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	<title>Arkona Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Arkona Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>MEAD &#038; GREED 2022 &#8211; Ein verfluchtes Festival!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Apr 2022 11:03:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Auf dem Mead &#38; Greed 2022 lastete definitiv ein Fluch! Zwar konnte es, im Gegensatz zur Vorgängerversion, stattfinden, ohne zuerst dreimal verschoben werden zu müssen, aber&#8230; Der Fluch Als Headliner des Festivals waren ursprünglich ARKONA eingeplant. Der russischen Folk-Metal-Band wurde dann aber, ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/mead-greed-2022-ein-verfluchtes-festival/">MEAD &#038; GREED 2022 &#8211; Ein verfluchtes Festival!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auf dem Mead &amp; Greed 2022 lastete definitiv ein Fluch! </strong>Zwar konnte es, im Gegensatz zur Vorgängerversion, stattfinden, ohne zuerst dreimal verschoben werden zu müssen, aber&#8230;</p>
<h2>Der Fluch</h2>
<p>Als Headliner des Festivals waren ursprünglich <strong>ARKONA</strong> eingeplant. Der russischen Folk-Metal-Band wurde dann aber, nachbarlandangreifender Staatsoberhäupter sei Dank, nicht ohne weiteres der Eintritt nach Deutschland gewährt – und so kam <strong>der erste Bandentfall</strong> zustande.</p>
<p>Auch freute ich mich sehr darauf, <strong>JÖRMUNGAND</strong> noch einmal sehen und hören zu können – war doch geplant, dass sie auf diesem schönen Festival ihr Abschiedskonzert spielen. Was hier genau von Statten gegangen ist, wurde mir nicht offenbart; <strong>zu besagtem Konzert sollte es jedoch nicht kommen</strong>. Die lokale Pagan-Metal-Combo verließ einige Wochen vor der Party ihren Slot im Line-Up.</p>
<p><strong>TALES OF RATATÖSK</strong>, deren energetische Performance ich vor drei Jahren mit Begeisterung kennenlernen durfte, stand der Opener-Slot am Freitag zu. Gespannt war ich vor allem auf ihre „neu“ (pre-COVID) zusammengefundene Besatzung. Aber nein, zu früh gefreut! Denn nach der Generalprobe ein paar Tage vor dem großen Abend war plötzlich die gesamte Truppe (viele unter ihnen auch Teil der Festival-Organisation) <strong>Corona-positiv</strong>. Außer Tim. Tim war nicht bei der Probe.</p>
<p>Trotz allem wurde die Situation vom Orga-Team ziemlich gut gehandhabt und es wurden schnell und effektiv Lösungen für jedes der fluchbedingten Löcher in der Running Order herbeigezaubert. <strong>ARKONA</strong> wurde binnen kürzester Zeitspanne durch den Färöer Vikingertrupp <strong>TÝR</strong> ersetzt. <strong>VANAHEIM</strong>, die dank frisch veröffentlichtem Album nun mehr als genug Musikmaterial im Gepäck haben, übernahmen neben ihrem normalen Slot am ersten Tag zusätzlich den von <strong>JÖRMUNGAND</strong> am Samstag. Und für <strong>TALES OF RATATÖSK</strong> sprangen (sehr) kurzerhand die Kollegen von <strong>FABULA RASA</strong> ein.</p>
<p><strong>Der Fluch schien gebannt.</strong> Die Situation unter Kontrolle. Doch niemand konnte ahnen, dass es noch lange nicht vorbei war&#8230;</p>
<h2>Freitag, der erste April 2022</h2>
<p>Der Tag des Festivals. Mein persönlicher Fluch ist es erstmal, unmöglich nach der Arbeit rechtzeitig in Oberhausen sein zu können, um alle Konzerte mitzuerleben. Der Weg ist einfach zu weit. So komme ich an, als gerade die letzten Töne von <strong>FABULA RASA</strong> verklungen sind und die Bühne sich im Umbau befindet. Einen Konzertbericht habe ich also leider nicht für euch, dafür aber dieses Foto:</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_39933" aria-describedby="caption-attachment-39933" style="width: 801px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-39933" style="float: none; margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; border: 0px none; padding: 0px; text-align: center;" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Fabula-Rasa-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-4300.jpg" alt="" width="811" height="542" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Fabula-Rasa-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-4300.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Fabula-Rasa-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-4300-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Fabula-Rasa-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-4300-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Fabula-Rasa-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-4300-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Fabula-Rasa-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-4300-750x501.jpg 750w" sizes="(max-width: 811px) 100vw, 811px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-39933" class="wp-caption-text">Genau dieses @Matthias Mayer</figcaption></figure>
<p>Die Zeit, mir an der Bar ein Bier zu schnappen, nehme ich mir noch, bevor mit&nbsp;<strong>MANDRAGORA THURINGIA</strong> mein erstes Konzert ansteht.&nbsp;Anfangs rumpelt der Sound noch ein wenig, was sich aber relativ schnell wieder fängt. Die Tanzstimmung lässt demzufolge auch nicht lange auf sich warten, und während der Keyboarder auf einmal zum Akkordeon wechselt, entsteht sogar ein kurzer Walzertanz im Publikum. Als dann ein Lied über den Kraken (ich glaube, es heißt&nbsp;<em>„Der Krake“</em>) ertönt, sitzen plötzlich alle auf dem Boden und formen gemeinsam drei imaginäre Ruderboote, die zwar nicht von der Stelle kommen, dafür aber lustig aussehen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_39934" aria-describedby="caption-attachment-39934" style="width: 801px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-39934" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Mandragora-Thuringia-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-5038.jpg" alt="" width="811" height="542" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Mandragora-Thuringia-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-5038.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Mandragora-Thuringia-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-5038-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Mandragora-Thuringia-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-5038-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Mandragora-Thuringia-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-5038-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Mandragora-Thuringia-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-5038-750x501.jpg 750w" sizes="(max-width: 811px) 100vw, 811px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-39934" class="wp-caption-text">Thüringer Alraunensound @Matthias Mayer</figcaption></figure>
<p>Die Band klingt mit ihren Dudelsack- und Akkordeoneinlagen mal heiter, mal etwas düsterer bis hin zu <strong>EISREGEN</strong>-artigen Momenten, und zum Abschluss gibt’s dann den Hit <em>„Kriegselefanten“</em>, den sogar ich schon mal gehört habe. Hier wird auch unter den Zuschauern kräftig mitgesungen. Check, ob noch Zeit für einen weiteren Song bleibt, die Antwort ist nein, und das Konzert endet mit einem kuschligen Gruppenfoto zusammen mit den Fans.</p>
<h2>Vanaheim die Erste</h2>
<p><strong>VANAHEIM</strong> aus den Niederlanden haben vor kurzem mit „Een Verloren Verhaal“ ein großartiges Album im Stil epischen Folk und Pagan Metals veröffentlicht. Doch das wird nun erstmal beiseitegelegt – heute wird <strong>nur die EP „The House Spirit“</strong> präsentiert, während morgen noch genug Zeit sein wird, bei der zweiten Show die Menge mit dem frischen Material zu begeistern. <strong>VANAHEIM</strong>-Live-Shows habe ich als mitreißende Erlebnisse in Erinnerung, bin also insgeheim sehr froh darüber, gleich zwei davon zum Preis von einem <em>(0 €, bin ja akkreditiert hihi)</em> zu bekommen. Und die Erinnerung trügt nicht: Kraftvoll, abwechslungsreich und professionell performt die langhaarige Mannschaft Song um Song, während die Zuhörer merklich in dem gewaltigen Energieschwall aufgehen. Ein Freund fragt mich nach dem Konzert, was es denn mit dieser Band auf sich habe – das Publikum habe sich ja benommen wie bei einer Headliner-Show.</p>
<p>Der Gesang – ob es denn nun gerade Growls, Chöre oder <strong>Kehlkopfgesang</strong> ist – sitzt perfekt, und gerade letzterer kommt richtig <strong>finster und bedrohlich</strong> herüber. Ich hatte gar nicht damit gerechnet, wie viel davon live tatsächlich von der Band (man nehme die englische Aussprache) selbst und nicht vom Band (man nehme die deutsche Aussprache) dargeboten würde. Als kleine Überraschung wird dann aber doch schon die neue Single <em>„Reuzenspraak“ </em>rausgehauen, und dazu noch eine Uraufführung des einzigen Akustiksongs <em>„Rusteloos“</em>, welcher auch auf dem Album zu finden ist.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_39940" aria-describedby="caption-attachment-39940" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-39940" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Vanaheim-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-5272.jpg" alt="" width="810" height="541" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Vanaheim-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-5272.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Vanaheim-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-5272-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Vanaheim-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-5272-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Vanaheim-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-5272-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Vanaheim-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-5272-750x501.jpg 750w" sizes="(max-width: 810px) 100vw, 810px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-39940" class="wp-caption-text">Wenn du plötzlich doppelt so lang spielen musst @Matthias Mayer</figcaption></figure>
<p><strong>Doch irgendetwas ist komisch.</strong> Die Gruppe hört und hört nicht auf zu spielen. Immer, wenn ein Song vorbei ist, kommt die Info, man könne noch einen. <strong>VANAHEIM</strong> selbst zeigen sich ob dieser Umstände ebenso verwirrt wie wir. Ein Problem mit noch mehr Songs hat aber eigentlich keiner. Es läuft darauf hinaus, dass am Ende bis auf einen einzigen Track doch das gesamte neue Album gespielt wird. Zweifellos eine tolle Überraschung (unter anderem, weilt auch der Soundmann nun definitiv genug Zeit hatte, die Tonverhältnisse perfekt auf die Musik zuzuschneiden). Doch was ist passiert?</p>
<h2>Der Fluch hat wieder zugeschlagen!</h2>
<p>Nach dem definitiven Ende des Konzerts meldet sich Organisator Marc zu Wort. Und man sieht und hört ihm an, wie unangenehm es ihm ist, den Anwesenden die kommende Nachricht überbringen zu müssen. <strong>FEJD</strong>, die heutigen Headliner, seien zwar dort angekommen, wo sie hinwollten, ihre Instrumente allerdings nicht. Diese seien versehentlich von der Lufthansa woandershin transportiert worden, <strong>höchstwahrscheinlich nach Frankfurt oder so.</strong> Ein weiteres Konzert also, das ausfällt. Allerdings habe man auch diesmal schon für Ersatz gesorgt! Da der deutsche Wortkünstler und Spaßmacher <strong>MICHAEL GOEHRE</strong> im Rahmen der Erschaffung eines Video-Festivalberichtes (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=ag87y_QWxdw&amp;ab_channel=TVJungsmusik">&gt;&gt;hier&lt;&lt;</a>)&nbsp;sowieso vor Ort sei und auch seine Texte mit dabei habe, springe er kurzerhand ein und erzähle den Anwesenden ein paar lustige Geschichten über Metal. Doch dazu später mehr.</p>
<h2>Ungarische Lieder vom Saufen und Ficken</h2>
<p>Wenigstens <strong>DALRIADA</strong> können ihr Konzert wie geplant spielen, und auch sie kriegen die eine oder andere Bonusminute gutgeschrieben. Nun gibt es solche und solche Folk-Metal-Bands. Die ersten sind die, die vorrangig Metal spielen, diesen aber gekonnt mit Folklore-Melodien und -Sounds ausbauen und erweitern. Die zweite Kategorie besteht aus Bands, die eigentlich Folk spielen, diesem aber mithilfe von Metal-Elementen eine ordentliche Portion Power unterjubeln. Zu letzteren gehört auch diese fröhliche Formation. Keyboardmelodien, Gesang und der generelle Vibe <strong>bleiben der Folkseite besonders treu,</strong> während mit Gitarren und Schlagzeug für ordentlich Wumms und Tempo gesorgt wird.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_39932" aria-describedby="caption-attachment-39932" style="width: 801px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-39932" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Dalriada-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-5788.jpg" alt="" width="811" height="541" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Dalriada-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-5788.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Dalriada-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-5788-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Dalriada-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-5788-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Dalriada-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-5788-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Dalriada-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-5788-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 811px) 100vw, 811px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-39932" class="wp-caption-text">Eine ordentliche Portion Power @Matthias Mayer</figcaption></figure>
<p>Eine explosive Mischung! Die Ungarn erschaffen auf die Art von der ersten Sekunde an einen Tanzpit vor der Bühne, der das ganze Konzert über nicht enden will. Ich <strong>verstehe leider nicht die ungarische Bohne</strong> von all dem, was da gesungen wird, hängen bleibt aber, dass es in einem Lied <em>(zitiere)</em> um „Saufen und Ficken“ geht. Auch interessant: Da hat man neun Jahre lang eine <strong>DALRIADA</strong>-CD im Schrank, die man von einem obskuren Händler abgekauft hat, geht auf hundert Festivals, ohne die Band jemals irgendwo spielt – und nun erlebe ich sie bereits zum zweiten Mal innerhalb von sechs Monaten live.</p>
<h2>Ein überraschter Überraschungsgast</h2>
<p>Nun ist es an <strong>MICHAEL GOEHRE</strong>, gebührend für die heutigen Headliner einzuspringen. Kein leichter Job! Doch klappt das offensichtlich besser als erwartet. Der 46-Jährige <em>(sagt Wikipedia! Ich hätte ihm weniger gegeben)</em> hat <strong>sechs Texte im Gepäck</strong>, davon einen übers generelle Biersaufen in der Metal-Kultur, einen über irgendwas mit SUV und Satan, einen über den Zerfall und Verwesungsvorgang eines <strong>DANZIG</strong>-T-Shirts, einen über den nüchtern und unironisch dargestellten Alltag eines Black-Metallers, einen über Frauen in der Szene und einen über Sex, Sex und Sex.</p>
<p>Überraschenderweise fangen die Menschen an, sich andächtig sitzend auf den bierveklebten Hallenboden zu platzieren, während der Mann mit den schönen Haaren wie ein Priester oben steht und aus seiner elektronischen Bibel vorträgt. Einer meiner beiden Begleiter muss irgendwann so sehr lachen, dass er zu husten beginnt und nicht mehr aufhören kann. Er läuft raus an die frische Luft, wo er so lang weiterhustet, dass er anfängt, sich ernste Sorgen zu machen, ob er gerade am Abkratzen sei, bis ihm dann nach fünf Minuten irgendwann wieder einfällt, dass es nur ein Lachkrampf ist. <strong>Welcher Witz genau der Auslöser war, weiß er im Nachhinein auch nicht mehr.</strong></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_39935" aria-describedby="caption-attachment-39935" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-39935" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Micha-El-Goehre-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-6234.jpg" alt="" width="810" height="541" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Micha-El-Goehre-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-6234.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Micha-El-Goehre-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-6234-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Micha-El-Goehre-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-6234-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Micha-El-Goehre-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-6234-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Micha-El-Goehre-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-6234-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 810px) 100vw, 810px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-39935" class="wp-caption-text">Maximal so 40 hätte ich gesagt @Matthias Mayer</figcaption></figure>
