Home»Lifestyle»Kolumnen»Das Aussterben von Konzerten

Das Aussterben von Konzerten

184
Shares
Pinterest Google+

Wo bleibt ihr?

Es ist Samstag, 21 Uhr. Ich stehe in einem kleinen aber feinen Klub in meiner Stadt. Im Hintergrund läuft „Killers“ von IRON MAIDEN. Um mich herum lungern 10 Nasen an der Bar auf Hockern, oder stehen draußen und verzehren ihr mitgebrachtes Bier. In knapp 30 Minuten spielen 2 Bands aus Brasilien – die für 2 Konzerte in Deutschland extra halt auf ihrer Tour gemacht haben – sowie eine lokale Band. Es wurde ausgiebig Werbung in den digitalen Medien mit Plakaten, sowie Flyern gemacht. Und doch werden es nicht mehr als 20 Leute sein, von denen die Hälfte erst beim Headliner aufkreuzt, um den Eintritt zu bezahlen. Der Rest stand, während der Opener sich redlich bemühte, draußen und ignorierte gekonnt 1 Stunde lang feinsten Metal, anstatt das volle Paket zu nutzen.

Doch kaum ist der Obolus gelöhnt, steht der Hauptact sogleich vor der nächsten Hürde. Ein großer Halbkreis bildet sich vor der Bühne, nennen wir es das „U“, der sich bis zum Ende des Konzertes nicht schließen wird. Fast alle stehen teilnahmslos am Rand, wippen skeptisch mit ihren Füßen. Nur 6 Menschen, 4 davon auf der Bühne, lassen ihrer Laune freien Lauf und schütteln ihr Haupthaar. Immerhin sind ein paar Seelen vom Sofa aufgestanden, haben sich unter Menschen begeben und sehen jetzt exotische Bands aus Übersee. Für einen lachhaften Preis von gerade einmal 5 Euro. Ihre Freunde, die vor dem Rechner weiter gammeln, ärgern sich im Nachhinein, dass sie etwas Großartiges verpasst haben. Nämlich:

Eine tolle unbekannte brasilianische Metalband

Für 15 Euro habe ich den Auftritt erlebt, eine CD und ein T-Shirt gekauft. Mehr Leistung geht nicht! Aber das nur am Rande.

Das von mir beschriebene Szenario ist kein Märchen, nicht aus einem meiner erfolgslosen Bücher (da ich keine schreibe), sondern die bittere Realität. Jenes Beispiel wurde zum Teil aus erlebten Konzerten zusammengebastelt. Solche Situationen sind immer ein Graus für den Veranstalter, die Bands, den Ruf der Stadt, und natürlich für die Szene, in der wir mehr oder weniger einen großen Teil unseres Lebens verbringen. Mich beschäftigt dieser Gedanke seit Jahren, traurigerweise ist es nicht immer nachvollziehbar, wie sowas möglich ist.

Fangen wir aber mal von vorne an

Wir leben heute mehr denn je in einer Zeit, in der das Angebot für neue Alben, neue Bands oder neue Festivals
immer mehr zunimmt, ja sogar den Fan überflutet. In einem früheren Artikel erwähnte ich, dass ungefähr 150 bis 200 neue Alben PRO MONAT erscheinen. Wohlgemerkt nur im Rock oder Metal! Dies allein stellt sich schon als Mammutprojekt heraus. Ich wüsste gar nicht, was ich davon alles neu entdecken soll, geschweige denn kaufen möchte. Also bleibe ich bei altbekannten Bands, die seit Jahren in meinem Regal stehen, und fahre dementsprechend zu Konzerten dieser Bands. Spielt dann noch ein Interpret ständig an jeder Steckdose, trübt das sowieso meine Laune, jedes mal so eine Veranstaltung wahrzunehmen.

Großartig, aber unbekannt: Dot Legacy
Großartig, aber unbekannt: DOT LEGACY

Hier liegt der Hase im Pfeffer

Mein Anspruch an neue Bands misst sich mit dem der alten. Einer unbekannten Band eine Chance zu geben, sie zu unterstützen, ohne sie zu kennen, ist gering. Das lässt sich wunderbar auf das oben gezeigte Beispiel anwenden. Viele Leute sehen die Werbung für solche Konzerte in ihrer Stadt, aber besuchen sie nicht. Oft sind es Gründe wie: mangelnde Finanzen, feststehende Termine, Arbeit.

Oder aber der Satz: „Och nee! Die Bands kenn ich nicht! Was, wenn die mir nicht gefallen? Ist nicht ganz mein Geschmack.“

Bei so einer Aussage bekomme ich Plaque! Nicht weil es mich stört, dass meine Mitmenschen andere Termine haben, oder kein Geld für solche Veranstaltungen. Sondern weil sie übersättigt sind vom Überangebot. Weil sie des Konzertes müde geworden sind. Was der Bauer nicht kennt … Das ist doch keine dauerhafte Lösung, oder? Wie soll denn eine unbekannte Band ein Stück weit bekannter werden, wenn ihnen keiner zuhört? So mancher Abend nahm eine unverhoffte Wendung, wo die Vorband und nicht der Headliner meine Kohle einheimste, weil er einfach besser war. Das kann euch entgehen, wenn ihr zu Hause noch vorglühen wollt und solche Gelegenheiten sausen lasst. Trinken könnt ihr auch im Klub. Ich muss erwähnen, dass ich mit Absicht bei Konzerten nicht reinhöre, somit gibt es so gut wie keine Erwartungen, und zur Not lerne ich immer neue Leute kennen (wenn ich denn Lust darauf habe).

