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	<title>Ambient Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Ambient Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>SIX DAYS OF CALM über Ruhe, Rückzugsorte und positive Emotionen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raphael Lukas Genovese]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Feb 2024 08:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[6DOC]]></category>
		<category><![CDATA[Ambient]]></category>
		<category><![CDATA[circle&wind]]></category>
		<category><![CDATA[Hummelgrafik]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Fischer]]></category>
		<category><![CDATA[Midsummer Records]]></category>
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		<category><![CDATA[Six Days of Calm]]></category>
		<category><![CDATA[Tony Wehnert]]></category>
		<category><![CDATA[watch them fade]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>SIX DAYS OF CALM ist das Nachfolgeprojekt zu WATCH THEM FADE. Raphael hat sich mit Mastermind Marc Fischer zum Plausch getroffen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/six-days-of-calm-interview/">SIX DAYS OF CALM über Ruhe, Rückzugsorte und positive Emotionen</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 03. November 2023 erschien das zweite Album von&nbsp;<strong>SIX DAYS OF CALM</strong> aus Unterfranken. Wie auch schon das Debut &#8222;The Ocean&#8217;s Lullaby&#8220; erschien auch &#8222;My Little, Safe Place&#8220; bei <strong>Midsummer Records</strong>, wurde von <strong>Nikita Kamprad</strong> (<strong>DER WEG EINER FREIHEIT</strong>) produziert, und wurde in bildschöne Grafiken von <strong><a href="https://hummelgrafik.de/" target="_blank" rel="noopener">Oliver Hummel</a></strong> eingehüllt. Ich habe die Chance erhalten, mich mit&nbsp;<strong>6DOC</strong>-Gründer und einzigem festen Mitglied&nbsp;<strong>Marc Fisch</strong><strong>er</strong> über seine Musik und die Welt drumherum zu unterhalten.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_45316" aria-describedby="caption-attachment-45316" style="width: 1014px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-45316 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/Six-Days-of-Calm-c-Tony-Wehnert-2023-small-1024x681.jpg" alt="" width="1024" height="681" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/Six-Days-of-Calm-c-Tony-Wehnert-2023-small-1024x681.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/Six-Days-of-Calm-c-Tony-Wehnert-2023-small-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/Six-Days-of-Calm-c-Tony-Wehnert-2023-small-1536x1022.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/Six-Days-of-Calm-c-Tony-Wehnert-2023-small-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/Six-Days-of-Calm-c-Tony-Wehnert-2023-small-750x499.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/Six-Days-of-Calm-c-Tony-Wehnert-2023-small.jpg 1650w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-45316" class="wp-caption-text">Foto: Tony Wehnert | https://www.tony-wehnert.de/</figcaption></figure>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_45318" aria-describedby="caption-attachment-45318" style="width: 202px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" class="wp-image-45318 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/05-Sorrow1200-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/05-Sorrow1200-212x300.jpg 212w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/05-Sorrow1200-724x1024.jpg 724w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/05-Sorrow1200-750x1061.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/05-Sorrow1200.jpg 848w" sizes="(max-width: 212px) 100vw, 212px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-45318" class="wp-caption-text">&#8222;Sorrow&#8220; von Oliver Hummel | https://hummelgrafik.de/</figcaption></figure>
<p><strong>Hallo Marc. Vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst. Wie fühlst du dich, jetzt wo die Veröffentlichung deines zweiten Albums und die dazugehörige heiße Promophase erstmal vorüber sind?</strong></p>
<p>Ich fühle mich sehr gut soweit, danke. War eine recht stressige Zeit, aber ich bin super zufrieden mit allem, und ich glaube die Veröffentlichung und alles, was daraus entstanden ist, hätte nicht viel besser sein können.</p>
<p><strong>Das neue Album heißt &#8222;My Little, Safe Place&#8220;, und von der äußeren Gestaltung bis zur Musik zieht sich die Thematik von Rückzugsorten zur Erholung oder zur Selbstfindung durch. Kannst du uns ein wenig in das Thema mitnehmen? Geht es um konkrete Orte oder doch eher um erdachte Plätze?</strong></p>
<p>Es geht vor allem darum, dass jeder Mensch so einen Rückzugsort, einen sicheren Platz im Leben haben sollte. Ob das nun erdacht ist oder real, das spielt keine Rolle, weil es darum geht dort zu atmen, sich fallen zu lassen, so sein zu können wie man eben ist, sich sicher zu fühlen, keine Ängste haben zu müssen. Ein Ort, an dem einfach alles in Ordnung ist und der einem vielleicht auch Antworten gibt auf so vieles im Leben, was eben nicht so ganz einfach ist, was Fragen aufwirft, was einen aus der Spur wirft.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_45321" aria-describedby="caption-attachment-45321" style="width: 202px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-45321" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/00-My-little-safe-place-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/00-My-little-safe-place-212x300.jpg 212w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/00-My-little-safe-place-724x1024.jpg 724w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/00-My-little-safe-place-750x1061.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/00-My-little-safe-place.jpg 848w" sizes="(max-width: 212px) 100vw, 212px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-45321" class="wp-caption-text">&#8222;My Little, Safe Place&#8220; von Oliver Hummel | https://hummelgrafik.de/</figcaption></figure>
<p><strong>Welche Rolle haben solche Rückzugsorte oder Safe Spaces deines Erachtens heute?</strong></p>
<p>Ich finde sie sind wichtiger denn je, die Welt ist so schnelllebig geworden. Jeder, der nicht mitkommt bei dem Tempo wird überrollt. Was heute zählt, ist morgen schon wieder hinfällig. Man muss sich nur umsehen. Wir steuern auf immer mehr Chaos und Elend zu und wenn man da nicht Wege findet, sich selbst zu regulieren, kann das unfassbar schwer werden, zu bestehen. Und genau dafür sind u.a. solche Safe Spaces wichtig und notwendig.</p>
<p><strong>Kommen wir nochmal zur Musik zurück. Das Stück <em>&#8222;Sorrow&#8220;</em>&nbsp;auf dem neuen Album ist der erste SIX DAYS OF CALM-Titel mit Gesang. Ist die Entscheidung leicht gefallen, den rein instrumentalen Charakter der Band damit abzulegen?</strong></p>
<p>Ja total, das war überhaupt kein Problem für mich, da ich mir auch nie auferlegt habe, immer instrumental zu sein oder zu bleiben. Im Grunde ist es ja genau das was <strong>6DOC</strong> für mich ausmacht: keine Regeln, nichts was es nicht geben könnte, wenn es meine Emotionen hergeben, wenn es passt. Ich liebe es, zu experimentieren, Grenzen zu sprengen, Dinge zu tun, die man nicht unbedingt erwartet. Eben völlig frei zu agieren und mich treiben zu lassen und wenn dann eben im Songwriting in mir aufkommt, dass es eine Stimme bräuchte oder irgendetwas anderes, dann versuche ich das umzusetzen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_45315" aria-describedby="caption-attachment-45315" style="width: 1014px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45315 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/Six-Days-of-Calm-c-Tony-Wehnert-2023-1-web-1024x681.jpg" alt="" width="1024" height="681" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/Six-Days-of-Calm-c-Tony-Wehnert-2023-1-web-1024x681.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/Six-Days-of-Calm-c-Tony-Wehnert-2023-1-web-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/Six-Days-of-Calm-c-Tony-Wehnert-2023-1-web-1536x1022.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/Six-Days-of-Calm-c-Tony-Wehnert-2023-1-web-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/Six-Days-of-Calm-c-Tony-Wehnert-2023-1-web-750x499.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/Six-Days-of-Calm-c-Tony-Wehnert-2023-1-web.jpg 1650w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-45315" class="wp-caption-text">Foto: Tony Wehnert | https://www.tony-wehnert.de/</figcaption></figure>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_45317" aria-describedby="caption-attachment-45317" style="width: 202px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-45317" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/02-New-Beginning1200-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/02-New-Beginning1200-212x300.jpg 212w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/02-New-Beginning1200-724x1024.jpg 724w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/02-New-Beginning1200-750x1061.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/02-New-Beginning1200.jpg 848w" sizes="auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-45317" class="wp-caption-text">&#8222;New Beginning&#8220; von Oliver Hummel | https://hummelgrafik.de/</figcaption></figure>
<p><strong>Andererseits könnte man natürlich auch argumentieren, dass die Sprachsamples auf anderen Tracks auch nicht so ganz instrumental sind… Über vieles lässt sich streiten, aber die musikalische Welt von SIX DAYS OF CALM lädt eher dazu ein, zueinander zu finden als sich zu streiten. Gehört das zu deinen Intentionen?</strong></p>
<p>Also definitiv, ich möchte ausschließlich positive Emotionen mit meiner Musik erzeugen und es gibt für mich nichts schöneres, wenn ich Menschen erreiche, ihnen gutes tue und sie das dann auch noch mir gegenüber kommunizieren, was meine Musik in ihnen Wundervolles auslöst.</p>
<p><strong>Im Universum des <span style="color: #800000;">SILENCE MAGAZIN</span>s und seinen Leser*innen ist mit Sicherheit deine letzte Band <a href="https://silence-magazin.de/tag/watch-them-fade/" target="_blank" rel="noopener">WATCH THEM FADE</a> noch ein Begriff. Wie weit hast du dich selbst vom Metalcore entfernt, und welche Aspekte oder Eigenschaften spielen für dich noch eine Rolle?</strong></p>
<p>Ich höre auch heute noch super gerne Metalcore und ähnliche Genres, ich mag diese Energie, diese Wucht und Power, was es beinhaltet. Aber selbst kann ich mir überhaupt nicht mehr vorstellen, in dem Genre aktiv zu sein. Mein Songwriting hat sich schon zum zweiten Album von <strong>WTF</strong> ja schon verändert zu einer sehr melancholischen, ruhigeren Art. Umgesetzt wurde das ganze lediglich noch härter damals, aber als ich dann nach dem zweiten Album weiter Songs geschrieben habe, hat sich sehr schnell gezeigt, dass das nicht mehr viel mit <strong>WTF</strong> oder allgemein diesem Genre zu tun hat. Es wäre in vielerlei Hinsicht nicht mehr in Ordnung gewesen, mit <strong>WTF</strong> so weiter zu machen und darum die Entscheidung auch <strong>WTF</strong> zu begraben und noch viel konsequenter ohne Abstriche meine Songs weiter zu komponieren und zu sehen, wo die Reise hinführt. Wo sie hingeführt hat, kann man ja jetzt gut sehen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_45322" aria-describedby="caption-attachment-45322" style="width: 202px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-45322" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/04-Awakening-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/04-Awakening-212x300.jpg 212w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/04-Awakening-724x1024.jpg 724w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/04-Awakening-750x1061.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/04-Awakening.jpg 848w" sizes="auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-45322" class="wp-caption-text">&#8222;Awakening&#8220; von Oliver Hummel | https://hummelgrafik.de/</figcaption></figure>
<p><strong>Der Musik von SIX DAYS OF CALM wird in vielen Rezensionen oder Beschreibungen das Adjektiv cinematic/filmisch zugeschrieben und die Musikvideos unterstreichen diese Aussage zusätzlich. Hast du selbst schon visuelle Vorstellungen zu den einzelnen Stücken oder ihren Narrativen, wenn du sie schreibst?</strong></p>
<p>Nein, die Bilder oder auch Ideen zu diversen Umsetzungen kommen erst beim schreiben der Songs. Ich weiß vorher lediglich, welches Gefühl mich treibt jetzt einen Song zu schreiben. Dann gebe ich dem Song einen Titel und beginne mit meiner Arbeit. Alles andere kommt dann im Laufe der Pre-Production und sogar noch im Studio bei der Hauptproduktion.</p>
<p><strong>Und hast du schon mal mit dem Gedanken gespielt, einen richtigen Film zu deiner Musik zu schreiben oder andersrum, einen Film zu vertonen?</strong></p>
