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	<title>Alkohol Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Alkohol Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Senf der Woche #12 &#8211; HAU WECH DIE SCH*#+§!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Apr 2017 06:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[abstract rapture]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jawoll, SILENCE goes cuisine! Wer seine Pommes nicht nur Schranke, sondern auch mal mit den Variationen des Granum Sinapis veredelt wissen möchte, ist hier genau richtig. Senf in seinen urigsten und verspieltesten Varianten und zu den unterschiedlichsten Gerichten serviert, dargeboten von der ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/senf-der-woche-12-hau-wech-die-sch%c2%a7/">Senf der Woche #12 &#8211; HAU WECH DIE SCH*#+§!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Jawoll, <strong><em>SILENCE</em></strong> goes cuisine! Wer seine Pommes nicht nur Schranke, sondern auch mal mit den Variationen des Granum Sinapis veredelt wissen möchte, ist hier genau richtig. Senf in seinen urigsten und verspieltesten Varianten und zu den unterschiedlichsten Gerichten serviert, dargeboten von der <em><strong>SILENCE</strong></em>-Crew.</h3>
<h4><span id="more-16668"></span><br />
Thema heute:&nbsp;Partytauglich, dämlich oder gar existenzgefährdend&nbsp;&#8211;&nbsp;was hältst du von Alkohol basierten Songs oder Bands?&nbsp;</h4>
<div class='vw-row-shortcode'><div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong><a href="https://silence-magazin.de/author/don-promillo/" target="_blank">Don Promillo</a>&nbsp;</strong>meint:</span></p>
<p>Jaja, der gute alte Suff &#8230; Wie oft hat er uns am Sonntag schon zu schaffen gemacht? Und jedes Mal sage ich mir: „Don Promillo, das war jetzt aber wirklich das letzte Mal!“ Allerdings brauche ich <strong>keine „Saufmucke“, um in Fahrt zu kommen</strong>. Wenn dann im Laufe des Abends trotzdem <strong>KARL DALL </strong>oder <strong>HEINO</strong> aus den Boxen ertönen, ist das für mich ein schöner Nebeneffekt, der mich auch mal zum Mitsingen einlädt. <strong>Suffverherrlichende Themen im Metal</strong> gehen mir da schon viel mehr auf den Geist und erzeugen in mir nur ein <strong>höllisches Fremdschämpotenzial</strong>.</p>
<p>Einerseits ekelt ihr euch vor <strong>Alkoholikern, die hilflos am Straßenrand liegen</strong>, und auf der anderen Seite feiert ihr Musik, die der Ursprung dieses Leids sein könnte. Diese <strong>Doppelmoral</strong> geht mir auf den Sack! Natürlich hat Musik auch mit Party zu tun, doch muss es dabei immer ausarten? Und warum müssen Bands die <strong>gefährliche Droge Alkohol</strong> auch noch in ihren Texten feiern? Auch wenn ihre Lyrics sich nicht um Schnaps und Bier drehen, werden doch eben jene Getränke vor der Bühne konsumiert!</p>
<p>Um noch etwas Diskussionsstoff bereitzulegen, gönne ich mir jetzt erstmal eine Stunde lang <strong>SLEEP</strong>s &#8222;Dopesmoker&#8220;!!!</p>
<p></div><div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><b><a href="https://silence-magazin.de/author/lucfrancois/" target="_blank">Luc</a>&nbsp;</b>findet:</span></p>
<p>Auch als jemand, der gerne mal zum Becher greift, finde ich auf Alkohol basierende Songs weniger prall – so wie auch Songs über Metal an sich. Rein musikalisch handelt es sich dabei meist um <strong>eher stumpfe Nummern</strong>, und da ich auch im Suff mehr oder weniger die gleichen Hörgewohnheiten habe (Ausnahme: <strong>SCOOTER</strong>), ist das dann weniger geil.</p>
<p>Eine Ausnahme ist bei <strong>ONKEL TOM</strong> zu verorten, wo ein Großteil der Mucke darauf aufbaut, und auch mal ein <strong>kritischer Unterton</strong> Einzug findet. Natürlich zünden auch die entsprechenden <strong>KORPIKLAANI</strong>-Nummern auf Festivals, wenn der Alkoholpegel schon fortgeschrittener ist.</p>
