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Schon mal auf Koks gefickt? – Kambrium im Interview

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KuBa-Halle Wolfenbüttel. Es ist Freitagabend, und zusammen mit den Bands PROXILLIAN und WOLFS MOON feiert die Helmstedter Band KAMBRIUM ihren Jahresabschluss. Als gebürtiger Haldensleber konnte ich mir diesen prächtigen Jahresausklang natürlich nicht entgehen lassen und begab mich ebenfalls in das nicht einmal 100 Kilometer von meiner Heimat entfernte Etablissement. Als Gesprächspartner sitzen mir Jan, Karsten und Maximilian gegenüber, viel Spaß!

Ich denke mal, es wird ein paar Leute geben, die euch noch nicht kennen. Deswegen fangen wir ganz vorne an – beim Bandnamen. Wenn man jetzt nach „Kambrium“ googled, wird man nicht als erstes eure Band finden, sondern bekommt angezeigt „älteste Gesteinsformation des Erdaltertums“ oder „Epoche der Erdgeschichte“. Wie seid ihr auf den Namen gekommen?

Jan: Das ist schon superlange her. Das war… wann war denn das? Das war, als ich noch auf dem Gymnasium war, also schon sehr lange her.

Karsten: 2006 rum, ne?

Jan: 2005. Seit Herbst 2005 gibts uns.

Karsten: Hatten wir da den Namen schon?

Jan: Ja. Und das war damals so: Wir hatten so eine Ausstellung, eine Steinzeit-Ausstellung. Mit Steinen. Also gut, nicht wirklich Steinzeit-Ausstellung… Jedenfalls gab es aus jeder Epoche ein Gestein, und es gab eben auch eine Epoche, die hieß „Kambrium“. Es war nicht der Stein, der uns gefiel. Den Namen fanden wir halt ganz cool. Wir haben uns damals darüber informiert – Julian und ich, Julian ist der ehemalige Gitarrist von uns – und dann haben wir halt mitbekommen, dass es im Kambrium diese „Lebensexplosion“ gab, wo die ganzen einzelnen Arten sich entwickelten. Und wenn man das ummünzt auf die Musik mit den verschiedenen Stilen von uns, dann passt das halt auch. So eine Musikexplosion quasi.

Also nicht nur, weil’s der schönste Stein war.

Jan: Nee. Da hätten wir auch… Keine Ahnung. Maxi, sag mal irgendeinen Namen. Irgendeine Epoche.

Karsten: Kreide.

Maximilian: Jura!

(alle lachen)

Nochmal eine Frage für die, die euch noch nicht kennen: Was würdet ihr sagen, womit befasst ihr euch inhaltlich? Habt ihr da ein bestimmtes Thema?

Jan: Nö. Es gibt ja diese ganzen Themen. Wikinger oder so. Oder was gibts noch? Black Metal-Themen… Tod.

Maximilian: Liebe! (lacht)

Jan: (nach kurzer Pause) Nein, das haben wir nicht. Die letzten beiden Alben hatten jetzt eine zusammenhängende Geschichte. Einfach eine ausgedachte Geschichte. Ich finde, wenn man sich so an irgendwelchen Stilen wie Viking festhält, ist man immer irgendwie darin gefangen, dass man immer, immer wieder Viking machen muss. Ich meine, es ist schon geil, ENSIFERUM und so machen das richtig cool. Aber es ist halt immer Viking. Viking, Viking, Viking. Viking, Viking.

Man kann sich dann schwer davon wegbewegen, es fehlen einem gewisse Spielräume.

Jan: Ja, genau. Und ich habs zum Beispiel bei EQUILIBRIUM mitbekommen. Das erste Album war ja auch so … Ich weiß nicht genau, aber das Thema ging ja auch so ein bisschen in die Richtung Viking. Und dann haben sie auf irgendeinem anderen Album irgendwelche Affen draufgehabt und haben richtig viel Hate von den Fans abbekommen. „Das hat ja nichts mehr mit Viking zu tun, bla bla.“ Ich weiß nicht. Es ist schon schwer für eine Band, dann irgendwann mit dem Stil zu brechen, wenn das Thema auf einmal ein anderes wird. Und da sind wir einfach freier.