<p>Einen Film zu vertonen vielleicht eher, das würde näher liegen. Die Schwierigkeit dabei wäre aber für mich, dass ich kontrolliert etwas umsetzen müsste, damit es passt; heißt, ich würde schon wieder an Grenzen kommen oder müsste mich innerhalb eines Rahmens bewegen, weil die Szene z.B. gerade diese oder jene Emotion hat und ich die vertonen soll. Das ist eben ganz klar Auftragsarbeit und da würde ich mich mit meiner Art Musik zu generieren sehr schwer tun (denke ich, sicher weiß ich es auch nicht weil ich es einfach noch nie gemacht habe).</p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-45323" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/01-Distance-212x300.jpg" alt="&quot;Distance&quot; von Oliver Hummel | https://hummelgrafik.de/" width="212" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/01-Distance-212x300.jpg 212w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/01-Distance-724x1024.jpg 724w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/01-Distance-750x1061.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/01-Distance.jpg 848w" sizes="auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px" />Dein Debutalbum &#8222;The Ocean’s Lullaby&#8220; hat uns in die Stille der Tiefsee geführt. Nautische oder maritime Motive sind im Post Rock sehr szenetypisch. War es ein bewusster Schritt, das zweite Album fernab von Salzwasser stattfinden zu lassen?</strong></p>
<p>Ich glaube, ich kann keine sonderlich bewussten Schritte in so einem Bereich machen. Auch das zweite Album hat sich erst beim Schreiben so entwickelt, dass mein &#8222;Safe Place&#8220; eine große Rolle gespielt hat. Genauso wie beim ersten Album das Meer. Es sind einfach Dinge, die ich nicht wirklich steuern kann und die einfach passieren. Die Steuerung und das Bewusste kommt erst dann später in der detaillierten Umsetzung von all dem.</p>
<p><strong>Und dürfen wir auf dem nächsten Langspieler einen weiteren großen Wechsel der Szenerie erwarten?</strong></p>
<p>Das kann schon gut sein… es gibt nichts was nicht passieren könnte (o.k. fast nichts).</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_45324" aria-describedby="caption-attachment-45324" style="width: 202px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-45324" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/06-Uncertainty-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/06-Uncertainty-212x300.jpg 212w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/06-Uncertainty-724x1024.jpg 724w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/06-Uncertainty-750x1061.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/02/06-Uncertainty.jpg 848w" sizes="auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-45324" class="wp-caption-text">&#8222;Uncertainty&#8220; von Oliver Hummel | https://hummelgrafik.de/</figcaption></figure>
<p><strong>Welche Dinge (über die du hier reden möchtest) beschäftigen dich zur Zeit, und inwieweit fließen sie in deine Kunst ein?</strong></p>
<p>Es gibt unzähliges, was einen zur jetzigen Zeit beschäftigt. Sei es das Weltgeschehen, das Geschehen im eigenen Land. Ich würde lügen, würde so etwas nicht in meine Grundstimmung einfließen was sich auch auf meine Kunst auswirken kann. Dennoch versuche ich, mich davon immer frei zu machen, all das auch abzukoppeln, um eine Kunst zu kreieren, die eben auch frei klingt; frei um sie zu interpretieren, wie es jedem einzelnen Menschen gerade auch gut tut und was gebraucht wird. Ich hoffe, das gelingt mir, auch wenn es nicht immer ganz einfach ist.</p>
<p><strong>Und welche Nachricht möchtest du den Leser*innen außerdem mit auf den Weg geben?</strong></p>
<p>Sucht euch euren ganz persönlichen &#8222;Safe Place&#8220;, egal ob virtuell oder real, schafft euch einen Ort, an dem ihr (durch)atmen könnt, an dem die Welt einfach eine Gute ist.</p>
<p><strong>Wir sind am Ende angelangt. Ich danke dir vielmals für deine Zeit! Das letzte Wort soll ganz dir gehören.</strong></p>
<p>Lieben Dank für das schöne Interview <span style="color: #800000;">Raphael</span>, es war mir eine Ehre.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="SIX DAYS OF CALM ft. circle&amp;wind - &quot;Sorrow&quot; (official video)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/tKRa-GoTR30?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
<p><a href="https://linktr.ee/SixDaysOfCalm" target="_blank" rel="noopener"><strong>Linktree von SIX DAYS OF CALM</strong></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/six-days-of-calm-interview/">SIX DAYS OF CALM über Ruhe, Rückzugsorte und positive Emotionen</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>The Mountain King &#038; Gate to Xibalba reisen in unbekannte Weiten</title>
		<link>https://silence-magazin.de/the-mountain-king-gate-to-xibalba-split-album/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=the-mountain-king-gate-to-xibalba-split-album</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/the-mountain-king-gate-to-xibalba-split-album/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raphael Lukas Genovese]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Feb 2023 10:49:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Doom]]></category>
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		<category><![CDATA[Ambient]]></category>
		<category><![CDATA[Cursed Monk Records]]></category>
		<category><![CDATA[Dark Ambient]]></category>
		<category><![CDATA[Drone]]></category>
		<category><![CDATA[Drone Doom]]></category>
		<category><![CDATA[Gate to Xibalba]]></category>
		<category><![CDATA[Mainz]]></category>
		<category><![CDATA[The Mountain King]]></category>
		<category><![CDATA[Umea]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Split-Alben: Wenn 2 (Bands) sich zusammentun - oft mit einem Best of der Fähigkeiten.</p>
<p>So auch bei XIBALBA und MOUNTAIN KING - da wird ausgepackt was an Drone und Ambient im Kopf und Herz umgeht!</p>
<p>Ob das reicht, um uns vom Hocker zu hauen oder dich? Find es heraus... lies jetzt rein!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/the-mountain-king-gate-to-xibalba-split-album/">The Mountain King &#038; Gate to Xibalba reisen in unbekannte Weiten</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h3 style="text-align: center;">THE MOUNTAIN KING &amp; GATE TO XIBALBA &#8211; &#8222;SPLIT ALBUM&#8220;</h3>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:&nbsp;</strong>24. Februar 2023<br />
<strong>Label:&nbsp;</strong><a href="https://cursedmonk.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">Cursed Monk Records</a><br />
<strong>Länge:&nbsp;</strong>40:27<br />
<strong>Genre:&nbsp;</strong>Drone / Ambient<br />
</div></div></div></p>
<p>Zwischen Umeå und Mainz liegen etwa 2,000 Kilometer. Direktverbindungen oder Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Städten sind nicht leicht zu finden. Darum ist es begrüßenswert, dass mit dem vorliegenden Release eine musikalische Brücke aufgespannt wurde, die Mainz mit Umeå verbindet. Auf schwedischer Seite sind es Anthon, Erik und Daniel von <strong>GATE TO XIBALBA</strong>, die ihren Beitrag dazu leisten, und aus Deutschland sind Eric McQueen und Frank Grimbarth von&nbsp;<strong>THE MOUNTAIN KING</strong> zu hören. Als gemeinsames Produkt legen die beiden Bands eine Split vor, die aus zwei Stücken à zwanzig Minuten besteht und in die Tiefen des Drone Doom und Dark Ambient hinabsteigt.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41626 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/02/21-11-14_30.jpg" alt="alt=&quot;The Mountain King &amp; Gate to Xibalba - Split Album (2023, Cursed Monk Records) PROMO PICTURE&quot;" width="901" height="600" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/02/21-11-14_30.jpg 901w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/02/21-11-14_30-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/02/21-11-14_30-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/02/21-11-14_30-750x499.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 901px) 100vw, 901px" />
<h4>Akustischer Limbo</h4>
<p>Den Anfang machen also&nbsp;<strong>THE MOUNTAIN KING</strong> aus Mainz. Der Titel wirkt erstmal etwas sperrig, aber tatsächlich ist&nbsp;<em>&#8222;Rational Descent (Further Down the Hadal)&#8220;</em> eine recht passende Beschreibung für die Klangwelt, die sich hier vor den Hörer*innen erstreckt. Die Hadal Zone ist die tiefste bekannte Region der Ozeane und liegt zwischen sechs bis elf Kilometer unter dem Meeresgrund. In dieser Sphäre also, in der sich höchstens James Cameron auskennt, beginnen Frank und Eric ihre musikalische Reise. Der mächtige Drone beginnt mit schwerem Druck und spürbarer Kälte. Hier, wo weder Licht noch Wärme hingelangen, wird zum Abstieg eingeleitet. Erst beschwerlich aber mit allmählicher Steigerung in Kraft und Dynamik bewegen sich&nbsp;<strong>THE MOUNTAIN KING</strong> voran.</p>
<p>Auf diese Weise wird der Drone immer stärker von Doom Metal Elementen gespeist, bis sich nach neun Minuten der erste Höhepunkt des Stückes anbahnt. Es folgt Stille und sanftes Tropfen, als sei die Reise in einem unterirdischen Süßwassersee weit unter dem Mariannengraben angelangt. In faszinierendem Farbenspiel aus Drone und Ambient wird die Spannung neu aufgebaut, bis sie erneut im schweren Doom Metal Thema landet. Von hier an geht es stetig weiter, bis sich der Spannungsbogen in einem höllisch heißen Vulkan aus Post Metal ergießt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-41628" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/02/241188784_149347380702324_9079496737871404485_n-1024x576.jpg" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/02/241188784_149347380702324_9079496737871404485_n-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/02/241188784_149347380702324_9079496737871404485_n-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/02/241188784_149347380702324_9079496737871404485_n-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/02/241188784_149347380702324_9079496737871404485_n.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h4>Intergalaktischer Lärm</h4>
<p>Obwohl sich&nbsp;<strong>THE MOUNTAIN KING</strong> und&nbsp;<strong>GATE TO XIBALBA</strong> thematisch nicht abgesprochen haben, sind ihre inhaltlichen nahezu komplett gegenseitig ausgefallen. Der zwanzigminütige Drone von&nbsp;<strong>GATE TO XIBALBA</strong> ist nämlich &#8211; wie der Titel&nbsp;<em>&#8222;The Esoteric Knowledge of the Stars&#8220;</em> &#8211; eine Klangreise in die unendlichen Weiten des Weltalls. Wie ein Raketenstart schicken die atmosphärischen Synthies die Hörer*innen in entfernte Galaxien, bis nur noch ein Herzschlag aus Drums übrig bleibt und ein verzerrtes Gitarrenriff die unfassbare Leere des Universums vertont. Der Weltraum ist unheimlich, kalt, einsam, und doch voller Wunder. So entsteht inmitten der repetitiven Drone Doom Klänge eine hypnotisierende Trance, die sich bis zur nächsten Zäsur des Stückes hinzieht.</p>
<p>Und dann ist es, als ginge auf einer weit entfernten Welt die Sonne auf. Der interstellare Krach weicht peu à peu einem wohlig warmen Thema aus psychedelischer Musik. Der Sonnenschein wird schnell unterbrochen, als dunkle Wolken aus Drone und Noise aufziehen. Dennoch setzt sich das angenehme Gitarrenthema bis fast zum Ende fort, sodass Licht und Dunkel gemeinsam die Klangwelt von&nbsp;<strong>GATE TO XIBALBA</strong>s Stück beschreiben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-41630" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/02/CD-Mockup-1024x764.jpg" alt="alt=&quot;The Mountain King &amp; Gate to Xibalba - Split Album (2023, Cursed Monk Records) CD MOCKUP&quot;" width="1024" height="764" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/02/CD-Mockup-1024x764.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/02/CD-Mockup-300x224.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/02/CD-Mockup-750x560.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/02/CD-Mockup.jpg 1250w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h4>Polarisierend</h4>
<p>Drone und Ambient kann man lieben oder hassen, und es gibt nur wenig Raum dazwischen. Diejenigen Leser*innen, die mit Drone gar nichts anfangen können, sind wahrscheinlich schon lange ausgestiegen. Deshalb sind wir jetzt wohl unter uns: der Redakteur, Liebhaber*innen von atmosphärischen Tieftonlandschaften, und das Lektorat.</p>
<p><strong>THE MOUNTAIN KING</strong> und&nbsp;<strong>GATE TO XIBALBA</strong> haben sich darauf geeinigt, jeweils einen zwanzigminütigen Drone Giganten zu produzieren, um dieses gemeinsame Release zu füllen. Mission erfolgreich. Was darüberhinaus äußerst schön ist, ist dass die beiden Stücke in komplett unterschiedliche Richtungen aufbrechen: musikalisch wie auch thematisch. Vor allem aber sind die Spannungsbögen, die Feinheiten, die Narrative jeweils sehr schön gestaltet. Wer also gerne nach schönen Details in nebligen Wimmelbildern sucht, wird auch hier viele kleine Glücksmomente erleben.</p>
<p><strong><a href="https://themountainking.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">bandcamp Profil von THE MOUNTAIN KING</a><br />
