Motivation pur – welches Genre pusht richtig?

Kommst du mal wieder nicht zu Potte und brauchst eine gute Portion Motivation? Alles klar, dann bleib dran! Wir haben euch gefragt, welches Metal-Genre eure Motivation am meisten steigert …

Okay, bevor ich jetzt aber mit wilden Spekulationen anfange, checken wir erstmal die Fakten. 445 (Stand 5.11.2017) von euch Lesern haben für eines der sechs angegebenen Genres abgestimmt. Zur Auswahl standen Death und Black Metal, sowie Core, Power und Heavy Metal. Die Letzten haben wir zusammengezählt. Außerdem konntet ihr euch noch für Thrash Metal oder ein sonstiges Genre entscheiden, das nicht aufgezählt war. Soweit zu den Spielregeln.

So, jetzt wirds spannend *Trommelwirbel*: Mit nur 33 Stimmen liegen die sonstigen Genres abgeschlagen auf dem letzten Platz. Zweites Genre von unten ist Thrash Metal, durch das sich 49 Metaller unserer Umfrage motiviert fühlen. Auf den Plätzen 3 und 4 landen Core mit 66 und Black Metal mit 56 Stimmen. Erster Verlierer ist die Kombi aus Power- und Heavy Metal. Die beiden Genres schaffen es aber immerhin schon auf 93 Votes. Sieger der Umfrage ist Death Metal. Das Genre bekommt im wahrsten Sinne 148 Daumen nach oben.

Das waren eine Menge Zahlen, mit einem eindeutigen Ergebnis. Doch was macht Death Metal, sowie Heavy- und Power Metal so beliebt zum Sport? Und warum ist Thrash so abgeschlagen?

Es gibt mittlerweile eine ganze Masse an Studien, die begründen, warum Musik eine motivierende Wirkung hat. Das gilt übrigens nicht nur für Metal, sondern auch für jede andere Musikart. Der offensichtlichste Vorteil fällt uns allen womöglich gar nicht mehr auf. Musik biete uns Ablenkung von sportlicher Belastung – klingt doch logisch, oder nicht?

Dazu erzeuge sie eine positive Grundstimmung und sorge für eine erhöhte Endorphin-Ausschüttung. Das solle eine Unterdrückung des Schmerzreizes bewirken. Zusätzlich könne durch die richtige Musik eine gezielte Stimulation, oder auch Regeneration nach Stresssituationen, erreicht werden. Wir klären gleich noch, was die „richtige“ Musik ist. Des Weiteren verbessere sie unsere Motorik, wenn die Bewegung und der Klang, bzw. Beat, synchron verlaufen.

Laut der Seite fitforfun.de, würden schnelle Beats ebenfalls eine Gefäßverengung, erhöhten Blutdruck und eine stärkere Durchblutung der Haut nach sich ziehen. All diese Dinge seien dafür verantwortlich, dass ein Sportler mit der „richtigen“ Musik sein Workout ca. 15 Minuten länger durchhalten könne.

Aber was ist denn nun die „richtige Musik“? In vielen Foren ist zu lesen, dass schnelle Songs besagte Vorteile bringen würden. „Schnell“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Songs mit 130 bis 150 Beats pro Minute (bpm) laufen. Die Anzahl der Beats in einer Minute ist also entscheidend, ob uns Musik so richtig in den Hintern tritt.

So, da kommen wir der Sache schon näher. Betrachtet man die bpm-Werte der einzelnen Genres, ist es nicht verwunderlich, dass Death Metal mit bis zu 320 bpm Spitzenreiter der Umfrage ist. Grundsätzlich ist ein genrespezifischer bpm-Durchschnittswert nicht wirklich aussagekräftig, da die Schlagzahlen auch innerhalb eines Genres extrem variieren.

Deshalb schauen wir jetzt mal auf einige Bandbeispiele. Klar, alle Beispiele sind DIE Klassiker im Metal. Doch wie sich in den Kommentaren gezeigt hat, finden sich die Klassiker auch in den meisten eurer Workout-Playlists. Okay, fangen wir mal mit METALLICA an. „Master OF Puppets“ schafft es nach einem Onlinerechner auf 105 Schläge in der Minute. Erstaunlicherweise ist das nicht der einzige Song, der unter den empfohlenen 130 bpm bleibt. JUDAS PRIESTs „Painkiller“ liegt mit 103 Beats ebenfalls in diesem Segment, genau wie „Fear Of The Dark“ von IRON MAIDEN mit 105 bpm. Völlig enttäuschend ist allerdings RAMMSTEINs „Sonne“. Dieser Song schafft grade mal 75 Beats pro Minute. So, jetzt kommen wir aber langsam mal zu den Songs, die etwas mehr auf die Tube drücken.

SLAYER sind für viel Geschepper bekannt. Ihr „Prunkstück“ „Raining Blood“ bestätigt das mit soliden 110 Schlägen die Minute. SLIPKNOT schaffen es hingegen in den relevanten Bereich von 130 bpm aufwärts. Die extravaganten Amerikaner treiben den sportgeneigten Metaller mit „Psychosocial“ und 135 Beats pro Minute zu Höchstleistungen. Wer auf der Hantelbank aber so richtig was wegdrücken will, sollte MOTÖTHEAD in seine Playlist aufnehmen. Lemmy und Konsorten lassen den Körper durch die 140 bpm von „Ace Of Spades“ zur Maschine werden.

Aufgrund der Fülle von Songs und Bands sind jedoch Vergleiche mit den Ergebnissen der Umfrage nicht zielführend. Viel bedeutungsvoller als jede Studie oder Erhebung zur Motivation ist aber der eigene Geschmack. Wie soll euch ein SABATON-Hit motivieren, wenn ihr mit Power Metal nichts anfangen könnt? Schaut nicht auf die Beats pro Minute, nur um sicherzugehen, dass der Song schnell genug ist. Das, was einem am besten gefällt, bringt auch die beste Motivation!

 


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