Verdammt talentierte Band, kennt natürlich keiner. Für alle, die auf authentischen Heavy Metal stehen:

 

Ich möchte, soweit es geht, hungrig bleiben und nicht die Routine Überhand gewinnen lassen

Wer so eine Meinung vertritt wie ich, muss auch mit Gegenwind rechnen. Vor ungefähr 2 Monaten hatte ich eine Diskussion darüber. Das Ende vom Lied war, dass meine Person als „naiver Gutmensch“ gebrandmarkt wurde. Also antwortete ich süffisant:

„Ich bin der Samariter und sonst keiner. Nur ich kann die Szene in meiner Stadt vor dem Aussterben retten. Deswegen besuche ich Konzerte. Nicht wegen der Musik oder der Menschen. Nee, das wäre langweilig. So etwas macht man nur wegen dem Image und der Selbstaufwertung.“

Ein wenig übertrieben, ich weiß, aber keiner von euch braucht sich schlecht vorkommen, wenn er mit Herzblut in Konzerten ein Ventil, sowie Gleichgesinnte findet.

Wie kann man [du] diesem Malheur entgegenwirken?

Indem ihr eure 4 Buchstaben zu einem Ort schwingt, wo Konzerte stattfinden. Habt keine Angst davor enttäuscht zu werden, dass allein beeinflusst eure Erwartungen schon immens. Geht pünktlich los, der Veranstalter muss sonst die Spielzeiten nach hinten verschieben, oder gar kürzen. Hört euch die Vorbands an, danach könnt ihr immer noch eure Meinung darüber kundtun, dass es euch nicht so gefallen hat. Habt Respekt vor dem Aussterben von Klublandschaften, und somit auch Konzerten. Denn es passiert schon in eurer Nähe. Und wenn es dann zu spät ist, müsst ihr im schlimmsten Fall lange Wege für einen Auftritt auf euch nehmen, um Bands zu erleben. Keine schöne Vorstellung, oder? Das merken sich auch die Musiker, sie spielen weniger in der eigenen Umgebung, oder meiden sie komplett. Zeigt ihnen Präsenz und dass die Stadt, in der ihr lebt, noch nicht tot ist.

Eine Sache noch: Bitte bildet kein „U“ vor der Bühne, das sieht grauenhaft aus, wenn man AUF der Bühne steht.

Bild mit freundlicher Genehmigung von Dot Legacy

Du liest diesen Beitrag, weil unsere Autoren lieben was Sie tun - wenn du Ihre Arbeit liebst kannst du uns, wie andere schon, unterstützen. Wie? mit einem kleinen monatlichen Beitrag über silence-magazin@patreon Patreon
Vorheriger Beitrag

SYSTEM OF A DOWN sind 2017 wieder auf Tour

Nächster Beitrag

Aus den Tiefen #16 - Zubrowska

67 Kommentare

  1. […] im Jahre 2014 spielte eine junge französische Band in meinem Lieblingsclub in meiner Stadt. Was mich erwartete, wusste ich nicht so recht, doch ich ließ mich einfach mal […]

  2. Elektrolurch
    24. November 2016 bei 1:05 — Antworten

    Da kommt auch nichts Neues mehr. Metal ist eh tot. Und das schon sehr sehr lange 😉

  3. max.power
    23. November 2016 bei 13:54 — Antworten

    Naja, ich glaube auch nicht, dass Konzerte aussterben. Da müsste man mir schon Zahlen zeigen.
    Aber zwei Dinge zum Thema des Artikels:
    1. Zeiten und Moden ändern sich. Manche Musikrichtungen reißen eben auf Dauer nicht mehr so viele Leute vom Hocker, wie vielleicht mal vor 5, 10 oder 20 Jahren. Wenn man die Kids nicht mehr mobilisiert verliert man. Ich war zwischen 16 und 25 wahrscheinlich ungefähr jedes Wochenende auf 2 Konzerten und den halben Sommer auf Festivals. Jetzt geh ich vielleicht 2-3 Mal im Jahr auf n Konzert. Und ich hab keinen Bock mehr auf Headbanging, Pogo oder ähnliche Späße.
    und das führt zu 2.
    Wenn man als Band oder Veranstalter Geld verdienen will, muss man sich ans Publikum anpassen. Also der Mode folgen und die Leute als „Kunden“ gewinnen. Vor allem den Nachwuchs. Wenn das nicht klappt. Schade.
    Wer Musik nicht zum Spaß, sondern als Beruf macht und davon Leben will, sollte sich wirklich überlegen, ob er sein eigenes Ding durchziehen oder lieber das spielen sollte, was die Leute vor die Bühnen zieht.

