Silence Musicfriday #268
Herzlich willkommen zum Wochenendeinklang und ein frohes neues Jahr, hier, beim Magazin eures Vertrauens. Beim Musicfriday geben wir euch an besagtem Wochentag einen kleinen Überblick über die aktuellen Singleerscheinungen, Musikvideos oder Alben, die unsere Autoren bewegen. So soll es hier nicht darum gehen, ALLES zu präsentieren, was so in der Metalwelt und knapp daneben veröffentlicht wurde, auch wird sicher nicht jede Woche für jeden etwas dabei sein, aber vielleicht stolpert ihr durch unsere Redaktion ja über das ein oder andere Schätzchen, das ihr sonst nicht entdeckt hättet? Viel Spaß bei Ausgabe Nummer 268!
Alle Songs des Musicfridays findet ihr auch in der zugehörigen Playlist bei Spotify. Und wenn ihr Bock habt mit uns zu quatschen, könnt ihr auch gern im Silence Discord vorbeischauen.
SVENS FREITAG
Wir haben direkt zwei Cover Songs zu Beginn. Den Anfang machen SAMARAH aus Saarbrücken. Diese haben uns angeschrieben und auf ihre Version des REAL LIFE Klassikers „Send Me An Angel“ aufmerksam gemacht und ich finde die Version modern und energiegeladen. Eine richtig gute Alternative Metal Umsetzung!
Das zweite Cover liefern uns die Jungs von IRON SAVIOR mit „Fame“. Das Original von IRENE CARA stammend, war die Titelmelodie des Films Fame. Und ich glaube auch einer deutschen Castingshow Anfang der 2000er.
Dies ist die zweite Single Auskopplung aus dem Album „Awesome Anthems of the Galaxy“, welches am 27. März erscheinen wird. Zwar ist der Track bereits im Oktober erschienen, aber erhielt erst jetzt ein Video.
Die HELDMASCHINE hat mit „Meine Welt“ auch noch mal eine Single zum Album „Eiszeit“ rausgehauen, welches letztes Jahr im März erschienen ist. Hier gibt es mal wieder gewohnte NDH Kunst, in der Rene ein weiteres Mal wunderbar zwischen Sprechgesang und Klargesang wechselt.
Mit „Ich“ gibt es für uns eine weitere NDH Nummer. Diesmal von der Band NEBELHAUS, die ich im Stil ja schon oft mit der HELDMASCHINE verglichen habe. Und auch hier sind stimmlich für mich wieder sehr viele Ähnlichkeiten. Musikalisch ist das Genre Neue Deutsche Härte meiner Meinung nach ebenfalls recht begrenzt und daher sind hier ähnliche Klänge auch nicht auszuschließen. Dennoch bin ich sehr gespannt aufs Album „NDH“, welches am 03. April erscheinen wird.
JOHANNA KRINS präsentiert uns diese Woche die Auskopplung „Eisdiamanten“ aus ihrem Album „Klarheit“. Eine sehr rockige Nummer und eines meiner Highlights vom Album.
FEUERSCHWANZ haben ihren Song „Highlander“ vom 2023er Album „Fegefeuer“ mit einem Video versehen. Und für alle Fans der Serie und/oder der Filme ist der Track alleine textlich ein Muss. Hier zeigt die Band mal wieder, dass in ihren Texten echte Arbeit steckt. Und ja, wir hatten die Nummer bereits 2024 im SMF, damals aber auf englisch.
Den nächsten Song durfte ich bereits auf dem M‘ERA LUNA live hören und war erst skeptisch und dann begeistert.
Alexander Kaschte (Mastermind von SAMSAS TRAUM) hatte schon vor dem Festival angekündigt eine Zusammenarbeit mit Sängerin Juliane Köbe anzustreben.
Diese kam dann auch, als man gemeinsam den ZAGER & EVANS Klassiker „In The Year 2525“ aus dem Jahre 1969 gecovert hat. Und ich muss sagen, dass der Track richtig gut ballert! Eine moderne Rock/Metal Variante.
Bjørn Alexander Brem ist der GOTHMINISTER und dieser hat in den letzten Tagen einen eigenen Youtube Kanal aufgemacht, auf dem er direkt erstmal den Video Katalog veröffentlicht hat. Auch Klassiker wie „Ich will alles“!
