<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>absu Archive - Silence Musik Magazin</title>
	<atom:link href="https://silence-magazin.de/tag/absu/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://silence-magazin.de/tag/absu/</link>
	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
	<lastBuildDate>Fri, 23 Jun 2017 10:22:24 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	

<image>
	<url>https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/05/cropped-apple-touch-icon-114x114-32x32.png</url>
	<title>absu Archive - Silence Musik Magazin</title>
	<link>https://silence-magazin.de/tag/absu/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Durch das eigene Blut hingerichtet &#8211; BLOODROCUTED im Interview</title>
		<link>https://silence-magazin.de/durch-das-eigene-blut-hingerichtet-bloodrocuted-im-interview/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=durch-das-eigene-blut-hingerichtet-bloodrocuted-im-interview</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/durch-das-eigene-blut-hingerichtet-bloodrocuted-im-interview/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sarah H]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jun 2017 10:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Thrash]]></category>
		<category><![CDATA[absu]]></category>
		<category><![CDATA[Bloodrocuted]]></category>
		<category><![CDATA[Death]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[NARGAROTH]]></category>
		<category><![CDATA[Thrash Metal]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=18399</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ich hatte die Möglichkeit, Sänger Daan von BLOODROCUTED, einer jungen Thrash-Metal-Band aus Belgien, ein paar Fragen zu stellen. Die Band hat kürzlich ihr drittes Studioalbum heraus- und eine erfolgreiche Europa-Tour mit NARGAROTH, HATE und ABSU hinter sich gebracht. Darüber möchte ich mich ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/durch-das-eigene-blut-hingerichtet-bloodrocuted-im-interview/">Durch das eigene Blut hingerichtet &#8211; BLOODROCUTED im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte die Möglichkeit, Sänger <strong>Daan</strong> von <strong>BLOODROCUTED</strong>, einer jungen Thrash-Metal-Band aus Belgien, ein paar Fragen zu stellen. Die Band hat kürzlich ihr drittes <a href="https://silence-magazin.de/neuer-wind-im-thrash-himmel-bloodrocuted/">Studioalbum</a> heraus- und eine erfolgreiche Europa-Tour mit <strong>NARGAROTH</strong>, <strong>HATE</strong> und <strong>ABSU</strong> hinter sich gebracht. Darüber möchte ich mich etwas näher mit <strong>Daan</strong> unterhalten.</p>
<h4><em>SILENCE</em>: Erzähl uns doch ein bisschen was über eure Band. BLOODROCUTED ist ja ein sehr außergewöhnlicher Name. Woher stammt der denn? Meine Vermutung ist, dass es eine Kombination aus dem englischen Wort für Blut und den letzten Silben des Wortes „electrocuted“ (durch Elektrizität hingerichtet) ist. Ich liege bestimmt total daneben, oder? Kannst du uns kurz erläutern, was es bedeutet?</h4>
<p><strong>Daan</strong>: Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen! Der Name selbst stammt von einem Song der Band <strong>DETHKLOK</strong>. Wie waren damals große Fans der Band, als wir <strong>BLOODROCUTED</strong>&nbsp;gegründet haben und fanden die Idee, durch das eigene Blut hingerichtet zu werden, sehr faszinierend (Anmerkung des Redakteurs: das Blut soll als elektrischer Leiter dienen). Deshalb haben wir uns für&nbsp;<strong>BLOODROCUTED</strong> entschieden.</p>
<h4><em>S</em>: Welche Bands würdet ihr musikalisch als eure größten Einflüsse betrachten?</h4>
<p><strong>D:</strong> Da könnte man jetzt sehr viele aufzählen. Aber ich sage <strong>KREATOR</strong>, <strong>DEATH</strong>, <strong>SLAYER</strong>, <strong>MORBID ANGEL</strong>, <strong>ENTOMBED</strong> und <strong>CARCASS</strong> haben musikalisch den größten Einfluss auf unseren Klang gehabt. Diese Bands stehen für das, was ich am meisten in der Musik liebe: Die Geschwindigkeit und Aggression von <strong>SLAYER</strong> und <strong>KREATOR</strong>, die technischen Aspekte von <strong>DEATH</strong> und <strong>MORBID ANGEL</strong>, die komplette und völlige Brutalität von <strong>ENTOMBED</strong> und die Melodie und Geschwindigkeit von <strong>CARCASS</strong>.</p>
<h4><em>S</em>: Euer Line-Up hat sich in den letzten sieben Jahren stark verändert. Hatte das einen Einfluss auf euren individuellen Sound?</h4>
<p><strong>D:</strong> Ohne jeden Zweifel. Das kann ich definitiv mit &#8222;Ja&#8220; beantworten. Jeder unserer Drummer hat unserer Musik durch unterschiedliche Spielweisen seinen eigenen Stempel aufgedrückt (Anm. des Redakteurs: <strong>BLOODROCUTED </strong>hatten bisher drei verschiedene Drummer). Ohne <strong>Bob</strong> (Anmerkung des Redakteurs: <strong>Bob Briessinck</strong>, ehemaliger Sänger von <strong>BLOODROCUTED</strong>) hatte ich mehr Freiräume, die Musik durch meine musikalischen Breakdowns und melodischen Parts zu ergänzen. Für mich ist es deshalb sehr offensichtlich, dass „For The Dead Travel Fast“ viel melodischer geworden ist als unsere früheren Alben.</p>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Lass uns ein bisschen über euer neues Album sprechen: Für mich klingt es nach einem sehr Melodie-getriebenen Thrash-Metal-Album. Wie würdest du den Sound von „For The Dead Travels Fast“ beschreiben?</b></h4>
