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	<title>Amenra Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
	<lastBuildDate>Thu, 17 May 2018 09:26:42 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Amenra Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>HEGEMONE &#8211; zwischen zwei Welten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 May 2018 10:11:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Amenra]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Cascadian Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Debemur Morti]]></category>
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		<category><![CDATA[Polen]]></category>
		<category><![CDATA[Post Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>"Eigenwillig? Ja. Unvergleichlich? Naja ..." </p>
<p>Wie eigenwillig? Entscheide selbst und sag uns, ob du mit Robert übereinstimmst.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/hegemone/">HEGEMONE &#8211; zwischen zwei Welten</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2>HEGEMONE &#8211; &#8222;WE DISAPPEAR&#8220;</h2>
<p><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong>&nbsp;11.05.2018<br />
<strong>Länge:</strong>&nbsp;51:32 Min.<br />
<strong>Label:</strong>&nbsp;Debemur Morti<br />
<strong>Genre:</strong>&nbsp;Black Metal/ Post Metal</div></div></div>
<p>Das Label <strong>Debemur Morti</strong> steht in meinen Augen für einen ganz besonderen Schlag an Bands, die in überwiegender Zahl ihre ganz eigenen künstlerischen Visionen verfolgen und darin oft erfrischender Weise kaum mit anderen Bands, gerade populärer Strömungen, vergleichbar sind.</p>
<p>Vor ein paar Wochen tauchten nun die Polen <strong>HEGEMONE</strong> zum ersten Mal in meinem Facebook Feed auf und machten mich mit ihrer ersten Single <em>&#8222;Π&#8220;</em> vom zweiten Album <strong>&#8222;We Disappear&#8220;</strong> ziemlich neugierig.</p>
<h4>Eigenwillig? Ja. Unvergleichlich? Naja &#8230;</h4>
<p>Schon beim Intro von <em>&#8222;Mara&#8220;</em> wachsen meine Erwartungen und ich rechne fast damit, als nächstes die Stimme von <strong>Nergal</strong>, oder <strong>Colin H. van Eeckhout</strong> zu hören. Nichts von beidem tritt ein, und dennoch haben wir die Grundpfeiler hier schonmal abgesteckt: Rezept ist schwarz gefärbter Post Metal, der immer wieder mit einigen, in Maßen überraschenden Elementen um die Ecke kommt, oder es versucht.</p>
<p>Zwar wurde der Sound im Vergleich zum Debüt deutlich weniger muffig gestaltet, allerdings gab es auch schmerzliche Verluste. So ist <strong>Jakub Kowalczyk</strong>, der &#8222;Luminosity&#8220; noch mit seinen Saxofon-Linien veredelte, nicht mehr dabei. Schade, denn gerade dieses Extra machte für mich noch einen besonderen Reiz aus, der kaum zu kompensieren ist. Besonders, da die Band nun in einem recht engen Korsett agiert.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/eehhfgG9GIA?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>So pendelt sich das Zweitwerk &#8222;We Disappear&#8220; irgendwo zwischen packendem Cascadian Black Metal (<em>&#8222;Raising Barrows&#8220;</em>, <em>&#8222;Π&#8220;</em>) und Post Metal ein, der immer wieder mal Richtung <strong>CULT OF LUNA</strong> schielt und einige großartige Momente schafft. Die atmosphärische Dichte der Schweden wird aber nie wirklich erreicht, auch weil <strong>HEGEMONE</strong> dafür schlichtweg zu schroff agieren – und zwar gewollt. Dass sie Post und Black Metal beherrschen, steht außer Frage. In Zukunft sollten jedoch noch einige Schrauben angezogen werden, um die einzelnen Parts bewusster und ergreifender zu kombinieren und Längen zu vermeiden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://hegemone.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">Bandcamp</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/Hegemonepzn/" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/hegemone/">HEGEMONE &#8211; zwischen zwei Welten</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Cthulhus Cover des Monats #9 &#8211; April 2018</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 May 2018 09:27:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[afsky]]></category>
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		<category><![CDATA[cassus]]></category>
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		<category><![CDATA[Prosthetic Records]]></category>
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		<category><![CDATA[Trap Them]]></category>
		<category><![CDATA[vendetat records]]></category>
		<category><![CDATA[Wiegedood]]></category>
		<category><![CDATA[wolf king]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Cover des Monats! Diesmal der April und ein Potpourri an guten Bands - was meinst Du? Einverstanden oder andere Vorschläge?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/cthulhus-cover-des-monats-9-april-2018/">Cthulhus Cover des Monats #9 &#8211; April 2018</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Cthulhus&#8216; Cover &#8211; egal ob schrill, simpel, ausgefallen oder einfach nur abartig brutal &#8211; wir präsentieren unsere Auswahl der besten Cover-Inszenierungen aus Rock, Metal, Hardcore, Punk und allem was uns so über den Tisch geht.</h4>
<p>Wir heißen euch willkommen in einer Galerie voller Schrecken und Erleichterung. <em><strong>Cthulhu</strong></em>&nbsp;fasst für euch die <strong>5&nbsp;besten Cover des vergangenen Monats</strong> zusammen. Unterstützt wird er dabei von meiner Wenigkeit. <strong>Warnung an Langweiler:</strong> Alle Genres können vertreten sein, egal wie weit sie vom Metal entfernt sind!</p>