<p>Ein überraschender Auftritt, der tatsächlich äußerst lustig war! Ich habe mir zuvor noch nie etwas von <strong>MICHAEL GOEHRE</strong> angehört, werde ab jetzt aber wohl auch weitere Gelegenheiten nutzen, dies zu tun. Doch nun geht’s erstmal ab in die Heia, mit der Hoffnung, dass morgen dann zur Abwechslung mal alles so läuft, wie es geplant war.</p>
<h2>Samstag, der zweite April 2022</h2>
<p>Den Startschuss am Samstag geben <strong>AEREUM</strong>. Während eine der Gitarren fast pausenlos Melodien speit, springt der Sänger munter von Screams zu Clean Vocals (die gekonnt Ausflüge in höhere Power-Metal-Gefilde unternehmen) und wieder zurück. Hinzu kommt der ein oder andere Humppa-Teil, und fertig ist die Pagan-Metal-Suppe!</p>
<p><strong>Moment, da fehlt doch etwas!</strong> Ich sehe eine Akkordeon-Spielerin (die aus irgendeinem Grund eine massive Gasmaske trägt), hören tu ich sie aber nicht! Das fällt dann auch den Soundtechnikern irgendwann auf, und bald stehen sie zu zweit um die Musikerin und fummeln an ihrem Instrument rum. Das Problem scheint gewesen zu sein, dass das Kabel nicht richtig steckte. So zumindest meine ungebildete Interpretation. Wie dem auch sei, prompt verwandelt sich die Kombo in eine Folk-Metal-Band, und es ergibt um so mehr Sinn, dass von Piraten und Trollen gesungen wird. <strong>AEREUM</strong> erwecken auf mich irgendwie den Eindruck einer liebenswerten DnD-Gruppe, die einfach mal Bock hatte, auch Musik zu machen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_39930" aria-describedby="caption-attachment-39930" style="width: 799px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-39930" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Aereum-Mead-and-Greed-Oberhausen-02-04-2022-MM-6317.jpg" alt="" width="809" height="539" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Aereum-Mead-and-Greed-Oberhausen-02-04-2022-MM-6317.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Aereum-Mead-and-Greed-Oberhausen-02-04-2022-MM-6317-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Aereum-Mead-and-Greed-Oberhausen-02-04-2022-MM-6317-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Aereum-Mead-and-Greed-Oberhausen-02-04-2022-MM-6317-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Aereum-Mead-and-Greed-Oberhausen-02-04-2022-MM-6317-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 809px) 100vw, 809px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-39930" class="wp-caption-text">Troll-Angriff! @Matthias Mayer</figcaption></figure>
<h2>VANAHEIM die Zweite</h2>
<p>Da passt man eine Minute nicht richtig auf, und schon befindet man sich schon wieder auf einem <strong>VANAHEIM</strong>-Konzert. Und was für einem. Trotz allem Lob, welches ich über den gestrigen Auftritt in Welt posaunte, kommt es mir heute vor, als wäre das <strong>nur die Aufwärmübung</strong> gewesen. Vom perfekten Soundgewand abgesehen (da wurden sich wohl gestern Notizen gemacht), in welches das ganze Unterfangen vom ersten Moment an gehüllt ist, gibt es vor allem noch eine Überraschung: Eine Gastsängerin steht mit auf der Bühne, allein um der Musik die hohen Chorbegleitungen zu geben, die sie verdient. Und somit einen Teil Authentizität mehr! Ein weiteres Element, welches das Album ziert, und nun auch live präsentiert wird, anstatt, wie man hätte erwarten können, einfach aus Samples abgespielt zu werden. Und jeder verdammte Ton sitzt! Das musikalische Erlebnis erhebt sich durch die gute Frau einfach mal <strong>in noch epischere Sphären</strong> als gestern.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_39941" aria-describedby="caption-attachment-39941" style="width: 799px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-39941" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Vanaheim-Mead-and-Greed-Oberhausen-02-04-2022-MM-6729.jpg" alt="" width="809" height="540" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Vanaheim-Mead-and-Greed-Oberhausen-02-04-2022-MM-6729.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Vanaheim-Mead-and-Greed-Oberhausen-02-04-2022-MM-6729-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Vanaheim-Mead-and-Greed-Oberhausen-02-04-2022-MM-6729-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Vanaheim-Mead-and-Greed-Oberhausen-02-04-2022-MM-6729-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Vanaheim-Mead-and-Greed-Oberhausen-02-04-2022-MM-6729-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 809px) 100vw, 809px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-39941" class="wp-caption-text">Heute mit Valkürengesang! @Matthias Mayer</figcaption></figure>
<p>Hinzu macht die Band ordentlich Action auf der Bühne, die Backing-Tracks sind klar und deutlich herauszuhören, im Publikum wird gepogt, geklatscht und gesprungen was das Zeug hält, und unter diesen Umständen ballern sich die Niederländer auch noch fehlerfrei durch das gesamte Meisterwerk eines Albums. Nur der Akustiksong wird heute weggelassen. Am meisten feiert das Publikum natürlich, als verkündet wird, dass der Track <em>„Onbevangen“</em> heute gefilmt und das Material dann zum offiziellen Videoclip verwurstet werden wird – ich bin und bleibe gespannt auf das Resultat! Falls es noch jemand nicht gemerkt haben sollte: Dieses Konzert ist ein richtiger Höhenmoment für mich und viele um mich herum. Sollte mich mal jemand fragen, was meine Lieblingsmusik ist – <strong>da habt ihr sie.</strong></p>
<h2>Die Rückkehr von MEAD-AND-GREED-THEMIA</h2>
<p>Als nächste sind <strong>MYTHEMIA</strong> dran! Eine Band, die schon letztes Jahr als spontaner Ersatz eingesprungen ist, weil sie passenderweise fast nur aus Mitgliedern des Orga-Teams bestand und somit eh alle Bandmember sich vor Ort befanden. Heuer gab es dann einen „richtigen“ Slot im Line-Up. Metal machen sie nicht, dafür wird umso härter gefolkt! Gerade die <strong>wilden, ungebändigten Instrumentalzusammenspiele</strong> zwischen Geige und Akustikgitarre wissen zu überzeugen und mitzureißen. Insgesamt stehen Musik und Konzert im Zeichen der Verbreitung guter Laune, so weit sogar, dass ich mich manchmal fühle wie im Intro eines Animes. Auch die recht helle Stimme des Sängers reiht sich gut in dieses Bild ein.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_39938" aria-describedby="caption-attachment-39938" style="width: 798px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-39938" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Mythemia-Mead-and-Greed-Oberhausen-02-04-2022-MM-7272.jpg" alt="" width="808" height="539" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Mythemia-Mead-and-Greed-Oberhausen-02-04-2022-MM-7272.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Mythemia-Mead-and-Greed-Oberhausen-02-04-2022-MM-7272-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Mythemia-Mead-and-Greed-Oberhausen-02-04-2022-MM-7272-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Mythemia-Mead-and-Greed-Oberhausen-02-04-2022-MM-7272-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Mythemia-Mead-and-Greed-Oberhausen-02-04-2022-MM-7272-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 808px) 100vw, 808px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-39938" class="wp-caption-text">Klatschi Klatschi @Matthias Mayer</figcaption></figure>
<p>Plötzlich steht dann <strong>zum dritten Mal</strong> der Sänger von <strong>VANAHEIM</strong> auf der Bühne, diesmal mit Akkordeon in Händen, und zusammen mit <strong>MYTHEMIA</strong> gibt er eine Runde <em>„Drunken Sailor“</em> zum Besten. Aber das ist noch nicht alles! Eine Minute später gesellt sich auch noch der <strong>AEREUM</strong>-Sänger hinzu, und es erfolgt eine gemeinsame Interpretation von <em>„The Wellerman“</em>! Das Lied ist nun auch tatsächlich so lange nicht im Radio gelaufen, dass es mir gar nicht auf die Nerven geht. Insgesamt eine tolle, muntere Show, die mit einer beeindruckenden kreisförmigen Polonäse endet.</p>
<h2>Farbige Flügel und komische Kisten</h2>
<p><strong>MUNARHEIM</strong> stehen eigentlich immer auf meiner Liste von Bands, die ich gerne live sehe, und heute ist es nicht anders. Ich mag einfach die Abwechslung in der Musik, das Wechselspiel zwischen Bombast und Seichte, aber auch die Energie, mit der die Gruppe die Bühne einnimmt. Aus den Zuschauern werden spätestens in dem Moment Teilnehmer am Spektakel, als der Sänger plötzlich<strong> buchstäblich auf die Barrikade</strong> geht und von dort aus mit den vorderen Reihen gemeinsam weitermacht. Auch taucht plötzlich die Flötenspielerin in <strong>leuchtendem</strong> <b>Flügelgewand </b>auf der Bühne auf und hat den Sternenhimmel gleich mitgebracht. Das hat wahrscheinlich keiner erwartet, kommt aber gut an.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_39937" aria-describedby="caption-attachment-39937" style="width: 799px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-39937" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Munarheim-Mead-and-Greed-Oberhausen-02-04-2022-MM-7796.jpg" alt="" width="809" height="541" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Munarheim-Mead-and-Greed-Oberhausen-02-04-2022-MM-7796.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Munarheim-Mead-and-Greed-Oberhausen-02-04-2022-MM-7796-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Munarheim-Mead-and-Greed-Oberhausen-02-04-2022-MM-7796-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Munarheim-Mead-and-Greed-Oberhausen-02-04-2022-MM-7796-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Munarheim-Mead-and-Greed-Oberhausen-02-04-2022-MM-7796-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 809px) 100vw, 809px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-39937" class="wp-caption-text">Farbenfroher Auftritt @Matthias Mayer</figcaption></figure>
<p>Leider versteht man den Sänger relativ schlecht – ein bisschen mehr Lautstärke auf seinem Mikrofon hätte gut getan. Und von den tausend verschiedenen Flöten, die zum Einsatz kommen, schaffen es auch nicht immer alle, sich gegen Metalband und Backingtracks durchzusetzen. Ich verstehe aber, dass das Einpegeln so vieler unterschiedlicher Ele- und Instrumente keine leichte Aufgabe ist, und insgesamt schadet es der Experience nicht allzu sehr. Spaß gemacht hat das Ganze allemal. Nur weiß ich nun immer noch nicht genau, <strong>was die komische Holzkiste ist</strong>, die wahrscheinlich nur mal kurz zum Einsatz kam, als ich gerade weggesehen habe. Ist es ein Instrument? Ist es ein Behältnis? Ist es ein Bauchladen? Kläre mich auf, wer mehr weiß.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_39936" aria-describedby="caption-attachment-39936" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-39936" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Munarheim-Mead-and-Greed-Oberhausen-02-04-2022-MM-7535.jpg" alt="" width="810" height="540" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Munarheim-Mead-and-Greed-Oberhausen-02-04-2022-MM-7535.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Munarheim-Mead-and-Greed-Oberhausen-02-04-2022-MM-7535-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Munarheim-Mead-and-Greed-Oberhausen-02-04-2022-MM-7535-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Munarheim-Mead-and-Greed-Oberhausen-02-04-2022-MM-7535-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Munarheim-Mead-and-Greed-Oberhausen-02-04-2022-MM-7535-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 810px) 100vw, 810px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-39936" class="wp-caption-text">Leider gab es auch kein Foto von der Kiste. Vielleicht habe ich sie mir nur eingebildet. @Matthias Mayer</figcaption></figure>
<h2>Eine wahre Headliner-Show</h2>
<p>Wow! Schon Zeit für den Headliner, und es ist noch gar nichts schiefgelaufen heute! Sobald <strong>TÝR</strong> allerdings den Raum betreten, bildet sich im Graben eine Reihe aus Security-Beauftragten. Anscheinend habe es im Voraus auf Facebook <strong>irgendwelche Pöbel-Drohungen</strong> gegen den Auftritt der Band gegeben, und man wolle nur auf Nummer sicher gehen.</p>
<p>Die Show selbst ist ein durchgehend und in allen Hinsichten hochprofessionelles Unterfangen – so wie es sich für einen solchen Slot gehört. Der Sound ist von Beginn an perfekt, die Instrumentenführung und der Gesang tight und fehlerfrei, ja <strong>sogar einen eigenen Lichttechniker</strong> haben die Färöer mitgebracht – und der kennt jede Note aus jedem Song und baut sie alle gekonnt ins Lichtspektakel mit ein. <strong>TÝR</strong> zeigen, dass sie nicht umsonst die Hauptband des Festivals sind. Statt eines Backdrops gibt es auf diesem Festival übrigens eine Projektion des Bandlogos oder auch mal Albumcovers. Hier glänzen <strong>TÝR</strong> mit einer animierten Version ihres Schriftzuges. Mal hüllt er sich in Feuer, mal in Rauch und mal in Blitze und Gewitter, und fügt so der Atmosphäre noch das gewisse Etwas hinzu.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_39939" aria-describedby="caption-attachment-39939" style="width: 799px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-39939" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Tyr-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-8220.jpg" alt="" width="809" height="540" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Tyr-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-8220.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Tyr-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-8220-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Tyr-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-8220-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Tyr-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-8220-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/Tyr-Mead-and-Greed-Oberhausen-01-04-2022-MM-8220-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 809px) 100vw, 809px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-39939" class="wp-caption-text">Hold The Heathen Finger High! @Matthias Mayer</figcaption></figure>
<p>Nun aber zu der Musik: Die ersten paar Lieder ziehen ordentlich an, sind catchy und machen Laune, besonders natürlich unter oben genannten Umständen. Für mich persönlich bildet der Mittelteil des Konzerts allerdings einen kleinen Durchhänger. Einerseits, weil mir diese Lieder weniger bekannt sind, andererseits wird mir ab einem bestimmten Punkt die Musik etwas zu repetitiv. Der generellen Crowd scheint das allerdings weniger auszumachen, denn vorne bei der Bühne steigt weiterhin die Party. Als am Ende dann aber die beiden spritzigeren (tolles Wort) Hits <em>„By The Sword In My Hands“</em> und <em>„Hold The Heathen Hammer High“</em> ausgepackt werden, bin auch ich <strong>ein letztes Mal wieder voll dabei.</strong> Eine Pöbelattacke bleibt das ganze Konzert über gottseidank aus.</p>
<h2>Vorbei</h2>
<p>Was soll ich sagen? Dafür, dass so viel schiefgelaufen ist, hat man dieses Festival erstaunlich gut retten können! Dafür, dass ein Fluch auf ihm lastete, wurde (zumindest im Publikum – im Backstage war ich nicht) doch sehr wenig geflucht! Trotz allem, was passiert ist, war auch das diesjährige Mead &amp; Greed wieder<strong> ein durchweg genießbares Erlebnis.</strong> Eines, dem ich auch im nächsten Jahr mit absoluter Sicherheit wieder beiwohnen werde. <strong>Ein Hoch auf die flexible Festival-Orga!</strong> Auf, dass ihr weiterhin Sturm, Regen und bösartigen Zaubersprüchen trotzen werdet und immer eine Lösung parat habt, wenn wieder mal alles nicht so laufen will, wie es soll.</p>
<p><strong>Cheers, prost und bis zum nächsten Mal!</strong></p>
<p>-Mich</p>
<hr>
<p>Vielen mega ultra geilen Dank an Matthias Mayer von Dark Art für die visuelle Komponente dieses Berichts!</p>
