NEMESIS SOPOR im Interview

Nachdem ich vor Kurzem das äußerst ambitionierte Drittwerk „MMXL“ der Dresdner Black Metaller NEMESIS SOPOR rezensierte, nutze ich Anfang März die Chance, in einem Gespräch mit Drummer und Songwriter F.K. und Gitarrist A.B. intensiver auf das interessante Konzept des Albums und einige weiterführende Themen einzugehen. Aufgrund der „etwas“ ausgearteten Länge des Interviews, präsentiere ich euch im Folgenden die wichtigsten Ausschnitte aus diesem sehr interessanten Gespräch.

Zum Glück in die Zukunft

SILENCE-MAGAZIN (im Folgenden abgekürzt mit S.-M. ): Zuallererst Glückwunsch zur Veröffentlichung! Ich hoffe das Album bekam bisher Einiges an Aufmerksamkeit. Wie schaut das bisherige Feedback aus, das ihr bekommen habt?

F.K.: Danke erstmal! Am Anfang dauerte es ein wenig, bis Reviews ins Haus kamen. In den letzten Tagen kamen jedoch einige, vor allem aus dem deutschsprachigen Raum. Diese waren durchgehend positiv, da können wir uns nicht beschweren. Ich fände es gut, wenn noch ein paar internationale Besprechungen nachkommen würden.

A.B.: Das Pressefeedback wird sich höchstwahrscheinlich eher auf nationaler Ebene bewegen.

F.K.: Mit dem was aber bisher reinkam, sind wir definitiv zufrieden.

A.B.: Ich finde die Hauptsache ist jedoch, dass man selbst mit dem zufrieden ist was man geschaffen hat. Wenn es zusätzlich anderen Leuten gefällt, ist das eine schöne Sache.

 

S.-M.: Also seid ihr mit dem Endprodukt des Albums insgesamt glücklich?

F.K.: Eigentlich schon. Wir haben uns mit den Aufnahmen, dem Songwriting und auch der letztendlichen Veröffentlichung die Zeit genommen, die wir brauchten. Deshalb sind es auch schon wieder 3 Jahre seit dem letzten Album. Ich persönlich bin sehr zufrieden.

 

S.-M.: Könnt ihr unseren Lesern einen kurzen Abriss zur Bandhistorie geben und euch kurz vorstellen?

F.K.: 2008 habe ich gemeinsam mit unserem Bassisten F.N. die Band gegründet. Wir wussten, dass wir Black Metal spielen wollten. Mehr war uns zum damaligen Zeitpunkt jedoch noch nicht klar. Wir versuchten dann ein erstes vollständiges Line-Up auf die Beine zu stellen und fanden A.R. an der Gitarre und M.S. am Gesang.  Eine ganze Weile haben wir dann zunächst versucht unseren Weg zu finden und ausprobiert, wie wir am besten funktionieren – auch in Sachen Songwriting und Aufgabenverteilung. 2010 stieß noch A.B. zu uns, nachdem wir ihn auf einem Konzert von VERDUNKELN in Leipzig kennenlernten und relativ spontan fragten ob er mitmachen wolle.

2011 kam dann über „Der neue Weg Productions“ unser Debütalbum „Wurzelloser Geist“ heraus. Damals war es ein starkes Gefühl, alles selbst gemacht zu haben. Die Aufnahmen verliefen auch reibungslos. Ich hätte es mir nicht so leicht vorgestellt die ersten Schritte zu machen. Das Album war auch relativ schnell beim Label ausverkauft. Von Gitarrist A.R. trennten wir uns jedoch relativ bald nach dem Albumrelease wieder. Den Posten übernahm kurz danach R.S., welcher uns sowohl musikalisch als auch zwischenmenschlich seitdem sehr bereichert. Danach realisierten wir 2013 eine Split mit DRENGSKAPUR, welche wir bei einem Gig kennenlernten und zu denen schnell eine freundschaftliche Verbindung entstand.

A.B.: Bei dem ein oder anderen Bier hatten wir uns wohl in überschwänglicher Laune dazu entschieden, dieses Projekt umzusetzen. (Gelächter) Wir wollten die Songs vom ersten Album, die uns als die stärksten erschienen, nochmal etwas besser und druckvoller auf CD bannen. Dazu gab es mit „Der blinde Wanderer“ noch einen exklusiven Song, der uns sehr am Herzen lag.

