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Silence Musicfriday #281
Herzlich willkommen zum Wochenendeinklang, hier, beim Magazin eures Vertrauens. Beim Musicfriday geben wir euch an besagtem Wochentag einen kleinen Überblick über die aktuellen Singleerscheinungen, Musikvideos oder Alben, die unsere Autoren bewegen. So soll es hier nicht darum gehen, ALLES zu präsentieren, was so in der Metalwelt und knapp daneben veröffentlicht wurde, auch wird sicher nicht jede Woche für jeden etwas dabei sein, aber vielleicht stolpert ihr durch unsere Redaktion ja über das ein oder andere Schätzchen, das ihr sonst nicht entdeckt hättet? Viel Spaß bei Ausgabe Nummer 281 und frohe Osterfeiertage!
Alle Songs des Musicfridays findet ihr auch in der zugehörigen Playlist bei Spotify. Und wenn ihr Bock habt mit uns zu quatschen, könnt ihr auch gern im Silence Discord vorbeischauen.
DANIELS FREITAG
SVENS FREITAG
DOMINUM haben nicht nur die erste Single aus dem anstehenden Album „Night Is Calling“ veröffentlicht, sondern auch das Album selbst in den Vorverkauf geschickt. „The Circus Is In Town“ bietet hier tatsächlich nicht den gewohnten Power Metal Sound vom ersten Album. Hier wird sehr viel vom Rhythmus geprägt und ich empfinde den Sound Gothic Rock lastiger.
L‘ÂME IMMORTELLE werden dieses Jahr 30 Jahre alt. Das Electro-Rock Duo aus der Gothic Szene bestehend aus Sonja Kraushofer und Thomas Rainer veröffentlicht hierzu 30 Songs als Remastered Versionen, die die Geschichte der Band am besten erzählen. Und es sind schon so einige veröffentlicht worden. Manche passten nicht recht in den Friday, andere gefielen mir nicht. Aber mit „Stumme Schreie“ haben wir einen Song, der passt und den ich mag. Melancholisch rockig geht es hier zur Sache.
Von AEVERIUM hatte ich euch bereits beim Konzertbericht zum ERDLING Konzert in Lübeck erzählt. Guckt hier gerne nochmal rein. Diese haben auf der Tour in Frankfurt und Oberhausen ihren Liveauftritt aufgenommen. Und nicht nur freut es mich, Freunde im Publikum erkannt zu haben, sondern finde es auch gut gemacht, die Aufnahmen beider Locations farblich zu trennen. Der Song „Whatever“ ist ein typischer Metal Song mit leichtem Popeinschlag, der auf dem Album „The Secret Door“ aus 2024 zu finden ist.
Ich finde es zwar schade, dass man nicht die Tonspur vom kompletten Auftritt genommen hat, aber die „oho oho“ Chöre am Ende vom Publikum versöhnen mich ein Stück weit. Und ich mag ja auch die Studioversion.
SAMSAS TRAUM haben auch wieder etwas Neues, und zwar die erste Single vom neuesten Album „Vota Tenebris 1“, welches am 26.06.2026 erscheinen soll. Die Single „Leitstern“ liefert alles, was der typische SAMSAS TRAUM Hörer kennt und liebt. Der Song ist schön rockig und liefert deutsche Texte, die nicht einfach sinnlos aneinander gereiht sind. Auch ein paar ruhige Stellen sind enthalten und eine Szene aus dem Film Das Letzte Einhorn. Ich bin auf jeden fall sehr gespannt auf das Album. Vorbestellen könnt ihr die Scheibe hier.
Bei Alexander Kaschte hat sich auch einiges geändert. So macht er seinen Merch nicht mehr über das Insektenhaus, sondern hat diesen Part an Fan Total übergeben.
Ich verstecke hier mal den Künstler RAMI HATTAB mit arabischen Wurzeln, der in seinem neuesten Werk „Halt’s Maul und Tanz“ Electro und Dudelsack gekonnt miteinander verknüpft. Der Song könnte sich so auch in aktuellen Mittelalterband-Sets verstecken. Ich muss hier an die frühen CORVUS CORAX denken, die ebenfalls gerne Electro und Mittelalter verknüpft haben.
Und wenn wir uns schon im Mittelalter Sektor aufhalten, dann packe ich auch gerne noch WALDKAUZ mit ihrer Mittelalterrock Version von „Everytime We Touch“ auf unsere Silence Playlist. Im Video zeigt die Band, wie ernst sie sich selbst nimmt. Das ist sehr erfrischend und macht Laune.
Und zum Schluss hauen uns DEFICIT mit „Only God Knows“ richtig eins in die Fresse. Hier gibt es den richtig harten Hardcore Sound made in Sydney.
BONUS: 1. APRIL SONGS
Als erstes haben wir hier die Jungs von HAGGEFUGG, die sich lieber mehr dem Mittelalter Techno zugehörig fühlen. „M!W!B!“ heißt die Nummer und ist auch gar nicht so schlimm. Unter dem Video findet sich folgender Text:
Beats, Wahnsinn und eine gehörige Menge Döp Döp Döp! Sagenhaft erfolgreiche Bands machen es vor und wir gehen endlich mal mit der Zeit! Vorbei sind die Tage von „Haggefugg klingt ja wie…“. Kein Bock mehr auf Mittelalter-Rock! Haggefugg macht jetzt Teggno. Setzt eure schnellen Brillen auf, reist den Subwoofer auf Anschlag und scheppert mit uns durch die Nacht.