<p><strong>D:</strong> Hmm, das ist eine schwierige Frage. Ich finde, dass sich unsere Musik zwischen verschiedenen Genres bewegt. Wenn ich frei äußern könnte, was es für eine Musikrichtung ist, würde ich Melodic Blackend Death Thrash sagen, aber das klingt ziemlich komisch.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-18340 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Bloodrocuted_Cover-1.jpg" width="450" height="450" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Bloodrocuted_Cover-1.jpg 450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Bloodrocuted_Cover-1-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Bloodrocuted_Cover-1-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /></p>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Das Cover-Artwork der neuen CD ist sehr faszinierend. Wer hat es gezeichnet? Erzähl mir etwas über die nähere Bedeutung!</b></h4>
<p><strong>D:</strong> Das Cover-Artwork stammt von <strong>Pieter Geussens</strong>. Er ist Kunststudent und hat einen tollen Job gemacht. Wir wollten mit dem Album pure Angst darstellen. Der Titel des Albums stammt deshalb auch von <strong>Bram Stoker</strong>s <strong>Dracula</strong>. Die Lyrics sind eher angelehnt an moderne Horrorstories wie Missbrauch, Geschlechterungleichheit, blinde religiöse Hingabe und so weiter.</p>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Kannst du uns noch ein bisschen mehr über die Lyrics erzählen?</b></h4>
<p><strong>D:</strong> Wie bereits beschrieben, beschäftigt sich das Album mit vielen Dingen, die mich in unserer modernen Welt einfach frustrieren. Zum Beispiel handelt <em>“Perversion of Purity”</em> von einer Frau, die vergewaltigt wurde. Der Täter wird durch das chauvinistische System geschützt.&nbsp;<em>“Denial of the Cross”</em> beschreibt sich eigentlich von selbst. <em>“Cult of Sacrifice”</em> erzählt von ausgebeuteten Menschen, die nur noch für die Elite arbeiten.&nbsp;Insgesamt ist es ein sehr gesellschaftskritisches Album.</p>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Ihr wart&nbsp;</b><b>in der Vergangenheit&nbsp;</b><b>sehr häufig auf Tour, zum Beispiel mit SUICIDAL ANGELS, SKELETONWITCH, HAVOK, MELECHESCH, ABSU und NARGAROTH.&nbsp;</b><b>Wie lief eure Europa-Tournee mit </b><b>NARGAROTH, ABSU und HATE</b><b>?</b></h4>
<p><strong>D:</strong> Es war einfach nur grandios! Am Anfang hatten wir ein bisschen Angst, als einzige Thrash-Metal-Band an einer Black-Metal-Tour teilzunehmen, aber anscheinend mögen Black-Metal-Fans unsere extremere Variante des Thrash Metals. Wir haben an Orten gespielt, an denen wir noch nie waren, zum Beispiel in Rumänien und der Slowakei. Das war ziemlich cool. Wir haben viele von unserer Musik überzeugen können und neue Fans gewonnen. Die Bands, mit denen wir getourt haben, waren super nett und haben uns sehr darin unterstützt, das Publikum von uns zu überzeugen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_18400" aria-describedby="caption-attachment-18400" style="width: 890px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-18400 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Bloodrocuted_Tour_Europe.jpg" width="900" height="596" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Bloodrocuted_Tour_Europe.jpg 900w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Bloodrocuted_Tour_Europe-300x199.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Bloodrocuted_Tour_Europe-750x497.jpg 750w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-18400" class="wp-caption-text"><strong>BLOODROCUTED</strong> bei ihrer letzten Europa-Tour</figcaption></figure>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Gibt es eine bestimmte Band mit der ihr gerne touren würdet? (Egal, ob es die Band noch gibt oder nicht)</b></h4>
<p><strong>D:</strong> Oh, da gibt es so viele Kombos, mit denen wir gerne touren würden. Aber wenn es egal ist, ob die Band noch aktiv ist, würde ich mich für <strong>DEATH</strong> entscheiden. <strong>DEATH</strong> waren für mich die Band, die den Extreme Metal besonders stark geprägt hat. Die Band war einfach einzigartig.</p>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Gibt es irgendwelche Clubs oder andere Veranstaltungsorte, in denen ihr gerne auftreten würdet?</b></h4>
<p><strong>D:</strong> Da gibt es ziemlich viele. Am liebsten möchte ich an Orten spielen, an denen wir noch nie zuvor gespielt haben. Zum Beispiel in Lateinamerika und in den USA. Um die Frage vielleicht noch etwas konkreter zu beantworten: In legendären Clubs, wie dem&nbsp;<strong>Underworld</strong> in <strong>London</strong> oder in der&nbsp;<strong>Turbinenhalle Oberhausen </strong>würden wir auch gern auftreten. Zudem würden wir sehr gerne dem&nbsp;<strong>Turock</strong> in <strong>Essen&nbsp;</strong>einen weiteren Besuch abstatten.</p>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Bespielt ihr in diesem Jahr irgendwelche Festivals?</b></h4>
<p><strong>D:</strong> Dadurch, dass <strong>Bob</strong> die Band kürzlich verlassen hat, hatten wir keine Zeit, unsere Promo zu starten. Deshalb leider keine Festivals für uns dieses Jahr.</p>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Was macht ihr, wenn ihr gerade nicht musiziert?</b></h4>
