankommen würde, darüber bin ich mir nicht sicher.<strong>&#8222;</strong></p>
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<h3 style="text-align: center">Festes Schuhwerk ist ein Muss &#8211; Festival-Tag 3&nbsp;</h3>
<p>Der Samstagmittag beginnt mit <strong>MOGH</strong> aus dem <strong>Iran</strong>. Die Band spielt eine außergewöhnliche Art von <strong>Black Metal</strong> mit <strong>Operngesang und Keyboard</strong>. Die Vocals sind <strong>harsch</strong>, was aber zum Stil der Band passt.</p>
<p>Mit <strong>CHAOS AND CONFUSION</strong> steht nun eine Band an, die sich den Klassikern von <strong>HYPOCRISY </strong>widmet. Die <strong>Vocals</strong> des Sängers finde ich <strong>gewaltig</strong> und dem <strong>Original sehr nah</strong>. Die Stimmung ist ausgelassen, schon wegen den <strong>schrägen Ansagen</strong> à la &#8222;Das Musikerleben ist hart&#8220;.</p>
<p>Wie der Name <strong>BLOOD FIRE DEATH</strong> schon vermuten lässt, covern die Bruchsaler Songs einer &#8222;gewissen&#8220; Band namens <strong>BATHORY</strong>. Vor und auf der Bühne herrscht eine <strong>gute Stimmung</strong>. <strong>Main- und Backing-Vocals</strong> sind exzellent und zu meinem Amüsement erfreut sich bei den<strong> Klassikern</strong> besonders das etwas gesetztere Publikum.</p>
<p>Die <strong>Viking/Folk Metal</strong>-Band <strong>BALDRS DRAUMAR</strong> erzählt musikalisch auf der Bühne eine <strong>interessante Geschichte</strong> über den König <strong>Radbod</strong> (dt. Rotbart). Witzig finde ich, dass Sänger <strong>Wildgeraesch</strong> <strong>barfuss</strong> auf der Bühne erscheint. In den verschiedenen sehr <strong>melodischen Songs</strong> kann man die Geschichte des Königs gut mitverfolgen.</p>
<p>Mit <strong>DISTASTE</strong> kommt eine <strong>Grindcore/Brutal Death Metal</strong>-Band. Das Genre stößt bei mir leider eher auf Abneigung (engl. Distaste), weshalb ich mal wieder eine Bierpause einlege.</p>
<p><strong>DRUDENSANG</strong> ist dann wieder mehr mein Fall. Es ist&nbsp;<strong>Black Metal</strong>, kann mich jedoch durch sehr <strong>melodische Gitarren</strong> und wundervollen <strong>Klargesang</strong> überzeugen. Bis jetzt hat die Band aus <strong>Bayern</strong> nur ein paar Demos veröffentlicht, kann die 45 Minuten Spielzeit aber mit ihren langen Songs sehr gut füllen. Bis fast zum Ende des Gigs halte ich den Mann an den Synthesizern für eine Attrappe, weil er sich kaum bewegt und bin sichtlich überrascht, als die vermeintliche Attrappe dann zu Fuß die Bühne verlässt.</p>
<p>Mit <strong>VREDEHAMMER</strong> aus Norwegen bekommen wir eine der wenigen <strong>Death Metal</strong>-Bands auf dem <strong>BMOA 2017</strong> zu hören. Die Ränge sind gut gefüllt. Den Leuten scheint die Abwechslung in der Running Order genauso gut zu gefallen.</p>
<p>Auch <strong>FIRTAN</strong> spielen<strong> Pagan/Black Metal</strong>. <strong>FIRTAN</strong> ist eine der wenigen Black Metal-Bands, die ganz bewusst <strong>auf Corpsepaint und schwarze Kleidung verzichten</strong>. Guter Black Metal muss eben nicht immer plakativ daherkommen. Durch deutsche Texte und sehr eingängige Passagen weiß die Band die Stimmung aufrecht zu erhalten.</p>
<p>Die nächste Band <strong>SCHRAT</strong> setzt wieder auf die bewährten Mittel. Allerdings nur optisch, denn <strong>SCHRAT&nbsp;</strong>kann mich <strong>durch eingehende Melodien</strong> und einem <strong>Hauch von Melancholie</strong> überzeugen.</p>
<p>Mit <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> hat sich das <strong>BMOA</strong> 2017 auch eine <strong>Post Black Metal-Band</strong> ins Line-Up geholt. Für mich ist es ein sehr gelungener Auftritt, denn die athmosphärische Hintergrundbeleuchtung in Blau- und Weiß-Tönen harmoniert wunderbar mit den <strong>herben, verzweifelten Vocals</strong> und den <strong>melancholischen Gitarrenriffs</strong>. Ein sehr angenehmer Auftritt von den Herren aus <strong>Österreich</strong>.</p>
<p><strong>Headliner</strong> am Samstag ist <strong>THE COMMITTEE</strong>. Zu meiner Erleichterung nutzt die Band ihre einstündige Umbaupause nicht ganz aus. Die Herren aus dem internationalen Konsortium betreten <strong>mit schwarzen Sturmmasken</strong> die Bühne, was ich zugleich abstoßend und anziehend finde. Zu meiner Verwunderung wird auf eine Leinwand verzichtet. Dadurch wirkt der Auftritt leider ziemlich steril. <em>&#8222;Katherine&#8217;s Chant&#8220;</em> ist mir trotzdem im Ohr hängen geblieben. Die Band zeichnet sich durch <strong>präsente, aber nicht im Vordergrund stehende Vocals</strong> und sehr <strong>melodie-getriebene</strong> Gitarren aus. Dadurch wirkte der Auftritt trotz stolzer 1,5 Stunden sehr kurzweilig und ist ein <strong>gelungener Abschluss</strong> des 3-tägigen Festivals.</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/drei-tage-barth-bericht-bmoa-2017/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=drei-tage-barth-bericht-bmoa-2017">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<h3 style="text-align: center">Es fährt kein Zug nach Nirgendwo &#8211; Fazit&nbsp;</h3>
<p>Ich kann jedem Festivalgänger, der annähernd was mit den Genres Black und Pagan Metal am Hut hat, das <strong>Barther Metal Open Air</strong> wärmstens empfehlen. Die <strong>Bandauswahl</strong>&nbsp;war auch dieses Jahr wieder <strong>vielfältig</strong> und die <strong>Running Order</strong> sehr <strong>abwechslungsreich</strong>. Ich finde es auch sehr fair, dass jede Band mindestens 45 Mintuten spielen darf. Wenn es nach mir ginge, könnten die Headliner etwas früher spielen und dafür eine Band danach den Rausschmeißer machen. Für den vielen Regen kann ja bekanntlich der Veranstalter nichts und es hat sich Dank der vielen Bäume und der guten Organisation auch nicht zur Mega-Schlamm-Schlacht entwickelt. Wasserfeste Kleidung war aber dennoch ein Muss, deshalb:</p>
<blockquote><p><strong>Regel Nr. 4: Gummistiefel und Regencape sind das Non-Plus-Ultra der diesjährigen Festival-Bekleidung</strong></p></blockquote>
<p>Das Festivalgelände ist auf dem <strong>BMOA</strong> auch für nichtmotorisierte mit dem Zug zu erreichen. Damit das auch so bleibt, solltet ihr allerdings die <strong>Kampagne &#8222;Keine Bahn ist auch keine Lösung&#8220;</strong> unterstützen, damit die Bahn auch weiterhin nach Barth fährt. Hier der Link zur Petition:&nbsp;<a href="http://www.keinebahnistkeineloesung.de/">http://www.keinebahnistkeineloesung.de/<br />
</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>In ungeahnten Sphären &#8211; Bardspec</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sarah H]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Jul 2017 06:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Album Review]]></category>
		<category><![CDATA[Ambient]]></category>
		<category><![CDATA[Electronic]]></category>
		<category><![CDATA[LP]]></category>
		<category><![CDATA[review]]></category>
		<category><![CDATA[Side Project]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>BARDSPEC – Hydrogen Veröffentlichungsdatum: 23.06.2017 Dauer: 55 min Label: LABEL Genre: Ambient/ Electro BardSpec &#8211; eins unter Vielen? Als ich gelesen habe, dass Ivar Bjørnson, Gitarrist von ENSLAVED und ehemaliger LIVE-Gitarrist von SATYRICON und TAAKE, ein neues Soloprojekt veröffentlicht hat, bin ich ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BARDSPEC</strong> – Hydrogen<br />
Veröffentlichungsdatum: 23.06.2017<br />
Dauer: 55 min<br />
Label: LABEL<br />
Genre: Ambient/ Electro</p>
<h3>BardSpec &#8211; eins unter Vielen?</h3>
<p>Als ich gelesen habe, dass <strong>Ivar Bjørnson</strong>, Gitarrist von<strong> ENSLAVED</strong> und ehemaliger LIVE-Gitarrist von <strong>SATYRICON</strong> und <strong>TAAKE</strong>, ein <strong>neues Soloprojekt</strong> veröffentlicht hat, bin ich neugierig geworden. Bereits 2016 hat er mich gemeinsam mit <strong>Einar Selvik</strong> von <strong>WARDRUNA</strong> im gemeinsamen Projekt <strong>SKUGGSJÁ</strong> überzeugen können. Mit <strong>BARDSPEC</strong> schlägt <strong>Ivar</strong> eine <strong>ganz neue Richtung</strong> ein und ergründet ein eher <strong>Metal-untypisches Genre</strong>. Was ich auf dem Longplayer höre, überrascht mich. Ich habe mir unter dem neuen Projekt etwas ganz anderes vorgestellt. Warum mich „Hydrogen“ trotzdem überzeugt hat, werdet ihr hier erfahren.</p>
<h3>Elektronische Kaskaden</h3>
<p>Das Album „Hydrogen“ fällt zuerst einmal durch das Cover-Artwork auf. Man sieht einen milchig-weißen Schädel, der sich zu verflüssigen scheint. Genau das empfinde ich beim Hören der einzelnen Tracks des Albums. „Hydrogen“ ist gespickt von elektronischen Klängen, die sich immerzu wiederholen. <strong>Wieder und wieder</strong> werden die repetitiven Passagen durch neue Klangelemente ergänzt. Der Hörer wird dabei förmlich<strong> in einen Sog gezogen</strong>. Mein Hirn wird dabei völlig betäubt und ich habe das Gefühl, den ganzen Alltagsstress für knapp 55 Minuten einfach mal vergessen zu können.<br />