Maximilian: Das Konzeptalbum war da natürlich sehr dankbar. Da kann man sehr viele Sachen dran machen und man hat einfach Ideen, wie man das alles gestalten kann. Wenn man so einzelne Songs macht, sind die in sich zwar schlüssig, aber für das Gesamtalbum ist es natürlich schon schöner, wenn ein Konzept dahintersteckt. Wenn man eine Rahmengeschichte hat, kann man da viel mit machen. Auch wenn die meisten Menschen wahrscheinlich gar nicht so auf die Texte achten.

Jan: (dazwischengrätschend) Jaa! Ich wette, keiner von den Menschen weiß, dass es zwei Konzeptalben sind. Das ist denen doch völlig egal! Aber für uns selber …

Maximilian: (nimmt ihm die Wortführung wieder aus der Hand) … es macht einfach Spaß, das so zu machen, sich da was auszudenken. Man kann seiner Fantasie einfach freien Lauf lassen.

Jan: Es ist was anderes, als wenn du einzelne Songs schreibst. Die sind abgeschlossen, für sich. Ja, ist ganz cool so, aber so was Großes… Finde ich irgendwie cooler.

Karsten: Ist halt auch für den interessant, der sich dann noch weiter damit befasst, der dann immer noch mehr entdecken kann. Für die Leute, die es nur oberflächlich hören, ist es vielleicht Musik, die ganz gut oder halt… (kurze Pause) ist. Und wir selber merken das: Wenn man das Album das zweite oder das dritte Mal hört, dadurch, dass da so viele verschiedene Klänge und die verschiedenen Keyboard-Spuren drin sind, entdeckt man immer wieder was Neues. Und bei den Texten ist das dann eine ähnliche Ebene. Je öfter man das hört, desto eher erkennt man da vielleicht auch die Zusammenhänge.

Maximilian: Wir haben das auch selber gemerkt beim mehrfachen Durchhören. Dass da doch mal ne Sache war, die wir bei den Aufnahmen so gar nicht gemerkt haben. Zumindest Einzelne von uns.

Kambrium-Band

Eine Frage, die eher an dich geht (ich nicke Richtung Karsten): Es ist ja nun doch ein bisschen was anderes zu singen, als ein Instrument zu spielen. Wie kommt man dazu, sich zum Singen in einer Band zu entschließen? Und wie erlernt man da sein Handwerk?

Karsten: Also… Ich würde mich erstmal als Gitarristen verstehen, der auch singt. Ich habe bei KAMBRIUM auch mit Gitarre spielen angefangen. Vom Songwriting her ist es einfach so gekommen, dass klarer Gesang dann da war. Das musste jemand tun, das musste jemand machen. So bin ich da reingerutscht. Ich hatte schon Lust drauf, aber noch nicht so richtig das Können dafür. Das habe ich ausgebildet, indem ich Gesangunterricht genommen habe. Das mache ich auch immer noch. Da versuche ich mich auch stetig zu verbessern. (Ein allgemeines Raunen der Bandkollegen erfüllt den Raum). Aber ich habe da auch sehr viel Spaß dran.

Und dein Kollege, der ja nun nicht clean singt, sondern growlt? Wie macht der das? Wie hat der das erlernt?

Karsten: Der hat sich das komplett selbst beigebracht.

Zwischenruf: Der macht einfach.

Maximilian: Ich mache ja auch ein bisschen Background-Shouting und ich selber habe gemerkt: An dem Punkt, wo ich kein Auto mehr hatte, habe ich auch nicht mehr so viel zwischendrin geübt, wenn ich irgendwo langgefahren bin. Auf dem Fahrrad ist das halt irgendwie doof. (allgemeines Gelächter) Ist ein bisschen komisch, nä. Und da habe ich schon gemerkt, dass die Übung einfach super, super wichtig ist. Und Martin… Der macht das von Anfang an mit dem Gegrowle. Und der hat einfach selber gemerkt: DAS ist doof. Wie kann ich mich irgendwie verbessern, dass es mir danach besser geht und meine Stimme nicht kaputt geht. Und der hat das einfach durch Trial & Error gemacht, glaube ich, oder?