<p>Generell finde ich die Thematik besonders dann interessant, wenn die Sache kritisch betrachtet wird. <em>&#8222;Observations In A Mirror (Through The Eyes Of An Alcoholic)&#8220;</em> von den Kollegen in <strong>ABSTRACT RAPTURE</strong> beleuchtet etwa die <strong>düsteren Seiten der Trinkerei</strong> und erweist sich als äußerst intensiv. Wie schon eingangs erwähnt, kann ich mit diesen Metal-Ist-Dufte-Songs wenig anfangen, mag aber vereinzelte Ausnahmen ganz gerne (<em>&#8222;Metal Is Forever&#8220;</em>). Ähnlich verhält es sich auch mit Sauf-Songs, denn manchmal gilt musikalisch einfach der Leitspruch <strong>“Stumpf ist Trumpf”</strong>. An dieser Stelle ein eher unbekanntes Beispiel: &#8222;In Beer We Trust&#8220; der mittlerweile leider aufgelösten <strong>SYNASTHASIA</strong>. Da prostet es sich gut und gern!</p>
<p></div></div>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://silence-magazin.de/author/mich/" target="_blank"><b>Mich </b></a>sagt:</span></p>
<p>Eigentlich bin ich vor allem ein Fan aufwendiger Kompositionen und gewaltiger Produktionen &#8211; am liebsten sind mir <a href="https://www.youtube.com/watch?v=5DiJw9wIibw" target="_blank">Lieder, die über 10 Minuten Laufdauer haben und an denen man Schweiβ von Komponist und Musikanten bei genauem Hinhören noch tropfen hört</a>. Ich muss aber sagen, dass <a href="https://youtu.be/5bYMAgM42pM?t=64" target="_blank">ein gut gemachter Trink- oder Partysong</a> auch seinen Reiz haben kann. Bands, die beides können, verdienen jedenfalls meinen vollsten Respekt.</p>
<p>Am besten wirken solche Songs natürlich auf Live-Shows. Es gibt doch nichts Schöneres, als <strong>Teil einer Masse abfeiernder Metallköpfe</strong> zu sein. Gelegentlich zumindest. Gerade auf <strong>Festivals wie dem Ragnarök</strong> (von dem ich soeben zurückgekehrt bin &#8211; man riecht&#8217;s, ich geh ja gleich duschen!) ist es ein tolles Erlebnis, zwischen ernstem Black Metal auch mal mit der <a href="https://www.youtube.com/watch?v=CfS3pMInSjE" target="_blank">ein</a>&nbsp;oder <a href="https://www.youtube.com/watch?v=TkIurIXJAA4" target="_blank">anderen</a> Band das Bier in der Hand feiern zu dürfen.</p>
<p>Ein Problem, das es allerdings mit solchen Songs geben kann: Es kommt nicht selten vor, dass man als Band plötzlich hauptsächlich <strong>mit diesen doch eher oberflächlichen, eingängigen Werken identifiziert wird</strong>. Bands wie <strong>ALESTORM</strong> oder <strong>EQUILIBRIUM</strong> haben auch (und vor allem!) eine epische, durchdachte und anspruchsvolle Seite &#8211; und wenn dies in den Hintergrund gerät, haben die lustigen Trinksongs in meinen Augen <strong>mehr Schaden angerichtet als Gutes vollbracht</strong>.</p>
<p>Wer übrigens wissen will, wie sich ein <strong>Festival ganz ohne Alkohol</strong> so anfühlt, der darf das gerne <a href="https://silence-magazin.de/ein-festival-ohne-alkohol/" target="_blank">hier</a> miterleben.</p>
<hr>
<h3>Ihr kennt noch mehr Beispiele? Dann her damit!</h3>
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		<title>Du bist Wacken, mein Land!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[D.Grau]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Jul 2016 12:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Du bist Wacken, mein Land! das ferne leuchtet; vom Meere dampfet dein erwärmter Sand den Regen, so der Götter Wange feuchtet. Uralte Kapellen steigen Verjüngt um deine Hüften, Metaller! Vor deinen Haaren beugen Sich Fans, die deine Wärter sind &#160; Wäre Eduard ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/du-bist-wacken-mein-land/">Du bist Wacken, mein Land!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">Du bist Wacken, mein Land!</p>
<p style="text-align: center;">das ferne leuchtet;</p>
<p style="text-align: center;">vom Meere dampfet dein erwärmter Sand</p>
<p style="text-align: center;">den Regen, so der Götter Wange feuchtet.</p>
<p style="text-align: center;">Uralte Kapellen steigen</p>
<p style="text-align: center;">Verjüngt um deine Hüften, Metaller!</p>
<p style="text-align: center;">Vor deinen Haaren beugen</p>
<p style="text-align: center;">Sich Fans, die deine Wärter sind</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wäre Eduard Mörike Metalfan gewesen, würde sein „Gesang  Weylas“ wohl so klingen. Ein Jahr ist schon wieder vorbei und unser aller Weihnachten steht vor der Türe:</p>
<h3>WACKEN</h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Heerscharen von Langhaarigen, Tätowierten, mittlerweile auch viele mit fleischfarbenen Badekappen und natürlich den Ladies in ihren kurzen Röcken und hochgeschnallten Busen, kommen aus allen Teilen der Welt, um am größten Metalspektakel überhaupt teilzunehmen.</p>
