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	<title>Affinity Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Affinity Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Zukunft schaffen, Vergangenheit zelebrieren – HAKEN live erwischt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Luc]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Apr 2017 10:39:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>HAKEN + THE ALGORITHM + NEXT TO NONE Rockhal – Esch-sûr-Alzette (LU) 12.04.2017 Was haben mich HAKEN im letzten Jahr mit &#8222;Affinity&#8220; überrumpelt! Großes und charmantes Prog-Kino, das nicht unberechtigt eine Menge Lorbeeren in der Presse eingeheimst hat. Den anhaltenden Höhenflug und ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>HAKEN + THE ALGORITHM + NEXT TO NONE</strong><br />
Rockhal – Esch-sûr-Alzette (LU)<br />
12.04.2017</p>
<p>Was haben mich <strong>HAKEN</strong> im letzten Jahr mit &#8222;Affinity&#8220; überrumpelt! Großes und charmantes Prog-Kino, das nicht unberechtigt eine Menge Lorbeeren in der Presse eingeheimst hat. Den anhaltenden Höhenflug und das zehnjährige Bandbestehen haben die Briten zum Anlass genommen, um eine Headliner-Tour aufzuziehen. Mit an Bord sind das französische Duo <strong>THE ALGORITHM</strong> und die jungen Aufsteiger von <strong>NEXT TO NONE</strong>, die nicht zuletzt dank <strong>Mike Portnoys</strong> Sohn <strong>Max Portnoy</strong> Hoffnung auf eine reife Darbietung&nbsp;wecken.</p>
<h3>Zukunft entsteht</h3>
<p>Noch etwas verhalten steigen <strong>NEXT TO NONE</strong> mit <em>&#8222;Control&#8220;</em> ein. Jawohl, ein zehnminütiger Opener – wir sind ja heute im Prog unterwegs! Der Einstieg von <em>&#8222;Control&#8220;</em> ist gewöhnungsbedürftig, doch innerhalb weniger Minuten zeigt sich, dass die Jungs ein beachtliches Niveau auffahren.&nbsp;Es dauert nicht lange, bis <strong>Max Portnoy</strong> hinter den Kesseln zu propellern beginnt, und ab diesem Moment ist das Eis auch schon gebrochen. Verdammt, die Jungs haben Spaß auf der Bühne, und das schwappt über! Musikalisch gibt sich die Truppe äußerst souverän, wobei der Prog-Rahmen oft von genre-fremden Einflüssen aufgebrochen wird – neuer Song mit Nu-Metal-Anleihen? Funktioniert!</p>
<p>Dass die ganze Angelegenheit dann auch noch so effektiv in Szene gesetzt ist, begeistert. An allen Ecken gibt es etwas zu entdecken: starkes Spiel am Bass – <strong>check</strong> –, gekonntes Posen am Keyboard&nbsp;– <strong>check</strong> –, konsequent ausgearbeitete Gesangsharmonien – <strong>double check</strong>! Noch dazu greift den Jungs ein wunderbar druckvoller Sound unter die Arme, sodass die halbe Stunde viel zu schnell vorbeizieht. Ein paar Unsicherheiten mag es gegeben haben, so hat etwa Bassist <strong>Kris Rank</strong> hin und wieder suchende Blicke zu den Bandkollegen geworfen und ist auch beim Backing-Gesang etwas zaghaft vorgegangen, ohne sich dabei wirkliche Blöße zu geben. Insgesamt haben die Jungs aber satt geliefert und gezeigt, dass sie – <strong>spoiler ahead</strong> – sich nicht vor dem Headliner zu verstecken brauchen.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" class="alignnone wp-image-16212 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/DSC_4503-Kopie-1024x683.jpg" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/DSC_4503-Kopie-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/DSC_4503-Kopie-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/DSC_4503-Kopie-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/DSC_4503-Kopie-750x500.jpg 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h3>Vorgefertigte Hörfreuden</h3>