  4. Hans
    22. November 2016 bei 19:31 — Antworten

    Das Problem ist die Heutige Gesellschaft, das ganze betrifft nicht umbedingt nur die Musik und Kneipen Szene. Seit ab den 2000er die DSL Anschlüsse rasend schnell zugenommen habe ist es inzwischen nicht mehr notwegig wegzugehen.
    Das war früher nötig um Freundschaften, Liebschaften und Unterhaltungen zu führen nicht weil die Band gut war aber man hatte einen Grund und vor 2000 konnte man auch einfach schlecht per SMS/Whats up absagen. Somit hat man sich halt Fr/Sa in der Stammkneipe getroffen um Up to Date zu sein, aber in zeiten von Facebook, Twitter und Smartphones kann ich mir die Titten von der neuen Flamme meines bestens Freundes auch in HD am Handy anschauen und habe daher keinen Anreiz mehr in die Dorfdisko zu gehen und mir dort das Geld aus der Tasche zu trinken oder zu schauen wie man danach wieder heimkommt, ich kann auf meiner Couch sitzen und das Bier aus dem Supermarkt trinken und dennoch die selben Informationen besitzen. Das Problem ist eher die Kneipenwirte haben nie in die Zukuft gesehen und neues Angeboten, es lief immer weiter weil es lief und nun ist eben die Generation 2016 gekommen und die Clubs werden wieder zusammengeschrumpft, und dann wenn alles wieder weg ist wird wieder einer mit einem Club beginnen und es wird sein wie in den 80ern denn es ist der Club der wieder diese Atmosphäre von Spannung und den Erinnerungen verbreiten kann.

  5. Tom
    8. November 2016 bei 14:37 — Antworten

    Ich gestehe, ich habe das Privileg in München zu wohnen. Irgendwie ist die Liste der Konzerte die ich nicht besuche gefühlt länger als die, die ich dann tatsächlich besuche. Ich rede hier von Konzerten von Bands von denen ich mindestens ein Album besitze.
    Was die Vorbands angeht kann ich mich im großen und ganzen nur einem der Vorposter anschließen, in der Regel schwankt es zwischen furchtbar/grausam bis hin zu naja/erträglich. Wenn wir in einer Zeit des Überangebotes leben, dann erwarte ich von jungen Musikern Kreativität und das sie mich irgendwie überraschen. Am besten ist das in meiner Wahrnehmung Baby Metal in der jüngeren Vergangenheit gelungen. Die konnte ich sogar schon erfolgreich bei Teenagern platzieren die sonst mehr HipHop oder Alternative hören.
    Ein weiteres Problem könnte auch sein, daß die Alten nicht aufhören (The Rolling Stones bringen demnächst ein neues Album raus), so daß dadurch mein Bedarf an Live Musik locker gedeckt wird.

  6. Michael B.
    28. Oktober 2016 bei 9:47 — Antworten

    Der Artikel mag zwar in seiner Grundaussage, dass Liveclubs aussterben stimmen, dieses Phänomen aber auf die Zuhörer abwälzen halte ich für profilneurotischen Bullshit sich mit sich selbst auseinanderzusetzen.

    Die Leute von heute möchten unterhalten werden – nicht gelangweilt werden.
    An jeder Ecke finde ich tausend neue „Musikstile“ und stelle am Ende fest, dass es sich wiederum „nur“ um Sportmetal und „ich bin kurz vor Stimmverlust“-Gesang handelt.

    Liebe Bands und liebe Musiker macht vernünftige Musik, die mainstreamtauglich ist und eure Konzerte werden sich füllen.
    Kein Mensch wird zu euren Konzerten gehen „nur“ um der Szene gegenüber loyal zu sein. So tickt die Masse eben nicht. Und ein anmaulen dieser Mainstreamies der Szenefanatiker –> das erzeugt drastischen Gegenwind und verleiht der Szene einen negativen Touch.

    Nochmal zur Kurzfassung:

    Keiner will schlechte Musik auf Konzerten! Bemüht euch um mehr Mainstream! Dann bekommt ihr Spitzbuben auch die nötige Anerkennung.

    Ich würde gerne eure Meinung hören. Schreibt mir eine E-Mail. Werde diese Seite nicht mehr besuchen. Der Schreibstil ist mir zu subjektiv.

  7. 26. Oktober 2016 bei 15:45 — Antworten

    Huch? Clubsterben? Hm… Wisst ihr, wieso ich so selten zu Konzerten gehe? weil ich jobbedingt erst kurzfristig weiß ob ich im Lande bin (oder nicht zu müde bin). Dann sind aber die Konzerte im Schlachthof Wiesbaden oft schon längst ausgebucht. tja… was soll ich sagen… und andere Version: Mittwoch um 22:30 ein Konzert… wer sagt meinem Chef, dass ich am nächsten Tag später komme!? Denke daran hapert es auch…

  8. […] Das Aussterben von Konzerten | Silence Musik Magazin […]