Jan: Ganz zum Anfang war das auch gar kein Gegrowle. Da hat er einfach… Reingegröhlt.

Karsten: Man merkt die Entwicklung halt bei uns allen. Also dadurch, dass es uns schon so lange gibt. Ich kann mir zum Beispiel unser erstes Album – von meinem Gesang her – auch nicht sonderlich gut anhören. Weil ich halt selber merke, wie ich mich selber entwickelt habe. Das gleiche auch mit den Liveaufnahmen von Martin mit den Growls, wie enorm er sich verbessert hat. (in der Zwischenzeit hat sich auch irgendwann Fabien eingefunden, und jetzt betritt Martin den Raum) Sag mal „Ja“, Martin!

Martin: Joa! Hat sich auf jeden Fall… ordentlich gemacht!

Wo wir gerade beim Gesang sind: Ihr hattet ja mittlerweile schon mehrfach Thomas Winkler von GLORYHAMMER dabei. Wie seid ihr gerade auf den gekommen?

Jan: Haha, das war lustig. Wie war das… Ich hab halt damals das erste Video von denen gesehen. Das erste bekannte von denen, „Angus McFife“ glaube ich. Jedenfalls habe ich das Video gesehen, und fand die Stimme halt megageil. Hab dann meinen Jungs das Lied vorgespielt, hab die gefragt: „Schätzt mal das Alter von dem Sänger.“ Und dann haben sie alle gesagt… Was habt ihr gesagt, 40 oder so?

Karsten: Auf jeden Fall über 40. Weil er doch diese prägnante Stimme hat.

Jan: Genau. Und dann haben wir halt gemerkt: Hey, das ist so’n junger Spund. Alle fanden die Stimme geil. Dann habe ich ihn spaßeshalber angeschrieben, habe die Demo von dem Song damals – „Dark Lights“ – mitgeschickt, und da dachte ich eigentlich gar nicht, dass er antwortet. Und dann fand er den Song gut und hat dann mitgemacht.

Cool. Und danach habt ihr ihn für das neue Album dann einfach nochmal angefragt?

Jan: Ja, genau. Da hatte ich ihn nochmal angefragt, und dann meinte er aufgrund der guten Erfahrungen vom letzten Album: „Warum nicht.“

Martin: Das ist halt auch das Schöne an unserer Szene. Du fragst halt irgendwelche Leute, ob sie Böcke haben, und dann haben sie halt Böcke und machen mit. Das ist schön.

Jan: 90% der Musiker freuen sich, wenn sie Anfragen für Gastauftritte bekommen. Denn das zeigt ja auch bei denen, dass sie gefragt sind und bei sich einen guten Job machen.

Was sich an dieser Stelle bestimmt einige fragen: Gibt es eine Chance, dass irgendwann KAMBRIUM und GLORYHAMMER zusammen auftreten? Und nicht nur zufällig mal auf einem Festival?

Maximilian: Wir arbeiten dran.

Jan: Wir arbeiten dran, sagen wir es mal so, ja. Tatsächlich. Ich habe den Thomas schon mal gefragt, und Interesse besteht auf jeden Fall, ja. Wir hätten das natürlich auch gerne, dass man die Songs dann auch live so performen kann.

Maximilian: Das wäre einfach geil.

Wäre ne coole Sache. So oft hast du die Möglichkeit ja nicht, mit den Gastsängern einen Titel zu performen.

