Startseite»Reviews»Core»STAY – hoffnungsvoll?

STAY – hoffnungsvoll?

0
Geteilt
Folge uns auf Pinterest Google+

STAY – “Hope”

Veröffentlichungsdatum: 15.12.2018
Länge: 31:13 Min.
Label: self-released
Genre: Post-Hardcore / Shoegaze

Irgendwie will mich die Musik in eine gewisse Stadt ziehen, denn mal wieder liegt mir hier ein Release aus Halle vor. Aber wie immer ist das nur Nebensache. STAY veröffentlichen mit “Hope” ihr Debüt. Mit der Aussage: “Das könnte was für dich sein…” bin ich nun sehr gespannt, was mich erwartet. Nach kurzer Recherche habe ich gesehen, dass die Band ein Konzert mit BLACK TOOTH SCARES gespielt hat, was demzufolge schon mal nicht so falsch sein kann. 

STAY beschreiben sich selbst als eine Mischung aus Post-Hardcore und Shoegaze. Diese Bezeichnung würde ich direkt unterschreiben, sprechen die Gitarren doch bereits beim ersten Track “Alone” eine eindeutige Sprache. Was ich aber sofort und besonders in den folgenden Songs wie “Pretending” als frisch in diesem Mix empfinde, sind die Vocals. Man setzt nicht auf Aggression, sondern viel mehr auf Spoken Word. Allerdings mündet dies immer wieder von schwermütig-emotionalen Sprachpassagen in melodigetragene Shouts. Gefällt mir richtig gut und ist spätestens seit CASEY in der Szene angekommen. Ja, ich weiß, die treiben sich diesbezüglich in anderen Gefilden herum, doch liegt der Vergleich in meinen Ohren nahe. 

Das Album schafft es zudem mit gerade einmal 7 Songs hängen zu bleiben, denn jeder einzelne hat seine ganz eigene Stimmung. Das reicht von düster („Ghost“) bis zu rockig nach vorn preschend („Darling“). Letzterer passt nur leider nicht so recht ins Gesamtbild. Da ich mich aber irgendwie in dem Werk verloren habe, finde ich es ziemlich schade, dass es nach gut einer halben Stunde schon vorbei ist, doch ist da jemand definitv auf dem richtigen Weg! Ich hoffe auf baldigen Nachschub

Leider gibt es zum jetzigen Zeitpunkt nur den Making-Of-Trailer zum kommenden Musikvideo zu “Sound”, den könnt Ihr euch unten reinziehen. Bis dahin, lauscht doch einfach bei Bandcamp, wo ihr “Hope” natürlich auch gleich erwerben könnt.

 

Autorenbewertung

7
Diese Empfehlung hat sich doch mal gelohnt. Auch wenn die Musik von STAY für mich noch unerforschtes Land ist, kann ich "Hope" allen ans Herz legen, die mit stimmungsvollen Sounds und wirklich bewegenden Vocals etwas anfangen können.
ø 0 / 5 bei 0 Benutzerbewertungen
7 / 10 Punkten

Vorteile

+ gelungener Stilmix
+ abwechslungsreiche Vocals

Nachteile

- ein (verzeihlicher) Durchhänger
- zu schnell vorbei

Du liest diesen Beitrag, weil unsere Autoren lieben, was sie tun - wenn du ihre Arbeit liebst, kannst du uns, wie andere schon, unterstützen. Wie? Mit einem kleinen monatlichen Beitrag über silence-magazin@patreon Patreon
letzter Artikel

WARKINGS - Ein neuer Feldzug

nächster Artikel

Aus dem japanischen Untergrund: LENZ

Keine Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.