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MINDREAPER – Von Wucht, Groove und Melodik

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MINDREAPER– „Mirror Construction (…A Disordered World)“

Veröffentlichungsdatum: 08.06.2018
Dauer: 45:53 Min.
Label: Black Sunset
Genre: Death Metal

Kompromisslose Gitarrensounds? Rohe, aggressive Vocals? Schwere, Wucht – und trotzdem treibende Songstrukturen? Bitteschön, all das bieten euch MINDREAPER aus Wetzlar mit ihrem neuen Album „Mirror Construction (…A Disordered World)“.

MINDREAPER nehmen Oldschool Death Metal und würzen ihn gekonnt mit einer Prise Thrash-Attitüde. Dazu hin und wieder die eine oder andere tragende Melodiespur – und nicht selten wird an Griffbrett und Schlagwerk hart abgegrooved.

Teilweise erinnert dabei die Kombination aus stoßartigen Vocaleinsätzen und rhythmischen Riffs auch an ROTTING CHRIST oder ältere DEVIL-DRIVER-Werke. In den melodischeren Parts kristallisieren sich gelegentlich (alte) IN-FLAMES-artige Auswüchse heraus – wenn auch, abgesehen von den extra-melodiösen Soli, Groove und Durchschlag präsenter sind als seichte Melodik. Der verzerrte Bass-Sound spendet der ohnehin schon massiven Gitarrenwand dazu noch ordentlich Tiefe und Kraft.

Unmenschliche Tempoüberschreitungen finden sich auf der Scheibe zwar nicht, doch meines Erachtens nach wird heutzutage (gerade in Death-Metal-Gefilden) sowieso gerne mal vergessen, dass schneller zu sein als alle anderen weder Voraussetzung noch unbedingtes Kriterium für gute Musik ist.

Alles in allem ist „Mirror Construction (…A Disordered World)“ ein Musikerzeugnis mit viel Variation, das sich aber dennoch als ein rundes und gut in sich funktionierendes Gesamtpaket herausstellt. Wenn auch nicht das Ausnahmewerk des Jahrzehnts, hat man hier doch alles richtig gemacht! Eine wahre Freude für meine Gehörgänge – und es war auf jeden Fall nicht das letzte Mal, dass das Album mir aus den Kopfhörern in jene hineinfließt.

Autorenbewertung

8
Alles in allem ist „Mirror Construction (...A Disordered World)“ ein Musikerzeugnis mit viel Variation, das sich aber dennoch als ein rundes und gut in sich funktionierendes Gesamtpaket herausstellt. Wenn auch nicht das Ausnahmewerk des Jahrzehnts, hat man hier doch alles richtig gemacht!
ø 4.8 / 5 bei 7 Benutzerbewertungen
8 / 10 Punkten

Vorteile

+Attitüde
+Oldschool-Sound
+Groovy
+Treibend, schwer und melodisch zugleich

Nachteile

-Gute Frage, nächste Frage!

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2 Kommentare

  1. 20. Juni 2018 bei 18:05 — Antworten

    Streiche: Lauterbach (Ur-Alt Info) 😀

    Setze: Wetzlar

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