  9. 18. Oktober 2016 bei 9:18 — Antworten

    Hallo Hannes,-
    schöner Artikel, dem ich nur voll zustimmen kann. Ich habe selber seit 15 Jahren eine Musikkneipe in Münster, veranstalte dort regelmässig Konzerte bei freiem Eintritt und bin auch selber Musiker. Ich achte bei den Bands darauf, daß sie in ihrem Genre wirklich gut sind(keine Cover Bands!). Nun kann ich aus Erfahrung sagen, daß sich das Konzertverhalten geändert hat. Früher war die Hütte voll, auch bei unbekannten Bands. Das ist heute anders. Das Publikum ist teilweise desinteressiert und klatscht noch nicht mal. Früher undenkbar. Sehe ich aber hauptsächlich bei den jüngeren, die etwas älteren Semester können sich noch begeistern und hängen nicht die ganze Zeit über ihren Handys. Mögliche Ursachen aufzuzählen ist müssig. Ist vielleicht auch der Zeitgeist. Auf jeden Fall bin ich immer froh, wenn ich Menschen am Tresen habe, die sich angeregt über Musik unterhalten. Interesse zeigen. Musiker, die eigene Musik machen, müssen viel Idealismus mitbringen, aber umso schöner, wenn die Crowd dann abgeht. Früher gab es hier eine Kneipe, wo 3x die Woche Live Musik war. Eintritt frei. Da kamen immer Leute, egal ob sie die Band kannten oder nicht. Teilweise auch um Bekannte zu treffen, Gleichgesinnte, Freunde der Live Musik. Da war es auch mal nicht so schlimm wenn die Band nicht der Hammer war. Heute geben die Leute viel Geld für die grossen Headliner und Festivals aus. Das ist ja auch OK, aber ich habe auch schon so machen Konzertbesucher, der sich zufällig auf ein kleines Konzert in meine Kneipe verirrt hatte mit einem glücklichen Lächeln im Gesicht nach Hause gehen sehen…Ich kann nur sagen: Geht mehr auf Konzerte!

    • Fred
      26. November 2016 bei 14:37 — Antworten

      Hallo Reiner,
      für die Gäste ist das ja willkommen – freier Eintritt.
      Aber wie funktioniert das? Spielen die Bands zum Spaß oder reicht der Gastronomiegewinn zur Deckung der Kosten? Kann ich mir nicht vorstellen, denn dazu bräuchtest du ja Minimum 50 stark konsumierende Gäste, und selbst da wird es noch knapp.
      Auch finde ich, dass Live-Musik kostenlos anzubieten dieses Produkt entwertet und gleichzeitig Konzerte mit Eintrittsforderung ins Abseits gedrängt werden. Am Konzertabend ist ja die Musik das eigentliche Produkt, oder?

  10. […] Ich unterbreche die Berichterstattung von der Full Metal Cruise zugunsten eines Heimspiels. Tag1 von drei Tagen mit drei Konzerten 🙂 Es ist ein Donnerstag im Herbst und BONFIRE kommen, um dem beginnenden Winter ein paar heiße Töne entgegen zu spucken. Das Forum in Bielefeld bietet für solche Gelegenheiten eine feine Plattform und auch an diesem Tag war alles (soweit für den Zuschauer ersichtlich) bestens organisiert. Einzig schade, dass nicht mehr Leute den Weg ins Forum gefunden haben. Es herrschte zwar keine gähnende Leere, aber 50 Leute mehr hätten auch nicht geschadet. Nicht, dass es eines Tages so endet, wie hier beschrieben… […]

  11. Arkkanor
    17. Oktober 2016 bei 12:09 — Antworten

    Also ich wohne in Linz (Österreich) und in der KAPU (ein Undergroundlokal in Linz) geht es eigentlich immer
    sehr ab, wenn Konzerte sind.
    Klar bei manchen Konzerten geht man mal mehr ab und manchmal mal weniger ab, aber dieses beschriebene U habe ich da noch nie gesehen.

    Natürlich stehen hinten oder auf der Seite auch oft Leute die mit verschränkten Armen zaghaft die Füße wippen,
    aber vor der Bühne geht es eigentlich fast immer ziemlich ab.
    Zumindest auf den Konzerten bei denen ich bisher dort war.

  12. Stefan
    17. Oktober 2016 bei 11:24 — Antworten

    Grundsätzlich bin ich schon der Meinung des Autors, als Musiker finde ich es ebenfalls sehr Schade, wenn andere – und vor allem unbekannte Bands – nicht die Aufmerksamkeit bekommen die sie verdienen und nur wenige berühmte Bands sich eine goldene Nase verdienen. Aber (und da muss man einfach mal Realist sein): Auf jede gute Band kommen zig schlechte Bands. Und wenn man sehr viel auf Konzerte geht oder gegangen ist, oder auch älter wird und andere Verpflichten immer stärker in den Vordergrund rücken, dann überlegt man sich dreimal, ob man für eine mittelmäßige Band Eintritt zahlt.
    Zudem ist das auch ein ein… Phänomen (? – kann man das so nennen), dass durch den Markt selber geregelt wird. Musik ist mittlerweile einfach weniger wert, dadurch, dass man es jederzeit und überall durch spotify und youtube und wasweisichnoch vom Smartphone abhören kann. Sie ist beliebig und überall und jederzeit Verfügbar. Natürlich bieten Konzerte einen Rahmen, der einem ein Musikerlebnis bietet, was Spotify niemals kann, aber durch den gefühlten Wertverlust der Musik, scheinen eben auch Konzerte weniger attraktiv, da sie eben teurer sind als Spotify o.ä.
    Das muss man einfach realistisch sehen. Klar für die guten Musiker ist sowas schlecht und für die verbleibenden Fans auch. Aber so ist es nun einmal, so bescheuert oder ärgerlich es auch klingt. Das ist wie in einer Demokratie, die Mehrheit bestimmt wo es lang geht, und die hört eben leider nicht unbedingt Metal oder Punk oder Hard Rock etc… sondern Radio, Charts, vorgespültes Zeugs etc. Kann man aber auch niemandem übelnehmen, das muss jeder für sich selber entscheiden – jeder legt halt die Prioritäten anders. Genauso wie ein Autoenthusiast einem ökologisch angehauchtem es nicht übelnehmen kann, wenn sich dieser einen Fiat Multipla mit Erdgasantrieg kauft, anstatt einen wunderschönen Ford Mustang von 1969…

    Ist zwar Schade, ist aber so. Also Man Up und weniger rumheulen! Ich hab selber 10 Jahre in einer Punkrock Band gespielt und wir waren regelmäßig auf kleinen Touren und ja, es gab viele Abende, an denen nichts los war. Es gab aber auch viele Abende, an denen die Luzi abging als wenn es kein Morgen gäbe. Man weiß als Musiker worauf man sich einlässt.