<a href="https://gatetoxibalba.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">bandcamp Profil von GATE TO XIBALBA</a></strong></p>
<p>Das Bildmaterial wurde uns freundlicherweise von&nbsp;<strong>Cave Dweller Productions</strong> zur Verfügung gestellt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/the-mountain-king-gate-to-xibalba-split-album/">The Mountain King &#038; Gate to Xibalba reisen in unbekannte Weiten</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Was bitte ist eigentlich Dungeon Synth?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2020 05:42:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Ambient]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Comfy Synth]]></category>
		<category><![CDATA[Depressive Silence]]></category>
		<category><![CDATA[Diplodocus]]></category>
		<category><![CDATA[Dungeon Synth]]></category>
		<category><![CDATA[Emperor]]></category>
		<category><![CDATA[Fief]]></category>
		<category><![CDATA[Jim Kirkwood]]></category>
		<category><![CDATA[Mortiis]]></category>
		<category><![CDATA[Satyricon]]></category>
		<category><![CDATA[Summoning]]></category>
		<category><![CDATA[Wongraven]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>"Wo 90s-Keyboard-Sound, Dungeons And Dragons und rohe Black-Metal-Ästhetik aufeinandertreffen, spricht man heutzutage von Dungeon Synth"</p>
<p>Wir nehmen unseren Bildungsauftrag mal Ernst und haben für euch das Thema intensiv beleuchtet.</p>
<p>Da is alles bei, Grafiken, Videos, Infos deluxe!<br />
Also dann W12 gezückt und reingehört!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/was-bitte-ist-eigentlich-dungeon-synth/">Was bitte ist eigentlich Dungeon Synth?</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Obskure Klänge, dunkle Kunst<br />
</strong></span><span style="color: #333399;"><strong>erblüht auf schwarzem Grund<br />
</strong></span><span style="color: #333399;"><strong>alsbald verwelkt, vergessen gar –<br />
</strong></span><span style="color: #333399;"><strong>Doch höret frohe Kund‘!</strong></span></p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Aus kalter Asche, totem Laub<br />
</strong></span><span style="color: #333399;"><strong>gedeiht in neuer Pracht<br />
</strong></span><span style="color: #333399;"><strong>Musik, die man einst totgeglaubt<br />
</strong></span><span style="color: #333399;"><strong>zum Leben abermals erwacht. </strong></span></div></div></div>
<p>&#8230; sagte der Zauberer, und verschwand in den nebligen Gefilden eines düsteren Verlieses. Wo 90s-Keyboard-Sound, Dungeons And Dragons und rohe Black-Metal-Ästhetik aufeinandertreffen, spricht man heutzutage von Dungeon Synth. Was genau es damit auf sich hat und wieso das Genre seit ein paar Jahren plötzlich mehr Aufsehen erregt als je zuvor, das werde ich in diesem Artikel versuchen zu analysieren und zusammenzufassen.</p>
<h2><strong>Die Ursprünge</strong></h2>
<p>Als mir zum ersten Mal dieser Begriff zu Ohren kam, erklärte man mir folgendes:</p>
<p><strong>„Du musst dir das ungefähr so vorstellen – Dungeon Synth ist das, was übrig bleibt, wenn man Black Metal nimmt und den Black Metal weglässt.“</strong></p>
<p>Nach ein paar tiefergehenden Ausführungen fing dieser fragwürdige Satz dann auch irgendwann an, Sinn zu ergeben. Man nehme die düsteren, instrumentalen Intros, Outros und Zwischenspiele alter Black-Metal-Werke, und – naja, das ist es auch schon. Das ist Dungeon Synth. Aber das ist natürlich nicht alles.</p>
<p>Hier die Gründungslegende: Norwegen. Anfang der 1990er, inmitten der zweiten Black-Metal-Welle, verließ <strong>MORTIIS</strong>, der damalige Bassist von <strong>EMPEROR</strong>, seine Band, und widmete sich fortan seinem Soloprojekt (namens &#8230; <strong>MORTIIS</strong>. Woah!). Hier spielte er nicht mehr Bass, sondern komponierte am Keyboard düster-atmosphärische, lange Songs, die er dann analog auf Tape einspielte – und das ganz ohne Black Metal. Es folgten ihm alsbald einige andere Künstler, wie etwa <strong>WONGRAVEN</strong> (Nebenprojekt von <strong>SATYR</strong>), <strong>SUMMONING</strong> oder <strong>DEPRESSIVE</strong> <strong>SILENCE</strong>. Mit diesem Loslösen aus der Rolle reiner Unterstützungsmusik war Dungeon Synth als Genre geboren. <strong>MORTIIS</strong> gilt somit weitgehend als Vater der Musikrichtung (wenngleich ein gewisser <strong>JIM KIRKWOOD</strong> schon einige Jahre früher sehr ähnliche Klänge erzeugt hat).</p>
<p>Interessant ist, dass es den Namen Dungeon Synth damals noch überhaupt nicht gab. Er ist eine Schöpfung aus der neueren Ära dieses Musikstils, und maximal so um die fünf Jahre alt (Stand: 2020). Man benutzte zur Klassifizierung in der Anfangszeit eher den Begriff Dark Ambient.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Mortiis - En Mørk Horisont" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/lSDyn6-9pf8?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2><strong>Eine musikalische Analyse</strong></h2>
<p>Als Unterkategorie von Ambient-Musik ist Dungeon Synth für gewöhnlich vor allem eins: Atmosphärisch. Träumerisch, aber auch düster, einhüllend, aber auch irgendwie beunruhigend. Es wohnt ihm eine starke Eskapismus-Komponente inne, und so liegt auch der Vergleich zu Film- oder Videospielsoundtracks nahe. Mit dem Unterschied, dass diesmal die Tonkunst selbst im Vordergrund steht.</p>
<p>Das Arrangement kann dabei von „eine Person mit zwei Händen und einem schäbigen Keyboard“ bis hin zu komplexen, vielspurigen, programmierten Orchesterstücken reichen, wobei neben Synthesizern gelegentlich auch Vocals oder Samples zum Einsatz kommen können. Gerade in den Werken der alten Schule wird sich gerne der Repetition als wichtiges Stilmittel bedient. Repetition hilft, eine konstante, hypnotische Atmosphäre zu erschaffen und aufrechtzuerhalten. Darin zeigt sich zudem eine Parallele zum Black Metal, welcher auch gern mal von diesem Effekt Gebrauch macht.</p>
<p>Thematisch orientiert sich die Musik stark an Fantasy-Literatur (Tolkien lässt grüßen), mitteleuropäischer Mythologie und anderem Nerd-Zeug (auch D&amp;D lässt grüßen). Es sind – wieder mal vor allem bei der Oldschool-Fraktion – jedoch auch finsterere Stoffe wie Einsamkeit, Depression und Trauer (Black Metal lässt grüßen) ein häufiger Bestandteil des Gegenstandsrepertoires.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Depressive Silence - Depressive Silence II (1996) (Dungeon Synth, Black Ambient)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/OxgVmpAk538?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<h2><strong>Die Weiterentwicklung des Genres </strong></h2>
<p>Nach der anfänglichen Hochphase in den 90ern wurde es dann allerdings erstmal still in den musikalischen Dungeons. Viele der wichtigen Vertreter hatten dem Genre den Rücken zugekehrt und angefangen, andere Musik zu machen. Das Interesse daran, in muffigen Kellerverliesen düstere Akkorde auf verstaubten Synthesizern einspielen, schien nichts mehr als ein Relikt vergangener Tage.</p>
<p>Doch es folgte der Ebbe die Flut. Ab den 2010er Jahren schoss die Beteiligung an der Materie wieder in die Höhe: Neue Künstler hatten scheinbar Interesse an dieser alten Musikart gefunden, und so wurde langsam, aber sicher die moderne Renaissance des Phänomens Dungeon Synth in die Gänge geleitet. Ab ca. 2015 dann (ungefähr zum Zeitpunkt der Namensgebung) erfolgte ein unerwartet massiver Boom, der das Genre in seinen jetzigen Zustand fast täglicher neuen Online-Releases versetzte.</p>
<p>Ich habe im Folgenden eine Datenauswertung aller Veröffentlichungen vorgenommen, die sich auf dem Youtube-Channel „The Dungeon Synth Archives“ befinden (später mehr zum Channel). Mit Sicherheit beinhaltet diese Datenbasis nicht lückenlos alle Releases des Genres, und ich gehe davon aus, dass ich mich das ein oder andere Mal sicherlich um ein paar Ziffern verzählt haben dürfte (außerdem ist 2020 noch nicht vorbei – in diesem Jahr fehlen also noch Releases). Dennoch macht diese Tabelle offensichtliche Tendenzen sehr gut deutlich. Am auffälligsten ist dabei der <strong>überdimensionale Berg an neuer Musik ab 2015</strong>, falls das noch nicht klar gewesen sein sollte.</p>
<p><img decoding="async" src="https://i.imgur.com/FwX0EhD.png"></p>
<h2><strong>Wie kommt es?</strong></h2>
<p>Genau festzuhalten, wo dieser neue Hype um dieses (damals doch relativ simple und begrenzte) Genre plötzlich herrührt, ist schwer. Es hat aber mit Sicherheit etwas damit zu tun, dass Elemente wie Eskapismus und Nostalgie etwas sind, das niemals daran scheitern wird, die Menschen immer wieder in seinen Bann zu ziehen. Und als wiedergefundener Schatz aus einer anderen Zeit trägt das frisch getaufte Kind Dungeon Synth eine Art <em>eigene</em> magische Aura mit sich – es entsteht eine Art Meta-Mystik, die die Sache selbst in ähnlich fantastischem Schimmer erleuchten lässt wie es ihr Inhalt und Sound seit jeher anstreben. Dass die gängigste Form physischer Releases Audiokassetten sind, dürfte in der Hinsicht genug aussagen.</p>
<p>In einer Zeit, in der jeder digital die Möglichkeit hat, ohne viel Aufwand und ohne jegliche Ausgaben selbst Synthesizer zu bedienen und Lieder zu erschaffen (sowie mit einem Klick weltweit zu veröffentlichen), wird ein solches Medium für Fantasy-Nerds, Black-Metal-Nostalgiker und Kellerkinder jeglicher Art mit kreativem Samenstau natürlich leicht zu einer Art heiligem Gral eines gefundenen Fressens.</p>
<p>Hinzu kommt, dass es wahrlich nicht viele Regeln gibt, was das Komponieren von Dungeon Synth angeht. Neben den paar typischen (musikalischen wie thematischen) Tropen, auf die ich oben eingegangen bin – und selbst die sind deeehhhnnnbaaaar, wie wir im Folgenden sehen werden – sind hier der kreativen Auslebung kaum Grenzen gesetzt. Ein Grund mehr, die Sache ohne allzu große Angst vor Fehlschlag einfach anzugehen. Jeder kann und darf seine eigenen Gedankengänge, Ideen und Vorstellungen im Rahmen atmosphärischer Synth-Musik nach Lust und Laune umsetzen (mehr dazu unter „Eine mächtige Masse an Mikrogenres“). Ähnlich ist es mit den Album-Covern. Es hat sich hier eine stimmige, wenn doch sehr einfach reproduzierbare Ästhetik herauskristallisiert: Man nehme irgendein passendes Gemälde aus vergangenen Jahrhunderten und füge ein selbst gezeichnetes Logo ein. Alternativ geht auch eine gratis Schriftart aus dem Internet.</p>
<p>Das alles hat leider nicht <em>nur</em> Positives zur Folge. Denn leider führen diese Umstände auch dazu, dass – salopp gesagt – viel uninspiriertes, schmerzhaft schlecht produziertes oder einfach nur belangloses Zeug veröffentlicht wird, und man sich manchmal durch haufenweise Müll wühlen muss, um eventuell die ein oder andere Perle zu entdecken. Sich Mühe geben wird zum optionalen Faktor, wenn die Veröffentlichung weder Zeitaufwand noch finanzielles Risiko birgt. Genauso gut aber könnte morgen schon jemand den neusten modernen Klassiker erschaffen. Die qualitativen Schwankungen sind groß. Jeder Tag in der Dungeon-Synth-Szene ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man kriegt.</p>
<p>Folgendes Album wäre etwa ein gutes Beispiel für einen wohlklingenden, modernen Klassiker:</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Fief - II (2016) (Dungeon Synth)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/DffQVP6UqVQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<h2><strong>Eine mächtige Masse an Mikrogenres</strong></h2>
<p>Bei so vielen Möglichkeiten und so vielen mitwirkenden Künstlern sind rapide musikalische Entwicklungen als Folge üblich. Was im Metal-Bereich schon lange der Fall ist, passiert hier auf viel kleinerer Ebene in rasantem Tempo: Es bildet sich eine unübersichtliche Masse an neuen Subgenres und Strömungen. Von <em>Fantasy Synth</em> über <em>Forest Synth</em>,<em> Winter Synth </em>und <em>Medieval Synth</em>, <em>Epic Dungeon Synth</em>, <em>Dark Dungeon Synth</em> und mehr bis hin zu <em>Dino Synth</em> (bitte was?) und der neuesten, schnell wachsenden Strömung <a href="https://www.youtube.com/channel/UCpshCiWo-aE3S17FJNxF5Cg"><em>Comfy Synth</em></a> (so etwas wie der nette Bruder von Dungeon Synth) – der Mensch hat die Tendenz, alles klassifizieren zu wollen. Und kann man bei den Metal-Genres auch meist relativ klar zwischen „richtigem“, musikalisch distinktem Genre und „random neue Genrebezeichnung weil ich mich verkleide und über xy singe“ unterscheiden, so fiele mir das bei den ganzen vorwiegend instrumentalen und auf Atmosphärenvermittlung basierten Dungeon-Synth-Abkömmlingsbezeichnungen doch relativ schwer.&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Diplodocus - Slow And Heavy (B​-​Side) (2019) (Dino Synth, Dungeon Synth)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/YjUhBVkJoMk?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<h2><strong>Der ironische Aufbruch</strong></h2>