F.K.: 2014 erschien mit „Glas“ unser zweites Album. In dieser Zeit zeichnete sich ab, dass Sänger M.S. aussteigen wollte. Nach einem abschließenden Konzert bei der zweiten Auflage der Herbstnacht in Dresden im Jahr 2015, verließ er die Band schlussendlich. Den Gesang übernimmt seitdem Gitarrist R.S. und wir sind sehr zufrieden mit seiner Leistung und empfinden das Bandgefüge in der momentanen Viererbesetzung als sehr angenehm und produktiv.

 

S.-M.: Wie kam es dazu, dass ihr beim Geisterasche Label gelandet seid? Ich erinnere mich daran, dass ihr bisher eher eine DIY-Attitüde an den Tag gelegt habt.

F.K.: Nachdem wir bei unserem Zweitwerk „Glas“ alles selbst gemacht hatten, dachte ich, dass wir auch dieses Mal allein sehr gut klarkommen würden und gewisse Arbeitsprozesse weiterhin optimiert werden könnten. Wir wurden dann jedoch direkt vom Label Geisterasche angefragt ob wir nicht gewillt wären zukünftig auf dem Label zu veröffentlichen. Diese Initiative gefiel uns sehr. Als „MMXL“ dann konkrete Formen annahm, merkten wir, dass unsere Vorstellungen von der Produktion und der Aufmachung allein finanziell nur schwierig umzusetzen waren. Zusätzlich war die Promotion ein Faktor, welcher von einem Label wohl besser umgesetzt werden konnte als von uns allein als relativ unbekannte Band. Bei „Glas“ unterschätzen wir den Wert von Werbung, da wir zwar nicht mit der Vorstellung rangehen großartig Geld damit zu verdienen, aber dennoch möchten, dass dem Album auch angemessene Aufmerksamkeit zuteil wird und wir die Produktionskosten zumindest gern wieder einspielen würden. Deshalb war es schön zu wissen, dass wir mit Geisterasche einen Partner gefunden hatten, der uns dabei ordentlich unter die Arme greift und diese Faktoren betreffend ein gutes Konzept hat.

 

S.-M.: Wie verliefen die Aufnahmen? F.K., du hast ja selbst mit Tiefenlaut Audio ein kleines Tonstudio – konntet ihr eure Vorstellungen sowohl im songwriterischen als auch soundtechnischen Sinne umsetzen?

F.K.: Die Recordings verliefen, dadurch das wir mittlerweile sowohl als Musiker als auch ich als Produzent erfahrener sind, zufriedenstellend und wesentlich schneller als in der Vergangenheit. Durch das kontinuierliche Ausarbeiten der Songs über einen längeren Zeitraum waren wir sehr gut eingespielt und konnten schnell die vielen verschiedenen Spuren aufnehmen. Bei den Gitarren dauerte es ein wenig länger, da wir relativ perfektionistisch an die Sache rangegangen sind und häufig den Eindruck hatten, dass wir diese oder jene Stelle nochmals und nochmals aufnehmen sollten, sodass das Endprodukt wirklich vollends unseren Vorstellungen entsprach.

A.B.: Man weiß auch mittlerweile besser, wo gewisse Schwierigkeiten liegen könnten und bereitet sich dementsprechend noch besser darauf vor.

F.K.: Mit dem Sound sind wir auch sehr zufrieden, da sich der Mix über einen langen Zeitraum entwickelt hat und wir uns die verschiedenen Aufnahmen immer wieder hin und her geschickt haben, um diese abzugleichen. Ich habe mir auch bewusst gewisse Pausen genommen, in denen ich das Material überhaupt nicht hörte, da man sich sonst irgendwann darin verliert und nur noch schwerer beurteilen kann, was jetzt stimmig ist oder eben nicht.

 

 

Zwischen Kunst und Wissenschaft

S.-M.: Kommen wir zum überaus interessanten wie auch fordernden inhaltlichen Konzept. Ich muss gestehen, das ich mir daran ein wenig die Zähne ausbeiße. Das Konzept der künstlichen Superintelligenz ist ja zum Einen große Science-Fiction und wird zum anderen mit immer schnelleren Schritten Realität. Wie kamt ihr darauf?

