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Das Aussterben von Konzerten

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Wo bleibt ihr?

Es ist Samstag, 21 Uhr. Ich stehe in einem kleinen aber feinen Klub in meiner Stadt. Im Hintergrund läuft “Killers” von IRON MAIDEN. Um mich herum lungern 10 Nasen an der Bar auf Hockern, oder stehen draußen und verzehren ihr mitgebrachtes Bier. In knapp 30 Minuten spielen 2 Bands aus Brasilien – die für 2 Konzerte in Deutschland extra halt auf ihrer Tour gemacht haben – sowie eine lokale Band. Es wurde ausgiebig Werbung in den digitalen Medien mit Plakaten, sowie Flyern gemacht. Und doch werden es nicht mehr als 20 Leute sein, von denen die Hälfte erst beim Headliner aufkreuzt, um den Eintritt zu bezahlen. Der Rest stand, während der Opener sich redlich bemühte, draußen und ignorierte gekonnt 1 Stunde lang feinsten Metal, anstatt das volle Paket zu nutzen.

Doch kaum ist der Obolus gelöhnt, steht der Hauptact sogleich vor der nächsten Hürde. Ein großer Halbkreis bildet sich vor der Bühne, nennen wir es das “U”, der sich bis zum Ende des Konzertes nicht schließen wird. Fast alle stehen teilnahmslos am Rand, wippen skeptisch mit ihren Füßen. Nur 6 Menschen, 4 davon auf der Bühne, lassen ihrer Laune freien Lauf und schütteln ihr Haupthaar. Immerhin sind ein paar Seelen vom Sofa aufgestanden, haben sich unter Menschen begeben und sehen jetzt exotische Bands aus Übersee. Für einen lachhaften Preis von gerade einmal 5 Euro. Ihre Freunde, die vor dem Rechner weiter gammeln, ärgern sich im Nachhinein, dass sie etwas Großartiges verpasst haben. Nämlich:

Eine tolle unbekannte brasilianische Metalband

Für 15 Euro habe ich den Auftritt erlebt, eine CD und ein T-Shirt gekauft. Mehr Leistung geht nicht! Aber das nur am Rande.

Das von mir beschriebene Szenario ist kein Märchen, nicht aus einem meiner erfolgslosen Bücher (da ich keine schreibe), sondern die bittere Realität. Jenes Beispiel wurde zum Teil aus erlebten Konzerten zusammengebastelt. Solche Situationen sind immer ein Graus für den Veranstalter, die Bands, den Ruf der Stadt, und natürlich für die Szene, in der wir mehr oder weniger einen großen Teil unseres Lebens verbringen. Mich beschäftigt dieser Gedanke seit Jahren, traurigerweise ist es nicht immer nachvollziehbar, wie sowas möglich ist.

Fangen wir aber mal von vorne an

Wir leben heute mehr denn je in einer Zeit, in der das Angebot für neue Alben, neue Bands oder neue Festivals
immer mehr zunimmt, ja sogar den Fan überflutet. In einem früheren Artikel erwähnte ich, dass ungefähr 150 bis 200 neue Alben PRO MONAT erscheinen. Wohlgemerkt nur im Rock oder Metal! Dies allein stellt sich schon als Mammutprojekt heraus. Ich wüsste gar nicht, was ich davon alles neu entdecken soll, geschweige denn kaufen möchte. Also bleibe ich bei altbekannten Bands, die seit Jahren in meinem Regal stehen, und fahre dementsprechend zu Konzerten dieser Bands. Spielt dann noch ein Interpret ständig an jeder Steckdose, trübt das sowieso meine Laune, jedes mal so eine Veranstaltung wahrzunehmen.

Großartig, aber unbekannt: Dot Legacy
Großartig, aber unbekannt: DOT LEGACY

Hier liegt der Hase im Pfeffer

Mein Anspruch an neue Bands misst sich mit dem der alten. Einer unbekannten Band eine Chance zu geben, sie zu unterstützen, ohne sie zu kennen, ist gering. Das lässt sich wunderbar auf das oben gezeigte Beispiel anwenden. Viele Leute sehen die Werbung für solche Konzerte in ihrer Stadt, aber besuchen sie nicht. Oft sind es Gründe wie: mangelnde Finanzen, feststehende Termine, Arbeit.

Oder aber der Satz: “Och nee! Die Bands kenn ich nicht! Was, wenn die mir nicht gefallen? Ist nicht ganz mein Geschmack.”

Bei so einer Aussage bekomme ich Plaque! Nicht weil es mich stört, dass meine Mitmenschen andere Termine haben, oder kein Geld für solche Veranstaltungen. Sondern weil sie übersättigt sind vom Überangebot. Weil sie des Konzertes müde geworden sind. Was der Bauer nicht kennt … Das ist doch keine dauerhafte Lösung, oder? Wie soll denn eine unbekannte Band ein Stück weit bekannter werden, wenn ihnen keiner zuhört? So mancher Abend nahm eine unverhoffte Wendung, wo die Vorband und nicht der Headliner meine Kohle einheimste, weil er einfach besser war. Das kann euch entgehen, wenn ihr zu Hause noch vorglühen wollt und solche Gelegenheiten sausen lasst. Trinken könnt ihr auch im Klub. Ich muss erwähnen, dass ich mit Absicht bei Konzerten nicht reinhöre, somit gibt es so gut wie keine Erwartungen, und zur Not lerne ich immer neue Leute kennen (wenn ich denn Lust darauf habe).

Verdammt talentierte Band, kennt natürlich keiner. Für alle, die auf authentischen Heavy Metal stehen:

 

Ich möchte, soweit es geht, hungrig bleiben und nicht die Routine Überhand gewinnen lassen

Wer so eine Meinung vertritt wie ich, muss auch mit Gegenwind rechnen. Vor ungefähr 2 Monaten hatte ich eine Diskussion darüber. Das Ende vom Lied war, dass meine Person als “naiver Gutmensch” gebrandmarkt wurde. Also antwortete ich süffisant:

“Ich bin der Samariter und sonst keiner. Nur ich kann die Szene in meiner Stadt vor dem Aussterben retten. Deswegen besuche ich Konzerte. Nicht wegen der Musik oder der Menschen. Nee, das wäre langweilig. So etwas macht man nur wegen dem Image und der Selbstaufwertung.”

Ein wenig übertrieben, ich weiß, aber keiner von euch braucht sich schlecht vorkommen, wenn er mit Herzblut in Konzerten ein Ventil, sowie Gleichgesinnte findet.

Wie kann man [du] diesem Malheur entgegenwirken?

Indem ihr eure 4 Buchstaben zu einem Ort schwingt, wo Konzerte stattfinden. Habt keine Angst davor enttäuscht zu werden, dass allein beeinflusst eure Erwartungen schon immens. Geht pünktlich los, der Veranstalter muss sonst die Spielzeiten nach hinten verschieben, oder gar kürzen. Hört euch die Vorbands an, danach könnt ihr immer noch eure Meinung darüber kundtun, dass es euch nicht so gefallen hat. Habt Respekt vor dem Aussterben von Klublandschaften, und somit auch Konzerten. Denn es passiert schon in eurer Nähe. Und wenn es dann zu spät ist, müsst ihr im schlimmsten Fall lange Wege für einen Auftritt auf euch nehmen, um Bands zu erleben. Keine schöne Vorstellung, oder? Das merken sich auch die Musiker, sie spielen weniger in der eigenen Umgebung, oder meiden sie komplett. Zeigt ihnen Präsenz und dass die Stadt, in der ihr lebt, noch nicht tot ist.

Eine Sache noch: Bitte bildet kein “U” vor der Bühne, das sieht grauenhaft aus, wenn man AUF der Bühne steht.

Bild mit freundlicher Genehmigung von Dot Legacy

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72 Kommentare

  1. Thorsten
    29. Mai 2017 bei 18:16 — Antworten

    War Donnerstag bis Samstag auf dem Gothic Meets Rock Open Air Ich kannte vorher keine von den Bands aber es war super ich hoffe es gibt nächstes Jahr dort wieder ein Open Air…Was stimmt die Veranstaltung hatte mehr Besucher verdient gehabt

  2. […] und am Leben zu erhalten. Das Thema zu zurückgehenden Besucherzahlen bei Konzerten hatten wir hier ja schon. Es wäre schade, wenn dem wirklich so wäre. Wie man sieht, würde damit einiges verloren […]

  3. gneurke
    6. Januar 2017 bei 17:43 — Antworten

    Ich persönlich gehöre zum jüngeren konzertbesucher kreis und habe grad fast mein erstes Jahr hinter mir in denen ich Konzerte alleine besuchen darf ( bis 24 Uhr ^^) und bin Hauptsächlich auf kleinen Konzerten unterwegs, schon alleine weil die deutlich billiger sind und ich als Schüler nich so viel verdiene mal abgesehen von der deutlich besseren und vertrauteren Atmosphäre. Ich hab dennoch einige Konzerte dieses Jahr besucht und hatte es öfters mit kleinen und vollen Clubs zu tun. Ich weiß nicht ob es an der Stadt liegt die ich zu Konzerten besuche (Leipzig) oder, dass ich auch gerne auf Punk und Hardcore-Konzerte gehe aber mir kommt es vor als würde die Szene dort noch gut laufen.

  4. […] im Jahre 2014 spielte eine junge französische Band in meinem Lieblingsclub in meiner Stadt. Was mich erwartete, wusste ich nicht so recht, doch ich ließ mich einfach mal […]

  5. Elektrolurch
    24. November 2016 bei 1:05 — Antworten

    Da kommt auch nichts Neues mehr. Metal ist eh tot. Und das schon sehr sehr lange 😉

  6. max.power
    23. November 2016 bei 13:54 — Antworten

    Naja, ich glaube auch nicht, dass Konzerte aussterben. Da müsste man mir schon Zahlen zeigen.
    Aber zwei Dinge zum Thema des Artikels:
    1. Zeiten und Moden ändern sich. Manche Musikrichtungen reißen eben auf Dauer nicht mehr so viele Leute vom Hocker, wie vielleicht mal vor 5, 10 oder 20 Jahren. Wenn man die Kids nicht mehr mobilisiert verliert man. Ich war zwischen 16 und 25 wahrscheinlich ungefähr jedes Wochenende auf 2 Konzerten und den halben Sommer auf Festivals. Jetzt geh ich vielleicht 2-3 Mal im Jahr auf n Konzert. Und ich hab keinen Bock mehr auf Headbanging, Pogo oder ähnliche Späße.
    und das führt zu 2.
    Wenn man als Band oder Veranstalter Geld verdienen will, muss man sich ans Publikum anpassen. Also der Mode folgen und die Leute als “Kunden” gewinnen. Vor allem den Nachwuchs. Wenn das nicht klappt. Schade.
    Wer Musik nicht zum Spaß, sondern als Beruf macht und davon Leben will, sollte sich wirklich überlegen, ob er sein eigenes Ding durchziehen oder lieber das spielen sollte, was die Leute vor die Bühnen zieht.