PSYCHOLIES haben diese Woche einen DER Tracks der Gothic Szene in ihr eigenes Industrial Gothic Gewand gesteckt. Und ich feiere es! Mehr Power, moderner Klang und einfach grundsätzlich eine geile Nummer! Lasst uns alle in den „Temple of Love“!
Und noch ein Cover habe ich für euch. Aber dessen Story ist wild!
1970 haben BLACK SABBATH den Song „Paranoid“ veröffentlicht. Ein legendärer Song, den fast jeder mindestens vom Klang her kennt. Fast ein Jahr später, 1971, hat dann das deutsche Schlagerduo CINDY & BERT einen ihrer, wenn nicht DEN, düstersten Songs veröffentlicht. Textlich ist „Der Hund von Baskerville“ von Arthur Conan Doyles drittem Sherlock Holmes Roman inspiriert. Musikalisch hat man hier die Melodie von BLACK SABBATH „Paranoid“ genommen. Für die beiden ist der Song echt rockig auch wenn hier eine Hammond Orgel eingesetzt wurde. Damals tatsächlich gar nicht so selten im Rock.
Warum erzähle ich euch das? Weil BEN BLUTZUKKER nun alles kombiniert hat. Er hat wieder einen richtigen Rock/Metalsong, wie er ursprünglich gedacht war, draus gemacht und zwar mit dem CINDY & BERT Text und erneut einer Hammond Orgel. Was ein Ritt! Und nicht irgendwer sitzt an der Orgel, nein, Mr. MAMBO KURT himself. Also BEN, danke für diese geile Version, die mal wieder mit einem sehr geilen Klemmbaustein Video daher kommt!
Und zum Schluss noch was für die Japanophilen und Freunde der wilden Musikkreationen unter euch! ASTERIYA haben mal wieder einen seltsamen Mix gezaubert und ihn „Ascend like a Phoenix“ getauft. Hier gibt es sakralen Chor Gesang mit Rap und Metal und was weiß ich nicht! Oder wie die Band es ausdrückt:
So it’s a more progressive metalcore with djent and cyberpunk influences.
It’s like if Born Of Osiris, Motionless In White and Epica decided to collaborate.
Alleine in der heutigen Zeit einen Song zu releasen, der fast 6 Minuten geht und ein Intro von 1:20 Min hat. Das ist schon mutig!
Und für alle, die gerne nochmal richtig was aufs Fressbrett haben wollen, habe ich zum Schluss PALEFACE SWISS mit „Withering Flower“! Für mich klingt der Song an einigen Stellen, so wie SLIPKNOT klingen sollten! Wild, aufs Maul und immer nach Vorne!
Das Ganze ist Teil der „The Wilted EP“!
DANIELS FREITAG
Erstmal Happy 2026 zusammen! Bei mir ist im neuen Jahr musikalisch noch nix los, auch in der Weihnachtswoche gab es nix relevantes in meinem Klangkosmos. Aber ich hab in der Zeit eine Band entdeckt, die ich seither recht oft rauf und runter höre. Daher stell ich die hier einfach mal vor: ASTRAY VALLEY aus Spanien. In älteren Songs irgendwo zwischen Atmosphäre und Core platziert, haben sie sich mit den letzten 2 Singles um elektronische Elemente erweitert. Und irgendwie funktioniert das alles so super zusammen, dass es mich nicht mehr loslässt. Hier mal stellvertretend „Synthetic Heart“. Allerdings kann ich auch dringend alles andere empfehlen, weil die Band so variabel und daher immer für eine Überraschung gut ist.
RAPHAELS FREITAG
Das Album „Through High Holy Haze“ ist am ersten Weihnachtsfeiertag erschienen, doch all zu viel Feiertagsstimmung im christlichen Sinne braucht man hier nicht zu erwarten. Es handelt sich um das erste Album der Pfarrkirchener Band ST. UNHOLYNESS und der Name ist wirklich Programm. Wenn euch unterm Baum also nach Black Metal, Sludge und Doom ist, seid ihr hier goldrichtig.
Und damit haben wir die Woche auch wieder geschafft und verbleiben wie üblich mit: Schönes Wochenende und frohe Weihnachtsfeiertage!
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