F.K.: Ein Bekannter schickte mir einen wissenschaftlichen Artikel zu dem Thema. Da mir die Thematik selbst noch nicht so bewusst war, war ich vom Inhalt sehr überrascht. Speziell der Fakt, dass der Zeitpunkt, an dem diese künstliche Superintelligenz technologisch erreicht sein wird, gar nicht mehr so weit in der Zukunft liegt. Hinzu kommt, dass die Prognosen von Experten meist nur in Richtung zweier extrem entgegengesetzer Vorstellungen gehen. Zum einen ein paradiesischer Zustand im Einklang mit der künstlichen Intelligenz und zum anderen die komplette Vernichtung der Zivilisation. Das war für mich wie ein Funke, der sich entzündete und meine Kreativität anregte. Das Konzept für die Platte plante ich dann relativ schnell durch, um zu wissen was in den jeweiligen Liedern passieren soll und wie diese zu klingen hätten. Davor stand bis zu dem Zeitpunkt nur der Opener „Untertan“ in einer rein instrumentalen Version.

 

S.-M.: Welchen Anspruch hattest du daran dieses Konzept lyrisch umzusetzen? Ging es um eine weitläufige und umfassende Betrachtung dieser Thematik oder eher um eine dramatische und poetische Interpretation?

F.K.: Natürlich kann man das Thema im Rahmen eines Albums nur schwer umfassend darstellen. Dazu ist die Thematik einfach zu komplex. Wichtig war mir, dass die künstlerische Beschäftigung dem Hörer Denkanstöße in verschiedene Richtungen geben kann. Der künstlerische Anspruch war, den Grundgedanken des Liedes im konzeptionellen Rahmen dann durch das Wort und die Musik für uns stilistisch passend zu verpacken. Wir sind numal in der Band alle studiert und da ist dies ja ein passendes Thema für eine „studierte“ Band. (Gelächter in der Runde)

A.B.: Nichtsdestotrotz eine Frage, die sich viele Leute schon seit langer Zeit stellen. Diese Vision ist ja keine neue und in der Populärkultur verankert. Egal ob in „Terminator“ oder Romanen von H.G. Wells, es wird immer wieder die Gefahr/potenzielle Angst durch die Technologisierung angesprochen. Eine Gefahr, die die Menschen umtreibt.

 

S.-M.: Der Gedanke, der mir gerade kam: Man hat in der Musik oder in der Kunst im Allgemeinen eine gute Möglichkeit, eine Thematik mehr auf die Gefühlsebene zu bringen. Speziell durch düstere, harsche Musik kann hierbei ein Gefühl der Machtlosigkeit und Verzweiflung erzeugt werden.

F.K.: Genauso nimmt es wahrscheinlich fast jeder wahr. Es hat bei mir, als ich den Artikel las und mich mit der Thematik beschäftigte, etwas ausgelöst und vielleicht gewisse Urängste geweckt.

 

S.-M.: Steht für euch der Inhalt der Texte selbstredend oder verbirgt sich dahinter eine Aussage/Meinung was die Menschheit im Kontext dieser Thematik erwartet?

A.B.: Das Warnen überlassen wir den Experten, die sich intensiv damit beschäftigen. Es ist denk ich einfach ein interessantes Konzept, welches gut mit dieser Art von Musik harmoniert.

F.K.: Man erkennt auf dem Album sehr gut, wenn man sich „Herrscher“ und „Despot“ anhört, sehr gegensätzliche Ansichten zu einem Aspekt, die dadurch unterschiedliche Schlüsse zulassen. Zwei Bezeichnungen und Sichtweisen für eine Machtposition.

In einigen Reviews lasen wir, dass das Album insgesamt auf die Rezensenten sehr düster wirkt. Den Eindruck haben wir gar nicht und erkennen so einige „helle“ Punkte sowohl im musikalischen wie auch im textlichen Bereich. Der Mensch ist die Ausgangsfigur und alles was sich anschließt sind Visionen, Utopien und reine Prognosen. „Untertan“ könnte somit auch bedeuten, dass der Mensch nicht die Krone der Schöpfung ist, sondern nur eine notwendige Zwischenstufe um eine höhere Intelligenz zu ermöglichen.