Die fünf Songs (<em>„Deposition“</em> zähle ich jetzt nicht als eigenständigen Song, sondern als Intro für<em> „Bone“</em>) haben in ungefähr ein ähnliches Tempo, sie sind eher <strong>schwergängig und ruhig, als wuchtig und schnell</strong>. Jeder&nbsp; der Songs nutzt dabei andere Klangelemente und Strukturen, um den Hörer in seinen Bann zu ziehen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20116" aria-describedby="caption-attachment-20116" style="width: 1014px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-20116 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/BardSpec_PROMO-1024x768.jpg" width="1024" height="768" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/BardSpec_PROMO-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/BardSpec_PROMO-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/BardSpec_PROMO-750x563.jpg 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20116" class="wp-caption-text">Ivar Bjørnson</figcaption></figure>
<h3>Wasserstoff in seine einzelne Teilchen zerlegt</h3>
<p>Der Track <em>&#8222;Bone&#8220;</em>&nbsp;überzeugt mich durch den Klang der <strong>psychedelischen Gitarren</strong>, dazu mischt sich ein eingängiges Trommeln. Der treibende Beat wird zum Ende hin stärker und schneller. Der Song behält dabei seinen eingängigen Sound.</p>
<p><em>&#8222;Fire Tongue&#8220;</em>&nbsp;ist für mich persönlich der gelungenste Track des Albums. Der Song beginnt dabei mit einem Herzschlag-ähnelnden Geräusch. Dieses wird wieder durch die hohen Töne einer verzerrten Gitarre überstimmt. Diesmal sind diese aber <strong>deutlich melancholischer</strong>. Die Klangelemente verschwimmen miteinander, ohne das der Sound dabei matschig wird. Wenn man genau hinhört, kann man die einzelnen Elemente noch voneinander unterscheiden. Die Tonqualität ist glasklar.</p>
<p>Im Song <em>&#8222;Gamma&#8220;</em>&nbsp;kann man den Klang eines <strong>Morse-Telegraphen und diverse Funkgeräusche</strong> wahrnehmen. Passend dazu spiegeln die hellen Töne des Liedes für mich Weltraum-Melodien wieder. Der Song findet seinen Höhepunkt, wenn die wellenartigen Klänge in ein Herzschlag-artiges Klopfen übergehen und eine sanfte männliche Stimme das Konzept des Songs wunderbar ergänzt.</p>
<p><em>&#8222;Salt&#8220;</em>&nbsp;beginnt mit einem repetitiven Beat. Der Einsatz der elektronischen Gitarre zeigt dann wieder <strong>Ivar</strong>s Talent am Saiteninstrument. Ab der Minute 3:30 wird der Klang der Gitarre durch eine verzerrte Melodie überlagert, während im Hintergrund immer noch <strong>der klopfende Beat</strong> vom Anfang des Songs zu hören ist. Mit stolzen 12 Minuten und 24 Sekunden ist <em>&#8222;Salt&#8220;&nbsp;</em>auch der längste Track des Albums. Es werden immer neue Elemente aufgenommen und verarbeitet. Deshalb ist &#8222;Hydrogen&#8220; in Gänze auch nicht langatmig.</p>
<p><em>&#8222;Teeth&#8220;</em> ist der Bonus Track des Albums. Die eingängige Melodie der Gitarre wird durch Cymbals ergänzt. Optisch stelle ich mir zu diesem Song eine <strong>staubige und undankbare Einöde</strong> mit unendlichen Weiten vor. Ab Minute 4 setzt ein hastiger Beat ein, der die melancholische Melodie begleitet.</p>
<h3>Nicht jedermanns &#8222;Gusto&#8220;</h3>
<p>Ein <strong>elektronisches Ambient-Projekt</strong> ist vielleicht nicht jedermanns Geschmack. Deshalb habe ich mich entschieden, eine <strong>gezielte Punktwertung wegzulassen</strong>. Mir gefällt das Album sehr gut und vielleicht konnte ich euch &#8222;Hydrogen&#8220; irgendwie schmackhaft machen. Für mich ist das Album, trotz enorm langer Titel, sehr abwechslungsreich. Der Knackpunkt sind auf jeden Fall die <strong>kaskadierenden Beats</strong> und Melodien, die sich immer wieder wiederholen und und ineinander fließen. Dabei kann man die einzelnen Elemente immer noch wahrnehmen. Die Aufnahmequalität ist deshalb wirklich gut.&nbsp;</p>
<p>Links: <a href="http://bardspec.com/">Homepage </a>,&nbsp;<a href="https://www.facebook.com/bardspec/">Facebook</a></p>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
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		<title>Durch das eigene Blut hingerichtet &#8211; BLOODROCUTED im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sarah H]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jun 2017 10:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Thrash]]></category>
		<category><![CDATA[absu]]></category>
		<category><![CDATA[Bloodrocuted]]></category>
		<category><![CDATA[Death]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[NARGAROTH]]></category>
		<category><![CDATA[Thrash Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich hatte die Möglichkeit, Sänger Daan von BLOODROCUTED, einer jungen Thrash-Metal-Band aus Belgien, ein paar Fragen zu stellen. Die Band hat kürzlich ihr drittes Studioalbum heraus- und eine erfolgreiche Europa-Tour mit NARGAROTH, HATE und ABSU hinter sich gebracht. Darüber möchte ich mich ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte die Möglichkeit, Sänger <strong>Daan</strong> von <strong>BLOODROCUTED</strong>, einer jungen Thrash-Metal-Band aus Belgien, ein paar Fragen zu stellen. Die Band hat kürzlich ihr drittes <a href="https://silence-magazin.de/neuer-wind-im-thrash-himmel-bloodrocuted/">Studioalbum</a> heraus- und eine erfolgreiche Europa-Tour mit <strong>NARGAROTH</strong>, <strong>HATE</strong> und <strong>ABSU</strong> hinter sich gebracht. Darüber möchte ich mich etwas näher mit <strong>Daan</strong> unterhalten.</p>
<h4><em>SILENCE</em>: Erzähl uns doch ein bisschen was über eure Band. BLOODROCUTED ist ja ein sehr außergewöhnlicher Name. Woher stammt der denn? Meine Vermutung ist, dass es eine Kombination aus dem englischen Wort für Blut und den letzten Silben des Wortes „electrocuted“ (durch Elektrizität hingerichtet) ist. Ich liege bestimmt total daneben, oder? Kannst du uns kurz erläutern, was es bedeutet?</h4>
<p><strong>Daan</strong>: Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen! Der Name selbst stammt von einem Song der Band <strong>DETHKLOK</strong>. Wie waren damals große Fans der Band, als wir <strong>BLOODROCUTED</strong>&nbsp;gegründet haben und fanden die Idee, durch das eigene Blut hingerichtet zu werden, sehr faszinierend (Anmerkung des Redakteurs: das Blut soll als elektrischer Leiter dienen). Deshalb haben wir uns für&nbsp;<strong>BLOODROCUTED</strong> entschieden.</p>
<h4><em>S</em>: Welche Bands würdet ihr musikalisch als eure größten Einflüsse betrachten?</h4>
<p><strong>D:</strong> Da könnte man jetzt sehr viele aufzählen. Aber ich sage <strong>KREATOR</strong>, <strong>DEATH</strong>, <strong>SLAYER</strong>, <strong>MORBID ANGEL</strong>, <strong>ENTOMBED</strong> und <strong>CARCASS</strong> haben musikalisch den größten Einfluss auf unseren Klang gehabt. Diese Bands stehen für das, was ich am meisten in der Musik liebe: Die Geschwindigkeit und Aggression von <strong>SLAYER</strong> und <strong>KREATOR</strong>, die technischen Aspekte von <strong>DEATH</strong> und <strong>MORBID ANGEL</strong>, die komplette und völlige Brutalität von <strong>ENTOMBED</strong> und die Melodie und Geschwindigkeit von <strong>CARCASS</strong>.</p>
<h4><em>S</em>: Euer Line-Up hat sich in den letzten sieben Jahren stark verändert. Hatte das einen Einfluss auf euren individuellen Sound?</h4>
<p><strong>D:</strong> Ohne jeden Zweifel. Das kann ich definitiv mit &#8222;Ja&#8220; beantworten. Jeder unserer Drummer hat unserer Musik durch unterschiedliche Spielweisen seinen eigenen Stempel aufgedrückt (Anm. des Redakteurs: <strong>BLOODROCUTED </strong>hatten bisher drei verschiedene Drummer). Ohne <strong>Bob</strong> (Anmerkung des Redakteurs: <strong>Bob Briessinck</strong>, ehemaliger Sänger von <strong>BLOODROCUTED</strong>) hatte ich mehr Freiräume, die Musik durch meine musikalischen Breakdowns und melodischen Parts zu ergänzen. Für mich ist es deshalb sehr offensichtlich, dass „For The Dead Travel Fast“ viel melodischer geworden ist als unsere früheren Alben.</p>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Lass uns ein bisschen über euer neues Album sprechen: Für mich klingt es nach einem sehr Melodie-getriebenen Thrash-Metal-Album. Wie würdest du den Sound von „For The Dead Travels Fast“ beschreiben?</b></h4>
<p><strong>D:</strong> Hmm, das ist eine schwierige Frage. Ich finde, dass sich unsere Musik zwischen verschiedenen Genres bewegt. Wenn ich frei äußern könnte, was es für eine Musikrichtung ist, würde ich Melodic Blackend Death Thrash sagen, aber das klingt ziemlich komisch.</p>
<p><img decoding="async" class="alignright wp-image-18340 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Bloodrocuted_Cover-1.jpg" width="450" height="450" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Bloodrocuted_Cover-1.jpg 450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Bloodrocuted_Cover-1-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Bloodrocuted_Cover-1-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Das Cover-Artwork der neuen CD ist sehr faszinierend. Wer hat es gezeichnet? Erzähl mir etwas über die nähere Bedeutung!</b></h4>
<p><strong>D:</strong> Das Cover-Artwork stammt von <strong>Pieter Geussens</strong>. Er ist Kunststudent und hat einen tollen Job gemacht. Wir wollten mit dem Album pure Angst darstellen. Der Titel des Albums stammt deshalb auch von <strong>Bram Stoker</strong>s <strong>Dracula</strong>. Die Lyrics sind eher angelehnt an moderne Horrorstories wie Missbrauch, Geschlechterungleichheit, blinde religiöse Hingabe und so weiter.</p>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Kannst du uns noch ein bisschen mehr über die Lyrics erzählen?</b></h4>
