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SAILING BEFORE THE WIND – Frischer Wind aus Japan

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Core-Fans aufgepasst! Es ging mal wieder auf eine recht intime Clubshow – also, eigentlich ein intimes Festival. Im Rahmen des KEEP ON ROLLIN’ FEST 2019 hatte ich kürzlich die Jungs von SAILING BEFORE THE WIND vor der Linse. Die Metalcore-Band aus Tokio hab ich tatsächlich erst ein paar Tage vor besagtem Festival entdeckt, als ich zusammen mit einer Freundin ein Konzert besucht habe. SAILING BEFORE THE WIND war eine der Support-Bands und hat sowohl meine Freundin als auch mich schon nach dem ersten Song überzeugt. Und Euch eine Band mit dem gewissen “Boah, die waren echt geil!”-Faktor vorzuenthalten, wäre einfach Verschwendung.

Feinster Metalcore seit 2011

Ja, richtig gelesen – SAILING BEFORE THE WIND bestehen bereits seit 2011. In diesen acht Jahren gab es allerdings einige Besetzungswechsel. Mit ihrem jetzigen Line-Up ist die Band seit ungefähr Mitte 2016 unterwegs. Das letzte verbliebene Gründungsmitglied ist Bassist Bitoku, der übrigens auch verantwortlich für das Songwriting der Band ist und jeden Song seit Beginn der Band geschrieben hat. Eine gewisse Handschrift ist in den einzelnen Songs auch deutlich zu erkennen. Der Sound von SAILING BEFORE THE WIND ist deutlich inspiriert von Hard Rock und Heavy Metal der 80er Jahre. Aber auch moderner Metalcore wie AUGUST BURNS RED, ELITIST und PHINEHAS zählen zu den Inspirationen der Band.

Dem hinzugefügt werden noch technisch versierte Breakdowns sowie eingängige Gitarrenmelodien und et voilà: Es entsteht der einprägsame Sound von SAILING BEFORE THE WIND. Damit spielt die Band übrigens nicht nur auf kleinen Clubbühnen, sondern auch auf größeren Festivals wie dem von CRYSTAL LAKE veranstalteten True North Festival. Wem ich jetzt schon den Mund wässrig geschrieben habe, der darf sich auf iTunes oder Spotify gerne selbst von der Band überzeugen. Ihre bisherigen Releases “Judgement” (2012) und “Sanctuary” (2016) können auf allen gängigen Plattformen gestreamt werden. Wer noch nicht überzeugt ist, möge jetzt bitte das folgende Video anklicken oder zum Live-Review-Part weiterscrollen. 

Die Rückkehr der Crowdsurfer

Heute, eine Woche nach dem STATE CHAMPS Konzert, leide ich immer noch etwas unter meiner kleinen “Fotografen-Kriegsverletzung”. Eine Band wie SAILING BEFORE THE WIND ist allerdings ein Stimmungsgarant und ein Moshpit und Crowdsurfen gehört einfach dazu. Ich nehme mir vor, vor allem wegen des begrenzten Platzes, entsprechend vorsichtig zu sein. Also, auf ins Getümmel. Die Band betritt einheitlich in Schwarz die Bühne und schon während des Intros versucht ein Mädchen vor mir vergeblich, zu crowdsurfen. Mit dem zweiten Song “Drift Apart” geht es dann richtig los – zack, Moshpit!  Auch auf der Bühne ist alles in Bewegung, die Jungs sind wahre Energiebündel – ganz besonder Bassist Bitoku, der wie ein Wirbelwind über die Bühne fegt. 

Selbiges gilt auch für die nächsten zwei Songs “Maverick” und “Resistance”. Dieses Mal inklusive geglücktem Stagedive! Vor allem während der Breakdowns gibt’s in dem kleinen Club kein Halten mehr. Ich habe mich mittlerweile übrigens in die hinteren Reihen geschlichen und auch hier ist die Stimmung anhaltend sehr gut. Das Publikum hat sichtlich Bock auf die Band. Vereinzelt geht es im Pit auch ziemlich heiß her, sodass ich vorsichtshalber direkt in Deckung gehe.

Mit “Stargazer” geben SAILING BEFORE THE WIND auch einen ihrer älteren Songs zum Besten. Der einprägsame Gitarrensound ist so mitreißend, dass selbst ich mich zwischendurch beim Fotografieren zu etwas mehr Bewegung hinreißen lasse als sonst. Vor allem während des sechsten und letztem Song des Sets, “Iolite” – der mittlerweile auch mein persönlicher Favorit der Band ist. Alles in allem: Ein kurzes Set, dass es wirklich in sich hat! SAILING BEFORE THE WIND sind eine der wenigen Metalcore-Bands, die ernsthaft mein Interesse geweckt haben, da ich ja sonst offenkundig mittlerweile mehr auf der Pop-Punk und Post-Hardcore-Schiene unterwegs bin. Wer Core ohnehin mag und generell ein Freund der härteren Musik ist, dem lege ich SAILING BEFORE THE WIND wirklich ans Herz. 

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Bild mit freundlicher Genehmigung von Saskia Szmerek (@badlands.photography)

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