  7. Hans
    22. November 2016 bei 19:31 — Antworten

    Das Problem ist die Heutige Gesellschaft, das ganze betrifft nicht umbedingt nur die Musik und Kneipen Szene. Seit ab den 2000er die DSL Anschlüsse rasend schnell zugenommen habe ist es inzwischen nicht mehr notwegig wegzugehen.
    Das war früher nötig um Freundschaften, Liebschaften und Unterhaltungen zu führen nicht weil die Band gut war aber man hatte einen Grund und vor 2000 konnte man auch einfach schlecht per SMS/Whats up absagen. Somit hat man sich halt Fr/Sa in der Stammkneipe getroffen um Up to Date zu sein, aber in zeiten von Facebook, Twitter und Smartphones kann ich mir die Titten von der neuen Flamme meines bestens Freundes auch in HD am Handy anschauen und habe daher keinen Anreiz mehr in die Dorfdisko zu gehen und mir dort das Geld aus der Tasche zu trinken oder zu schauen wie man danach wieder heimkommt, ich kann auf meiner Couch sitzen und das Bier aus dem Supermarkt trinken und dennoch die selben Informationen besitzen. Das Problem ist eher die Kneipenwirte haben nie in die Zukuft gesehen und neues Angeboten, es lief immer weiter weil es lief und nun ist eben die Generation 2016 gekommen und die Clubs werden wieder zusammengeschrumpft, und dann wenn alles wieder weg ist wird wieder einer mit einem Club beginnen und es wird sein wie in den 80ern denn es ist der Club der wieder diese Atmosphäre von Spannung und den Erinnerungen verbreiten kann.

  8. Tom
    8. November 2016 bei 14:37 — Antworten

    Ich gestehe, ich habe das Privileg in München zu wohnen. Irgendwie ist die Liste der Konzerte die ich nicht besuche gefühlt länger als die, die ich dann tatsächlich besuche. Ich rede hier von Konzerten von Bands von denen ich mindestens ein Album besitze.
    Was die Vorbands angeht kann ich mich im großen und ganzen nur einem der Vorposter anschließen, in der Regel schwankt es zwischen furchtbar/grausam bis hin zu naja/erträglich. Wenn wir in einer Zeit des Überangebotes leben, dann erwarte ich von jungen Musikern Kreativität und das sie mich irgendwie überraschen. Am besten ist das in meiner Wahrnehmung Baby Metal in der jüngeren Vergangenheit gelungen. Die konnte ich sogar schon erfolgreich bei Teenagern platzieren die sonst mehr HipHop oder Alternative hören.
    Ein weiteres Problem könnte auch sein, daß die Alten nicht aufhören (The Rolling Stones bringen demnächst ein neues Album raus), so daß dadurch mein Bedarf an Live Musik locker gedeckt wird.

  9. Michael B.
    28. Oktober 2016 bei 9:47 — Antworten

    Der Artikel mag zwar in seiner Grundaussage, dass Liveclubs aussterben stimmen, dieses Phänomen aber auf die Zuhörer abwälzen halte ich für profilneurotischen Bullshit sich mit sich selbst auseinanderzusetzen.

    Die Leute von heute möchten unterhalten werden – nicht gelangweilt werden.
    An jeder Ecke finde ich tausend neue “Musikstile” und stelle am Ende fest, dass es sich wiederum “nur” um Sportmetal und “ich bin kurz vor Stimmverlust”-Gesang handelt.

    Liebe Bands und liebe Musiker macht vernünftige Musik, die mainstreamtauglich ist und eure Konzerte werden sich füllen.
    Kein Mensch wird zu euren Konzerten gehen “nur” um der Szene gegenüber loyal zu sein. So tickt die Masse eben nicht. Und ein anmaulen dieser Mainstreamies der Szenefanatiker –> das erzeugt drastischen Gegenwind und verleiht der Szene einen negativen Touch.

    Nochmal zur Kurzfassung:

    Keiner will schlechte Musik auf Konzerten! Bemüht euch um mehr Mainstream! Dann bekommt ihr Spitzbuben auch die nötige Anerkennung.

    Ich würde gerne eure Meinung hören. Schreibt mir eine E-Mail. Werde diese Seite nicht mehr besuchen. Der Schreibstil ist mir zu subjektiv.

  10. 26. Oktober 2016 bei 15:45 — Antworten

    Huch? Clubsterben? Hm… Wisst ihr, wieso ich so selten zu Konzerten gehe? weil ich jobbedingt erst kurzfristig weiß ob ich im Lande bin (oder nicht zu müde bin). Dann sind aber die Konzerte im Schlachthof Wiesbaden oft schon längst ausgebucht. tja… was soll ich sagen… und andere Version: Mittwoch um 22:30 ein Konzert… wer sagt meinem Chef, dass ich am nächsten Tag später komme!? Denke daran hapert es auch…

  11. […] Das Aussterben von Konzerten | Silence Musik Magazin […]

  12. 18. Oktober 2016 bei 9:18 — Antworten

    Hallo Hannes,-
    schöner Artikel, dem ich nur voll zustimmen kann. Ich habe selber seit 15 Jahren eine Musikkneipe in Münster, veranstalte dort regelmässig Konzerte bei freiem Eintritt und bin auch selber Musiker. Ich achte bei den Bands darauf, daß sie in ihrem Genre wirklich gut sind(keine Cover Bands!). Nun kann ich aus Erfahrung sagen, daß sich das Konzertverhalten geändert hat. Früher war die Hütte voll, auch bei unbekannten Bands. Das ist heute anders. Das Publikum ist teilweise desinteressiert und klatscht noch nicht mal. Früher undenkbar. Sehe ich aber hauptsächlich bei den jüngeren, die etwas älteren Semester können sich noch begeistern und hängen nicht die ganze Zeit über ihren Handys. Mögliche Ursachen aufzuzählen ist müssig. Ist vielleicht auch der Zeitgeist. Auf jeden Fall bin ich immer froh, wenn ich Menschen am Tresen habe, die sich angeregt über Musik unterhalten. Interesse zeigen. Musiker, die eigene Musik machen, müssen viel Idealismus mitbringen, aber umso schöner, wenn die Crowd dann abgeht. Früher gab es hier eine Kneipe, wo 3x die Woche Live Musik war. Eintritt frei. Da kamen immer Leute, egal ob sie die Band kannten oder nicht. Teilweise auch um Bekannte zu treffen, Gleichgesinnte, Freunde der Live Musik. Da war es auch mal nicht so schlimm wenn die Band nicht der Hammer war. Heute geben die Leute viel Geld für die grossen Headliner und Festivals aus. Das ist ja auch OK, aber ich habe auch schon so machen Konzertbesucher, der sich zufällig auf ein kleines Konzert in meine Kneipe verirrt hatte mit einem glücklichen Lächeln im Gesicht nach Hause gehen sehen…Ich kann nur sagen: Geht mehr auf Konzerte!

    • Fred
      26. November 2016 bei 14:37 — Antworten

      Hallo Reiner,
      für die Gäste ist das ja willkommen – freier Eintritt.
      Aber wie funktioniert das? Spielen die Bands zum Spaß oder reicht der Gastronomiegewinn zur Deckung der Kosten? Kann ich mir nicht vorstellen, denn dazu bräuchtest du ja Minimum 50 stark konsumierende Gäste, und selbst da wird es noch knapp.
      Auch finde ich, dass Live-Musik kostenlos anzubieten dieses Produkt entwertet und gleichzeitig Konzerte mit Eintrittsforderung ins Abseits gedrängt werden. Am Konzertabend ist ja die Musik das eigentliche Produkt, oder?

    • 28. Mai 2017 bei 20:08 — Antworten

      Hallo Hannes, da hab ich was für Dich! Mail mich mal an!

    • 28. Mai 2017 bei 20:11 — Antworten

      Ich meinte natürlich Reiner, sorry

  13. […] Ich unterbreche die Berichterstattung von der Full Metal Cruise zugunsten eines Heimspiels. Tag1 von drei Tagen mit drei Konzerten 🙂 Es ist ein Donnerstag im Herbst und BONFIRE kommen, um dem beginnenden Winter ein paar heiße Töne entgegen zu spucken. Das Forum in Bielefeld bietet für solche Gelegenheiten eine feine Plattform und auch an diesem Tag war alles (soweit für den Zuschauer ersichtlich) bestens organisiert. Einzig schade, dass nicht mehr Leute den Weg ins Forum gefunden haben. Es herrschte zwar keine gähnende Leere, aber 50 Leute mehr hätten auch nicht geschadet. Nicht, dass es eines Tages so endet, wie hier beschrieben… […]

  14. Arkkanor
    17. Oktober 2016 bei 12:09 — Antworten

    Also ich wohne in Linz (Österreich) und in der KAPU (ein Undergroundlokal in Linz) geht es eigentlich immer
    sehr ab, wenn Konzerte sind.
    Klar bei manchen Konzerten geht man mal mehr ab und manchmal mal weniger ab, aber dieses beschriebene U habe ich da noch nie gesehen.

    Natürlich stehen hinten oder auf der Seite auch oft Leute die mit verschränkten Armen zaghaft die Füße wippen,
    aber vor der Bühne geht es eigentlich fast immer ziemlich ab.
    Zumindest auf den Konzerten bei denen ich bisher dort war.

  15. Stefan
    17. Oktober 2016 bei 11:24 — Antworten

    Grundsätzlich bin ich schon der Meinung des Autors, als Musiker finde ich es ebenfalls sehr Schade, wenn andere – und vor allem unbekannte Bands – nicht die Aufmerksamkeit bekommen die sie verdienen und nur wenige berühmte Bands sich eine goldene Nase verdienen. Aber (und da muss man einfach mal Realist sein): Auf jede gute Band kommen zig schlechte Bands. Und wenn man sehr viel auf Konzerte geht oder gegangen ist, oder auch älter wird und andere Verpflichten immer stärker in den Vordergrund rücken, dann überlegt man sich dreimal, ob man für eine mittelmäßige Band Eintritt zahlt.
    Zudem ist das auch ein ein… Phänomen (? – kann man das so nennen), dass durch den Markt selber geregelt wird. Musik ist mittlerweile einfach weniger wert, dadurch, dass man es jederzeit und überall durch spotify und youtube und wasweisichnoch vom Smartphone abhören kann. Sie ist beliebig und überall und jederzeit Verfügbar. Natürlich bieten Konzerte einen Rahmen, der einem ein Musikerlebnis bietet, was Spotify niemals kann, aber durch den gefühlten Wertverlust der Musik, scheinen eben auch Konzerte weniger attraktiv, da sie eben teurer sind als Spotify o.ä.
    Das muss man einfach realistisch sehen. Klar für die guten Musiker ist sowas schlecht und für die verbleibenden Fans auch. Aber so ist es nun einmal, so bescheuert oder ärgerlich es auch klingt. Das ist wie in einer Demokratie, die Mehrheit bestimmt wo es lang geht, und die hört eben leider nicht unbedingt Metal oder Punk oder Hard Rock etc… sondern Radio, Charts, vorgespültes Zeugs etc. Kann man aber auch niemandem übelnehmen, das muss jeder für sich selber entscheiden – jeder legt halt die Prioritäten anders. Genauso wie ein Autoenthusiast einem ökologisch angehauchtem es nicht übelnehmen kann, wenn sich dieser einen Fiat Multipla mit Erdgasantrieg kauft, anstatt einen wunderschönen Ford Mustang von 1969…

    Ist zwar Schade, ist aber so. Also Man Up und weniger rumheulen! Ich hab selber 10 Jahre in einer Punkrock Band gespielt und wir waren regelmäßig auf kleinen Touren und ja, es gab viele Abende, an denen nichts los war. Es gab aber auch viele Abende, an denen die Luzi abging als wenn es kein Morgen gäbe. Man weiß als Musiker worauf man sich einlässt.