<p>Ein Genre, das eine solche Entwicklung mit sich trägt, so leicht für jeden zugänglich ist, so wenig Qualitätskontrolle hat und hinzu noch seine Wurzeln in einer sich so ernst nehmenden Community wie dem Black Metal hat, schreit natürlich mit allen Kräften danach, parodiert zu werden. Und das vor allem aus eigenen Reihen. Wer beim Begriff Dino Synth schon komisch geguckt hat, der darf auch gern mal <span style="color: #339966;"><strong><a style="color: #339966;" href="https://www.youtube.com/watch?v=moosgt3Bclc&amp;t=659s">hier</a></strong></span>, <span style="color: #993300;"><strong><a style="color: #993300;" href="https://www.youtube.com/watch?v=Xwp0y1JsrL8&amp;t=902s">hier</a> </strong></span>oder *schauder* <strong><span style="color: #ff00ff;"><a style="color: #ff00ff;" href="https://www.youtube.com/watch?v=zB1oxtf8AHY&amp;t=374s">hier</a></span>&nbsp;</strong>klicken. Des Weiteren kann ich die Facebook-Seite „<strong><a href="https://www.facebook.com/groups/1070691003130359">Dungeon Synthposting</a></strong>“ empfehlen.</p>
<h2><strong>Die heutige Szene</strong></h2>
<p>Trotz der Wiedergeburt des Genres, trotz dem massiven Boom an Releases, handelt es sich auch heutzutage um eine relativ kleine Underground-Community. Die Dungeon-Synth-Gruppe auf Facebook hat knapp 7000 Mitglieder, der Dungeon-Synth-Archives-Channel hat um die 52.000 Abonnenten. Im Vergleich: <strong>EMPEROR</strong> allein haben auf Facebook 150.000 Likes.</p>
<p>Die Ratio von Dungeon-Synth-Künstlern zu reinen Fans der Musik scheint mir verhältnismäßig hoch zu sein. Was wiederum damit zusammenhängen könnte, dass die Produktion einer solchen EP (meist sind es nur EPs, keine ganzen Alben) so leicht realisierbar ist. Wenn du dich wirklich für das Thema interessierst, stehen dir alle Möglichkeiten offen, selbst kreativ aktiv zu werden. Außerdem gibt es nur selten so etwas wie Live-Auftritte (das wäre ja wieder mit mehr Aufwand verbunden). Vor allem darf aber nicht vergessen werden, dass es sich immer noch um obskure Nischenmusik handelt. Kommerzielles Potential ist kaum vorhanden.</p>
<h2><strong>Wo fange ich an?</strong></h2>
<p>Wenn du mir tatsächlich bis hierhin gefolgt bist und dir noch immer nicht die Lust an der Sache vergangen ist, schlage ich vor, diese Grafik zu Hilfe zu ziehen:</p>
<p><strong><span style="color: #339966;"><a style="color: #339966;" href="https://imgur.com/GYmaKyr?fbclid=IwAR12XkXoffaZa2bdtGuYB-pz2KjaCdxpGqNsYcIKr71NfL1SsPX--MQV7NI">&gt;&gt;&gt;Klicke hier für die Info-Grafik!&lt;&lt;&lt;</a></span></strong></p>
<p>Als wichtigste Quellen für Dungeon Synth werden außerdem für gewöhnlich zwei genannt: Der Youtube-Channel „<strong><a href="https://www.youtube.com/c/TheDungeonSynthArchives/featured">Dungeon Synth Archives</a></strong>“, und, schlicht und einfach: <strong><a href="https://bandcamp.com/tag/dungeon-synth">Bandcamp</a></strong>. Auf dem Archives-Channel werden fast täglich neue Releases hochgeladen, während ein Großteil der Klassiker dort auch vorzufinden sind (wahrscheinlich alle außer denen, wo es Stress mit dem Label gegeben hätte). Und Bandcamp ist ganz einfach die präferierte Veröffentlichungsplattform für Dungeon-Synth-Künstler.</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=tG_jcEXYetg">Mehr Details zur Geschichte des Genres findest du außerdem in <strong>diesem</strong> äußerst informativen Video (Credits: Krachmucker TV)</a>&nbsp;</p>
<p>Ich hoffe, ich konnte mit diesem Artikel eine einigermaßen interessante und wahrheitsnahe Einleitung in das Thema bieten. Falls du noch etwas hinzuzufügen, zu verbessern oder zu bemängeln hast, kreative Einwürfe oder Fragen hast &#8211; schreib&#8217;s in die Comments!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/was-bitte-ist-eigentlich-dungeon-synth/">Was bitte ist eigentlich Dungeon Synth?</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<item>
		<title>MESSA &#8211; Der nächste Schritt zur ultimativen Finsternis</title>
		<link>https://silence-magazin.de/messa-der-naechste-schritt-zur-ultimativen-finsternis/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=messa-der-naechste-schritt-zur-ultimativen-finsternis</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Don Promillo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Apr 2018 09:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Doom]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Ambient]]></category>
		<category><![CDATA[aural music]]></category>
		<category><![CDATA[Drone]]></category>
		<category><![CDATA[dunkelheit]]></category>
		<category><![CDATA[finsternis]]></category>
		<category><![CDATA[italien]]></category>
		<category><![CDATA[messa]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Doom Metal mit Blastbeat?!<br />
Mischt man Melancholie, Dunkelheit und Experimentierfreude kommt heraus:</p>
<p>Eine große Portion MESSA.<br />
Sascha hat das ganze Rezept mal analysiert!</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>MESSA &#8211; &#8222;Feast For Water&#8220;</h2>
<p><strong>Veröffentlichungsdatum: </strong>06.04.2018<br />
<strong>Länge: </strong>49:29 Min.<br />
<strong>Label: </strong>Aural Music<br />
<strong>Stil: </strong>Doom Metal</div></div></div>
<p>Wer <strong><em>Silence</em></strong> seit seiner Geburt verfolgt, wird sich jetzt sicher denken: &#8222;Hä? <strong>MESSA</strong>? Da gabs doch schon mal einen Artikel!&#8220; Völlig richtig! Das Review zum Debütalbum der Italiener war einer der ersten Artikel überhaupt (<a href="https://silence-magazin.de/zukunft-des-doom-metal/" target="_blank" rel="noopener">hier </a>findet ihr ihn nochmal). Schon damals war <strong>Alex</strong> mehr als begeistert von dieser <strong>Doom-Formation</strong>, auch wenn dieses Genre eigentlich nicht zu seinen Lieblingen zählt. Nach nun 2 Jahren, in denen ich &#8222;Belfry&#8220; auf mich wirken lassen konnte, wird mit <strong>&#8222;Feast For Water&#8220;</strong> der nächste Streich voller <strong>Melancholie</strong>, <strong>Dunkelheit</strong> und <strong>Experimentierfreude</strong> auf die Doomfraktion losgelassen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_26010" aria-describedby="caption-attachment-26010" style="width: 1014px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/03/460620.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-26010" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/03/460620-1024x683.jpg" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/03/460620-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/03/460620-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/03/460620-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/03/460620-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/03/460620.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-26010" class="wp-caption-text">Mystisch und verrucht gibt sich die Band &#8211; genau wie deren Musik</figcaption></figure>
<h4>Hmm&#8230; Wo ist denn die Snare abgeblieben?</h4>
<p>Immer wenn ich an <strong>MESSA</strong> denke, habe ich diesen brutal guten <strong>Snare-Sound</strong> wieder im Ohr, der für mich &#8222;Belfry&#8220; ein Stück weit auch geprägt hat. Auf &#8222;Feast For Water&#8220; ist dieser leider nicht mehr so präsent, doch dieses Ärgernis wird durch diverse andere Aspekte wieder glattgebügelt. <em>&#8222;Snakeskin Drape&#8220; </em>schließt nahtlos dort an, wo das Debüt endete &#8211; Doom, der durch <strong>Sara</strong>s Gesang, nicht ausufernde Wiederholungen und einem für &#8222;Doomverhältnisse&#8220; ziemlich zügigem Tempo schnell im Kopf bleibt. Mit dem <strong>Ohrwurmdoom</strong> ist aber schon beim darauffolgenden <em>&#8222;Leah&#8220;</em> Schluss. Es geht ins Reich der Dunkelheit, denn dieser Song überzieht die Seele mit <strong>Teer</strong>.<br />
Dass <strong>MESSA </strong>Experimenten nicht abgeneigt sind, wurde ja schon bewiesen und so hat mit <em>&#8222;The Seer&#8220;</em> ein Song auf die Platte gefunden, der alles hat, was ich von einem Album erwarte. Einerseits <strong>bluesige Elemente</strong> und auf der anderen Seite doch noch etwas Melancholisches, was für mich das perfekte Gleichgewicht eines Songs darstellt. Achso, weil wir gerade bei Experimenten waren:</p>
<blockquote><p><strong>Wann hast du im Doom Metal das letzte Mal einen Blastbeat gehört?</strong></p></blockquote>
<p>Nachdem <em>&#8222;She Knows&#8220; </em>schon fast <strong>DRONE</strong>-artige Ausmaße annimmt, schaue ich bei <em>&#8222;Tulsi&#8220;</em> nicht schlecht, als plötzlich ein <strong>Blastbeat </strong>erklingt. Glücklicherweise zieht dieser sich nicht durch den ganzen Song, sondern wird clever in das Tongefüge eingebaut.<br />
<em>&#8222;White Stains&#8220; </em>schließt &#8222;Feast For Water&#8220; genauso ab, wie ich es mir wünsche &#8211; düster, melancholisch und tiefsinnig.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/zH5FXUpFLcA?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong><a href="https://messa666.bandcamp.com/album/feast-for-water" target="_blank" rel="noopener">Bandcamp</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/MESSAproject/" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/messa-der-naechste-schritt-zur-ultimativen-finsternis/">MESSA &#8211; Der nächste Schritt zur ultimativen Finsternis</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>LURKER OF CHALICE &#8211; Trink vom Kelch der Dunkelheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jan 2018 10:34:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Stoner]]></category>
		<category><![CDATA[Ambient]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Darkness]]></category>
		<category><![CDATA[Doom]]></category>
		<category><![CDATA[Drone]]></category>
		<category><![CDATA[Leviathan]]></category>
		<category><![CDATA[Lurker of Chalice]]></category>
		<category><![CDATA[nuclear war now]]></category>
		<category><![CDATA[USBM]]></category>
		<category><![CDATA[Wrest]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Der Amerikaner Jef Whitehead (im Folgenden unter seinem Pseudonym Wrest genannt) ist Szenegängern hinlänglich als der Mastermind hinter dem Black Metal-Projekt LEVIATHAN bekannt. Doch er ist und war auch auf anderen Spielwiesen tätig. Neben Beiträgen für NACHTMYSTIUM und KRIEG brachte Wrest ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2><strong>LURKER OF CHALICE – &#8222;Lurker of Chalice&#8220; (Re-Release) </strong></h2>
<p><strong>Veröffentlichungsdatum: </strong>15.02.2018<br />
<strong>Dauer: </strong>60 Min.<br />
<strong>Label: </strong>Nuclear War Now! Productions<br />
<strong>Genre: </strong>Black Metal, Doom Metal, Ambient</div></div></div>
<p>Der Amerikaner<strong> Jef Whitehead</strong> (im Folgenden unter seinem Pseudonym <strong>Wrest</strong> genannt) ist Szenegängern hinlänglich als der Mastermind hinter dem Black Metal-Projekt <strong>LEVIATHAN</strong> bekannt. Doch er ist und war auch auf anderen Spielwiesen tätig. Neben Beiträgen für <strong>NACHTMYSTIUM</strong> und <strong>KRIEG</strong> brachte <strong>Wrest</strong> 2005 unter dem Namen <strong>LURKER OF CHALICE</strong> ein selbstbetiteltes Album heraus. Dieses wird, so viel sei vorab gesagt, glücklicherweise nun in größerer Auflage von Nuclear War Now! Productions wiederveröffentlicht und somit einer breiteren Masse zugänglich gemacht.</p>
<p>Es sollen wohl noch weitere fertige Alben des Projekts existieren, jedoch entschied sich <strong>Wrest</strong> bisher dagegen, diese zu veröffentlichen, da <strong>LURKER OF CHALICE</strong> wohl unzertrennlich mit einer verstorbenen Partnerin des Musikers verbunden ist. Damit bleibt das selbstbetitelte Album (neben zwei Demos mit teils gleichen Songs) eventuell das einzige große Lebenszeichen. Doch für welchen Hörer ist dieses Werk gedacht? Finden wir es heraus!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Nadelstiche</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-24805 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/01/lurker-of-chalice-205x300.jpg" alt="" width="205" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/01/lurker-of-chalice-205x300.jpg 205w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/01/lurker-of-chalice.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px" />Schon beim Quasiopener <em>&#8222;Piercing where they might&#8220;</em> fällt auf, dass <strong>LURKER OF CHALICE</strong> wenig mit dem Hauptprojekt von <strong>Wrest</strong> zu tun hat. Es gibt Parallelen, beispielsweise in den Tonskalen des Gitarrenspiels, allerdings klingt <strong>LURKER OF CHALICE</strong> eher wie ein Bastard aus Black, Doom und Ambient. Und trotz dem dieser Stilmix alles andere als neu oder innovativ ist, fühlt es sich hier doch frisch und eigen an.</p>
<p>Sequenzen voller Monotonie wechseln sich sprunghaft mit eingängigem Stampfen ab (<em>&#8222;Spectre as Valkerie is&#8220;</em>), Geballer trifft auf psychedelische Leads und hin und wieder schleichen sich gut plazierte Samples ein. Das Ganze ist in eine überraschend warme Produktion gekleidet und steht damit in deutlichem Kontrast zu den schwarzmetallischen Mach(t)werken von <strong>LEVIATHAN</strong>. Alles klingt ein wenig dumpf und verhallt, was jedoch die Atmosphäre verstärkt und dem Klangbild nicht abträglich ist.</p>