Karsten: Es sei denn, du bist AVANTASIA! (allgemeines Gelächter geht durch die Runde) Das wäre schon ganz cool. Live singe ich den Song, wenn wir ihn spielen. Den spielen wir auch nicht immer. Heute spielen wir den zum Beispiel. Das wäre schon schön, wenn er den singen kann. Dann kann ich mal was anderes machen! (lacht)

thomas-winkler
Thomas Winkler, Frontsänger von Gloryhammer

Ihr hattet bei den drei verschiedenen Alben ja auch drei verschiedene Labels. Erst MASSACRE RECORDS, dann 7HARD und jetzt seid ihr bei NOISEART RECORDS. (Jan zeigt auf sein Shirt, dessen Front der Schriftzug von NOISEART ziert) Wie kommt es zu den Labenwechseln und merkt man einen Unterschied in der Zusammenarbeit?

Karsten: Ich würde Letzteres gern zuerst beantworten. Ja, man merkt einen Unterschied in der Zusammenarbeit. Da sind wir jetzt bei NoiseArt Records extrem zufrieden mit. Und das ist auch überwiegend – das dürfen wir sagen – der Grund, warum wir gewechselt haben. Wir haben halt immer wieder neue Möglichkeiten gesucht und …

Maximilian: (nimmt ihm das Wort ab) Dazu noch ein Punkt: Na klar, je mehr Erfahrung man hat, desto mehr weiß man auch, was man braucht, was man möchte. Und man kann diese Anforderungen dann auch ans Label stellen.

Jan: Jedes Label war für die Arbeit, die wir damals vollbracht haben, gut. Aber wir haben uns ja auch verändert und brauchen dann für diese Veränderung auch ein anderes Label, haben auch andere Ansprüche gestellt. Mit NoiseArt sind wir jetzt sehr, sehr zufrieden. Wir haben halt immer einen Ansprechpartner. Tags. Nachts. Immer.

Seit ihr euer erstes Album rausgebracht habt, sind glaube ich fünf Jahre vergangen. 2011 war das. Wie stark seid ihr gewachsen, wie viel mehr als damals tourt ihr und wie sehr verändern sich die Möglichkeiten, die ihr habt, in dieser Zeit?

Jan: Sind wir gewachsen? Paar Zentimeter vielleicht, nä?

Karsten: Die Nasen.

Jan: Die Nasen vielleicht, ja. (kurze Pause) Nee. Gewachsen natürlich erstmal an den Instrumenten. Ich glaube, wir können weitaus mehr als 2011 an den Instrumenten.

Martin: Also, wir packen eigentlich bei jedem Album nochmal 10 Prozent oben drauf. Obwohl wir nur 100 können, spielen wir 110 Prozent, und an der Leistungssteigerung wachsen wir auch selbst dann wieder.

Jan: Das haben wir auch bei diesem Album. Da hast du, Karsten, gesagt: Das ist KAMBRIUM auf 125 Prozent. Das müssen wir live erstmal hinbekommen. Und das haben wir jetzt hinbekommen, was heißt, wir sind eigentlich – so gesehen – schon wieder 25 Prozent besser.

Karsten: Wir klettern an uns selbst hoch und das gleiche merkt man halt auch bei den Konzerten. Man kommt mehr raus mit der Zeit, in andere Städte. Wir haben vor zwei Jahren auch das erste Mal im Ausland gespielt, haben das dieses Jahr dann nochmal wiederholt.

Wo wart ihr da?

In England. In London und Ecke Birmingham. Und je weiter man rauskommt – das ist ja wie so ein Teufelskreis – desto mehr lernst du wieder neue Leute kennen, und diese Leute kennen wieder neue Locations, und so kommt man auch immer mehr ins Gespräch.

Maximilian: Engelskreis! (erheitertes Auflachen der Runde)

Karsten: Ich dachte Teufel. Passend zur Musik.

Jan: Man merkt halt generell, dass das Interesse seitens der Veranstalter größer wird. Mittlerweile werden wir tatsächlich auch mal angefragt, ob wir irgendwo spielen wollen.

Tourt ihr auch quantitativ mehr, oder sind es einfach nur andere Orte, aber ungefähr gleich viele Auftritte?