<hr>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-26990 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/04/a0377118063_10-1024x1024.jpg" alt="" height="1024" width="1024" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/04/a0377118063_10-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/04/a0377118063_10-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/04/a0377118063_10-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/04/a0377118063_10-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/04/a0377118063_10.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h4><em><strong>V</strong></em>. WOLF KING – &#8222;Loyal To The Soil&#8220;<br />
Veröffentlichungsdatum: 27.04.2018<br />
Label: Prosthetic Records</h4>
<p>Ihr dachtet, Totenköpfe sind inzwischen ausgelutscht? Ich war auch der festen Überzeugung, nie wieder in irgendeinem Albumcover etwas Interessantes zu entdecken, sobald mir ein Totenkopf förmlich ins Gesicht springt. Die Crossover-<strong>CONVERGE</strong> und<strong> TRAP THEM</strong>-Fans bei <strong>WOLF KING</strong> sehen das wohl anders. Die grafische Aufarbeitung der drei bereits heftig konnotierten Elemente (Schlange, Totenkopf, Schwert) lässt den Zuhörer mit gemischten Gefühlen an das Album herangehen. Und obwohl hier wenig über den Titel oder das Konzept an sich verraten wird, hängt eine verhängnisvolle Atmosphäre über jedem abgespielten Track &#8211; ich kann es euch auch nicht besser erklären. Einen Dank für das doch nicht so verbrauchte Artwork sollte die Band dem verantwortlichen&nbsp;<strong>Jacob Broughton</strong> definitiv aussprechen. Totenköpfe haben im Laufe der Jahre zwar ihre Verwendung als Symbol und Metapher mehr als überstrapaziert, ihre Ästhetik verglüht im richtigen Licht glücklicherweise noch nicht.&nbsp;</p>
<hr>
 [<a href="https://silence-magazin.de/cthulhus-cover-des-monats-9-april-2018/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=cthulhus-cover-des-monats-9-april-2018">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<h4><em><strong>IV</strong></em>.<strong>&nbsp;PORTRAYAL OF GUILT &amp; STREET SECTS&nbsp;</strong>– &#8222;The Nihilist/In Contempt&#8220;<br />
Veröffentlichungsdatum: 27.04.2018 (02.03.2018)<br />
Label: Isolation Records</h4>
<p>Ok, ich muss zugeben, bei dieser Split-EP habe ich etwas geschummelt. Digital ist das gute Stück schon seit fast 2 Monaten erhältlich, der physische Release hat aber noch auf sich warten lassen. Trotzdem ein guter Grund, mit euch diese simple und dennoch gespenstische Fotomanipulation zu teilen. Wer von <strong>PORTAYAL OF GUILT</strong>s chaotischer Post-Hardcore-Seite der EP nicht angetan ist, kann sich -wie bei Split-EPs üblich &#8211; mit dem <strong>STREET SECTS</strong>-Cover vergnügen. Deren Artworks erzählen seit jeher Geschichten, die viel ernster sind als ihr Medium vermuten lassen wurde. Die Industrial-Band aus den Staaten versteht sich nicht nur auf düstere Geschichten, sondern auch auf abgefuckte &#8222;Cartoons&#8220;.&nbsp;<strong><a href="https://www.instagram.com/huseyin.ozkan/">Huseyin Ozkan</a></strong> entwickelt für die Band alle diese kontroversen, aufsehenerregenden Cover.&nbsp;Ihre Musik hört sich dabei an, wie sich eine<strong> furchterregende Graphic Novel</strong> liest: unbedingt auschecken!&nbsp;</p>
<hr>
<img decoding="async" class="size-large wp-image-27013" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/04/a0097875857_10-1024x1024.jpg" alt="" height="1024" width="1024" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/04/a0097875857_10-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/04/a0097875857_10-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/04/a0097875857_10-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/04/a0097875857_10-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/04/a0097875857_10.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" />
<h4><em><strong>III</strong></em>.<strong>&nbsp;AFSKY&nbsp;</strong>– &#8222;Sorg&#8220;<br />
Veröffentlichungsdatum: 07.04.2018<br />
Label: Vendetta Records</h4>
<p>Zu dieser Platte habe ich mich bereits oft geäußert, sei es zu <strong>AFSKY</strong>s genialem Auftritt beim <strong>Vendetta Fest</strong> oder bei jeder anderen Gelegenheit, die sich mir geboten hat. Über das klare, fokussierte Cover hingegen habe ich noch keine Worte verloren. Neben Interpret und Albumtitel begrüßt der tote <strong>Thomas Chatterton</strong> die nichtsahnenden Hörer. Der junge Dichter galt als ein romantischer Held, vergiftete sich aber im Alter von 17 Jahren selbst mit Arsen. Sein eigentlich so kontrastreich, farblich ausgeschmückter Tod wurde in<strong> &#8222;The Death Of Chatterton&#8220; von Henry Wallis</strong> eingefangen. Jedoch wurde für dieses Cover das Gemälde auf seinen Inhalt reduziert &#8211; dank der Graustufen und des gewählten Bildausschnitts rücken die verzweifelten letzten Momente des missverstandenen Poeten in den Vordergrund. Damit wird sowohl der traditionelle, als auch der moderne Spielstil des Black Metal in Musik und Cover aufgegriffen.</p>
<hr>
 [<a href="https://silence-magazin.de/cthulhus-cover-des-monats-9-april-2018/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=cthulhus-cover-des-monats-9-april-2018">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<h4><strong><em>II.</em></strong> <strong>CASSUS</strong> – &#8222;Separation Anxiety&#8220;<br />
Veröffentlichungsdatum: 27.04.2018<br />
Label: Dog Knights Productions</h4>
<p>Was nehmen die eigentlich bei Dog Knights Productions? Erst letzten Monat habe ich&nbsp;&nbsp;<strong>SETSUKO</strong>s &#8222;The Shackles Of Birth&#8220; und die verrückte Hundeversion von <strong>LINGUA NADA</strong>s &#8222;Snuff&#8220; hier vorgestellt. Und schon kommt die nächste Veröffentlichung mit einer wunderschönen Grundidee. <strong>CASSUS</strong> hervorragender Screamo wird hier von einem<strong> Die-Cut Cover und einem herausnehmbaren Artwork-Blatt</strong> begleitet. <strong><a href="http://nattypeterkin.tumblr.com/">Natty Peterkin</a></strong> kombinierte hierfür abstrakte Ölgemälde mit dem Booklet, das in allen seichten Tönen des Regenbogens erstrahlt. Der minimalistische, klare Stil weckt dabei eine komplett andere Aura der nach vorne preschenden Töne, die<strong> CASSUS</strong> geschickt mit faszinierenden Melodien verweben. Ihr könnt euch verdammt sicher sein, dass ich mir dieses Highlight nicht entgehen lassen konnte &#8211; kaufen, kaufen, kaufen!</p>