<p>Mehr von ihm gibt&#8217;s <a href="https://dark-art.de/"><strong>&gt;&gt;&gt;hier&lt;&lt;&lt;</strong></a>!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/mead-greed-2022-ein-verfluchtes-festival/">MEAD &#038; GREED 2022 &#8211; Ein verfluchtes Festival!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>WOLFSZEIT, WESPENZEIT! – Black Metal im tiefsten Tannenwald</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Sep 2019 06:45:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wir waren diesmal im Dreierpack unterwegs und berichten diesmal vom Wespenz... äh WOLFSZEIT!</p>
<p>Ausführlich berichten wir über die Orga, Einhornsichtungen, musikalische Überraschungen a la MAYHEM, Folk Deluxe, Bands wie u.a. Endstille, Dornenreich, Equilibrium und natürlich Wespen... jeder Menge Wespen!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2019-nachbericht/">WOLFSZEIT, WESPENZEIT! – Black Metal im tiefsten Tannenwald</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Acht Jahre ist es her, dass es mich in die tiefsten Tiefen der Thüringer Wälder verschlagen hat – doch nun ist es Zeit für die Rückkehr zum <strong>Wolfszeit</strong>-Festival! Eine Bühne, 25 Bands, knapp 2000 Besucher und mindestens <strong>10000 Wespen</strong> – der Heidenspaß kann beginnen! Im Lineup stehen ausschließlich Black-, Pagan- und Folk-Metal-Bands. Darunter größere Namen wie <strong>ENSIFERUM</strong> oder <strong>ARKONA</strong>, aber auch viele noch unbekanntere Bands, für die eine solche Veranstaltung eine gute Möglichkeit darstellt, Aufmerksamkeit und Fans in dieser speziellen Musiksparte zu gewinnen.</p>
<p>Meine erste Aufgabe besteht darin, nach unserer Fotografin <strong>Steffi</strong> auch meine Co-Autorin <strong>Merlin</strong> zu finden. Gar nicht mal so einfach, wenn man sich noch nie zuvor getroffen hat und nicht genau weiß, wie diese Person eigentlich aussieht. Dass es auf dem gesamten Camp und Infield kein Mobilnetz gibt, hat zwar seinen Charme, hilft dieser Sache aber nicht gerade. Sonst könnte man ja Kontakt herstellen. Doch nach einem ganzen Abend <strong>erfolglosen Ansprechens aller rothaarigen Frauen</strong>, die ich finden kann, ob sie denn die seien, die ich suche, findet man sich dann doch noch kurz vor Beginn des ersten Konzertes. Und keine Sekunde zu früh, denn&#8230;</p>
<h2>Es geht los!</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34120" aria-describedby="caption-attachment-34120" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34120 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_9013-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_9013-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_9013-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_9013-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_9013-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_9013.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34120" class="wp-caption-text">BAUMBART</figcaption></figure>
<p>Und zwar erst einmal mit seichteren Tönen: <strong>BAUMBART</strong> nehmen das Publikum mit ihrem akustischen Folk mit auf eine Reise in ihr eigenes Fantasy-Universum. Die Musik setzt sich dabei zusammen aus Gitarren, Geige, Flöten und Perkussion; dazu Gesang aus 5 verschiedenen Kehlen. <strong>Ein gemütlicher Einstieg</strong> also für ein Festival, auf dem doch eher härtere Musik vorherrscht – was aber vielleicht auch der Grund ist, warum sich noch nicht allzu viele Besucher dazu überwinden konnten, in der warmen Mittagssonne ihren Pavillon zu verlassen und zum Infield zu wandern.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34119" aria-describedby="caption-attachment-34119" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34119 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34119" class="wp-caption-text">VOLTUMNA</figcaption></figure>
<p>Dabei ist dieses buchstäblich von überall in weniger als 5 Minuten zu erreichen. Die fröhliche Gruppe wirkt zwar zum Teil noch ein bisschen unsicher auf einer so großen Bühne, spielt aber dennoch ein schönes Konzert ohne bemerkbare Fehltritte und hat auch sichtlich Freude am Musizieren. Am besten gefällt mir der plötzliche Einsatz von Kastagnetten. <strong>Kastagnetten sind cool.</strong></p>
<p><em>Merlin:</em> Als zweite Band des Tages stehen <strong>VOLTUMNA</strong> aus Italien auf der Bühne. Sie sind nur zu dritt, haben dafür aber eine enorme Bühnenpräsenz. <strong>Aggressiv</strong> und voll in ihrem Element geben sie ihre Musik (die sie selbst als &#8222;Etruscan Metal&#8220; bezeichnen) einem leider viel zu kleinen Publikum zum Besten. <strong>VOLTUMNA</strong> waren mir und vermutlich 90% der anderen Festivalbesucher bis dato noch kein Begriff, aber sie haben wirklich gut abgeliefert und ich habe sie ab jetzt auf dem Zettel!</p>
<h3>Wölfe im Nadelwald</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34187" aria-describedby="caption-attachment-34187" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34187 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-4-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-4-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-4-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-4-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-4-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-4.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34187" class="wp-caption-text">WOLVES DEN</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em> Mich treibt es als nächstes zu <strong>WOLVES DEN</strong>, einer Band, auf die ich mich sehr freue. Und der Vorfreude folgt definitiv Bestätigung! Atmosphärisch und drückend (und sehr professionell gespielt!) entfaltet sich ihre Musik wunderbar <strong>inmitten dieses tiefsten Nadelwaldes</strong>. Leider müssen die ersten paar Lieder erstmal nur mit einer einzelnen Gitarre gespielt werden, da sich bei der anderen technische Probleme in den Weg stellen. Die epische Präsenz von Frontmann <strong>Helge</strong> schindet allerdings genug Eindruck, dass dies den meisten Zuschauern wahrscheinlich nicht mal auffällt.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34189" aria-describedby="caption-attachment-34189" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34189 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-2.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34189" class="wp-caption-text">THORMESIS</figcaption></figure>
<p>Leider verlässt die Band zehn Minuten vor offiziellem Konzertende bereits die Bühne. &#8230;allerdings nicht für lange, denn nach kurzer Besprechung stehen sie wieder vor dem Publikum und geben einen letzten, grimmigen Song zum Besten. Jetzt bleibt nur noch abzuwarten, wann das neue Album kommt. Fertig aufgenommen ist es nach eigenen Angaben der Band – man suche nur noch nach einem passenden Label für die Veröffentlichung.</p>
<p><strong>THORMESIS</strong> haben ihre Wurzeln eher im Pagan-Bereich, doch ziehen sie mit ihren neueren Veröffentlichungen stark in Richtung schwärzerer Gefilde. Am besten funktionieren live meiner Meinung nach ihre &#8222;rockigeren&#8220;, weniger aggressiven Black-Metal-Riffs, welche im Lauf des Konzertes mehr als einmal eine Art hypnotisierende Wirkung erzeugen. Die doch oftmals melodischen Gitarren, die gelegentlichen Clean Vocals sowie ruhigere Gitarrenparts samt mitklingenden Keyboardsamples zeugen immer wieder von der <strong>Pagan-lastigeren Vergangenheit.</strong></p>
<h3>Zwielicht vs. Sonnenschein</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34123" aria-describedby="caption-attachment-34123" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34123 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_0702-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_0702-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_0702-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_0702-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_0702-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_0702.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34123" class="wp-caption-text">IN TWILIGHT&#8217;S EMBRACE</figcaption></figure>
<p><em>Merlin:</em> Tja, manchmal hat es auch seine Nachteile, sich sehr auf eine Band zu freuen. Nämlich dann, wenn die <strong>Erwartungen nicht erfüllt</strong> werden. So ist es heute leider mit <strong>IN TWILIGHT‘S EMBRACE</strong>. Der Sänger (dessen Make-Up an den Joker oder wahlweise Eric Draven aus &#8222;The Crow&#8220; erinnert) bewegt sich wie in Ekstase über die Bühne, schmeißt sich auch mal samt Mikrophon auf den Boden und beweist sogar Deutschkenntnisse, indem er dem Publikum zwischendrin ein &#8222;Zum Teufel mit euch!&#8220; zuruft. Falls er eigentlich geplant hat, dem Black Metal, den sie spielen, eine finstere Note (!) zu verleihen – so ganz klappt das nicht. Das soll nicht heißen, dass <strong>IN TWILIGHT‘S EMBRACE</strong> nicht insgesamt solide abliefern, aber irgendwie packt es mich nicht. Vielleicht scheint auch einfach noch etwas zu viel Sonne für diese Band.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34124" aria-describedby="caption-attachment-34124" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34124 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-1.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34124" class="wp-caption-text">FINSTERFORST</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em> Mit Schlachtgebrüll stürmen dann <strong>FINSTERFORST</strong> die Bühne und klemmen sich alsbald hinter die Instrumente. Denn die Zeit der <strong>Release-Show ihrer neuen Scheibe </strong>&#8222;Zerfall&#8220; ist gekommen. Doch Moment! Irgendwas ist da nicht richtig. Waren da nicht mal weniger Leute in der Band? Und seit wann haben die zwei Sänger, die genau gleich aussehen? Habe ich was verpasst? Der Nebel lichtet sich nach dem ersten 13-Minuten-Hammer &#8222;<em>Wut</em>&#8222;, als Leadsänger <strong>Oli</strong> zu verstehen gibt, dass die Band heute ausnahmsweise mit erweitertem Lineup auftritt. Sein vermeintlicher Zwillingsbruder ist kein geringerer als <strong>Stef von</strong> <strong>JÖRMUNGAND</strong>, und an der Gitarre gibt sich heute zudem <strong>Sascha</strong> die Ehre. Die Schwarzwälder (plus Gäste) legen hohe musikalische Qualität und technische Finesse an den Tag, der Sound ist massiv und die schwerfällige Musik wird von den beiden Sängern mit theatralischem Auftreten untermalt.</p>
<p>Leider bleibt der von mir erhoffte 36-Minuten-Epos &#8222;<em>Ecce Homo</em>&#8220; von der neuen Platte aus – dieser hätte die Band allerdings auch ungefähr drei Viertel ihrer Spielzeit gekostet. Alles in allem ein <strong>sehr überzeugender Album-Release</strong>, denn – mal abgesehen von der makellosen Performance und den Gastmusikern – wo könnte man ein besseres <strong>FINSTERFORST</strong>-Konzert erleben als in einem finsteren Forst? Höhö. Es erfolgt allerdings am Ende dann noch ein tatsächlich lustiger Moment, als sich der Frontmann mit den Worten &#8222;<strong>Danke Ragnarök</strong>!&#8220; vom <strong>Wolfszeit</strong>-Festival verabschiedet.</p>
<h3>Wenn die Nacht zum Tag wird</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34125" aria-describedby="caption-attachment-34125" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34125 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-2.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34125" class="wp-caption-text">ARKONA</figcaption></figure>
<p><em>Merlin:</em> <strong>ARKONA</strong> kann ich definitiv als meinen Favorit des Tages bezeichnen. Die <strong>Energie und Bühnenpräsenz </strong>von Sängerin <strong>Mascha</strong> sind wirklich sondergleichen. Die rennt da kreuz und quer über die Bühne und hat aus irgendeinem Grund trotzdem noch genug Luft in den Lungen, um einen makellosen Wechsel zwischen <strong>Growls und Klargesang</strong> hinzulegen – wie macht sie das? Auch die Interaktion mit dem Publikum funktioniert, die Leute gehen mit, brüllen und klatschen, der Auftritt macht einfach Spaß. Und abgesehen von der guten Bandperformance gibt es nebenbei auch noch <strong>eine der besten Lichtshows</strong>, die ich bei all meinen Festivalbesuchen bisher gesehen habe – im wahrsten Sinne des Wortes <strong>ein Highlight!</strong></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34126" aria-describedby="caption-attachment-34126" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34126 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_2467-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_2467-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_2467-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_2467-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_2467-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_2467.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34126" class="wp-caption-text">VARG</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em> Und schon ist es Zeit für die Headliner des ersten Abends! Und nun kann <strong>der Veranstalter selbst</strong> zeigen, was in ihm steckt. Denn es spielen niemand anderes als die Wölfe höchstselbst: <strong>VARG</strong>! Und ihnen stehen definitiv die Worte &#8222;No Bullshit&#8220; ins Gesicht geschrieben. Statt <em>&#8222;Guten Tag&#8220;</em> oder anderem Trara gibt es heute nur aggressiven, treibenden Pagan Metal, Göttersagen und epische Schlachtengesänge der alten Wolfsschule. Zu Beginn ballert sich die Truppe erstmal in voller Ausführung durch ihr neu aufgelegtes Debütalbum (mit dem passenden Namen &#8222;Wolfszeit&#8220; beziehungsweise &#8222;Wolfszeit II&#8220;) und fährt dann mit einer Best Of ihres (offensichtlich objektiv gesehen besten) Albums &#8222;Wolfskult&#8220; fort. Es folgen zwei, drei mitsingbare Hymnen, und als Zugabe nicht etwa <em>&#8222;Rotkäppchen&#8220;</em>, sondern den Oldschool-Kracher <em>&#8222;Schildfront&#8220;</em>.</p>
<p>Ein wahrlich <strong>authentisches und bodenständiges Pagan-Konzert</strong>, wie ich es mir zu erträumen nicht gewagt hätte. Auch der Sound ist spätestens ab Mitte der Show (und nach persönlicher Aufforderung von Sänger/Organisator <strong>Philipp Seiler</strong> an den Soundmann, lauter zu drehen – das Publikum hat unüberhörbar darauf bestanden) richtig gut, und so fügt sich alles zu einem <strong>sehr starken Auftritt</strong> zusammen. <strong>Weiter so!</strong></p>
<h2>Der zweite Tag bricht an!</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34127" aria-describedby="caption-attachment-34127" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34127 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-3-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-3-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-3-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-3-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-3-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-3.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34127" class="wp-caption-text">VARUS</figcaption></figure>
<p><em>Merlin:</em> Freitag Mittag, die erste Band des Tages, das bekannte Bild: viel zu wenig Leute vor der Bühne. Und das ist in diesem Fall wirklich schade, denn <strong>VARUS</strong> haben durchaus das Potential für ein größeres Publikum! Allein der Sänger ist ein <strong>Multitalent</strong>. Der kann nämlich nicht nur singen, sondern auch noch <strong>Keyboard</strong> spielen und etwas auf der <strong>Querflöte</strong> zaubern! Nur am Witz seiner Ansprachen ließe sich vielleicht noch etwas feilen… Nichtsdestotrotz, <strong>VARUS</strong> machen Stimmung. Der Gitarrist ist voll bei der Sache und orgelt die Melodien mit einer Spielfreude rauf und runter, die ihresgleichen sucht. Zum Schluss wird es dann aber nochmal ernst, als die Band einen <strong>Song zu Ehren des verstorbenen WOLFCHANT-Gitarristen Eddy</strong> spielt.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34128" aria-describedby="caption-attachment-34128" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34128 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-4-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-4-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-4-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-4-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-4-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-4.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34128" class="wp-caption-text">GRABAK</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em> Nach einer äußerst amüsanten <strong>Fahrt mit der geländeeigenen Bimmelbahn</strong> steht bei mir der Name <strong>GRABAK</strong> im Running Order. Hierbei handelt es sich um kalten, todernsten <strong>Black Metal</strong> mit Kriegsthematik. Leider scheinen sich nicht allzu viele Festivalbesucher dafür zu interessieren, denn der Bereich vor der Bühne ist leerer denn je. Und das ist schade! Denn auf der Bühne befinden sich <strong>richtig fähige Musiker.</strong></p>
