Da brummt der Kopf – Headache Inside

Freitag, 07.07.2017

Was mache ich vor der Abfahrt zu einem Festival wie dem Headache Inside? Richtig, ich freue mich wie Bolle.
Schließlich warten während der nächsten zwei Tage geile Bands wie CRISIX und STALLION in einem überschaubaren Gelände auf mich. Verknüpft mit einem der ersten Auftritte von DISBELIEF nach sieben Jahren Abstinenz, wäre ich schön blöd, mir das entgehen zu lassen. Deshalb heißt es für mich: Ab in den Norden Brandenburgs!
Ein paar umfahrene Staus später, merke ich sofort, wie toll die Gegend doch ist. Die in Brandenburg seltenen Misch- und Laubwälder mit ihren grünen Böden, sind Kundschafter einer großartigen Naturlandschaft. Mitten im Nirgendwo befindet sich das Gelände jedoch nicht. Ahlimbsmühle liegt an einer Bundestraße nach Templin und wird oft von Radfahrern heimgesucht. Doch diese sind für gewöhnlich älter als die Exemplare, denen ich auf meinem kleinen Spaziergang begegne. Ich will nach Ankunft und Zeltaufbau nur das Revier beschnuppern, da kommen mir zwei verschwitzte junge Männer auf ihren Fahrrädern entgegen. Die sind erfreut zu erfahren, dass das Festivalgelände nur noch ein paar Meter strammes Strampeln entfernt ist. Trotzdem gehören sie zu einer Bevölkerungsgruppe, die hier zum Teil wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden. Berliner haben es außerhalb von Berlin halt nicht einfach, aber dazu später mehr.

Lust auf eine Fahrradtour?

Vorsicht Presse

Jetzt heißt es vorerst sich mit einer Rezension die Zeit zu vertreiben. Mit RIMRUNA auf den Ohren vergeht die Wartezeit bis zur Öffnung der Scheune wie im Flug. Bevor es im Zelt zu stickig wird, wage ich mich heraus und schaue mich noch einmal auf dem Gelände um. Übersetzt heißt das: Sogar Silence-Schreiberlinge müssen ab und an aufs Klo. Fotos von den netten Herren am Einlass kann ich euch leider nicht liefern, die waren irgendwie Presse-scheu. Als ich mit dem Ruf „Vorsicht, Presse!“ begrüßt werde und alle sich die Hände vor das Gesicht halten, fühle ich mich direkt gut aufgehoben. Sarkasmus und Ironie werden hier genauso groß geschrieben wie Gastfreundlichkeit.

Frisch geleert und mit dem Bändchen am Arm gönne ich mir also um 19:30 FULL ASSAULT. Von draußen in die Scheine wechselnd, erschlägt mich die Atmosphäre. Der Raum ist zu diesem Zeitpunkt schon ordentlich nebelig. Mit etwas anderem als Rauch füllt sich der Schuppen jedoch nicht – der Sänger hätte am liebsten eine Ansage per Megafon. Nach dem Motto „selbst ist der Mann“ begibt er sich nach draußen, um die Leute hereinzuprügeln. Ihm folgend betreten einige der Gäste die Scheune und es geht endlich los. „Wir fangen dann einfach mal an.“, wird proklamiert und schon wird los geböllert. Der Sound stimmt und die ausgedehnten Gitarrenpassagen sagen der Meute den Kampf an. Schon nach zwei Songs haben alle Bock auf mehr, denn FULL ASSAULT treffen mit ihrem Thrash Metal genau die Gemüter der Besucher. Als erste Band zu spielen, heißt auch immer den Ton anzugeben. Genau dieses Unterfangen bereitet den New-Wave-Thrash’ern kein Problem. Obwohl sie nur zu dritt sind, liefern die Schweriner ordentlich ab. Was hier live so monumental wirkt, hat mich zwar auf Platte nicht wirklich überzeugt, passt nun aber zur Stimmung. Ihr Thrash Metal hat nicht nur Anleihen bei den üblichen verdächtigen KREATORSODOM und TANKARD, dank dem von Shouts dominierten Gesang erinnert es mich auch stark an „Shogun“-Ära TRIVIUM – nur halt ohne klaren Gesang. 