<hr>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-26534" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/04/Wiegedood_-DDHHGIII_Cover_2018-1024x1024.jpg" alt="WIEGEDOOD" height="1024" width="1024" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/04/Wiegedood_-DDHHGIII_Cover_2018-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/04/Wiegedood_-DDHHGIII_Cover_2018-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/04/Wiegedood_-DDHHGIII_Cover_2018-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/04/Wiegedood_-DDHHGIII_Cover_2018-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/04/Wiegedood_-DDHHGIII_Cover_2018.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" />
<h4><em><strong>I</strong></em>. <strong>WIEGEDOOD</strong> – &#8222;De Doden Hebben Et Goed III&#8220;<br />
Veröffentlichungsdatum: 21.04.2018<br />
Label: Century Media</h4>
<p>Bevor sich bei euch die Frage &#8222;Warte mal, habe ich das nicht schon mal irgendwo gesehen?&#8220; in die Birnen brennt: ja,<strong> WIEGEDOOD</strong> benutzen die gleiche Holzfigur für <strong>jedes ihrer Cover</strong>. Es wurden jeweils nur Landschaft und Perspektive angepasst und et voilà, fertig ist ein gelungenes zurückhaltendes Konzept. Apropros Konzept: mit diesem Album wird die Trilogie abgeschlossen, die zu <strong>Ehren von Florent Pevèe</strong> aufgenommen wurde. Das Nebenprojekt von <strong>OATHBREAKER</strong>, <strong>AMENRA</strong> und <strong>RISE AND FALL&nbsp;</strong>wird sich damit wahrscheinlich zur Ruhe setzen und eine bedrückende Totenstille hinterlassen. Allerdings wurde ihr moderner Black Metal immer von passenden Bildern in Szene gesetzt, die, genau wie die Musik, nicht so schnell aufhören werden, den Hörer zu verfolgen. Für den Meisterstreich verantwortlich zeichnet sich übrigens <a href="http://stefaantemmerman.be"><strong>Stefaan Temmermann</strong></a>.<br />
<strong>Roberts Gedanken</strong> zum Album findet ihr in<a href="https://silence-magazin.de/aller-toten-dinge-sind-drei-wiegedood"> seiner Rezension!</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/cthulhus-cover-des-monats-9-april-2018/">Cthulhus Cover des Monats #9 &#8211; April 2018</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<item>
		<title>WIEGEDOOD &#8211; Aller toten Dinge sind drei</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Apr 2018 08:13:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn man auf die Nennung des Albumtitels "Welches denn?!" als Antwort bekommt, dann redet man sicher über Wiegedood!</p>
<p>Robert hat in das Neueste Werk reinhören dürfen und gibt euch seine Wertung!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/aller-toten-dinge-sind-drei-wiegedood/">WIEGEDOOD &#8211; Aller toten Dinge sind drei</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2>WIEGEDOOD &#8211; &#8222;De Doden Hebben Het Goed III&#8220;</h2>
<p><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong>&nbsp;20.04.2018<br />
<strong>Länge:</strong>&nbsp;33:56 Min.<br />
<strong>Label:</strong>&nbsp;Century Media<br />
<strong>Genre:</strong>&nbsp;Black Metal</div></div></div>
<p><strong>MORBID ANGEL</strong> sind mit ihren Albentiteln das Alphabet durchgegangen, <strong>AMENRA</strong> beschwören Messe nach Messe und <strong>BRIQUEVILLE</strong> nummerieren stumpf durch. <strong>WIEGEDOOD</strong> hingegen benutzen wieder und wieder den immer gleichen Albumtitel und ich weiß immernoch nicht so Recht, wieso. Faulheit? Geniestreich? Konzept? <a href="https://www.youtube.com/watch?v=O40alA3hTM8" target="_blank" rel="noopener">Reine Willkür?</a> Keine Ahnung.</p>
<p>Doch kommen wir zur Sache: Album Nummer drei macht EXAKT da weiter, wo das vorherige aufhörte. Der Schrei, mit dem <em>„Smeekbede“</em> endete, ist gleichzeitig der Anfang von <em>&#8222;Prowl&#8220;</em>. Schmunzelnswert. Auch das Riffing ist ähnlich und erinnert wieder mal an <strong>GORGOROTH</strong>&#8217;sche Klassiker. Wie auf dem Vorgänger schon spürbar, hat sich der Fokus von <strong>WIEGEDOOD</strong> deutlich in Richtung „klassischerem“ Black Metal verlagert. Die zweite Welle ist überall spürbar, sorgt aber auch dafür, dass die wirklich großen Momente merklich seltener aufblitzen,<a href="https://silence-magazin.de/wiegedood-und-die-vorteile-des-tot-seins/" target="_blank" rel="noopener"> als noch im Debüt.</a></p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-26537" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/04/Wiegedood-2018.jpg" alt="WIEGEDOOD" height="960" width="960" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/04/Wiegedood-2018.jpg 960w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/04/Wiegedood-2018-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/04/Wiegedood-2018-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/04/Wiegedood-2018-750x750.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" />
<p>Die zahlreichen Riffwiederholungen nehmen hier und da zudem oftmals überhand und sorgen eher für Längen, als für Atmosphäre. Die klare Ausnahme stellt für mich <em>&#8222;Doodskalm&#8220;</em> dar, das den Übersong der Platte bildet. Die restlichen Songs haben allesamt ihre Momente, reichen aber durch zu wenig Abwechslung in zu viel Zeit selten an Großtaten wie <em>&#8222;Onder Gaan&#8220;</em>, <em>&#8222;Svanesang&#8220;</em> oder <em>&#8222;Cataract&#8220;</em> heran.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/wiegedood" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a></p>