<p>Stark ist auch der Gesang. Mal wird gefaucht, häufig jedoch in einer Art semi-cleanem Gesang &#8222;geheult&#8220;. Das &#8211; sowie die schon angesprochenen Leadgitarren, egal ob in wüsten oder ruhigen Momenten (die es auf dem Album auch recht häufig gibt) &#8211; ergibt eine dichte Stimmung, die definitiv einlädt, sich gefangen nehmen zu lassen. Hinzu kommen sphärische Synthies und schon hat <strong>Wrest</strong> einen extrem dichten Soundteppich kreiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;"><strong>&#8222;Where to find freedom from Belial?</strong><br />
<strong> Shake down withering poison and die.&#8220;</strong></p>
</blockquote>
<h3>Das Tor zur Leere</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-24807" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/01/333785-300x268.jpg" width="350" height="313" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/01/333785-300x268.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/01/333785-1024x915.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/01/333785-750x670.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/01/333785.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" />Am Besten gelingt ihm dies meines Erachtens im doomigen <em>&#8222;Minions&#8220;</em>, dem eher schnell gehaltenen <em>&#8222;Granite&#8220;</em> und dem schon angesprochenen <em>&#8222;Piercing where they might&#8220;</em>. Das ist wirklich stark und vor allem auch eigenständig. In manchen Momenten fühlte ich mich an <strong>THE RUINS OF BEVERAST</strong> erinnert, speziell zu deren &#8222;Rain upon the Impure&#8220;-Zeiten. Das ist aber nur als weiteres Lob zu verstehen.</p>
<p>Zu meckern gibt es somit schlussendlich nichts. Ein paar kleine Längen schleichen sich ein (<em>&#8222;This blood falls as mortals III&#8220;</em>), aber das ist bei einer solchen Stilistik kaum zu vermeiden. Die einzelnen Elemente kreieren einen sehr interessanten Sound und wirken düster, erhaben und dennoch auch skuril. Das bizarre Coverartwork unterstreicht dies nur umso mehr.</p>
<p>Gebt <strong>LURKER OF CHALICE</strong> eine Chance! Für Untergrund-Liebhaber und Fans von eher skuriler Musik bietet sich hier eine interessante Spielwiese. Ich bin froh, dass durch die Wiederveröffentlichung noch einmal auf diese Perle aufmerksam gemacht wird. Zu Entdecken gibt es hier nämlich so einiges.</p>
<p>Und nun zurück in den Abgrund, der mich zu sich ruft &#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/-1VISLfRDfg?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>LURKER OF CHALICE</strong> online:</p>
<p><a href="https://lurkerofchalice.bandcamp.com/releases">Bandcamp</a></p>
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		<title>ELDAMAR &#8211; Einsam durch Norwegens Weiten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Dec 2017 10:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Albert Bierstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Ambient]]></category>
		<category><![CDATA[Atmospheric]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[eldamar]]></category>
		<category><![CDATA[Heidentum]]></category>
		<category><![CDATA[J.R.R. Tolkien]]></category>
		<category><![CDATA[Mathias Hemmingby]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Norwegen]]></category>
		<category><![CDATA[Solo-Projekt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Letztes Jahr zufällig Dank Youtube-Algorithmus auf das Debut-Album des jungen Norwegers&#160;Mathias Hemmingby gestoßen, sitze ich nun vor seinem Zweitling, der nur ein Jahr später &#8211; diesmal sogar in physischer Form &#8211; durch den Orbit geistert. Ja, du hast richtig gelesen. Es handelt ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2><b>ELDAMAR</b> – &#8222;A Dark Forgotten Past&#8220;</h2>
<p><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong> 01.12.2017<br />
<strong>Dauer:</strong> 52:03min<br />
<strong>Label:</strong> <span id="cch_f5ff56c0747304" class="_mh6 _wsc"><span class="_3oh- _58nk">Northern Silence Productions</span></span><br />
<strong>Genre:</strong> Atmospheric Black Metal/Ambient</div></div></div>
<p>Letztes Jahr zufällig Dank Youtube-Algorithmus auf das Debut-Album des jungen Norwegers&nbsp;<strong>Mathias Hemmingby</strong> gestoßen, sitze ich nun vor seinem Zweitling, der nur ein Jahr später &#8211; diesmal sogar in physischer Form &#8211; durch den Orbit geistert. Ja, du hast richtig gelesen. Es handelt sich hier um ein Solo-Projekt. <strong>Hemmingby</strong> hat nicht nur Programming und Keyboards zusammengeschraubt, sondern auch an der Gitarre und stimmlich seine Ideen vereint.</p>
<p>Bevor ich auf die Musik an sich eingehe, sei mir ein Kommentar zum Alter des Künstlers gestattet. Ich finde es durchaus beeindruckend, wie ein Zwanzigjähriger so vielschichtige Musik schreiben und auch technisch umsetzen kann. Zugegebenermaßen sind die Grundmelodien nicht besonders komplex, doch die Energie und Emotion, die er in seinem Debüt-Werk kanalisieren konnte, wissen mich von seinem Können zu überzeugen.</p>
<p>Bei dem Genre, das&nbsp;<strong>ELDAMAR&nbsp;</strong>bedient,&nbsp;handelt es sich um Musik, die ich zugegebenermaßen eher selten bis nie höre. Durch&nbsp;Heidentum, Natur, <strong>J.R.R. Tolkien</strong> und &#8222;Elven Magic&#8220;&nbsp;(ja, das steht da wirklich so!) inspirierte Werke schrecken mich zumeist schon wegen ihres übermäßigen Pathos&#8216; ab, der mir die Galle aufsteigen lässt. Hier allerdings liegt Musik vor, die sich gerade noch im Rahmen des erträglichen bewegt: <strong>atmosphärischer Black Metal mit einer ordentlichen Prise Synthie-Sound.</strong></p>
<h4>Und da sind wir schon beim Grundproblem</h4>
<p>Drum-Gehacke und Gitarren-Geschrote, Screams, die durch Mark und Bein gehen. So weit, so gut, so geil. Wo war da nochmal der Synthie? Ach, ja! Quasi überall: dazwischen, darüber, darauf. Wunderschön geschichtete Sphären, die wie colorierte Einhornpupse herumwabern. Liest sich jetzt schlimmer als es ist. Was ich damit sagen möchte: Die Synthie-Sounds lockern und werten das doch sehr rohe Grundgerüst aus Drumspuren, Gitarre und Screams auf und lassen &#8211; ganz im Sinne des Erfinders &#8211; in meinem Kopf Bilder weiter Landschaften erscheinen. Vermutlich ist da meine Vorstellung durch die Cover von <strong>ELDAMAR</strong>s Veröffentlichungen geprägt. Der junge Mann nutzt zielgerichtet die Werke des Landschaftsmalers&nbsp;<strong>Albert Bierstadt</strong> als seine Artworks.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-23814" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/12/Cover_Debutalbum.jpg" alt="" width="1060" height="707" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/12/Cover_Debutalbum.jpg 1060w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/12/Cover_Debutalbum-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/12/Cover_Debutalbum-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/12/Cover_Debutalbum-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/12/Cover_Debutalbum-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1060px) 100vw, 1060px" />
<p><span id="more-23799"></span></p>
<p>Ganz konkret an die Welt von <strong>J.R.R. Tolkien</strong> oder skandinavische Elfensagen muss ich bei der Musik eigentlich weniger denken&#8230; Liegt aber auch vielleicht daran, dass das nicht meine persönliche Fantasiewelt ist &#8230;</p>
<h4>Doch zurück zum Sound</h4>
<p>Der Grundtenor der Songs ist düster und schwer. Die dichte Atmosphäre wird immer wieder von Screams zerrissen. Frauengesang und Chöre umspielen die oberen Lagen.&nbsp;<strong>Chöre aus der Dose sozusagen.</strong> Und die finde ich furchtbar. Nicht, weil sie schlecht rein gebastelt wären. Nein. Sie hören sich einfach nicht organisch an. So negativ war mir das beim Debut-Album &#8222;The Force Of The Ancient Land&#8220; definitiv nicht aufgefallen. Dass diese Töne klar als aus der Konserve stammend zu identifizieren sind, macht mir das Hörerlebnis echt madig. Was vor allem bei den Tonwechseln zu hören ist. Beim aktiven Hören nervt mich das richtiggehend. Passiv, als Arbeitsbegleitung sozusagen, ist dieser Aspekt aber nicht hervorgetreten.</p>
<p>Es gibt ja aber auch <strong>sehr schöne, starke, rauhe Passagen</strong>, die das Schwarzmetallerherz in mir aufgehen lassen. Allerdings geht mir auf die Dauer bei all dem Synthie-Gesang und anderen Düdel-Tönen genau diese Rohheit etwas zu sehr unter. Schade!</p>
<p>Positiv hervorzuheben ist, dass die Songs sich nicht nur immer weiter aufbauen und Schicht um Schicht dichter an Klang und Atmosphäre werden, sondern auch Ruhephasen zugelassen werden. Sowohl Songs, die alle Stufen der Intensität abdecken, als auch Songs, die sehr ruhig sind und Raum lassen für <strong>meditative Momente</strong>. In Melodie und Aufbau sind sie zugegebenermaßen nicht besonders spannend oder abwechslungsreich, von daher hätte dem Album ein oder zwei Songs weniger nicht geschadet, wie ich finde. Aber das mag ein waschechter Ambient-Fan sicher anders sehen.</p>
<h4>Was uns der Künstler damit sagen will &#8230;</h4>
<p>Die Länge der Songs (immerhin durchschnittlich um die sieben Minuten), spricht mich an, ist genretypisch und unterstützt das, was die Musik selbst erreichen will, bestens. Die Song-Enden bestehen vor allem aus Fadeouts, was mir etwas einfallslos erscheint, aber im Grundkonzept des Projekts <strong>ELDAMAR</strong> durchaus passend ist. Immerhin ist das Ziel&nbsp;&#8211; wie er selbst beschreibt -, dass sich der Hörer der Musik emotional öffnen kann und diese Erfahrung mit seiner Fantasie verbindet. Dazu sollen auch die Artworks anregen. Und:</p>
<blockquote><p>&#8222;The combination of aural and visual impressions will allow them to drift away in their own dreams while listening to the songs. With&nbsp; persistence, this practice will carry them right through the gates of Alfheimr/Elvenhome.&#8220;</p></blockquote>
<p>Zwar sehe ich meinen Geist noch nicht ins Alfheimr entgleiten, aber vielleicht kannst du dich ja mit genau diesem Bild identifizieren?</p>
<p>Auf der <a href="https://eldamar.bandcamp.com">Bandcampseite</a>&nbsp;von <strong>ELDAMAR</strong> kannst du ein paar seiner Songs aus seinen bisherigen Releases hören.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>BESTIA ARCANA &#8211; im Sog der Finsternis</title>
		<link>https://silence-magazin.de/bestia-arcana-im-sog-der-finsternis/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=bestia-arcana-im-sog-der-finsternis</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Dec 2017 09:31:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Ambient]]></category>
		<category><![CDATA[american]]></category>
		<category><![CDATA[bestia arcana]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[brutal]]></category>
		<category><![CDATA[charon]]></category>
		<category><![CDATA[Dark]]></category>
		<category><![CDATA[dark descent records]]></category>
		<category><![CDATA[katharsis]]></category>
		<category><![CDATA[nightbringer]]></category>
		<category><![CDATA[satanic]]></category>
		<category><![CDATA[Symphonic]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2017 neigt sich langsam, aber sicher dem Ende zu und ich blicke zurück auf ein erlebnisreiches und auch in musikalischer Hinsicht durchaus spannendes Jahr. Das Black Metal Projekt BESTIA ARCANA von Saitenhexer Naas Alcameth beschreitet wie seine Hauptband NIGHTBRINGER okkulte Pfade voller ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/bestia-arcana-im-sog-der-finsternis/">BESTIA ARCANA &#8211; im Sog der Finsternis</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2><strong>BESTIA ARCANA – &#8222;Holókauston&#8220;</strong></h2>
<p><strong>Veröffentlichungsdatum: </strong>16.06.2017<br />
<strong>Dauer: </strong>42 Min.<br />
<strong>Label: </strong>Dark Descent Records<br />
<strong>Genre: </strong>Black Metal, Ambient</div></div></div>
<p>2017 neigt sich langsam, aber sicher dem Ende zu und ich blicke zurück auf ein erlebnisreiches und auch in musikalischer Hinsicht durchaus spannendes Jahr. Das Black Metal Projekt <strong>BESTIA ARCANA</strong> von Saitenhexer <strong>Naas Alcameth</strong> beschreitet wie seine Hauptband <strong>NIGHTBRINGER</strong> okkulte Pfade voller Finsternis und Wahnwitz. Das hier rezensierte Zweitwerk <strong>&#8222;Holókauston&#8220;</strong> hatte ich dabei schon einige Zeit auf dem Schirm, schließlich war es lange angekündigt und von zahlreichen Releaseverzögerungen geplagt. Zack, so ging mir das gute Teil schlussendlich dann doch durch die Lappen, obwohl es schon im Sommer erschienen ist. Bis jetzt.</p>
<p>Thematisch und atmosphärisch passt dieses extrem finstere Werk aber sowieso besser in die kalte Jahreszeit. &#8222;Holókauston&#8220; hat zudem das Potenzial, die Temperatur schlagartig noch einige Grade <strong>runter zu kühlen</strong>. Hören wir einmal rein &#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Der Höllenschlund öffnet sich</h3>
