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FEAR FACTORY im Interview – Aggressive Vibes mit Melodie

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FEAR FACTORY haben es gerade getan. Mit “Aggression Continuum” haben sie ein neues Album herausgebracht. Anlass genug, sich Gitarrist und Gründungsmitglied Dino Cazares einzuladen und mit ihm ein wenig über das neue Album, die Konzertsituation in Amerika und die Band an sich zu reden. Folgt ihr uns?

Dino: Hallo!

S: Hi Dino!

Dino: Wie geht’s dir?

S: Soweit gut, danke dir. Ich hoffe dir auch?

Dino: Auch gut, danke. Von wo meldest du dich gerade?

S: Aus Deutschland, nähe Frankfurt. Die Musik Messe ist da.

Dino: Ah, die kenne ich. Schön.

S: Vielen Dank für deine Zeit! Ihr habt ja was neues am Start momentan.

Dino: Ja genau. Meiner Meinung nach ist die Platte ein echter Killer geworden. Ich bin mir sicher, dass ihr es lieben werdet. Es ist meiner Meinung nach wirklich eines dieser Alben geworden, die sehr klassisch im Stil des Genres gehalten sind und so eine breite Masse ansprechen. Ich freue mich sehr, dass es jetzt veröffentlicht wird.

S: Ist der Zeitpunkt jetzt nochmal zusätzlich ein Punkt, der für euch noch dazukommt, jetzt ein Album herauszubringen?

Dino: Ja klar, es ist eine sehr spezielle Zeit. Das Album ist in manchen Ländern auch schon verfügbar, in Europa startet der Verkauf heute Nacht. Wir sind einfach sehr gespannt auf die Rückmeldungen darauf.

S: Ich finde das toll, dass man als Band nach so langen Jahren zusammen und so vielen Alben trotzdem noch wirklich auf jede Platte so stolz ist und sich auch so auf die Reaktionen freut. Das macht eine Band ungemein aus, dass man da nicht abstumpft.

Dino: Oh ja. Es gab in der Zeit ja durchaus auch Stress und Schwierigkeiten. Und auch jetzt diese Zeit, das umsetzen und endlich abschließen zu können, war nicht einfach und macht es ja nochmal spezieller. Daher, auf jeden Fall. Wir haben eine Verbindung dazu.

S: Der Titel ist also nicht unbedingt in eine oder andere bestimmte Richtung zu interpretieren?

Dino: “Aggression Continuum” passt eigentlich sehr gut zu der Geschichte des Albums, genauso auch zu dem Vibe. Es ist sehr “Pissed off” geworden und beinhaltet einige Elemente, die ziemlich heavy geworden sind. Eigentlich das schwermetallischste Album seit unserem ersten Album, meiner Meinung nach. Aber es sind auch sehr melodische Parts dazu gekommen. Aber dieser “Aggression”-Teil beschreibt definitiv den Vibe von dem Album.

S: Eigentlich ist es dann mit so einem Album gerade jetzt interessant, wieder live spielen zu können. Wie geht ihr denn mit diesen Gedanken/Planungen um?

Dino: Momentan planen wir erst wieder für nächstes Jahr, aufzutreten. Wir sind einfach vorsichtig und wollen verhindern, dass sich die Situation hier, die wir in letzter Zeit wegen COVID hatten, wiederholt. Unsere Hoffnung ist, dass nächstes Jahr wieder wirklich mehr offen ist und man räumlich wirklich nicht mehr so begrenzt ist. Hier in den USA werden viele Clubs wahrscheinlich wieder aufmachen, wenn genug Leute geimpft sind, aber die Bundesstaaten haben auch alle ihre eigenen Regeln. Da verlassen wir uns aber auch auf das Management, dass die bei den Tourplanungen auf sowas achten und entsprechend wissen, was geht.

S: Wie sehr nehmt ihr jetzt den Einfluss von Social Media wahr? Ist der Kontakt zu den Fans doch stärker als sonst, wo es keine Konzerte gibt?