<p><strong>D:</strong> Wie bereits beschrieben, beschäftigt sich das Album mit vielen Dingen, die mich in unserer modernen Welt einfach frustrieren. Zum Beispiel handelt <em>“Perversion of Purity”</em> von einer Frau, die vergewaltigt wurde. Der Täter wird durch das chauvinistische System geschützt.&nbsp;<em>“Denial of the Cross”</em> beschreibt sich eigentlich von selbst. <em>“Cult of Sacrifice”</em> erzählt von ausgebeuteten Menschen, die nur noch für die Elite arbeiten.&nbsp;Insgesamt ist es ein sehr gesellschaftskritisches Album.</p>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Ihr wart&nbsp;</b><b>in der Vergangenheit&nbsp;</b><b>sehr häufig auf Tour, zum Beispiel mit SUICIDAL ANGELS, SKELETONWITCH, HAVOK, MELECHESCH, ABSU und NARGAROTH.&nbsp;</b><b>Wie lief eure Europa-Tournee mit </b><b>NARGAROTH, ABSU und HATE</b><b>?</b></h4>
<p><strong>D:</strong> Es war einfach nur grandios! Am Anfang hatten wir ein bisschen Angst, als einzige Thrash-Metal-Band an einer Black-Metal-Tour teilzunehmen, aber anscheinend mögen Black-Metal-Fans unsere extremere Variante des Thrash Metals. Wir haben an Orten gespielt, an denen wir noch nie waren, zum Beispiel in Rumänien und der Slowakei. Das war ziemlich cool. Wir haben viele von unserer Musik überzeugen können und neue Fans gewonnen. Die Bands, mit denen wir getourt haben, waren super nett und haben uns sehr darin unterstützt, das Publikum von uns zu überzeugen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_18400" aria-describedby="caption-attachment-18400" style="width: 890px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18400 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Bloodrocuted_Tour_Europe.jpg" width="900" height="596" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Bloodrocuted_Tour_Europe.jpg 900w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Bloodrocuted_Tour_Europe-300x199.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Bloodrocuted_Tour_Europe-750x497.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-18400" class="wp-caption-text"><strong>BLOODROCUTED</strong> bei ihrer letzten Europa-Tour</figcaption></figure>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Gibt es eine bestimmte Band mit der ihr gerne touren würdet? (Egal, ob es die Band noch gibt oder nicht)</b></h4>
<p><strong>D:</strong> Oh, da gibt es so viele Kombos, mit denen wir gerne touren würden. Aber wenn es egal ist, ob die Band noch aktiv ist, würde ich mich für <strong>DEATH</strong> entscheiden. <strong>DEATH</strong> waren für mich die Band, die den Extreme Metal besonders stark geprägt hat. Die Band war einfach einzigartig.</p>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Gibt es irgendwelche Clubs oder andere Veranstaltungsorte, in denen ihr gerne auftreten würdet?</b></h4>
<p><strong>D:</strong> Da gibt es ziemlich viele. Am liebsten möchte ich an Orten spielen, an denen wir noch nie zuvor gespielt haben. Zum Beispiel in Lateinamerika und in den USA. Um die Frage vielleicht noch etwas konkreter zu beantworten: In legendären Clubs, wie dem&nbsp;<strong>Underworld</strong> in <strong>London</strong> oder in der&nbsp;<strong>Turbinenhalle Oberhausen </strong>würden wir auch gern auftreten. Zudem würden wir sehr gerne dem&nbsp;<strong>Turock</strong> in <strong>Essen&nbsp;</strong>einen weiteren Besuch abstatten.</p>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Bespielt ihr in diesem Jahr irgendwelche Festivals?</b></h4>
<p><strong>D:</strong> Dadurch, dass <strong>Bob</strong> die Band kürzlich verlassen hat, hatten wir keine Zeit, unsere Promo zu starten. Deshalb leider keine Festivals für uns dieses Jahr.</p>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Was macht ihr, wenn ihr gerade nicht musiziert?</b></h4>
<p><strong>D:</strong> Ich studiere zur Zeit noch Heilpädagogik in Antwerpen. Wenn alles nach Plan verläuft, werde ich nächstes Jahr mein Studium abschließen, doch es ist noch nicht sicher. Manchmal muss ich für eine Tour Prüfungen verschieben.</p>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Kannst du uns irgendwelche anderen belgischen Bands oder andere junge Thrash-Metal-Bands empfehlen?</b></h4>
<p><strong>D</strong>: Oh ja, kann ich tatsächlich! <strong>CARNATION</strong>, <strong>MARGINAL</strong>, <strong>MACHE FUNEBRE</strong>, <strong>SPEED QUEEN</strong> und natürlich die legendären <strong>EVIL INVADERS</strong>, die gerade Europa erobern.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/EWXIft6ePjU?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Wie sind eure Pläne für die Zukunft?</b></h4>
<p><strong>D:</strong> Wie fangen gerade wieder an, neue Musik für das nächste Album aufzunehmen. Wir wollen in diesem Sommer auch einen Videoclip drehen. Außerdem spielen wir in diesem Jahr noch in einigen coolen Clubs und sind auch schon in Verhandlungen über eine Tour im Winter 2018, aber es ist noch nichts Konkretes.</p>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Möchtest du noch irgendetwas zum Schluss loswerden?</b></h4>
<p><strong>D:</strong> Vielen Dank für das Interview! Und an alle Leser da draußen: Hört euch unser neues Album auf YouTube, Spotify oder iTunes an! Und unterstützt weiterhin den Thrash Metal!</p>
<p><a href="http://www.bloodrocuted.com/">Homepage</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/BloodrocutedThrash/">Facebook</a></p>
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		<title>Neuer Wind im Thrash-Himmel &#8211; Bloodrocuted</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sarah H]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jun 2017 07:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Thrash]]></category>
		<category><![CDATA[Album]]></category>
		<category><![CDATA[Bloodrocuted]]></category>
		<category><![CDATA[Exodus]]></category>
		<category><![CDATA[LAZARUS A.D.]]></category>
		<category><![CDATA[Melodic]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>BLOODROCUTED – For the Dead Travel Fast Veröffentlichungsdatum: 1. April.2017 Dauer: 39:57 min Label: Punishment 18 Records Genre: Thrash Metal Über die Kirche, Ungerechtigkeit und Chauvinismus Da ich über dieses Genre noch keine Review verfasst habe, gibts heute mal Thrash Metal auf ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BLOODROCUTED</strong> – For the Dead Travel Fast<br />
Veröffentlichungsdatum: 1. April.2017<br />
Dauer: 39:57 min<br />
Label: Punishment 18 Records<br />
Genre: Thrash Metal</p>
<h3>Über die Kirche, Ungerechtigkeit und Chauvinismus</h3>
<p>Da ich über dieses Genre noch keine Review verfasst habe, gibts heute mal Thrash Metal auf die Ohren.&nbsp; <strong>BLOODROCUTED</strong> ist eine Newcomer-Thrash Metal-Band aus Antwerpen. Die Band bringt mittlerweile ihr drittes Studioalbum heraus.<br />
Das erste, was mich sofort begeistert, bevor ich die CD in den Player werfe, ist das Cover. Was für ein geiles Cover Artwork! Die orange-rosa-roten Farbtöne sind extrem fleischig. Die zwei Gestalten wirken zugleich abstoßend und faszinierend auf mich. Der offensichtliche blasphemische Bezug zu Kirche und Religion wird durch die Kopfbedeckung deutlich. Das spiegelt sich auch in den Texten wieder, aber dazu später mehr.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_18336" aria-describedby="caption-attachment-18336" style="width: 812px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18336 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Bloodrocuted_Band.jpg" width="822" height="544" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Bloodrocuted_Band.jpg 822w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Bloodrocuted_Band-300x199.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Bloodrocuted_Band-750x496.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 822px) 100vw, 822px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-18336" class="wp-caption-text">Die Band, passend in alten kirchlichen Gemäuern</figcaption></figure>
<h3>Angenehmes Geschredder</h3>
<p>Das Album fängt ganz untypisch an. <em>„The Land Beyond The Forest“</em> begeistert mich als akustisches Intro und klingt so gar nicht nach Thrash Metal, sondern eher wie ein Intro-Song aus den Bereichen Neofolk, Pagan Folk oder Atmospheric Black Metal.</p>
<p>Der Eindruck, dass es sich doch um ein Thrash Metal Album handelt, gewinnt man in <em>„The Leper and the Whore“</em> (euch zuliebe werde ich das jetzt nicht übersetzen&#8230;nur soviel vorweg: es entstehen Bilder im Kopf). Trotz des, sagen wir mal, außergewöhnlichen Titels, glänzt der Song für mich durch eine Mischung aus klassischem Thrash Metal und vielen melodischen Einlagen, die mein Herz erquicken lassen.</p>
<p>Auch der nächste Song <em>„Perversion of Purity“</em>&nbsp;erzählt die Geschichte einer Frau, die vergewaltigt wurde. Ihr Peiniger wird vor Gericht durch unsere chauvinistische Gesellschaft geschützt. Diese abartige Art unserer Gesellschaft wird portraitiert mittels einem flotten Schlagzeug und sehr eingängigen Lead-Gitarre.&nbsp;</p>