  16. Mark
    16. Oktober 2016 bei 22:25 — Antworten

    Der Artikel erwähnt ja schon das Problem: Ws gibt super viele kleine Bands und Veranstaltungen und ein paar wenige “große” Konzerte – die dann viel kosten aber auch musikalisch ggf. sehr viel mehr liefern. Ergo: nur ganz wenige teilen sich den Großteil der Einnahmen (Metallica …), die große Masse muss sich mit (zu) geringen Einnahmen und Besucherzahlen abfinden. Ist auch logisch: über die Medien/das Internet kann sich jeder vorher informieren und wer will schon auf das schlechtere Konzert, wenn in der gleichen Stadt auch ein besseres stattfindet. Das nennt sich “fraktale Statistik” (siehe “The Black Swan” – das Wirtschaftsbuch, nicht die Ballett-Schnulze) und ist eine Eigenschaft bestimmter Märkte.

    Wie kann man das ändern? Eigentlich gar nicht! Ist auch gar nicht so schlimm, finde ich. Musik machen selbst wird immer einfacher und preiswerter. Ich erwarte, dass in Zukunft viele dieser kleinen Bands eben als Hobby laufen.

  17. Tobias
    16. Oktober 2016 bei 21:40 — Antworten

    Das Problem ist nicht das Publikum. Das Problem sind anspruchslose Veranstalter, die in technisch mäßig ausgestattenen Eckkneipen in der Regel eher mittelmäßige Bands spielen lassen. Die kosten nichts und die mitgebracheten “Fans” helfen am Tresen das Tagesgeschäft über die Bühne zu bekommen. Ich persönlich habe seit einigen Jahren im Metalbereich bei Undergrundkonzerten nichts Interessantes und Neues entdeckt. Das kann man bedauern, aber den Finger aufs Publikum zu richten, weil es keinen Bock hat, in einem von 20 Konzerten eventuell mal auf eine Kapelle zu treffen, die nicht ganz so Kacke ist, wie der Rest, halte ich für das falsche Signal. Ich habe kein Problem damit, 20, 30 oder 40 Latten hinzulegen, wenn ich prima unterhalten werde, aber für die 200. schlechte Metallica, Slayer, Motörhead oder “Wasauchimmer” Kopie binde ich mir nicht mehr die Schuhe zu. Es ist kein Marketing-, vielmehr ein Qualitätsproblem. Und zwar auf jeder Ebene.

  18. Chris Teuber
    16. Oktober 2016 bei 10:21 — Antworten

    Vielleicht ist der Markt gesättigt.
    Jedes Dorf oder Stadtteil in Deutschland macht im Sommer sein “Festival”. Dazu Straßenfeste mit Live-Musik.
    Jede selbsterklärte “Musikkneipe” (weil da immer im Hintergrund Rock- und Popmusik läuft, gesteuert durch einen prominent sichtbaren Screen an der Theke und olle Gitarren an den Wänden hängen) hat öfter einen Live-Gig zu bieten.
    Da wo woanders Fußball oder Olympia läuft, oder sogar mal ein “Tatort” läuft, um die Leute zum Biertrinken zu animieren (denn darum alleinig geht es!) tritt halt eine “Band” auf.
    Und da wir Hunderte Musikkneipen haben, Hunderte Festivals und die Leute sich per Smartphone dauerbedudeln lassen, sogar die Radionachrichten sind mit leisen Drumbeats unterlegt, sind die Leute einfach nur GESÄTTIGT.
    To much Music! Music everywhere.
    Dafür kommt keiner aus seiner warmen Butze raus, nur weil in den “coco”s, “Tom”s, “Bell-Vue”s, “Audimax”‘, “Busters”‘, “Black Inn”s, “Coco loco”s und “Chelsea”s dieses Landes mal eine (eher unbekannte) Band aufspielt.
    Am Ende kostet der zweifelhafte Hörgenuss auch noch kostbares Geld, …”nee, das geb’ ich lieber für neue Headphones oder iTunes aus.”

  19. 16. Oktober 2016 bei 10:05 — Antworten

    Hallo Hannes. Guter Artikel. Warum manche Leute hier abgehen und meinen du kriminalisiert sie, wenn sie nicht bei “jeder Vorband” abgehen, ist mir unbegreiflich. Haben die deinen Artikel nicht gelesen oder nicht verstanden? Vielleicht magst mal was über little dead boy schreiben. Ist ein abgefahrenes cartoonical projekt. Facebook.com/littledeadboyofficial . LG Andy

    • Hannes
      16. Oktober 2016 bei 23:29 — Antworten

      Hallo Andy,

      Meinungen sind halt verschieden, so ist das halt. Solange dabei gute Denkanstöße oder sogar Diskussionen herauskommen, finde ich das gut.
      Es wird halt schnell als “Gutmenschentum” abgetan, wenn ich in dieser Art und Weise argumentiere. Egal, davon lasse ich mich nicht runter ziehen.
      Und ich bin noch nicht mal religiös, Veganer, oder sonst etwas womit viele diese Einstellung assoziieren.

      Danke für deinen Kommentar, er ging runter wie Öl 🙂

      Hannes

  20. Sushimaster
    16. Oktober 2016 bei 1:44 — Antworten

    Ich kann dem ganzen Artikel überhaupt nicht zustimmen, abgesehen davon widerspricht sich der Autor ja auch selber! Der Titel heisst “Das Aussterben von Konzerten” – aber komischerweise gibt es doch immer mehr Konzerte mit immer mehr Bands – wovon eben die meisten unbekannt sind… und bleiben.
    Aber was denn nun? Sterben Konzerte aus oder leben wir im Konzert Überfluss? Das ist also schonmal Quark.

    Natürlich ist es so, dass es – gefühlt – immer mehr “Konzerte” gibt. Jeder kleine Mini Pissclub gibt jede Woche “Konzerte”, natürlich immer mit den “ganz angesagten Indie Bands”, oder wenn die nichtmal eine Facebook Seite haben sagt man dazu “Geheimtipp”. Die Qualität ist oft doch eher mittelmäßig, und dazu alles in kleinen piefigen “Clubs”, was oft aber doch eher ne Kneipe ist. Nebenbei die Frage: Ist das Bild oben in dem Club entstanden, wo die tolle Band vor 20 Leuten gespielt hat? Viel mehr als 50 passen da aber auch nicht rein, oder? Klar, Größe bedeutet nicht sofort Klasse, aber man überlegt sich das eben schon ob man unbedingt dort hin möchte.
    Aber gern ein Gegenbeispiel dazu: Im Lehmitz (Reeperbahn, HH) spielt (-e? Zumindest bis vor Kurzem noch…) die Hausband, wovon einige auch vorher noch selber AM Tresen gearbeitet haben. Die sind auf den Tresen gestiegen und haben dort ihr “Konzert” gemacht, was die aber nichtmal “Konzert” nennen. Der Laden ist scheisse klein, die Musiker nett anzusehen, musikalisch aber eher so lala. Trotzdem haben die eine gute Stimmung gemacht. DA bin ich gern mal hingegangen. Aber wenn man mit so einer Erwartung zu Newcomer Bands geht, wird man eben doch schonmal sehr, sehr stark enttäuscht, es kam einfach keine Stimmung auf.

    NATÜRLICH möchte ich hier mal zur Sprache bringen: Gemeinsam Musik machen ist keine einfache Sache! Da muss immer Herzblut und viel Übung drin stecken, damit man überhaupt als Band einen Song _covern_ kann. Aber Songs schreiben ist nochmal eine ganz andere Hausnummer, die auch nicht so viele beherrschen. Und ich muss es hier mal los werden: Metal war in der letzten Zeit – für mich – nicht besonders innovativ. Die oben eingebundenen Videos klingen für mich so beliebig, das könnten auch Acts aus den 80ern oder 90ern sein. Wie will man sich da schon durchsetzen?

    In diesem aktuellen Überfluss hat man wirklich kaum eine CHANCE sich die echten Perlen raus zu suchen, und eben das begünstigt ja den “Hang zum Bekannten”.
    Ist auch eine nette Forderung, doch bitte zu jedem beliebigen Scheiss abzugehen, anstatt “ein U zu formen”.
    Tja, aber manchmal ist die Musik eben nur zum “anschauen”.

    Die Alternative wäre doch, wenn mir eine Newcomerband nicht gefällt, einfach zu gehen. Ist es dann nicht doch respektvoller bis zum Ende zu bleiben – so wie man das auch z.B. bei der Schulaufführung macht, wenn das eigene Kinde mit seiner Hammerperformance durch ist, aber noch die anderen Blagen mit dämlichen Doppel-Doppelnamen wie Don Armani Karl-Heinz (gibts nicht? Gibts doch! => https://www.welt.de/vermischtes/kurioses/article114382008/Don-Armani-Karl-Heinz-das-Essen-ist-fertig.html ) von den Tofu fressenden Helikopter Eltern dran sind. Man bleibt eben aus Respekt, das ist quasi eine Art Teilnehmerurkunde für die Bands, die mir 10-20 Euro aus den Taschen geleiert, mich aber eigentlich doch nur gelangweilt haben.

    Das ganze Prozedere habe ich jetzt oft mitgemacht… Newcomer Band überhyped angekündigt, hingegangen, entschäuscht worden.

    Und jetzt kommt so ne Flitzpiepe und erzählt mir, was für ein schlechter Mensch ich doch bin, wenn ich nicht begeistert bei jeder Scheissband abgehe und meine Kohle am Tresen und am Merch Stand raushaue.

    Ich denke der Fokus der Kritik liegt falsch. Unsere “Musikmedien” liefern leider viel zu wenig Infos zu neuen Bands. Radiosender wie nJoy oder Einslive spielen immer nur den gleichen Rotz, Tag ein, Tag aus. Auch NDR2 spielt jeden Tag They Don’t Care About Us von Michael Jackson. Jeden Tag. NEUES? Höchstens wenns in den Charts ist, und dann ist das auch nicht wirklich neu. Auch Zeitschriften haben meistens doch nur Headliner und Mainstream Acts auf dem Cover. Wo ist da Platz für Newcomer?