<p>Meine Mitbewohnerin Skuldi-Moon kann das alles nicht verstehen, schaut mich kritisch an und sagt:</p>
<blockquote><p>„Wacken ist doch der Ballermann der Heavys! Was? Du fährst dorthin? Da hängen doch nur Idioten rum! Das Line Up ist scheiße! Das ist doch Kommerz pur! Wo geht es da noch um Metal?&#8220;</p></blockquote>
<p>Stimmt, denke ich mir, kommerziell ist WACKEN längst geworden, jedoch sollte dabei immer berechnet werden, bei dieser Größe ist Kommerz unumgänglich.</p>
<p>Das Billing liest sich wie die Speisekarte beim Italiener um die Ecke: alles köstlich und lecker.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" style="width: 453px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/21/Wacken_2011_Impression_02.JPG" width="463" height="308" /><figcaption itemprop="caption" class="wp-caption-text">(Achim Raschka)</figcaption></figure>
<p>Bis auf ein paar Tagesgerichte wie <strong>DRAGONFORCE</strong>, <strong>ESKIMO CALLBOY</strong> oder <strong>9mm ASSI ROCK N ROLL</strong>, die ich wohl nicht probieren möchte, präsentiert sich das Stelldichein der Metalszene ganz oben auf meinen Gaumen:</p>
<p><strong>IRON MAIDEN</strong>, <strong>BLIND GUARDIAN</strong>, <strong>TRIPTYKON</strong>, <strong>THERION</strong>, <strong>ENTOMBED A.D.</strong> usw., sie kommen, sie kommen alle in das friedlichste und lauteste Dorf der Welt.</p>
<p>Es wird hart werden, es wird schwer werden, diese Tage stehen ganz im Metal.</p>
<blockquote><p>„Da laufen Menschen in Tierkostümen rum, die vollig besoffen zweieinhalb Bands erleben oder ansonsten voll wie eine Haubitze vor ihrem eigenen Zelt vegetieren.“, sagt Skuldi-Moon.</p></blockquote>
<p>Ich glaube sie hat recht, ich weiß sie hat recht, ich muss die ganze Zeit an mich und meine Freunde denken, wir entsprechen ihrer Beschreibung ziemlich genau.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" style="width: 479px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d9/12-08_Wacken_Impression_47.JPG" width="489" height="324" /><figcaption itemprop="caption" class="wp-caption-text">Achim Raschka</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich ziehe mich in mein Zimmer zurück, lese mir die weiteren Bands durch:</p>
<p><strong>CLUTCH</strong>, <strong>RED FANG</strong>, <strong>YEAR OF THE</strong> <strong>GOAT</strong> und was lese ich da: <strong>BORKNAGAR</strong>. Jetzt werde ich nervös, schaue auf mein schon gekauftes Bier und weiß: jetzt wird es schwierig. Doch was lese ich da: <strong>TARJA</strong>. Mmmhhh, endlich bleibt auch mir die Zeit, mich vor meinem Zelt in Alkohol zu wälzen und auf das erste Schlammbad zu warten.</p>
<p>Ich freue mich auf die nächsten Tage, schaue Skuldi-Moon an und denke einfach nur:</p>
<p>&#8222;Fahr doch zu deinen tollen Underground Festivals, ich fahre nach WACKEN und ergebe mich einem einmaligen Flair und Charme, einem verführerischen Headbang-Tanz der Champions-League-Klasse mit über 150 Musikgruppen der härtesten Art und dem obligatorischen Bier früh um acht, wenn die Sonne niemanden mehr schlafen lässt.&#8220;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Oh WACKEN, du bist mein Land…</h4>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Ein Festival ohne Alkohol?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Jul 2016 11:26:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[2016]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[festival]]></category>
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		<category><![CDATA[RockHarz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zum vierten Mal in Folge fahre ich nun schon zum Rock Harz-Festival, und ich muss sagen, es ist mir wirklich ans Herz gewachsen. Ich hatte leider in den letzten paar Wochen mit einer Zahnentzündung zu kämpfen, und um ein Schlimmerwerden zu verhindern, ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ein-festival-ohne-alkohol/">Ein Festival ohne Alkohol?</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zum vierten Mal in Folge fahre ich nun schon zum Rock Harz-Festival, und ich muss sagen, es ist mir wirklich ans Herz gewachsen. Ich hatte leider in den letzten paar Wochen mit einer Zahnentzündung zu kämpfen, und um ein Schlimmerwerden zu verhindern, bin ich bis zum nächsten Zahnarztbesuch erst mal konstant auf Ibuprofen. Das soll mir aber die gute Laune nicht nehmen. Wir kommen an, einige von uns sind schon da, und mit ihnen der Schwips. Super! Ich geselle mich dazu, öffne mein erstes, noch kaltes, Bier &#8211; und dann kommt die äußerst ernüchternde Aussage einer medizinstudierenden Freundin:</p>