<p>Dass der Sound an diesem Abend gut ist, das wurde ja bereits erwähnt. Davon hat auch der Auftritt von <strong>Rémi Gallego</strong> und <strong>Jean Ferry</strong> gezehrt. Fiese Zungen könnten jetzt behaupten, damit habe es sich auch mit der Faszination. Stilistisch sind <strong>THE ALGORITHM</strong> zweifellos die Exoten des Abends, denn sie verbinden im Sinne des Bandnamens elektronische Anleihen mit harten Klängen der anspruchsvollen Sorte. Ja, es passt zu <strong>HAKEN</strong>, und ja, es klingt gut. Insgesamt nutzt sich die Chose aber recht schnell ab, insbesondere wenn man bereits in der heimischen Stube reingehört und sich so den Wow-Effekt vorweggenommen hat. Kühl betrachtet sitzt da halt ein Typ hinter seinem Drumkit, während der Kollege bevorzugt die tiefste Saite seiner Gitarre bearbeitet und gelegentlich an seinem Keyboard-Biest rumfummelt – <strong>der Rest kommt notgedrungen vom Band</strong>. Ja, es ist exotisch und alles, aber im Endeffekt drängt sich der Eindruck auf, nur die Rhythmus-Fraktion zu beobachten, während der coole Teil vom Band kommt. Sicherlich unterhaltsam, aber das Live-Erlebnis fehlt zu Teilen, wodurch es den faden Beigeschmack von Dorffest-Beschallung hat – nur eben stilistisch am anderen Ende des Spektrums. Noch dazu hält&nbsp;sich <strong>Rémi</strong> auch während der reinen Gitarren-Parts in seiner Ecke&nbsp;auf und verzichtet darauf, <strong>THE ALGORITHM</strong>&nbsp;optisch durch etwas Bewegung in Szene zu setzen.</p>
<img decoding="async" width="1024" height="683" class="wp-image-16214 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/DSC_4979-1024x683.jpg" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/DSC_4979-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/DSC_4979-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/DSC_4979-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/DSC_4979-750x500.jpg 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" />
<h3>Party gestern war gut, wie?</h3>
<p>Es ist eines der letzten Tour-Daten, da kann man wohl davon ausgehen, dass <strong>HAKEN</strong> leicht erschöpft sind. Immerhin sind sie ja die Protagonisten, die Feiernden anlässlich ihres zehnjährigen Jubiläums. Die Party am Vortag ist offensichtlich gut gewesen, denn an diesem Abend wirken die Briten wenig spritzig. Beginnen wir mit dem positiven – sogar sehr positiven – Teil: Instrumental glänzen&nbsp;<strong>HAKEN</strong> und geben absolut keinen Grund zum Murren. Gerade das überlange Doppel aus <em>&#8222;The Architect&#8220;</em> und <em>&#8222;Cockroach King&#8220;</em> unterstreicht dies gegen Ende der Show und setzt mehrere Ausrufezeichen. Gesanglich wackelt die Show dagegen gewaltig: Frontmann <strong>Ross Jennings</strong> verhaut regelmäßig seine Töne, der Backing-Gesang macht es nur noch schlimmer. Gefühlt steckt nämlich überhaupt kein Konzept dahinter: Jeder hat ein Mikro da stehen und singt gelegentlich etwas hinein, Tonlage und Reihenfolge wurden vor der Show augenscheinlich ausgewürfelt. Fairerweise muss man sagen, dass es von einem Desaster weit entfernt ist, aber eine so auf Perfektion gebügelte Musik wie die von <strong>HAKEN</strong> zerbricht an solchen Unsicherheiten schneller als erwartet.</p>
<p>Auch mit der Feier ist es nicht weit her. Erscheint der Fronter beim grandiosen <em>&#8222;1985&#8220;</em> zur Freude des Publikums mit schmuck leuchtender Brille samt Extra-Exemplaren für drei glückliche Zuschauer, <strong>wirkt die Show insgesamt mehr wie ein Konstrukt</strong>. Während der instrumentalen Passagen verlässt der Sänger regelmäßig die Bühne und hinterlässt damit ein riesiges Loch. Keyboard und Drum sind stationär, aber keiner der drei Frickelmeister&nbsp;kommt auf die Idee, das Loch in der Bühnenmitte aufzufüllen. Der Mann am Bass verschwindet im hinteren Bühnenabschnitt sogar gänzlich im Schatten. Was soll das, möchte man lauthals rufen! Durch das statische Bühnenbild wirkt alles umso mehr gekünstelt. Wenn <strong>Ross Jennings</strong> dann nach mehrminütiger Abwesenheit lustig springend mit seinem Mikroständer zum angestammten Platz in der Bühnenmitte zurückkehrt, rockt das einfach nicht. Exemplarisch für das merkwürdige Bühnenbild steht das kurze Gastspiel von <strong>Thomas Cuce</strong> während &#8222;The Architect&#8220;, wo er den Part von <strong>LEPROUS</strong>-Sänger <strong>Einar Solberg</strong> übernimmt. An und für sich ein richtig cooles Ding, das aber in seiner Ausführung nur halbgar wirkt: Der junge Sänger kommt auf die Bühne, singt seinen Part und geht wieder. Keine weitere Ansage, keiner der Musiker nimmt die geschenkte Gelegenheit für einen Ausflug über die Bühne&nbsp;wahr. <strong>Somit strahlt der Auftritt vor allem Kälte und Distanz aus</strong>.</p>