<p><a href="https://wiegedood.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener">Bandcamp</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/aller-toten-dinge-sind-drei-wiegedood/">WIEGEDOOD &#8211; Aller toten Dinge sind drei</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>AMENRA &#8211; die neue Sonntagsmesse</title>
		<link>https://silence-magazin.de/amenras-neue-sonntagsmesse/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=amenras-neue-sonntagsmesse</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Nov 2017 10:38:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Stoner]]></category>
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		<category><![CDATA[Atmospheric]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>AMENRA &#8211; Mass VI Veröffentlichungsdatum: 20.10.2017 Länge: 42:13 Min. Label: Neurot Recording Stil: Doom / Post / Sludge Heute sprechen wir über eine gehuldigte Gruppe von Musikern. Ja, ihr habt richtig gehört, nicht umsonst gibt es eine &#8222;Bibel&#8220; dieser &#8222;Church Of Ra&#8220;. ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/amenras-neue-sonntagsmesse/">AMENRA &#8211; die neue Sonntagsmesse</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>AMENRA</strong> &#8211; Mass VI<br />
Veröffentlichungsdatum: 20.10.2017<br />
Länge: 42:13 Min.<br />
Label: Neurot Recording<br />
Stil: Doom / Post / Sludge</p>
<p>Heute sprechen wir über eine gehuldigte Gruppe von Musikern. Ja, ihr habt richtig gehört, nicht umsonst gibt es eine &#8222;Bibel&#8220; dieser <strong>&#8222;Church Of Ra&#8220;</strong>. Dahinter stecken die Soundgewalt und düstere Aufmachung dieses Kollektivs. Seit nunmehr 18 Jahren stehen <strong>AMENRA</strong> an der Speerspitze der religiös angehauchten Bewegung. Um das Interesse ihrer Fans aufrechtzuerhalten, braucht es nicht einmal große, musikalische Innovationen. Denn Bands, die sich so einen Kultstatus erarbeitet haben, tun dies oft durch eine kohärente Ästhetik. Dies scheinen die Belgier wie kein Zweiter verstanden zu haben, was ihr neues Cover-Konzept direkt auf den ersten Platz <a href="https://silence-magazin.de/cthulhus-cover-des-monats-4-oktober-2017/">unseres monatlichen Rankings</a> brachte!</p>
<h4>Die Musik hinter der Bewegung</h4>
<p>Die beim&nbsp;<strong>NEUROSIS</strong>-Label heimische Formation hält sich musikalisch nicht gern zurück. Post Metal mit so viel Wucht und gesanglicher Abscheulichkeit sind ihr Mantra. Nach inzwischen sechs vollständigen Alben und fünf vergangenen Messen wird es jedoch immer schwieriger, die Errungenschaften jeden Werkes miteinander zu vergleichen. Mit zwei Gruppen fällt der Vergleich dennoch leicht:<strong> NEUROSIS</strong> und<strong> ISIS</strong>. Die schiere Größe der Kompositionen und der fiesen Riffgewitter ließ mich schon auf &#8222;Mass III&#8220; erschaudern. Hat sich daran inzwischen etwas geändert? Die erste Auskopplung <em>&#8222;Children Of The Eye&#8220;&nbsp;</em>beruhigt mich vorerst. Der Opener hält alle Versprechungen, die ein<strong> AMENRA</strong>-Album macht. Ein anmutiger Aufbau mündet in die härtesten Ausbrüche des vergangenen Jahres. Hunderte Schreie bündeln dabei die gesamte Kraft der bereits sehnlich erwarteten Instrumentalisierung. Viehisch langsam schreitet diese voran und hinterlässt nur Schutt und Asche. Das dazu passende Video macht da keine Ausnahme, nur gehen in diesem Fall hauptsächlich Fliegen drauf.</p>
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<p>Gesprochenen Text gibt es auf dem Album zwar öfter, aber am auffälligstena auf <em>&#8222;Edelkroone&#8220;</em> zu hören. Wahrscheinlich liegt es an der Betonung und der Sprache, aber seit <strong>IHSAHN</strong>s Erzählung <em>&#8222;Til for ulven&#8220;</em> (&#8222;Arktis&#8220;, 2016) hat mich gesprochener Text nicht mehr so bewegt. Jedoch könnte das folgende <em>&#8222;Plus près de toi&#8220;</em> auch für meine Begeisterung verantwortlich sein. Obwohl das Lied solide und unüberraschend aus den Membranen tönt, holt der Mittelteil ordentlich Momentum raus. Der klare und verletzliche Gesang quetscht sich zwischen Wände aus tiefen Klängen und treibenden Melodien &#8211; was für eine Abwechslung von Licht und Dunkelheit. Leider kommt das Finale des Tracks, trotz der stetigen Parallelen, nicht an z.Bsp. ein <em>&#8222;Razoreater&#8220;</em> (&#8222;Mass III&#8220;) heran, sondern wabert irgendwo zwischen Drangsal und Chaos. <em>&#8222;Spijt&#8220;</em> wird ebenso durch gesprochenen Text eingeleitet, der dieses melodische Zwischenspiel sehr gut in Szene setzt.</p>
<p>Kommen wir zur zweiten Hälfte dieser Platte mit dem wunderschönen <em>&#8222;A Solitary Reign&#8220;. </em>Die herrlichen Post-Metal-Melodien verzieren direkt den Anfang des Liedes, der ebenfalls nur so vor zärtlichem Gesang strotzt. Über die Gesamtspiellänge werden immer wieder gequälte Schreie und Sludge-Elemente eingebaut. Wie eine Spirale windet sich auch dieser Song seinem reinigenden Ende entgegen. So wirkt es, als hätte die Gruppe ihr Songwriting noch weiter in diese Richtung perfektioniert. Welche Schwachstellen sich da auftun, ist eigentlich an einer Hand abzählbar. So fehlen vielleicht an einigen Stellen bissigere Strukturen oder eine ausgelassenere Produktion. Dadurch kommen die ersten 20 Minuten schon fast ohne Ecken und Kanten aus, woran man sich erst wieder gewöhnen muss. Ihre einst so raue, unausgefeilte Abmischung ist schon längst Vergangenheit &#8211; ich vermisse sie trotzdem.</p>