<p><strong>D:</strong> Ich studiere zur Zeit noch Heilpädagogik in Antwerpen. Wenn alles nach Plan verläuft, werde ich nächstes Jahr mein Studium abschließen, doch es ist noch nicht sicher. Manchmal muss ich für eine Tour Prüfungen verschieben.</p>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Kannst du uns irgendwelche anderen belgischen Bands oder andere junge Thrash-Metal-Bands empfehlen?</b></h4>
<p><strong>D</strong>: Oh ja, kann ich tatsächlich! <strong>CARNATION</strong>, <strong>MARGINAL</strong>, <strong>MACHE FUNEBRE</strong>, <strong>SPEED QUEEN</strong> und natürlich die legendären <strong>EVIL INVADERS</strong>, die gerade Europa erobern.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/EWXIft6ePjU?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Wie sind eure Pläne für die Zukunft?</b></h4>
<p><strong>D:</strong> Wie fangen gerade wieder an, neue Musik für das nächste Album aufzunehmen. Wir wollen in diesem Sommer auch einen Videoclip drehen. Außerdem spielen wir in diesem Jahr noch in einigen coolen Clubs und sind auch schon in Verhandlungen über eine Tour im Winter 2018, aber es ist noch nichts Konkretes.</p>
<h4><em>S</em>:&nbsp;<b>Möchtest du noch irgendetwas zum Schluss loswerden?</b></h4>
<p><strong>D:</strong> Vielen Dank für das Interview! Und an alle Leser da draußen: Hört euch unser neues Album auf YouTube, Spotify oder iTunes an! Und unterstützt weiterhin den Thrash Metal!</p>
<p><a href="http://www.bloodrocuted.com/">Homepage</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/BloodrocutedThrash/">Facebook</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/durch-das-eigene-blut-hingerichtet-bloodrocuted-im-interview/">Durch das eigene Blut hingerichtet &#8211; BLOODROCUTED im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/durch-das-eigene-blut-hingerichtet-bloodrocuted-im-interview/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die bebende Burg &#8211; Dark Troll Festival 8</title>
		<link>https://silence-magazin.de/die-bebende-burg-dark-troll-festival-8/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=die-bebende-burg-dark-troll-festival-8</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/die-bebende-burg-dark-troll-festival-8/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lukas]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Jun 2017 10:24:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[2017]]></category>
		<category><![CDATA[absu]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Bornstedt]]></category>
		<category><![CDATA[Dark Troll Festival]]></category>
		<category><![CDATA[Folk Metal]]></category>
		<category><![CDATA[manegarm]]></category>
		<category><![CDATA[NARGAROTH]]></category>
		<category><![CDATA[Pagan Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Suidakra]]></category>
		<category><![CDATA[WOLFCHANT]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfheart]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=17742</guid>

					<description><![CDATA[<p>Manches Festival besticht durch den günstigen Kartenpreis, manch anderes durch räumliche Nähe zum Wohnort, wieder andere durch ein überzeugendes Billing. Als ich 2015 zum ersten Mal das Dark Troll Festival besuchte, war es von Allem ein bisschen. Das Festival bietet seit jeher ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/die-bebende-burg-dark-troll-festival-8/">Die bebende Burg &#8211; Dark Troll Festival 8</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Manches Festival besticht durch den günstigen Kartenpreis, manch anderes durch räumliche Nähe zum Wohnort, wieder andere durch ein überzeugendes Billing. Als ich 2015 zum ersten Mal das <strong>Dark Troll Festival</strong> besuchte, war es von Allem ein bisschen. Das Festival bietet seit jeher mit drei Tagen für unter 50 € eine wirklich stolze Kombination aus Pagan, Folk und Black Metal aus aller Welt. Mittlerweile hat sich das Festival, das traditionell an Vatertag startet, als persönlicher Auftakt der Open-Air-Saison fest in meinem Festivalkalender etabliert. Und während ich in den letzten beiden Jahren lediglich als Gast unterwegs war, darf ich dieses Jahr als Teil der <em><strong>SILENCE</strong></em>-Crew mit dabei sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>Donnerstag, 25.05.2017</strong></h4>
<p>Während <strong>Sascha</strong>, <strong>Hannes</strong> und <strong>Alex</strong> schon am Mittwoch angereist sind um den Stand aufzubauen, ziehe ich am Donnerstag nach. Um 14 Uhr treffe ich ein, also gut zwei Stunden vor dem ersten Auftritt. Glücklicherweise läuft während dieser „Wartezeit“ schon Musik im Hintergrund, sodass ich zu Hits von <strong>MODERN TALKING</strong>, <strong>ABBA</strong> &amp; Genossen schon richtig in Fahrt komme.</p>
<p>Das mag jetzt erstmal völlig unpassend wirken, jedoch muss man sich vergegenwärtigen, dass im Zuge der allgemeinen Männertagserheiterung die Tore der Burg bis zum Beginn des ersten Konzerts jedem offen stehen. Und seit Jahren ist es Tradition, dass ein standhafter Alleinunterhalter mit brüchiger Stimme, aber flotter Mundharmonika, die Besucher der Burg beschallt. Mit fortschreitender Stunde wird die Partymusik immer schunkel-wütiger, sodass man sich nach und nach auf die Metal-Familienstimmung einstellen kann. *Ironie aus*</p>