 

 

Rostrot

S.-M.: Ich finde das Cover- und Albumartwork sehr stimmig. Zum Cover selbst habe ich zwei Interpretationen. Zum einen, die einer nur schwer erkennbaren Gestalt, welche in einem Sog aus Materie verschlungen wird und zum anderen Bezug nehmend auf das letzte Stück der Platte „Zeit der Sterne“, dass diese Figur die Menschheit darstellt, die durch immer weiter voranschreitende Digitalisierung und Technologisierung langsam zu einer gleichförmigen Masse wird, was schlussendlich zum Verlust der eigenen Identität führt. Was war eure Intention mit dem Artwork und wie genau entspricht das finale Artwork von Cadaversky euren Vorstellungen?

A.B.: Für die Interpretation müsstest du dich an den Künstler (Cadaversky) selbst wenden.

F.K.: Ich habe dem Künstler gewisse Vorgaben gemacht und ihm das Konzept erläutert, ihn jedoch gebeten ein Cover zu gestalten, das sehr verschieden auslegbar sein soll. So kann man, wie es eben jene unterschiedlichen Pole in den Prognosen gibt, sowohl positive als auch negative Dinge in die Gestaltung interpretieren.

A.B.: Auf mich wirkt es mechanisch. Wie verrottende Metallstrukturen und viel Rost.

F.K.: Der Künstler hat bis auf das Promofoto auch die anderen Elemente des Layouts gestaltet und wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Maks Pallas, der die Fotos von uns geschossen hat, hat zudem auch sehr gute Arbeit abgeliefert.

 

S.-M.: Ich empfinde eure Texte als sehr bildhaft und dennoch abstrakt. Könnt ihr mir in diesem Zusammenhang den Liedtitel „Atarax“ erklären? Ich kannte dies bis jetzt nur als medizinischen Wirkstoff zur Angstlösung.

F.K.: Es bezieht sich auf das altgriechische Wort „Ataraxie“, welches grob eine komplette Seelenruhe beschreibt. Der Titel schwebte mir schon seit langer Zeit im Kopf herum und ich wollte ein Stück machen, welches diesen Namen tragen sollte. Im Albumkontext könnte „Ataraxie“ eine Verschmelzung von Mensch und Maschine darstellen, in dem die dann gegebene Realität einfach akzeptiert und anerkannt wird. Die Entwicklung dahin ist eh nur schwer aufzuhalten. Es ist vielleicht eine Sache, mit der wir uns auch jetzt schon abfinden müssen und eher versuchen sollten, diese in eine positive Richtung zu lenken.

 

S.-M.: Wie wichtig sind euch als Hörer und Konsument Texte im Metal bzw. allgemein in der Musik? Ich habe den Eindruck und ertappe mich selbst ab und zu dabei, dass ich den Texten relativ wenig Beachtung schenke.

F.K.: So bin ich häufig selber auch. Man hat einerseits einen hohen Anspruch als Konsument an die Musik, ist andererseits jedoch meist nicht gewillt, sich wirklich tiefer mit der Materie auseinanderzusetzen. Mir fallen dabei vor allem immer die Extreme auf. Bands oder Texte im Allgemeinen, welche total klischeebehaftet oder einfach gesagt belanglos sind.

In unserem Fall haben wir durch das Gesamtkonzept des Albums schon von vornherein einen höheren Stellenwert bei den Texten und so kann sich der Hörer vielleicht durch das Vorgegebene etwas konkreter vorstellen, um was es geht. Andererseits ist es denke ich häufig auch einfach schwer, etwas mit kryptischen Texten anzufangen. Ein Vorteil ist allerdings, dass man als Hörer immer selbst seine eigenne Bedeutung und Gedanken hineingeben kann. Dafür muss man sich natürlich intensiv mit dem Material auseinandersetzen, wozu man häufig nicht die Zeit und Energie hat.

Das erkenne ich auch bei Reviews und Interviews, die nur an der Oberfläche kratzen und gar nicht auf den eigentlichen Inhalt eingehen. Klar steckt auch nicht immer so viel hinter einer Musik oder einem Album, aber die Künstler bringen da ganz persönliche Empfindungen ein und kehren nicht selten ihr Innerstes nach außen. Dies ist für die Außenstehenden teils schwierig zugänglich, bietet aber auch die Chance auf einen guten Zugang zum Material. Heutzutage ist aber auch alles so schnelllebig, dass dazu einfach vielen die Zeit fehlt.

 

S.-M.: Nun hattet ihr Mitte Februar euren Releasegig in Würzburg. Warum als Dresdner Band in Würzburg? Wie verlief der Auftritt?

