In Noel’s Ballroom – Weihnachtsfeier mal anders!
Noel’s Ballroom in Leipzig – ein schicker Pub, den ich schon das ein oder andere Mal für ein paar typische Drinks besucht hab, allerdings noch nie für nen Konzertabend. Mir war auch bisher überhaupt nicht bewusst, dass in eben jenem ein Konzertsaal integriert ist. Diese Räumlichkeit ist aber durchaus hübsch anzusehen, inklusive saaleigener Bar und der berühmten Muppets aufm Balkon. Direkter Schmunzler beim Betreten! Jedenfalls haben heute am 20. Dezember zwei meiner liebsten Leipziger Locals zur Weihnachtsfeier geladen, nebst noch zwei weiteren Bands, die ich bisher noch nicht live gesehen hab. Die Rede ist von INNER SPACE und LEAVE., sowie SWOON und TORCH.
Der Opener: TORCH
Pünktlich um 19:30 eröffnet mit TORCH eine extrem spielfreudige Hardcore-Kombo den Abend. Kurze, knackige Songs mit Message und einem Frontmann, der wie angestochen praktisch jeden Zentimeter der Stage abgrast. Aufgrund der Nähe zur Bühne hat man zu Beginn das Gefühl, dass das Publikum zu schüchtern ist, um bis ganz vor zu gehen. Aber so verkehrt ist der Gap eigentlich nicht, denn schnell wird die Lücke von allen Bewegungswütigen genutzt. Die Stimmung ist schnell da, wo sie hingehört und besonders dem Mann am Mic schaut man gern zu. Der hat durch die ganze Show ein Dauergrinsen im Gesicht, woran man merkt, wie sehr die Band ihre Musik auch selbst feiert. So muss das!

Halb-Instrumental: SWOON
Band Nummer Zwei des Abends sind SWOON. Diese haben heut eine “besondere” Show vor sich, denn leider musste ihre Sängerin krankheitsbedingt absagen. Für viele Bands sicher ein Grund alles zu canceln, aber nicht in dem Fall! Zu Beginn wurde einfach verkündet ein instrumentales Set zu spielen, und wer möchte und textsicher ist: am Bühnenrand liegt ein Mikrofon, bedient euch! Absolut cool und souverän! Da ich selbst die Kombo noch nicht gesehen hab, wäre ich definitiv überfordert gewesen, aber da gab es tatsächlich eine junge Frau, die die teils hardcorigen, teils melodischen Songs mit Vocals in geschriener und gesungener Form untermalen konnte. Sichtlich zur Freude der Band und für meine Begriffe auch ziemlich gut. Respekt dafür! Grundsätzlich eine geile und überaus sympathische Show, die auch hätte anders verlaufen können. Ich bin begeistert!

Emotion pur: LEAVE.
Mein Musikgeschmack wandelt ja sowieso zwischen Geschrei und feinsten Melodien plus herzerwärmendem Gesang. Daher freu ich mich nun auf den Kontrast zu bisher, in Form von LEAVE. Hab ich schon paarmal gesehen, würd ich mir aber auch immer wieder antun. Mit meinem Album des Jahres im Gepäck kann das auch grundsätzlich schon nich verkehrt werden! Und so bekomme ich wieder alles, was ich an der Band so liebe: Martins unverwechselbare Vocals, die mir abermals feuchte Augen bescheren, Melodien, die einfach nur gemacht sind um Gänsehaut zu verursachen und eine Band, die das alles in Topform transportieren kann. Wer die Truppe noch nicht auf dem Schirm hat und auf all das steht, was ich grad beschrieben hab: geht da einfach mal zu nem Konzert und ihr werdet verstehen! Chapeau!

Der krönende Abschluss: INNER SPACE
Leider neigt sich der Abend dem Ende zu, aber es darf nun nochmal gepflegt ausgerastet werden, denn INNER SPACE stehen jetzt auf der Bühne. Wobei Martin direkt bleiben kann, denn er wechselt hier vom Mikrofon zur Gitarre. Auch Leon, den Mann hinter den Drums haben wir heut schon gesehen, schwingt er auch bei TORCH die Hölzer. Man sieht also, dass die Bandmischung heute kaum herzlicher sein könnte. Jedenfalls gibt es jetzt keine der bei LEAVE. genannten Punkte, sondern einfach voll in die Fresse! Und das ist auch gut so! Irgendwo zwischen Hard- und Deathcore angesiedelt, haben sich INNER SPACE bei mir schon ab Single 1 einen festen Platz in meiner Playlist erspielt, denn die Mischung funktioniert einfach so perfekt! Eric haut seine Texte so dermaßen treffsicher ins Mic, dass es fast schon unverschämt gut ist! Stillstehen kann hier definitiv keiner mehr und der Gig bildet die Kirsche auf der Sahne des eh schon mehr als gelungenen Abends.
Ich bedanke mich an der Stelle für die Einladung und hoffe, dass diese Weihnachtsfeier nun zur Tradition wird, denn so darf mein Konzertjahr gern immer enden!

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