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Silence-Schatzsuche #4: AWAKE THE DREAMER – Awake The Dreamer

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Manche Metal-Alben sind nicht wie andere. In einem riesigen, unübersichtlichen Haufen aus mediokren bis akzeptablen Werken kommt es manchmal vor, dass man auf die eine außergewöhnliche, leuchtende Perle stößt. Eine Kreation, die aus allen Perspektiven Perfektion ausstrahlt – und dabei oft von viel zu wenigen Menschen wahrgenommen wird. Kommt mit den Autoren des Silence-Magazins auf eine Suche nach der goldenen Nadel im stählernen Heuhaufen der Metal-Musik! Wir präsentieren euch hier unsere persönlichen Schätze – Alben, die für uns die einen unter Tausenden darstellen, und die wir mit euch, liebe Leser, gerne teilen möchten. Auf zur SILENCE-Schatzsuche!

Auf die Gefahr hin, ein paar Leute zu enttäuschen: Nein, heute habe ich keine Band aus meiner persönlichen Japan-Schatzkiste ausgegraben. An dieser Stelle mein Beileid an die lieben Kollegen, die bei eventuellen redaktionsinternen Wetten darauf gesetzt haben, dass ich diese Gelegenheit nutzen werde, um über FEAR, AND LOATHING IN LAS VEGAS zu schreiben. Nein, heute habe ich einen Schatz aus Skandinavien mitgebracht, genauer gesagt aus Schweden. Wie der Zufall es wollte, habe ich die Goldstücke von AWAKE THE DREAMER erst diesen Sommer aus dem Fotograben heraus entdeckt. Und dabei haben sie einen bleibenden Eindruck hinterlassen! Euch diesen Schatz in Form eines kurzen, aber äußerst einprägsamen Metalcore-Debütalbums vorzuenthalten, wäre pure Verschwendung. 

[media-credit name=”John Gyllhamn / Awake The Dreamer” link=”https://scontent-nrt1-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/19875281_811330589033825_1381151331407142477_n.jpg?_nc_cat=111&_nc_ht=scontent-nrt1-1.xx&oh=c1365c7b84bb525fe1834fbff914fe4f&oe=5CB0BB3C” align=”aligncenter” width=”960″][/media-credit]

EIN MUSIKALISCHER SENKRECHTSTART

AWAKE THE DREAMER waren mir bis vor einigen Monaten noch völlig unbekannt. Und tatsächlich war es die energiegeladene Live-Performance der fünf Schweden, die mich davon überzeugt hat, sich der Musik der Jungs noch einmal in einem ruhigeren Moment zu widmen. Ihr Erstlingswerk “Awake The Dreamer”erschien bereits 2015 und ehrlich gesagt bin ich etwas überrascht, dass die Band noch nicht mehr Aufmerksamkeit bekommen hat. Die fünf Songs auf der kurzen, aber dafür umso eingängigeren Platte sind musikalisch nämlich ein wahrer Senkrechtstart. 

Der Stil der Band lässt sich als Mischung aus Post-Hardcore und Melodic Metalcore beschreiben – eine Kombination, die mich direkt angesprochen hat. Das Album gibt vom ersten bis zum letzten Song Vollgas. Trotzdem kommen melodische Momente nicht zu kurz, was wunderbar mit den energetischen Drums und dem harten Gitarrensound harmoniert. Vor allem durch die Stimme von Frontmann Max haben die einzelnen Songs einen charakteristischen Sound. Durch die abwechslungsreiche Komposition laufen sie aber nicht Gefahr, repetitiv oder ähnlich zu klingen.  

Scrollt man einmal durch die Kommentare unter den YouTube-Videos der Band, fallen des öfteren Vergleiche zu Genregrößen wie NORTHLANE ins Auge – was für ein Kompliment. Und meiner Meinung nach absolut verdient. Besonders einprägsam sind die Songs “Traitors” und “Secrets”, die es mittlerweile sogar in die “Most Played”-Playlist auf meinem Smartphone geschafft haben. Auch die neueren Songs der Band sind in besagter Playlist gelandet und knüpfen sowohl stilistisch als auch qualitativ an das Debütalbum “Awake The Dreamer” an. Vor allem Fans der schwedischen Core-Giganten ADEPT sollten hier hellhörig werden, denn einer der Tracks beinhaltet ein Feature von ADEPT-Frontmann Robert Ljung.

DAS GESAMTPAKET MACHT’S

Bei “Awake The Dreamer” stimmt für mich einfach alles. Geschicktes Spiel von harten, technisch versierten Melodien und ruhigen Momenten, die eingängigen Vocals und interessante Lyrics. Und das alles auf dem Debütalbum der noch recht jungen Band. Selten habe ich ein kurzes Album so oft auf Repeat gehört, ohne dass mir dabei nach zwei Durchgängen langweilig wurde. Die Musik der Jungs macht einfach Spaß und weckt Sehnsucht nach dem nächsten Moshpit. Ein passendes Stwichwort: Wer die Gelegenheit hat, die Band mal live zu sehen, sollte sich diese nicht entgehen lassen. Die Energie, die einem durch die Platte entgegen geschmettert wird, kommt auf der großen oder auch kleinen Bühne noch besser zum Tragen. Und wer weiß, vielleicht ist schwedischer Metalcore bald mehr als nur ein Geheimtipp. Dieses Erstlingswerk hat auf meiner persönlichen Skala auf jeden Fall die 10/10-Punkte Marke erreicht. 

Neugierig geworden?
Hier geht’s zur Facebookseite der Band
Und hier zur offiziellen Website

 


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1 Kommentar

  1. Daniel
    22. Dezember 2018 bei 15:25 — Antworten

    Gut, dass ich nicht gewettet hab :p

    Auf jeden Fall haste hier auch voll meinen Geschmack getroffen. Eine feine Kiste, die du da geöffnet hast!

    Beste Grüße in den fernen Osten liebe Tricia!

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