    Ich könnte da noch ewig drüber schwadronieren, aber ich denke ich beende das hier mal. Den Artikel hier fand ich aber doch sehr eindimensional…

    • Hannes
      16. Oktober 2016 bei 23:25 — Antworten

      Hallo Sushimaster,

      mit freuden habe ich deinen Kommentar gelesen und bedanke mich für die Kritik, zu der du dich hast bewegen lassen.
      Ich gebe (gerne) zu das der Artikel im Nachhinein noch verbessert werden könnte. Naja was geschrieben wurde….
      Gerade WEIL es immer mehr Konzerte gibt, bleiben die Leute (auch ich manchmal) unentschlossen und gehen nicht zu Konzerten.
      Habe ich im Artikel ja erwähnt: Überangebot. Ich kann mich aber nicht entsinnen, jede mittelmäßige “Indieband ohne Facebookseite” als Geheimtipp angepriesen
      zu haben. So verstehe ich jedenfalls deinen Frust. Ist das bei dir in der Stadt ein großes Problem? Würde mich ernsthaft interessieren.
      Das Beitragsbild stammt aus einem Club der seit über 10 Jahren existiert, 200 Leute fasst, durchaus bekannte Bands hat spielen lassen
      und wurde vor einem Konzertbeginn (nicht dieser Band) geschossen. Eigentlich aus dem Grund, dass ich dafür die Rechte habe, bzw. es keinen
      großen Stress gibt wenn ich es dafür nutze. Wohlgemerkt ohne Eigenwerbung betreiben zu wollen (eigentlich logisch). Ich möchte dir auch nahe legen, dass der Artikel meine Meinung wiedergibt. Ich bin da kein Professor oder dergleichen. Es ist doch schön seine Anschaung ungestraft wiedergeben zu dürfen oder? Ich zwinge niemanden, dass “U” zu kriminalisieren. Ich zwinge niemanden so abzugehen/ soviel Euphorie dem entgegenzubringen wie meine Wenigkeit. Du darfst sogar jederzeit gehen wenn es dir nicht gefällt. Ist das nicht großartig?
      Der Artikel ist eher als Ermunterung an die Leute zu sehen, die genauso denken, oder dadurch einen ernsthaften Denkanstoß bekommen. Und, ich muss es sagen, um Leute wie dich zum Beispiel mal zu einer interessanten Stellungsnahme zu verleiten. Am liebsten lasse ich mich dabei als Flitzpiepe abstempeln, der nichts besseres zu tun hat und dich “beleidigen will”. Nimm es nicht zu sehr zu Herzen (erneut danke, ich bin dir nicht egal, du regst dich drüber auf). Du bist auch kein schlechter Mensch für mich, wenn du nicht zum Merchandise oder Tresen gehst. Du hast ein Konzert besucht, dadurch deinen Teil zur Kultur beigetragen, dass ist doch schonmal super. Besser als zu hause zu vergammeln und zu meckern, dass die Welt vor die Hunde geht.
      In einer Sache bin ich aber vollkommen deiner Meinung. Im Radio/Fernsehen kommt soviel Schrott, dass mir schlecht wird. Immer die gleiche Musik zu hören, ist in der Tat nervig. Und jetzt rate mal was ich deswegen mache….

      Liebe Grüße und Danke für deinen Kommentar,

      deine gutmenschliche Flitzpiepe

      Hannes

  21. Wolle
    15. Oktober 2016 bei 17:03 — Antworten

    Hannes, hier bei uns im Detmold gibt es einen guten Club, den ich früher regelmässig besucht habe ( und so manche DM, bzw. Euro dort gelassen habe ). Warum ich nicht mehr dorthin ( und woanders ) gehe: ich komme pünktlich, suche mir einen guten Platz, weil ich den Bands auch mal gerne auf die Finger sehen will ( ich bin selber Mukker ). Die Bands fangen in der Regel nicht mehr pünktlich an, sondern verschieben je nach Publikumsandrang die Zeit gewaltig nach hinten. Als jemand, der Samstags arbeiten muß ( Konzerte also Freitag ), bekomme ich in Folge nur den ersten Set mit, kurz nach der Pause muß ich gehen, da es am Folgetag früh rausgeht. Bei Eintrittspreisen zwischen 9.- und 16.- Euro überlegt man dann halt, wenn man nur die Hälfte mitnimmt…Als kleines Dankeschön platzieren sich dann die werten, aber viel später kommenden Gäste genau vor der Nase, so dass man gar nichts mehr sieht. Ach ja: und Musik-Hören wollen die eigentlich nicht, sondern sich lautstark unterhalten. Musik dient nur als nebenbei Berieselung. Dafür ist mir die Knete zu Schade!
    P S bei einem Auftritt einer Reggae-Band um angesagte 21.00 Uhr wurde es 24.00 Uhr, weil noch mehr “Freunde” erwartet wurden….ich bin vorher gegangen und habe freundlicher weise meinen Eintritt zurück bekommen….

  22. Vince Cash
    15. Oktober 2016 bei 15:54 — Antworten

    Das was im Artikel als U beschrieben wird kenne ich als den Frankfurter Halbkreis. Ja nicht zu nahe an die Bühne, bloß nicht mehr bewegen als mit dem Fuß wippen (Arme vor der Brust verschränken nicht vergessen). Wenn sich vorne doch wer bewegt grimmig dreinschauen und wenn da am Ende gar noch gepogt wird den Tänzern kräftig ans Schienbein oder in die Hacke treten. Und bloß nicht nach Zugabe rufen …hinterher natürlich versuchen von der Band ne CD zu schnorren und bedauern daß keine Zugabe gespielt wurde.

    O.K. – selbst habe ich aus gesundheitlichen Gründen eine gravierende Freizeitumstellung durch. Statt ca. 100 Konzertbesuchen im Jahr und eigener Band bis vor ein paar Jahren mittlerweile nur noch 5 Konzertbesuche im Jahr (und keine Newcomer mehr – Vorbands ausgenommen). Allerdings vermisse ich den Halbkreis auch nicht.

    • Lodenschwein
      15. Oktober 2016 bei 16:05 — Antworten

      Was habt ihr denn alle mit dem Halbkreis?
      Also draußen abhängen ist out, drin weiter weg von der Bühne stehen ist out aber generell hingehen sollte man aber auch! Man muss ja als zahlender Gast auch gefällig sein!

      Man man! Spielt doch in erster Linie für euch selber! Schweigen heißt nicht leer sein !!!!

    • John
      16. Oktober 2016 bei 8:33 — Antworten

      “Frankfurter Halbkreis” – Super, das triffts 🙂 Noch nie so ein bescheuertes Publikum gesehen wie hier im Rhein-Main-Gebiet!

  23. Aram
    15. Oktober 2016 bei 15:15 — Antworten

    Der ganze Artikel hingt, wie ich finde doch sehr.
    Ich bin kein Metalkenner und habe mich auch nie in der Szene aufgehalten.
    Die Bands die hier gepostet wurden, waren jetzt nicht besonders herausragend, zumindest was ich über Technik, als auch über Harmonien sagen kann.
    Aber das ist nur ein Teil.
    Der andere Teil ist mit Sicherheit die Übersättigung, das sehen wir ja auch in der Informationsbeschaffung. Die Leute werden träger, obwohl es heute soviel Informationen gibt, wie nie zuvor. Nicht jede ist wertvoll und wichtig, aber trotzdem.
    Ich glaube nicht, dass das Konzert aussterben wird, immerhin ist das noch für uns Menschen ein Aspekt den Künstler live als Mensch zu erleben. Sehr wichtig, wie ich finde. Vorbands schaue ich mir in fast allen Fällen an.

  24. Lodenschwein
    15. Oktober 2016 bei 15:01 — Antworten

    Ich mach mich mal unbeliebt und sage: ich bin überzeugter vorband verpasser!!!
    Ich bin der, der kurz vor knapp rein geht und danach die biege macht! Ich hab in knapp 1000 Konzerten wenn überhaupt ne Handvoll Vorbands entdeckt die ich für gut befunden habe! Klar jede Band fängt mal an und bla aber wenn ne Band gut ist bekommt man das schon mit. Ich nehme mir arrogant die Freiheit raus später auf den Zug aufzuspringen!
    Ich für mein Teil entdecke neue Bands über Medien und in Foren! Wenn sie tight sind und mal ein Konzi in der Nähe ist geh ich auch hin. Aber ich will da selber wählen und nicht die Erwartungen von Bands und Veranstaltern erfüllen müssen nur damit ich meinen Beitrag Leiste!

    Ja jetzt gebts mit, wie daneben das ist und wie wenig Support das ist und bla! Ich beschwere mich auch nicht wenn sich ne Band auflöst oder ein Club zu macht! Das ist nun mal Marktwirtschaft! Es gibt einfach zu viel von allem und wenn mal was hinten runter fällt ist es so. Über kurz oder lang setzt sich ne gute Band oder ein Club durch! Oder es kommt was nach! Das ist nun mal Musik die im besten Fall kostendeckend ist!
    Hasst mich!

  25. Daniela Rinne
    15. Oktober 2016 bei 14:52 — Antworten

    Ich bin da ganz auf deiner Seite Hannes!
    Bin noch eine von alten Schlag(47),die die Ära der großen Konzerthallen miterlebt hat!
    Konnte mir die Halle damals nicht groß genug sein,liebe ich heute die kleinen Clubkonzerte.
    Natürlich steuert man in erster Linie die bekannten Acts an,aber auch dort habe ich schon so viele geile Vorbands kennengelernt,die mich so positiv überrascht haben,dass ich nur sagen kann:macht euch auf den Weg,hört hin und gebt unbekannten Bands eine Chance!Und ja,schließt den Kreis vor der Bühne:-))
    Mir tun die Bands immer richtig leid,wenn das Publikum da mit totalem Desinteresse steht…
    In diesem Sinne:Keep on rockin!!!

  26. Bennoss
    15. Oktober 2016 bei 13:40 — Antworten

    Wenn das wirklich ein Trend ist, sollte man versuchen den Headliner dazu zu bewegen, zusammen mit dem Support Bilder zu machen und diese mit einer Empfehlung des Heads vor dem Konzert Online zu stellen. Meist kommen die Heads ja Mittags an, dann ist noch genug Zeit dafür

  27. Felix
    15. Oktober 2016 bei 13:07 — Antworten

    Also, ich gehe mit meinen 17 Jahren auf jedes underground – Konzert der Region, gebe mein komplettes Geld dafür aus, und verstehe deshalb nicht, warum Leute, die 10 Jahre älter sind als ich und im Gegensatz zu mir genug Geld haben, nicht hinfahren. Es macht mich traurig, wenn ich dann einer von 10 anwesenden bin

  28. Markus
    15. Oktober 2016 bei 12:23 — Antworten

    Die Leute heute:
    “Ich bin mein eigener Star! Ich hole mir den Kick auf Kampftrinker-Events. Oder beim Bungee-Jump, beim Sport und anderen Spaß-Events. Die abgefeierte Nacht ist das, mit dem ich dann die nächsten Tage prahlen kann. Da geht’s doch nicht um Musik , schon gar nicht um sowas wie Content! Der ist völlig egal und absolut austauschbar, also letztendlich wertlos! In einen dunklen ungemütlichen Club gehen und zu laute Musik nochmal ertragen, möglicherweise mit miesem Sound? Noch mal und immer wieder sich selbst überschätzende Pseudo-Rockstars bewundern? Und wenn du im Dunkeln mal jemanden triffst, schreit wer dir schmerzhaft Unverständliches direkt ins Ohr? Nein Danke. Mein Geld muss ich für meinen Handyvertrag, die erforderliche Flat und die jeweils angesagten Elektronik-Gadgets ausgeben, da bleibt doch kein Budget für Inhalt! Den hole ich mir möglichst einfach da, wo er mir eh hinterhergeworfen wird und in der Regel für Umme. Da ich durch die ewige Dauerberieselung eh das Zuhören verlernt habe ist mir inzwischen auch egal, welcher Sorte akustischer Reizüberflutung ich mich aussetze. Bei Elektro-Bumbum in der Disse kann ich wenigsten den dem heißen Geschlechtsgegenüber näher kommen. Kurz: Musik ist mir inhaltlich doch egal”

    Es zählt nicht der Content, sondern die allgegenwärtige Schnäppchen-Mentalität. Man kann sich akustisch und visuell alles reinziehen wann und wo man immer will. Es zählt der $, egal ob Kultur, Lebensmittel, Kleidung, Lifestyle, Urlaub – einfach alles.