<p>Um 16 Uhr wird die musikalische Mischung aus längst vergangenen Jahrzehnten durch Livemusik aus diesem Jahrzehnt abgelöst. Seit 2015 obliegt es dem Akustik-Folk-Duo <strong>WALDTRAENE</strong> aus dem Harz das Festival in Bornstedt zu eröffnen. Während man noch viele Gespräche mit Bekannten führt, die man auf der Burg trifft, dient der ruhigste Auftritt des ganzen Festivals als angenehme musikalische Einstimmung im Hintergrund. Hellhörig werde ich, als Sänger <strong>HORDA</strong> berichtet, dass er bei seiner Arbeit in einem evangelischen Kindergarten seine Kündigung erhielt. Grund dafür sei das, was er hier tut – heidnische Musik spielen. Diese Praktiken sind bei Leibe nicht neu, aber zeigen wieder einmal deutlich, wie eingeschränkt und rückschrittlich die Kirche auch heute noch agiert. Der Leidtragende lässt sich jedoch nicht von seiner Musik abhalten. Eine Entscheidung, über welche die Fans sich freuen können. Selbst ich, der prinzipiell wenig mit rein akustischer Musik anfangen kann, werde letztendlich von <em>„Heidenblut“</em> mitgerissen. Leute, macht weiter – ihr seid auf jeden Fall eine Bereicherung für die Szene!</p>
<p>Erstmalig härter zu geht es, als die Atmospheric-Black-Metal-Formation <strong>RAVENTALE</strong> die Bühne betritt. Aufgrund der exzellenten Lage unseres <em><strong>SILENCE</strong></em>-Standes war es uns trotz der anstehenden Autogrammstunde mit <strong>COUNTLESS SKIES</strong> möglich, die Musik um den Ukrainer <strong>Astaroth Merc</strong> zu genießen. Trotz der nicht mehr als durchschnittlichen Kritiken, die die Musik scheinbar im Netz erhalten hat, sprüht ein ähnlicher Charme wie der von <strong>DRUDKH</strong> oder <strong>KHORS </strong>&nbsp;zu uns herüber.</p>
<p>Ich führe auch ein aufschlussreiches Gespräch mit <strong>Felix Kramer</strong>, dem Veranstalter der <strong>Frostfeuernächte</strong>, welcher ebenfalls vor Ort ist. Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben – die <strong>Frostfeuernächte</strong> werden 2018 doch noch einmal stattfinden. Wir drücken die Daumen, dass die Veranstaltung die Kurve kriegt und im nächsten Jahr erfolgreich sein wird!</p>
<p>Doch zurück zum <strong>Dark Troll Festival 8</strong>. Eben noch bei bester Laune an unserem Stand vertreten, betritt nun <strong>COUNTLESS SKIES</strong> die Bühne. Da sich schon der vorhergehende Auftritt verzögerte, beginnt auch die britische Band mit einer Verzögerung von 22 Minuten ihren Auftritt. Hätte ich mich darüber geärgert, wäre der Zorn schnell weggeblasen gewesen – der aufgebotene Melodic Death Metal erinnert ungemein an <strong>INSOMNIUM</strong>. Die Musik wirkt beruhigend und packend zugleich, und es gelingt mir kaum, mich daran satt zu hören. Es ist immer wieder ein schönes Bild, wenn die drei Künstler an den Saiten Seite an Seite stehen und man ihnen ansieht, dass sie mit vollem Einsatz dabei sind. Dafür, dass die Band erst seit 2014 richtig aktiv ist, machen <strong>COUNTLESS SKIES</strong> einen wirklich fantastischen Job.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-17746 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_Kämpfer-1024x683.jpg" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_Kämpfer-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_Kämpfer-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_Kämpfer-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_Kämpfer-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_Kämpfer.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" />
<p>Im Anschluss entern die Australier von <strong>LAGERSTEIN</strong> die Bühne, um den wohl unterhaltsamsten Auftritt des ganzen Festivals hinzulegen. Die haben sich in Ungarn ein Haus gemietet um für das nächste halbe Jahr Europa unsicher zu machen. Die Band interagiert stark mit dem Publikum – beginnend mit dem <em>„Ruderboot“</em>, stürmt der Sänger während des Auftritts hinab in die Crowd, um auf eigene Faust den Circlepit anzuführen. Das Publikum lässt sich mitreißen und feiert mit der Band den humorvollen „Drinking Pirate Metal“. Auch auf der Bühne selbst ist die Stimmung auf dem Höchstpunkt. Schon mal jemanden seine Rum-Cola aus einem seiner Schuhe trinken sehen? Der Gitarrist tut genau das und zelebriert damit australische Eigenarten – bisher kannte ich ein solches Treiben nur vom australischen F1-Fahrer <strong>Daniel Ricciardo</strong>, der den Champagner nach einem Rennsieg aus seinen stundenlang getragenen Tretern genoss. Skål! Leider fielen die Burschen abseits der Bühne dann nicht mehr so positiv auf, da sie das Treiben auf der Bühne für zwei Tage ohne Pause fortsetzten und einer der Freibeuter sogar mit einem Cut über dem rechten Auge verarztet werden musste. [Ein gewisser <strong>Robse</strong> erklärte den Aussies noch, wie man korrekt auf Deutsch sein Getränk bestellt: &#8222;Bier her, du Fotze!&#8220; dürfte für weitere Cuts sorgen. :-)]</p>