<p>&nbsp;</p>
<em >&#8222;Ehm, Alkohol und Ibuprofen würde ich besser nicht mischen. Deine Leber kann immer nur eines von beiden bearbeiten &#8211; und Ibu hat eine Halbwertszeit von ca. 20 Stunden.&#8220;</em>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ach so. Das würde sowohl erklären warum ich in letzter Zeit schon nach vier Bier nicht mehr stehen konnte, als auch, warum meine Zahnschmerzen sich an Wochenenden immer besonders intensiv nach Hass und Tod angefühlt haben. Nun gut. Dann wird das wohl seit geschätzt 2008 mein erstes Festival ohne Alkohol. Aber diesmal berichte ich darüber.</p>
<p>Hier ein Sammelsurium an Gedanken, Situationen und Dingen, die mir in meiner Nüchternheit so aufgefallen sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5 class='vw-title-shortcode'><span>Dienstag, 05.07.2016</span></h5>
<p>18:51</p>
<p>Wir spielen ein Trinkspiel bei dem es darum geht, sich Zahlenfolgen zu merken. Ich spiele mit. Meine Waffe: Mineralwasser. Nach ungefähr zweieinhalb Runden kriegt es keiner von den anderen mehr auf die Reihe, weiter als drei Ziffern zu zählen. Komisch. Das kam mir sonst gar nicht so vor.</p>
<p>03:15</p>
<p>Alle sind schlafen. Ich liege in meinem Zelt. Mir fällt zum ersten Mal auf, WIE nervig die Cantina-Band nach dem 15. Durchlauf eigentlich wird.</p>
<p>03:16</p>
<p>Und Nachbarn, die sich (und allen im Umkreis von anderthalb Kilometern) von morgens bis abends pausenlos mit Onkelz und Frei.Wild die Birne zudröhnen, sind NOCH schlimmer, wenn man nüchtern ist. Viel, viel schlimmer.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_4800" aria-describedby="caption-attachment-4800" style="width: 382px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-4800" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/2015-08-12-21.42.29-300x184.jpg" alt="2015-08-12 21.42.29" width="392" height="241" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/2015-08-12-21.42.29-300x184.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/2015-08-12-21.42.29-1024x627.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/2015-08-12-21.42.29-750x459.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/2015-08-12-21.42.29.jpg 1450w" sizes="(max-width: 392px) 100vw, 392px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-4800" class="wp-caption-text">Was passiert hier eigentlich grad?</figcaption></figure>
<h5 class='vw-title-shortcode'><span>Mittwoch, 06.07.2016</span></h5>
<p>08:15</p>
<p>Ich wache auf. Irgendwas ist komisch. Oh, ich bin ja vollkommen Hangover-frei. Fresh wie nie zuvor stehe ich auf, putze mir im kühlen Morgenwind die Zähne. Währenddessen fällt neben mir erst mal ein Freund (nennen wir ihn Johann) kopfüber aus seinem Zelt und entleert seinen Mageninhalt ins taufrische Gras. Guten Morgen!</p>
<p>12:30</p>
<p>Hätte nicht gedacht, dass sich das Kinderspiel &#8222;SOS Affenalarm&#8220; so wunderbar zum Trinkspiel umfunktionieren lässt. Wenn mir noch ein paar von den blöden Affen runterfallen, kriege ich eine Mineralwasservergiftung.</p>
<p>16:30</p>
<p>Die ersten Bands spielen, beginnend mit <strong>MORS PRINCIPIUM EST</strong>. Die Musik ist sehr genießbar, der Sound eher weniger. Schade.</p>
<p>Irgendwann abends</p>
<p>Wir spielen Trink-Jenga. &#8222;Leere dein Getränk auf ex!&#8220;, sagt mein gezogener Jenga-Stein. Ich gucke meine frisch geöffnete anderthalb-Liter-Wasserflasche an. Meine frisch geöffnete anderthalb-Liter-Wasserflasche guckt mich an. Ich gehe schlafen.</p>
<h5 class='vw-title-shortcode'><span>Donnerstag, 07.07.2016</span></h5>
<p>06:33</p>
<p>Ich werde geweckt durch laute RAMMSTEIN-Musik, harmonisch begleitet von einem (einzelnen) grölenden Besoffski-Nachbar, der zwar textsicher ist, allerdings immer nur dann mitsingt, wenn Til Lindemann dies gerade nicht tut.</p>
<p>14:10</p>
<p>Zu zweit spontan hoch zur Teufelsmauer. Die Sonne knallt, der Aufstieg ist steil und schweißtreibend. Ob&#8217;s meinem verkaterten Mitstreiter dabei wohl besser geht als mir?</p>
