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	<title>amerikanischer Death Metal Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>amerikanischer Death Metal Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>NOCTURNUS A.D. – Die Wiederauferstehung eines Kolosses</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nico]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 May 2019 09:19:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenns nicht nur rummsen soll, sondern auch etwas Grips haben darf - dann sollte man sich mal NOCTURNUS AD geben… Hier wird von 5 alteingesessenen Vollblutmusikern abgeliefert. </p>
<p>Es geht um Space, Cyber und natürlich Metal: Progressives Weltraumschiff ahoi!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/nocturnus-a-d-paradox/">NOCTURNUS A.D. – Die Wiederauferstehung eines Kolosses</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"><u></u></p>
<h3 style="text-align: center;"><strong>NOCTURNUS A.D. – &#8222;Paradox&#8220;</strong></h3>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong> 24.05.2019</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Länge:</strong> 52:09 Min.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Label:</strong> Profound Lore Records</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Genre:</strong> Old School/Progressive/Atmospheric Death Metal</p>
<p style="text-align: center;"></div></div></div></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Grunde braucht man zu <a href="https://de-de.facebook.com/NocturnusAD/"><strong>NOCTURNUS (A.D.) </strong></a>eigentlich nicht viel zu erzählen. Das aus Tampa (Florida), dem <strong>El-Dorado</strong> amerikanischen Todesstahls, stammende Quintett genießt nun bereits seit ca. drei Dekaden ein immens hohes Ansehen innerhalb der Szene. Denn mit ihren ersten beiden Alben <strong>The Key (1990) </strong>und <strong>Thresholds (1992) </strong>beflügelten sie nie dagewesene, <strong>progressive Entwicklungsfortschritte</strong> im Genre. Zum einen machten sie die Integrierung von <strong>Synth-/Keyboardarrangements</strong> im Death Metal langfristig salonfähig.</p>
<p>Des Weiteren öffneten sie mit ihrem inhaltlich-konzeptuellen Fokus auf Themen im <strong>Sciene-Fiktion- und Weltraumbereich </strong>im lyrischen Sinne die bis dato im Allgemeinen vorherrschenden Schranken des Genres. Texte aus dem <strong>Horror-Zombie-Gore-Milieu</strong> standen fortan einer Art Opposition gegenüber. Die daraus resultierenden Langzeitfolgen sind heute bei Bands wie <strong>BLOOD INCANTATION, NUCLEUS, OBSCURA, ORIGIN, GIGAN </strong>oder <strong>FRACTAL UNIVERSE </strong>merklich sichtbar.</p>
<h2><strong>Die Auditive Cyborgs-Invasion</strong></h2>
<p>Bereits der Opener-Track &#8222;<em>Seizing The Throne&#8220; </em>leitet mit einem schillernden Cyber-/Industrial-Intro ein, ehe es relativ zügig von einem klassischen Ami-Death-Metal-<strong>Riffinferno</strong> á la <strong>MORBID ANGEL, DEICIDE, GUTTED (US)</strong> oder <strong>MASSACRE </strong>abgelöst wird. In weitaus technisch anspruchsvoller, sauberer und klar durchdachter Manier trumpft von Beginn an das <strong>Soundkonzept </strong>der wiedervereinten Pioniere auf. Besonders interessant im ersten Song erscheint mir der gestreckte Ausklang mit einem <strong>abgehobenen Solopart</strong>. Das gemächlich abnehmende Tempo am Ende lässt den Song gleichförmig langsamer werdend ausklingen. Die Vocals, eine Symbiose aus <strong>Growls und Shouts</strong>, erscheinen ansprechend gemixt. Die atmosphärischen, cyberartigen <strong>Synth-Einschübe</strong> komplettieren das Gesamtklangbild.</p>
<p>Im Folgenden wird &#8222;<em>The Bandar Sign&#8220; </em>ebenso vorerst mit einem sci-fi-anmutenden und kristallinen Intro eingeläutet. Was mich jedoch anschließend verwundert, ist, dass keine typische Growl-Stimme, sondern eher <strong>reine Shouts</strong> mit vereinzeltem Growl-Abgang den Track infiltrieren. Die Vocals werden zudem rhythmisch orientiert und damit sehr <strong>abgehackt intoniert</strong>. Ordentliche Death-Metal-Vocals klingen für mich anders. Das darauffolgende Interludium mutet wieder fesselnd durch ein mitreißendes Solo an. Zwischendurch droht im Hintergrund ein <strong>futuristischer, überdimensionaler Kochkessel</strong> kurz vor der Eruption zu stehen. Gerade dieser bringt eine faszinierende Dissonanz und <strong>Spannungsintensität</strong> mit sich. Sonst wurden über den gesamten Songverlauf hinweg immer wieder hintergründig Synths eingebaut, welche den für die Band prägenden <strong>Sci-Fi-Background</strong> aufrechterhalten. Des Weiteren generieren die Synths über die gesamte Laufzeit hinweg eine ansprechende Grunddramatik in die sich ansonsten <strong>wiederholenden Grundstrukturen</strong> der Songs. Dabei muten sie oft schon fast orchestral mit einem Seitenschlag zu Nahost-Klängen an.</p>