Unter dem Video von LORD OF THE LOST finde sich jener Text:
LORD OF THE LOST bekennen sich endlich zu Gott! Nach vielen Jahren, gefüllt mit düsteren Dämonendiensten, schwarzen Schattenritualen, okkulten Opfergaben und anderen abartigen Alliterationen, hat sich die Speerspitze des deutschen Dark Metals nun endlich zu GOTT bekannt, Überraschung! Der nun endlich musikalisch manifestierte Monotheismus wird sogleich freudig fundamentalistisch in einem unmissverständlichen, von Fans lange erwarteten, Deutsch-sprachigen Song „Es Gibt Nur Einen Gott“ zum Ausdruck gebracht. Und ein offizielles Video gibt es natürlich auch dazu, die bisher aufwändigste, zeitintensivste und teuerste Musikvideoproduktion der Bandgeschichte! Es Gibt Nur Einen Gott! Amen.
RAPHAELS FREITAG
NO TERROR IN THE BANG aus Rouen veröffentlichen heute bei Klonosphere Records ihre neue EP „Existence“. Auf fünf Tracks befasst sich das französische Quintett mit der Endzeitstimmung auf unserem Heimatplaneten. Mächtige Konstrukte aus modernem Prog Metal bauen sich zu gigantischen Türmen auf, bevor sie wieder in sich selbst einstürzen.
Frischen Folk Metal gibt es diese Woche von ORATHANIA aus Kyiv. Die ukrainische Band veröffentlicht bei Archivist Records ein ebenso düsteres wie triumphales Album mit dem Titel „Echo of Freedom“. Zwischen melodischem Black Metal und ukrainischer Folklore handelt das Debutalbum von Hoffnung, Resilienz, und Verzweiflung in Zeiten des Krieges.
Und aus der belgischen Stadt Temse erreicht uns heute ein atmosphärischer Mix aus Doom und Black Metal. Die dort ansässige Band SPLENDIDULA veröffentlicht heute bei Argonauta Records ihr eindrucksvolles Album „Absentia“. Sound und Texte sind geprägt von Entbehrungen und Verlusten, inklusive dem Tod des Bassisten Peter Chromiak.
JACQUELINES FREITAG
Pizza, Katzen und Nintendo-Core: Gamification der anderen Art
Die SAMURAI PIZZA CATS haben endlich ihr lang ersehntes, zweites Album mit dem Titel „Press Start“ gedroppt. Natürlich habe ich mir die Zeit genommen und die Scheibe ein paar Mal durchgehört. Was vom Cover her bereits nach Retro Games und Arcade Feeling aussieht, klingt auch so. Mit dem atmosphärischen Intro „Insert Coin“ bekommt man easy das Gefühl, gerade selbst vor’m Automaten zu stehen, um sich in wenigen Sekunden durch eine Fantasiewelt zu kämpfen. Songs wie „Fear No Slice“, „Ramen Man“ und „Error 808“, sowie das Bridge-Stück „Level-Up“ und das Outro „Thanks for Playing“ ziehen den Hörer mit massig Nintendo-Core Einfluss und Synth Wave Vibes in ein Nostalgiegefühl, welches vor allem Kids der 80’s und 90’s feiern dürften.
Leider zieht sich das Thema nicht durch die ganze Platte durch. Songs wie „T-Rex Explosion“, „Penguin Surpreme“ und „Super Zero“ bewegen sich eher in gewohnt sicheren Party-Core gefilden und hier setzt meine einzige, winzig kleine Kritik an. Denn bei den genannten Songs hätte (für meinen Geschmack!) noch etwas mehr Alleinstellungsmerkmal seinen Platz finden können, um eine klare stilistische Abgrenzung zu Daniel Heiß’ Hauptprojekt ELECTRIC CALLBOY zu schaffen. Eine Herausforderung, die als Hauptsongwriter beider Bands vermutlich auch gar nicht immer so einfach ist, aber im großen und ganzen gelingt. Das Album ist damit zu Recht auf Platz 34 der deutschen Albumcharts eingestiegen.
Im Herbst gehen die Kätzchen auf Headliner Tour. Tickets gibt es hier.
MERLINS FREITAG
Vor 11 Jahren brachten ULTHA ihr erstes Full-length Album „Pain Cleanses Every Doubt“ heraus. Über die Jahre folgten drei weitere, und gestern sind wir dann bei Nummer fünf angelangt: „A Light So Dim“. Dauer: eine Stunde und dreizehn Minuten. Die Kölner bleiben ihrer Eigenständigkeit mit ihrem neuem Album treu. Ich würde ihre Musik irgendwo im Black-Metal einsortieren, aber ULTHA lassen sich für mich schwer mit anderen Bands vergleichen. Man kann ihren Sound mögen oder auch nicht, aber eins ist er auf keinen Fall: austauschbar.
Und damit haben wir die Woche auch wieder geschafft und verbleiben wie üblich mit: Schönes Wochenende und viel Spaß bei der Eier Suche!
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