<p>18:52</p>
<p>Wieder auf dem In-Field. Ich fange an mir eine Strichliste zu machen, wie oft mir jemand KEIN Bier vom Stand mitbringen soll. <strong>ANNIHILATOR</strong>, <strong>SOILWORK</strong> und <strong>GAMMA&nbsp;RAY</strong> hören sich auch nüchtern sehr gut an.</p>
<p>00:20</p>
<p>Deutschland hat im EM-Halbfinale gegen Frankreich verloren. Wir ziehen übers Campinggelände. Meine Begleiter singen lauthals die französische Nationalhymne. Manch einer findet es lustig. Andere weniger.</p>
<p>02:50</p>
<p>Nachdem ich meine Leute nach fünfzehnminütigem Verschwundensein wiederfinde, erzählt man mir, was ich verpasst habe: irgendetwas mit Trichtersaufen und Kotzen. Der Abend endet dann glorreich mit Abdancen in einem Metal-Disco-Partyzelt.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_4777" aria-describedby="caption-attachment-4777" style="width: 610px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4777" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/2016-07-07-14.23.35-300x169.jpg" alt="2016-07-07 14.23.35" width="620" height="349" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/2016-07-07-14.23.35-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/2016-07-07-14.23.35-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/2016-07-07-14.23.35-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/2016-07-07-14.23.35.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-4777" class="wp-caption-text">Ziel erreicht.</figcaption></figure>
<h5 class='vw-title-shortcode'><span>Freitag, 08.07.2016</span></h5>
<p>13:35</p>
<p>Gilbert mixt Mojitos für jeden. Ich bin traurig, denn ich will auch einen. Ich mixe mir selbst einen mit <del>Black Jack und Nutten</del> Eistee statt Rum.</p>
<p>20:50</p>
<p>Zwei meiner Freunde haben sich im Moshpit auf die Fresse gelegt und bluten. Ich gönne mir auch eine Runde (Moshen, nicht Bluten), überleb&#8217;s aber ohne Aua.</p>
<p>21:10</p>
<p>Kennt ihr den Begriff &#8222;Ninja-Surfing&#8220;? Das passiert, wenn ein Haufen alkoholisierter Menschen einem nichts ahnenden Konzertgänger dazu verhelfen, mehr oder weniger freiwillig zu crowdsurfen. Hatte ich aber eigentlich gar nicht vorgehabt. War trotzdem ein interessanter Flug.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_4798" aria-describedby="caption-attachment-4798" style="width: 649px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4798" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/2015-08-15-17.42.19-300x169.jpg" alt="2015-08-15 17.42.19" width="659" height="371" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/2015-08-15-17.42.19-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/2015-08-15-17.42.19-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/2015-08-15-17.42.19-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/2015-08-15-17.42.19.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 659px) 100vw, 659px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-4798" class="wp-caption-text">So kann&#8217;s einem gehen.</figcaption></figure>
<h5 class='vw-title-shortcode'><span>Samstag, 09.07.2016</span></h5>
<p>16:19</p>
<p><strong>TANKARD</strong> waren cool! Hätte angetrunken aber sicher noch mehr Spaß gemacht.</p>
<p>18:45</p>
<p><strong>ENSIFERUM</strong>. Der Sound ist richtig furchtbar. Nur Double-Bass-Gewummer, man hört gar nichts heraus. Ich laufe das Gelände von der Bühne bis zu den Fressständen ab, es klingt aus allen Winkeln und Entfernungen nach Mist. Wie kann man so etwas als Soundmann nicht merken?</p>
<p>20:32</p>
<p>Immer noch In-Field. So langsam wird meine Strichliste echt lang.</p>
<p>22:50</p>