<p><em>„Wound in Shadows“</em> bietet dem Hörer mit growligen Vocals etwas Abwechslung auf der Platte. In diesem Song kann man die starken Death Metal und Thrash Metal &nbsp;der Bay Area heraushören. Die anfängliche Schwerfälligkeit des Songs verfliegt recht schnell, da nun wieder kreischende Gitarren und der schnelle Schlagzeug-Beat die Oberhand gewinnen.&nbsp;</p>
<p><em>„Denial of the Cross“</em> wird passend mit den Klang von Kirchenglocken eingeläutet. Wie der Name schon verrät, wird die Kirche hier sehr kritisch beäugt. Der Song brennt sich ein, durch Tempi-Wechsel ist er einprägsam. Der Song wechselt von schnellen thrashigen Passagen zu Mid-Tempo Gitarrenparts.</p>
<p>In <em>„Cult of Sacrifice“</em> wechseln sich die Growls und Screams gekonnt ab. Die Instrumente ergeben ein stimmiges Gesamtkonzept und auch dieser Song kann ebenfalls durch geile Gitarrensoli überzeugen. Dieser Song ist der ultimativ Beweis, dass Thrash Metal mit Death Metal sehr harmonieren kann.</p>
<p>Der titelgebende Track des Albums <em>„For The Dead Travel Fast“</em> bleibt bei mir irgendwie nicht so hängen. Er wirkt, im Gegensatz zu den anderen Songs, unrhythmisch und schwergängig.</p>
<p><em>„Ominous“</em> ist wieder voll nach meinem Geschmack, da der Song wieder extrem melodisch ist. Schön ist auch, dass hier mal der Bass sein verdientes Solo bekommt. Leider endet der Song ganz schön abrupt.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/EWXIft6ePjU?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Das Album ist grundsolide und bietet dem geneigten Hörer viel Abwechslung. Es unterscheidet sich von anderen Thrash Metal-Alben durch eine starke Nutzung von Death Metal-Elementen und melodischen Gitarren-Einlagen. Wer seinen Thrash Metal gerne garniert sieht mit einer ordentlichen Portion Melodie und eingängigen Gitarrenriffs und Bands wie <strong>LAZARUS A.D.</strong>, <strong>SKELETONWITCH</strong>, <strong>DEATH ANGEL</strong> und <strong>EXODUS</strong> zur täglichen Beschallung nutzt, der ist mit &#8222;For the Dead Travel Fast&#8220; gut bedient. Der Einsatz verschiedener Vocals macht das Album interessanter. Meine Kritik ist einzig und allein, dass der titelgebende Track nicht hängen bleibt und dass das Album in der ersten Hälfte etwas eingängiger ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.bloodrocuted.com/">Bloodrocuted Homepage</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/BloodrocutedThrash/">Bloodrocuted Facebook</a></p>
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		<title>Folk Metal in allen Facetten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sarah H]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jun 2017 10:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Folk]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unser Autor Hannes hat kürzlich seine &#8222;Einblicke in die Geschichte des Grindcores&#8220; mit uns geteilt. Dieser Überblick hat uns so gut gefallen, dass wir uns dachten: &#8222;Mensch, das könnten wir doch auch mit anderen Genres machen!&#8222;. Um das Gesagte umzusetzen, mach ich ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Unser Autor <strong>Hannes</strong> hat kürzlich seine &#8222;Einblicke in die Geschichte des Grindcores&#8220; mit uns geteilt. Dieser Überblick hat uns so gut gefallen, dass wir uns dachten: &#8222;<strong>Mensch, das könnten wir doch auch mit anderen Genres machen!</strong>&#8222;. Um das Gesagte umzusetzen, mach ich mich nun über das Genre <strong>Folk Metal</strong> her.&nbsp;</p>
<p>Jetzt muss ich gleich schon wieder den ollen <strong>Hannes</strong> zitieren, der im ersten Podcast Folk Metal als <strong>&#8222;Schunkel-Metal&#8220;</strong> bezeichnet hat und so unrecht hat er gar nicht, da Folk Metal sehr von <strong>Melodien</strong> lebt. Aber wie klingt Folk Metal eigentlich, was macht ihn besonders, wo liegen die Anfänge und was grenzt Folk eigentlich von Viking- und Pagan-Metal ab?</p>
<h3>&nbsp;</h3>
<h3>Folk Metal &#8211; der kleine Bruder von &#8230; anders!</h3>
<p>Folk Metal ist eines der jüngeren Genres des Metals.<strong> Die wahrscheinlichen Anfänge des Folk Metals</strong> begründete die englische Band <strong>SKYCLAD</strong> 1991 mit ihrem Debüt-Album &#8222;The Wayward Sons of Mother Earth&#8220;. <strong>SKYCLAD</strong>s Debüt klingt erstmal kaum wie die Folk-Alben heutiger Zeit, ist die Musik doch sehr thrashig. Was es aber für diese Zeit besonders macht, ist die Violine, die im Konzept des Albums verarbeitet wurde und natürlich die Texte, die sich clever mit englischer Geschichte und der Geschichten der Vorfahren beschäftigt. Weitere wichtige Vertreter der Folk-Metal-Bands Mitte der 90er-Jahre sind <strong>CRUACHAN</strong>, die sich mit irischer Folklore und keltischer Mythologie beschäftigten, <strong>ORPHANED LAND</strong> aus Israel, die man als <strong>DIE&nbsp;Middle-Eastern-Folk-Metal-Band </strong>bezeichnen könnte<b>&nbsp;</b>und <strong>MAGO DE OZ</strong>, die ihren Klang im dritten Album &#8222;La Leyenda de La Mancha&#8220; zu Folk Metal verfeinert haben. Eine Erwähnung sollte hier noch das damalige Site-Project von <strong>Satyr</strong> (<strong>SATYRICON</strong>) und <strong>Fenriz</strong> (<strong>DARKTHRONE</strong>) finden. Zusammen mit einer Gastmusikerin haben sie 1995 mit &#8222;Nordavind&#8220; ein ziemlich <strong>genre-prägendes Album</strong> veröffentlicht.</p>
<h3>&nbsp;</h3>
<h3>Eine Ode an die Ahnen</h3>
<p>Besonders wichtig für das Genre ist die Verarbeitung eines bestimmten Themas, wie die heimische <strong>Mythologie</strong> oder die Beschäftigung mit der frühen historischen Vergangenheit und <strong>alten Bräuchen</strong>. In jüngster Zeit gibt es im Folk Metal Abwandlungen, wenn man z.B. Bands wie <strong>ALESTORM</strong> betrachtet (oder gibt es eine Piraten-Mythologie?!). [Anm.d.Red.: ja, die gibt es tatsächlich, und nicht erst seit <strong>Johnny Depp</strong>. Die Piraterie ist so alt wie die Seefahrt selbst und ein unheimlich dankbares Thema für Geschichte und Geschichten. ;-)] Als zweites wichtiges Erkennungsmerkmal werden eher <strong>Metal-untypische Instrumente</strong> verarbeitet. Hierzu zählt der Einsatz von Keyboards, Violinen, Akkordeons, verschiedene Flöten und Trommeln, aber besonders <strong>altertümliche oder landestypische Instrumente</strong>, wie Tin Whistle, Drehleier (Hurdy Gurdy), Dudelsack, Nyckelharpa, Maultrommel, Erhu, Morin Khur, Panflöte, Banjo &#8230; die Liste ist schier unendlich (deshalb höre ich jetzt auch auf weiter aufzuzählen).<br />
Stimmlich ist mittlerweile alles möglich und auch erlaubt, von eher rauem, dem Black Metal entlehnten Klängen (z.B. <strong>MOONSORROW</strong>, <strong>MELECHESH</strong>, <strong>NEGURA BUNGET</strong>), Growls (z.B. <strong>SYLVATICA</strong>, <strong>FUROR GALLICO</strong>), Screams (z.B. <strong>ENSIFERUM</strong>, <strong>FINNTROLL</strong>, <strong>GWYDION</strong>) bis hin zu Klargesang (z.B. <strong>HEIDEVOLK</strong>, <strong>KORPIKLAANI</strong>, <strong>ALESTORM</strong>, <strong>FOLKSTONE</strong>, <strong>DALRIADA</strong>) wird alles umgesetzt, gerne auch in Kombination miteinander.&nbsp;</p>
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<h3>#FolkMetalSuperStars &#8211; der Folk-Metal-Boom zur Jahrtausendwende</h3>
<p>In den ersten Wehen der <strong>Jahrtausendwende</strong> erlebt der Folk Metal einen regelrechten Boom und Bands scheinen wie Pilze in allen Ländern der Welt aus dem Boden zu sprießen. Den Ursprung hat der Boom in Finnland. Die Band <strong>FINNTROLL</strong> nutzt Black-Metal-Einflüsse und mischt sie mit finnischem Humppa. Wer die Band noch nicht kennt: versucht euch mal <strong>WINDIR</strong> im Mix mit&nbsp;<span class="result_url_heading"><strong>ELÄKELÄISET</strong> vorzustellen. Auch hier sind die Texte wieder an die heimische Mythologie angelehnt. Interessant ist, dass die Texte der finnischen Band auf Schwedisch sind. Hier hat jemand, der aus der fenno-schwedischen Minderheit stammt, seine Finger im Spiel.</span></p>
<p><span class="result_url_heading">In der ganzen Welt bekannt und gesellschaftsfähig gemacht haben den Folk Metal Bands wie <strong>KORPIKLAANI</strong>, <strong>ELUVEITIE</strong>, <strong>ENSIFERUM</strong>, <strong>TURISAS</strong> und die deutsche Band <strong>EQUILIBRIUM</strong>. Viele diskutieren vor allem die Nachteile der massiven <strong>Folkschwemme</strong>, die, wie bei jedem anderen Musik-Boom, auch weniger gutes Material anspült. Ich sehe diesen Boom sehr positiv. Denn dadurch ist das Genre unheimlich <strong>facettenreich</strong> geworden. Nicht nur durch die unterschiedliche Instrumentalisierung und lyrischen Auseinandersetzungen mit der Geschichte. Es herrscht auch eine enorme Sprachenvielfalt vor, die ihresgleichen sucht: von dänisch (<strong>SVARTSOT</strong>), deutsch (<strong>FINSTERFORST</strong>), estnisch (<strong>METSATÖLL</strong>), färöisch&nbsp;(<strong>TÝR</strong>), isländisch (<strong>SKÁLMÖLD</strong>), italienisch (<strong>FUROR GALLICO</strong>), lettisch (<strong>SKYFORGER</strong>), mongolisch (<strong>TENGGER CAVALRY</strong>), polnisch (<strong>HELROTH</strong>), rumänisch (<strong>NEGURA BUNGET</strong>), russisch (<strong>ARKONA</strong>, <strong>LESHAK</strong>, <strong>GRAI</strong>), schwedisch (<strong>GRIMNER</strong>), taiwanesisch (<strong>CHTHONIC</strong>) bis hin zu ungarisch (<strong>DALRIADA</strong>) ist alles vertreten (und noch viel mehr, aber dafür reicht der Platz hier nicht).</span></p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/uv0CRm94ObE?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>&nbsp;</h3>
