SONIC SKIES – nichts für zarte Nerven

SONIC SKIES – „Drifter“

Veröffentlichungsdatum: 29.06.2018
Länge: 39:42 Min.
Label: 7hard
Genre: Metalcore

Beim Überfliegen der Tracklist des ersten fulltime Albums der Hamelner SONIC SKIES frag ich mich bereits, wo sie sich wohl überall Inspiration geholt haben. „Polaris“, „Loathe“ und „Wanderer“ erinnern mich direkt an Bands und Albumnamen. Allerdings haftet kein Name davon negativ in meinem Kopf. Ich bin gespannt, wie sich der Gedankenfaden hier fortspinnt. „Drifter“ macht mich somit direkt neugierig. 

Der erste Song nimmt mich sofort gefangen, so brachial und intensiv wird hier bei „Refuge“ zu Werke gegangen. Der Chorus besticht durch ein kurze Melodie, die aber absolut unter die Haut geht. Wow, sowas hört man nicht mehr oft. Auch in den folgenden Nummern geht es auf diesem Niveau weiter. Zwar nicht mehr ganz so markant, aber dafür treffsicher. Stets bestechen die kräftigen Shouts von Frontmann Sebastian in Kombination mit der fetten Produktion. Diese Platte ist definitiv etwas, um den Kopf frei zu bekommen. Wer hier ruhig sitzen bleibt, fühlt sich vermutlich in anderen Genres zu Hause. Allerdings muss ich das auch irgendwie als Kritikpunkt anbringen. So geil wie das alles klingt, so schnell ist es erstens auch wieder vorbei, und so einheitlich wirkt es auch. Außer dem Titelsong, welcher ein kurzes Instrumental ist, gibt es keinen Ruhepol, keinen wirklich herausstechenden Moment. Wären alle Tracks so konsequent eingängig wie der Opener, sähe das auch wieder anders aus. Keine schlechte Platte, aber leider auch kein Lichtblick. 

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Autorenbewertung

7
"Drifter" ist auf der einen Seite ein wirklich fettes Album. Auf der anderen fehlt mir das gewisse Etwas. Mit "Refuge" bleibt aber definitiv ein richtiger Kracher in meiner Playlist. Ich hab mir bei so einem starken Opener allerdings mehr erhofft. Schade.
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7 / 10 Punkten

Vorteile

+fette Produktion
+starke Shouts

Nachteile

-leider nur ein wirklicher Kracher
-auf Dauer zu einheitlich

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