<p>Abschließende Mega-Party bei <strong>POWERWOLF</strong> mit meiner ganzen Gang. Alle am Feiern und Mitgrölen, fetteste Stimmung, auch für den Mann ohne Alkohol. So darf ein Festival gerne zu Ende gehen.Vielen dankeschön.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_4780" aria-describedby="caption-attachment-4780" style="width: 617px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4780" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/2016-RockHarz-Freitag-11-Powerwolf-021-300x200.jpg" alt="2016-RockHarz-Freitag-11-Powerwolf-021" width="627" height="418" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/2016-RockHarz-Freitag-11-Powerwolf-021-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/2016-RockHarz-Freitag-11-Powerwolf-021-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/2016-RockHarz-Freitag-11-Powerwolf-021-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/2016-RockHarz-Freitag-11-Powerwolf-021.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 627px) 100vw, 627px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-4780" class="wp-caption-text">Powerwolf machen am Ende noch mal ordentlich Stimmung.</figcaption></figure>
<h5 class='vw-title-shortcode'><span>Fazit</span></h5>
<p>Was war denn nun insgesamt anders?</p>
<p>Nun, ich habe auf jeden Fall allgemein den Zeitverlauf etwas geradliniger in Erinnerung als normalerweise nach Festivals. Auch fühlt man sich ohne Kater am Ende definitiv ein Stück weit frischer, wacher und weniger ekelhaft (so gut das halt nach einer Woche im Dreck leben geht). Es gab sicherlich viele Momente, bei denen ich lieber was getrunken hätte, einfach der ausgelasseneren Stimmung wegen &#8211; aber es kann auch durchaus lustig sein, wenn man der einzige Nüchterne unter Betrunkenen ist. Dinge, die nerven (schlechter Sound, doofe Nachbarn&#8230;), nerven ohne schützende Sinnesbenebelung allerdings noch mehr. Was Geld angeht, so habe ich laut Strichliste 32,40€ (12 mal 2,70€) an Bier gespart. Mal ganz abgesehen von meiner jetzt noch fast vollen Palette Dosenbier, die ich somit aufs nächste Festival mitnehmen kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aber alles in allem sind Festivals auch ohne Alkoholkonsum eine tolle Sache. Frei nach dem Motto: &#8222;Man braucht keinen Alkohol, um Spaß zu haben&#8220; &#8211; zum Betrunkensein allerdings schon. Prost!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ein-festival-ohne-alkohol/">Ein Festival ohne Alkohol?</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Handys, ist der Metal zu alt für diesen Scheiß?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Jul 2016 10:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[Alt]]></category>
		<category><![CDATA[Bier]]></category>
		<category><![CDATA[genuss]]></category>
		<category><![CDATA[Handy]]></category>
		<category><![CDATA[konzert]]></category>
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		<category><![CDATA[Thema]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir merken erst, dass wir alt geworden sind oder es werden, sobald wir anfangen uns über die Jugend zu beklagen und wie alles früher besser war. Damit will ich nicht sagen, dass sich nichts verschlechtert hat, aber wenn man es am eigenen ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir merken erst, dass wir alt geworden sind oder es werden, sobald wir anfangen uns über die Jugend zu beklagen und wie alles früher besser war. Damit will ich nicht sagen, dass sich nichts verschlechtert hat, aber wenn man es am eigenen Leib erfährt und erkennt, hilft es definitiv dabei seine eigenen Eltern, Großeltern und Verwandten zu verstehen, die früher schon eifrig kritisierten und ebenfalls als Jugendliche kritisiert wurden. Unentwegt wird die Generation Smartphone und Social Media verdammt, was jedoch nicht auf das Alter beschränkt ist, besonders wenn man vor dem erwachsenen Geblüt die Eigenwahrnehmung und Selbstkritik darlegen kann.</p>
<p>Nicht alle Aufschreie, über die eigenen Altersgenossen entspringen jedoch dieser Profilierungsarbeit, denn man muss ja schließlich nicht alles mitmachen: tausende „Hashtags“, „vines“, angeblich lustige „Memes“ auf eher unlustigen Plattformen, das alles ist selbst für jemanden wie mich zu viel, dabei stamme ich aus der von Grabanwärtern oft als „medienabhängige Generation“ betitelten Altersgruppe.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-3920" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/2e2e-300x182.jpg" alt="2e2e" width="300" height="182" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/2e2e-300x182.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/2e2e-750x455.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/2e2e.jpg 866w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Internet hin oder her, man sollte den Internet ABC-Schützen so einiges an Güte aussprechen, schließlich sind sie die Ersten die in unserer vernetzten Welt groß werden müssen und es meiner Meinung nach schon sehr gut meistern. Das altbekannte Stirnrunzeln, das sich auf die Gesichter vieler Menschen legt wenn sie eine Gruppe Teenager dabei bestaunen dürfen, wie diese sich nur mit ihrem Handy beschäftigen und der soziale Kontakt untereinander gelegentlich nur für sogenannte „Selfies“ gesucht wird, durfte ich auch bereits bei mir in der Bushaltestellenscheibe erkennen.</p>
