Skateboard oder Harley – Hip oder True?

Hi, na? Schönes Wetter heute! Kaum kommt mal die Sonne endlich raus, wird es einem schnell zu warm unter der Lederjacke. Gleichzeitig fahren bereits beim ersten „guten Wetter“ ganze Horden an Motorradfahrern durch die Natur. Mir stellt sich da, beinahe ungewollt, auch die Frage:

„Schmeiss ich mich in T-Shirt und Kurze Hose, oder doch lieber in die Lederkombi? Longboard oder Chopper?“

Uuund schon muss der kleine fiese Szenenazi im Hinterkopf mal anklopfen. (Nazis sind halt immer scheisse) Ja, es geht um die (eigentlich unbegründete, wie man meinen sollte) Frage, was man als „echter Metalhead“ darf. Longboard fahren doch nur Hippster in Berlin! Wie uns Rob Halford gelehrt hat, ist das einzig akzeptable Fortbewegungsmittel eine dicke Chopper! Uiuiuiuiui!

Ok, ich weiss, wie das wirkt, jetzt sind dem Autoren wieder die Themen ausgegangen. Interessiert doch kein Schwein, was der in seiner Freizeit macht. Dass Metaller im echten Leben nicht solche Klischeedackel sind, wie sie in den Medien oft gerne dargestellt werden, weiss eigentlich jeder, der welche in seinem Freundeskreis hat. Die ganze Diskussion ist letzten Endes doch eh nichtig. Trotzdem kommt mir ab und zu das Gefühl hoch, manche Freizeitaktivitäten mehr mit Metal verbinden zu „dürfen“ als andere. Wobei ich mir dann denke, dass es ja schließlich auch Kreuzfahrten und Skiurlaub getarnt als Metal Festival gibt.

 

 

Was mir viel wichtiger ist: Es ist wichtig, überhaupt raus zu gehen! Vor Computern entstehen keine Gemeinschaften. Ob man sich bei gutem Wetter auf einem Motorrad, Longboard oder im Moshpit fortbewegt, ist doch schnuppe. Ich merke immer wieder, wie sehr es mir viel fehlt, draußen abzuhängen und was zu unternehmen, am liebsten mit anderen zusammen. Durch Arbeit, Ausbildung o.ä. wird man schon genug vor den PC gedrängt. Und, wer sich mit Bands wie ANTHRAX oder LAMB OF GOD ein bisschen auskennt, weiss, dass die auch skaten.

Das Thema mag ein wenig off-topic sein, und jeder kann für sich selbst entscheiden, wie relevant es ist, über so etwas überhaupt nachzudenken. Trueness ist für mich zumindest kein Thema. Wenn man Bock auf was hat und kein totales Arschloch dabei ist, ist doch alles in Ordnung. Und wenn jemand anderem das nicht passt, kann er das ja seiner Klopapierrolle erzählen. Daher: Ich hoffe, wir sehen uns mal auf der Straße. Oder im Pit.

 

 

 


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