Jan: Also, ich glaube, wir spielen schon ein bisschen mehr.

Karsten: (gestikulierend einen Graphen in die Luft malend) Wenn du eine Linie ziehen würdest, über die Jahre hinweg, geht das schon nach oben. Es ist auch mal so, dass man vielleicht in einem Jahr etwas weniger hat. Aber im Durchschnitt wird das von Jahr zu Jahr immer mehr.

Maximilian: Was eigentlich das Schöne ist: egal, in welcher Ecke in Deutschland wir spielen, es sind immer ein paar Personen da, die uns schon kennen; die uns noch nie gesehen haben und sich total freuen, dass wir mal zu ihnen kommen. So langsam wächst das wirklich.

Martin: So langsam werden auch die Bühnen größer, was auch schön ist.

Euer neues Album ist mittlerweile seit viereinhalb Monaten draußen. Wie kommt’s so an?

Jan: (vollkommen trocken) Gut. (kurze Pause, auf die schallendes Gelächter folgt)

Maximilian: Habe von allen meinen Freunden und Bekannten nur positive Resonanz gehört.

Jan: Hab jetzt auch wirklich noch nicht gehört – auch nicht bei Reviews, wenn ich mir die durchlese – dass das scheiße ankommt. Das schlechteste war, dass es mittelmäßig ankommt. Aber sonst ist es eigentlich durchweg gut.

Martin: Pendelt sich immer so zwischen 7 bis 8 Punkten ein. Manchmal sogar höher.

Jan: Auf jeden Fall bei den Internetmagazinen. Printmedien sind wieder was anderes.

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Habt ihr einen „Lieblingssong“, den ihr besonders gerne spielt?

Maximilian: Wahrscheinlich die, die wir nicht live spielen, nä? (Gelächter)

Karsten: Hat halt jeder seinen eigenen Liebling. Uns ist mit der Zeit auch aufgefallen, dass gerade die älteren Songs, die eigentlich sehr gut sind oder viele Leute sehr gerne hören, wir selbst aber schon sowas von überhört haben, dass die uns selber… Ich will jetzt nicht sagen „nicht mehr gefallen“, aber… Dass es uns nicht mehr ganz so viel Spaß macht, die live zu spielen. Und dann ist es immer wieder eine Überwindung, einen alten, vielleicht auch guten Song, den die Leute hören wollen, immer wieder mit raufzutragen.

Maximilian: Die Leute geben halt die Resonanz. Und wenn das Publikum sich freut, dass wir so einen alten Song auspacken, ist das ja eigentlich Beweis genug.

Karsten: Jeder von uns hat so seinen ganz eigenen Liebling.

Jan: Aber ich glaube, bei allen ist relativ weit oben die „Seehexe“. Kann ich mir vorstellen. (zweifelndes Quäken aus einer Ecke des Raums) Na gut, von ihm nicht. (alle lachen)

Vorhin bin ich noch mit ein paar Kollegen unterwegs gewesen und habe gefragt, ob es noch irgendwas gibt, das ich euch fragen soll. Einer meinte, es gibt eine Frage! Die auch ganz wichtig ist, um zu wissen, ob eine Band gut ist: Schoko oder Vanille?

(es überwiegen deutlich die Schoko-Rufe im Raum, am Ende setzt sich Schoko mit 4-1 durch)

Kambrium beantwortet das also größtenteils mit Schoko. Der Kollege meinte übrigens Vanille, aber ich denke auch, dass Schoko die richtige Antwort ist.

Maximilian: Danke. Deswegen bist du auch hier und nicht er! (erneut erfüllt Gelächter den Raum)

Gut, dann eine Frage, die ich zum Abschluss immer noch ganz gern stelle.

Martin: (fängt plötzlich tierisch an zu lachen. Alle schauen ihn fragend an) Schon mal auf Koks gefickt?! (schallendes Gelächter. Es dauert einige Sekunden, bis wir uns wieder beruhigt haben) Öhm… Wir nehmen deine Frage! Ich glaube, die ist besser!