Dino: Wir sind zumindest sehr aktiv auf Social Media, das mag ja bei jeder Band anders sein. Uns schreiben dort viele Fans und wir beantworten viele Fragen. Das ist echt unterschiedlich, manche wollen alte Geschichten hören oder haben Fragen dazu, andere schreiben wegen aktuellen Dingen. Das ist wirklich ein sehr aktiver Posten momentan, der zumindest ein wenig was auffängt.

S: Denkst du, dass durch Social Media in der Zeit jetzt auch neue Leute auf euch aufmerksam geworden sind, die FEAR FACTORY bisher nicht auf dem Schirm hatten?

Dino: Generell versuchen wir natürlich, so viele Leute wie möglich zu erreichen. Und Social Media hat sich dabei durchaus als hilfreich erwiesen, persönlich für uns als auch für die Band. Durch die Corona-bedingten Einschränkungen waren wir per se aktiver auf Social Media, das hatte wirklich auch einen Einfluss auf die Wahrnehmung unserer Musik und die Band.

S: Im Grunde genommen ein wenig der Effekt wie Festivals, auf denen man auch Leute erreicht, die man bei Clubkonzerten nicht erreicht hätte.

Dino: Auf jeden Fall. Festivals sind eigentlich für jede Band in der Hinsicht sehr hilfreich. Leute hören eine Band, die sie vorher nicht kannten oder sich nicht so sehr mit ihr auseinandergesetzt hatten. Und, wenn es ihnen gefällt, ist in der Regel der nächste Schritt, dass sie auf deren Social Media Kanäle gehen und vielleicht etwas Merch kaufen.

S: Schaut ihr momentan mit dem neuen Album also schon optimistisch in die Zukunft? Oder denkst du, es wird schwierig, wieder auf die Bühne zurückzukehren?

Dino: Nein, ich denke nicht, dass es schwierig wird. So, wie die Welt momentan aussieht, wird es auf jeden Fall eine Herausforderung, aber auf kurz oder lang wird es sicherlich wieder funktionieren, so dass auch sowas wie Konzerte und Touren wieder möglich sind. Das kann ich kaum erwarten.

S: Gibt es noch etwas, was du gerne loswerden willst? Gibt es irgendwas, das du bei Interviews vermisst und das irgendwie nie angesprochen wird?

Dino: Ich möchte den Fans einfach danken, die die Band über die ganze Zeit hinweg unterstützt haben. Besonders jetzt auch die, die sich an der GoFundMe Kampagne beteiligt haben, und damit jetzt das aktuelle Album ermöglicht haben. Das bedeutet uns sehr viel. Für diese Leute machen wir auch sowas, dass auf unserer Homepage so viel Videos und Infomaterial steht, um ihnen damit noch etwas zurückzugeben. Vor allem freuen wir uns, die Leute wieder live auf den Konzerten zu sehen.

 

In dem Gespräch wirkte Dino ziemlich entspannt und gut drauf, obwohl er momentan einen ziemlichen Interviewmarathon hat. Man hat deutlich gemerkt, wie begeistert er von der neuen Platte ist und dass die Vorfreude auf die Veröffentlichung echt ist. Das hat mich bei dem Gespräch am meisten beeindruckt und gefreut, zeigt es doch, dass eine Band, die schon so lange dabei ist und bereits viel veröffentlicht hat, deswegen keine Fließbandarbeit macht, sondern immer noch hinter dem, was sie tut, steht und eine Beziehung dazu hat. Generell scheint er recht entspannt mit der aktuellen Situation umzugehen und entwickelt keinen Frust deswegen, momentan noch so schwierig planen zu können. Im Gegenteil, er und seine Band haben eine sehr zurückhaltende und vorsichtige Haltung und wollen nichts überstürzen, was sich später rächen könnte. Das finde ich sehr beeindruckend. Umso mehr freue ich mich, sie mal wieder live erleben zu können.

Bild mit freundlicher Genehmigung von

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