Die Bühne ist bereit!

Hauptstädter-Rassismus und Gotteslämmer

Noch grooviger wird es beim nächsten Act. THE FERRYMAN aus Berlin wirken moderner und hipper als ihre Vorgänger. Ihr Genre ist jedoch 2004 mit „Ashes Of The Wake“ bereits vollendet gewesen. Das finden die meisten Leute hier auch und schauen sich die Band einfach nicht an. Ich stelle fest: Groove Metal scheint im Norden nicht gut anzukommen. Letztendlich füllt sich der Raum nach und nach, aber einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt das schon. Ist das wieder der altbekannte Rassismus gegenüber Berlinern, der quasi überall in Brandenburg Anklang findet? Naja ich will den netten Leuten hier nichts unterstellen, verwundern würde es mich aber nicht. Es kann auch daran liegen, dass diese relative Spielart nicht so sehr gefällt, wie der zehntausendste DESTRUCTION-Klon.
So viel anders als die Väter ihres Genres machen es THE FERRYMAN aber auch nicht, wurde hier nur ein anderer Stil kopiert. Ob diese LAMB OF GOD Tribut Band beliebt ist oder nicht, ist aber auch egal. Schließlich fliegen auch bei den Berlinern einige Fetzen vor der Bühne, es wird etwas zögerlich dazu mit dem Kopf genickt. Um das zu beschleunigen springt einer der Jungs herunter zu den Zuschauern und versucht sie zu animieren. Mit dem Versuch, mich dabei in den Arm zu nehmen und mit mir zur Musik zu wippen, scheitert er leider kläglich. Sorry, ich will gerne dann ausrasten, wenn ich mich danach fühle. Für ihren einzigen Verspieler haben sie dann eine super Ausrede parat. Schnell eine gewollte „Interlude“ erfunden und schon darf der Song von Neuem anfangen. Was mich etwas stört, ist die Vorhersehbarkeit der Songs. Nichtsdestotrotz lassen es sich die fünf Jungs nicht nehmen ein „Redneck“-Riff nach dem anderen abzulassen.

Der Thrash Metal Teil des Abends wird eingeläutet von CRISIX. Besuch aus Barcelona gibt es in der Nähe von Templin wahrscheinlich nicht so oft. Umso schöner ist es, dass sich das junge Quintett in diese wunderschöne Gegend traut. Das findet auch das Publikum und kaum einer lässt sich die Show entgehen. Besonders ins Auge fällt hier die Lead Gitarre – ohne Probleme knüpft hier ein Solo an das andere an und die Leute lieben es. Der riesige Andrang an Menschen verlangt dann oft genug nach einer Zugabe, bis die Spanier ihre letzten Lieder zum Besten geben.
Ganz witzig dabei: In einem der Songs geht es um Freeza von Dragonball und daraus wird kein Hehl gemacht. Zwischendurch wechselt dann jeder einmal das Instrument und es geht weiter wie gewohnt mit Crossover-Thrash. Am Ende wird wieder zurück gewechselt und es finden sich genügend Dragonball Fans, die dann auch den Pit beleben. Diesen gelungenen Auftritt von CRISIX wird hier keiner so schnell vergessen.

DISBELIEF zerfetzen alles

Auf den Höhepunkt des Abends freue ich mich schon eine Weile. Wem DISBELIEF noch kein Begriff sind, hat wahrscheinlich die letzten Jahre hinter dem Mond gelebt. So geil wie die Jungs klingen nur wenige Todesmetaller aus Deutschland. Genre-Kenner und interessierte Death Metal Neulinge versammeln sich deshalb vor der Bühne, um Zeuge des Wahnsinns zu werden. Mit ihrer Reunion nach ganzen sieben Jahren Pause versüßen sie so ziemlich jedem im Raum die Zeit. Was bleibt da noch mehr zu sagen außer: ich breche mir jetzt den Nacken!