  13. Mark
    16. Oktober 2016 bei 22:25 — Antworten

    Der Artikel erwähnt ja schon das Problem: Ws gibt super viele kleine Bands und Veranstaltungen und ein paar wenige „große“ Konzerte – die dann viel kosten aber auch musikalisch ggf. sehr viel mehr liefern. Ergo: nur ganz wenige teilen sich den Großteil der Einnahmen (Metallica …), die große Masse muss sich mit (zu) geringen Einnahmen und Besucherzahlen abfinden. Ist auch logisch: über die Medien/das Internet kann sich jeder vorher informieren und wer will schon auf das schlechtere Konzert, wenn in der gleichen Stadt auch ein besseres stattfindet. Das nennt sich „fraktale Statistik“ (siehe „The Black Swan“ – das Wirtschaftsbuch, nicht die Ballett-Schnulze) und ist eine Eigenschaft bestimmter Märkte.

    Wie kann man das ändern? Eigentlich gar nicht! Ist auch gar nicht so schlimm, finde ich. Musik machen selbst wird immer einfacher und preiswerter. Ich erwarte, dass in Zukunft viele dieser kleinen Bands eben als Hobby laufen.

  14. Tobias
    16. Oktober 2016 bei 21:40 — Antworten

    Das Problem ist nicht das Publikum. Das Problem sind anspruchslose Veranstalter, die in technisch mäßig ausgestattenen Eckkneipen in der Regel eher mittelmäßige Bands spielen lassen. Die kosten nichts und die mitgebracheten „Fans“ helfen am Tresen das Tagesgeschäft über die Bühne zu bekommen. Ich persönlich habe seit einigen Jahren im Metalbereich bei Undergrundkonzerten nichts Interessantes und Neues entdeckt. Das kann man bedauern, aber den Finger aufs Publikum zu richten, weil es keinen Bock hat, in einem von 20 Konzerten eventuell mal auf eine Kapelle zu treffen, die nicht ganz so Kacke ist, wie der Rest, halte ich für das falsche Signal. Ich habe kein Problem damit, 20, 30 oder 40 Latten hinzulegen, wenn ich prima unterhalten werde, aber für die 200. schlechte Metallica, Slayer, Motörhead oder „Wasauchimmer“ Kopie binde ich mir nicht mehr die Schuhe zu. Es ist kein Marketing-, vielmehr ein Qualitätsproblem. Und zwar auf jeder Ebene.

  15. Chris Teuber
    16. Oktober 2016 bei 10:21 — Antworten

    Vielleicht ist der Markt gesättigt.
    Jedes Dorf oder Stadtteil in Deutschland macht im Sommer sein „Festival“. Dazu Straßenfeste mit Live-Musik.
    Jede selbsterklärte „Musikkneipe“ (weil da immer im Hintergrund Rock- und Popmusik läuft, gesteuert durch einen prominent sichtbaren Screen an der Theke und olle Gitarren an den Wänden hängen) hat öfter einen Live-Gig zu bieten.
    Da wo woanders Fußball oder Olympia läuft, oder sogar mal ein „Tatort“ läuft, um die Leute zum Biertrinken zu animieren (denn darum alleinig geht es!) tritt halt eine „Band“ auf.
    Und da wir Hunderte Musikkneipen haben, Hunderte Festivals und die Leute sich per Smartphone dauerbedudeln lassen, sogar die Radionachrichten sind mit leisen Drumbeats unterlegt, sind die Leute einfach nur GESÄTTIGT.
    To much Music! Music everywhere.
    Dafür kommt keiner aus seiner warmen Butze raus, nur weil in den „coco“s, „Tom“s, „Bell-Vue“s, „Audimax“‚, „Busters“‚, „Black Inn“s, „Coco loco“s und „Chelsea“s dieses Landes mal eine (eher unbekannte) Band aufspielt.
    Am Ende kostet der zweifelhafte Hörgenuss auch noch kostbares Geld, …“nee, das geb‘ ich lieber für neue Headphones oder iTunes aus.“

  16. 16. Oktober 2016 bei 10:05 — Antworten

    Hallo Hannes. Guter Artikel. Warum manche Leute hier abgehen und meinen du kriminalisiert sie, wenn sie nicht bei „jeder Vorband“ abgehen, ist mir unbegreiflich. Haben die deinen Artikel nicht gelesen oder nicht verstanden? Vielleicht magst mal was über little dead boy schreiben. Ist ein abgefahrenes cartoonical projekt. Facebook.com/littledeadboyofficial . LG Andy

    • Hannes
      16. Oktober 2016 bei 23:29 — Antworten

      Hallo Andy,

      Meinungen sind halt verschieden, so ist das halt. Solange dabei gute Denkanstöße oder sogar Diskussionen herauskommen, finde ich das gut.
      Es wird halt schnell als „Gutmenschentum“ abgetan, wenn ich in dieser Art und Weise argumentiere. Egal, davon lasse ich mich nicht runter ziehen.
      Und ich bin noch nicht mal religiös, Veganer, oder sonst etwas womit viele diese Einstellung assoziieren.