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<p>Der letzte Track hat es dann noch einmal richtig in sich. <em>&#8222;Diaken&#8220;</em> setzt sich durch den klaren Gesang vor der ruhigen Atmosphäre zwischenzeitlich deutlich vom Chaos der anderen Songs ab. Dennoch mündet es auch in einem Feuerwerk der zerstörerischen Manie, für die <strong>AMENRA</strong> schon immer gestanden haben. Diese ist geprägt von fast schon sanften Melodien. Bis jetzt ist es den Belgiern immer gelungen, im Chaos solche Momente zu erschaffen, ohne dadurch ihren eigenen Mythos zu trüben. Leider klingt es weiterhin oft nach einer Art Drehbuch, dem sie Track für Track folgen, und das sich so schnell nicht ändern wird. Schuld an dieser ständigen Faszination für undurchdringbare, epische Schlussakte ist das Grundkonzept. In ihrer ewiglichen Auseinandersetzung mit Spiritualität findet sich in eben diesen Höhepunkten auch die Katharsis.</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/churchofra">Facebook</a><br />
<a href="https://churchofra.bandcamp.com/">Bandcamp</a></p>
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		<title>CTHULHUS’ Cover des Monats #4 – Oktober 2017</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Nov 2017 07:12:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Cthulhus&#8216; Cover &#8211; egal ob schrill, simpel, ausgefallen oder einfach nur abartig brutal &#8211; wir präsentieren unsere Auswahl der besten Cover-Inszenierungen aus Rock, Metal, Hardcore, Punk und allem was uns so über den Tisch geht. Wir heißen euch willkommen in einer Galerie ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4>Cthulhus&#8216; Cover &#8211; egal ob schrill, simpel, ausgefallen oder einfach nur abartig brutal &#8211; wir präsentieren unsere Auswahl der besten Cover-Inszenierungen aus Rock, Metal, Hardcore, Punk und allem was uns so über den Tisch geht.</h4>
<p>Wir heißen euch willkommen in einer Galerie voller Schrecken und Erleichterung. Ab sofort wird <em><strong>Cthulhu</strong></em> die <strong>6 besten Cover des vergangenen Monats</strong> für euch zusammenfassen. Unterstützt wird er dabei von meiner Wenigkeit und einem monatlich wechselnden zweiten <em><strong>SILENCE</strong></em>-Sklaven. Für diese Ausgabe gibt <strong>Mich</strong> seine Favoriten des Oktobers zum Besten. Meine Liste findet ihr dann unter seiner.</p>
<hr>
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<p><strong><em><br />
III</em></strong><strong>. SPECTRAL HAZE – Turning Electric<br />
Veröffentlichungsdatum: 20.10.2017<br />
Label: Totem Cat Records</strong></p>
<p>Mit psychedelisch-spacigen Farbexplosionen kriegt man mich fast immer – und so stach mir auch diese prächtige Bildkomposition sofort ins Auge. Hört man sich dann die Musik dazu noch an, ergibt sich ein sehr stimmig ineinander aufgehendes Gesamtbild: die Determination Augen und Haltung des Adlers, sowie dessen harscher und turbulent anmutender Farbverlauf und -aufbau geben die wilde, rohe Energie wieder, die der nach vorne gehende, rock’n’roll-lastige Stoner Rock von&nbsp;<strong>SPECTRAL HAZE</strong> ausstrahlt. Gleichzeitig wird der Betrachter durch die unzähligen Farben, die im aus Sternennebel geformten Körper des Vogels ineinander verlaufen – dem Hörer gleich – in überirdische Sphären befördert. Beide Aspekte, sowohl das wilde Farbenspiel wie auch die Härte im Ausdruck der Kreatur, werden durch den pechschwarzen Hintergrund noch einmal extra hervorgehoben. Dazu kommt, dass sich aus der Tiefe der nebular-spektralen Flügel des Wesens eine Landschaft mit Fluss und Gebirge zu ergießen scheint – ein Detail, welches mir erst nach längerem Betrachten überhaupt auffiel. Großartige Komposition!</p>
<hr>
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<p><strong><em><br />
II</em></strong><strong>. HÄLLAS – Excerpts From A Future Past<br />
Veröffentlichungsdatum: 13.10.2017<br />
Label: The Sign Records</strong></p>
<p>Ein dunkler Wanderer auf einem sumpfigen Pfad, der in den herannahenden Sonnenuntergang führt. Eine riesige Turmruine, die aus nebeligem Waldgestrüpp heraus- und in einen unendlichen, sternen- und galaxienübersähten Nachthimmel hineinsticht. Das Ganze edel umrahmt mit klaren, goldenen Linien, die zu dem weichen und verschwommenen Stil des fast hypnotisch wirkenden Gemäldes in einem harten Kontrast stehen. Man möchte wissen, wohin der Wanderer zieht. Wer er ist. Man möchte als Betrachter den goldenen Rahmen durchbrechen, in diese mystische, lockende Welt hineinsteigen. Was für eine Atmosphäre. Ein solches Album würde bei mir Gefahr laufen, allein wegen des Covers im Einkaufswagen zu landen. Einfach um zu wissen, was passiert, wenn man das Werk öffnet und tatsächlich, endlich, darin eintreten kann. Ob die Musik die vom Künstler versprochene Atmosphäre so einhalten kann, müsst ihr dann aber selbst herausfinden. Ich bin erstmal damit beschäftigt, das Bild anzustarren.</p>
<hr>
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<p><strong><em><br />
I</em></strong><strong>. FIREBREATHER – Firebreather<br />
Veröffentlichungsdatum: 13.10.2017<br />
Label: Suicide Records</strong></p>
<p>Woaaah, es sieht mich an! Der durchstechende Blick dieser gewaltigen Seeschlange, die bedrohliche, im Dunkeln der nächtlichen Gicht verschwimmende Haltung, die wilden, gnadenlos aggressiv gezogenen Pinselstriche – all dies gibt mir beim Betrachten dieses wahren Kunstwerks von Cover-Art tatsächlich ein gewisses Gefühl von Furcht und Paranoia. Die harsche, in Bewegung verwackelte Unschärfe des Werkes sammelt die Konzentration instinktiv auf den grell funkelnden, stechend scharf gemalten Augen der Kreatur und dessen aufgerissenem Maul. Welch eine Ausdruckskraft! So muss es sich für eine Maus anfühlen, wenn sie in den Unruhen einer stürmischen Nacht in letzter Sekunde bemerkt, dass sie einer hungrigen Katze gegenübersteht und im Begriff ist, verschlungen zu werden. Auch der Ritter im Bild scheint seiner Haltung nach die Situation, einer Seeschlange entgegenzutreten, etwas unterschätzt zu haben. Ein großartiges Cover-Artwork für ein wuchtend-düsteres, bösartiges Stoner-Doom-Album, und definitiv mein Favorit des Monats.</p>
