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Der Promo-Riese Metallica zeigt was er kann

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Die Freude war riesig, als die zweite Single „Moth Into Flame“ Ende September diesen Jahres veröffentlicht wurde. Auch viele Ex-METALLICA-Fans äußerten sich positiv und man bekam den Eindruck, dass die Band auf ihre Fans gehört hatte. Die beiden anderen Auskopplungen verstärkten die Vorfreude nur noch mehr, es wird teilweise von der Rückkehr der alten Qualitäten der Band gesprochen. Das Interessante an diesen Songs war jedoch nicht nur das altbackene, METALLICA-typische Songwriting, sondern auch, dass es für alle ein normales Video gegeben hatte. Kein langweiliges Lyric-Video wurde präsentiert, sondern echte Aufnahmen der Band, dadurch wird der Bezug zur Musik direkt persönlicher. Über die Kreativität hinter den Videos kann man sich streiten, aber eine qualitativ hochwertige Produktion dieser hat man wenigstens geliefert bekommen. Für „Moth Into Flame“ gab es ein pompöses Performance-Video mit düsteren Lichtern und „Motten-Vision“, damit jeder weiß, wie sich ein Insekt fühlt, welches in Lars Ulrichs überaus emotionales Gesicht schauen muss. Ein Video für die Leute, die nicht unter Epilepsie leiden, haben die Stroboskop-Rocker „Hardwired“ am Start und für „Atlas, Rise!“, den besten der drei vorab veröffentlichten Songs meiner Meinung nach, gab es ein Studio-Video, das den Aufnahmeprozess beleuchtet.

Nach diesen drei Videos werden jetzt auch alle anderen Lieder mit neuen Musikvideos ausgestattet! Und das in den letzten zwei Tagen vor dem Veröffentlichungsdatum. Da stellt sich die Frage, lohnt sich das für METALLICA? Die Antwort kann nur ein Jein sein, denn letztendlich zeigen sie damit, wie viel Geld sie zur Verfügung haben, holen nach 8 Jahren Flaute an neuer Musik spektakulär auf und bieten eine Alternative zum langweiligen Vorab-Stream. Das was erheblich stört, ist die Tatsache, dass sich in den neuen Streifen kein klarer Zusammenhang finden lässt, außer, dass alle Verfilmungen neue Lieder von METALLICA sind. Es wird ein Klischee nach dem anderen bedient und außer der Grundidee, ein gesamtes Album zu verfilmen, haben die Geschichten nichts gemeinsam und sind in ihren Ansätzen zum Teil unkreativ. Dafür wird es verdammt vielfältig: von Black Metal über Cthulhu, das Wappentier des Silence-Magazins, bis hin zur posttraumatischen Belastungsstörung wird alles mögliche in den Songs und den Videos behandelt. Die Meinungsbildung kann ab jetzt beginnen, denn hier findet ihr alle bereits veröffentlichten Musikvideos des neuen Albums „Hardwired… To Self-Destruct“ der legendären Thrash-Metaller. Insgesamt stehen 13 Musikvideos bereit:

Bild mit freundlicher Genehmigung von Metallica

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6 Kommentare

  1. TheRedTower
    18. November 2016 bei 8:27 — Antworten

    Also ich war ja noch nie Metallica-Fan und das Album wird mich wahrscheinlich auch nicht zu einem machen, aber ein Schritt in die richtige Richtung scheint es allemal zu sein. Die Videos sind auch nicht schlecht, vor allem das zu „Spit out the Bone“ und auch dem Lemmy-Tribute „Murder One“. Für alle Songs ein Musikvideo zu machen, ist dann aber doch ein Overkill (Pun intended ^^).

    • Jonas
      18. November 2016 bei 12:54 — Antworten

      Ist halt sehr altbacken, aber für die zug- oder Autofahrt reichts allemal

  2. minuslik
    17. November 2016 bei 21:34 — Antworten

    Irre ich mich oder kann der Ulrich neuerdings wirklich Schlagzeug spielen?

    • Jonas
      18. November 2016 bei 12:52 — Antworten

      Hab ich auch das Gefühl, nur leider kuckt er immer noch so wie Lars Ulrich halt:D

      • minuslik
        18. November 2016 bei 23:11

        Meinst du den Blick, den er auf diesem Promo-Bild hat? Das geht ja noch, ich hab schon pseudoernste wer-hat-mein-Wurstbrot-geklaut-Gesichter gesehen, die waren hart an der Grenze zur Parodie 🙂

      • Jonas
        21. November 2016 bei 12:17

        Ich meine hauptsächlich die Gesichter wenn er hinter’m Schlagzeug sitzen tut, ne. Da komm ich aus dem Lachen nicht mehr raus.

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