Samstag, 08.07.2017

Das hier alles familiär abläuft, fällt spätestens bei der Running Order des zweiten Tages auf. Frühstück gibt es ab um 8, die Bar öffnet drei Stunden später. Wer die ominöse Bungalow Bash-Band ist, weiß ich zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht. Ich glaube sie ist entweder an mir vorbei gegangen ohne dass ich sie als solche erkannt oder verschlafen habe. Vielleicht verrät mir ja das komische Geräusch etwas, dass vom Campingplatz 1 zu mir schallt. Was wie eine Band klingt, die Pop-Songs mit Riffs unterlegt, bringt mich an meiner „Futterstelle“ zum Schmunzeln. Ich stopfe also meine Pommes in mich hinein, um der Sache auf den Grund zu gehen. Wer will schon die Überraschungsband verpassen? Man braucht kein Mitglied der drei Fragezeichen sein, um – am Ort des Geschehens angekommen – festzustellen was hier läuft. Ein bekannter Hit nach dem anderen wird erfolgreich verhunzt, auch wenn der Sound hier draußen viel schwieriger zu managen ist als in der Scheune.
Die Metal-Version von „Dark Horse“ (KATY PERRY) kommt also von der „Bungalow Bash“-Überraschungsband!

Auf dem Campingplatz entspannen und FREAKWAVE METAL COVER lauschen

Nicht nur neue Chart-Stürmer hat das Duo auf dem Kasten. Egal ob SCOOTER oder NEW KIDS ON THE BLOCK, jeder bekommt sein Fett weg! Was für ein surreales Spektakel, dass sich den Besuchern bietet. Die beiden Gitarristen haben sichtlich Spaß daran „Who let the dogs out?“ für die Metaller aufzubereiten. Wer also auf arme, von E-Gitarren vergewaltigte Pop-Songs steht, der sollte sich FREAKWAVE METAL COVER anhören. Ich gehe nach ihrem Auftritt wieder spazieren und dann zur Scheune – auf zur ersten Band mit eigenen Songs. Die nächsten Stunden werde ich dort wohl ein Lager aufschlagen!

 

DYSTOPIA haben Spaß am Spiel

DYSTOPIA spielen unverhofft früh, aufgrund irgendeiner Verschiebung müssen sie sich ranhalten. Irgendwie bekomme ich aber auch nichts mit! Nichtsdestotrotz findet der ein oder andere schon in die Scheune um dem modernen Metal der Greifswalder zu lauschen. Anleihen von Thrash-Metal dürfen in der Melodic-Death-Metal-Mixtur natürlich nicht fehlen. Das macht ordentlich Bock auf mehr. Jung und alt finden hier vielleicht mal eine Konsens-Band. Obwohl das gar nicht nötig sein dürfte – Achtung jetzt kommt ein Seitenhieb – schließlich sind die meisten Fans des Thrash Metal schon gut gereift. Kaum sind alle den Rhythmen von DYSTOPIA erlegen, kommt die ernüchternde Ansage für alle, die der alten Running Order vertrauten. Noch zwei Songs und DYSTOPIA verlassen die Bühne. Mit Bravur und weiteren dramatischen Posen des Frontmanns geht das Set also zu Ende … ein paar neue Fans sollte man hier gefunden haben. 

Stefan von DYSTOPIA hat sichtlich Bock auf Metal

Die nächste Änderung im Plan: STALLION bauen vor RAWHIDE auf. Spätestens zu diesem Zeitpunkt werde ich das Gefühl nicht los, noch irgendwas verschlafen zu haben. Das ist bei STALLIONs Aufmachung aber sowas von egal – der schrille Sänger sieht nicht umsonst aus wie der Hair-Metal in Person. Hannes hat die neueste Scheibe sehr gut gefallen, weshalb meine Erwartungen im Keller sind. Was kann schon gut an einer Band sein, die von Hannes gelobt wird. Direkt zu Beginn des Sets muss ich jedoch feststellen, „Kacke, Hannes hat Recht.“. Der Auftritt der Baden-Württemberger ist so energiegeladen und voller Retro-Charme, dass kaum jemand Ihnen widerstehen kann. Neben den schnellen, over the top Klischee behafteten Songs gibt es dann sogar eine langsamere Nummer, die „unserer Liebe zum Doom am nächsten kommt“. Den nicht mal 20 Sekunden langen Grindcore-Heavy Metal Filler „Kill Fascists“ spielen sie auch zwei mal. Moment mal eine Oldschool Band die was gegen Faschisten hat? Solche Ansagen hört man gerade im Heavy Metal kaum. Trotz oder gerade wegen der politischen Nachricht kommen STALLION super an. Da müssen die nächsten Bands ordentlich nachlegen.

