SEPULTURA – Bandhistorie im Pandemiegewand


SEPULTURA – „SepulQuarta“

Veröffentlichungsdatum: 13.08.2021
Länge: 60:56
Label: Nuclear Blast
Genre: Thrash Metal

Was macht man als Band, wenn Pandemie ist und der ganze Rockzirkus zu Hause bleiben muss? Genau, man produziert auf Halde. Naja, fast. Man spielt die alten Songs nochmal. Weil: oh, die anderen Bands sind ja in der selben Situation wie man selbst. Hm, man könnte ja… genau: einfach mal lauter Gastmusiker einladen.

Genau das haben SEPULTURA auf ihrem neuen Album gemacht. 15 Songs sind auf „SepulQuarta“ gelandet, und mit dabei sind 19 namenhafte Personen aus dem kompletten Genre. U.a. Phil Cambell, Matthew Heafy, Danko Jones, Scott Ian, Devin Townsend und Fernanda Lira. Wenn das nicht mal zeigt, dass ein breites Spektrum musikalischer EInflüsse dennoch Plaz auf einem Album findet!

Der erste Track macht ganz deutlich klar: das hier ist Sepultura! Steht so drauf, der Titel sagt dasselbe, klingt trotz David Ellefson auch trotzdem noch so. Passt. „Territory“ schlägt klar in alte Kerben und leitet das Album standesgemäß ein. Hier kommt der unverkennbare Sound von SEPULTURA rüber. Die weiteren Songs sind an sich auch schon alle bekannt. Es geht hier nicht darum, die Erzählung der Band fortzuführen. Dieses Album spiegelt die letzten 1,5 Jahre ziemlich stark wieder, insofern als dass die Band die Zeit genutzt hat, Musik als das Element zu nutzen, um mit anderen Menschen in Kontakt zu bleiben und nicht in den eigenen vier Wänden komplett unterzugehen.

So haben sie ganz viele Freunde gefragt, an diesem Projekt teilzunehmen und ganz viele haben ja gesagt. Herausgekommen ist ein Album, das die Songs in neuem Gewand zeigt, aufgenommen in vielen Privatwohnungen auf der ganzen Welt, und vereint auf einer Platte.
Musik verbindet, die moderne Technologie auch, und so können wir auf SepulQuarta sehen, wieviel unterschiedliche und talentierte Musiker doch in der Szene unterwegs sind. Ich hätte manchen Song nicht sofort wiedererkannt, aber genau das macht es aus. Es ist eine neue Version, ein Kind dieser Zeit.

Das finde ich ok, zumindest unter diesen Umständen. Ansonsten hätte ich den Overload an Gastmusikern etwas befremdlich gefunden, hier macht es aber genau das aus, wofür das Album steht. Zusammenhalt in der Pandemie. Sich gegenseitig unterstützen. An Bekanntem festhalten. Passt.

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