<hr>
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<h4><em><strong>III</strong></em>. <strong>STICK TO YOUR GUNS</strong>&nbsp;– True View<br />
Veröffentlichungsdatum: 13.10.2017<br />
Label: End Hit Records / Pure Noise Records</h4>
<p>Von einem lyrischen Standpunkt aus ist &#8222;True View&#8220; das introspektivste<strong> STICK TO YOUR GUNS</strong> Album bis jetzt. Die vielen persönlichen Konflikte, die Sänger<strong> Jesse Barnett</strong> ankurbelte, indem er weiterhin nur blind seiner politischen Agenda folgte, hatten einen starken Einfluss auf den Text und die Musik. Sein Ausruf:</p>
<blockquote><p><strong>&#8222;There was a time / When I did things just to do them&#8220;</strong></p></blockquote>
<p>illustriert dieses Thema jedoch noch nicht genug. Die Darstellung des Globus und die Illustrationen zu den Songs rahmen diese ehrliche LP perfekt ein. Weiterhin spielt der Titel &#8222;True View&#8220; mit zweierlei Dingen: dem Blick auf die eigene Persönlichkeit als auch die Weltkarte.</p>
<p>Wusstet ihr zum Beispiel, dass fast alle <a href="https://www.youtube.com/watch?v=kIID5FDi2JQ">flachen Projektionen des Globus inkorrekt sind</a>? In diesem Fall wurde die atemberaubende, aus zwei Hemisphären bestehende Karte des Mathematikers <strong>Samuel Dunn</strong> für die Ansicht gewählt. Zu seiner Zeit waren große Teile dieser Karte jedoch noch nicht vollständig erkundet und die Karte enthält dementsprechend nicht nur die vorprogrammierten mathematischen, sondern auch geografische Fehler.&nbsp;</p>
<hr>
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<h4><em><strong>II</strong></em>.<strong> ZUGEZOGEN MASKULIN</strong> – Alle Gegen Alle<br />
Veröffentlichungsdatum: 20.10.2017<br />
Label: Four Music</h4>
<p>Hip Hop kann so viel mehr sein als Parolenbrüllerei (siehe Zecken-Rap) und Versace zu tragen. Diese Aussage vertreten für mich&nbsp;<strong>ZUGEZOGEN MASKULIN</strong>. Sie<strong>&nbsp;</strong>prangern auf ihrem zweiten Album weiterhin alles an, was ihnen auf den Geist geht. Neben den vielen, ungewohnt privaten Ansätzen wird wieder volle Kanne auf Hipster, Konsum als Kultur und gegenseitigen Hass eingeprügelt, bis der Arzt kommt. Dabei kommen sie noch lang nicht so linksgrün-versifft daher, wie der Feuilleton, oder ihr nach dieser Beschreibung, vielleicht vermutet. Auch das Cover macht da vor niemandem Halt. Jeder bekommt sein Fett weg &#8211; <strong>Menschenhass pur</strong> für Jugendkultur und blinden Aktionismus. Zwei am Boden gebliebene MCs zeigen allen Schubladen-Denkern mit ihren ironischen Stellungswechseln den Mittelfinger. Wer sich als Metaller gern mit Texten auseinandersetzt, kommt hier definitiv auf seine Kosten. Achja, das <strong>SLIME</strong> <a href="https://www.youtube.com/watch?v=1_cn3ttT88Y">Album</a>, das den Titel &#8222;inspirierte&#8220;, soll auch ganz gut sein.</p>
<hr>
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<h4><em><strong>I</strong></em>.<strong>&nbsp;AMENRA&nbsp;</strong>– Mass VI<br />
Veröffentlichungsdatum: 20.10.2017<br />
Label: Neurot Recordings / Cargo Records</h4>
<p>Puh, die Kultbegründer und Freigeister von <strong>AMENRA</strong> haben sich mal wieder zusammen- und mit allem möglichen auseinandergesetzt. Alles was über die morbide Grundstimmung aller ihrer Werke hinaus geht, möchte ich hier außen vor lassen, denn meine ausführliche Review zu dem Ding bekommt ihr schon noch zu hören. So monumental und tragisch diese Musik auch anmuten mag, so einfach ist das Artwork aufgeschlüsselt. Der sterbende Schwan ist eine eindeutige Botschaft, die nicht im Klischee versinkt &#8211; und das trotz aller Anspielungen, die auf dieses Tanzsolo bereits abzielten. Mit den anderen dazu entstandenen Stücken verbildlicht das Kollektiv eine düstere Vorahnung von dem, was zu hören sein wird. Befreit von jeglichen popkulturellen Ideen zur Darstellung des Todes wird die Sterblichkeit an Tieren dargestellt. Denn in der Natur zählt nicht was du bist, sondern nur wann du stirbst.</p>
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		<title>Die Toten haben es immer noch gut &#8211; Wiegedood gehen in die zweite Runde</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Feb 2017 15:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Amenra]]></category>
		<category><![CDATA[Belgien]]></category>
		<category><![CDATA[Consouling Sounds]]></category>
		<category><![CDATA[De Doden Hebben Het Goed]]></category>
		<category><![CDATA[De Doden Hebben Het Goed II]]></category>
		<category><![CDATA[Der Weg einer Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gorgoroth]]></category>
		<category><![CDATA[Hessian]]></category>
		<category><![CDATA[Oathbreaker]]></category>
		<category><![CDATA[Wiegedood]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>WIEGEDOOD – De Doden Hebben Het Goed II Veröffentlichungsdatum: 10.02.2017 Dauer: 33:25 Min. Label: Consouling Sounds Was kann man von einem Album erwarten, das den gleichen Titel wie das Debüt trägt, nur mit einer &#8222;II&#8220; dahinter? In Film und Fernsehen wurde bereits ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>WIEGEDOOD</strong> – De Doden Hebben Het Goed II<br />
Veröffentlichungsdatum: 10.02.2017<br />
Dauer: 33:25 Min.<br />
Label: Consouling Sounds<span id="more-14094"></span></p>
<p>Was kann man von einem Album erwarten, das den gleichen Titel wie das Debüt trägt, nur mit einer &#8222;II&#8220; dahinter? In Film und Fernsehen wurde bereits zur Genüge unter Beweis gestellt, dass ein Sequel nicht zwangsläufig so gut sein muss, wie das Original. Wie verhält es sich nun bei der belgischen Black-Metal-Band? Zumindest das Cover lebt von der gleichen Ästhetik, wie das vorherige.</p>