<p>Besonders dem <strong>Drummer</strong> gebührt Respekt in Sachen<strong> Geschwindigkeit, Ausdauer und Präzision</strong> – kaum ein anderer Schlagzeuger auf diesem Festival dürfte sich in dieser Hinsicht auf einem solch hohen Level bewegen. Dennoch muss auch ich sagen, dass sich bei der Musik nicht wirklich um eine Sparte der schwarzen Musikzunft handelt, mit der ich persönlich etwas anfangen kann oder über die ich wirklich treffende Aussagen von mir geben könnte, und so endet an dieser Stelle mein Konzertbericht auch schon.&nbsp;</p>
<h3>Ein verheerend guter Auftritt</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34129" aria-describedby="caption-attachment-34129" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34129 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-5-300x220.jpg" alt="" width="300" height="220" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-5-300x220.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-5-1024x751.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-5-750x550.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-5.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34129" class="wp-caption-text">VERHEERER</figcaption></figure>
<p><em>Merlin:</em> Die nun folgende Band kann ich getrost als meine <strong>persönliche</strong> <strong>Überraschung</strong> des Festivals bezeichnen: <strong>VERHEERER</strong>! Die <strong>Flensburger</strong> spielen klassischen <strong>Black Metal</strong> à la <strong>MAYHEM</strong>, der live einfach nur zum Haare schütteln einlädt – was ich auch ausgiebig tue. Da ist nicht viel Schnickschnack bei, das ist düster und hart. Und trotzdem ist die Musik nicht zu simpel. Definitiv eine Band, die mehr Aufmerksamkeit verdient (es wundert mich sowieso, dass die Schwarzmetaller noch so unbekannt sind). Klarer Tipp von mir, reinhören!</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34130" aria-describedby="caption-attachment-34130" style="width: 226px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34130" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-6-248x300.jpg" alt="" width="236" height="285" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-6-248x300.jpg 248w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-6-846x1024.jpg 846w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-6-750x908.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-6.jpg 1198w" sizes="auto, (max-width: 236px) 100vw, 236px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34130" class="wp-caption-text">DARKKIRCHENSTEUER</figcaption></figure>
<p>Wenn in der ersten Reihe <strong>Gummibärchen</strong> rumgehen und die Gestalten auf der Bühne aussehen wie ein Ensemble aus der Geisterbahn, dann kann es sich eigentlich nur um <strong>DARKKIRCHENSTEUER</strong> handeln! Ein Phänomen, welches sich bisher von großen Bühnen ferngehalten hat, präsentiert sich hier ganz ohne Scheu und spielt – ja was eigentlich?</p>
<p>Sagen wir einfach, <strong>Black Metal</strong> mit einer ordentlichen Portion <strong>(Selbst-)Ironie</strong>. Da darf natürlich auch ihre Hitsingle <em>&#8222;Leb doch selber&#8220;</em> nicht fehlen. Und wer jetzt denkt: &#8222;Wer guckt sich so einen Schwachsinn überhaupt an?&#8220; – das Infield ist sehr gut gefüllt! Zurecht? <strong>DARKKIRCHENSTEUER</strong> liefern ohne große Show einen soliden Auftritt ab, den man gesehen haben kann. Wenn man ihn verpasst hat, wird einem aber auch nichts fehlen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Von fröhlichen Flöten und Blicken, die töten</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34131" aria-describedby="caption-attachment-34131" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34131 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-7-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-7-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-7-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-7-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-7-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-7.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34131" class="wp-caption-text">MUNARHEIM</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em><strong> MUNARHEIM</strong> konnte ich bereits vor ein paar Jahren auf dem <strong>RAGNARÖK</strong>-Festival live erleben, wo sie mir zugegebenermaßen sehr gut gefallen haben. Nun steht die Folk-Metal-Kombo mit den sympathischen Gesichtern dann endlich wieder vor mir auf der Bühne. Sie erzählen musikalische Geschichten mithilfe von <strong>tiefen Flöten</strong>,<strong> hohen Screams</strong> und einer geschickten Kombination aus <strong>Akustik-</strong> und <strong>Metal-Elementen</strong>.</p>
<p>Und nicht nur in den Klängen und Gesängen, auch auf der Bühne herrscht <strong>viel Bewegung</strong>. Dies wirkt sich auch auf die ersten paar Reihen im Publikum aus – diese sind sehr motiviert und lassen sich auch <strong>körperlich vom musikalischen <em>Flow</em> mitreißen</strong>. Zudem ist es schön, mal wieder eine Band live zu sehen, bei denen der Begriff &#8222;Folk Metal&#8220; tatsächlich daher rührt, dass auch wirklich <strong>Folklore-Instrumente</strong> benutzt werden – und die Sounds nicht nur aus Keyboard oder abgespielten Samples stammen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34132" aria-describedby="caption-attachment-34132" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34132 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-8-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-8-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-8-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-8-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-8-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-8.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34132" class="wp-caption-text">ENDSTILLE</figcaption></figure>
<p><em>Merlin:</em> Die finsteren Gestalten von <strong>ENDSTILLE</strong> haben heute die Ehre, mit ihrem Auftritt den Abend und damit die <strong>Dunkelheit einzuleiten</strong>. Dementsprechend finster guckt auch der Sänger. Wenn Blicke töten könnten, wäre das gesamte Publikum nach wenigen Sekunden niedergemäht. Zum Glück ist dies nicht der Fall und so lauscht eine Menschenmenge im mittleren dreistelligen Bereich andächtig der ganz und gar nicht andächtigen Musik. Ne, im Ernst, das Publikum wirkt teilweise sogar relativ teilnahmslos. Mich reißt die Musik allerdings auch nicht so mit. Sie ist zwar hart und durchdringend, aber wenig aufregend. Für mich war es der erste <strong>ENDSTILLE</strong>-Auftritt, und hängengeblieben ist eigentlich nichts außer: &#8222;Ich muss beim nächsten Mal dringend meine Ohrstöpsel mitnehmen, bei der Lautstärke!&#8220;.</p>
<h3>Achtung, jetzt wird’s metaphysisch!</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34133" aria-describedby="caption-attachment-34133" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34133 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-9-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-9-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-9-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-9-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-9-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-9.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34133" class="wp-caption-text">DORNENREICH</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em> Kennt ihr diese Momente im Leben, in denen alles anders erscheint als normalerweise? Wo das Universum mit sich selbst im Reinen zu sein scheint, und man sich genau in seiner Mitte befindet? Momente, in denen man spontan aus einem Gespräch heraus <strong>binnen Sekunden in musikalische Ekstase gesogen</strong> wird, und nach denen man sich erstmal fünf Minuten lang, Gesicht gen Sternenhimmel gerichtet, ins Gras legen muss, bevor man in der Lage ist, sich Notizen für den Festivalbericht zu machen? Ein solches Erlebnis habe ich dieses Jahr mit <strong>DORNENREICH</strong>. Das Konzert erwischt mich genau am richtigen Ort zum genau richtigen Zeitpunkt, um mich auf eine Reise durch die tiefsten Gefilde des Seins mitzunehmen.</p>
<p>Es ist schwer, die Erfahrung in Worte zu fassen, selbst jetzt, wo ich diese Band zum zigsten Mal sehe. Aber höchstwahrscheinlich ist nicht nur die Musik daran schuld: Die wieder einmal herausragend stimmige Licht- und Nebelshow, der perfekte Sound und die geschlossene, <strong>nächtliche Waldatmosphäre</strong> tragen definitiv dazu bei, dass <strong>DORNENREICH</strong> eine absolut hypnotische Wirkung entfalten, mit der sie alle in ihren meta-musikalischen Bann ziehen. <strong>Ein wahrhaft gelebter Moment.</strong> Amen.</p>
<h3>Ein wiedergefundenes Gleichgewicht?</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34135" aria-describedby="caption-attachment-34135" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34135 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_4305-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_4305-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_4305-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_4305-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_4305.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34135" class="wp-caption-text">EQUILIBRIUM</figcaption></figure>
<p>Nach dieser Erfahrung bin ich mir nicht sicher, ob es eine gute Idee ist, mir <strong>EQUILIBRIUM</strong> noch anzusehen. Besonders jetzt, nachdem ich ihren neueren Veröffentlichungen nicht sehr viel abgewinnen konnte, und die Band mich schon auf dem <strong>SUMMER</strong> <strong>BREEZE</strong> eher wenig zu überzeugen wusste, befürchte ich, dass das Konzert mir eher meine äußerst positive musikalische Erfahrung des Abends etwas verwässern könnte, als etwas dazu beizutragen. Aber Pflicht ist Pflicht, und so stehe ich, Notizblock gezückt, zu den ersten erklingenden Takten des Intros offenen Geistes vor der Bühne.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34138" aria-describedby="caption-attachment-34138" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34138 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/04-300x183.jpg" alt="" width="300" height="183" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/04-300x183.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/04-1024x626.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/04-750x458.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/04.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34138" class="wp-caption-text">EQUILIBRIUM</figcaption></figure>
<p>Und dann wird mir eine harte Wahrheit schlagartig bewusst. Wie gut das Konzert einer Band ist (insofern sie in der Lage ist, ihr Material sauber zu spielen), <strong>liegt manchmal zu 0% an der Band selbst</strong> &nbsp;und zu 100% an allem drum herum. Nachtatmosphäre, grandiose Lichtshow und makelloser, massiver Sound sorgen tatsächlich auch hier (ein wenig wider Erwarten) für ein äußerst genießbares und <strong>einprägsames Erlebnis</strong>.</p>
<p>Und das trotz sehr ähnlicher Setlist zu letzter Woche – &nbsp;und ganz genauso guter Performance der Musiker. Und da fällt mir etwas ein: Sollte nicht überhaupt heute auch das neue Album erscheinen? Die Antwort lautet: Jein! Der Grund, warum diese Info nicht an die größere Glocke gehängt wurde, sei, dass wohl bis heute nicht ganz klar war, ob die Alben (physisch) denn auch da beziehungsweise verkaufbar sein würden. Doch das sind sie nun, und somit handelt es sich bei diesem Konzert mehr oder weniger ungeplant dann auch <strong>tatsächlich um eine Release-Show.</strong></p>
<h3>Zurück zur Musik:</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34137" aria-describedby="caption-attachment-34137" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34137 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/03-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/03-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/03-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/03-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/03-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/03.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34137" class="wp-caption-text">EQUILIBRIUM</figcaption></figure>
<p>Das Konzept der modernen, langsameren und schwereren <strong>EQUILIBRIUM</strong> funktioniert unter gegebenen Umständen richtig gut (fragt mal das äußerst bewegungsfreudige Publikum). Mittlerweile sind es eher die älteren, schnelleren und melodischeren Songs, die bei Auftritten der Band etwas fehl am Platz wirken (davon abgesehen, dass<strong> Robses Stimme</strong> in meinen Augen noch nie sehr gut dafür geeignet war, die frühen Werke so wirklich zu reproduzieren). <strong>Fazit:</strong> Ich konnte das Konzert sehr genießen!</p>
<p>Wenn man aber, wie mein Zeltplatznachbar, die Band zuletzt vor neun Jahren live gesehen hat und ihren Werdegang in der letzten Dekade nicht mitverfolgt hat, ist schon fast nachvollziehbar, dass man erstmal so auf den Arsch fällt, dass man den Drang verspürt, das <strong>EQUILIBRIUM</strong>-Patch gewaltsam von der eigenen Kutte zu entfernen und übers Camp zu schmeißen (und dies auch tut).</p>
<h3>Feuer und Hass</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34139" aria-describedby="caption-attachment-34139" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34139 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_5199-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_5199-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_5199-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_5199-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_5199-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_5199.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34139" class="wp-caption-text">WATAIN</figcaption></figure>
<p><em>Merlin:</em> Last but not least kommen wir zum zweiten Headliner des diesjährigen <strong>Wolfszeit-</strong>Festivals, und zwar zu den Schweden von <strong>WATAIN</strong>. Und so wenig ich den Namen ihrer Heimatstadt (die Band kommt aus Uppsala) ernst nehmen kann, so ernst nehmen es diese finsteren Gestalten mit ihrer Musik. Das ist <strong>Black Metal</strong> der alten Schule, rau und rotzig, ein gehobener Mittelfinger an all die glattgebügelte &#8222;Mainstream-Mucke&#8220;. Ach ja, und ihren Hang zum Okkulten darf man nicht vergessen – der ist aber auch nicht zu übersehen. Umgedrehte Kreuze hängen von der Decke, die Bühne ist mit allem möglichen Klimbim geschmückt und <strong>alles, was irgendwie im Stande ist zu brennen, wird</strong> <strong>angezündet</strong> (nur die Haare der Bandmitglieder werden glücklicher Weise verschont).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-34172 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-3-300x237.jpg" alt="" width="300" height="237" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-3-300x237.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-3-1024x809.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-3-750x592.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-3.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Abgesehen davon, dass sie alles in Brand stecken, spielen <strong>WATAIN</strong> aber natürlich auch Musik. Da die Band seit <strong>mehr als 20 Jahren existiert</strong> und Erfahrung mit großen Bühnen hat, verwundert es auch nicht, dass sie gut und routiniert abliefern. Ich kann dem Auftritt zwar nichts übermäßig Besonderes abgewinnen, aber allein die Show lohnt natürlich immer, sich anzuschauen- und nebenbei bekommt man auch noch eine Portion guten alten <strong>Black Metal</strong> zu hören.</p>
