LOCH VOSTOK – Schwedendeath at its best

LOCH VOSTOK – „Strife“

Veröffentlichungsdatum: 24.11.2017
Länge: 44:00 Min.
Label: ViciSolum Productions
Stil: Avantgarde/Melo-Death

LOCH VOSTOK hört man ihre Herkunft definitiv an. Spätestens mit Song Nummer zwei wird es unleugbar, dass hier schwedischer Death-Metal vorliegt. Abgemischt von David Castillo und gemastert von Jens Bogren (Wer hier noch keine feuchten Schlüpper hat, dem sei mit Namen wie KATATONIA, OPETH und DARK TRANQUILLITY auf die Sprünge geholfen) schallt der siebte Langspieler der Band mit einem fantastischen Sound durch mein Wohnzimmer. Es groovt und singt gekonnt, das Kopfnicken wird möglich. Es kann aber auch knüppeln, schreien und wütend werden, dass sich die Hände unvermeidbar ballen. Zumeist ist es aber nachdenklich und schwer, die Ausrastmomente halten sich in Grenzen. Es wird kein Feuerwerk der Instumentalfrickelage abgefeuert, was die rar gesäten Soli besonders hervortreten lässt.

Mich erfreut, dass „Strife“ so abwechslungsreich mit dem einen oder anderen songinternen Kniff und rhythmischen Verschwurbelungen gespickt ist. Auch über die Songs hinweg sind Brücken gebaut, so wie die Fortführung von Motiven, die die Durchdachtheit belegen und mich damit absolut überzeugen können. Vom bandeigenen Labelling als „Avantgarde“ war ich zunächst abgeschreckt, als übermäßig cheesy ist das Album aber keinesfalls einzuordnen! Welcher Melo-Death oder Progressive-Fan LOCH VOSTOK bislang nicht auf dem Schirm gehabt haben sollte, dem sei an dieser Stelle ans Herz gelegt, sich mit ihnen zu befassen.

Anspieltipps:Yurei“ und „Summer“

 

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Autorenbewertung

6
LOCH VOSTOK rühren in ihre solide Schwedendeath-Suppe Elemente verschiedener Spielarten, wie Prog, Djent oder Pop. Wegen mir hätte vor allem der Progressive-Einfluss mehr Spuren hinterlassen dürfen, um das Album weniger alltäglich klingen zu lassen.
ø 0 / 5 bei 0 Benutzerbewertungen
6 / 10 Punkten

Vorteile

+ top Produktion
+ durchdachtes Album
+ genretypische und -fremde Einflüsse bringen Abwechslung

Nachteile

- kein "Ausnahmewerk", ungenutzte Potenziale
- Refrains nutzen sich schnell ab

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