    Der Konsument ist sich heute selbst am Nächsten und strebt nach maximalem Spaßfaktor zu minimalen Kosten. Dabei ist völlig egal um was es eigentlich geht; der Inhalt an sich ist völlig unwichtig geworden. Jede noch so kleine Konsumenten-Nische ist marktwirtschaftlich ausgereizt, der Mensch fühlt sich nur noch finanziell ausgenommen und ist zwangsläufig misstrauisch. Bei inflationärem Musik-Konsum jeglicher Art und allerorts, wo ist denn da noch ein inhaltlicher Mehrwert?
    Und überhaupt: Inhalt? Uninteressant…
    Warum sollte der nihilistische Zeitgeist also ausgerechnet vor der Liveszene Halt machen?

    Meine Einschätzung.
    Markus,
    Alt-Rockmusiker, Bassist

  29. Matthias
    15. Oktober 2016 bei 11:26 — Antworten

    Hallo,

    wir wohnen hier in einer Gegend (Bamberg), in der Metal-Veranstaltungen eher mau sind. Vielleicht ist das der Grund, dass Konzerte – auch von kleineren Bands (oft) recht gut besucht sind.

    Ich bin schon ein bisschen älter und länger “im Metal” unterwegs, und ich habe beobachtet, dass ein schwacher Zuspruch (oft, nicht immer) mit Fehlern der Veranstalter zu tun hat – viel zu wenig/kurzfristige Werbung im Vorfeld (sei es FB, Stadtmagazine, Flyer, Plakate), schlechtes Timing z.B. gleichzeitig mit etablierten Festivals oder ungünstiges Billing (2tägige Festivals) ohne “Zugpferd”). DANN kommt es vor, dass halt ma’ nur eine Handvoll Leute da sind und es zur U-Bildung kommt. Ich denke, da müssen halt Veranstalter draus lernen, das gehört dazu.
    Für die Bands ist es natürlich echt frustrierend, vor allem, wenn sie echt weit gereist sind, wie in deinem Beispiel). Aber das muss man wohl abhaken und weitermachen.

    Natürlich ist halt auch der persönliche Geschmack so eine Sache – das ist in verschiedene Richtungen hier schon aufgetaucht. Ich persönlich höre am liebsten Black/Pagan/Doom Metal oder NeoFolk und wenn halt nur Grind/Metalcore gespielt wird, was soll ich dann da? Dass man kleinen Bands “keine Chance gibt” lasse ich jetzt aber werder als Argument FÜR noch GEGEN das hingehen gelten! Wir haben alle YouTube u.ä., wo man sich informieren kann.

    Aber (um mal wieder zurück zu kommen) dann denke, ich, dass gerade in unserer Region doch glücklicherweise ein recht guter Zuspruch besteht. 🙂

  30. Dany
    15. Oktober 2016 bei 10:18 — Antworten

    Das ist genau der Grund warum ich keine Live mucke mehr mache, ich bin jetzt aufs Recording übergegangen und mache Aufnahmen von Bands die keiner hören will 🙂

  31. Sasa
    15. Oktober 2016 bei 7:25 — Antworten

    Zu einem Dot Legacy Konzert würde ich aber auch nicht gehen wollen.

  32. Metal
    15. Oktober 2016 bei 0:27 — Antworten

    Ach Hannes,
    wie schön muss es doch bei dir sein, wenn es so viele kulturelle Möglichkeiten gibt, sich auszuleben. ^^
    Ich wohne leider in einer reinen Elektro-Stadt. Es gab mal alle paar Wochen Konzerte, die hier jemand in einem Laden veranstaltet hat, weil sich die hiesige Metalszene aber selbst so elitär fand und sich mit 5-10 Mann – um es mit deinen Worten zu beschreiben – “teilnahmslos am Rand, wippen skeptisch mit ihren Füßen” stehend das Ganze angeschaut hat und der Zuspruch immer weiter abgenommen hat, der Laden am Ende auch eine miese Preispolitik betrieben hatte, gibt es hier inzwischen nichts mehr.

    Auf der anderen Seite gibt es dieses Phänomen, was auch damit einhergeht, dass es eine riesige, wie bereits von dir angesprochene Bandschwemme gibt. Es klingt teilweise auch in deinen Worten so, als würden sich die Veranstalter darum reissen, Konzerte austragen zu wollen, es aber nur am Kostenfaktor liegt. Die Realität (das Phänomen), die ich aber als Musiker in den letzten Monaten erlebt habe, ist eine gänzlich andere.
    Wir suchen seit einem halben Jahr für ein bestimmtes Datum einen Gig, um einen kleinen Halloween-Roadtrip vollzubekommen. Wir haben zwei Tage vorher Shows und einen Tag danach. Da wir aber noch auf dem Status einer unbekannten Popelband mit einer Demo und einer EP (beides in Eigenregie) sind, blieben über 250 Anfragen beinahe gänzlich unbeantwortet. Ob Booker, Tourmanager, Veranstalter, Klubs oder Läden.
    Das ist bei weitem nicht das erste Mal, aber wenn dich keiner kennt, landest du im Spam oder wirst ignoriert. Erstmals habe ich das vor 10 Jahren erlebt, als ich bundesweit für Konzerte einer damaligen Band gefragt habe, herausgekommen waren von 500 (!) Anfragen, 20 Antworten, davon waren 19 Absagen und ein Konzert, was dann in Aussicht stand, aber letztlich nicht zustande kam. Wir wären glücklich, wenn wir an jenem Datum vor 10 Mann für ein paar Kröten für den Sprit spielen könnten, leider interessiert es aber scheinbar nicht mehr nur die Metalheads nicht mehr sonderlich, sondern auch die Veranstalter.

    Am Ende kann es aber auch sein, dass das eine das andere bedingt. Kommen keine Leute, will auch keiner mehr veranstalten.

    Beste Grüße,
    Metal

    • 15. Oktober 2016 bei 3:16 — Antworten

      Hallo Hannes,

      du sprichst mir bei fast allem aus der Seele.
      Ich wünsche mir, dass wir Musiker wieder mehr Seele in unser Schaffen packen, dann spricht sich schnell herum, dass da eine noch unbekannte Band ist, die aber abgeht und bei deren Konzerte man auf alle Fälle dabei sein muss.

      Ich gehe dieser Sache und vielen anderen Ursachen für mangelnde Wertschätzung für Musik und Kunst, auf den Grund beim größten kostenlosen Musik-Onlinekongress der Welt vom 09.12. – 18.12.2016 auf https://www.bemusic.today

      Du solltest da auch sprechen, melde Dich mal…

      Liebe Grüße Chris

    • ffmer
      15. Oktober 2016 bei 15:41 — Antworten

      Du bist aus Frankfurt.. hm?

  33. Oliver
    14. Oktober 2016 bei 23:03 — Antworten

    Ich bin auf diesen Artikel durch eine Facebook-Verlinkung gestossen. Ich bin selbst Musiker, auf die 50 bewegend, und kenne die oben beschriebenen Szenarien. Ich muss zugeben, mit Metal habe ich nicht viel am Hut. Ich mag gern die klassischen Hardrock-Bands der 70er/80er, aber ich mag auch andere Musikrichtungen (also nicht der typische Radiohörer, der Songs wie “Summer of 69”, “Final Countdown” oder Bands wie “U2” für tolle Rockmusik hält). Hier im Nordwesten gibt es keine richtige Musikerszene. Jazzer, Metaler, Covermucker sowie Tanzmucker bleiben unter sich, ausserdem gibt es Altersbarrieren. Da findet man schonmal keine wirkliche Unterstützung unter “Kollegen”. Gig-Locations gibt es einige, aber wer möchte denn immer jährlich einmal Band “XY” live sehen? Zudem scheint sich in vielen Läden ein Publikum etabliert zu haben, das lieber Musik im Hintergrund hören möchte, “damit man sich noch gepflegt unterhalten kann”. In einigen Läden kriegen die Veranstalter schon Panik bei einem 5-Piece-Drumset mit 24er BD und sind schon am jammern und klagen, bevor der erste Ton gespielt wird. Gefühlt gibt es hier ein deutliches Überangebot an Metalbands (ein großer Teil wohl auch aus der Studentenszene), sowie die Party-/Showbands, das sind dann auch so die beiden Genres, die die Bühnen auf Stadtfesten besetzen. Bei den Metalbands sind dazu auch jede Menge schlechte Bands unterwegs. Bei Konzertwerbung werden Bands als Einflüsse genannt, die ich noch nie in meinem Leben gehört habe. Frontmänner, die growlen/shouten/screamen, sind auch nicht jedermann’s Sache (meine auf keinen Fall). Rock-Coverbands gibt es auch zur Genüge, jedoch bedienen sich diese Bands immer derselben Songs. Wie oft mag man denn Songs wie “Like the Way I do” oder “Rebel Yell” hören? Mittlerweile würde man sich sogar wieder mal “Smoke On The Water” oder “Stairway To Heaven” von Band gespielt wünschen (zumindest, wenn es gut gemacht ist). Die Jazzer haben sich hier lokal schon vor langer Zeit von der restlichen Musik-Szene abgesondert. Die Metaler sind auf dem Weg dahin, nur noch unter sich zu bleiben. Aber für die Bands, die sich Tod und Teufel in ihrer Musik verschworen haben (dazu den obligatorischen Bandschriftzug, den keiner lesen kann), bin ich wohl auch zu alt. Früher war Variation kein Problem, da sind Chris Barber(Dixiland Jazz), Led Zeppelin, Deep Purple (Hardrock), Frank Zappa, Bob Dylan, Yes, Emerson, Lake & Palmer (Prog-Rock), Black Sabbath (Metal) und Earth, Wind and Fire (Funk) nacheinander auf Festivals aufgetreten. Das möchten heute nicht mal mehr die kleinen Bands haben. Da sind meist schon die Musiker nicht mehr offen für andere Musikarten. Das Publikum hätte aber wahrscheinlich genauso ein Problem damit. Ich denke, es wird wieder so sein, dass Akkustik-Gitarren Duos oder einzelne “Barden” durch die Kneipen tingeln werden und auf Hut spielen, so wie es vor mehreren hundert Jahren auch üblich war. Für den üblichen Musikkonsumenten wird es dann vielleicht automatisch generierte MIDI-Files geben.

  34. Nashatal
    14. Oktober 2016 bei 22:35 — Antworten

    Ich gehöre zu den häufigeren Konzertbesuchern und bin sehr gerne unterwegs. Dabei nehme ich die Vorbands und Aufwärmer grundsätzlich immer mit weil ich dabei schon viele tolle Bands kennengelernt habe die meinen Geschmack getroffen haben und mit ihrer Begeisterung und Spielfreude den Hauptakt in den Schatten stellten.
    Was ich persönlich ganz fürchterlich finde ist die exorbitante Anzahl an Handys die auf einigen Veranstaltung zum Einsatz kommen. Es entzieht sich wirklich meinem Verständnis warum ich einen Liveaufritt besuche um ihn mir dann durch ein Display anzusehen. Es ist schon bemerkenswert wenn einige Bands sich explizit dafür Bedanken das ihr Publikum auf die Benutzung von Handys während des Konzertes verzichtet hat.

    • Flo
      15. Oktober 2016 bei 6:20 — Antworten

      Hm, ich verstehe nicht, warum Handynutzung generell so sehr verpönt ist. Klar – Leute, die das ganze Konzert über ihr Schlauphone in die Luft halten und das Konzert in grottiger Tonquali wackelig mitfilmen sind nervig. Käme ich auch nicht auf die Idee. Aber ein paar locker aus der Hüfte geschossene Bilder mach ich auch gerne. Ist einfach eine nette Erinnerung. Wenn möglich, poste ich die Bilder auch gerne in der entsprechenden Facebook-Veranstaltung. Und da haben sich schon viele über ‘nen schönen Schnappschuss gefreut. Ich denke, hier ist’s wie bei vielem – die Dosis macht’s.