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<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>Die Gradwanderung zwischen Rhythmus- und Melodiefokus</strong></h2>
<p>Stark fällt bei den ersten Tracks schon ins Gewicht, dass Riffs und Synths die melodietragenden Komponenten verkörpern, während die Konvergenz aus Stimme und Schlagzeug vorrangig den Rhythmus prägen. &nbsp;Auch in <em>&#8222;</em><em>Paleolithic&#8220; </em>setzt sich das soeben beschriebene <strong>Melodie-Rhythmus-Wechselspiel</strong> fort. Spätestens hier, also schon ab dem dritten Titel, gestalten sich die einzelnen Nummern schon als zu ähnlich und vorhersehbar, was im späteren Verlauf nicht abebbt.</p>
<p>Trotz der kontinuierlichen Einbindung von sonderbaren <strong>Intros, Outros und Bridges</strong> wird dieser Trivialisierung nicht entgegengewirkt. Es fehlen sozusagen neue Überraschungsmomente, trotzdem kann ich den Herren ihr <strong>handwerkliches Geschick</strong> nicht absprechen. Während andere Bands vermutlich in vollumfängliche Belanglosigkeit abdriften würden, kommt der Tampa-Brigade ihr <strong>Originalitätsfaktor</strong> noch zu Gute, auch aus dem Grunde, dass die Synths nie übertrieben aufkreuzen.</p>
<p>In &#8222;<em>Precession of The Equinoxes&#8220; </em>hat die Stimme wieder mehr <strong>Growl- und Legato-Charakter</strong> und die virtuellen Synths geben Aufschluss darüber, dass fremde, von <strong>Cyborgs, Robotern oder anderen zwielichtigen Geschöpfen</strong> <strong>geflutete Dimensionen </strong>betreten werden. Obwohl die Melodieträchtigkeit der Gitarren und Synths durchgehend stark ist, trägt die Stimme in Summe dafür Sorge, dass der Rhythmus über die Melodie die Vorderhand gewinnt.</p>
<p>Der siebte Track, &#8222;<em>Apotheosis&#8220;, </em>stellt mit seinem <strong>über</strong> <strong>einminütigem Cyber-Intro</strong> noch einmal unter Beweis, wie ausgefeilt die Intros von den Südstaatlern für diesen Longplayer ausgestaltet worden sind. Sie bestechen eigentlich durchgehend durch eine optimale Performance und erscheinen damit weder zu moderat noch zu ausdifferenziert oder überengagiert. Leider bietet die zweite Hälfte des Albums für mich ansonsten <strong>keine weiteren Höhenflüge</strong>, welche hier noch Erwähnung finden sollten.</p>
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<h2><strong>Atmosphäre und Technik triumphiert über Härte</strong></h2>
<p>Alles in Allem wurde (auch) beim vierten Longplayer von <strong>NOCTURNUS A.D.</strong> weniger Härte auf Teufel komm raus in den Fokus der Produktion gesetzt, sondern eher Priorität auf Rhythmik und Atmosphäre gelegt, welche als Schnittstelle zwischen <strong>90er-Jahre-Old-School-DM-Sound</strong> und <strong>cyberartiger Zukunftsvision</strong> fungiert.</p>
<p>Die <strong>shout-lastige Stimme</strong> hätte tiefer sein können bzw. wäre sie eher für ebenso Sci-Fi-ausgerichteten <strong>Technical Thrash</strong> à la <strong>VEKTOR </strong>oder <strong>VOIVOD </strong>prädestiniert gewesen, würde sie noch schneller vorgetragen werden. Insgesamt wirkt die zweite Hälfte zumindest stellenweise etwas <strong>thrash-lastiger</strong> (zum Beispiel hinsichtlich der Riffstruktur in <em>&#8222;Apotheosis&#8220;</em>).</p>
<p>Die Musik sollte Fans von eher moderat extremen Death-Metal-Kapellen wie <strong>DEATH, MASSACRE, OBITUARY, PESTILENCE </strong>oder <strong>SKELETAL REMAINS,</strong> aber selbstverständlich auch der alten <strong>NOCTURNUS-</strong>Alben gleichermaßen positiv aufs Gemüt schlagen. <strong>Technical-Death-Maniacs</strong> mit zeitgleicher Affinität zur Weltraumthematik und Old-School-Sound sollten den vierten Longplayer der Urgesteine auch einmal anspielen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/nocturnus-a-d-paradox/">NOCTURNUS A.D. – Die Wiederauferstehung eines Kolosses</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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