<p>Der Opener <em>&#8222;Hellmouth&#8220;</em> startet nach einem für Schwarzmetall typischen Glockenläuten unvermittelt mit extrem fiesen Gitarren und Blastbeats. So weit, so gut. Nach kurzer Zeit und&nbsp;der Gewöhnung&nbsp;an den extrem dichten Sound, der erst nach und nach die wirklichen <strong>Details</strong> der Kompositionen zum Vorschein kommen lässt, gesellen sich böse klingende Leadgitarren dazu. <strong>Naas</strong> keift, gurgelt und schmettert seine kryptischen Weisen. Dieser bandtypische Sound entfaltet sich meist in sehr schnellem Tempo, wobei Drummer <strong>Menthor</strong> (ebenfalls bei <strong>NIGHTBRINGER</strong> tätig, wie auch bei zahlreichen anderen namenhaften Okkult Black Metal-Bands) dieses hohe Tempo wunderbar unterstützt und die Blasts mit interessanten Akzenten ausstattet.</p>
<p>Im Mittelteil des Zehnminüters wird es noch beschwörender. Rhythmische Trommeln ersetzen die schneidenden Blasts. Gegen Ende wird nochmal Vollgas gegeben und<strong> BESTIA ARCANA</strong> klingen dabei unendlich fies. Dies mag auch&nbsp;größtenteils am hohen <strong>Kontrast</strong> zwischen klirrenden Leadgitarren und fetten, tiefergestimmten Rhythmusgitarren liegen.</p>
<blockquote><p><strong>Hier öffnet sich wahrhaftig das Tor zur Hölle!</strong></p></blockquote>
<p>In <em>&#8222;Obscurator&#8220;</em> geht es in ähnlicher Rezeptur weiter. Die Geschwindigkeit wird noch ein wenig erhöht und der Track prügelt sich die ersten Minuten konsequent durch die Tiefen des musikalischen Düsterreiches. Es wird dem Hörer kaum Ruhe gewährt und die <strong>Kakophonie</strong> breitet sich wie ein dunkler Schleier über mir aus. Eventuell auftretende Abnutzungserscheinungen werden meist gekonnt durch kleine Spielereien in der Instrumentalarbeit vermieden und auch der Gesang von <strong>Naas</strong> ist angenehm <strong>abwechslungsreich</strong> und wird sogar von Zeit zu Zeit elektronisch verfremdet. Auf Dauer folgt dies jedoch einem recht gleichförmigen Rezept. Instrumental weiß der Song dies jedoch geschickt abzumildern. So schafft er es, neben all der erdrückenden Schwere, in der zweiten Hälfte mit einem spektakulären Riff um die Ecke zu kommen. Das drosselt&nbsp;das Tempo insgesamt und stampft&nbsp;im Midtempo unaufhörlich weiter. <strong>Stark!</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-23611 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/3540337617_photo.jpg" width="571" height="287" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/3540337617_photo.jpg 571w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/3540337617_photo-300x151.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/3540337617_photo-555x278.jpg 555w" sizes="auto, (max-width: 571px) 100vw, 571px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Keine Rast</h3>
<p>Song Nummer&nbsp;3<em> &#8222;Howling&#8220;</em> drosselt das Tempo geschickterweise komplett und zeigt auf, dass <strong>BESTIA ARCANA</strong> auch im Downtempo und&nbsp;mit rein atmosphärischen Stellen überzeugen. Die Gitarrendistortion weht einem Sturm gleich durch die Gehörgänge und monotone Rhythmen verstärken die <strong>Sogwirkung</strong> des Songs. Hier klingt der Sound nicht zuletzt durch die tief gestimmten Gitarren mehr nach Death/Doom als nach&nbsp;Black Metal. Zudem &#8222;versüßen&#8220; schräge Gitarrenspuren die höllische Komposition und erinnern mich streckenweise an <strong>CHARON</strong> (Sulphur Seraph) oder die Kultblackmetaller von <strong>KATHARSIS</strong>.</p>
<p><em>&#8222;Inquity&#8220;</em> beendet schließlich als vierter (überlanger) Song das Album und vereint genretypisch noch einmal alle bisher verwendeten Stilistiken. Beschwörende Rhythmik wechselt sich mit heftigsten Blastbeats ab und ein auf den ersten Blick chaotischer&nbsp;Zusammenwurf von&nbsp;Tönen nimmt langsam Form und Struktur an. Etwas schade finde ich, dass <em>&#8222;Inquity&#8220;</em>, neben der Zusammenführung einzelner&nbsp;Elemente aus den vorherigen Stücken, nichts wirklich <strong>Neues</strong> bietet. Alles bleibt auf einem sehr guten <strong>Niveau</strong>, nur fehlt irgendwie der letzte Schliff.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Asche und Verdammnis</h3>
<p>Was <strong>BESTIA ARCANA</strong> insgesamt mit &#8222;Holókauston&#8220; erschaffen haben, ist ein sehr starkes Stück bitterböser Metalmusik. Deutliche Paralellen zu <strong>NIGHTBRINGER</strong> sind nicht von der Hand zu weisen. Das betrifft nicht nur die Musik, sondern auch die optische Präsentation, die wieder einmal von einem eindrucksvollen Gemälde des mexikanischen Künstlers <strong>David Herrerias </strong>veredelt wird. Ich bin mir nur unsicher, welches aktuelle Werk der beiden Projekte das Intensivere ist. In Sachen Songwriting und Produktion nehmen sich&nbsp;beide Werke nicht viel. <strong>NIGHTBRINGER</strong> erleichtern dem Hörer meiner Meinung nach den <strong>Einstieg</strong> durch&nbsp;ihre herausstechenden Leadgitarren, wohingegen <strong>BESTIA ARCANA</strong> hintergründiger und&nbsp;atmosphärischer zu Werke gehen und auch ein wenig in benachbarte Genres schielen.</p>
<p>So bleibt unterm Strich ein weiteres starkes Album im Bereich des orthodoxen Black Metals für 2017. Lasst euch von der<strong> Finsternis</strong> empfangen und taucht ein in eines der bösesten Alben der Black Metal-Geschichte, wenn ihr euch traut.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/gkWEFgfXG3Y?feature=oembed" frameborder="0" gesture="media" allow="encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>BESTIA ARCANA</strong> online:</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/bestiarcana">Facebook</a></p>
<p><a href="https://darkdescentrecords.bandcamp.com/album/hol-kauston">Bandcamp</a></p>
<p>Mehr Reviews zum Thema gibts <a href="https://silence-magazin.de/reviews/black-metal/">HIER</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/bestia-arcana-im-sog-der-finsternis/">BESTIA ARCANA &#8211; im Sog der Finsternis</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>WOLVES IN THE THRONE ROOM &#8211; Umzingelt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Oct 2017 06:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[alda]]></category>
		<category><![CDATA[Altar of Plagues]]></category>
		<category><![CDATA[Ambient]]></category>
		<category><![CDATA[Amerika]]></category>
		<category><![CDATA[artemisia records]]></category>
		<category><![CDATA[Atmospheric]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[cascadian]]></category>
		<category><![CDATA[Epic]]></category>
		<category><![CDATA[falls of rauros]]></category>
		<category><![CDATA[Old School]]></category>
		<category><![CDATA[Wolves In The Throne Room]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>WOLVES IN THE THRONE ROOM – Thrice Woven Veröffentlichungsdatum: 22.09.2017 Dauer: 42 Min. Label: Artemisia Records Stil: (Cascadian) Black Metal &#160; Die einsamen Wölfe von WOLVES IN THE THRONE ROOM waren mit ihren Erstlingswerken &#8222;Diadem of 12 Stars&#8220; und &#8222;Two Hunters&#8220; ein ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>WOLVES IN THE THRONE ROOM</strong> – Thrice Woven<br />
Veröffentlichungsdatum: 22.09.2017<br />
Dauer: 42 Min.<br />
Label: Artemisia Records<br />
Stil: (Cascadian) Black Metal</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die einsamen Wölfe von <strong>WOLVES IN THE THRONE ROOM</strong> waren mit ihren Erstlingswerken &#8222;Diadem of 12 Stars&#8220; und &#8222;Two Hunters&#8220; ein entscheidender Einfluss im us-amerikanischen Black Metal, aus dem schlussendlich auch das Label Cascadian Black Metal hervorging. Viele gute Bands, wie etwa <strong>FALLS OF RAUROS</strong>, <strong>ALDA</strong> oder auch <strong>ALTAR OF PLAGUES</strong>, zeigten sich sichtlich beeinflusst vom Schaffen der <strong>Weaver</strong>-Brüder. Diese leben weitestgehend autark und zurückgezogen auf einem Hof im Bundesstaat Washington und zelebrieren einen Lebenstil, nah an der Natur(-mystik), welcher jedoch scheinbar trotz inhaltlicher Querverweise nicht dem Bild des typischen Schwarzmetallers entspricht.</p>
<p>Damit saß die Band immer ein wenig zwischen den Stühlen, bildete jedoch auch eine Brücke vom traditionellen Schwarzmetall hin zur reformierten Interpretation des Post Black Metal. Als 2011 die Langrille &#8222;Celestial Lineage&#8220; herauskam, wurde infolgedessen eine Pause im Schaffen des Gespanns angekündigt. 2014 folgte jedoch mit &#8222;Celestite&#8220; ein Appetizer in Form einer rein ambientalen Scheibe. Nun kehren die Wölfe 2017 endgültig an die Oberfläche zurück und lechzen mit&nbsp; &#8222;Thrice Woven&#8220; begierig nach Blut.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Im Bund mit dem Alten</h3>
<p>Zuallererst sticht mir das herrlich traditionelle Coverartwork ins Auge, welches sich sicher auch gut auf einer <strong>DRUDKH</strong>-Veröffentlichung machen würde. Archaische Energien werden heraufbeschworen und der Opener<em> &#8222;Born from the Serpent´s Eye&#8220;</em> spiegelt dies auf eine überzeugende Art und Weise wider. Epische Gitarrenlinien vermischen sich mit harschem Schlagzeugspiel und erzeugen gleich zu Anfang ein vertrautes Gefühl des Heimkehrens. Das Material bezieht sich deutlich auf die eigenen Anfänge und nimmt gelegentlich auch Bezug zu ganz alten <strong>ULVER</strong>.</p>
<p>Dennoch überrascht es mich, wieviele Variationen und Tempiwechsel im Opener zu finden sind. Dieses Treiben geht die ersten fünf Minuten, bis nach einem Break plötzlich ein mystischer und wunderschöner Frauengesang erschallt und in einen Endpart überleitet, der das Prädikat &#8222;100 Prozent <strong>WOLVES IN THE THRONE ROOM</strong>&#8220; trägt. Diese Klanglandschaften und Dynamiken sind definitiv stilprägend. Alles richtig gemacht &#8211; so hat ein Albumeinstand zu funktionieren!</p>
<p><em>&#8222;The Old Ones are with us&#8220;</em> startet mit einem stimmungsvollen Intro, welches durch ein erzählerisches Sample eine dichte Stimmung aufbaut.</p>
<blockquote><p>&#8222;Winter is dying, the sun is returning&#8230;the fires are burning&#8230;the old ones are with us&#8230;&#8220;</p></blockquote>
<p>Im Folgenden entwickelt sich der Song zu einem dunklen Monolith, der sich deutlich monotoner als der Opener anlässt, jedoch in seiner Atmosphäre kohärenter wirkt. Durch herrlich angestaubte Synthies entwickelt sich eine wohlig old-schoolige und folkloristische Stimmung, die mich ganz stark an das letzte Album der Polen von <a href="https://silence-magazin.de/von-bergen-seen-und-naechtlichen-pfaden/"><strong>WEDRUJACY WIATR&nbsp; </strong></a>erinnert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-22744 size-large aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/0010646839_10-1024x683.jpg" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/0010646839_10-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/0010646839_10-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/0010646839_10-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/0010646839_10-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/0010646839_10.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Ver-woben</h3>
<p>&#8222;Thrice Woven&#8220; teilt sich in insgesamt vier überlange Stücke, die zusätzlich vom Interlude<em> &#8222;Mother Owl, Father Ocean&#8220;</em> begleitet werden. So sehr ich jedoch von den ersten beiden Stücken begeistert bin, so enttäuschend und seltsam empfinde ich den Albumverlauf bei den beiden letzten Liedern. <em>&#8222;Angrboda&#8220;</em> und <em>&#8222;Fires roar in the palace of the moon&#8220;</em> (ein toller Liedname!) wissen mich nicht wirklich zu begeistern und verpuffen größtenteils, selbst nach einigen Hördurchgängen.</p>
<p>Stilistisch sind beide Stücke ähnlich gepolt wie<em> &#8222;The Old Ones are with us&#8220;</em>, können jedoch die Spannung nicht aufrechterhalten und verlaufen sich mit zunehmender Spielzeit. Schade, denn auf dem Papier geht die Rezeptur von <strong>WOLVES IN THE THRONE ROOM</strong> vollends auf. Lediglich der Beginn des Rausschmeißers <em>&#8222;Fires roar in the palace of the moon&#8220;</em> weiß mich ebenso zu begeistern wie die ersten Stücke. <em>&#8222;Mother Owl, Father Ocean&#8220;</em> hingegen weckt wohlige Erinnerungen an den Einleitungspart von<em> &#8222;Cleansing&#8220;</em> vom legendären &#8222;Two Hunters&#8220; Album und überzeugt durch seine beschwörenden Frauengesänge und die dichten Klanglandschaften.</p>
<p>Wo jedoch manche Songs nicht richtig zünden, weiß der Sound von &#8222;Thrice Woven&#8220; definitiv zu gefallen. Das Schlagzeug poltert oldschoolig, die Gitarren braten, Sänger <strong>Nathan</strong> keift kultig und auch den charmant entrückten Synthies wird ausreichend Platz gegeben.</p>
<p>Summa summarum ist der neuste Streich von <strong>WOLVES IN THE THRONE ROOM</strong> ein definitiv gelungenes Album, welches jedoch nicht an die eigenen Klassiker heranreicht und im Endeffekt mehr vom Gleichen bietet. Lediglich der Opener <em>&#8222;Born from the Serpent´s eye&#8220;</em> konnte mit recht dynamischen Songwriting Neuland aufzeigen. Dies wiederum wünsche ich mir vom mittlerweile zum Trio angewachsenen Wolfsrudel für kommende Outputs. Sie können es durchaus noch, müssen nur auf gesamter Albumlänge diese Stärken abrufen können. In diesem Sinne &#8211; auf die Zukunft!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/OnLTFeiXiiA?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/wolvesinthethroneroom">Facebook</a></p>