<blockquote><p><i>DOCH DANN RUFE ICH MIR IMMER WIEDER IN DIE ERINNERUNG ZURÜCK, DASS SIE VIELLEICHT FREI HANDELN, ABER SICH AUCH NICHT DEN MEDIEN UND DEM INTERNET ENTZIEHEN KÖNNEN, DA DIESE SIE STÄNDIG BEEINFLUSSEN. </i></p></blockquote>
<p>Und nach dieser wirren Einleitung möchte ich auch endlich das eigentliche Thema ansprechen, welches bestimmt viele dazu veranlasst die Moralkeule nach jedem besuchten Konzert mal wieder aus dem Sack zu holen:<br />
Smartphones auf Konzerten. Klischeehafte Vorstellungen von Smombies auf Musikveranstaltungen werden immer wieder bestätigt und rauben vielen geübten Beobachtern den Atem: Ob es nun @charliecookiex3 &#8211; das ist keine namentliche Nennung, sondern nur ein frei erfundener Name, also wenn du auf irgendeiner Plattform charliecookiex3 heißt, bitte fühle dich nicht angesprochen &#8211; ist, die sich so eben in der zehnten Pose vor dem Merchandise-Stand zurechtmacht um ihre Social-Media-Galerie bei den üblichen Verdächtigen aufzuwerten, oder Tom, der sich so eben den halben Auftritt seiner Lieblingsband „Die Krebsfledermäuse“ für die eingestaubte SD-Karte sichert. Eines haben sie alle gemeinsam, nämlich die verfluchte Internet-Sucht und Sozialphobie, die viele von ihren Eltern und Mitmenschen diagnostiziert bekommen. Es steht natürlich außer Frage, dass beide wachsende Probleme in unserer Gesellschaft sind, aber wenn wir ehrlich sind fällt uns auf:</p>
<blockquote><p><i>DIE HABEN SPASS, DURCH DEN ICH KEINEN SPASS HABE&#8230;</i></p></blockquote>
<p>Es stört uns viel mehr die Präsenz dieses Handy-Displays, durch das wir sowohl den Frontmann als auch den noch nicht von der Nebelmaschine verschluckten Rest der Band in einer sahnigen 360 Pixel Auflösung betrachten dürfen, und <b>nicht die gesellschaftskritischen Aspekte</b>, die wir gerne ab und an von uns lassen, bevor wir genüsslich in unseren eher nicht so saftigen Burger für 1,95 € beißen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-3921" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/2e2e2e-300x169.jpg" alt="2e2e2e" width="300" height="169" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/2e2e2e-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/2e2e2e.jpg 728w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Die meisten Argumentationen der Gegner von Handys auf Konzerten enden darin, dass der eigene Komfort &#8211; für den man ja mit dem Eintritt bezahlt &#8211; damit beeinträchtigt wird. Da legt sich bei mir wieder das Stirnrunzeln über meine Pickelhaube, die ich liebevoll Kopf nenne, und ich frage mich, ob wir zwischen all der Übertreibung unserer Probleme in der Freizeit überhaupt noch Platz für <b>echte Probleme</b> haben.</p>
<p>„<i>FIRST WORLD PROBLEMS“ HABEN WIR ALLE, ABER WIE SEHR SIE DICH INTERESSIEREN IST JEDEM SELBST ÜBERLASSEN. BIN ICH EIN HIPPIE UND SIND MIR DIE UNANGENEHMLICHKEITEN ZU EGAL?</i></p>
<p>Kann es wirklich unsere größte Sorge sein, wenn wir den Bühnenauftritt unseres Lieblings-Nightwish-Klons nicht vollständig genießen können, weil Erwin vor uns ein Video für seine Katze macht, damit diese, verstört vom Anblick, keine Pfote mehr in das gemeinsame Schlafzimmer von Erwin und seiner Gemahlin setzt? Und verhalte ich mich wie ein absoluter Hippie und selbsternannter Friedensstifter, weil es mir am Gesäß vorbeigeht? Diese beiden Fragen würde ich jeden für sich selbst beantworten lassen, aber mit meiner Antwort gerne die Smartphone-Videos in den Schutz nehmen.</p>