  35. Tucker
    14. Oktober 2016 bei 21:05 — Antworten

    Ich denke das alles miteinander zusammenhängt. Abwanderung in Großstädte – Internetabgeklärtheit – Geldknappheit – Billigsaufen – mehr Party – weniger Inhalt – mehr Sicherheit – weniger Risiko. Es nimmt kein Ende. Aber wo setzt man an wenn es besser werden soll? Meine Hypothese klingt vielleicht banal; ich denke die Leute die es wirklich für die Sache machen, werden immer einen Weg finden(–>D.I.Y.). Auch wenn die Szene, das Phänomen Musik, oder wie auch immer, kleiner wird. Die Intensität, die Wirkung wird bestimmt immer irgendjemanden auf der Welt bewegen. Egal ob Metal, Hardcore(Punk), etc… jetzt ist die Zeit in der sich der Geist behaupten muss. Und, Quantität nicht gleich Qualität.
    Zum Punkt Übersättigung: In Brasilien z.B. oder Südamerika allgemein werden Bands( mit Gitarrren) ganz anders abgefeiert als in Deutschland. Es gibt z.B. im Osten Brasiliens eine Kneipe wo jede Woche mehrmals Coverbands spielen wenn die “gehuldigten” Bands grade dort nicht auf Tour sind. js

  36. Tom
    14. Oktober 2016 bei 19:09 — Antworten

    Ich mach mit euch mal eine kleine Zeitreise. Als ich 15 Jahra alt war bin ich mit älteren Kumpels jedes Wochenende auf ein Konzert gefahren. Um 20.00 gings los und wir waren pünktlich. Discos gabs auf dem flachen Land eher selten, so fand die musikalische Prägung auf Dorffesten oder auf Konzerten statt. Jedes Dorf hatten im Jahresverlauf beides zu bieten.

    Mit 3-5 Mark Eintritt war man dabei. Im Winter in Hallen und im Sommer in Zelten oder Open Air. Mit 18 hatte ich dann endlich den Führerschein und ein Auto und konnte mir das reichhaltige Angebot selbst einteilen. Die Konzerte waren meistens gut besucht und die Stimmung recht gut – Prosit! So konnte ich im Umkreis von 30 km jedes Wochenende Konzerte besuchen. Im Laufe der Jahre wurden aber die Konzerte und auch die Dorffeste immer weniger und die Discotheken immer mehr.

    Konzerte konzentrierten sich immer mehr in die Ballungsräume und in den 90er Jahren als ich um die 30 war, waren die Livekonzerte in der Breite fast ausgestorben. Es gab die Megakonzerte mit Megabands was ja auch mal gut war. An einem WE 3-4 Supergroups und ein paar Newcomer zu erleben war ja auch nicht schlecht. Doch der Rest des Jahres war dann eher Flaute mit Live Musik. Die guten Clubs sind ausgestorben und die junge Generation hatte wohl anderes im Sinn. So ist es bis heute geblieben. Heute geht doch keiner mehr so richtig vor 23.00 irgendwo hin und wenn doch wird an der Tanke vorgeglüht damit der Abend billig bleibt. Kleine Konzerte sind Mangelware und das Konsumverhalten hat sich auch noch grundlegend verändert.

    Der Fortschritt der mobilen Medien bringt Musik in jede Lebenslage, ständig verfügbar und mit kleinen Lautsprechern oder Ohrrstöpseln gehört ist dies der Musikgenuss/Konsum von heute. Schöne neue Welt. Musik wird deshalb nicht aussterben und irgendwann wird es wieder voll vor den kleinen Bühnen … Jetzt bin ich über 50 und gehe ab und an auf ein Konzert, denke an früher und genieße den Abend …

    Und was machen die 15jährigen heute ?

    Grüße aus dem wilden Süden

    • 15. Oktober 2016 bei 13:44 — Antworten

      Stichwort “Kleine Bühne” Genau das ist der Hauptgrund,warum viele meiner Freunde & auch ich, nicht mehr auf Live Konzerte gehen.Mir ist der Eintrittspreis weit mehr als 5 oder 10 € wert,wenn ich dafür die Band auch sehen kann,was in mehr als 90 % leider nicht der Fall ist,da diese in der Regel (meine persönliche Erfahrung) kaum höher als 60 cm sind, oder im schlimmsten Fall ebenerdig. Es wäre wirklich schön,wenn da mal ein Umdenken stattfinden würde. Natürlich sind die Gegebenheiten auf Grund zu niedriger Deckenhöhe für manche Betreiber nicht immer realisierbar,aber das trifft ja nicht auf alle Locations zu

  37. werner
    14. Oktober 2016 bei 18:38 — Antworten

    Genau meine Meinung. Seit 17 Jahren betreibe ich nen metal-schuppen in Nordbaden. Seit 15 Jahren mache ich Konzerte. Was sich aber so in den letzten Jahren so alles abspielt, versaut einem die Freude am Konzerte veranstalten. Rucksacksäufer, vordertürrumlungerer und Leute denen 2 Euro eintritt für 3 Bands sogar Zuviel sind. Dazu noch der Druck den die GEMA ausübt versaut einem die Lust am Konzert veranstalten.

    • Jay
      14. Oktober 2016 bei 23:06 — Antworten

      Konzerte im Express sind aber immer der Hammer. Persönlicher und authentischer geht’s fast nicht mehr.

      Ich erinnere mich immer gern daran und hoffe, dass du nicht aufgibst!

  38. 14. Oktober 2016 bei 18:31 — Antworten

    Nun, zum einen muss ich anmerken, wie es auch schon ein paar Vorgänger getan haben: Ich gehe nicht auf Metal(u.a)-Konzerte, bei denen ich nicht Ansatzweise weiß, was die Bands für Musik spielen. Deshalb informiere ich mich meist vorab, was ich da eventuell zu hören bekomme und entscheide dann. Wenn ich also weiß, das in der Location an diesem Wochenende Nur Doom/Death/Black Metal Bands spielen, dann mache ich da einen Bogen drum, weil es nicht meine Musikrichtungen sind.

    Gehe ich auf Konzerte wegen einer bestimmten Band, dann gebe ich den meisten anderen Bands zumindest die Chance und höre mir an was sie so vorzubringen haben. Aber klar, wenn ich es nicht kenne, dann stell ich mich auch nicht direkt vor die Bühne. Das U-Phänomen verurteile ich natürlich dennoch und sehe mich nicht als jemanden, der sich da an die Nase fassen müsste.

    Ebenfalls bereits angemerkt wurde das Problem “Wie komme ich zurück”. Ich wohne zwar jetzt direkt in der Stadt, aber Metal-Konzerte gehen ja gerne bis Mitternacht und darüber hinaus und joa, da fährt dann halt auch in der Stadt nichts mehr, und die Locations hier in Kassel sind nicht gerade im Zentrum.

    Apropos Kassel: Das Angebot hier ist denke ich recht angenehm. Es gibt nicht übermäßig viele, aber auch nicht wenig Konzerte. Außerdem haben wir für Punk, Metal, Rock, Hardcore usw. quasi “eigene” Locations. Bedeutet: Wenn ich wohin gehe, weiß ich zumindest ungefähr, was ich vorgesetzt bekomme.

    Tatsächlich haben wir hier auch meist keine größere Möglichkeit, als auf Konzerte von “Unbekannten, bzw. Unbekannteren” an kleineren Orten zu gehen, weil es die großen Orte, hier in Kassel war es das MT, leider aus diversen Gründen nicht mehr gibt und größere Bands daher um Kassel eher einen Bogen machen bzw. machen müssen.

  39. 14. Oktober 2016 bei 18:28 — Antworten

    Moin.
    Erstmal nen cooler Artikel den ich zu 100% unterstreichen kann, denn bei uns in der Region Saalfeld/Rudolstadt läuft es gabz ähnlich ab. Zwar nicht immer aber leiderrecht häufig.
    Die Metalszene ist hier wirklich echt gut vertreten und auch wirklich stark. Aber dennoch sind meistens nicht viele Leute bei den Veranstaltungen, was verdammt schade ist.

    Allerdings kann ich auch vom Gegenteil berichten. Wir starteten dieses Jahr ein reines Newcomer Open Air, das Metal Underground Resistance Open Air, und das wurde sehr gut angenommen.Es gab eine Resonanz von der wir nicht einmal geträumt hatten. Und das obwohl ausschließlich Underground Bands zu Gange waren.
    Jedoch gibt es dann Shows in der näheren Umgebung die trotz guten Headliner total unterfrequentiert sind. Die Frage ist einzig und allein: Woran liegts? Sind die Leute zu Faul? War die Werbung falsch platziert? Oder will einfach keiner mehr Geld ausgeben um gute Bands zu sehen?

    Beste Grüße Domme

  40. Dominic
    14. Oktober 2016 bei 18:24 — Antworten

    Moin.
    Erstmal nen cooler Artikel den ich zu 100% unterstreichen kann, denn bei uns in der Region Saalfeld/Rudolstadt läuft es gabz ähnlich ab. Zwar nicht immer aber leiderrecht häufig.
    Die Metalszene ist hier wirklich echt gut vertreten und auch wirklich stark. Aber dennoch sind meistens nicht viele Leute bei den Veranstaltungen, was verdammt schade ist.

    Allerdings kann ich auch vom Gegenteil berichten. Wir starteten dieses Jahr ein reines Newcomer Open Air, das Metal Underground Resistance Open Air, und das wurde sehr gut angenommen.Es gab eine Resonanz von der wir nicht einmal geträumt hatten. Und das obwohl ausschließlich Underground Bands zu Gange waren.
    Jedoch gibt es dann Shows in der näheren Umgebung die trotz guten Headliner total unterfrequentiert sind. Die Frage ist einzig und allein: Woran liegts? Sind die Leute zu Faul? War die Werbung falsch platziert? Oder will einfach keiner mehr Geld ausgeben um gute Bands zu sehen?

    Beste Grüße Domme

  41. Mike
    14. Oktober 2016 bei 17:26 — Antworten

    Also bei uns liegt das Problem darin dass uns Werbung in 8/10 Fällen zu spät oder gar nicht . ich bin Schichtarbeiter und Pendler das heißt Konzerte unter der Woche fallen für mich komplett aus .
    wir sind schon über 100km gefahren wenn uns was interessiert . meistens findet man ja auf Youtube etwas zu den Bands.
    Meine Frau kann nicht mehr ein ganzes Konzert stehen und viele Lokation haben für Konzerte nix zu sitzen mehr gestellt.
    zusammen gefasst:
    – Werbung
    – Barrierefreiheit und auch Sitzgelegenheiten ( von uns aus auch ganz hinten )
    – Wochenendkonzerte
    wir würden gerne öfters auf Konzerte gehen , klappt bloss nicht
    LG Mike

    • Mike
      14. Oktober 2016 bei 17:30 — Antworten

      P.S. : Ja wir sind Alt Metaler B-)

  42. 14. Oktober 2016 bei 17:16 — Antworten

    Hallo Hannes,

    finde ich enorm gut deinen Beitrag. Wir haben mit der Balver Höhle zwar eine recht große und bekannte Loction im Sauerland die aber auch enorme Kosten verschlingt. Wir richten da als Gäste in der Stadt Balbe einmal im Jahr unser Festival aus und das bereits seit 2009. Uns ist es dort sehr wichtig, dass zumindest im Vorprogramm 1-2 Bands (von gesamt max. 5 Slots) spielen, die eher sehr “unbekannt” sind. Die Bands sind sogar am Ende oft der Winner eines tollen Festivals! Das ist schon öfter so geschehen und wir als Veranstalter sind jedesmal begeistert wenn es einer eher unbekannten Band gelingt, die Fans anderer oft renimierter Künstler in Wallung zu verstetzen. Rockige Grüße aus Wuppertal !