<p><a href="https://wolvesinthethroneroom.bandcamp.com/">Bandcamp</a></p>
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		<title>DEAF ROW FEST VI</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Oct 2017 10:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[2017]]></category>
		<category><![CDATA[A Dead Forest Index]]></category>
		<category><![CDATA[aehm]]></category>
		<category><![CDATA[Ahab]]></category>
		<category><![CDATA[Ambient]]></category>
		<category><![CDATA[cranial]]></category>
		<category><![CDATA[deaf row fest]]></category>
		<category><![CDATA[Doom]]></category>
		<category><![CDATA[Esben and the Witch]]></category>
		<category><![CDATA[festival]]></category>
		<category><![CDATA[Gold]]></category>
		<category><![CDATA[jena]]></category>
		<category><![CDATA[Kassablanca]]></category>
		<category><![CDATA[Pijn]]></category>
		<category><![CDATA[Post Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Post Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Spoiwo]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eines vorweg: Der Abend auf dem Deaf Row Fest hat für die eine oder andere Überraschung gesorgt. Doch Verlass war wieder&#160;auf die Hochkarätigkeit der Bandauswahl und die Atmosphäre, die den ganzen Abend im Kassablanca über nicht einbrach. Schon vor Beginn der Shows ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/deaf-row-fest-vi-jena-2017/">DEAF ROW FEST VI</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4>Eines vorweg: Der Abend auf dem Deaf Row Fest hat für die eine oder andere Überraschung gesorgt. Doch Verlass war<em> <a href="https://silence-magazin.de/deaf-row-fest-v-2016-jena/" target="_blank" rel="noopener">wieder</a>&nbsp;</em>auf die Hochkarätigkeit der Bandauswahl und die Atmosphäre, die den ganzen Abend im Kassablanca über nicht einbrach.</h4>
<hr>
<p>Schon vor Beginn der Shows stelle ich fest, dass sich bereits jetzt deutlich mehr Publikum hier tummelt als im letzten Jahr um diese Zeit. Auch wenn <strong>A DEAD FOREST INDEX</strong> ihre Show leider absagen mussten, haben noch viele Schau- und Hörlustige verschiedenster Coleur den Weg nach Jena gefunden. Das mag ich ja an der Veranstaltung – das Publikum ist dank des <strong>musikalischen Facettenreichtums</strong> an diesem Abend sehr schön durchmischt. Und mir wird es auch während der Umbaupausen nicht langweilig, die anderen zu beobachten und belauschen.</p>
<p><strong><a class="ngg-fancybox" title="Deaf Row Festival 2017 (Jena)" href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/deaf-row-jena-2017/Pijn_Jrohrberg-DeafRow2017_30.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignleft" title="Pijn@DEAF ROW FEST 2017" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/deaf-row-jena-2017/thumbs/thumbs_Pijn_Jrohrberg-DeafRow2017_30.jpg" alt="Pijn" width="300" height="200"></a></strong>Die mir noch unbekannten Briten von<strong>&nbsp;PIJN</strong> läuten den Abend des <strong>Deaf Row Fest</strong> mit einem sehr ruhigen Intro ein, holen die Besucher langsam, aber bestimmt und erfolgreich vor die Bühne. Ich erwarte <strong>postigen Metal</strong>. Aufmerken lässt mich der Umstand, dass ein Cello und außerdem auch noch eine <strong>Lap-Steel-Gitarre</strong> zur Besetzung der Band gehört. Gespielt von einem Mann mit Rauschebart und einer Brille, die diesem nach und nach immer tiefer ins Gesicht rutscht, erzeugt das Instrument walgesangs-ähnliche Sounds, die die Funktion des Gesangs übernehen. Die Drums nehmen nach und nach eine dominantere Rolle ein, die Dynamik baut sich auf. Es wird lauter, gespannter, tragender. Gesang gibt es nicht. Nur selten durchbricht ein Rufen des Gitarristen das Setting.</p>
<h4>Nein. <strong>PIJN</strong> sind da experimenteller</h4>
<p>Melodisch passiert nicht viel, der Walgesang liegt auf schrotender Gitarre und aggressiv verzerrtem Bass. Dazwischen schwimmt leider kaum wahrnehmbar das Cello. Langatmige Riffs bauen sich hintereinander, die Auflösungen sind gekonnt. Ich träume mich davon und fühle mich in ein Unterwasserszenario versetzt. Ein <strong>U-Boot</strong> gleitet durchs Wasser, ruhig, aber bedrohlich. Sonnenstrahlen brechen sich an der Wasseroberfläche, wenn der Sound weicher und wabernder wird, die treibenden Drums und der gezerrte Bass verstummen. Anstelle dessen treten Beckenschläge – nicht diese mit Schwammschlägeln gespielten. Nein. <strong>PIJN</strong> sind da experimenteller. Es sind solche, die wohldosiert <strong>klappern und scheppern</strong>, leise und eklig ins Mark dringen. Auch Gitarrensaiten werden zeitweise am Kopf angespielt, was keine besonders angenehmen Sounds hervorbringt.</p>
<h4>Aber er lässt mich darben</h4>
<p><a class="ngg-fancybox" title="Deaf Row Festival 2017 (Jena)" href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/deaf-row-jena-2017/Pijn_Jrohrberg-DeafRow2017_9.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-right alignright" title="Pijn@DEAF ROW FEST 2017" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/deaf-row-jena-2017/thumbs/thumbs_Pijn_Jrohrberg-DeafRow2017_9.jpg" alt="Pijn" width="300" height="200"></a>Die Unterwasserassoziation wird durch die Lichtstimmung verstärkt, tiefblau angestrahlter Nebel wabert über die Bühne, von schräg oben scheint ab und an weiß-gelbes Licht. Vermutlich hat der Tonmann während der Show die Regler etwas weiter hoch gezogen. Als der Drummer Floor, Toms und Bassdrum anspielt, dröhnt es inzwischen leider sehr. Mit der Zeit wünsche ich mir immer sehnlicher die Rufe des Sängers hinzu, die dem Bombast etwas greifbares, menschliches verleihen würden. Aber er lässt mich darben. Im Laufe des Sets wird der Ton rauer, die Strukturen der Musik komplexer, aber immer umspült von <strong>Soundfluten</strong> – grau, dick und effektbeladen. Und da war es wieder, dieses Beckenklackern.</p>
<p>Das U-Boot wälzt sich unaufhaltsam und gefährlich in feindliches Gewässer, eins mit seiner Umgebung, langsam und <strong>düster</strong>. Ein versöhnlicher Part mit Clean-Gitarre täuscht das Ende der Show an, das nun doch noch einmal durch eine Episode „Voll aufs Fressbrett“ verzögert wird. Das Set der Briten lässt keine Pausen, in denen das Publikum seine Zuneigung per Applaus äußert, weswegen sich die Spannung erst nach der Show entladen kann. Und davon hat sich über die Spieldauer des unbekannten Openers so einige aufgebaut. Vor allem der&nbsp; gut überspielte Saitenwechsel des Bassisten während des Auftritts hat zumindest mich nachhaltig beeindruckt.</p>
<p>&nbsp;<strong>PIJN</strong> on <a href="https://www.facebook.com/greatpijn/" target="_blank" rel="noopener">facebook</a> &amp; <strong>PIJN</strong> in a nutshell:</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/deaf-row-fest-vi-jena-2017/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=deaf-row-fest-vi-jena-2017">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<h4>Stumpf ist Trumpf, so ihr Motto</h4>
<p><strong><a class="ngg-fancybox" title="Deaf Row Festival 2017 (Jena)" href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/deaf-row-jena-2017/Cranial_Jrohrberg-DeafRow2017_42.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignleft" title="Cranial@DEAF ROW FEST 2017" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/deaf-row-jena-2017/thumbs/thumbs_Cranial_Jrohrberg-DeafRow2017_42.jpg" alt="Cranial" width="249" height="166"></a>CRANIAL</strong> beginne ich von der Galerie aus zu betrachten. Stumpf ist Trumpf, so ihr Motto. Wobei dieser Trumpf nicht mal der schlechteste zu sein scheint. Der mächtige <strong>Post Metal</strong> der deutschen Kombo hallt durch das Kassa und drückt sich langsam und schwer in meine Magengrube. Auch als der Bass für kurze Zeit pausiert, presst der Druck der Gitarre schon meine Eingeweide an die Außenwände meines Körpers. Für die Abwechslung fehlt mir hier ein bisschen öfter ein Knallen, ein durchgetretenes Schlagzeug, das Rattattattatt. Wie auch <strong>PIJN</strong> halten sich <strong>CRANIAL</strong> vokal stark zurück. Allerdings wagen sie auch zweistimmige Ausflüge. <strong>Gekonnt!</strong></p>
<p><a class="ngg-fancybox" title="Deaf Row Festival 2017 (Jena)" href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/deaf-row-jena-2017/Cranial_Jrohrberg-DeafRow2017_34.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignright" title="Cranial@DEAF ROW FEST 2017" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/deaf-row-jena-2017/thumbs/thumbs_Cranial_Jrohrberg-DeafRow2017_34.jpg" alt="Cranial" width="249" height="166"></a>Vierzig Minuten werden nun meine Zellen massiert. Selten komme ich zum freien Atmen, es drückt auf die Lunge. Beklemmung macht sich breit. Rhythmisch bleibt die Band immer auf einer Schiene, es gibt kaum Brüche. Erst recht kein Schnick-Schnack, kein Gitarrengewichse, keine Experimente. Beeindruckend, aber keinesfalls aufregend. Nach <strong>CRANIAL</strong> trolle ich mich auf den Vorhof des Kassablanca, um mir mein Abendessen zu sichern. Auch in diesem Jahr gibt es wieder Burger ohne jegliches Tier für einen sehr fairen Preis von 3€ pro Stück. Da ich im vergangenen Jahr feststellen musste, dass der Sättigungseffekt nicht sehr lange anhält, verdrücke ich im Laufe des Abends noch einen zweiten Burger, solange noch welche da sind.</p>
<p><strong>CRANIAL</strong> on <a href="https://www.facebook.com/CRANIALBAND/" target="_blank" rel="noopener">facebook</a> &amp; <strong>CRANIAL</strong> in a nutshell:</p>
<p> [<a href="https://silence-magazin.de/deaf-row-fest-vi-jena-2017/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=deaf-row-fest-vi-jena-2017">See image gallery at silence-magazin.de</a>] <br />
Langsam werde ich hibbelig. Habe ich doch große Erwartungen an&nbsp;<strong>SPOIWO</strong>. Der Umbau dauert ewig und scheint aufwendig zu sein. Sowohl Synthie als auch Midi-Keyboard finden neben der klassischen Besetzung ihren Platz auf der Bühne. Der Check macht offenbar <strong>Probleme</strong>. Eine halbe Stunde, nachdem die Band hätte anfangen sollen zu spielen, kommt erstmalig eine Wortmeldung von der Bühne. Eine Entschuldigung und die Bitte um ein wenig Geduld hallt durch den Saal. Mit inzwischen vierzig Minuten Verspätung beginnen die Polen ihre Show. Ein geloopter Beat, der an Herzschläge erinnert, pulsiert und wabert durch den Raum. Dicht wie <strong>Watte</strong> umschließt Nebel und Instrumentensphäre den Puls. Scharfe Snareschläge des sehr räumlich klingenden Drumsets durchschneiden das Setting und geben dem Dunst Struktur. Dann Ruhe, der Herzschlag wallt auf und mit einem Mal beginnt die Jaguar zu kreischen. <strong>Was für ein Sound!</strong> Fantastischer <strong>Post Rock</strong> schallt durch das Haus. Der Bandsound insgesamt ist sehr ausgeglichen und die Bässe bilden ein solides Fundament für die aufgebauten Klangsphären.</p>
<h4>Und inzwischen lerne ich den Firebird-Sound richtiggehend zu hassen</h4>
<p><a class="ngg-fancybox" title="Deaf Row Festival 2017 (Jena)" href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/deaf-row-jena-2017/Spoiwo_Jrohrberg-DeafRow2017_72.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignleft" title="Spoiwo@DEAF ROW FEST 2017" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/deaf-row-jena-2017/thumbs/thumbs_Spoiwo_Jrohrberg-DeafRow2017_72.jpg" alt="Spoiwo" width="240" height="160"></a>Ich werde allerdings nie Fan des <strong>Firebird-Sounds</strong> sein und auch hier stört mich der Eigenklang dieses Instruments. Er passt nicht in den Gesamtklang. Zu flach wirkt er für die Tiefe und Weite, die diese Art der Musik ausbreitet. Die Synthies übernehmen die Funktion des Gesangs, agieren in den Höhen und lassen das Kopfkino anlaufen. Nachdenklich sind sie. <strong>SPOIWO</strong> loten viele bekannte Spielarten aus. Unter anderem ein Piano-Intro, über das die mit einem Bogen gespielte Jaguar singt. Sie mutet wie ein sehr bauchiges Cello an. Rund, warm, umarmend. Das klassische postige Gefühl des Fliegens baut sich auf. Ab und an durchdringt ein tiefes Brummen den Raum – ob es sich hier um Übersteuerung oder beabsichtigt dröhnende Bässe handelt, vermag ich nicht zu beurteilen. Und inzwischen lerne ich den Firebird-Sound richtiggehend zu hassen. Er passt wirklich nicht. Viel zu laut, viel zu <strong>flach</strong> ist dieses Intrument. Ihm fehlt die Weichheit, die Rundheit, die diese Art von Musik eigentlich ausmacht. Schade. Aufgrund der dermaßen hohen Lautstärke, die inzwischen auf mich einströmt, als auch ihrer Bühnenpräsenz halte ich die Band für in einer kleineren Location besser aufgehoben. Ich fliehe nach draußen. <strong>SPOIWO</strong> bleiben hinter meinen Erwartungen zurück.</p>
