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FREI.WILD kündigen das Ende an: Auflösung? Vorerst…

Das Freiwild springt ins Unterholz?

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FREI.WILD, die inoffiziellen Erben des Heckaufkleber-Imperiums der BÖHSEN ONKELZ geben ihre Auflösung bekannt! Oder sowas ähnliches…

Das UPDATE findet ihr unten, sowie den Schlussstrich vom 18.8. [12:50].

Keine Band ist so umstritten, keine Band war öfter in den Schlagzeilen und keine ausländische Band hat jemals so viele nationale Preise in Deutschland gewonnen.

Die Wunschdeutschen geben auf ihrer Website und Facebook (Link zum Schluss…) das Ende bekannt und kündigen die letzten Konzerte für Dezember an. Vorerst – wie FREI.WILD schreibt.

Nach 15 Jahren, etlichen Tourneen, Alben und dabei stets mit dem „Viel Feind – viel Ehr“-Mantra der „unverstandenen Masse“ im Rücken zieht man nun also den Schlussstrich.

Man betont, dass Anpassung nie eine Sache der Band war und sagt so in bekannter Manier:

Wir waren immer Menschen, die mit offenem Visier durchs Leben zogen. Wir suchten keinen Bogen um non-konforme Themen, stellten uns auch ohne Bock darauf den immer wiederkehrenden Fragen und möchten auch in Zukunft diese eine Band sein, die ihren Weg einzig und allein nach ihrem Willen und eigenem Gefühl geht. Keinem in den Arsch zu kriechen, uns nicht anzupassen, nicht vor fremde Karren spannen zu lassen, auch fortan frei und wild zu bleiben, aber im selben Atemzug auch darauf zu verzichten, unnötige und dumme Kriegsschauplätze zu eröffnen, all das machte und macht uns zu dem, was wir sind. Man kann uns hassen, man kann uns lieben, das wissen wir, von dem her entscheidet selbst, wir kommen mit beidem zurecht. Alles andere würde sich in unserem Fall einfach nicht echt anfühlen.“

Wie man anfing hört man also auch auf.

Es folgen: Erwähnung der Preise, emotionale Rückblicke und Abgesänge auf die erlebte Zeit und Ankündigung der
„drei gigantischen Konzerte in Mannheim, Hannover und Chemnitz… bevor es für uns erst mal in den Hintergrund geht“, so die Band.
Ab dem 17.8. kann man dafür übrigens Tickets kaufen… Wie man eventuell merkt, für mich muss niemand mit reservieren.

Und nun?

Erstmal… vorerst… „auf dem richtigen Weg sein“. Hier sind einige offene Fragen – da wird wohl am Ende der Verwertungskette noch was kommen – und seien es nur Best-Of-Alben.

Quelle: http://news.frei-wild.info/archiv/multi/nl-2016-08-14/

 


UPDATE vom 14.08.2016 / 19Uhr: Der Sänger der Band, Philipp Burger, sagt nun quasi „alles anders“ – man käme wieder. „Keine Panik“ also. Ich für meinen Teil – und ich möchte ausnahmsweise mal persönlich und subjektiv werden an dieser Stelle: Ich finde, ein ziemliches perfides Kommunikationskonzept den Fans gegenüber.

Auch einige Fans äußern sich missmutig unter dessen Status zu den folgenden Worten:

Bitte genau lesen, cool bleiben, keine Panik haben und einfach ganz gelassen auf unser aller Zukunft mit dieser Band vertrauen.
Sie wird großartig und um ein weiteres Highlight reicher werden!!! Und genau dafür brauchen wir eben Zeit, ihr könnt neue Groß- Projekte auch nicht mal so nebenbei stemmen, oder? […]

Aber Hauptsache die Tickets sind verkauft und das Geld für die Best-Of-Platten ist schon aus’m Sparstrumpf geholt.
Wir harren der Groß-Projekte und werden weitere Updates bekanntgeben.
Eventuell gibt der Basser noch was gänzlich gegenteiliges raus?

Quelle: P. Burger-Facebook-Status

 


Schlussstrich (kurz, bündig, etwas genervt): Frei.Wild haben erreicht, was sie wollten. Die Medien berichten, alle rätseln, ob es schlecht geschrieben sei oder doch kalkulierte Masche… Die Band bekommt Feedback, kann sich über andere lustig machen und ihre Opferrolle und das „innere Verbundenheitsgefühl“ stärken.