  43. 14. Oktober 2016 bei 17:13 — Antworten

    Mein lieber Hannes,
    du hast ja so recht.

    Auch ich kenne seit Jahren dieses Problem. Ich leite den städtischen Jugendtreff JKC in Kamen-NRW, mit Schwerpunkt auf livemusik (Jamsessions-Konzerte aller Genres ) Kurzfristig für einen Zeitraum von nur einem Jahr war unsere Bude, , so rappelvoll, dass jeder glücklich nachhause ging, aber es war nur kurz und einer Jugendgruppe zu verdanken, die sich damals schwer ins Zeug gelegt hatte, teils selbst Musiker und junge Künstler, um all ihrer Freunde und Bekannte zu mobilisieren und auch selbstorganisierte Konzerte anzubieten, von der Jugend für die Jugend, aber seit Jahren nimmt alles stätig ab. Zum Glück verwalte ich ein kleines festes Budget, dass ich übers Jahr an die gastierenden Bands verteilen kann , damit sie wenigstens nicht drauflegen müssen. Fast jedes Konzert kostet uns zuzüglich der Gagen, je nach Bands 1tsd bis 2tsd € ( Personal+Techniker+Technik+Gagen+Catering+Fixkosten) aber die Einnnahmen belaufen sich nur auf ein Zehntel der Ausgaben. Wir legen am Ende lieber noch was drauf anstatt die Akteure herunter zu handeln. Wir subventionieren seit 15 Jahren die Künstler bewusst und halten die Eintrittspreise so tief wie es nur geht, manchmal sogar auf Spendenbasis oder Kostenlos, und ohne die Ehrenamtler und weiterer Unterstützer zwecks Catering, Service ect. könnten wir es finanziell nicht stemmen.
    Ich finde, Bands sollten sich nicht unter Wert verkaufen, was ja regelrecht zu einer Inflation bei den Gagen geführt hat und ich finde auch, dass nicht jeder gleich Konzerte anbieten sollte, wenn er die Bands finanziell nicht angemessen unterstützen kann.
    Wir werden weitermachen und wenn auch nur 10 Gäste auflaufen. Das schulden wir den Künstlern auf der Bühne, egal wie gut oder schlecht sie sind.
    Es müssten auch die Schulen mitmachen um dieser Form der Kultur in der lokalen Szene wieder einen Aufschwung zu verpassen, dann habe ich auch kein Problem damit, wenn die jungen Erwachsenen ihr Smartphones zücken, um das Erlebliss LIVEMUSIK mitzuschneiden ! Ciao, Ferit

    • Hannes
      14. Oktober 2016 bei 18:13 — Antworten

      Ave Ferit,

      ich salutiere vor deiner/eurer Arbeit! Gerade als Jugendtreff habt ihr einen schweren Stand, der es aber wert ist, am Leben gehalten zu werden. Zieht das so weit und so lange es geht durch!

      So hohe Ausgaben hat mein Club in dem ich (ehrenamtlich) arbeite nicht, aber ab und an muss ein Risiko eingegangen werden. Veranstaltet doch mal einen Wettbewerb mit Band aus eurer Umgebung (wenn das nicht schon der Fall war) und bietet den 3. bestplatzierten Preise an. Das hat bei uns super funktioniert, soagr mit freiem Eintritt (oder gerade deswegen). Da kann man sich mit Leuten in der Umgebung ja mal zusammenschließen, vlt sind dann auch Preise wie Aufkleber, Studioaufnahme, etc. drin.

      Liebe Grüße und weiter so!

      Hannes

  44. SirDenderan
    14. Oktober 2016 bei 16:58 — Antworten

    ….ganz ehrlich ?

    Ich bin einfach zu faul.

    Das heisst, ich habe einfach keine Lust, mich einen Abend (vermutlich auch in der Woche) durch einen gig zu quälen wo mir weder die Mukke noch die location gefällt.

    Also versuche ich etwas über die Band zu erfahren, meist kann man irgendwo etwas von einer band herunterladen.

    Wenn es mir wirklich gefällt kaufe ich dann eine CD.
    –> Jede Tanzkapelle hat mittlerweile (recht professionelle) CD Angebote

    und wenn es mir richtig gut gefällt, besuche ich ein Konzert…

    Aber dann muss mir die Musik wirklich gut gefallen, ich bin zu faul mich über diese (…”ich hab die big five alle schon live gesehen, ALLE”) Möchtegern Hardcore Trruee Metalheads zu ärgern.

    rock on !

  45. Ines
    14. Oktober 2016 bei 16:45 — Antworten

    Oft scheitert es in ländlicheren Gegenden, oder in Gegenden mit schwacher Infrastruktur auch simpel am “wie komme ich hin bzw allem voran, zurück”!
    Des weiteren liegt es an der Veränderung der Szene, es gibt nicht mehr diesen “wir sind eine große Metal Familie ” Gedanken, im Ausland ist das komplett anders! Dazu noch die heut zutage permanent herrschende Angst “ich will mich nicht zum Affen machen (vor der Bühne)”. und es erscheint mir so, als sei es ein Frevel bzw gar verpönt Dinge per se erstmal positiv zu sehen und auch mal gut zu finden.
    Haten, kritisieren, aburteilen ist ” in”. Selbst nix leisten aber große fresse. Jeder hinz-und-kunz spielt selbst in irgend einer dorfkapelle und somit ist jeder auf der Bühne ja potentielle Konkurrenz, und da die Menschen immer weniger Bescheidenheit, Dankbarkeit und Respekt kennen, kommt es halt dazu dass ein arschvoll nervige Selbstdarsteller und Narzissten da draußen rumrennen.
    Dann noch die ewig meckernden “Pseudo Elitären” und nicht zu vergessen viele denen es, beobachtet man ihr verhalten, nur ums saufen und Party machen geht….die könnten genau so gut auf na Schlager Party sein.

    Ich dachte immer das ist ein regionales Phänomen was allem voran in den neuem Bundesländern statt findet, aber es scheint ein gesamtdeutsches Problem zu sein. Mir ist aufgefallen,dass es dort besonders stark ausgeprägt wo es viele *würg* (NS)BM gibt! Die Black Metal Szene ist für mich das Gegenteil von Metalspirit! Ich höre selbst gerne BM aber zu 90% gehen mir Black Metaller furchtbar auf den Wecker! Je elitärer je absurder werden die Geister! Eine der ” geilsten” Anekdoten dazu (auf einem Underground BM Konzi igdwo in Meck-Pomm): ” …die Musik der Band XY war gut, aaaaber der Sänger hat mit seinen freundlichen Ansagen alles kaputt gemacht…” Ich kam aus dem Lachen und “Facepalmen” nicht mehr raus…die Ansagen waren total normal… Nicht übermässig nett, lustig oder langatmig…aber für den schockgefrosteten Black Metaller ist das schon “zuviel”. Sind halt sensibel, die süßen Pandabären und die Elitebrigade des guten Geschmacks…

    • 14. Oktober 2016 bei 18:13 — Antworten

      ines sorry, aber…

      …bm als “das gegenteil von metalspirit” zu bezeichnet, grenzt an verhöhnung bzw. verblödung! du hast die dunkelheit wohl nicht verstanden. denn die gibt es auch in musikalischer Form und nennt sich (ds)bm. da passen auch keine netten ansagen – tut mir leid. du hast null verstanden.

  46. Ines Zynes
    14. Oktober 2016 bei 16:21 — Antworten

    Oft scheitert es, gerade in ländlicheren Gegenden, oder in Gegenden mit schwacher Infrastruktur auch simpel am “wie komme ich hin bzw allem voran, zurück”!!!
    Des weiteren liegt es am an der Veränderung der SZENE, es gibt nicht mehr diesen ” wir sind eine große Metal Familie ” Gedanken/Gefühl (ich beobachte das schon lange, im Ausland ist das komplett anders)! Dazu noch die heut zu Tage herrschende riesige Angst “ich will mich nicht zum Affen machen (vor der Bühne)”, und es er scheint mir so, als sei es ein Frevel bzw gar verpönt Dinge per se erstmal positiv zu sehen und auch mal gut zu finden. Haten, kritisieren, aburteilen ist ” in”. Selbst nix leisten aber eben große fresse. Meist spielt ja jeder hinz-und-kunz selbst in irgend einer dirfkapelle und somit ist jeder auf der Bühne ja potentielle Konkurrenz, und da die Menschen immer weniger Bescheidenheit, Dankbarkeit und Respekt kennen, kommt es halt dazu dass ein arschvoll nervige Selbstdarsteller und Narzissten da draußen rumeiern. Dann noch die ewig meckernden pseudo Elitären und nicht zu vergessen viele denen es, beobachtet man ihr verhalten, nur ums saufen und Party machen geht….die könnten genau so gut auf na Schlager Party sein.

    Ich dachte immer das ist ein regionales Phänomen was allem voran in den neuem Bundesländern statt findet, aber es scheint ein gesamtdeutsches Problem zu sein. Mir ist aufgefallen, es dort besonders stark ausgeprägt wo es viele *würg* (NS)BM gibt! Die Black Metal Szene ist für mich das Gegenteil von Metalspirit! Ich höre selbst gerne BM aber zu 90% gehen mir Black Metaller furchtbar auf den Wecker! Je elitärer je absurder werden die Geister! Eine der ” geilsten” Anekdoten dazu (auf einem Underground BM Konzi igdwo in Meck-Pomm): ” …die Musik der Band XY war gut, aaaaber der Sänger hat mit seinen freundlichen Ansagen alles kaputt gemacht…” Ich kam aus dem Lachen und “Facepalmen” nicht mehr raus…die Ansagen waren total normal… Nicht übermässig nett, lustig oder langatmig…aber für den schockgefrosteten Black Metaller ist das schon “zuviel”. Sind halt sensibel, die süßen Pandabären und die Elitebrigade des guten Geschmacks…

  47. Josef
    14. Oktober 2016 bei 15:26 — Antworten

    Ich habe einen Artikel mit dem Thema “Ausnutzung und respektloses Verhalten gegenüber Profimusikern“
    verfasst.
    Die Relationen passen nicht mehr.Zum einen das Überangebot…richtig.Viele die gerade ein Instrument halten können, meinen, sich präsentieren zu müssen.
    Das für vielleicht Essen und Trinken.80 Prozent der locations haben nicht die Vorausetzungen für eine gute Konzertwiedergabe.Wenn ich entscheiden könnte, würde es nur Konzerte mit Ticketverkauf VK und AK.
    geben. Das gibt Planungssicherheit und dem Betreiber die Möglichkeit nach Profi oder auch Amateur zu entscheiden und im Vorfeld die Eintrittspreise zu nennen, wie es zum Beispiel gute Clubs machen.
    Auch etwas mit freiem Eintritt zu gestalten.
    Bands aus der Ferne,die noch nicht bekannt sind,haben die Möglichkeit mit einem Headliner eine Tournee zu machen.

