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How To: Den Weihnachtsbaum zerkrassen

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Kollege Daniel hat ja bereits mit seinem X-Mess-Artikel eine schöne Zusammenstellung weihnachtstauglichen Songmaterials geliefert. Was mir aber jetzt noch wirklich großartiges in die Hände flatterte und definitiv erwähnenswert ist, will ich hier noch einmal extra Raum geben!


Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, … ich könnt dir in den Kübel kotzen. Ich ertrage die klassische Weihnachtsdudelei schon nicht mehr, seitdem ich ein eigenständig Musik fabrizierendes Wesen bin. Egal, ob nun durch den Schlager- oder Kinderchor-Wolf gedreht: Ich ergreife panisch die Flucht, wenn Panflöten (Irgs!), Dudelsäcke (Doppel-Irgs!) oder anders geartetes Weihnachtsgeläut durch Einkaufszentren, Marktplätze oder Büroräume (hier ein anonymer Gruß an meine Chefin: Keiner der Kollegen schätzt deine aktuelle Musikauswahl!) schallt. Da ist die fünf Mal täglich auftretende russische Blaskapelle des mittelalterlichen Weihnachtsmarktes in Dresden noch eine willkommene Abwechslung …

Jetzt ist hier Besinnlichkeit!

Weihnachtslieder in einem neuen Gewand verspricht in diesem Jahr PANZERBALLETT. Zugegeben, so ganz neues Material wurde auf ihrer am 24. November erschienenen “X-Mas Death Jazz” nicht veröffentlicht. Musikalisches Superbrain und Ulknudel Jan Zehrfeld hat bereits in den letzten Jahren meine Grinch-artige Stimmung immer wieder mit der Verballhornung einzelner Weihnachtslieder aufheitern können. Er hatte die aufgehübschten Weihnachtssongs bislang allein und teils unter Mithilfe von Kollegen und Freunden am heimischen Rechner aufgenommen und auf Youtube veröffentlicht. Jedes Jahr einen. Und nun endlich! Die komplette Belegschaft seines musikalisch verdrehten Münchner Quintetts hat sich erbarmt und einen Longplayer rausgehauen, der unter keinem Frickel-Freunde-Weihnachtsbaum fehlen sollte. Unter anderem “White Christmas”, “Kling, Glöckchen” und “Last Christmas” wurden verkrasst. Ja, wirklich! Selbst den WHAM!-Klassiker haben sie nicht verschont und bringen gekonnt dieses störrige Stück zum Grooven.

Und damit nicht genug. Die Gäste, die diesem Meisterwerk der Kompositionskunst noch Glitzerlametta bescheren, sind keine geringeren als Mattias „IA“ Eklundh (schon einmal Gast gewesen und unter anderem auch Solo mit Frickelage unterwegs), Steffen Kummerer (OBSCURA) und Jen Majura (EVANESCENCE). Insgesamt acht Weihnachtssongs plus vier Instrumentalversionen haben ihren Weg auf die Platte gefunden. Wenn das mal kein Potenzial hat, dann weiß ich auch nicht!

Erst ist die Bescherung und dann machen wir es uns gemütlich!

Ich freue mich seit langer Zeit das erste Mal wieder so richtig auf das weihnachtsgebundene Glucken um den Kaffeetisch. Denn endlich wird es Musik geben, die auch mir gefällt! “X-Mas Death Jazz” ist da Programm. Hier wird nicht geschnattert und gezetert, sondern geschrotet und gezählt. Ich habe noch nicht rausgefunden wie genau, aber die Überraschungsmomente machen das Hören doch erst zum Erlebnis.

Wer, so wie ich, auf verdrehte Musik mit einer gehörigen Portion Augenzwinkern steht, sollte an dieser Veröffentlichung seine diebische Freude haben. Mal heavy auf die Schnauze, mal rein durch Worte getragene Vertracktheit – da bleibt kein Auge trocken. Mit etwas Glück erwischst du PANZERBALLETT vielleicht sogar noch auf ihrer bis Anfang Januar laufenden Tour:

Die aktuellen Dates:

THU, 14.12.17 20:30h Explosiv AT – Graz

FRI, 15.12.17 22:30h Jazzfest JIM DE – München

WED, 27.12.17 20:00h Exil CH – Zürich

THU, 04.01.18 Leerer Beutel DE – Regensburg

FRI, 05.01.18 20:30h Klubovna CZ – Prague

SAT, 06.01.18 20:30h Porgy & Bess AT – Vienna

 


Dies ist ein Beitrag von Gastautorin: Tanja


 


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