<p><em>Steffi:</em> Hach ja, <strong>WATAIN</strong>. Nicht nur fürs Auge, sondern auch für die eigene<strong> Spiritualität zur x-ten Rum-Cola</strong> des<strong> Freitagabends</strong> sind sie genau das richtige. Und natürlich bleibt nach guter <strong>WATAIN</strong>-Manier auch das Publikum nicht von den blutigen Leidenschaften der Band verschont &#8211; der Wellenbrecher sieht am nächsten Morgen aus, als wäre er Zeuge eines schweren Massakers geworden. Doch als sich die Zuschauer der ersten Reihen mehr oder minder freiwillig in<strong> Schweineblut</strong> duschen dürfen, genieße ich schon mit meinen Kamera-Kollegen ein Feierabendgetränk. Glück gehabt!</p>
<h2>Morgenstund‘ hat Gold im Mund!</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34161" aria-describedby="caption-attachment-34161" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34161 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34161" class="wp-caption-text">DVALIN</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em> Dabei ist es schon 13 Uhr, als <strong>DVALIN</strong> den letzten Festivaltag eröffnen. Ist das nicht auch der Name eines der Zwerge aus &#8222;Der Hobbit&#8220;? Ist das denn jetzt <strong>Zwergenmetal?</strong> Die Äxte in Logo und Bühnendeko würden dies jedenfalls unterstreichen. Ebenso die in Fantasy-Rüstungen gekleideten Musiker (ich bin mir sicher, der Sänger trägt eine Level-100-RPG-Rüstung eines weiblichen Charakters). Tatsächlich aber handelt es sich bei <strong>DVALIN</strong>s Musik um <strong>Folk Metal</strong> mit <strong>Dudelsäcken, Drehleier</strong> und<strong> Rauschpfeife</strong> (was auch immer das schon wieder sein mag). Neben hauptsächlich schwerer ausfallendem Musikmaterial mit hie und da einer gewissen Prog-Note gibt es natürlich auch das eine oder andere obligatorische Trink- und Mitgröl-Lied (und jetzt alle: <strong>&#8222;Leert den Krug in einem Zug!&#8220;</strong>). Alles in allem ein guter Start in den Nachmittag!</p>
<p><em>Steffi:</em> Und dabei dürfen auch <strong>DVALIN</strong> heute ein kleines <strong>Jubiläum</strong> feiern! Denn am Mikro steht jetzt jemand anders &#8211; &#8222;dor Ronny&#8220;, wie wir in den neuen Bundesländern zu sagen pflegen. <strong>Sackpfeifenspieler</strong> und <strong>SKALDENFEST-Organisator Muscus</strong> hat uns dazu folgendes verraten:<em> &#8222;<strong>Ronny</strong> probt schon seit einigen Monaten mit uns, doch wir dachten uns, wir überraschen auf dem Wolfszeit einfach mit unserem neuen Sänger. Durch seine langjährige Bühnenerfahrung und stimmliche Versiertheit ist er der perfekte Frontmann für <strong>DVALIN</strong> und bringt noch dazu jede Menge Energie auf die Bühne, die sich auch auf&#8217;s Wolfszeit-Publikum übertragen hat.&#8220;</em> Da gehen wir mit! Nur in das Bühnenoutfit muss er noch hineinwachsen (Zwinkersmiley).</p>
<h3>Südländische Leidenschaften</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34147" aria-describedby="caption-attachment-34147" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34147 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_5929-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_5929-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_5929-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_5929-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_5929-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_5929.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34147" class="wp-caption-text">FUROR GALLICO</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em> Als Nächstes erwartet mich&#8230; nicht das, was ich erwartet habe! Glaubt man den ersten paar Musikvideos, die man auf Youtube findet, so machen <strong>FUROR GALLICO</strong> seichtes Folk-Geklimper mit weiblichem Gesang. Jedoch fliegt mir jetzt erstmal zu Konzertbeginn <strong>eine gehörige Portion Blast Beats</strong> um die Ohren, während eine komplette Pagan-Folk-Metal-Band auf die Bretter gesprungen kommt. Der Sänger gibt vor allem Growls, aber auch gelegentlich <strong>Clean Vocals</strong> von sich, und eine Sängerin kommt nur in seltensten Fällen zum Einsatz.</p>
<p>Schlagzeuger, Bassist und Flötenspieler der Band wirken noch alle sehr jung, sind allerdings äußerst fit an ihren Geräten! Das Konzert der <strong>Italiener</strong> strotzt vor Energie, und auch die Crowd spürt das und macht begeistert mit. Der beste Moment der Show ist definitiv der, in dem die bis dahin stumme <strong>Harfenspielerin</strong> sich aus dem Nichts heraus ein Mikrofon greift und erstmal richtig <strong>aggressive, tiefe Growls</strong> von sich gibt und mit dem <strong>Leadsänger</strong> im Duett schreit. Respekt, das kam unerwartet!</p>
<h3><strong>Die Kraft des Direkten</strong></h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34148" aria-describedby="caption-attachment-34148" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34148 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-12-300x216.jpg" alt="" width="300" height="216" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-12-300x216.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-12-1024x736.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-12-750x539.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-12-85x60.jpg 85w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-12.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34148" class="wp-caption-text">HORN</figcaption></figure>
<p><strong>HORN</strong> liefern bodenständigen <strong>Black Metal</strong> mit einer ordentlichen Prise <strong>Punk/Rock’n’Roll</strong> und <strong>Pagan-Einflüssen</strong>. Der muskelbepackte Sänger erinnert vom Aussehen her ein bisschen an den Gangster-Rapper <strong>KOLLEGAH</strong> – macht <strong>aber definitiv bessere Musik!</strong> Sowohl paganen <strong>Clean-Gesang</strong> als auch <strong>Growls</strong> und wütende Semi-Growls beherrscht er meisterlich, und wechselt teilweise sogar innerhalb eines Wortes zwischen den unterschiedlichen Techniken hin und her. Ein starker Auftritt! Der Sound ist druckvoll, die Musik ist sehr direkt und erzeugt viel Kraft aus <strong>roher Standfestigkeit</strong>. Hier wird sich nicht mit unnötigem Schnickschnack wie etwa Folk-Gedudel aufgehalten.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34163" aria-describedby="caption-attachment-34163" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34163 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_6744-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_6744-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_6744-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_6744-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_6744-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_6744.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34163" class="wp-caption-text">XIV DARK CENTURIES</figcaption></figure>
<p><strong>XIV Dark Centuries</strong> sieht man auch eher selten – und wenn, dann auf Veranstaltungen wie dieser. In voller Montur steht die <strong>Pagan-Metal-Formation</strong> in der heißen Nachmittagssonne. Und ja, ihnen ist warm in der Verkleidung. Ich habe diese Band als gute Live-Band in Erinnerung, jedoch hat ihre Musik heute Schwierigkeiten, so wirklich bei mir anzukommen. Da wären wir wieder beim Thema &#8222;alles drum herum spielt eine genau so wichtige Rolle wie die Band selbst&#8220; – vielleicht ist der Sound etwas ungünstig, vielleicht drückt die Sonne etwas zu unangenehm. Irgendwas macht jedenfalls, dass heute die alten <strong>Schlachtenlieder </strong>nicht so wirklich ihr<strong> volles Potential</strong> entfalten wollen, obwohl die Band ein ordentliches Konzert abliefert.</p>
<p>Aber davon abgesehen gibt’s gute Neuigkeiten: Die <strong>Thüringer</strong> haben nach 8 Jahren endlich wieder einen <strong>Braten in der Röhre!</strong> Das neue Album &#8222;Waldvolk&#8220; sei anscheinend bereits fertig aufgenommen und zurzeit im Presswerk. Live zu hören gibt’s davon auch schon ein paar neue Tracks.</p>
<h3>Altehrwürdige Lieder (und altbekannte Gesichter)</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34164" aria-describedby="caption-attachment-34164" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34164 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-1.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34164" class="wp-caption-text">MINAS MORGUL</figcaption></figure>
<p>Eine Band, die man tatsächlich <strong>noch seltener</strong> zu Gesicht bekommt, ist <strong>MINAS MORGUL</strong>. Ich weiß ehrlich gesagt nicht sehr viel über diese Gruppe (nur die üblichen Lieder sind mir bekannt), und so gucke ich erstmal komisch, als <strong>EQUILIBRIUMs</strong> <strong>Robse</strong> sich als ihr neuer Sänger entpuppt. Das erklärt auch, warum er gestern meinte, wir sollten uns alle unbedingt diese Band ansehen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34166" aria-describedby="caption-attachment-34166" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34166 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_6857-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_6857-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_6857-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_6857-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_6857-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_6857.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34166" class="wp-caption-text">Stef von JÖRMUNGAND bei MINAS MORGUL</figcaption></figure>
<p>Doch die nächste Überraschung folgt sogleich! Denn da ist noch ein Mann mit Mikrofon auf der Bühne – und es ist kein anderer als&#8230; <strong>schon wieder</strong> <strong>Stef von</strong> <strong>JÖRMUNGAND</strong>! Mal abwechselnd, mal gemeinsam lassen die beiden röhrenden Organe die altehrwürdigen Lieder erklingen.</p>
<p>Letzterer übernimmt dabei zudem alle clean gesungenen Parts. Interessanterweise stehen aber dieser ernsteren Musik gerade die Growls von <strong>Robse</strong> auch sehr gut. Das <strong>Keyboard</strong> geht im Mix leider ziemlich unter und ist kaum zu hören, und auch generell matscht die Sache ziemlich vor sich hin. Auch ist es noch gerade so nicht dunkel genug für eine effektvolle Lichtshow. Die Musik ist dabei bekannterweise ziemlich solide und roh, und die relativ große Anzahl an angetretenen Zuhörern gibt sich eher beobachtenden als aktiven Tätigkeiten hin.</p>
<h3>Hach ja, die Niederländer.</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34167" aria-describedby="caption-attachment-34167" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34167 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_7822-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_7822-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_7822-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_7822-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_7822-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_7822.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34167" class="wp-caption-text">HEIDEVOLK</figcaption></figure>
<p><em>Merlin:</em> Die finde ich ja allein aufgrund ihrer Sprache schon toll. Aber <strong>HEIDEVOLK</strong> sorgen abgesehen davon auch durch schwungvolle, zur Bewegung anregende Musik für <strong>mächtig gute Laune</strong>. Die Musiker haben Spaß, und das springt aufs Publikum über. Verständigungsprobleme gibt es hier keine. Die Jungs wissen einfach, wie man die Menge mitreißt, der Gesang ist durchdringend und das Lungenvolumen von <strong>Lars „Nachtbraecker“</strong> beeindruckt mich einmal mehr.</p>
<p>Ihren Höhepunkt erreicht das Spektakel, wie könnte es auch anders sein, mit der allseits bekannten und beliebten &#8222;Hitsingle&#8220; <em>&#8222;</em><em>Vulgaris Magistralis&#8220;</em>. Spätestens hier grölen alle mit und vor der Bühne tanzt ein fröhlicher Circle Pit seine Runden. Der Auftritt von <strong>HEIDEVOLK</strong> bekommt von mir das Attribut &#8222;Stimmungskanone&#8220; und kann von mir aus gerne wieder zum <strong>Wolfszeit </strong>kommen!</p>
<h3><strong>Am Zenit der Atmosphäre</strong></h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34168" aria-describedby="caption-attachment-34168" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34168 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-2.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34168" class="wp-caption-text">PRIMORDIAL</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em> <strong>PRIMORDIAL</strong> haben dann den Vorteil, dass sie bereits unter schwarzem Himmelszelt anfangen dürfen. Somit geht der <strong>Lichttechniker </strong>wieder in den<strong> Super-Sayajin-Modus</strong> und das Powerlevel der Lichtshow ist von erster Sekunde an auf über 9000. Auch der Sound hat genau die <strong>gänsehauthervorrufende Tiefe</strong>, die er bei einer solchen Band braucht. Leider gibt es zu Beginn technische Schwierigkeiten am Schlagzeug. Ich gehe davon aus, dass sich das Fußpedal von der Kickdrum gelöst hat. Ein Problem, das ich aus eigener Erfahrung als Schlagzeuger kenne, und glaubt mir, es ist richtig ärgerlich. Besonders, wenn die Lieder deiner Band im Durchschnitt<strong> 8 Minuten</strong> dauern und du dazwischen nicht die Möglichkeit hast, das Pedal wieder anzuklemmen. Klammer zu.</p>
<p>Ab dem dritten Song ist das Problem behoben, und nichts steht der <strong>massiven Atmosphäre</strong> mehr im Weg, die diese Band unter diesen (in diesem Artikel schon oft gepriesenen) Konditionen freizusetzen vermag. Die mesmerisierende Musik, das okkult-theatralische Auftreten und der markerschütternde Gesang von Frontmann <strong>Alan Averill</strong> lassen diese Interaktion zwischen Bühne und Publikum zu einer äußerst intensiven Erfahrung werden. Definitiv die eindrucksvollste <strong>PRIMORDIAL</strong>-Show meiner bisherigen Karriere als Konzertgänger!</p>
<h3><strong>Erstmal Luft holen!</strong></h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34169" aria-describedby="caption-attachment-34169" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34169 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34169" class="wp-caption-text">ENSIFERUM</figcaption></figure>
<p>Denn es ist auch schon an der Zeit für das <strong>allerletzte Konzert</strong> dieses Festivals. Für <strong>ENSIFERUM</strong> hat sich definitiv die bisher größte Masse versammelt – und ich würde behaupten, auch die Stimmung war bei keiner anderen Band so gut wie hier. Jetzt gilt es, ein letztes Mal alles zu geben. Es bilden sich Circlepits, Moshpits, Schiffsgeruder, ja sogar Circlepits um Schiffsgeruder herum! Ich frage mich immer mal wieder, wie sowas eigentlich von der Bühne aus aussieht. Bestimmt cool. Jedenfalls ist nicht nur die Motivation in der Crowd groß, auch die Band hat ganz klar verstanden, welche ihrer 69 Songs (Coverversionen und Intros nicht mitgerechnet) live so richtig gut funktionieren, und beglücken uns mit einer meisterlich zusammengestellten Setlist aus konstanten Höhepunkten!</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34170" aria-describedby="caption-attachment-34170" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34170 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/03-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/03-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/03-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/03-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/03-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/03.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34170" class="wp-caption-text">ENSIFERUM</figcaption></figure>
<p>Technisch haben die Finnen mittlerweile ein höchst professionelles Level erreicht! Da geht kein Schlag mehr daneben und es schleicht sich kein schiefer Ton ein. Leider braucht der Sound ein paar Minütchen, bis er da so richtig mithalten kann. Die ersten paar Songs klingen somit leider „nur“ ganz okay. Spätestens bei <em>&#8222;From Afar&#8220;</em> aber reißt auch mich dann die Energie aus der müdigkeitsinduzierten Trance und nimmt mich mit in <strong>ferne Welten</strong>.</p>