Wenn ihr einen Wunsch frei hättet und mit einer Band eurer Wahl touren könntet – völlig egal, ob es diese noch gibt, sie sich aufgelöst hat, jemand gestorben ist – wenn ihr es euch frei wünschen könntet: Wer wäre das?

(erst ist ein einzelnes „AMORPHIS!“ zu hören, gefolgt von mehreren „Ja, Amorphis!“-Rufen)

Warum?

Maximilian: Musikalisch wäre es schon ziemlich cool, und wir hören die auch alle ziemlich gerne.

Martin: Es würde auch ganz gut passen, glaube ich. Das Publikum wäre das gleiche, die Zielgruppe.

Ich bin jetzt ziemlich überrascht, dass das so einstimmig kam. Ich habe es ja schon gehabt, dass eine einzelne Person sich nicht auf jemanden festlegen konnte.

Martin: Ich meine, es gibt auch viele andere Bands, über die wir uns freuen würden. Ich würde auch gern mit TURISAS zusammen spielen, die klingen auch cool.

Maximilian: EQUILIBRIUM.

Martin: Ja, die würden auch in unsere Zielgruppe passen.

Maximilian: (nach kurzer Pause) Wahrscheinlich würde jeder mit seiner eigenen Lieblingsband gerne mal touren. Das steht ja außer Frage.

Klar. Wer wäre das dann jeweils?

Maximilian: NE OBLIVISCARIS aus Australien. Progressive, Death Metal, solchen Krams.

Fabien: Bei mir ist es relativ schwierig, weil ich privat schon Metal höre, aber halt auch Post Rock, Post Metal und so. Da würde ich eher was Exotisches nehmen. Also so… PELICAN zum Beispiel. Mit denen würde ich gern zusammen spielen. Oder AGALLOCH. Aber die sind ja leider aufgelöst. Wann haben die sich aufgelöst, vor einem Jahr oder so? Mit denen wäre ich sonst auch gern unterwegs gewesen.

Jan: Die hätte ich sonst auch gerne dabei gehabt, ja. (in weniger ernstem Ton) Ansonsten, einfach nur weil es wahrscheinlich Spaß macht: HAMMERFALL. (allgemeines Gelächter)

Karsten: Wir haben alle unterschiedliche Kern-Musikeinflüsse. Das hört man ja auch in der Musik, es spiegelt sich auch alles in der Musik wieder. Ich bin bei uns halt der, der mehr so die moderne Art von Metal genießt, und wäre deshalb quasi komplett begeistert, mit CALIBAN zusammenzuspielen. Weil die, sag ich mal, auch technisch auf der Bühne – also rein von der Technik her – ähnliches Equipment benutzen wie wir.

Ich danke euch für die Zeit. Cool, dass sich am Ende auch sogar noch alle eingefunden haben. Ich lasse den Künstlern am Ende immer das letzte Wort. Gibt es irgendwas, das ihr den Lesern noch sagen möchtet?

Karsten: Seid offen für Bands, die ihr noch nicht kennt.

Jan: Nicht gleich los-haten.

Karsten: Das Altbekannte ist auch immer gut und eine sichere Bank, aber es gibt auch viel vor Ort zu holen.

Maximilian: Genau. Jeder hat mal klein angefangen. Von daher gibt es überall Potenzial.

Fabien: Ich finde Reviews halt auch cool, um sich so einen Steckbrief zu machen, oder so einen ersten Eindruck. Aber letztendlich zählt immer der eigene Eindruck. Also bildet euch eine eigene Meinung, hört es euch an und lasst euch nicht von irgendwem beeinflussen.

Martin: Und: Support your local artists! Dann bleiben auch die Clubs in eurer Nähe am Leben. (ein Husten imitierend sprechend, also nicht ganz ernst gemeint) Und kauft den Merch!

 

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Bilder mit freundlicher Genehmigung von Kambrium und Gloryhammer

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