<blockquote><p>Erwartet mich eine Kopie des ersten Albums?</p></blockquote>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-14098" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Schermafbeelding-2016-11-24-om-20.03.04-Wiegedood-DDHHG-II.png" alt="" width="650" height="646" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Schermafbeelding-2016-11-24-om-20.03.04-Wiegedood-DDHHG-II.png 650w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Schermafbeelding-2016-11-24-om-20.03.04-Wiegedood-DDHHG-II-150x150.png 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Schermafbeelding-2016-11-24-om-20.03.04-Wiegedood-DDHHG-II-300x298.png 300w" sizes="auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px" />
<p>&nbsp;</p>
<p>&#8222;De Doden Hebben Het Goed&#8220; war für mich <a href="https://silence-magazin.de/wiegedood-und-die-vorteile-des-tot-seins/" target="_blank">eins der überraschendsten und besten Black-Metal-Alben des Jahres 2015</a> und noch dazu das Debüt von <strong>WIEGEDOOD</strong>. Zwei Jahre und zahlreiche Touren später, steht bereits das Folgewerk in den Läden, bzw. online. Euphorie packt mich.&nbsp;</p>
<p>Sofort fällt auf, dass das Album düsterer geworden ist. Der Opener <em>&#8222;Ontzielling&#8220;</em> verarbeitet in puncto Harmonik und Geschwindigkeit skandinavische Einflüsse und könnte so auch von <strong>DER WEG EINER FREIHEIT</strong> stammen. Es wirkt, als wäre die einfache Melodik des Erstlings Raserei und Düsternis gewichen, die <strong>WIEGEDOOD</strong> zwar ebenfalls gut zu Gesicht steht, aber zumindest mir das Gefühl gibt, dass ein gewisser Bruch vollzogen wurde. Ist das schlimm? Ist das gut? Ist die Frage nach der Kopie des ersten Albums somit vom Tisch? Hab ich den Herd angelassen? Fragen, die ich erst noch klären muss.</p>
<p>Auch wenn ich das am Anfang nicht vermutet habe, so offenbart <em>&#8222;Ontzielling&#8220;</em> über den Verlauf seiner sieben Minuten doch noch melodische Elemente, die hängen bleiben.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/6KcbjnpGpmE?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><em>&#8222;Cataract&#8220;</em> ist das zweite und mit elf Minuten auch das längste Stück des Albums.<br />
Der Beginn verläuft sehr ruhig, da es zunächst nur langsam gespielte Akkorde zu hören gibt, bevor in bester Post-Black-Metal-Manier Fahrt aufgenommen wird, was deutlich an den Rausschmeißer <em>&#8222;Onder Gaan&#8220; </em>der Vorgängerplatte erinnert. Nach gut der Hälfte des Stücks, kommen nochmal klare Akkorde zum Einsatz, bevor die Hölle über mich hereinbricht. Blastbeats und Hammerblasts dreschen alles kurz und klein, während aggressiv sägende Gitarren dominieren. Mir fällt auf, dass sich im Vergleich zum Debüt besonders die Charakteristik der Gitarrenmelodien geändert hat. Trugen in der ersten Auflage von &#8222;De Doden Hebben Het Goed&#8220; noch langsame Gitarrenmelodien die Songs, so sind die Linien hier sehr viel fragmentierter, chaotischer und rasender. Und genau das ist es, was <em>&#8222;Cataract&#8220; </em>bis zum Schluss bestimmt.</p>
<p>So kommen <strong>WIEGEDOOD</strong> dann auch schon ohne Umschweife zum Titeltrack. Dieser beginnt mit Gekreische und stehenden Tönen, wodurch eine Stimmung erzeugt wird, die an Ambient erinnert, bevor sich langsam aber sicher eine Gitarre nach vorne arbeitet. Schließlich regiert auch hier eine deutlich schwärzere Atmosphäre mit klirrend kalten Gitarren. Dazu kommt tiefer Gesang, den so auch <strong>BATUSHKA</strong> verwenden könnten. Obgleich sich der Song langsam steigert, bleibt er doch über achteinhalb Minuten im Midtempo, ohne wirklich auszubrechen, was für etwas Länge sorgt.</p>
<p>Das letzte Stück <em>&#8222;Smeekbede&#8220;</em> zeigt dann nochmal ordentlich Zähne und erinnert mich anfangs sehr an <strong>GORGOROTH</strong> zu &#8222;Ad Majorem Satanhas Gloriam&#8220;-Zeiten. Erneut muss ich den Vergleich zu dem Schlussstück des Vorgängers ziehen, denn <i>&#8222;Onder Gaan&#8220;</i>&nbsp;war für mich einer der besten Songs aus <strong>WIEGEDOOD</strong>s bisherigem Schaffen. <em>&#8222;Smeekbede&#8220;</em> wird dem nicht wirklich gerecht, arbeitet aber auch in einer ganz anderen Art und Weise. Das Stück endet abrupt, bevor ein lange währender Schrei das Album beschließt.</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border: 0px currentColor; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3751775589/size=large/bgcol=333333/linkcol=e32c14/tracklist=false/artwork=small/track=4005100949/transparent=true/" width="300" height="150" seamless="">&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;lt;a href=&#8220;http://wiegedood.bandcamp.com/album/de-doden-hebben-het-goed&#8220;&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;gt;De Doden Hebben Het Goed by Wiegedood&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;lt;/a&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;gt;</iframe></p>
<p><strong>WIEGEDOOD</strong> haben sich bereits mit ihrem Debüt etwas geschaffen, das schwer zu übertreffen ist. Obgleich der Titel des Zweitlings nahelegt, dass es in der gleichen Art und Weise weitergeht, wird dieser Eindruck schnell zunichte gemacht. Ich denke, dass die Kurskorrektur, die die Belgier vorgenommen haben, aus dem Bewusstsein entstanden ist, die erste Platte kaum toppen zu können. Indem nun einem etwas roheren, dunkleren Klang nachgegangen wird, setzt man zwar das fort, was man begonnen hat, lotet allerdings andere Bereiche aus, die zwar ebenfalls beherrscht werden, die allerdings nicht die gleiche Atmosphäre erzeugen können, wie die Songs des Debüts.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/wiegedood/" target="_blank">Facebook</a></p>