<p>Aber die wahre Überraschung erfolgt am Ende: Niemand hätte einen anderen Song als <em>&#8222;Iron&#8220;</em> als Abschluss erwartet – so machen es <strong>ENSIFERUM</strong> ja (verständlicherweise) schon seit Jahren. Aber nicht heute! Denn als Abschluss dieses Festivals wurde die zehnminütige Hymne <em>&#8222;Victory Song&#8220;</em> auserkoren. Das macht mich, und scheinbar alle um mich herum, sehr glücklich. So endet das letzte Konzert auf einer euphorischen Note – und alle gehen mit zufriedenen Gesichtern in ihre Zelte zurück.</p>
<h3>&#8230;oder etwa nicht?</h3>
<p>Denn kaum hat sich die Band verabschiedet, spielt die Bühnencrew den äußerst emotionalen Titeltrack von „<em>Titanic</em>“ ab. <strong>In der Shitty-Flute-Version</strong>. Ja, das ist genau, wonach es klingt, googelt es ruhig. Eine liebevoll gepflegte WOLFSZEIT-Tradition eben! Danach beginnt dann mit dem DJ auf der Bühne die letzte, fette Afterparty auf dem Infield – mit Hits von <strong>SCOOTER</strong>, <strong>DIE KASSIERER</strong> und zu guter Letzt einer 30-Minuten-Schleife der <strong>CANTINA BAND</strong>. Hach ja. Manchmal darf man das. Auch als <em>trver</em> Black Metaller.</p>
<div style="width: 854px;" class="wp-video"><video class="wp-video-shortcode" id="video-34109-1" width="854" height="480" preload="metadata" controls="controls"><source type="video/mp4" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/003.mp4?_=1" /><a href="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/003.mp4">https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/003.mp4</a></video></div>
<h2>Und so geht auch dieses Festival zu Ende.</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-34174 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-1.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Und ich muss sagen, es war in allen Hinsichten ein sehr positives Erlebnis! Die Location ist bei weitem schöner und atmosphärischer als jede riesige, offene Wiese, und die überschaubare Größe gibt ein gewisses Gefühl von Familie und Geborgenheit. Kurzgesagt: <strong>Das Wolfszeit strotzt nur so vor Charme</strong>. Auch die Bands waren sowohl geschickt und stimmig ausgewählt als auch allesamt in der Lage, sehr überzeugende Konzerte abzuliefern (meine Highlights: <strong>DORNENREICH</strong> und <strong>PRIMORDIAL</strong>). Das <strong>Cocktail-Angebot für fünf Euro</strong> auf dem Infield ist auch eine wunderbare Sache – besonders, wenn es zu jedem Drink ca. drei Wespen umsonst dazu gibt, die einem fortan auf Schritt und Tritt folgen. Die Soundqualität der Shows befand sich fast immer irgendwo auf der Skala von in Ordnung bis perfekt, und, verdammt noch mal, gebt dem Lichttechniker eine Gehaltserhöhung!</p>
<p>Warum ich mir das alles die letzten acht Jahre habe entgehen lassen, leuchtet mir auch nicht ein. Zurückkehren werde ich aber mit Sicherheit! Adé liebes <strong>Wolfszeit</strong>-Festival, <strong>du wundervolles, internetloses Paralleluniversum!</strong></p>
<p><em>Merlin:</em> Das <strong>Wolfszeit</strong> <strong>2019</strong> war ein Festival, auf das ich schon lange im Voraus hingefiebert hatte. Und ich wurde nicht enttäuscht! Auch wenn ungefähr doppelt so viele Wespen wie Metalheads am Start waren, die Location, die Bandauswahl und die familiäre Größe des Festivals haben auch dieses Jahr wieder für eine großartige Zeit gesorgt – gerne nächstes Jahr wieder! Auch wenn ich mir bis dahin vermutlich ein mobiles Moskitonetz basteln werde&#8230;</p>
<h3>Mit einem lachenden und einem weinenden Auge&#8230;</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-34176" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/03-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/03-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/03-1-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/03-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/03-1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/03-1.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><em>Steffi:</em> Das diesjährige <strong>Wolfszeit</strong> habe ich wohl vor allem mit dem Blick durch den Sucher meiner Kamera verbracht. Nichtsdestotrotz habe ich doch die Augen offengehalten &#8211; und möchte gern auch für mich noch ein Paar Punkte in Sachen<strong> Fazit </strong>für dieses Jahr loswerden. Wie <strong>Merlin</strong> und <strong>Mich</strong> beide schon festgestellt haben, war das Festival sowohl <strong>sound-</strong> als auch <strong>lichttechnisch</strong> von einer <strong>grandiosen Performance</strong> gesegnet, was nicht zuletzt der starken und <strong>superlieben Bühnencrew</strong> zu verdanken ist. Die sorgten dafür, dass jeder noch so komplizierte und brennbare Auftritt (hust&#8230; <strong>WATAIN</strong>&#8230; hust) astrein und für die Zuschauer reibungslos über die Bühne ging. Vor dieser Leistung kann man nur den Hut ziehen &#8211; vor allem im Hinblick darauf, dass die Bühnenshows schon im vergangenen Jahr einen echten Hingucker darstellten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-34177 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/04-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/04-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/04-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/04-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/04-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/04.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Was allerdings gefährlich vernachlässigt wurde, waren<strong> Security</strong> und andere die <strong>Festivalorganisation</strong> bestimmende Punkte. In der Szene kennt man einander, umso schwerer ist es für mich, hier einmal Klartext zu sprechen &#8211; in der Hoffnung, dass wir in den kommenden Jahren nicht dieselben Erfahrungen machen müssen.</p>
<p>Was bei der Anreise mit der nur als &#8222;ahnungslos&#8220; zu bezeichnenden Einweisung und Wegbeschreibung der offensichtlich<strong> nicht ortskundigen Securitys</strong> beginnen sollte, wollte sich über das verbleibende Wochenende leider kaum verbessern. Schon in den vergangenen Jahren schien man sich auf dem <strong>Wolfszeit</strong> besonders schwer mit der Einweisung zu tun, dieses Jahr zeigte sich leider kein besseres Bild. Teile des <strong>Campingplatzes</strong> waren entweder überladen, zugeparkt oder von Besuchern abgesperrt, ohne dass seitens der <strong>Crew</strong> genügend Helfer vorhanden gewesen wären, um das Chaos aufzulösen.</p>
<h3>Musik top, Orga flop?</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-34178" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/05-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/05-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/05-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/05-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/05-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/05.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Wie vergangenes Jahr litt die <strong>Aftershowparty</strong> ebenfalls unter mangelndem Personal, was die Nutzung der <strong>eigens hergerichteten Partyräume</strong> leider unmöglich machte und weshalb die Party schon ab <strong>Donnerstagabend</strong> aufs<strong> Infield</strong> verlegt werden musste. Und nicht nur an Helfern, die sich nebenbei bemerkt teils wirklich abrackerten, mangelte es (ein Problem, mit dem sich das Wolfszeit nun schon ein paar Jahre herumschlagen muss).</p>
<p>Dieses Jahr fehlten auch ausgerechnet die wichtigsten Personen, wenn es um die Sicherheit aller Anwesenden geht &#8211; <strong>Securitys</strong>. Es waren schlichtweg zu wenige da. Nicht nur, dass viele Besucher im Nachhinein die <strong>mangelhaften Einlasskontrollen</strong> zum Infield kritisierten &#8211; auf dem gesamten Festivalgelände waren <strong>Securitys</strong> so rar wie<strong> Einhörner</strong> und Augenzeugenberichte der Zahnfee.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-34179 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/04-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/04-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/04-1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/04-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/04-1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/04-1.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Und gerade dort, wo sie von den Besuchern besonders benötigt wurden &#8211; abends <strong>im Graben</strong>, bei <strong>ENSIFERUM, EQUILIBRIUM</strong> und Co. nämlich &#8211; waren es zum größten Teil <strong>Fotografen</strong>, die die <strong>Crowdsurfer</strong> aus der Menge in den Graben zerrten. Nicht nur, dass sich zu den <strong>Headlinern</strong> also nur <strong>2 Securitys</strong> überhaupt im Graben befanden &#8211; keiner von ihnen besaß auf Nachfrage Erfahrung mit der Arbeit auf Festivals. Somit wundert es auch keinen, dass sie die meisten <strong>Crowdsurfer</strong> von ihren Wartepositionen am Rand (!) der Bühne erst entdeckten, wenn <strong>Festivalfotograf Stefan</strong> sie bereits in den Armen hatte. Leider verbesserte sich diese Situation auch auf Nachfrage bei der Festivalleitung nicht zum Samstag Abend hin.&nbsp;</p>
<p>Was gewesen wäre, wenn die <strong>Fotografen</strong>&nbsp;nicht gewesen wären? Man möchte es sich nicht ausmalen. Und so sehr ich dieses Festival vor allem auch Dank seiner<strong> lieben Crew</strong> schätzen gelernt habe, liegt mir die mangelnde Sicherheit wie ein Stein auf dem Herzen. Das<strong> Wolfszeit</strong> ist dank der<strong> guten Bandauswahl</strong>, der<strong> einzigartigen Location</strong>, dem grandiosen <strong>Sound</strong> und der guten <strong>Bühnenshow</strong> ein echter Geheimtipp. Darum: Nehmt den Weg auf euch, schnappt eure <strong>Festivalbuddies</strong> und genießt das<strong> Empfang-lose Wochenende</strong> in den Tiefen des <strong>Thüringer Landes</strong>!<br />
Doch ich hoffe, dass sich die <strong>Festivalleitung</strong> die vielen Bitten seitens der Besucher zu Herzen nimmt und der Organisation denselben Glanz verleiht, den das Festival auch sonst immer ausstrahlt.</p>
<h2>Eine strahlende Zukunft für 2020</h2>
<p>Zum Schluss sei schon mal ein Blick auf das heiße <strong>Lineup</strong> der <strong>2020er-Ausgabe</strong> des Festivals geworfen:</p>
<p><strong>BLACK MESSIAH &#8211; CRUACHAN &#8211; DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT &#8211; EISREGEN &#8211; HARAKIRI FOR THE SKY &#8211; HELRUNAR &#8211; KORPIKLAANI &#8211; MANEGARM &#8211; MGLA &#8211; NEGATOR &#8211; OBSCURITY &#8211; TAAKE</strong></p>
<p>What?! Bei einem solch krassen Lineup dürften sich viele unter euch schon die Finger lecken. Traut euch! <strong>Tickets</strong> gibt&#8217;s jetzt schon zu erstehen, und zwar <strong><a href="https://www.wolfszeit-festival.de/">HIER</a></strong>! Wir sehen uns auf dem <strong>Wolfszeit 2020</strong>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2019-nachbericht/">WOLFSZEIT, WESPENZEIT! – Black Metal im tiefsten Tannenwald</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Ragnarök 2019 &#8211; Die Endzeitsaga &#8211; Teil 2</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Steffi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 May 2019 09:12:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Teil 2 unseres Festivalberichtes vom RAGNARÖK aus Bayern.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-2019-die-endzeitsaga-teil-2/">Ragnarök 2019 &#8211; Die Endzeitsaga &#8211; Teil 2</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Huch! Der Freitag auf dem <strong>Ragnarök 2019</strong> ist dir durch die Lappen gegangen? <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-2019-teil-1"><strong>HIER</strong></a>&nbsp;findest du den&nbsp;<strong>ersten Teil</strong>&nbsp;unseres Nachberichtes.</p>
<hr>
<p><strong>Raus aus den Federn!</strong> Auch wenn der vorangegangene Abend dem einen oder anderen noch in den Knochen stecken mag (uns natürlich nicht), ist so eine Nacht in der Schlafhalle gern schon gegen halb&nbsp; 7 Uhr morgens schon wieder vorbei. Der <strong>Kaffee-Gott</strong> hilft uns aus der Waagrechten, und so geht&#8217;s dann langsam wieder in die Stadthalle, um den Stand vorzubereiten.</p>
<h2>Samstag &#8211; Ein Morgen voller Überraschungen</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-33273" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-19-258x300.jpg" alt="" width="258" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-19-258x300.jpg 258w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-19-881x1024.jpg 881w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-19-750x872.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-19.jpg 1247w" sizes="auto, (max-width: 258px) 100vw, 258px" />Den Anfang an diesem Samstag Mittag machen <strong>MUNARHEIM</strong>. Die stehen schon Punkt 12 Uhr auf der Bühne, einer Uhrzeit, bei der man davon ausgehen, dass die meisten Ragnaröker noch in ihren Campingstühlen feststecken, stimmt&#8217;s? Falsch gedacht! <strong>MUNARHEIM</strong> werden von einer enormen und (enorm) <strong>stürmischen Masse</strong> an Fans begrüßt. Für die geben sie heute einige Stücke ihrer <strong>neuen Scheibe</strong> &#8222;Willens und Frei&#8220; zum Besten. Und, was soll ich sagen &#8211; die Jungs und Mädels heizen der hungrigen Meute ordentlich ein! So viel Publikum und so viel Party zum <strong>Openerslot</strong> &#8211; das schaffen nur wenige.</p>
<p>Und obwohl es noch so &#8222;früh am Morgen&#8220; ist, gibt es von der <strong>&#8222;Bigband&#8220;</strong> (Bei der Zahl an Menschen und Instrumenten auf der Bühne eine durchaus treffende Bezeichung) jede Menge<strong> Enthusiasmus</strong> und gute Laune. Gerade in den stark <strong>akustik-behafteten</strong> Songs wie <em>&#8222;Sehnsucht&#8220;</em> können die <strong>Coburger</strong> punkten. Denn glücklicherweise gehen die Akustikgitarre und die Flöte im Soundgewusel der restlichen Instrumente nicht unter. Ein starker Auftritt und Auftakt für den zweiten Akt des diesjährigien <strong>Ragnaröks</strong>!&nbsp;</p>
<h3>Pagan? Black? Warum nicht beides?</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-33274 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-20-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-20-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-20-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-20-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-20-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-20.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />&#8222;Da geht doch noch was!&#8220;, denken sich zumindest die Jungs von<strong> FIRTAN</strong>. Die machen sich nämlich kurze Zeit später bereit, auf das eben erlebte noch einen Deut draufzusetzen. Und das ist gar nicht so einfach! <strong>Phillips</strong> einzigartige Gesangsstimme trägt die Songs der <strong>Baden-Würtemberger</strong> hinaus in die Stadthalle, die sich wie eine Welle ihre Bahn durch das gefesselte Publikum bahnen. Bereits<strong> vor 2 Jahren</strong> durfte ich die Jungs hier aus der ersten Reihe anfeuern. Und so viel hat sich gar nicht geändert, außer, dass &#8222;Okeanos&#8220;, die jüngste Scheibe der Truppe, nun mit seinem ganz eigenen Sound das Bild dominiert.</p>
<p>Mit dieser Scheibe haben sich die Jungs jedoch nicht nur <strong>musikalisch</strong>, sondern auch <strong>charakterlich</strong> weiterentwickelt. Und diese Veränderung steht den Jungs hervorragend! Für die Fans erster Stunde gibt&#8217;s außerdem noch <strong>Leckerli</strong> wie<em> &#8222;Wogen der Trauer&#8220;</em>, sodass am Ende alle zufrieden sein dürften. Wer sich noch an den Auftritt vor 2 Jahren erinnert, dürfte auf jeden Fall ein ordentliches und emotionales Set mit nach Hause nehmen. Ein Gedanke geht mir allerdings nicht aus dem Kopf: Bei der Leistung, die sowohl <strong>FIRTAN</strong> als auch die <strong>Durchstarter MUNARHEIM</strong> an den Tag gelegt haben, hätten beide Kombos durchaus einen späteren Platz in der Running Order verdient.</p>