<p><strong>SPOIWO&nbsp;</strong>on <a href="https://www.facebook.com/Spoiwo/" target="_blank" rel="noopener">facebook</a> &amp; <strong>SPOIWO&nbsp;</strong>in a nutshell:</p>
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<h4>Allerdings klingen die Niederländer schon beim Check spannender als <strong>SPOIWO</strong></h4>
<p><a class="ngg-fancybox" title="Deaf Row Festival 2017 (Jena)" href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/deaf-row-jena-2017/Gold_Jrohrberg-DeafRow2017_89.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignright" title="GOLD@DEAF ROW FEST 2017" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/deaf-row-jena-2017/thumbs/thumbs_Gold_Jrohrberg-DeafRow2017_89.jpg" alt="Gold" width="300" height="200"></a>Die aus den Niederlanden angereisten<strong> GOLD</strong>&nbsp;warten mit gleich drei Gitarristen auf. Warum braucht man drei Gitarristen? Ich verschiebe diese Frage in meinen Hinterkopf und versuche, mich auf die Musik einzulassen. Eine verführend weiche, aber zugleich durchsetzungsfähige Frauenstimme kündigt sich während des Soundchecks an. Die Band wurde von mir im Vorbericht als recht nichtssagend und langweilig eingeordnet. Allerdings klingen die Niederländer schon beim Check spannender als <strong>SPOIWO</strong>. Mit einer dreiviertel Stunde Verspätung beginnen sie und bringen von Anfang an ordentlich Drive auf die Bühne. Der gelb angeleuchtete Nebel, der die Musiker sehr bald einhüllt, lässt passend zum Bandnamen die Assoziation von Gold aufkeimen. Die Sängerin kann leise, leidend singen. Kann aber auch nölen und anklagen. Drunter eine dicke Schicht Gitarren, die von Bass und Schlagzeug in ihrer Rhythmik strukturieren. Der Bass bringt glücklicherweise genug Charakter mit, um sich vom Gitarrenaufgebot zu unterscheiden.</p>
<p>Da ich keine Differenzen zwischen den einzelnen Gitarren höre, schaue ich nun mal genauer hin. Aha! Einer spielt in hohen, einer in tiefen Lagen Akkorde. Der Dritte im Bunde slidet verzerrt und kunstvoll über das ganze Griffbrett. Viel kommt davon tatsächlich nicht an. Nur in Spielpausen der anderen beiden Gitarren lässt sich die Arbeit des dritten ausmachen. Schade. Immerhin ist an betreffenden Stellen die Zweistimmigkeit des Gesangs wahrnehmbar.</p>
<p><strong>GOLD&nbsp;</strong>on <a href="https://www.facebook.com/thebandGOLD/" target="_blank" rel="noopener">facebook</a> &amp; <strong>GOLD&nbsp;</strong>in a nutshell:</p>
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<h4>Und ja, singen kann sie</h4>
<p><a class="ngg-fancybox" title="Deaf Row Festival 2017 (Jena)" href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/deaf-row-jena-2017/Gold_Jrohrberg-DeafRow2017_83.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignleft" title="GOLD@DEAF ROW FEST 2017" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/deaf-row-jena-2017/thumbs/thumbs_Gold_Jrohrberg-DeafRow2017_83.jpg" alt="Gold" width="300" height="200"></a></p>
<p>Die endlose Wiederholung simpler Riffs lässt an ein <strong>Trance-Ritual</strong> denken. Langsame, basslastige und intensive Schlagzeugarbeit haben etwas schamanisches an sich. Die Songstrukturen selbst sind oftmals an klassische Rocksongs angelehnt. Grundsätzlich passt da Gesangslinie, Rhythmik und Melodieführung, nur dass <strong>GOLD</strong> mit einer Menge mehr Fläche und Bumms aufwarten. Und ja, singen kann sie. Und auch im Zusammenspiel mit ihrem Kollegen macht das was her. Die Songübergänge sind kurz, so wie auch bei den Bands zuvor. Die scheinen alle nicht an Laberei und Blödelei interessiert zu sein. Insgesamt klingen<strong> GOLD</strong> schon sehr <strong>sexy</strong> – die kräftige Stimme der Sängerin, ihre Silhoutte im Nebel, auf tiefen, stampfenden Drums. Der Effekt nutzt sich nach einer halben Stunde Spielzeit allerdings schon sehr ab und manchmal strapazieren sie die Wiederholungsfrequenz von Refrains so über, dass ich mir ihr Ende herbeisehne. Nach einer kompletten Stunde sind sie dann doch fertig und <strong>AEHM</strong> fängt das Publikum geschickt mit ein paar Umdrehungen seiner Plattenteller auf.</p>
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<h4>Weniger überladen, total unaufgeregt</h4>
<p><a class="ngg-fancybox" title="Deaf Row Festival 2017 (Jena)" href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/deaf-row-jena-2017/Esben-and-the-witch_Jrohrberg-DeafRow2017_112.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignright" title="ESBEN AND THE WITCH@DEAF ROW FEST 2017" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/deaf-row-jena-2017/thumbs/thumbs_Esben-and-the-witch_Jrohrberg-DeafRow2017_112.jpg" alt="Esben and the witch" width="299" height="199"></a>Mit nur drei Leuten wirkt die Bühne bei den Wahlberlinern&nbsp;<strong>ESBEN AND THE WITCH</strong> regelrecht aufgeräumt nach dem Bombast, den <strong>GOLD</strong> ausgestrahlt haben. Auch<strong> ESBEN</strong> schaffen Weite, wenn auch weniger dicht als ihre Vorgängerband, aber genauso lückenlos. Der Hauptanteil des Sounds wird durch tonnige Drums und starkem Bass gestellt. Die fett gezerrte Gitarre schafft eine kratzende Fläche obenauf. Sie bringen eine ganz andere Art von Show, die Sängerinnen sind wie Tag und Nacht in Auftreten und Performance. Weniger überladen, total unaufgeregt. Der Gesang der jungen Frau ist makellos und überzeugend. Wie von Platte. Beeindruckend <strong>präzise</strong>.</p>
<p>Die Musik der Drei findet großen Anklang beim Publikum. Allerdings hat es hier der Tonmann etwas zu gut mit den Bassfrequenzen gemeint. Es dröhnt. Aber darüber sehe ich hinweg, die Musik macht mich so melancholisch und nachdenklich, dass ich geistig rechts ranfahre. Neben dem getragenen, leidenden, leisen und wenig effektbeladenen Gesang brechen regelmäßig Rumpelparts durch, die mich aufrütteln wollen. Aber die Versuche bleiben erfolglos. Die Musik ist nett – aber einschläfernd. Der Gesang dreht sich immer um dieselben fünf Töne und ändert seine Dynamik nicht. Und das ist um diese Uhrzeit <strong>kreuzgefährlich</strong>. Ich beginne irgendwann, mit geschlossenen Augen herumzusitzen. Ich kann einfach nicht mehr anders. Erst nach Mitternacht beenden sie ihr Set und lassen mich mit meiner Vorfreude auf den nautischen Ausflug mit den nun folgenden <strong>AHAB</strong> zurück.</p>
<p><strong>ESBEN AND THE WITCH&nbsp;</strong>on <a href="https://www.facebook.com/esbenandthewitch/" target="_blank" rel="noopener">facebook</a> &amp; in a nutshell:</p>
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<h4>Verdammt. Verdammt schön!</h4>
<p><a class="ngg-fancybox" title="Deaf Row Festival 2017 (Jena)" href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/deaf-row-jena-2017/AHAB_Jrohrberg-DeafRow2017_123.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignleft" title="AHAB@DEAF ROW FEST 2017" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/deaf-row-jena-2017/thumbs/thumbs_AHAB_Jrohrberg-DeafRow2017_123.jpg" alt="AHAB" width="240" height="160"></a>Und nach einer weiteren Umbaupause legen sie los. Und in was für einer Lautstärke! Die Gitarren zerhauen mir die Trommelfelle. Echt unangenehm! Tiefblaues Licht und eine Nebelwand hüllen die Gestalten auf der Bühne ein. Nur ein kleines gelbes Lämpchen durchbricht das Blau, ein bisschen wie eine Laterne oder ein <strong>Irrlicht</strong> – und dann schallt ein mächtiger Rülps über die Wasseroberfläche. Langsam, aber unaufhaltsam schiebt sich die deutsche Doom-Legende <strong>AHAB</strong> über das Meer. <strong>Doom</strong> par excellence. Darauf niederreißende, sich wiederholende Abwärtsmelodien der Gitarre klingen klagend und verheißen keine Hoffnung auf eine baldige Rückkehr zum Festland. Verdammt. Verdammt schön.</p>
<p><a class="ngg-fancybox" title="Deaf Row Festival 2017 (Jena)" href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/deaf-row-jena-2017/AHAB_Jrohrberg-DeafRow2017_113.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignright" title="AHAB@DEAF ROW FEST 2017" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/deaf-row-jena-2017/thumbs/thumbs_AHAB_Jrohrberg-DeafRow2017_113.jpg" alt="AHAB" width="240" height="160"></a>Entgegen der Vermutung, dass sich das Kassablanca nach <strong>ESBEN AND THE WITCH</strong> leeren würde, sind doch noch sehr viele Gäste während des Hauptacts da. Das Konzept der&nbsp;Band ist bekannt, der Drummer drischt auch bei langsamer Geschwindigkeit mit einer beeindruckenden Energie auf sein Set ein. Diese Band ist nix für lustige Partyabende, eher für einen gewaltigen Trauermarsch. Erbarmungslos wird der Kampf ums Überleben auf den Weiten des Meeres ausgefochten, wildes Getöse durch ruhige, beinahe schon friedlich anmutende Passagen durchbrochen. Und es ist erstaunlich, zu welchen Growls der Sänger im Stande ist.</p>
<p>Über eine Stunde lassen&nbsp;<strong>AHAB</strong> ihr komplettes Album &#8222;The Call Of The Wretched Sea&#8220; über das Publikum rollen. Beeindruckt lasse ich mich fallen und beginne schon mal, den Abend Revue passieren zu lassen. <strong>PIJN</strong> sind die einzigen, die mich vollkommen und positiv überraschen konnten. Die anderen Bands des Abends sind erwartbar solide, haben gute Shows gespielt, wobei mein Geschmack doch am ehesten noch vom Headliner getroffen wurden. <strong>SPOIWO</strong> sind leider weit hinter meinen Erwartungen zurück geblieben. Schade. Dennoch würde ich sie mir noch mal in einem kleineren Club ansehen. Der Veranstalter des Festivals hat auch in diesem Jahr wieder ein Händchen für eine gute Bandauswahl gezeigt. Und auch wenn ich diesmal weniger geflasht als beim letzten Jahr die Rückreise antrete, bin ich gespannt, welche Musik mich 2018 im Kassablanca Jena zur siebten Auflage des <strong>Deaf Row Fest</strong> erwarten wird.</p>
<p><strong>AHAB </strong>on <a href="https://www.facebook.com/AhabDoom/" target="_blank" rel="noopener">facebook</a> &amp; <strong>AHAB</strong> in a nutshell:</p>
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Wer sich hier ein bisschen Appetit holen konnte und nächstes Jahr auch zum <strong>Deaf Row Fest</strong> möchte, sollte diese<a href="http://deafrow-fest.com/"> Seite</a> im Auge behalten!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/deaf-row-fest-vi-jena-2017/">DEAF ROW FEST VI</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Atemnot durch GET YOUR GUN – Exklusive Videopremiere</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Sep 2017 08:00:00 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/atemnot-durch-get-your-gun-exklusive-videopremiere/">Atemnot durch GET YOUR GUN – Exklusive Videopremiere</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Melancholie, Schwermut, Beklemmung, Zweifel, bis hin zu Ausweglosigkeit, Wahnsinn, suchen nach der Erlösung. Zusammengefasst sind das ungefähr die Worte, die beschreiben, welche Gefühle und Gedanken in mir hochgekocht sind, als ich mich zum ersten Mal auf <strong>GET YOUR GUN</strong> eingelassen habe. Das dänische Duo packt mich schon im ersten Anlauf auf eine pervers-niederschmetternde Art und Weise.</p>
<p>Der Versuch, <strong>GET YOUR GUN</strong> in eine Genreschublade zu packen, scheitert kläglich. Die Band beschreibt ihre Musik selbst wie folgt: <em>„A blend between the weight and aggressive nature of stoner-rock, the nordic melancholy, and the darkest tales of country- and folkmusic.“</em> (<a href="https://www.facebook.com/pg/getyourgundk/about/?ref=page_internal" target="_blank" rel="noopener">Quelle</a>) Ein paar Parallelen zu anderen Künstlern lassen sich allerdings ziehen. So denke ich an mancher Stelle an <strong>CHELSEA WOLFE</strong>, <strong>EMMA RUTH RUNDLE</strong>, manchmal sogar an <strong>HEXVESSEL</strong> oder <strong>NICK CAVE</strong>.</p>
<h3>Minimalprinzip?</h3>
<p>Eins kann ich definitiv festhalten: Trotz eher minimalistischer Musik erzeugen die beiden Dänen maximale Wirkung. Trotz einem weiten Raum und viel Hall habe ich das Empfinden, beengt zu werden, sogar jeden Moment nach Luft ringen zu müssen. Unfassbar!</p>
<p>Die Erfahrungen kannst du allerdings selbst sammeln, denn <em><strong>SILENCE</strong></em> hält für dich hier die <strong>exklusive Videopremiere</strong> zum Titel <em>&#8222;You&#8217;re Nothing&#8220;</em> vom kommenden zweiten Album &#8222;Doubt Is My Rope Back To You&#8220; bereit. Der Silberling ist ab dem 13. Oktober diesen Jahres erhältlich (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=QMZ9nOi4PrA&amp;feature=youtu.be" target="_blank" rel="noopener">Preorder</a>).</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/QMZ9nOi4PrA?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/getyourgundk/" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a></p>
<p><a href="http://www.getyourgun.dk/?page=about" target="_blank" rel="noopener">Webseite</a></p>
<p>Bild mit freundlicher Genehmigung von GET YOUR GUN und Jonas Bang</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/atemnot-durch-get-your-gun-exklusive-videopremiere/">Atemnot durch GET YOUR GUN – Exklusive Videopremiere</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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