<h3>Folk Metals not Dead!</h3>
<p>Für einige Musikzeitschriften ist das Genre Folk Metal längst tot. Zu wenig Innovationen kämen aus dieser Szene. Ich kann dem nicht ganz zustimmen! Die Fans dieses Stils werden mir beipflichten, dass es auf Festivals noch allerhand Folk-Metal-Bands zu sehen gibt. Auch Folk Metal spezifische Konzerttouren, wie Heidenfest und Paganfest, ziehen noch genug Menschen an.<br />
Sicherlich wird nicht mit jedem Folk-Metal-Album das Rad neu erfunden und ich für meine Begriffe finde das auch überhaupt nicht schlimm (anderen Genres wird das auch nicht vorgeworfen &#8230; ähm &#8230; T(h)rash Metal &#8230; hust).<br />
Wer lange genug sucht, wird trotzdem Innovatives finden. Man muss nur ein wenig mehr über den Tellerrand schauen. In Südamerika gibt es zum Beispiel <strong>CH&#8217;ASKA</strong>, die Death Metal mit einer melodischen Panflöte paaren.<br />
Auf einem ganz anderen Kontinent, genauer gesagt in Spanien, setzt die Band <strong>NORTHLAND</strong> eine Geige geschickt als Lead-Instrument ein.</p>
<p>Reisen wir noch weiter um den Globus, werden wir feststellen, dass sich auch in Asien einiges tut. Bands wie <strong>TENGGER CAVALRY</strong>, <strong>NINE TREASURES</strong>, <strong>CHTHONIC</strong> und <strong>EGO FALL</strong> binden in unterschiedlichster Weise heimische Folk-Elemente in ihre Musik ein.<br />
Für mich ebenfalls sehr spannend ist die Verbindung von nah-östlichen bzw. orientalischen Elementen mit klassischen Metal-Elementen. Erwähnenswert sind hier Bands wie <strong>AL-NAMROOD</strong>, <strong>MELECHESH</strong>,&nbsp;<strong>ODIOUS</strong>, <strong>NARJAHANAM</strong> und für den, der es etwas seichter mag: <strong>ORPHANED LAND</strong> und <strong>MYRATH</strong> kann ich auch sehr empfehlen. Also Augen auf! Es gibt auch im Bereich Folk Metal noch viel zu entdecken!</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="400" scrolling="no" frameborder="no" src="https://w.soundcloud.com/player/?visual=true&#038;url=https%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F73125265&#038;show_artwork=true&#038;maxwidth=1140&#038;maxheight=1000"></iframe></p>
<h3>&nbsp;</h3>
<h3>Folk, Pagan, Viking? &#8211; alles eine Soße?&nbsp;</h3>
<p>Nee, nicht wirklich. Auch wenn sich natürlich Genres überschneiden können. Schon so manche Band hat in den Metal-Archiven eine Vielzahl an Genres um die Ohren geworfen bekommen. Für meine Begriffe, würde ich das so unterscheiden:<br />
<strong>Viking Metal</strong> hat die nordische Mythologie zum lyrischen Vorbild und ist von der Band <strong>BATHORY</strong>&nbsp;geprägt worden. Meist kommen die markantesten musikalischen Einflüsse aus dem Black Metal. Als eher genre-typische Vertreter würde ich <strong>WINDIR</strong>, <strong>ENSLAVED</strong> (vor allem die frühen Alben) und <strong>MANEGARM</strong> nennen.<br />
<strong>Pagan Metal</strong> ist vor allem vom Extreme Metal geprägt und verarbeitet heidnische und teils antichristliche Themen. In dieses Genre würde ich Bands wie <strong>HELRUNAR</strong>, T<strong>HYRFING</strong> und <strong>WOLFCHANT</strong> stecken.<br />
Wie bereits ausführlich beschrieben, wird die landestypische und altertümliche Instrumentalisierung sehr stark im <strong>Folk Metal</strong> eingesetzt, was dem Genre seinen melodischen Charakter verleiht.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/Bds3FALcR7M?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Ich hoffe, ich konnte einen einigermaßen guten Überblick über das Genre vermitteln. Es gibt natürlich unzählige Bands in diesem Genre und es ist schade, dass ich sie nicht alle aufzählen kann. Was meint ihr? Hab ich etwas Wichtiges vergessen? Fällt euch noch eine andere Sprache oder ein typisches Instrument ein? Seid ihr bei der Unterscheidung Folk/Pagan/Viking völlig anderer Meinung? Dann ballert es doch in die Kommentare. Ich bin gespannt auf eure Meinung!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild mit freundlicher Genehmigung von <span style="color: #800000">LusoSkav</span>, Bilder mit freundlicher Genehmigung von <span style="color: #800000">Alestorm</span>, <span style="color: #800000">Dalriada</span>, <span style="color: #800000">Ensiferum</span>, <span style="color: #800000">Equilibrium</span>, <span style="color: #800000">Orphaned Land</span>, <span style="color: #800000">Suidakra</span> und <span style="color: #800000">Trollfest</span></p>
<p><span class="result_url_heading">&nbsp;</span></p>
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		<title>Schmetterlinge im Bauch? &#8211; UNTIL RAIN</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sarah H]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 May 2017 11:42:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Progressive]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive Rock]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>UNTIL RAIN – Inure Veröffentlichungsdatum: 28.04.2017 Dauer: 1:03:02 Min. Label:&#160;Sensory Records Genre: Progressive Metal &#160; Reine Gewöhnungssache Die Damen und Herren von UNTIL RAIN bringen mit &#8222;Inure&#8220; bereits ihr drittes Album heraus. Musikalisch spielt die Band ganz klassischen Progressive Metal und orientiert ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/schmetterlinge-im-bauch-until-rain/">Schmetterlinge im Bauch? &#8211; UNTIL RAIN</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>UNTIL RAIN</b> – Inure<br />
Veröffentlichungsdatum: 28.04.2017<br />
Dauer: 1:03:02 Min.<br />
Label:&nbsp;Sensory Records<br />
Genre: Progressive Metal</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Reine Gewöhnungssache</h3>
<p>Die Damen und Herren von <strong>UNTIL RAIN</strong> bringen mit &#8222;Inure&#8220; bereits ihr <strong>drittes Album</strong> heraus. Musikalisch spielt die Band ganz klassischen <strong>Progressive Metal</strong> und orientiert sich an Bands wie <strong>DREAM THEATER</strong>. Das neue Album trägt meiner Meinung nach treffenderweise den Namen &#8222;Gewöhnung&#8220;, denn es handelt sich bei diesem Album nicht gerade um leichte Kost.</p>
<h3>&nbsp;</h3>
<p>Der erste Song der Platte trägt den lateinischen Namen <em>&#8222;Progressus In Idem&#8220;</em> und wenn mich die Online-Lexika dieser toten Sprache richtig leiten, heißt das so viel wie &#8222;derselbe Fortgang&#8220;. Das kann man dem Song allerdings nicht vorwerfen, er ist sehr abwechslungsreich. Mich stört persönlich, dass die Growls in diesem Lied sehr aufgesetzt klingen.<br />
Beim nächsten Song <em>&#8222;New World Fiction&#8220;</em> weiß ich nicht so recht, was ich davon halten soll. Einerseits ist das Ganze sehr melodisch und ebenso abwechslungsreich, andererseits klingt die Stimme des Sängers für mich hier nicht nach Prog, sondern nach 80er-Jahre-Glam-Rock. Mir gefällts nicht so.<br />
<em>&#8222;Because Something Might Happen&#8220;</em> ist ein treffender Titel des nächsten Songs. Denn leider passiert in den 9 Minuten des Songs leider ziemlich wenig. Die Passage mit gutturalem Gesang ist für mich persönlich leider zu kurz gekommen. Der Rest des Songs klingt für mich ziemlich Avantgarde, im Style von <strong>ARCTURUS</strong>.<br />
<em>&#8222;This Fear&#8220;</em> ist für mich der Beweis, dass die Stimme des Sängers doch gut zum Rest passt. Ein klassischer Prog-Rock-Song, der absolut vor Emotionen strotzt. Allerdings wundert es mich, dass er so abrupt enden muss.<br />
Über <em>&#8222;Tearful Farewell&#8220;</em> kann ich nicht viel sagen. Der Song ist zwar sehr melancholisch, löst in mir aber keinerlei Gefühle aus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Was Schmetterlinge mit dem Album zu tun haben</h3>
<p>Jetzt dämmerts mir, warum auf dem Cover ein Schmetterling abgebildet ist. <em>&#8222;Butterfly Invasion&#8220;</em> kommt mit wenig Gesang aus und hat das interessanteste Intro der Scheibe, in dem Sirenen in eine Melodie münden. Fetzt!&nbsp;<br />
Eine Invasion wird nicht ohne Kollateralschaden enden, deshalb folgt treffenderweise der Song <em>&#8222;Broken Wing&#8220;</em>, was auf Deutsch &#8222;gebrochener Flügel&#8220; heißt. Der Song ist eine Ballade und passt für mich wieder nicht ins Konzept. Hier klingt der Sänger nach einer 90er-Jahre-Boyband. Nee, nicht mein Fall!<br />
Was wäre ein Progressive-Metal-Album ohne überlangen Track. Der titelgebende Track <em>&#8222;Inure&#8220;</em> ist stolze 13 Minuten lang. Durch die immense Länge habe ich leider schnell das Interesse verloren. Lediglich in Minute 3 und 6 wird mein Interesse für ein paar Sekunden durch extrem eingängige gutturale Vocals geweckt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Die Raupe muss wohl noch zum Schmetterling werden</h3>