<h3>Epischer gehts nicht?!</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-33275" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-21-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-21-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-21-682x1024.jpg 682w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-21-750x1126.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-21.jpg 966w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" />Aber das ist nur meine Meinung &#8211; und der nächste Act hat es definitiv auch in sich. Der ist allerdings weder mir noch (offenbar) vielen anderen im Publikum nicht gerade bekannt, sodass sich die Halle dann doch ein wenig leert. <strong>DALRIADA</strong> stehen auf der Liste, und so jungfräulich meine Erfahrungen mit der Band auch sein mögen: Die Jungs und Mädels sind doch schon eine ganze Weile im<strong> Folk Metal-Kosmos</strong> unterwegs! Seit <strong>1998</strong> stehen die <strong>Ungarn</strong> auf der Bühne und haben seitdem nicht nur eine Namensänderung, sondern auch mehrmalige Besetzungswechsel durchlebt, sodass einzig und allein<strong> Sänger András</strong> seit über 20 Jahren die Band begleitet.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-33276 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_6327-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_6327-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_6327-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_6327-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_6327-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_6327.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Davon abgesehen sieht die Kombo in ihren<strong> traditionellen ungarischen</strong> Outfits nicht nur einzigartig aus. Auch ihre Mucke ist dank der <strong>zweistimmigen Gesangskombo</strong> aus <strong>András</strong> und seiner aktiven Kollegin <strong>Laura</strong> und den durchweg ungarischen Texten unverwechselbar. Musikalisch gibt es eine Querbeet-Sammlung aus der gesamten Bandexistenz. Denn in all den Jahren ihres Bestehens waren die Ungarn nicht untätig: Sage und schreibe<strong> 10 Langspieler</strong> haben die Jungs und Mädels auf dem Gewissen. Bei so viel Erfahrung wundert es niemanden, wie <strong>souverän</strong> <strong>DALRIADA</strong> ihre Show von der Bühne rocken. Und als <strong>Augenschmankerl</strong> und Fotografen-Träumchen gab&#8217;s auch noch richtig gutes Licht obendrauf!</p>
<h3>Frischer Wind oder öde Brise?</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-33277" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-22-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-22-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-22-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-22-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-22-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-22.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Und während sich an unserem Stand schon <strong>MUNARHEIM</strong> und <strong>FIRTAN</strong> für ihre Auftritte haben Feiern lassen, bereitet sich gerade eine ganz andere Kombo auf ihren aller-allerersten Liveauftritt vor. Die Rede ist von <strong>ASH OF ASHES</strong>, einem Projekt, in dem auch einige E<strong>Ï</strong>S-Mitglieder Fuß gefasst haben (ja, richtig gehört!). Ob <strong>ASH OF ASHES</strong> wie der Phönix aus der Asche das Erbe von<strong> EÏS</strong> weiterträgt oder doch einen ganz eigenen Pfad einschlägt? Nun, zu allererst ist die Bühnenaufstellung anders. <strong>EÏS-Sänger Alboin</strong> gibt sich, heute ganz ungeschminkt und ohne Seemannskostüm, die Ehre als<strong> Zweitsänger</strong> und Bassist der Band. An erster Stelle steht nämlich ein ganz anderer Herr, der ungelogen <strong>STEVEN WILSONs</strong> älterer Bruder sein könnte. Und noch etwas wird schon während der ersten Akkorde von <strong>ASH OF ASHES</strong> klar: Diese Band ist ein ganz eigenes, völlig unabhängiges Produkt musikalischer Kreativität.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-33278 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/02-6-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/02-6-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/02-6-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/02-6-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/02-6-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/02-6.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Hier gibt es nämlich statt des <strong>frostigen Black Metals</strong> sogenannten<strong> &#8222;Epic Skaldic Metal&#8220;</strong> auf die Ohren. Das heißt:<strong> Zauberhafte</strong> und doch ernste Melodien mischen sich mit <strong>eingängigen Rhythmen</strong> und werden untermalt von kräftigem <strong>Cleangesang</strong> mit Wiedererkennungswert. Die<strong> malerischen Texte</strong> bilden gemeinsam mit der Musik ein so erfüllendes Klanggerüst, dass man sich von <strong>ASH OF ASHES</strong> glatt weggetragen fühlt. Allerdings trägt <strong>Alboin</strong> nicht nur am Bass seinen Teil zum Gesamtgeschehen bei. Gerade in finstereren Songs wie<em> &#8222;Ash To Ash&#8220;</em> präsentiert er uns seine<strong> harten Growls</strong> und <strong>Gutturalgesänge</strong>, wie wir sie von <strong>EÏS</strong> nur allzu gut gewohnt sind. Von mir gibt&#8217;s auf jeden Fall das Debütalbum &#8222;Down The White Waters&#8220; als <strong>Anspieltipp</strong> &#8211; lauscht mal rein!</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/8YK4ioVfjCY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Zwischen Glücksgefühlen und anderen Ausfallerscheinungen</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-33279" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-23-200x300.jpg" alt="" width="173" height="260" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-23-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-23-682x1024.jpg 682w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-23-750x1126.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-23.jpg 966w" sizes="auto, (max-width: 173px) 100vw, 173px" />Wer übrigens davon ausgegangen ist, dass das Ragnarök nach <strong>NAGLFAR</strong>,<strong> SKELETONWITCH</strong> und<strong> GOD DETHRONED</strong> von weiteren <strong>Ausfällen und Verschiebungen</strong> verschont bleiben würde, hat weit gefehlt: <strong>XIV DARK CENTURIES</strong> fallen aus gesundheitlichen Gründen aus. Eine <strong>Katastrophe</strong>? Keineswegs! Zum Glück sind ihre <strong>Kollegen</strong> von<strong> GERNOTSHAGEN</strong> bereits am Vortag zu großer Zahl am Start gewesen und springen deshalb kurzfristig für ihre Brüder im Geiste ein.</p>
<p>So kurzfristig, dass es dieses Mal auch <strong>ohne Kostüme und Schminke</strong> reichen muss &#8211; und das tut es allemal! Dass <strong>Askan</strong> sich und seine Mitstreiter mit:<em> &#8222;Wir sind<strong> XIV DARK CENTURIES</strong>!&#8220;</em> vorstellt, führt beim einen der anderen Besucher zu Verwirrung. Trotzdem spielen <strong>GERNOTSHAGEN</strong> ein souveränes Set von der Bühne und sind sogar mit recht klarem Sound gesegnet. Das bringt die epischen Soli von Gitarrist Roman besonders gut zu Geltung. Daran, dass <strong>GERNOTSHAGEN</strong> für ihre Kollegen einen ebenbürtigen Ersatz darstellen, zweifelt hier wohl keiner.</p>
<h3>Urgesteine? Frisch wie nie!</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-33281 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_6777-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_6777-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_6777-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_6777-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_6777.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" />Was für ein Festivalstart! Da lege ich doch gerne mal ein Päuschen an unserem <strong><em>SILENCE</em>-Stand</strong> ein, quatsche eine Runde mit <strong>EÏS</strong> und überlasse meinem Mitstreiter <strong>Clemens</strong> die Verantwortung des kritischen Auges (und Ohres). Hier sind seine Erlebnisse:</p>
<p><em>Clemens:</em> Bei <strong>MINAS MORGUL</strong> steckt dem Publikum wohl noch der Vorabend in den Knochen, denn ich habe schon energischere Reaktionen auf die <strong>wilde Dame</strong> und die<strong> fünf Recken</strong> erlebt. Vielleicht hat es sich auch noch nicht bis zum Letzten herumgesprochen, dass nun Robse den Posten des Sängers eingenommen hat? Oder es liegt es am<strong> Soundproblem</strong>, das die Nacht von Freitag auf Samstag eindeutig überlebt hat? Auch hier sind die Gitarren gerade mal bei einigen Solomelodien wirklich gut zu vernehmen. Sei es drum.</p>
<p>Die stimmliche Darbietung von <strong>Robse</strong> ist teilweise sehr brutal und auch sonst hat er den Laden in seiner typischen Manier fest im Griff. Nur das Publikum scheint wohl unsichtbar zu sein, fragt er doch immer wieder:<em> &#8222;Wo seid ihr?!“</em> Spätestens bei <em>&#8222;Todesschwadron Ost&#8220;</em> taut die Menge endlich so richtig auf und die Matten fliegen. Ein neues Stück wird heute ebenso vorgestellt, das zu Beginn recht forsch nach vorn prescht. Ein vielversprechender Ausblick auf das kommende Material.</p>
<h3>Euphorie und Gänsehaut</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-33282" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_6879-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_6879-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_6879-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_6879-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_6879-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_6879.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Ich pausiere für ein Bierchen und bin mir noch nicht bewusst, dass mir der Fauxpas des Abends bevorsteht. Von der Kombo <strong>MORS PRINCIPIUM EST</strong> habe ich vorher nur von Werbeanzeigen gehört &#8211; und nun weiß ich auch warum. Weil ich ein verdammtes<strong> ignorantes Arschloch</strong> bin! Man geht ohne jegliche Erwartungshaltung in die Halle und wird gleich von der ersten Minute <strong>umgehauen</strong>. Solche Überraschungen liebe ich an Festivals! Wie die Zuschauerzahl vor der Bühne beweist, bin ich zum Glück mit meiner Unkenntnis auch in der Minderheit. Aber was begeistert mich denn nun so dermaßen?</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_33471" aria-describedby="caption-attachment-33471" style="width: 209px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-33471 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01ragn.jpg" alt="" width="219" height="328" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01ragn.jpg 640w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01ragn-200x300.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 219px) 100vw, 219px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-33471" class="wp-caption-text">©Lady Metal, Rainer</figcaption></figure>
<p><strong>MORS PRINCIPIUM EST</strong> spielen <strong>modernen, sehr melodischen Death Metal</strong>. Modern – weil <strong>Keyboardklänge</strong> als zusätzliches Melodieinstrument und als Teppich genutzt werden, sehr melodisch – weil der <strong>Leadgitarrist</strong> ein verdammt <strong>krankes Genie</strong> ist. Der arme Kerl wird in seiner Kindheit und Jugend keine Freunde gehabt haben und nutzte diese Zeit glücklicherweise nur mit dem Üben von Soli. Nach dem Konzert dürften sich so einige anwesende <strong>Gitarristen</strong> im Publikum die Hände abgehackt und ihr<strong> Instrument verkauft</strong> haben. Die genaue Reihenfolge kenne ich allerdings nicht. Eingepackt wird das in eine vor Selbstbewusstsein und Kraft strotzende Performance der ganzen Band. Ein <strong>Ragnarök-Highlight 2019.</strong></p>
<p>Und wie kommen dagegen<strong> EÏS</strong> an ihrem zweiten Spieltag an? Diesmal empfangen sie uns mit einer<strong> alten Öllampe,</strong> die den Weg zu den ersten Klängen weist. Im Gegensatz zum Freitag fällt dieses Set noch viel abwechslungsreicher und mitreißender aus. Und richtig emotional wird es bei der klaren Ansage, dass es sich bei diesem<strong> Farewell-Konzert</strong> mitnichten um die letzte Show von <strong>EÏS</strong> handelt. Es wird nur eine <strong>Pause</strong> geben und danach geht es weiter. Was diese Worte auslösen, wird nicht nur bei den Mitgliedern auf der Bühne eine <strong>Gänsehaut</strong> provoziert haben. Wie im Leben, so erleben auch Bands die Wertschätzung ihrer Fans erst so richtig, wenn die gemeinsame Zeit droht, ein Ende zu finden. Nach dem starken Auftritt und den überschwänglichen Reaktionen werden es <strong>EÏS</strong> und ihre Fans sicherlich eher eilig haben, solche Momente erneut miteinander zu teilen.</p>
<h3>Zurück zu den Wurzeln&nbsp;</h3>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-33283" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-24-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-24-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-24-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-24-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-24-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-24.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Steffi:</em> Wer an diesem Abend den wahren <strong>Headliner</strong> gibt, lässt sich wohl so eindeutig gar nicht festlegen. Begeisterung und volle Hallen gab es bislang bei jeder Band des Abends &#8211; was wird uns da wohl noch bei den restlichen Bands des Abends erwarten? <strong>HEIDEVOLK</strong> sagen: dasselbe. Das<strong> sympathische Sängerduo</strong> an der Spitze der<strong> Niederländer</strong> legt eine emotionale Show hin und hält dem Publikum damit quasi einen Spiegel vor. Bei jeder Gelegenheit ergreift die Masse die Chance zum <strong>Mitsingen</strong>, hunderte Fäuste recken sich in die Lüfte.</p>
<p>Einige Vertreter aus der ersten Reihe feiern ihre Helden so lautstark, dass sie zur Überraschung einiger Fotografen sogar den anklingenden Song deutlich übertönen. Und dabei haben <strong>HEIDEVOLK</strong> massiv <strong>Mitgrölpotenzial</strong> im Gepäck. Mit<em> &#8222;A Wolf In My Heart&#8220;</em>,<em> &#8222;Nehalennia&#8220;</em> und <em>&#8222;Saksenland&#8220;</em> gibt es gleich eine ganze Ladung <strong>Hymen</strong>, die selbst dem besoffensten Anwesenden einen Mitbrüller entlocken. Noch dazu sind <strong>Lars, Jacco</strong> und ihre Kollegen von <strong>Spitzensound</strong> gesegnet. Mehr werden sich wohl weder die Fans noch die Band selbst erhofft haben dürfen.</p>
<h3>Hexerei 101 mit ARKONA</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-33284 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_7207-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_7207-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_7207-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_7207-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_7207-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_7207.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Ein ganz anderes, deutlich <strong>finstereres Bild</strong> liefern ihre russischen Kollegen von <strong>ARKONA</strong> ab. Während<strong> Sängerin Masha</strong> auf der Bühne die stärkste <strong>Moorhexen-Imitation</strong> des Abends liefert, leisten auch ihre Mitstreiter an<strong> Dudelsack, Saiteninstrumenten</strong> und <strong>Drums</strong> Beachtliches. Wem allerdings die vorrangige Aufmerksamkeit der Fans und Fotografen gilt, steht außer Zweifel. <strong>Masha</strong> und ihr enormer <strong>leuchtender Stierschädel</strong> (damit ist natürlich die Bühnendeko gemeint!) ziehen alle Augen und Ohren auf sich.</p>
<p>Ihre dramatische Performanz, gepaart mit ihrem <strong>kompromisslosen Growling</strong> und ihrem <strong>ungekünstelten Cleangesang</strong> haben eine durch und durch <strong>hypnotische Wirkung</strong>. Die Frau hat einfach<strong> Charisma</strong>! Das macht aus der Spielzeit der finster angehauchten<strong> Pagan Metaler</strong> ein ganz besonderes Erlebnis. Derselben Meinung sind übrigens auch die Massen an Fans, die lange nach Ablauf der eigentlichen Autogrammstundenzeit (weit über eine Stunde) noch vor dem <strong><em>SILENCE</em>-Stand</strong> Schlange stehen, um ihren Helden zu huldigen.</p>