<p><img decoding="async" width="683" height="1024" class="alignnone wp-image-16216 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/DSC_4950-683x1024.jpg" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/DSC_4950-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/DSC_4950-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/DSC_4950-750x1125.jpg 750w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></p>
<p>Die Zeit ihres Headliner-Auftritts haben <strong>HAKEN</strong> mit ihrem hochklassigen Material locker gefüllt, aber gerade auf einer Anniversary-Tour tut so ein blutleerer Auftritt weh. Dass dann auch noch der Gesang den Eindruck einer perfekt agierenden Maschine zerbricht, macht die Sache nicht besser. Somit zerfällt auch der doppelte Boden, und die eigentlich sehr professionell agierende Band stößt an ein sehr ekliges Problem: Der Auftritt als Ganzes will nicht zünden. Wir erinnern uns: Gerade in dieser Hinsicht&nbsp;haben <strong>NEXT TO NONE</strong> auf dem Opener-Slot fleißig Punkte gesammelt.</p>
<p><strong>HAKEN</strong> <a href="http://www.facebook.com/HakenOfficial">auf Facebook</a>.<br />
<strong>THE ALGORITHM</strong> <a href="http://www.facebook.com/TheAlg0r1thm">auf Facebook</a>.<br />
<strong>NEXT TO NONE</strong> <a href="http://www.facebook.com/NextToNoneband">auf Facebook</a>.</p>
<p>Mehr Fotos bei <a href="https://www.facebook.com/pg/ElenaA.Photography/photos/?tab=album&amp;album_id=791007917715639">Elena A. Photography</a>.</p>
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		<title>Zur fortwährenden Verstrickung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 May 2016 11:30:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Progressive]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>HAKEN – Affinity Veröffentlichungsdatum: 29.04.2016 Dauer: 61min Label: INSIDE OUT MUSIC Die Prog-Metaller HAKEN haben am 29. April ihr viertes Studioalbum namens &#8222;Affinity&#8220; auf den Weg gebracht und mit ihren vorhergehenden Auskopplungen &#8222;Initiate&#8220; und &#8222;The Endless Knot&#8220; in mir eine emotionale Gefühlsachterbahn ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>HAKEN – Affinity<br />
Veröffentlichungsdatum: 29.04.2016<br />
Dauer: 61min<br />
Label: INSIDE OUT MUSIC</p>
<p>Die Prog-Metaller HAKEN haben am 29. April ihr viertes Studioalbum namens &#8222;Affinity&#8220; auf den Weg gebracht und mit ihren vorhergehenden Auskopplungen &#8222;<em>Initiate</em>&#8220; und &#8222;<em>The Endless Knot</em>&#8220; in mir eine emotionale Gefühlsachterbahn ausgelöst.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/-7pEXGCtnnk?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Während der erste Song absolut meinen Erwartungen an modernen Prog-Metal erfüllte und mich nur im Moment des Ersthörens an der Fortsetzung ihrer bemerkenswerten vorhergehenden Alben zweifeln ließ [&#8222;&#8230; hat der Sänger schon immer so sehr gejault? Oh nein, bitte, lass sie nicht softer geworden sein&#8220;], hatte ich schon sehr mit dem endlosen Knoten zu kämpfen.<br />
Hier schimmerte mir viel zu viel des Modernen hindurch. Nun, woran mache ich das Moderne fest? Vor allem an einer sehr sauberen Produktion. Der <strong>glasklare Sound</strong> ist eins der Merkmale. Zum Zweiten &#8211; und daran habe ich mich gestoßen &#8211; der Einsatz von elektronischen Elementen.</p>
<blockquote><p>Nein, nein, nein! Das geht zu weit.</p></blockquote>
<p>Im Falle von „<em>The Endless Knot</em>“ wurde zu Dubstep gegriffen. Genau. Dubstep, dieses grausame Gequietsche und Geknatter, das an einen in die Jahre gekommenen Drucker erinnert. Ja, und so etwas im für mich so traditionsbehafteten Prog. Nein, nein, nein! Das geht zu weit.</p>