<p>Es wird nicht mehr leerer vor der Bühne, sodass sich auch die deutsche Black-Metal-Band <strong>EIS</strong> bei langsam einsetzender Dunkelheit eines großen Publikums erfreuen kann. Selbiges gilt für <strong>WOLFHEART </strong>die als erster Zuschauer-Hype mit viel Oberwasser in die Show starten können. Aber fehlendes Selbstbewusstsein ist vermutlich keine Schwäche von <strong>Tuomas Saukkonen</strong>, Leader der Band. Stets in vielen Bandprojekten involviert, darunter <strong>BEFORE THE DAWN</strong>, cancelte er 2012 all seine anderen musikalischen Projekte, um daraufhin die neue Band ins Leben zu rufen. Konnte mich die Truppe im Vorfeld nicht so recht überzeugen, so muss ich doch zugeben, dass das neue Projekt von <strong>Saukkonen</strong> live eine beachtliche Energie aufweist, die selbst mich nicht ganz kalt lässt.</p>
<p><strong>THE COMMITEE</strong> beschließt mit holländischem Black Metal den ersten Festivaltag. Um den Tag angemessen ausklingen zu lassen, gab sich <strong>Hannes</strong> den letzten Auftritt:</p>
<p><strong><span style="color: #999999">Mit einiger Verspätung startet das international besetzte Quartett in ein fulminantes Set, das von sphärischem blauen Licht begleitet wird. Der Sound ist zwar an manchen Strecken bescheiden (Gesang und Leadgitarre manchmal zu leise), jedoch tut dies dem gewohnt hohen Songniveau von <span style="color: #000000">THE COMMITTEE</span> keinen Abbruch. Außerdem begeistert mich der Bassist mit seinem unfassbar genialen Spiel schon zu Beginn des Soundchecks, was im Black Metal&nbsp; definitiv nicht der Alltag ist. Einziger Kritikpunkt: </span></strong><em><span style="color: #999999">„Men Of Steel“</span></em><strong><span style="color: #999999"> und </span></strong><em><span style="color: #999999">„Katherinas Chant“</span></em><strong><span style="color: #999999"> wurden nicht gespielt.</span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>Freitag, 26.05.2017</strong></h4>
<p>Im Gegensatz zu vielen anderen, die auf einem der beiden Campgrounds zelteten und somit vor Ort übernachteten, verbrachte ich meine Nacht gemütlich in Halle. Schlafen in einem kuscheligen Bett, zum Frühstück Rührei mit Speck, danach eine erfrischende Dusche – kann ein Tag besser anfangen? [Nachteil: kein Alkohol!]</p>
<p>Als die erste Band <strong>FERNDAL</strong> auftritt, bin ich natürlich schon längst wieder vor Ort. Nachdem sich die Spielzeiten am gestrigen Abend immer weiter nach hinten schoben, geht es heute wieder pünktlich um 14 Uhr los. Für die frühe Uhrzeit ist es erstaunlich voll vor der Bühne, obgleich das Publikum sich eher zurückhält. Neben der Zeit mag das vielleicht auch am Stil der Band aus Münster liegen, die sich laut Aussage des Sängers auf dem letztjährigen <strong>Dark Troll</strong> gründete. Die oft im langsamen bis Midtempo-Bereich gehaltenen Songs wirken im Verlauf des vierzigminütigen Auftritts recht monoton. Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Band es nicht vermag, das müde Publikum aufzuwecken. Das eingesetzte Cello bietet die einzige größere Chance, um aufzufallen. Allerdings ist der Ton nicht allzu gut abgemischt, sodass eben jenes bei diesem Auftritt kaum zur Geltung kommt.</p>
<p><strong>VARGRIMM</strong> irritiert mich zu Anfang etwas. Es fehlt etwas an musikalischer Prägnanz, zudem kann der Klargesang von Sänger <strong>Kai</strong> mich nicht überzeugen und wirkt eher deplatziert. Schon nach wenigen Minuten bessert sich allerdings mein Eindruck. Melodien lassen sich klarer erkennen, und der eben noch kritisierte Klargesang weicht solidem Growling. Letztendlich kann sich der Auftritt, bei welchem die Band übrigens zum ersten Mal den Song <em>„Mauer“</em> spielte, durchaus sehen lassen.</p>
<p>Mit <strong>JÖRMUNGAND</strong> tritt eine von mir heiß ersehnte Band auf, die mir beim <strong>Dark Troll 2015</strong> als eine der besten Bands in Erinnerung blieb. Die Band sprang zusammen mit <strong>WOLFHEART</strong> für <strong>XIV DARK CENTURIES</strong> ein, welche knapp zwei Monate vor dem Festival absagten. Tatsächlich erscheinen mir die Gitarrenriffs sowohl dominanter als auch klarer als bei den vorangegangenen Bands, und auch das Keyboard verleiht der Musik der Kölner Band ihren eingängigen Charakter. Zu den Höhepunkten des Auftritts gehört die Livepremiere des Songs <em>„Morgenrot“</em> sowie ein gemeinsamer Auftritt mit <strong>Dustin</strong> von <strong>FYRNREICH</strong>. Leider kann auch <strong>JÖRMUNGAND</strong> aufgrund des Sounds nicht das volle Potenzial ausschöpfen, da sowohl der Gesang der Keyboarderin als auch das Keyboard selbst kaum durchkommen. Äußerst schade. Dennoch ein sehenswerter Auftritt.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-17748 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_Jörmungand-1024x683.jpg" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_Jörmungand-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_Jörmungand-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_Jörmungand-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_Jörmungand-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_Jörmungand.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" />
<p>Da sich in den zwei folgenden Stunden die Autogrammstunden häufen, verpasse ich den Auftritt von <strong>BALFOR</strong> und kann auch vom Auftritt <strong>THORONDIRS</strong> nur den letzten Teil mitnehmen. Dafür kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass die am Stand kostenlos angebotenen Promos von <strong>VARGRIMM</strong> weggingen wie warme Semmeln. Da werden noch einige ihren Spaß mit haben!</p>