      Danke für deinen Kommentar, er ging runter wie Öl 🙂

      Hannes

  17. Sushimaster
    16. Oktober 2016 bei 1:44 — Antworten

    Ich kann dem ganzen Artikel überhaupt nicht zustimmen, abgesehen davon widerspricht sich der Autor ja auch selber! Der Titel heisst „Das Aussterben von Konzerten“ – aber komischerweise gibt es doch immer mehr Konzerte mit immer mehr Bands – wovon eben die meisten unbekannt sind… und bleiben.
    Aber was denn nun? Sterben Konzerte aus oder leben wir im Konzert Überfluss? Das ist also schonmal Quark.

    Natürlich ist es so, dass es – gefühlt – immer mehr „Konzerte“ gibt. Jeder kleine Mini Pissclub gibt jede Woche „Konzerte“, natürlich immer mit den „ganz angesagten Indie Bands“, oder wenn die nichtmal eine Facebook Seite haben sagt man dazu „Geheimtipp“. Die Qualität ist oft doch eher mittelmäßig, und dazu alles in kleinen piefigen „Clubs“, was oft aber doch eher ne Kneipe ist. Nebenbei die Frage: Ist das Bild oben in dem Club entstanden, wo die tolle Band vor 20 Leuten gespielt hat? Viel mehr als 50 passen da aber auch nicht rein, oder? Klar, Größe bedeutet nicht sofort Klasse, aber man überlegt sich das eben schon ob man unbedingt dort hin möchte.
    Aber gern ein Gegenbeispiel dazu: Im Lehmitz (Reeperbahn, HH) spielt (-e? Zumindest bis vor Kurzem noch…) die Hausband, wovon einige auch vorher noch selber AM Tresen gearbeitet haben. Die sind auf den Tresen gestiegen und haben dort ihr „Konzert“ gemacht, was die aber nichtmal „Konzert“ nennen. Der Laden ist scheisse klein, die Musiker nett anzusehen, musikalisch aber eher so lala. Trotzdem haben die eine gute Stimmung gemacht. DA bin ich gern mal hingegangen. Aber wenn man mit so einer Erwartung zu Newcomer Bands geht, wird man eben doch schonmal sehr, sehr stark enttäuscht, es kam einfach keine Stimmung auf.

    NATÜRLICH möchte ich hier mal zur Sprache bringen: Gemeinsam Musik machen ist keine einfache Sache! Da muss immer Herzblut und viel Übung drin stecken, damit man überhaupt als Band einen Song _covern_ kann. Aber Songs schreiben ist nochmal eine ganz andere Hausnummer, die auch nicht so viele beherrschen. Und ich muss es hier mal los werden: Metal war in der letzten Zeit – für mich – nicht besonders innovativ. Die oben eingebundenen Videos klingen für mich so beliebig, das könnten auch Acts aus den 80ern oder 90ern sein. Wie will man sich da schon durchsetzen?

    In diesem aktuellen Überfluss hat man wirklich kaum eine CHANCE sich die echten Perlen raus zu suchen, und eben das begünstigt ja den „Hang zum Bekannten“.
    Ist auch eine nette Forderung, doch bitte zu jedem beliebigen Scheiss abzugehen, anstatt „ein U zu formen“.
    Tja, aber manchmal ist die Musik eben nur zum „anschauen“.

    Die Alternative wäre doch, wenn mir eine Newcomerband nicht gefällt, einfach zu gehen. Ist es dann nicht doch respektvoller bis zum Ende zu bleiben – so wie man das auch z.B. bei der Schulaufführung macht, wenn das eigene Kinde mit seiner Hammerperformance durch ist, aber noch die anderen Blagen mit dämlichen Doppel-Doppelnamen wie Don Armani Karl-Heinz (gibts nicht? Gibts doch! => https://www.welt.de/vermischtes/kurioses/article114382008/Don-Armani-Karl-Heinz-das-Essen-ist-fertig.html ) von den Tofu fressenden Helikopter Eltern dran sind. Man bleibt eben aus Respekt, das ist quasi eine Art Teilnehmerurkunde für die Bands, die mir 10-20 Euro aus den Taschen geleiert, mich aber eigentlich doch nur gelangweilt haben.

    Das ganze Prozedere habe ich jetzt oft mitgemacht… Newcomer Band überhyped angekündigt, hingegangen, entschäuscht worden.

    Und jetzt kommt so ne Flitzpiepe und erzählt mir, was für ein schlechter Mensch ich doch bin, wenn ich nicht begeistert bei jeder Scheissband abgehe und meine Kohle am Tresen und am Merch Stand raushaue.

    Ich denke der Fokus der Kritik liegt falsch. Unsere „Musikmedien“ liefern leider viel zu wenig Infos zu neuen Bands. Radiosender wie nJoy oder Einslive spielen immer nur den gleichen Rotz, Tag ein, Tag aus. Auch NDR2 spielt jeden Tag They Don’t Care About Us von Michael Jackson. Jeden Tag. NEUES? Höchstens wenns in den Charts ist, und dann ist das auch nicht wirklich neu. Auch Zeitschriften haben meistens doch nur Headliner und Mainstream Acts auf dem Cover. Wo ist da Platz für Newcomer?