    • 14. Oktober 2016 bei 15:51 — Antworten

      Mehr Bands, mehr Konzerte, weniger Gäste. Alles richtig und auch traurig. Dennoch bringt jammern oder kritisieren bei der aktuellen Situation recht wenig. Vor 20 Jahren gab es weniger Bands, weniger Konzerte, weniger Musik, die veröffentlicht wurde.

      Nun hat sich der Markt aber verändert und da hilft auch meckern nichts. Na klar ist es nicht geil, wenn immer weniger Leute zu Konzerten von kleineren Bands gehen. Aber es ist nunmal, wie es ist.

      Man kann sich heutzutage unendlich viel Musik zu Hause anhören, DVD von Konzerten schauen usw.
      Und warum sollte ich mir denn vor einem Konzert nicht anhören, was ich mir evtl. live anschauen will? Zu dem von dir besprochenen Konzert wäre ich z.B. nicht gegangen. Schlicht und ergreifend, weil mir die Bands nicht gefallen. Ob diese dann aus Brasilien kommt oder nicht ändert daran ziemlich wenig.

      Zeit ist wertvoll und wenn ich im Vorraus abschätzen kann, dass ich meine Zeit an einem Samstag Abend vielleicht doch anders verbringen möchte als mir Musik anzuhören, die mir schon vorher nicht zusagt ist das mein gutes Recht. Nur zu Konzerten zu gehen damit diese nicht aussterben macht nicht wirklich Sinn. Ich spiele selbst auch in einer Band und weiß, wie es sich anfühlt vor sehr wenig Leuten zu spielen.

      Wenn ich in meiner Region auf Konzerte aufmerksam werde bei denen Bands spielen, die mir zusagen oder zumindest neugierig machen bin ich in der Regel auch vor Ort 🙂

      • Hannes
        14. Oktober 2016 bei 16:12

        Hey Marc,

        ich finde es ist wichtig, regelmäßig darüber zu “meckern” oder zu “jammern”, denn das regt ja einige zum nachdenken an. Dennoch möchte ich deswegen keiner Person ein Schlechtes Gewissen einreden, wenn sie die Art und Weise von mir (Konzertbesuch ohne reinzuhören) nicht genauso sehen. Wenn ein Konzert stattfindet sehe ich ja auch auf dem Flyer, welches Genre gespielt wird, aber das ist dann alles. Keine Sorge, ich will (wie im Artikel) weder den Gutmenschen raushängen lassen, damit Konzerte erhalten bleiben, aber ich finde es einfach Schade wie sich die Szene in der Hinsicht verändert.

        Auf jedenfall finde ich es gut, dass du Konzerte regelmäßig besuchst und nicht vollends auf dem Sofa versackst 🙂

        Grüße,

        Hannes

  48. Volker
    14. Oktober 2016 bei 15:01 — Antworten

    Hier in Berlin ist die Situation ähnlich. Ich geh seit über 30 Jahren zu Konzerten. Meist irgendwas im Bereich Punk im Winter 1-3 mal die Woche
    Kaum ein Wochenende wo du nicht mindestens 5 verschiedene Punkbands hören kannst. Jeder muß spielen um Kohle zu verdienen. Die besseren Namen touren, weil ohne merch und Tickets nichts mehr rein kommt und Platten oder CD eh niemand kauft. Also is die Stadt voll von bekannten Namen und unbekannte haben kaum ne Chance. Vorband null Gage in den meisten Klubs. Besucherzahlen die meistens nicht mal die Kosten reinholen. Klar die Klubbetreiber können bei 30-50 zahlenden Leuten auch nichts zahlen.
    Aber immer noch kommen jede Menge englischer und US Bands und wenn du die hörst, was da bezahlt wird. Holla da liegen wir weit vorn. Da zahlst du dein Bier selber und Null Catering. Schlafplatz vergiss es Doordeals bis zu 70 30 zugunsten der Clubs. oder du spielst umsonst.
    und gehst du in den Solibereich bei uns, kommt kaum einer auf die Idee mal den höheren Betrag zu zahlen. 3-5 € Eintrittspanne gemacht im letzten Winter 120 zahlende und 400 in der Kasse. Das ist dann echt schon asi , zumal es 2 Bands waren und es Bier für n 1€ gab. und nein es waren nicht die armen sondern der Eintritt wurde auch mit 50ger Scheinen bezahlt. Oder an der Tür stehen 5 Leute und wollen verbilligt rein. Da kommts mir hoch. Irgendwie ist Musik nichts mehr wert Schade

    • Hannes
      14. Oktober 2016 bei 16:03 — Antworten

      Hallo Volker,

      Berlin ist da sowieso ein krasses Pflaster.
      Ich hörte, das dort auch Bands dafür bezahlen, um spielen zu können (Differenz der eingekauften Tickets die sie verhökern ist dann Gage).
      Wenn das mal kein Armutszeugnis für die Schnelllebigkeit der heutigen Zeit ist. Bei gebuchten Band habe ich allerdings größtenteils (circa 75%)
      ein positives Feedback bekommen. Besonders Bands aus dem Ausland freuen sich über den Service den man in Deutschland anbietet.

      Grüße,

      Hannes

  49. 14. Oktober 2016 bei 14:38 — Antworten

    Es ist nicht unbedingt so, das die Leute nicht mehr auf Konzerte gehen. Aber sie verballern ihr Budget auf Festival und Megaevents, um dann mit 100 Metern Abstand zur Bühne ihre “Hab ich live gesehen, ich bin so trve”-Liste abzuhaken. Da bleibt wenig Zeit und Geld für die mittleren (die auch manchmal peinlich beschissen besucht sind) und kleinen Gigs.
    Es ist aber auch die schiere Masse an Bands und Gigs, bei der man einfach nicht mehr mitkommt. Da ist nicht der Konsument zu beschimpfen, da müssen sie die Aktiven an die Nase fassen. Klar, ich entdecke auf kleinen Konzerten auch die eine oder andere Perle, aber eben auch unfassbar viel Mist, der von Bühnenreife noch mindestens drei, vier Proberaumjahre entfernt ist. Wir brauchen ein Gesundschrumpfung und ein Bewußtsein dafür, nicht jede Band und jede Aufnahme auf die Menschheit loszulassen.
    Dümmstes Argument meiner Meinung nach, nicht auf ein Konzert zu gehen ist übrigens: “Da kann man nicht rauchen.”

    • Hannes
      14. Oktober 2016 bei 15:58 — Antworten

      Hi Micha-El,

      natürlich gilt der “Tadel” nicht nur den Besuchern, das habe ich ja mit der Aussage “Überangebot” aussagen wollen.
      Ich kann es auch sehr gut verstehen, dass so ein Konzert nicht nur tolle Bands beherbergt, sondern auch üble
      Bands, die unmögliche Rockstar-Allüren an den Tag legen und es nicht verstehen können, wenn ihnen Kritik entgegenschlägt.
      Da sollten sie auch definitiv ein paar Monate bis Jahre im Proberaum verbringen. Aber auch solche Gigs sind für die Jungen leute wichtig, um zu lernen wie es
      läuft. Manchmal würde ich gerne in den 80ern oder 90ern leben, weil da noch ohne Internet alles neu war.

      P.S. Dann müssen halt die Leute draußen rauchen und mal n paar Stunden ohne Fluppe auskommen.
      Auch wenn ich gerne bei einer Band sowas mache, ist es für mich kein Grund auf ein Konzert zu verzichten.

      Danke für deinen Denkanstoß!

      Hannes

  50. Jörg Hoell
    14. Oktober 2016 bei 14:34 — Antworten

    Eins ist klar, im Ruhrgebiet herrscht ein Überangebot an Bands, wie auch an Locations, die sich gegenseitig die Fans wegnehmen. An manchen Wochenenden sind bis zu 12 (!) Konzerte im Umkreis von 100 km. Wie soll ein kleiner Veranstalter mit wenig Budget eine solche Situation überstehen? Erst wenn sich dieses Überangebot reguliert, schaffen es die Bands wieder in Sachen Qualität aus der Masse an Bands herauszustechen.

    • Hannes
      14. Oktober 2016 bei 15:50 — Antworten

      Dem gibt es nichts hinzuzufügen! Außer vielleicht, das es in meiner Stadt nicht so krass abläuft.

      Danke für deinen Kommentar und schönes Wochenende!

      hannes

  51. Steffi
    Steffi
    14. Oktober 2016 bei 12:45 — Antworten

    Ich bin absolut deiner Meinung. Man hat das Gefühl, als würde ein Teil der Szene damit sterben! Letztes Wochenende fand bei uns in Weimar das Zwiebel Assault statt, eigentlich ein nettes und vor allem KOSTENLOSES Arrangement, dass seit ein paar Jahren in Weimar stattfindet. Hier kann man durchaus auf Perlen stoßen; Headliner der letzten Jahre waren Graveworm, Deserted Fear und dieses Jahr Postmortem. Die Jungs sind extra aus Berlin angereist und haben sich wacker geschlagen, aber eine Entwicklung war doch nicht zu übersehen: Trotz des FREIEN Eintritts, des guten Lineups und des ausgezeichneten Zwiebelbiermasses für 5 € (!) sind dieses Jahr wieder deutlich weniger Leute gekommen. Postmortem sind vor allem auf der Platte so wirklich nicht mein Spezialgebiet, aber live haben sie doch ganz schön was dargeboten. Neben mir und einem Bekannten traf man in der ersten Reihe 4-5 andere und einen älteren Herren an, der ganz offenbar ganz interessiert an dieser wirschen und schwarz gekleideten Kultur war. Dahinter? Ein U, und was für eins. 15 Meter vor der Bühne war sonst fast nichts los, kein Pit, nichts! Kurz zuvor turnten dort noch einige Dope-Cap-Träger durch die Gegend, die dann kurzfristig doch lieber das Weite suchten. Allteingesessene traf man an jeder Ecke, doch schien keiner den anwesenden Bands ihren verdienten Tribut zollen zu wollen. Haben die Leute Angst vor den Bässen, oder wie soll man das verstehen? Ich fürchte wirklich um dieses kleine und unabhängige Od von Szene, das ich seit Jahren besuche und wo ich zu den spielenden Bands schon eine Menge Kontakte knüpfen konnte.

    • Hannes
      14. Oktober 2016 bei 15:49 — Antworten

      Hallo Steffi,

      erstmal vielen Dank das dir der Artikel gefällt.
      Ich habe mit Freude deine Antwort gelesen und kann auch dir nur beipflichten.
      Wenn freier Eintritt ist, top Bands spielen, aber kaum Leute da stehen (wie Zombies),
      dann kann man schon fassungslos die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.
      Tja und das “U”…..manchmal ist die Hütte voll und trotzdem existiert es.
      Da stört mich zum Beispiel das Gehampel von irgendwelchen “Kung-Fu-Pandas”, die es nicht einsehen können,
      dass andere Leute nicht so drauf sind. Ein leidiges Thema, aber gib nicht auf, wir zählen auf Leute wie euch!

      Halt die Ohren steif und besuche weiter soviele Konzerte wie möglich. Dann sind deine Kinder und Enkel neidisch 🙂

      Grüße,

      Hannes

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