<p>Ich bin heilfroh, dass ich es doch noch schaffe, bei <strong>THORONDIR</strong> reinzuschauen. Auf den Auftritt der bayerischen Pagan-Band habe ich mich sehr gefreut. Das mag auch daran liegen, dass mich der Sound bei Titeln wie <em>„Düsterwald“</em> stark an <strong>GERNOTSHAGEN</strong> erinnert. Nicht nur instrumental, sondern auch die Stimme von <strong>Dominik</strong> erinnert mich enorm an <strong>Askan</strong>. Und nicht nur ich habe meine Freude, denn auch das Publikum ist mittlerweile deutlich aufgeweckter und jubelt der Band im Sonnenuntergang zu. Der Trend, neue Songs zu spielen, setzt sich übrigens fort – <strong>THORONDIR</strong> beglücken die Zuschauer mit dem neuen Stück <em>„Dunkle Zeichen“</em>.</p>
<p>Um die Highlights wertschätzen zu können, braucht es leider auch ein paar weniger starke Auftritte. Zu dieser Kategorie zählt für mich <strong>HATE</strong>. Die Truppe spielt in meinen Augen sehr generischen Black Metal ohne besondere Nuancen, welche die Band auszeichnen. Grund genug, mir was zwischen die Kiemen zu schieben – zwischen Bouletten, Steaks, Pommes, Nudeln und reichlich Knoblauchbrot gab es eine zufriedenstellende Auswahl. Insbesondere das Knoblauchgebäck macht echt süchtig. Einer meiner Begleiter verzehrte in drei Tagen 13 (!) Exemplare und wird wohl noch nach Knoblauch riechen, sollte er eines Tages heiraten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-17750" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_Zuschauer-1024x683.jpg" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_Zuschauer-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_Zuschauer-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_Zuschauer-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_Zuschauer-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_Zuschauer.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>Mit vollem Magen schaute ich mir als letztes persönliches Tageshighlight <strong>WOLFCHANT</strong> an. Bis zu diesem Zeitpunkt handelt es sich definitiv um den Auftritt mit der größten Menge an Zuschauern. Angesichts eingängiger Titel wie <em>„Eremit“</em>, <em>„Element“</em> oder <em>„Wolfchant (A Wolf To Man)“</em> ist das alles andere als verwunderlich. Ich ertappe mich selbst, wie ich die vorhandenen Passagen zum Mitgröhlen nach kurzer Zeit vor mich hin murmle, ohne vorher auch nur eins der Lieder wirklich gekannt zu haben. Die Stunde vergeht wie im Flug, und als die Band noch eine Zugabe spielen möchte, kommt sie nicht mehr dazu – im Gegensatz zum gestrigen Tag wurde der Zeitplan bisher perfekt eingehalten, und daran soll auch <strong>WOLFCHANT</strong> nichts mehr ändern. Eine nachvollziehbare Entscheidung, und angesichts des sehr zufriedenstellenden Auftritts auch nicht weiter bedauerlich.</p>
<p>Die Auftritte von <strong>NARGAROTH</strong> und <strong>ABSU</strong> hat abermals mein Kollege <strong>Hannes</strong> für euch zusammengefasst:</p>
<p><span style="color: #999999"><span style="color: #000000"><strong>NARGAROTH</strong></span> <strong>sind ein zweischneidiges Schwert. Während die einen die Band rund um Ash feiern und huldigen, spötteln viele in der Szene über das Verhalten des Bandleaders. Doch ich möchte diesmal solche Vorurteile weglassen und warte gespannt vor der Bühne. Nach einem sehr ausgiebigen Soundcheck, den für <span style="color: #000000">Ash</span> sogar ein Gitarrist übernimmt, startet das lange Intro. Feierlich betreten nacheinander die Musiker die Bühne und brettern danach ohne Kompromisse los. Dabei fällt auf, dass ein Bassist fehlt. Was solls, ist halt Black Metal. Und während sich die Security darüber sorgen macht, das die kleinen Flammen hinter den Dekokreuzen nicht außer Kontrolle geraten, bieten <span style="color: #000000">NARGAROTH</span> einen gewohnten Einblick ihrer langen Historie. Auffällig ist dabei, dass <span style="color: #000000">Wagner</span> der Antifa </strong><em>„Seven Tears Are Flowing To The River“</em><strong> widmet, denn eben diese sorgte für eine Absage eines Konzertes. Ich muss gestehen, dass für mich durchaus einige Momente während des Sets dabei sind, die Spaß machen und alles andere als mies klingen.</strong></span></p>
<p><strong><span style="color: #999999">Der Freitag neigt sich nun endgültig dem Ende zu und um so enttäuschender ist es, dass so wenig Leute (im Vergleich zu den Vorgängerbands) sich vor der Bühne einfinden. Schließlich&nbsp; spielt eine Band, die schon seit Anfang der Neunziger für brachialen Black/Thrash Metal mit hochkarätigen Texten bekannt ist. Doch vielleicht liegt es auch an der fast 50 minütigen Verspätung des Auftritts. Dennoch starten <span style="color: #000000">ABSU</span> mit dem fulminanten </span></strong><span style="color: #999999"><em>„Stone Of Destiny“</em></span><strong><span style="color: #999999"> in ein leider viel zu kurzes Set, dass von dem Dudelsackstück </span></strong><span style="color: #999999"><em>„Tara“</em></span><strong><span style="color: #999999"> fortgesetzt wird. Überhaupt bietet die Band eine interessante Mischung aus Prügelei und komplexen Breaks. Jedoch singt Bandleader <span style="color: #000000">Proscriptor McGovern</span> diesmal nur, statt zusätzlich die Kessel zu verdreschen. Dafür sorgt er mit seinen rituellen Tanzbewegungen für Gelächter und in meinem Fall für Staunen, denn jedes Pattern seines Tanzes beeinhaltet rituelle Bedeutungen.&nbsp; Für die meisten aber sieht es nur wie der höchste Schwierigkeitsgrad von „Dance Dance Revolution“ aus. Beeindruckend ist auf jedenfall die präzise Aggression, der die Musiker wild headbangend nach gehen. Knapp 35 Minuten später gehen die Musiker von der Bühne und lassen einen glücklichen <span style="color: #000000">Hannes</span> mit zerzaustem Haar zurück.</span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>Samstag, 27.05.2017</strong></h4>