<p>Für mich ist das Album leider zu schwergängig. Mutig wurde von <strong>UNTIL RAIN</strong> vieles versucht, ob nun die gutturalen Passagen oder die interessanten Song-Intros. Doch <strong>das was die Band sich traut, geht nicht immer auf</strong>. Leider wirken viele Dinge noch sehr aufgesetzt und unausgegoren. Ich habe im Booklet vernommen, dass fast alle Instrumente und Vocals <strong>in unterschiedlichen Studios aufgenommen</strong> wurden. Die Aufnahmen sind klar, aber dadurch hört man auch Unstimmigkeiten viel deutlicher. Außerdem kommt das Album durch seine zwei überlangen Songs auch nicht so richtig in Schwung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Links:&nbsp;<a href="https://www.facebook.com/untilrain/">Until Rain Facebook</a>, <a href="https://untilrain.bandcamp.com/">Until Rain Bandcamp</a></p>
<p>&nbsp;&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/schmetterlinge-im-bauch-until-rain/">Schmetterlinge im Bauch? &#8211; UNTIL RAIN</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<item>
		<title>Keine Trolle, keine Wikinger und auch keine Piraten &#8211; MONGOL</title>
		<link>https://silence-magazin.de/keine-trolle-keine-wikinger-und-auch-keine-piraten-mongol/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=keine-trolle-keine-wikinger-und-auch-keine-piraten-mongol</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sarah H]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Apr 2017 13:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[EP]]></category>
		<category><![CDATA[Melodic Death Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>MONGOL &#8211; Warrior Spirit Veröffentlichungsdatum: 29.04.2017 Dauer: 18:09 Min. Label: unsigned/ independent Genre: Folk Metal/ Melodic Death Metal&#160; Kanadische Mongolen Wie der Name der Band bereits vermuten lässt, befasst sich die Band thematisch mit dem Mongolischen Reich. Damit aber dennoch jeder fröhlich ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>MONGOL</strong> &#8211; Warrior Spirit<br />
Veröffentlichungsdatum: 29.04.2017<br />
Dauer: 18:09 Min.<br />
Label: unsigned/ independent<br />
Genre: Folk Metal/ Melodic Death Metal&nbsp;<span id="more-16522"></span></p>
<h3>Kanadische Mongolen</h3>
<p>Wie der Name der Band bereits vermuten lässt, befasst sich die Band thematisch mit dem <strong>Mongolischen Reich</strong>. Damit aber dennoch jeder fröhlich mitträllern kann, sind die Texte auf Englisch verfasst. Kein Wunder, kommen die Herren&nbsp;<strong>MONGOL</strong> doch aus Edmonton, Kanada. Ich finde die Thematik sehr erfrischend, gibt es, neben <strong>MONGOL</strong>, doch recht wenige Bands, die sich mit dieser Thematik befassen, namentlich <strong>TENGGER CAVALRY</strong>, <strong>NINE TREASURES</strong> und <strong>EGO FALL</strong>. So rein vom Sound her ist <strong>MONGOL</strong> aber anders, als die zuvor genannten Bands. Es wird eine Mischung aus klassischem <strong>Folk Metal</strong> und <strong>Melodic Death Metal</strong> bedient. Die Kanadier sind daher eher mit Bands wie <strong>ENSIFERUM</strong>, oder eher unbekannteren Folk-Metallern wie <strong>GWYDION</strong>, <strong>NORTHLAND</strong>&nbsp;und <strong>DRAKUM</strong>&nbsp;oder auch <strong>KALMAH</strong>&nbsp;und <strong>WHISPERED</strong>&nbsp;aus dem Melodic Death Metal zu vergleichen.</p>
<p>Wer auf Folk Metal steht und, wie ich, seine Bandsuche des Öfteren auf YouTube startet, dem wird <strong>MONGOL</strong> schon ein Begriff sein. 2014 haben sie ein solides Album unter dem Namen &#8222;Chosen bei Tengri&#8220; veröffentlicht. Umso mehr bin ich drauf gespannt, mal wieder etwas von <strong>MONGOL</strong> zu hören.&nbsp;Eins schon mal vorweg &#8211; das Cover der EP sieht sehr ansprechend aus und fängt den mongolischen Vibe richtig gut ein. Es wurde von <strong>Eric Dieterich</strong> gestaltet.&nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_16526" aria-describedby="caption-attachment-16526" style="width: 1490px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-16526 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/Mongol_Band_Promo2.jpg" width="1500" height="1000" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/Mongol_Band_Promo2.jpg 1500w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/Mongol_Band_Promo2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/Mongol_Band_Promo2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/Mongol_Band_Promo2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/Mongol_Band_Promo2-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-16526" class="wp-caption-text">Die Band <strong>MONGOL</strong> im Battle-Outfit</figcaption></figure>
<h3>Auf mongolischen Pfaden</h3>
<p>Die EP besteht aus drei Songs und ist immerhin knapp 19 Minuten lang.<br />
<em>&#8222;The Mountain Weeps&#8220;</em> beginnt mit <strong>kraftvollen melodischen Gitarren</strong> und Growls. Zu Beginn klingt es wirklich mehr nach Melo Death als nach Folk Metal. Den Folk-Anteil bedienen dann aber doch <strong>Banjo und Flöte</strong>. Der Song ist ziemlich eingängig, nur muss ich hier bemängeln, dass er an einigen Stellen etwas unrund klingt.</p>
<p><em>&#8222;River Child&#8220;</em> ist deutlich <strong>folkiger</strong>, was mir persönlich besser gefällt, da es irgendwie besser zur Thematik passt. Auch dieser Song ist melodisch extrem eingängig und hier gefällt mir die Gesamtkomposition richtig gut. Die Flöten-Parts werden in den Hintergrund gerückt, um den melodischen Gitarren-Parts Platz zu geben. Gefällt mir!</p>
<p><em>&#8222;Warband&#8220;</em> folgt, wie gewohnt, dem Schema von Growls, eingängigen Gitarrenriffs und Flöten. Irgendwie klingt es nicht so rund, wie die anderen zwei Tracks. Besonders das Schlagzeug stolpert durch den über 7-minütigen Song und kann irgendwie tempomäßig mit den anderen Instrumenten nicht mithalten. Schade, denn sonst wäre auch dieser Song wieder sehr melodisch und eingängig geworden.</p>
<h3>Empfehlenswert?</h3>
<p>Das Thema ist zumindest nicht so abgeritten, wie die Thematiken Trolle, Wikinger und Piraten (Das soll jetzt nicht heißen, dass ich die Bands nicht mag, die solche Musik spielen). Das muss man der Band zugutehalten. Mir gefällt auch, dass die Folkinstrumente eher eine begleitende Rolle spielen. Für umgerechnet 2€ kann man die EP erwerben. Das ist praktisch geschenkt und wer auf diese Musik steht, der wird mit der EP auch Freude haben.<br />
Die Instrumentalisierung ist manchmal etwas holprig, was auf Dauer ein bisschen anstrengend ist. Das musikalische Konzept bietet jetzt nichts, was wir bei anderen Bands der Gattung nicht auch schon gehört hätten.<br />
Mir persönlich hat das Album &#8222;Chosen by Tengri&#8220; mehr gefallen, da es abwechslungsreicher und auch eine Spur härter war.</p>
<p>Mein Interview mit Sänger <strong>Tev Tegri</strong> findet ihr übrigens <a href="https://silence-magazin.de/metal-meets-dschingis-khan-im-interview-mit-mongol/">HIER</a>!</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/p-zKWuXyITY?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Metal meets Dschingis Khan &#8211;  im Interview mit MONGOL</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sarah H]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Apr 2017 09:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>MONGOL ist eine kanadische Band, welche eine Mischung aus Folk und Melodic Death Metal spielt. Ergänzt wird ihre Musik durch Lyrics, die dem Mongolischen Reich gewidmet sind. Die Band bringt am 29. April ihre EP &#8222;Warrior Spirit&#8220; heraus und ich hatte die ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/metal-meets-dschingis-khan-im-interview-mit-mongol/">Metal meets Dschingis Khan &#8211;  im Interview mit MONGOL</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>MONGOL</strong> ist eine kanadische Band, welche eine <strong>Mischung aus Folk und Melodic Death Metal</strong> spielt. Ergänzt wird ihre Musik durch Lyrics, die dem <strong>Mongolischen Reich</strong> gewidmet sind. Die Band bringt am 29. April ihre EP &#8222;Warrior Spirit&#8220; heraus und ich hatte die Möglichkeit, dem Sänger<strong> Brandon </strong>aka<strong> Tev Tegri</strong>, der im Folgenden mit <strong>T. T.</strong> abgekürzt wird, mit ein paar Fragen zu löchern.</p>
<h4>Erst einmal eine ganz grundsätzliche Frage: Könntest du den Stil beschreiben den MONGOL spielen?</h4>
<p><strong>T. T.</strong>: Ich würde unsere Musik als eine Mischung aus Melodic Death Metal mit verschiedenen Folk-Instrumenten beschreiben, mit einem Touch Orientalischem. Unser Sound ist sehr vielseitig. Es gibt Songs, die sind melodisch und haben Power-Metal-Elemente, andere wiederum sind deutlich härter und zeigen Einflüsse von Death und Black Metal.</p>
<h4>Wie der Name der Band ja schon verrät orientiert sich die Bands lyrisch am Mongolischen Reich. Welche lyrischen aber auch musikalischen Einflüsse haben euch am meisten geprägt?</h4>
<p><strong>T. T.</strong>: In der Tat ist das Mongolische Reich die größte lyrische Inspiration für uns. Ich lese gerade „<strong>Die geheime Geschichte der Mongolen</strong>“. Es ist ein historischer und mythologischer Text und stammt aus den Zeit des Aufstiegs des Mongolischen Reiches. Es wird angenommen, dass es eine der ältesten Schriften in mongolischer Sprache ist. Dieser und andere Texte inspirieren unseren Schreibprozess.<br />