F.K.: Das hat der Labelchef von Geisterasche zustande gebracht. Er stellte Kontakt zum Veranstalter her. Ich bin ihm dankbar dafür, dass er neben dem Albumrelease sich auch bei Liveauftritten engagiert. Für uns ist es natürlich immer schön, wenn man mal aus dem Osten von Deutschland rauskommt. In Dresden hätten wir das natürlich auch machen können, aber da steht im Herbst ja bereits ein Auftritt an. Zwei Mal im Jahr möchte ich nicht in einer Stadt spielen. Als Konzertgänger schmälert dies für mich immer den Reiz eines Liveerlebnisses.

Der Gig in Würzburg hat uns sehr gut gefallen. Wir waren gut eingespielt und haben viel Material vom neuen Album gespielt. Den Leuten schien es definitiv auch gefallen zu haben.

 

 

S.-M. : Ihr veranstaltet zudem seit einigen Jahren die „Herbstnacht“ in Dresden, wo jeweils einige kleine aber feine Black-Metal-Bands auftreten. Wie kamt ihr dazu und was kann man in diesem Jahr erwarten?

F.K.: Ursprünglich war einfach nur ein Konzert mit uns und unseren Freunden DRENGSKAPUR geplant. Mittlerweile versuchen wir einfach, ein Mal im Jahr ein Black-Metal-Konzert in Dresden zu organisieren, da wir die meisten Gigs in diesem Bereich in Dresden immer als relativ unspektakulär und unattraktiv empfinden. Wir hatten oft den Eindruck, dass man die immer gleichen Bands sieht und dabei zu wenig Abwechslung und Geheimtipps ihren Platz bekommen. Den Rahmen dafür wollen wir mit der Herbstnacht schaffen.

Bisher funktionierte dies sehr gut und wir können uns immer Bands raussuchen, die wir liebend gern spielen lassen wollen.

 

S.-M.: Was sind die weiteren Pläne für NEMESIS SOPOR in diesem noch frühen Jahr?

F.K.: Wir spielen erst einmal einige Konzerte und haben darüber hinausgehend nichts Konkretes geplant. Ich bin niemand, der so überstürzt Dinge raushaut und schaue lieber wie sich die Dinge ganz natürlich entwickeln. Ich habe einige Ideen, es wird sich aber zeigen ob diese auch umsetzbar sind.

 

S.-M.: Rein hypothetisch – mit welchem Künstler würdet ihr liebend gern einmal zusammenarbeiten?

F.K.: Konkret fällt mir da spontan kein anderer Künstler ein, aber vom Konzept her sollte dies über eine übliche Splitveröffentlichung hinausgehen. Eine direkte Kooperation im Songwritingprozess wäre sehr spannend um etwas wirklich Gemeinsames zu erschaffen. Ich hatte da auch schon einmal eine konkretere Idee, die dann aber nicht funktionierte. Musikalisch würde es mich unabhängig vom Kooperationspartner reizen in eine andere Richtung als Black Metal zu gehen und etwas ganz Neues auszuprobieren. Inwieweit dies dann unter dem Banner NEMESIS SOPOR geschieht, ist noch einmal eine ganz andere Frage.

 

S.-M.: Zum Abschluss möchte ich euch bitten uns 3 Alben/Bands zu nennen die euch in der letzten Zeit begeistert haben und die ihr unseren Lesern ans Herz legen möchtet?

F.K.:

HORISONT – Odyssey („Geht in die Richtung 70er Jahre Rock.“)

FRIEDRICH LICHTENSTEIN – Bad Gastein („Ein kruder Mix aus düsterem Synthie Pop und Spoken Word Performances, der zwischen Humor und Ernst hin und her zu pendeln scheint.“)

A.B.:

WEDRUJACY WIATR – O turniach, jeziorach i nocnych szlakach („Für mich eines der besten Alben der letzten Jahre. Es strahlt eine düstere Naturromantik aus, wie ich sie schon lange nicht mehr hören durfte.“)

WULKANAZ – Paralys („Für alle Freunde verschrobenen, urwüchsigen schwedischen Black Metals im Stile alter ARCKANUM.“)

 

S.-M.: Ich danke euch für das Interview und wünsche weiterhin alles Gute und viel Erfolg mit dem Album!

https://nemesissopor.bandcamp.com

https://de-de.facebook.com/nsopor/

Herbstnacht-Event: https://www.facebook.com/events/198786450592026

 


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