<p>Wenn man sich amüsiert, vergeht die Zeit am schnellsten. Nachdem die ersten beiden Tage nur so an mir vorbeiflogen, freute ich mich auf den letzten Tag des Festivals, der noch einmal mehrere Leckerbissen bieten sollte.</p>
<p>Nach der frühen Autogrammstunde mit den Kollegen von <strong>WALDSCHRAT</strong> erfreue ich mich daran, wie <strong>VIKE TARE</strong> den Samstag eröffnet. Es ist der erste Auftritt der Band seit zehn Jahren, wie der Sänger verkündet. Dafür hätte sich die Band keinen besseren Tag aussuchen können. Es herrscht bestes Wetter, die Sonne strahlt vom azurblauen Himmel. Anders als dem gestrigen Opener gelingt es <strong>VIKE TARE</strong>, die anwesenden Zuschauer mit ihrem melodiösen und relativ schnellen Pagan Black Metal aufzuwecken. Es müssen sich bereits über 100 Beobachter auf der Fläche und den Bänken ringsum befinden, und selbst einzelne Mosher lassen sich blicken. Der Tag beginnt deutlich heiterer als der letzte.</p>
<p>An die aufkommende gute Laune können die Paganer von <strong>KNAAT</strong> ideal anknüpfen. Die Münchner machen wirklich Stimmung, während die Bandmitglieder selbst zeigen, wie viel Spaß sie selbst auf der Bühne haben. Immer wieder ruft der Sänger zwischen den Titeln zusammenhangslos den Bandnamen aus, was in meiner Gruppe dafür sorgt, dass „Knaat!“ das neue „Helga!“ wird. Das Keyboard ist deutlich besser zu hören, als dies in den letzten Tagen der Fall war, was dem Auftritt der Band trotz des eher heiteren Auftritts einen epischeren Anstrich gibt. Der Auftritt stimmt mich froh, während ich feststelle, dass das <strong>Dark Troll</strong> von seiner Location am meisten bei starkem Sonnenschein profitiert, da die zahlreichen Bäume angenehmen Schatten spenden – auch vor der Bühne.</p>
<p><strong>WALDSCHRAT</strong> bezeichnen ihren eigenen Stil als eine Mischung aus Black Metal und Neofolk. Tatsächlich erscheint es mir, dass der Auftritt nach eher mäßigem Start zunehmend melodischer wird. Als besonderes Highlight bleibt mir der gemeinsame Auftritt mit <strong>HORDA</strong> von <strong>WALDTRAENE</strong> zum Song <em>„Als das Leid das Land heimsuchte“</em>. Persönlich kann ich mit dem Screaming <strong>Sarolf Weltenschmerze</strong>s nicht allzu viel anfangen und komme zu dem Schluss, dass tiefere Growling-Einlagen besser zur Musik passen würden. Trotzdem ein solider Auftritt, der auch entsprechend vom Publikum aufgenommen wird.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-17752 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_tags-1024x683.jpg" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_tags-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_tags-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_tags-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_tags-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_tags.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" />
<p>Eines meiner großen Tageshighlights sollte der Auftritt der Rumänen von <strong>BUCOVINA</strong> werden. In ihrer Musik verarbeiten die vier Musiker Elemente aus dem Folk und Black, aber auch aus dem Heavy Metal. Gerade aufgrund der letztgenannten Einflüsse war ich sehr gespannt auf den Auftritt. Die Truppe hebt sich erwartungsgemäß ein bisschen von den anderen Bands ab, spielen eindeutig mit Power- und Melodic-Metal-Einflüssen. Abgeholt werde ich in erster Linie von den langsameren Songs der Bands, während ich bei den schnellen Nummern das „Besondere“ vermisse und die Band ein wenig blass für mich bleibt. Das kann möglicherweise auch am Sound liegen, der leider erneut relativ unklar ist. In Summe ergibt das einen grundsoliden Auftritt, der leider hinter meinen hohen Erwartungen zurückbleibt.</p>
<p>Zwecks Autogrammstunde von <strong>MANEGARM</strong> muss ich auf den Auftritt von <strong>BELENOS</strong> verzichten. Aufgrund von Verzögerungen bei der Anreise muss diese allerdings verschoben werden. Stattdessen ermöglichen ein paar kurze Gespräche, die noch eben auf der Bühne stehenden <strong>BUCOVINA</strong> an unseren Stand zu holen, nach denen vorher schon vereinzelt gefragt worden war. Nach kurzer Suche finde ich die Herrschaften und kann sie zum Stand geleiten, um einigen Fans doch noch die Unterschrift auf ihren CDs zu ermöglichen. [51 degrees, man. just try it. Rumänisches Rachenwasser mit leichtem Abgang und birniger Note &#8230;]</p>
<p>Vom Auftritt <strong>MINAS MORGULS</strong> sehe ich nur noch wenige Minuten. Da ich der Band bisher ohnehin nicht viel abgewinnen konnte, hielt ich das vorher für wenig dramatisch. Die düstere Atmosphäre macht jedoch Eindruck auf mich, sodass ich gegen ein paar Minuten mehr vom Auftritt sicher nichts einzuwenden gehabt hätte.</p>