<p>In meinem ersten Schock habe ich sogar das sich anschließende, sehr versöhnlich stimmende Gitarrensolo überhört. Meine Erwartungen an das Album hatten einen fetten Knacks davon getragen und ich traute mich kaum mehr, der Release entgegen zu fiebern. Ich tat es dennoch. Zu Recht. Denn im Gesamtpaket ist mir das bisschen Elektrogehacke nicht einmal aufgefallen &#8211; es scheint sich sogar außergewöhnlich gut in das Konzept eingewoben zu haben. Ein Konzept, das moderne elektronische Elemente genauso in sich aufnimmt, wie auch die <strong>Synthie-Sounds der 70er und 80er</strong> Jahre, welche den Hörern des traditionellen Prog-Rock eine Gänsehaut über den Rücken jagen. Neben diesen Elementen sind sich <strong>HAKEN</strong> durchaus treu geblieben &#8211; sehr klare und gut nachvollziehbare, schwebende mehrstimmige Melodielinien gehen Hand in Hand mit äußerst rhythmischen, treibenden Passagen, die durch den darüber liegenden hohen Gesang von Sänger Ross Jennings den melodischen Zusammenhalt der Songs garantieren. Natürlich ist es damit nicht getan, denn die verschobenen Rhythmen, die sich die Jungs an einigen Stellen wieder zusammen geschustert haben, sind nicht von schlechten Eltern.<br />
Dem geneigten Hörer wird hier ein zu erratendes Potpourri möglicher Zählweisen präsentiert.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1693 size-full" src="http://www.silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/05/Affinity_Haken_screen.jpg" width="907" height="512" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/05/Affinity_Haken_screen.jpg 907w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/05/Affinity_Haken_screen-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/05/Affinity_Haken_screen-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 907px) 100vw, 907px" />
<p>Ich möchte vor allem den dritten Song des Albums, &#8222;<em>1985</em>&#8222;, herausheben, der mir als leidenschaftlicher Hörer des traditionellen Prog-Rock ganz besonders gut gefällt. Könnte der soft-poppige Synthie-Einstieg des Songs von einem Album der 1970er <strong>GENESIS</strong> stammen, geht es in dem zehnminütigen Wälzer ziemlich flink deutlich treibender, rhythmischer und vertrackter zu. Unterbrochen wird dies durch eine wunderbare Passage, die dem Fernsehserien-Theme von <strong>MacGyver</strong> Konkurrenz macht und sich langsam &#8211; mit einem Umweg über ein ausgiebiges Keyboardsolo &#8211; in einen modernen metallischen, für <strong>HAKEN</strong> ganz typischen, Song entwickelt. Für mich ohne Frage der Spitzenreiter des Albums!<br />
Die Kombination aus Synthi-Drum-Sounds und Keyboard-Sounds der &#8222;guten alten Zeit&#8220; und dem klaren Sound von Gesang und orchestralen Elementen bildet auf diesem Album für mich die perfekte Mélange aus altem und modernem Prog. Im Laufe des Albums entwickeln sich die zunächst noch recht soften Songs immer mehr zum Metal. „<em>The Architect</em>“ weist beispielsweise eine herzerwärmende Mischung aus Blast Beats und <strong>verspielt-vertrackten Melodie- sowie Rhythmuslinien</strong> auf, die sich immer wieder in atmosphärische, luftige, zum Teil instrumentalen, zum Teil geangsgeleiteten Passagen auflöst. Der sich anschließende Song „<em>Earthrise</em>“ lässt sehr an <strong>STEVEN WILSONs</strong> Scheibe „Hand.Cannot.Erase“ denken, jedenfalls in den Strophenteilen &#8211; klare Melodie, wenig rhythmisches Spiel, eigentlich schon astreiner Pop.</p>
<p>Dies wechselt sich jedoch recht schnell mit metallischeren Phrasen ab, die im Laufe des Songs auch die Oberhand gewinnen. Wie metallisch auch der Rest der Scheibe ist, fällt mir wieder und wieder mit dem letzten Song &#8222;<em>Bound by Gravity</em>&#8220; auf, der schon fast <strong>erlösend minimalistisch und luftig</strong> daherkommt, die vorher aufgebaute Spannung in sich zusammen sacken lässt und den Zuhörer gekonnt auffängt.</p>
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