„Kacke, Hannes hat Recht.“

Hammer-Outfit, Hammer-Stimme (STALLION)

Die kommenden 45 Minuten gehören RAWHIDE. Ernüchternderweise sind sie ungefähr so drauf wie ich sie mir vorgestellt habe. Die Musik haut mich einfach überhaupt nicht vom Hocker. Wenn sich das Gefühl noch nicht eingestellt hatte, wie versessen die Bands hier auf die Vergangenheit sind, dann machte es sich jetzt in der Magengegend breit. Die Schweden stehen nämlich unglaublich auf MOTÖRHEAD, was zwar nicht schlimm ist, sich aber komplett in ihrem Sound niederschlägt. Kommt da noch was eigenes? Bis zu RAWHIDEs verdächtig monotonen Rock-Einlage versuchte jede Truppe den eigenen Charme spielen zu lassen. Genau das vermisse ich bei ihnen.

RAWHIDE haben es mir nicht so angetan

Von Babysittern auf der Bühne, ruhigen Momenten und steifen Nacken

Was zwischen den Auftritten passiert, erinnert stark an eine Familienfeier. Jeder, egal ob er hier arbeitet oder als Besucher da ist, scheint Hund und Kind mit in den Urlaub genommen zu haben. Wer sich einen Namen als Babysitter machen möchte, dem bieten sich hier einige Möglichkeiten. Dafür wird es dann in den Nächten etwas leiser als auf anderen Festivals, was die Augen freuen dürfte. Selbst wer ganz normal im Zelt und nicht in einem der wenigen Bungalows schläft, wird hier mit Schlaf belohnt. Für diese Rücksichtnahme gegenüber allen Besuchern, die Ruhe brauchen, gibt es nochmal einen Bonuspunkt.  

Versorgt mit einer Cola und voller Hoffnung auf mir zugänglichere Musik gehe ich zu INSIDIOUS DISEASE. Leute, ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie erleichtert ich bin, als die erste Note gespielt wird. Eingängige und stumpfe Death Metal Riffs werden gepaart mit den dafür typischen Blast Beats. Für sowas lässt sich mein Herz immer erweichen. Apropos erweichen, mein Nacken erinnert sich so langsam an DISBELIEFs gestrigen Auftritt. Zum Mitnicken bin ich noch in der Lage, aber zu mehr reicht es nicht. In letzter Zeit habe ich mein Training wohl zu oft sausen lassen. Ist euch sowas peinliches auch schon passiert? Meine jämmerlichen Headbang-Versuche sind INSIDIOUS DISEASE zum Glück egal. Sie hauen uns einen knalligen Song nach dem anderen um die Ohren. Obwohl alle eine Zugabe fordern kommt es nicht dazu, die Änderung in der Running Order scheint alle unter Zeitdruck zu setzen. Da hilft leider nicht mal eine prominente Besetzung durch zahlreiche Urgesteine (NAPALM DEATH, MORGOTH, DIMMU BORGIR).

INSIDIOUS DISEASE (schaut mal ein ABYSSIC-Shirt im Hintergrund)

Noch einmal frische Luft schnappen und es ist soweit. Ich erfahre nun endlich, für wen hier so fleißig umgebaut und an Zeit gespart wurde: Niemand anderes als die legendären KRISIUN aus Brasilien wurden quasi in der letzten Sekunde gebucht, denn Air Berlin hatte den Flug nach Spanien, ich zitiere die Veranstalter, „verkackt“. Jetzt sollen sie uns mit ihrem Death Metal nochmal ordentlich einheizen. Mich haut die zweite Überraschungsband des Tages komplett von den Socken. Unglaublich präzise und mit der Kraft einer Dampfmaschine überrollen sie das Headache. Wer hätte auch etwas anderes erwartet. Songs wie „Blood Of Lions“ laden gerade dazu ein, zu ihnen gesamte Veranstaltungsorte in Schutt und Asche zu legen. Der Respekt gegenüber den Veranstaltern scheint die Zuschauer jedoch zurückzuhalten, anders kann ich mir nicht erklären, wie nichts bei diesen Hymnen der Zerstörung beschädigt wird.