Musikalisch wollen wir natürlich unseren eigenen Sound kreieren aber ich denke unsere größten Einflüsse sind Bands wie <strong>FINNTROLL</strong>, <strong>ENSIFERUM</strong> und <strong>KALMAH</strong>. Diese Bands aber auch viele andere hatten damals große Wirkung auf uns als wir als Teenager unsere Band <strong>MONGOL</strong> gegründet haben. Ich denke deren musikalische Einflüsse sind auch jetzt noch hörbar.</p>
<h4><span lang="de-DE">Jetzt hast du uns gesagt welche Bands euch musikalisch ziemlich stark beeinflusst haben. Inwiefern unterscheidet sich MONGOL musikalisch von anderen Folk-Metal-Bands?</span></h4>
<p><strong>T. T.</strong>:&nbsp;Ich denke, viele Folk-Metal-Acts fokussieren ihre Musik sehr stark auf die Folk-Aspekte. Meiner Meinung nach beeinträchtigt das gewissermaßen den Metal-Aspect.<br />
Wenn wir neue Songs schreiben, werden die Gitarren-Sektionen zuerst geschrieben. Um die Folk-Instrumentationen kümmern wir uns später. Daraus resultierend, ergänzen wir melodischen Death Metal mit Folk-Instrumenten und nicht Folk-Elemente mit Metal, wie es bei einigen anderen Folk-Metal-Bands scheint.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_16662" aria-describedby="caption-attachment-16662" style="width: 990px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-16662 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/10373104_897415120321241_2419190825197251613_o.jpg" width="1000" height="667" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/10373104_897415120321241_2419190825197251613_o.jpg 1000w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/10373104_897415120321241_2419190825197251613_o-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/10373104_897415120321241_2419190825197251613_o-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/10373104_897415120321241_2419190825197251613_o-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-16662" class="wp-caption-text">Mongol Live</figcaption></figure>
<h4><span lang="de-DE">Du hast mir am Anfang des Interviews gesagt, dass dein Künstlername Tev Tegri ist. Ich habe gesehen, dass auch die anderen Bandmitglieder Künstlernamen benutzen. Woher stammen diese Namen und haben sie eine besondere Bedeutung für euch?</span></h4>
<p><strong>T.T.</strong>: Die Mongolen sind ein sehr stolzes Volk und für sie spielt die Geschichte des Landes eine große Rolle. Um als Band authentisch zu wirken, arbeiten wir mit vielen mongolischen Freunden zusammen. Unsere Künstlernamen haben wir von unserem sehr guten Freund <strong>Egii</strong> aus Ulaanbaatar bekommen. Sie stammen alle von bekannten Persönlichkeiten mongolischer Geschichte.<br />
<strong>Tev Tegri</strong> war in der Mongolei der einzige, historisch nachgewiesene <strong>Schamane</strong> für die Mongolische Religion Tengrismus. Man kann den Namen als „Himmlischer“ übersetzen.<br />
Unser Lead-Gitarrist <strong>Luke</strong> hat den Namen <strong>Zev</strong> bekommen. <strong>Zev</strong> bedeutet in der mongolischen Sprache „<strong>Pfeilspitze</strong>“. Der Name <strong>Zev</strong> stammt von einem Mongolen, der <strong>Dschingis Khan</strong> mit einem Pfeil am Hals getroffen hatte. Der <strong>Khan</strong> war von seinen Schießkünsten so begeistert, dass er ihn als Teil in seine Armee beordert hat. Dort ist er einer der wichtigsten Generäle <strong>Dschingis Khan</strong>s geworden.</p>
<p>Unser Rhythmusgitarrist <strong>Thomas</strong> hat den Künstlernamen <strong>Zelme</strong> bekommen. <strong>Zelme</strong> war ursprünglich ein Sklave <strong>Dschingis Khans</strong> w,urde aber später Freund und Verbündeter.<br />
<strong>MONGOL</strong>s Bassist <strong>Josh</strong> wurde der Name <strong>Sorkhon Sharr</strong> gegeben. <strong>Dschingis Khan</strong> wurde als Kind von einem anderen <strong>Khan</strong> entführt und sein Vater getötet. <strong>Sorkhon Sharr</strong> verhalf dem jungen <strong>Khan</strong> zu entfliehen. <strong>Sorkhon Shaar</strong> wird heute noch als <strong>Held</strong> gefeiert.<br />
<strong>Dayton</strong> spielt bei uns Keyboard und bestimmte Folk-Instrumente. Er wurde nach <strong>Sche-Khe</strong> <strong>Hu-tagg</strong> benannt. Er war ein geschickter Krieger und wurde später von <strong>Dschingis Khan</strong> zum <strong>Richter</strong> ernannt.<br />
Unser Schlagzeuger <strong>Kenton</strong> erhielt den Namen <strong>Bourchi</strong>. <strong>Bourchi</strong> war ein Mitglied der Horde <strong>Dschinghis Khans</strong>. Eines Tages wurden dem <strong>Khan</strong> 8 Pferde gestohlen. <strong>Bourchi</strong> war derjenige, der sie dem <strong>Khan</strong> zurückbrachte, was ihm viel <strong>Ehre</strong> einbrachte.</p>
<h4><b></b><strong>Auf der Bühne tragt ihr spezielle Stage-Outfits. Habt ihr die selbst entworfen? Und wenn nicht, wer hat sie designed?</strong></h4>
<p><strong>T.T.</strong>: Für die Klamotten geht unser Dank an einen anderen mongolischen Freund. Durch Zufall haben wir die Designerin <strong>Nomin</strong> von Handcuffs Required kennengelernt, direkt hier in unserer Heimatstadt Edmonton! Sie war so begeistert, dass sich unsere Band <strong>MONGOL</strong> mit mongolischer Geschichte beschäftigt. Wir haben sehr eng mit ihr zusammengearbeitet, um authentische aber auch <strong>stage-taugliche Kleidung</strong> zu entwickeln. Ich finde, die Outfits sind toll geworden. Jetzt fühlen wir uns passend gekleidet, wenn wir unser Bühnen-Gefecht abhalten.</p>
<h4>Kannst du in eigenen Worten beschreiben, wie sich eure neue EP &#8222;Warrior Spirit&#8220; von eurem ersten Album &#8222;Chosen by Tengri&#8220; unterscheidet?</h4>
<p><strong>T.T.</strong>: Ich denke, &#8222;Warrior Spirit&#8220; konzentriert sich mehr auf die Melodic-Power-Metal-Elemente, die in Teilen auch schon auf unserem ersten Album präsent waren. Ich finde, dass der Sound in vielen Teilen sehr ähnlich klingt. &#8222;Warrior Spirit&#8220; ist für mich aber präzisierter. Die Kompositionen sind besser geworden und auch die Produktionsqualität ist viel besser, dank unserer Tontechniker <strong>Diego</strong> <strong>Fernandez</strong> und <strong>Lasse Lammert</strong>. Wir wollten mit der EP zeigen, dass wir erwachsener geworden sind und was man von uns in Zukunft erwarten kann. Vor diesem Hintergrund sei gesagt, dass ganz neues Material noch viel härter sein wird. Also, seid gespannt.</p>
<h4>Das Cover von eurer neuen EP &#8222;Warrior Spirit&#8220; und euer Bandlogo fangen den mongolischen Vibe ziemlich gut ein. Wer hat das Logo und wer hat das Cover entworfen?</h4>
<p><strong>T.T.</strong>: Unser Bandlogo wurde von <strong>Dominik Schäfer</strong> aka Wappenschmied entworfen. Wir arbeiten schon sehr lange mit ihm. Seine Arbeit findet ihr auf <a href="http://www.wappenschmied.de/">www.wappenschmied.de</a>.</p>
<p>Das <strong>Cover-Artwork</strong> für &#8222;Warrior Spirit&#8220; hat der kanadische Künstle <strong>Eric Dieterich</strong> von Soloman Media kreiert. Wir könnten mit dem Ergebnis nicht glücklicher sein. <strong>Eric</strong> hat es geschafft, die Essenz der drei Songs einzufangen. <strong>Eric</strong>s Arbeit findet ihr auf <a href="http://www.solomanmedia.com/">www.solomanmedia.com</a>.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_16524" aria-describedby="caption-attachment-16524" style="width: 1014px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-16524 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/Album-Art-1024x1024.jpg" width="1024" height="1024" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/Album-Art-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/Album-Art-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/Album-Art-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/Album-Art-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/Album-Art.jpg 1688w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-16524" class="wp-caption-text">Das Cover der neuen EP &#8222;Warrior Spririt&#8220;</figcaption></figure>
<h4>Wie oft übt ihr denn gemeinsam?</h4>
<p><strong>T.T.</strong>: Das kommt ganz auf unsere Terminpläne an. Wenn wir aber ein Touren oder neue Songs einstudieren, dann treffen wir uns mindestens ein Mal wöchentlich. Wenn es keine wichtigen Termine gibt, üben wir einzeln zu Hause und treffen uns später zu einer Jam Session.</p>
<h4>Die Frage schließt sich praktisch an: Was macht ihr denn wenn ihr mal nicht auf der Bühne, im Tonstudio oder im Proberaum seid?</h4>
<p><strong>T.T.</strong>: Wir sind auch <strong>privat richtig gute Freunde</strong> und sind eigentlich ziemlich oft miteinander unterwegs. Wenn es dabei mal nicht um die Band geht, brauen wir Met zusammen, spielen Computerspiele, gehen zusammen zu Konzerten oder spielen in unseren anderen Band-Projekten.</p>
<h4>Wenn ich das richtig vernommen habe, habt ihr noch keine europäischen Shows gehabt. Gibt es da einige Festivals oder auch Clubs an sich, wo ihr gerne mal auftreten würdet?</h4>