    Ich könnte da noch ewig drüber schwadronieren, aber ich denke ich beende das hier mal. Den Artikel hier fand ich aber doch sehr eindimensional…

    • Hannes
      16. Oktober 2016 bei 23:25 — Antworten

      Hallo Sushimaster,

      mit freuden habe ich deinen Kommentar gelesen und bedanke mich für die Kritik, zu der du dich hast bewegen lassen.
      Ich gebe (gerne) zu das der Artikel im Nachhinein noch verbessert werden könnte. Naja was geschrieben wurde….
      Gerade WEIL es immer mehr Konzerte gibt, bleiben die Leute (auch ich manchmal) unentschlossen und gehen nicht zu Konzerten.
      Habe ich im Artikel ja erwähnt: Überangebot. Ich kann mich aber nicht entsinnen, jede mittelmäßige „Indieband ohne Facebookseite“ als Geheimtipp angepriesen
      zu haben. So verstehe ich jedenfalls deinen Frust. Ist das bei dir in der Stadt ein großes Problem? Würde mich ernsthaft interessieren.
      Das Beitragsbild stammt aus einem Club der seit über 10 Jahren existiert, 200 Leute fasst, durchaus bekannte Bands hat spielen lassen
      und wurde vor einem Konzertbeginn (nicht dieser Band) geschossen. Eigentlich aus dem Grund, dass ich dafür die Rechte habe, bzw. es keinen
      großen Stress gibt wenn ich es dafür nutze. Wohlgemerkt ohne Eigenwerbung betreiben zu wollen (eigentlich logisch). Ich möchte dir auch nahe legen, dass der Artikel meine Meinung wiedergibt. Ich bin da kein Professor oder dergleichen. Es ist doch schön seine Anschaung ungestraft wiedergeben zu dürfen oder? Ich zwinge niemanden, dass „U“ zu kriminalisieren. Ich zwinge niemanden so abzugehen/ soviel Euphorie dem entgegenzubringen wie meine Wenigkeit. Du darfst sogar jederzeit gehen wenn es dir nicht gefällt. Ist das nicht großartig?
      Der Artikel ist eher als Ermunterung an die Leute zu sehen, die genauso denken, oder dadurch einen ernsthaften Denkanstoß bekommen. Und, ich muss es sagen, um Leute wie dich zum Beispiel mal zu einer interessanten Stellungsnahme zu verleiten. Am liebsten lasse ich mich dabei als Flitzpiepe abstempeln, der nichts besseres zu tun hat und dich „beleidigen will“. Nimm es nicht zu sehr zu Herzen (erneut danke, ich bin dir nicht egal, du regst dich drüber auf). Du bist auch kein schlechter Mensch für mich, wenn du nicht zum Merchandise oder Tresen gehst. Du hast ein Konzert besucht, dadurch deinen Teil zur Kultur beigetragen, dass ist doch schonmal super. Besser als zu hause zu vergammeln und zu meckern, dass die Welt vor die Hunde geht.
      In einer Sache bin ich aber vollkommen deiner Meinung. Im Radio/Fernsehen kommt soviel Schrott, dass mir schlecht wird. Immer die gleiche Musik zu hören, ist in der Tat nervig. Und jetzt rate mal was ich deswegen mache….

      Liebe Grüße und Danke für deinen Kommentar,

      deine gutmenschliche Flitzpiepe

      Hannes

  18. Wolle
    15. Oktober 2016 bei 17:03 — Antworten

    Hannes, hier bei uns im Detmold gibt es einen guten Club, den ich früher regelmässig besucht habe ( und so manche DM, bzw. Euro dort gelassen habe ). Warum ich nicht mehr dorthin ( und woanders ) gehe: ich komme pünktlich, suche mir einen guten Platz, weil ich den Bands auch mal gerne auf die Finger sehen will ( ich bin selber Mukker ). Die Bands fangen in der Regel nicht mehr pünktlich an, sondern verschieben je nach Publikumsandrang die Zeit gewaltig nach hinten. Als jemand, der Samstags arbeiten muß ( Konzerte also Freitag ), bekomme ich in Folge nur den ersten Set mit, kurz nach der Pause muß ich gehen, da es am Folgetag früh rausgeht. Bei Eintrittspreisen zwischen 9.- und 16.- Euro überlegt man dann halt, wenn man nur die Hälfte mitnimmt…Als kleines Dankeschön platzieren sich dann die werten, aber viel später kommenden Gäste genau vor der Nase, so dass man gar nichts mehr sieht. Ach ja: und Musik-Hören wollen die eigentlich nicht, sondern sich lautstark unterhalten. Musik dient nur als nebenbei Berieselung. Dafür ist mir die Knete zu Schade!
    P S bei einem Auftritt einer Reggae-Band um angesagte 21.00 Uhr wurde es 24.00 Uhr, weil noch mehr „Freunde“ erwartet wurden….ich bin vorher gegangen und habe freundlicher weise meinen Eintritt zurück bekommen….