Noch einmal tief Luft holen, bevor der Sturm losbricht (KRISIUN)

Der Saal bebt und die Brasilianer geben nicht nach. Zaghaft bildet sich ein Pit, dass immer größer zu werden scheint. Urplötzlich übertragt sich diese Energie auf die gesamte Scheune – und das nicht ohne Grund. Mit ihrem „Ace Of Spades“ Cover wollen KRISIUN einem der Größten Respekt zollen. Damit werde ich am heutigen Tag zum zweiten Mal an MOTÖRHEAD erinnert. Dass die Euphorie bei diesem Lied und der vorangegangenen Ansprache der Death Metal-Titanen bei mir und allen anderen im Raum größer ist, dürfte da nicht überraschen. Am Ende des Sets bin ich einfach nur dankbar, dass die Crew vom Headache Inside im Akkord alles umgestellt haben. Ohne sie hätten KRISIUN dieses Festival und dieses Festival KRISIUN verpasst.

KRISIUN bei der Ansprache zu Lemmy

Der wirklich letzte Auftritt des Festivals ist für SUICIDAL ANGELS reserviert. Zahlreiche Shirts und Jacken mit dem Logo der Athener durfte ich bereits sehen, zwei Banner werden auf der Bühne aufgebaut. Werden sie zurecht so sehnlichst erwartet? Beim Publikum kommen die Griechen schon mal richtig gut an. Das Pit scheint immer größer zu werden und die Scheune ist so voll wie gestern bei DISBELIEF. Jeder Song wirkt schneller als der vorherige und es wird sich in Ekstase gespielt. Dazu werden vor der Bühne die Haare geschüttelt, bis einem schwindlig wird. Es wird mal wieder bewiesen, wer die Könige des griechischen Thrash-Metal sind. Völlig fertig und schon etwas erkältet, watschel ich zu meinem Zelt und verarbeite meine Notizen vom Vortag. was für eine tolle Veranstaltung. Bei so vielen internationalen Größen auf einem derartig kleinen Festival, kann ich nur anerkennend nicken und ein dummes Gesicht machen, bevor mich meine Zeltnachbarn schlafen lassen. 

Sonntag, 09.07.2017

Aufstehen, Wecker ausschalten, zu den Toiletten rennen, alles verstauen, Zelt abbauen und auf die Fahrt nach Hause warten. Das Festival ist für dieses Jahr vorbei und hat mich sichtlich beeindruckt. Zum Glück warte ich etwas länger als erwartet auf meine Heimreise und kann schon etwas am Bericht feilen. Beim letzten Blick auf das Gelände heißt es dann innerlich Abschied zu nehmen von einer netten Crew, tollen Bands und vor allem einem geilen Festival. Für die Vergesslichen unter euch ein tl;dr: Was war jetzt so gut am Headache Inside?

Es gibt ein großartiges, aber kompaktes Paket an Bands von allen Größenordnungen, Dafür bezahlt man nicht viel und fühlt sich von Anfang an willkommen. Für einige der nur 200 Besucher ist das Line-Up jedoch augenscheinlich zweitrangig. Viel wichtiger ist ihnen, alte Bekannte zu treffen, mit einem kühlen Bier am Lagerfeuer zu sitzen und eine kleine Wiedersehens-Fete zu feiern. Wer Teil dieser Familie werden will, wird bestimmt gut aufgenommen. Zusammen mit der wunderschönen Umgebung machen diese Faktoren das Headache zu einem Festival, dass seinen Namen verdient hat. Mein Kopf brummt auf der Rückfahrt auch, sei es nun wegen der guten, lauten Musik oder meiner voranschreitenen Erkältung.

Da bleibt mir am Ende nur, mich den zahlreichen Bands anzuschließen, die sich ausdrücklich bei Dennis und der gesamten Crew bedankten. So ein kleines, feines und familiäres Festival gäbe es nicht ohne ihre harte Arbeit. Auf Wiedersehen Headache Inside, wir sehen uns in einem Jahr!


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