<p><strong>T.T.</strong>: Stimmt, wir haben noch nicht die Möglichkeit gehabt in Europa zu spielen, aber wenn sich die Geschichte wiederholt werden die <strong>MONGOL</strong> wieder in Europa einreiten! Die Liste der Festivals, wo wir gerne spielen würden, ist endlos: <strong>Wacken Open Air</strong>, <strong>Summerbreeze Open Air</strong>, <strong>Fosch Fest</strong>, <strong>Metal Days</strong>, <strong>Brutal Assault</strong>, <strong>Tuska Open Air </strong>&#8230; Soll ich weitermachen? Unser Gitarrist <strong>Zelme</strong> kommt ursprünglich aus Deutschland und die Brüder <strong>Zev</strong>, <strong>Bourchi</strong> und <strong>She-Khe</strong> haben Familie dort, welche sie auch oft besuchen.<br />
Man könnte sagen, die Band <strong>MONGOL</strong> fühlt sich deshalb mit der deutschen Kultur verbunden und es ist wohl am wahrscheinlichsten, dass Deutschland bei uns ganz oben auf der Liste steht, wenn es um Festivals geht.</p>
<h4>Ihr habt ja schon mit Bands wie KALMAH, ARKONA und NEKROGOBLIN gespielt. Wenn ihr euch irgendeine Band aussuchen könntet, egal ob noch existent oder nicht, mit welcher Band würdet ihre gerne eine Tour zusammen machen?</h4>
<p><strong>T.T.</strong>: Das ist eine schwierige Frage. Wenn ich persönlich mir die Band aussuchen dürfte, wäre es <strong>WINDIR</strong>. <strong>KALMAH</strong> war auf jeden Fall eine Band, die für uns alle auf der Wunschliste stand. Es gibt aktuell so viele gute Bands, mit denen ich gerne eine Tour machen würde, aber eine Tour mit <strong>CHTHONIC</strong>, <strong>ENSIFERUM</strong>, <strong>FINNTROLL</strong> oder <strong>TROLLFEST</strong>&nbsp;wäre schon extrem geil.</p>
<h4>Was sind eure Pläne für die Zukunft?</h4>
<p><strong>T.T.</strong>: Um diese Frage so kurz und knapp zu beantworten, wie nur möglich: Wir wollen natürlich weiterhin Musik machen, die uns gefällt. Wir alle lieben es zu reisen, also denke ich, ist unser ultimatives Ziel weltweit zu touren. In der Zwischenzeit werden wir weiter versuchen unseren Stil zu definieren, viel zu üben und jede Möglichkeit wahrzunehmen, die wir bekommen um der Welt <strong>MONGOL</strong> zu präsentieren.</p>
<h4>Möchtest du zum Schluss noch irgendetwas loswerden?</h4>
<p><strong>T.T.</strong>: Holt euch am 29. April unsere EP &#8222;Warrior Spirit&#8220; von unserer Bandcamp- Seite. Sie kostet nur 3 kanadische Dollar (ungefähr 2 Euro)! Und natürlich Danke fürs Interview, <strong>Sarah</strong>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/MongolCanada/">Facebook</a></p>
<p><a href="https://mongolcanada.bandcamp.com/">Bandcamp</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>In Frankreich gibt es nicht nur Käse</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sarah H]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Apr 2017 09:33:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Album]]></category>
		<category><![CDATA[Symphonic Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Symphonic Death Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ENTROPIA INVICTUS – Human Pantocrator Veröffentlichungsdatum: 24.02.2017 Dauer: 40:57 Min. Label: M &#38; O Music Genre: Symphonic Black Metal/ Symphonic Death Metal In Frankreich gibt es nicht nur Käse, sondern auch gute Musik Die Band ENTROPIA INVICTUS kommt aus einer Region in ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>ENTROPIA INVICTUS</strong> – Human Pantocrator<br />
Veröffentlichungsdatum: 24.02.2017<br />
Dauer: 40:57 Min.<br />
Label: M &amp; O Music<br />
Genre: Symphonic Black Metal/ Symphonic Death Metal<span id="more-16201"></span></p>
<h3>In Frankreich gibt es nicht nur Käse, sondern auch gute Musik</h3>
<p>Die Band <strong>ENTROPIA INVICTUS</strong> kommt aus einer Region in Frankreich, die mir vorher nur aus meinem Französisch-Lehrbuch bekannt war – die Auvergne. Musikalisch bewegt sich die Band in Richtung <strong>Symphonic Black bzw. Symphonic Death Metal</strong>. <strong>ENTROPIA INVICTUS</strong> lässt sich am ehesten mit Bands wie <strong>SEPTICFLESH</strong> und <strong>FLESHGOD APOCALYPSE</strong> vergleichen, aber auch Bands wie <strong>DIMMU BORGIR</strong>, <strong>CARACH ANGREN</strong> und <strong>SHADE EMPIRE</strong> scheinen die Band zu inspirieren. Textlich geht es vor allem um die Menschheit, ihrem Platz im Universum, und deren Macht etwas zu erschaffen aber auch zu zerstören. Laut <strong>ENTROPIA INVICTUS</strong> heißt &#8222;Human Pantocrator&#8220; übersetzt soviel wie <strong>&#8222;allmächtiger Mensch&#8220;</strong> und ich finde, das trifft es ziemlich gut.<br />
Zuvor hat die Band in gleicher Besetzung unter dem Namen <strong>ENTROPIA</strong> Melodic Black Metal gespielt. Da die Platte &#8222;Human Pantocrator&#8220; aber musikalisch doch in eine andere Richtung geht, kann diese Scheibe als <strong>Debüt-Album</strong> gewertet werden. Und was für eins, sag ich euch!</p>
<h3>Es donnert und gewittert in der Auvergne</h3>
<p>Der Opener des Albums &#8222;<i>I will Overcome&#8220;</i> geht sofort ins Ohr. Achtung! Das könnte eine neue Hymne werden! Die Melodie ist absolut episch und harmoniert fantastisch mit dem gutturalen Sound des Sängers. Es fällt sofort auf, dass der Sänger<strong> Jérôme Bougaret</strong> Talent hat und seine gutturale Stimme sowohl sehr tief als auch etwas höher und kratziger in Szene setzen kann. Absolut beeindruckend.<br />
Die orchestrale Untermalung des zweiten Songs &#8222;<i>Euphoria&#8217;s End&#8220;</i> erinnert mich stark an <strong>FLESHGOD APOCALYPSE</strong>. Kein Wunder, dass <strong>ENTROPIA INVICTUS</strong> in Frankreich Support-Act für diese waren. Ab der 2. Minute setzen alle „krachmachenenden“ Instrumente aus und es beginnt ein trauriger Klavierpart, bis dann bei Minute 3:10 wieder das absolute Geschredder losgeht. Einfach nur großartig!<br />
In &#8222;<i>The Builder The Destroyer&#8220;</i> wirken die industriellen Klänge wie ein bedrohlicher Herzschlag. Mit seiner unrhythmischen Instrumentalisierung löst er ein kleines Stück Wahnsinn in mir aus.<br />
Der Song &#8222;<i>In the Attic&#8220;</i> ist für mich <strong>der klassische Symphonic-Black-Metal-Song</strong>. Die kratzigen Vocals harmonieren hier mit dem allseits bekannten Chorgesang. Man merkt jetzt schon, dass mit jedem Song etwas anderes kanalisiert wird. Ich bin schon jetzt absolut hin und weg von der Platte!<br />
&#8222;<i>Cosmogenic Pandemonium&#8220;</i> hört sich für mich wie ein Erbe der ersten Alben <strong>SEPTICFLESH</strong>s an, klingt aber deutlich bedrohlicher.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_16301" aria-describedby="caption-attachment-16301" style="width: 1014px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-16301 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/Band_Entropia-Invictus_small-1024x570.jpg" width="1024" height="570" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/Band_Entropia-Invictus_small-1024x570.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/Band_Entropia-Invictus_small-300x167.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/Band_Entropia-Invictus_small-750x418.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/Band_Entropia-Invictus_small.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-16301" class="wp-caption-text">Kommen ganz ohne Corpsepaint aus &#8211; <strong>ENTROPIA INVICTUS</strong></figcaption></figure>
<p>&#8222;<i>Kurzweil&#8217;s Dream&#8220;</i> ist, wie der Name schon sagt, ein kurzweiliges Interlude, um den Hörer auf die zweite Hälfte dieser epischen Scheibe vorzubereiten. Hier kommt wieder der <strong>Mecha-Heartbeat</strong> von &#8222;Entrophia&#8217;s End&#8220; ins Spiel.<br />
Im nächsten Song &#8222;<i>Singularity&#8220;</i> untermalt der geschickte Einsatz von Streichern die kraftvollen Growls des Sängers.<br />
In &#8222;<i>Tree of Creation&#8220;</i> werden die Vocals durch orchestralen Sound ergänzt. Auch hier hör ich wieder ein wenig <strong>SEPTICFLESH</strong> heraus.<br />
Der nächste Song dreht sich um das<strong> Selbstbild der Menschheit</strong> und heißt deshalb treffenderweise &#8222;<i>Reflection&#8220;</i>. Nicht nur die Lyrics gehen hier unter die Haut.<br />
&#8222;<i>Imperfect God&#8220;</i> ist melodisch und hält den Menschen und deren arrogante Art des Seins einen Spiegel vors Gesicht.<br />
Der Song &#8222;<i>Among Us&#8220;</i> schließt die Platte würdig ab, indem er klassisch-symphonische Passagen enthält, aber auch einen Part mit Akustik-Gitarre.</p>
<h3>Für wen ist die Scheibe geeignet?</h3>
<p>Die Scheibe hat mich von der ersten Minute an fest gepackt und mir den Atem verschlagen. Ich kann die Platte jedem Symphonic-Black- bzw. Symphonic-Death-Metal-Fan ans Herz legen. Wer die orchestrale Umsetzung in Alben von <strong>SEPITCFLESH</strong> und <strong>FLESHGOD APOCALYPSE</strong> zu schätzen wusste, sich das Ganze aber immer etwas bedrohlicher gewünscht hatte, dem ist &#8222;Human Pantocrator&#8220; wärmstens zu empfehlen.<br />
Besonders gefällt mir die Thematik des Albums, denn es verzichtet komplett auf Horror, Tod und Verderben. Stattdessen spricht es die Schwächen des Menschseins an. Sehr gelungen! Das Album läuft bei mir mindestens ein Mal pro Tag. Ich finde dieses Album ist ein absoluter Geheimtipp und die Band muss sich nicht verstecken. Ich hoffe darauf, dass sie in Deutschland auch bald live zu sehen sein werden.&nbsp;</p>
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