  19. Vince Cash
    15. Oktober 2016 bei 15:54 — Antworten

    Das was im Artikel als U beschrieben wird kenne ich als den Frankfurter Halbkreis. Ja nicht zu nahe an die Bühne, bloß nicht mehr bewegen als mit dem Fuß wippen (Arme vor der Brust verschränken nicht vergessen). Wenn sich vorne doch wer bewegt grimmig dreinschauen und wenn da am Ende gar noch gepogt wird den Tänzern kräftig ans Schienbein oder in die Hacke treten. Und bloß nicht nach Zugabe rufen …hinterher natürlich versuchen von der Band ne CD zu schnorren und bedauern daß keine Zugabe gespielt wurde.

    O.K. – selbst habe ich aus gesundheitlichen Gründen eine gravierende Freizeitumstellung durch. Statt ca. 100 Konzertbesuchen im Jahr und eigener Band bis vor ein paar Jahren mittlerweile nur noch 5 Konzertbesuche im Jahr (und keine Newcomer mehr – Vorbands ausgenommen). Allerdings vermisse ich den Halbkreis auch nicht.

    • Lodenschwein
      15. Oktober 2016 bei 16:05 — Antworten

      Was habt ihr denn alle mit dem Halbkreis?
      Also draußen abhängen ist out, drin weiter weg von der Bühne stehen ist out aber generell hingehen sollte man aber auch! Man muss ja als zahlender Gast auch gefällig sein!

      Man man! Spielt doch in erster Linie für euch selber! Schweigen heißt nicht leer sein !!!!

    • John
      16. Oktober 2016 bei 8:33 — Antworten

      „Frankfurter Halbkreis“ – Super, das triffts 🙂 Noch nie so ein bescheuertes Publikum gesehen wie hier im Rhein-Main-Gebiet!

  20. Aram
    15. Oktober 2016 bei 15:15 — Antworten

    Der ganze Artikel hingt, wie ich finde doch sehr.
    Ich bin kein Metalkenner und habe mich auch nie in der Szene aufgehalten.
    Die Bands die hier gepostet wurden, waren jetzt nicht besonders herausragend, zumindest was ich über Technik, als auch über Harmonien sagen kann.
    Aber das ist nur ein Teil.
    Der andere Teil ist mit Sicherheit die Übersättigung, das sehen wir ja auch in der Informationsbeschaffung. Die Leute werden träger, obwohl es heute soviel Informationen gibt, wie nie zuvor. Nicht jede ist wertvoll und wichtig, aber trotzdem.
    Ich glaube nicht, dass das Konzert aussterben wird, immerhin ist das noch für uns Menschen ein Aspekt den Künstler live als Mensch zu erleben. Sehr wichtig, wie ich finde. Vorbands schaue ich mir in fast allen Fällen an.

  21. Lodenschwein
    15. Oktober 2016 bei 15:01 — Antworten

    Ich mach mich mal unbeliebt und sage: ich bin überzeugter vorband verpasser!!!
    Ich bin der, der kurz vor knapp rein geht und danach die biege macht! Ich hab in knapp 1000 Konzerten wenn überhaupt ne Handvoll Vorbands entdeckt die ich für gut befunden habe! Klar jede Band fängt mal an und bla aber wenn ne Band gut ist bekommt man das schon mit. Ich nehme mir arrogant die Freiheit raus später auf den Zug aufzuspringen!
    Ich für mein Teil entdecke neue Bands über Medien und in Foren! Wenn sie tight sind und mal ein Konzi in der Nähe ist geh ich auch hin. Aber ich will da selber wählen und nicht die Erwartungen von Bands und Veranstaltern erfüllen müssen nur damit ich meinen Beitrag Leiste!

    Ja jetzt gebts mit, wie daneben das ist und wie wenig Support das ist und bla! Ich beschwere mich auch nicht wenn sich ne Band auflöst oder ein Club zu macht! Das ist nun mal Marktwirtschaft! Es gibt einfach zu viel von allem und wenn mal was hinten runter fällt ist es so. Über kurz oder lang setzt sich ne gute Band oder ein Club durch! Oder es kommt was nach! Das ist nun mal Musik die im besten Fall kostendeckend ist!
    Hasst mich!

  22. Daniela Rinne
    15. Oktober 2016 bei 14:52 — Antworten

    Ich bin da ganz auf deiner Seite Hannes!
    Bin noch eine von alten Schlag(47),die die Ära der großen Konzerthallen miterlebt hat!
    Konnte mir die Halle damals nicht groß genug sein,liebe ich heute die kleinen Clubkonzerte.
    Natürlich steuert man in erster Linie die bekannten Acts an,aber auch dort habe ich schon so viele geile Vorbands kennengelernt,die mich so positiv überrascht haben,dass ich nur sagen kann:macht euch auf den Weg,hört hin und gebt unbekannten Bands eine Chance!Und ja,schließt den Kreis vor der Bühne:-))
    Mir tun die Bands immer richtig leid,wenn das Publikum da mit totalem Desinteresse steht…
    In diesem Sinne:Keep on rockin!!!

  23. Bennoss
    15. Oktober 2016 bei 13:40 — Antworten

    Wenn das wirklich ein Trend ist, sollte man versuchen den Headliner dazu zu bewegen, zusammen mit dem Support Bilder zu machen und diese mit einer Empfehlung des Heads vor dem Konzert Online zu stellen. Meist kommen die Heads ja Mittags an, dann ist noch genug Zeit dafür

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.