<p>Für mich ist es nämlich egal was ihr auf einem Konzert macht, schließlich könnte es mich auch stören wenn ihr euch bis zur Atemnot in schlechtem Bier ertränkt oder mit eurer Freundin mit Schmetterlingstattoo auf ihrem rechten Arm versucht den demographischen Wandel aufzuhalten. Solange sich das in Grenzen hält, ist das alles zu verkraften, schließlich hat jeder, ja auch Erwin vor euch mit seinem zerkratzten Smartphone mit dem Apfel drauf, den <b>Eintritt bezahlt </b>und möchte <b>dem Alltag entfliehen</b>. Auf allen Seiten gibt es Leute die über die Stränge schlagen, aber ich habe lieber den <b>unschuldigen Knaben</b> mit eigenem Video-Kanal vor mir, der die Hälfte des Sets aufnimmt bis sein Akku mal wieder den Geist aufgibt, als den <b>alkoholisierten Mittvierziger</b> der immer wieder sein kürzlich erworbenes Bier entweder aus dem Becher oder seinem Mund auf meine Schuhe schüttet.</p>
<p>Nervige Situationen sind überall zu finden, aber sind sie alle eine Kolumne wert &#8211; ja dieser Kommentar war Meta- geschweige denn die vielen Gedanken darüber? Es wird eine Zeit dauern, bis man das Handy im Konzertalltag akzeptiert, auch wenn es den ein oder anderen schon hart trifft, das <b>Desinteresse gegenüber der eigenen Lieblingsband</b> nun noch offenkundiger gezeigt wird, da Online-Chats nicht wie Gespräche übertönt werden. Dennoch sollte man deswegen nicht dem Patententwurf von Apple blind applaudieren, denn der kann ganz andere Folgen haben, sobald Videoaufzeichnungen von polizeilicher Gewalt oder anderen Straftaten verhindert werden können und somit viel mehr in die Privatsphäre und Entscheidungsfreiheit jedes Einzelnen eingegriffen wird.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/oCpNUJ0oTu4?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
Wenn Musiker wie Glenn Danzig jedoch anfangen sich zu prügeln oder Gewalt gegenüber Fans verlangen (zu sehen im oberen Video) wegen des selbst ausgesprochenen Foto-Verbots und David Draiman von DISTURBED eine Frau vor dem gesamten Publikum verbal attackiert (zu sehen im unteren Video), obwohl diese an ihrem Handy nur wissen wollte ob es ihrer Tochter gut geht, die durch ein schreckliches Gewitter nach Hause gefahren war, dann stellt sich mir nur die Frage, wie <b>spießig</b> die Metal-Fangemeinde und -Musiker im Laufe der Jahre wohl geworden sind und <b>wie akzeptierend wir wirklich sind.</b></p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/DPmUY7zFFEM?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Denn sind wir mal ehrlich: Wer bei einem Konzert lieber den wunderschönen Frontmann und die „shreddernden“ Gitarristen bestaunt (unter uns: <b>den Schlagzeuger sieht eh niemand </b>), anstatt sich die Seele aus dem Kopf zu headbangen oder sich im Moshpit von tonnenschweren Güterwaggons mit Namen wie Tobias oder Alex überrollen zu lassen, <b>der täte MIR auch schon ohne Handy leid. </b></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-3922" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/2e22fc-300x200.jpg" alt="2e22fc" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/2e22fc-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/2e22fc-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/2e22fc.jpg 729w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><b><br />
</b>Aber ich echauffier mich nicht darüber, weil ich mir die Zeit dafür nicht nehmen will, schließlich habe ich noch die ein oder andere Partie eines Mobile-Games zu verlieren und rege mich viel lieber in Kolumnen wie dieser über die Leute auf, die sich zu viel aufregen. Und ich hoffe ihr lasst weiterhin die Leute mit ihren Handys auf Konzerten spielen und diese lassen euch dafür in Ruhe wenn der <b>Blutdruck ins Unermessliche</b> steigt, was ab einem bestimmten Alter definitiv vermieden werden sollte.</p>
<blockquote><p><i>ZUM ABSCHLUSS EIN PAAR NETTE WORTE, WEIL NIEMAND GERN KOMPLETT ZYNISCHE ARTIKEL MIT KOMPLETT ZYNISCHEM ENDE LIEST. </i></p></blockquote>
<p>In diesem Sinne wünsche ich jedem Leser viel Freude auf dem nächsten Konzert und das unabhängig davon was er/sie/es gerne tut, sei es nun rumstehen, ein alkoholisches Getränk vertilgen, „stagediven“, „moshen“, „headbangen“ oder sich ab und zu <b>über die „Kids“ aufregen, wenn man schon alt genug dafür ist.</b></p>
<hr />
<p>Dies ist ein Gastautorenbeitrag von: Jonas</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/handys-ist-der-metal-zu-alt-fuer-diesen-scheiss/">Handys, ist der Metal zu alt für diesen Scheiß?</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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