<p><a href="https://wiegedood.bandcamp.com/releases" target="_blank">Bandcamp</a></p>
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		<title>Wiegedood und die Vorteile des tot seins</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 May 2016 08:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Amenra]]></category>
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		<category><![CDATA[Oathbreaker]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Album: De Dooden Hebben Het Goed<br />
Veröffentlichung: 8.5.2015<br />
Dauer: 38:36 min<br />
Label: ConSouling Sounds</p>
<p>Manchmal kommen Alben von irgendwo her angeflogen und treffen einen völlig unvermittelt, so wie n Basketball das Nasenbein damals im Sportunterricht, wenn man grade mal geträumt hat.</p>
<p>Alben, die einen total umhauen. Die einen infizieren, denen man Gehör schenkt, die man danach kurz vergisst, bis sich aus den Tiefen des Schädels eine Melodie nach oben arbeitet, von der man keine Ahnung hat, woher sie kam. Und völlig manisch versucht man ewig und rastlos den Song zu finden, dem die Melodie entstammt. In meinem Fall so geschehen mit <em>„Svanesang“</em>, dem Eröffnungssong von „<em>De Doeden Hebben Het Goed</em>“, dem Debütalbum von <b>WIEGEDOOD.</b> Wiege-was?</p>
<p>So sah auch meine erste Reaktion aus. Keine Ahnung, wer oder was das war, doch aus den Untiefen des WWW hatten sie mich gefunden und ließen mich nicht mehr los, wie bei nem 12-jährigen, der grade Pornhub entdeckt hat. Doch wir wollen nicht ins Schwärmen geraten&#8230;<br />
Um nun etwas Licht ins Dunkel zu bringen: <b>WIEGEDOOD</b> sind eine belgische Black Metal Band, die seit 2014 existieren. Die einzelnen Mitglieder sind zum Teil noch in 1000 anderen belgischen Bands vertreten, wobei <a href="https://hessian.bandcamp.com/album/hessian" target="_blank"><b>HESSIAN</b></a>, <a href="http://www.metal-archives.com/bands/Amenra/63075" target="_blank"><b>AMENRA</b></a> und <a href="http://oathbreakerband.bandcamp.com/" target="_blank"><b>OATHBREAKER</b></a> hier die größeren Namen darstellen.</p>
<p>Wie z.B. <a href="http://www.silence-magazin.de/mantar-ode-to-the-flame/" target="_blank"><b>MANTAR</b></a> oder auch <a href="https://www.youtube.com/watch?v=BXkP4WS8Y_Y" target="_blank"><b>BÖLZER</b></a> in jüngerer Vergangenheit beweisen konnten, ist „Wenig“ das neue „Viel“, zumindest wenn es um die Anzahl der Bandmitglieder geht. Und auch wenn man es dem Album nicht anhört: <b>WIEGEDOOD</b> sind nur zu dritt. Beide Gitarristen spielen <a href="https://www.youtube.com/watch?v=F18tolvMnjg" target="_blank">live</a> jeweils über einen Gitarren- und einen Bassamp. Das wars. Reicht auch. Drückt wie Sau!</p>
<blockquote><p>Doch was ist jetzt so revolutionär geil und nie dagewesen an „De Doden Hebben Het Goed“?<br />
Die ehrliche Antwort: Nichts!</p></blockquote>
<p>Was auf den 4 Songs innerhalb von über 40 Minuten dargeboten wird, ist atmosphärischer, überlanger <strong>Black Metal</strong>. So weit, so unspektakulär. Die Arrangements sind dabei charmant einfach, aber simpel. Die Dynamikkurven verhalten sich bereits nach kurzer Zeit recht durchschaubar, ohne jedoch belanglos zu werden. Es wird minutenlang geblastet, gelegentlich tauchen dann cleane Gitarren auf, die dem Song kurzzeitig Ruhe verschaffen, bevor das Sperrfeuer erneut einsetzt.</p>
<p>Das passendste Prädikat lautet für mich hier: schnörkellos, allerdings so positiv konnotiert wie nur möglich. Alles schonmal gehört, alles schonmal gesehen. Hier gibt es kaum überraschende Wendungen, Breaks oder Innovationen. Viel eher leben die 4 Songs von Wiederholungen, und grandiosen Melodieschichtungen. Mit steigender Länge türmen sich auch die Soundwände immer weiter auf. Für manche mag das indiskutabel Post Black Metal sein. Aber wenn schon, dann wesentlich näher an <a href="http://deafheaven.com/" target="_blank"><b>DEAFHEAVEN</b>,</a> als an <b><a href="http://www.metal-archives.com/bands/Wolves_in_the_Throne_Room/35741" target="_blank">WOLVES IN THE THRONE ROOM</a></b>, wobei <b>WIEGEDOOD</b> deutlich mehr Kälte und Dreck enthalten als die hippen Blackgazer aus San Francisco. Und das ist äußerst angenehm so.</p>
<p>Auch nach dutzenden Hördurchläufen macht sich kaum eine Spur der Abnutzung bemerkbar. Der einzig negative Punkt, den ich aufzeigen könnte, wäre, dass ausgerechnet der Titeltrack im Vergleich mit den anderen Songs etwas einknickt. Ansonsten kann jedes Lied das Prädikat „episch“ tragen und zwar nicht nur in Bezug auf die einzelnen Songlängen.</p>
<p>Für mich haben <strong>WIEGEDOOD</strong> etwas geschafft, was nur wenigen Bands gelingt: eine mitreißende Platte zu schaffen, die wenig anders macht, als andere und trotzdem überdurchschnittlich packt und gefällt. Lässt man den erwartbar grandiosen <strong>MGLA</strong> Drittling „<em>Exercises in Futility</em>“ aus den Augen, so haben <strong>WIEGEDOOD </strong>für mich aus dem Nichts eine DER Black Metal Platten des Jahres 2015 geschaffen.</p>
<p>Die Frage danach, ob es die Toten wirklich gut, oder gar besser haben, bleibt offen. Wenns darum geht, nie wieder Basketbälle in die Fresse zu bekommen, dann sicherlich. Wenn man dafür jedoch den Preis auf sich nehmen muss, nie wieder solcherlei Musik hören zu können, dann bleib ich doch lieber noch ne Weile am Leben und gönn mir ne weitere Runde.</p>
<p>Facebook: <a href="https://www.facebook.com/wiegedood/" target="_blank">Wiegedood FB</a></p>
<p>Bandcamp: <a href="https://wiegedood.bandcamp.com/releases" target="_blank">Wiegedood Bandcamp</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wiegedood-und-die-vorteile-des-tot-seins/">Wiegedood und die Vorteile des tot seins</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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