<p>Sei&#8217;s drum. Es ist kein Platz für Grübelei, denn jetzt tritt mit <strong>SUIDAKRA</strong> eine der größten Bands des Festivals auf. Und was höre ich denn da – der Sound ist glasklar! Der vielseitige „Celtic Metal“ der Band aus Düsseldorf kann sich völlig entfalten. Stark grenzt sich die Band durch jene Titel ab, in denen Sängerin <strong>Tina</strong> zum Einsatz kommt. Klarer Gesang ist auf dem Festival ohnehin weniger vertreten, und dominante Female Vocals gab es in den letzten Tagen noch gar nicht zu hören, wenn man mal vom Gesang <strong>KNÖPFCHEN</strong>s von <strong>WALDTRAENE</strong> absieht. Zwischendurch stürzt sich der Sänger selbst ins Getümmel, um den Circle Pit anzuheizen. Die Stimmung ist grandios, die Menge ist euphorisch wie selten zuvor auf dem Festival. <strong>SUIDAKRA</strong> liefern hier einen der stärksten Auftritte des Festivals ab. Und auch einen der letzten für längere Zeit, wie Mastermind <strong>Arkadius</strong> mitteilte.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-17754 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_Manegarm-1024x683.jpg" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_Manegarm-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_Manegarm-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_Manegarm-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_Manegarm-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/DT2017_Manegarm.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" />
<p>Da sich heute wieder einige Auftritte verschoben, beginnen <strong>MANEGARM</strong> um 22.50 Uhr ihre achtzigminütige Headlinershow. Offenbar möchte jeder die schwedische Band sehen, denn der Raum vor der Bühne ist sehr gut gefüllt. Die Fans stehen bis vor den Bänken seitlich der Bühne. Da mir die vorangegangenen Tage in den Knochen stecken, sehe ich mir den Auftritt gemütlich von der Bank an. Bei den langsameren Folk- und Pagan-Titeln funktioniert das ideal, doch als <em>„Odin Owns Ye All“</em> gespielt wird, hebt es selbst mich nach drei Tagen Festival und mit plagenden Rückenschmerzen noch einmal von der Bank. Den Zuschauern ist anzusehen, dass sie ähnlich viel Spaß dabei haben. Als der Auftritt endet, wird die Band mit großzügigem Applaus verabschiedet. Und während <strong>MANEGARM</strong> für mich das Finale des <strong>Dark Troll Festival 8</strong> sind, sollte <strong>Alex&#8216;</strong> Highlight erst noch kommen.</p>
<p><span style="color: #808080"><strong>Ich kenne Leute, die sind bei Black Metal aus Italien immer ein wenig skeptisch, obwohl ich bislang nur gute Erfahrungen machen konnte. <span style="color: #000000">ENISUM</span> sind so eine Erfahrung. Vor ein paar Jahren stieß ich durch Zufall im Internet über ihre Musik und mit &#8222;Arpitanien Lands&#8220; hatten sie mich endgültig in der Tasche. Da ich bislang nur von einem Auftritt in Deutschland weiß, den ich leider knapp verpasste, freute ich mich ganz besonders auf die introvertierten Italiener, die kurz zuvor noch bei uns Autogramme gaben. Das erst kürzlich erschienene Album &#8222;Seasons Of Desolation&#8220; ist mir bislang noch nicht bekannt gewesen, wodurch ich mich beim Auftritt ein wenig schwer tat, alle Songs gebührend zu feiern. Und in der Tat stellte sich heraus, dass diese Musik, die auf Alben eher in sich gekehrt wirkt, live eine enorme Kraft erzeugt und somit nicht nur in stiller Andacht genossen werden wollte, sondern sprichwörtlich feierbar war. Das hervorragende Lichtspiel von Lichtsklave <span style="color: #000000">Tino</span> tat sein Übriges, um dem Aufritt die Mischung aus Mystik und Aggression zu verleihen. Die Menge wusste scheinbar auch über den Gar-nicht-mehr-so-geheimen-Geheimtipp Bescheid und die Haare flogen. Außer bei Veranstalter <span style="color: #000000">Kelly</span>. Der hat ja keine mehr. </strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>FAZIT</strong></h4>
<p>Das war nun mein drittes <strong>Dark Troll Festival</strong> – und sicher nicht mein letztes! Das Billing ist so bunt, wie es zwischen Black, Pagan und Folk Metal eben sein kann. Wer diesen Genres (oder zumindest 1-2 davon) etwas abgewinnen kann, wird hier immer etwas für sich entdecken – sowohl Perlen aus dem eigenen Land, als auch exotische Acts aus dem Ausland. Das <strong>Dark Troll</strong> bleibt mit seiner Kombination aus handverlesenem Line-Up, familiärer Stimmung und wunderschöner Location ein ganz besonderes Festival im Kalender. Der <strong>10.-12. Mai 2018 </strong>sind bereits für das <strong>Dark Troll Festival 9</strong> vorgemerkt – dann u.a. mit <strong>BORNHOLM</strong>, <strong>ODROERIR</strong> und <strong>UNLIGHT</strong>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/die-bebende-burg-dark-troll-festival-8/">Die bebende Burg &#8211; Dark Troll Festival 8</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/die-bebende-burg-dark-troll-festival-8/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>

<!--
Performance optimized by W3 Total Cache. Learn more: https://www.boldgrid.com/w3-total-cache/?utm_source=w3tc&utm_medium=footer_comment&utm_campaign=free_plugin

Page Caching using Disk: Enhanced 
Minified using Disk
Database Caching using Redis

Served from: silence-magazin.de @ 2026-05-26 08:01:25 by W3 Total Cache
-->