Zuerst: Ja, ich habe die News gelesen. Ja, ich bin mir bewusst, wie es dort drin stand. Und ja, absichtlich habe ich einen ähnlichen Stil wie die Band verwendet. Ein Hin und Her der Gefühle, ein „Nein? – Doch! – Oh!“.Wer uns schrieb, bekam Antworten. Wer uns Mordwünsche oder gar Drohungen schickte, wurde ebenfalls bedient. Die News hatte den Sinn, sich eben über diesen aggressiven Stil, den die Band an den Tag legt, etwas auszulassen.

Fakt ist: Frei.Wild lösen sich nicht auf, sie kommen wieder. Die Fans stehen hinter ihrer Band. Ich mag die Band nicht, bin aber gern bereit, mit Fans zu reden (so erkennbar ist, dass diese das Gespräch suchen und es nicht nur auf ein Ablassen ihrer Meinung über mich und diese News anlegen).

Weiterhin eine kurze Anmerkung in eigener Sache: Wer mir privat schreibt, bekommt keine Antwort. Wir kennen uns nicht. Schreibt mir eine Mail und es gibt eine Antwort.


 


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7 Kommentare

  1. jack
    17. August 2016 bei 21:22 — Antworten

    Der Newsletter singt null ab, da verstehst du was falsch, wie so einige euphorische andere auch. Er ist leicht kompliziert geschrieben, hat aber eindeutige Passagen das da null was mit aus ist. Mensch Mensch, lesen muss man schon anstatt auf den Zug aller aufzuspringen und Worte umzudrehen.

    • Schneemensch
      18. August 2016 bei 11:31 — Antworten

      Aloha, hier gibts gleich noch ein Update zum Thema. Und zum Thema auf den Zug aufspringen – schau am Besten auf das Datum, da stand der Zug noch aufm Bahnhof und wurde mit dem befeuert, was die Band so an vielen (mehrdeutigen) Infos rausgehauen hat.…

  2. Lodenschwein
    14. August 2016 bei 19:08 — Antworten

    Was soll man da sagen?
    Applaus Applaus? Die Revolution frass ihre Kinder! Seit die Onkelz wieder da sind fällt Schonmal was hinten runter;)
    Ja mag sein ich bin bei der Band nicht sonderlich objektiv. Wenn man sich viele Reaktionen der Fans gibt bezüglich das man Freiwild nicht sonderlich mag bekommt man ja ordentlich Gegenwehr die wie ich finde einen Wind macht der derBand nicht wert ist. Ich hab mit einigen das Thema gehabt und immer wieder merkt man eine Opfernentalität wo man sich fragt woher kommt die? Vor allem in diesem Ausmaß? Als hätte man den ganzen Tag nichts besseres zu tun als die Band scheisse zu finden!? Ich find die Band musikalisch Durchschnittlich und nix besonders. Mag sein das sich viele mit den Texten identifizieren können und das Outlaw Image schätzen, ja ja beruhigt euch;)
    Was mich immer gestört hat das viele Freiwild Fans nicht über den Tellerrand gesehen haben und die Band als den ultimativen heiligen grahl gefeiert haben der auf keinen Fall kritisiert werden durfte! „Man wird doch nochmal Freiwild hören dürfen“
    Ja mach halt aber ich find sie halt kacke ^^

    Wie auch immer, ich bin gespannt welche Band nachrückt?! Kärbholz? Betontod? Krawallschwestern? Ich Tipp mal in 5 Jahren wenn die Onkelz sich Tod gesoffen haben und das Geld alle ist kommt man mit Pauken und Trompeten zurück!

    So möge der shitstorm beginnen

  3. Ansch
    14. August 2016 bei 18:22 — Antworten

    Guckst des Burgers FB-Profil an. Nix mit Schluss. Muss Deine Vorfreude leider trüben.

    • Schneemensch
      14. August 2016 bei 18:53 — Antworten

      Wie schon auf FB geschrieben:
      Ich finde: Top-Marketing-Strategie. Der offizielle Newsletter singt ab, der Sänger sagt „Neeeeee, alles anders“

      Wir merken uns dann, wenn wir mal Dinge verkaufen müssen.
      PS: Ich kann damit umgehen. Suche grad nur noch diese „Schule des Lebens“, da waren so viele die Todeswünsche aussprechen. Muss ja 1 hartes Pflaster sein diese Lehranstalt.

  4. Dem yeti sein ....
    14. August 2016 bei 17:19 — Antworten

    Ein fussnote persönlicher aversion ließ sich nicht vermeiden?

    • Schneemensch
      14. August 2016 bei 17:53 — Antworten

      Puuh… merkt man das? War für mich eigentlich recht objektiv…

      Falls doch, welche Stelle? Ich geh dann nochmal drüber 😉

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