<h3>Wikinger gegen Wikinger</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-33285" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_7454-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_7454-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_7454-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_7454-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_7454-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_7454.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Und was wäre so ein Wochenende ohne den einen oder anderen kleinen Skandal? Der ist mit der nächsten Band schon vorprogrammiert: <strong>TÝR</strong> stehen auf dem Plan. Die meisten mögen es mitbekommen haben: <strong>Sänger Heri Joensen</strong> war im Netz und auf mehreren Konzerten für seine offene Teilnahme an der <strong>Grindadráp</strong> &#8211; der traditionellen <strong>Grindwaljagd</strong> seiner Heimat, den <strong>Färöer-Inseln</strong> &#8211; kritisiert worden. Sogar Konzerte wurden abgesagt. Und auch vor dem<strong> Ragnarök</strong> macht zumindest ein bisschen Protest nicht Halt. Während der Show fliegen kleine <strong>Aufblas-Wale</strong> auf die Bühne &#8211; ein subtiles, aber klares Statement. Davon lassen sich<strong> TÝR</strong> allerdings nicht beirren und liefern mit der Unterstützung ihrer tobenden und zu großer Zahl anwesenden Fans ein ordentliches Set ab.&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-33286 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_7459-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_7459-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_7459-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_7459-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_7459-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_7459.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />So gibt es neben einer gesunden Mischung aus den letzten 3 Alben (natürlich mit einem bedeutenden Anteil neuer Songs der jüngsten Scheibe &#8222;Hel&#8220;) als klares Statement den Song <em>&#8222;Gindavisan&#8220;</em>, der die <strong>Grindwaljagd</strong> feiert. Qualitativ kann man den<strong> Färöern</strong> wirklich nichts anlasten, jedes Solo sitzt. Und auch Heris mächtiger Gesang trägt seinen Teil zu den <strong>Hymnen</strong> und dem musikalischen Brett bei, das <strong>TÝR</strong> heute abliefern. Zum Schluss gibt&#8217;s für Fans mit<em> &#8222;By The Sword In My Hand&#8220;</em> und <em>&#8222;Hold The Heathen Hammer High&#8220;</em> nochmal zwei ältere Klassiker mit <strong>Mitgrölpotenzial</strong>. Alles in allem ein starkes Set &#8211; wenn auch überschattet von kleinen Protesten.</p>
<h3>Wo ist mein Hammer?</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-33287" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-25-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-25-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-25-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-25-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-25-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-25.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Und weil wir gerade so in Schlachten-Stimmung sind, kommt der nächste Programmpunkt wie gelegen. Die Finnen von <strong>ENSIFERUM</strong> beehren uns dieses Jahr wieder auf dem <strong>Ragnarök</strong> &#8211; und sind damit quasi Dauergäste, denn sie setzen dieses Jahr nicht zum zweiten, sondern gleich zum dritten Mal den Fuß auf das heilige Gelände der <strong>Stadthalle Lichtenfels</strong>. Die Übung sieht man ihnen an: Souverän starten die Finnen passend zu den Umständen mit<em> &#8222;For Those About To Fight For Metal&#8220;</em>. Dabei glänzen<strong> ENSIFERUM</strong> vor allem durch sympathische Authentizität und eine merkliche Verschiebung weg vom Sänger als Gallionsfigur. Hier haben nämlich alle Bandmitglieder gleich viel auf der Bühne zu melden &#8211; sehr erfrischend!</p>
<p>Wer noch nicht ganz überzeugt ist, der wird spätestens im &#8222;Oldies&#8220;-Part der Setlist mit <em>&#8222;Lai Lai Hei&#8220;</em> von der <strong>Feierwut</strong> der anwesenden Fans erfasst. Insgesamt gibt neben einigen Stücken der letzten Scheibe &#8222;Two Paths&#8220; noch Hits wie <em>&#8222;Token Of Time&#8220;</em>, <em>&#8222;Two Of Spades&#8220;</em> und als Gänsehaut-Abschluss des Sets noch <em>&#8222;Fallen Leaves&#8220;</em>. Heute Abend durfte sich selbst der letzte von der enormen Power der Finnen überzeugen, die die Jungs quasi spielerisch von der Platte auf die Bühne übertragen.</p>
<h3>Ungewöhnlich? Außergewöhnlich!</h3>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-33288 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-26-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-26-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-26-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-26-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-26.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" />Clemens:</em> Eigentlich sollten <strong>SKELETONWITCH</strong> zwar schon am Freitag spielen. So ersetzen sie heute immerhin die wegen der Streiks ausgefallenen<strong> NAGLFAR</strong>. Dadurch wird heute immerhin kein so enormes Loch in die Running Order gerissen. Warum sie es nicht gestern schon auf die Bühne geschafft haben? Dazu gibt es einige erheiternde Gerüchte. Fakt ist allerdings, dass sich <strong>SKELETONWITCH</strong> mit dem letzten Album &#8222;Devouring Radiant Light&#8220; enorm weiterentwickelt haben, in Anbetracht der Grenzen dieses Genres. Der <strong>melodische Death Thrash</strong> der <strong>US-Amerikaner</strong> auf den vorherigen Alben wurde um ein paar atmosphärische Elementen ergänzt. Doch live wirkt das noch immer viel brachialer und &#8211; im positiven Sinne &#8211; angepisst. Die Band stellt sich so als guter stilistischer Ausreißer im Billing dar und gibt dem Abend damit noch die richtige Würze.</p>
<h3>Wer hat Angst vor Einsamkeit?</h3>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-33289" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-27-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-27-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-27-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-27-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-27-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/01-27.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Steffi:</em> Ganz leise, fast unmerklich hat sich das Ende des heutigen Abends herangeschlichen. Die enorme Leistung der vielen &#8222;Headliner&#8220; des Tages hat mich so vor Hochmut schweben lassen, dass ich es wie einige andere fast nicht glauben kann, als sich nun einige Zeit nach Mitternacht mit <strong>DORNENREICH</strong> ein weiterer außergewöhnlicher Act in die Running Order schummelt. Die irgendwo zwischen <strong>Neofolk</strong> und<strong> Symphonic Black Metal</strong> verorteten <strong>Tiroler</strong> sind ebenfalls keine Unbekannten auf dem<strong> Ragnarök</strong>.</p>
<p>Dafür ist ihr Auftritt umso eindrucksvoller und für viele Fans im Publikum sichtbar <strong>emotional</strong>. Die lassen sich schon von den ersten Tönen von <em>&#8222;Jagd&#8220;</em> davontreiben, das warnend und sich aufbäumend den Start des letzten Sets des Tages einläutet. Ebenso mystisch geht es mit <em>&#8222;Schwarz schaut tiefster Lichterglanz&#8220;</em> weiter. Als dann im Raum steht, wer denn<em> &#8222;Angst vor Einsamkeit&#8220;</em> hat, ist das Publikum hin und weg. Das dynamische <strong>Duo Eviga</strong> und <strong>David&nbsp;</strong> an den<strong> Mikros</strong> und elektrischen Saiteninstrumenten wird von <strong>Geiger Inve</strong> unterstützt, der heute Abend nicht einmal das Lächeln verliert. Was für ein einmaliger Abschluss für ein Festival, das scheinbar so schnell vorbeigegangen ist, wie es gekommen war.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-33290 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/02-7.jpg" alt="" width="1450" height="967" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/02-7.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/02-7-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/02-7-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/02-7-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/02-7-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /></p>
<h2>Ein Fazit</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-33291" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/56944952_1878730762233357_3700555714998042624_o-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/56944952_1878730762233357_3700555714998042624_o-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/56944952_1878730762233357_3700555714998042624_o-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/56944952_1878730762233357_3700555714998042624_o-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/56944952_1878730762233357_3700555714998042624_o.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Alles in allem hat das <strong>Ragnarök</strong> wieder einmal gezeigt, dass es den alljährlichen Besuch mehr als wert ist. Die <strong>Location</strong>, die verhindert, dass&nbsp; wir Besucher den dieses Jahr doch sehr ungnädigen Wettergöttern schutzlos ausgeliefert werden, gehört genauso zu meinen Favoriten wie das altbewährte <strong>Doppelbühnenkonzept</strong>. Meine persönlichen Highlights dürften wohl <strong>AGRYPNIE</strong> am Freitag und<strong> ARKONA</strong> am Samstag gewesen sein, die mit ihren starken Sets und Persönlichkeiten einfach aus der Masse herausstechen mussten. Die Top-Durchstarter waren allerdings an beiden Tagen die Opener. Sowohl <strong>ATLAS PAIN</strong> als auch <strong>MUNARHEIM</strong> zogen schier gigantische Massen raus aus dem Campingstuhl vor die Bühne. Das habe ich so bisher nur von sehr wenigen Bands erlebt.</p>
<p>Dabei dürften allerdings <strong>MUNARHEIM</strong> den Publikumslieblingspreis mit nach Hause nehmen. Was bei den Coburgen und ihren wilden Unterstützern Phase war, sucht seinesgleichen. An den Bands gibt&#8217;s also wie immer nichts zu meckern. Auch der starke Support und die vielen glücklichen Gesichter bei uns am<strong><em> SILENCE</em>-Stand</strong> haben all die teils nervenaufreibende Organisation mehr als wert gemacht. Danke, dass ihr vorbeigeschaut habt! Ihr habt noch Fotos mit euren Helden? Teilt sie gerne mit uns!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-33292 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/58384491_1880399802066453_2031453392806608896_o-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/58384491_1880399802066453_2031453392806608896_o-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/58384491_1880399802066453_2031453392806608896_o-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/58384491_1880399802066453_2031453392806608896_o-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/58384491_1880399802066453_2031453392806608896_o.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Insgesamt hat das Festival im Vergleich zu den Vorjahren allerdings einen gewissen Rückschritt mitgemacht. Der <strong>Ausfall</strong> der vielen, nicht gerade unerheblichen Bands wird wohl für viele Besucher das Erlebnis getrübt haben, auch, wenn man das schlichtweg unter <strong>&#8222;Pech&#8220;</strong> verbuchen darf. Was uns und vielen anderen Besuchern auf den Magen schlug, war außerdem die <strong>fehlende Warmup-Party</strong>, die dieses Jahr aus unbekannten Gründen nicht stattfand. Aus Gewohnheit hatten jedoch ziemlich viele damit gerechnet, den Donnerstag wie üblich im Aufenthaltsbereich der Stadthalle ausklingen zu lassen. Das fiel nun leider flach.&nbsp;</p>
<h3>Was war den eigentlich mit dem Ton los?</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-33293" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/59229911_1878546462251787_6416993483130667008_o-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/59229911_1878546462251787_6416993483130667008_o-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/59229911_1878546462251787_6416993483130667008_o-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/59229911_1878546462251787_6416993483130667008_o-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/59229911_1878546462251787_6416993483130667008_o.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Nicht gerade zur Begeisterung beigetragen hat wohl auch der<strong> Sound</strong> einiger Bands, der teils (unerklärlicherweise) mitten am Festivaltag enorm nachließ. Positiv war dafür, dass man insgesamt <strong>keinen Gehörschaden</strong> als Andenken mit nach Hause nehmen durfte. In der gesamten Halle war der Ton angenehm laut, sodass man sich weder die Kehle aus dem Hals brüllen noch den (zuhause vergessenen) Gehörschutz vermissen musste. Top!</p>
<p>Werden wir also wiederkommen? <strong>Definitiv!</strong> Für alle, die den dieses Jahr ausgefallenen Bands nachtrauern, gibt es wenigstens ein kleines Trostpflaster. Alle Bands, also<strong> NAGLFAR, GOD DETHRONED</strong> und<strong> XIV DARK CENTURIES</strong>, gibt es dafür nächstes Jahr auf dem <strong>Ragnarök 2020</strong> zu hören.<strong> &#8222;Nicht aufgehoben &#8211; nur aufgeschoben&#8220;</strong> lautet also das Motto. Unterstützt werden die Kombos von<strong> THE SPIRIT</strong> und <strong>WINTERFYLLETH</strong>. Man darf also gespannt sein, was die <strong>Ragnarök-Organisatoren</strong> sonst noch so aus dem Ärmel schütteln werden, um das nächste<strong> Ragnarök</strong> wieder zu einem durchweg besuchenswerten Festival zu machen. Wir sind gespannt!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-2019-die-endzeitsaga-teil-2/">Ragnarök 2019 &#8211; Die Endzeitsaga &#8211; Teil 2</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>HELSOTT &#8211; Abklatsch oder Ernstzunehmen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Moni]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Oct 2018 12:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Melodic Death]]></category>
		<category><![CDATA[Pagan]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Amon Amarth]]></category>
		<category><![CDATA[Arkona]]></category>
		<category><![CDATA[death metal]]></category>
		<category><![CDATA[elvenking]]></category>
		<category><![CDATA[Equilibrium]]></category>
		<category><![CDATA[helsott]]></category>
		<category><![CDATA[Kalifornien]]></category>
		<category><![CDATA[Pagan Metal]]></category>
		<category><![CDATA[slaves and gods]]></category>
		<category><![CDATA[Trollfest]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Skandinavien macht den besten Pagan?! Najaaaaa... statt nordischem Nebel gibts Sonne aus den Staaten!</p>
<p>HELSOTT sind dabei sowas wie eine SuperBand - mit Namen aus der Szene.<br />
Doch ob das ein Garant für ein gelungenes Album ist? Wir sagen es dir!</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2 style="text-align: center;">HELSOTT &#8211; Slaves And Gods</h2>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum: </strong>12.10.2018<br />
<strong>Länge: </strong>46:42 min<br />
<strong>Label: </strong>M-Theory<br />
<strong>Genre: </strong>Pagan Metal / Death Metal </div></div></div></p>
<p>Yeah, Pagan Metal! Endlich wieder heroische Musik, mit der ich mich beim Autofahren fühle, als würde ich in einem Monster Truck sitzen und nicht im Micra meiner Eltern! Aber schaffen es&nbsp;<strong>HELSOTT</strong>, sich als eigene Marke zu präsentieren und nicht als Abklatsch von den Bands, die es in dem Genre ganz nach oben geschafft haben, so wie&nbsp;<strong>AMON AMARTH</strong>?</p>
<p>Denn <strong>HELSOTT&nbsp;</strong>sind auch keine Finnen, Norweger oder Schweden, wie man es von Viking-Metal-Bands erwartet &#8211; sie kommen aus dem schönen <strong>Kalifornien</strong>. Anscheinend kann man auch am Strand über Walküren und den nordischen Winter sinnieren! So ganz ohne Helfer geht das aber doch nicht:&nbsp;<strong>Masha Scream und Lazar </strong>von<strong> ARKONA&nbsp;</strong>unterstützen die Band,<strong> TROLLFEST</strong> hat<strong> Dr. Leif Kjonnsfleis </strong>und <strong>Trollmannen</strong> geschickt, von <strong>ELVENKING </strong>sind <strong>Damna </strong>und <strong>Lethien&nbsp;</strong>dabei, <strong>Dom Crey&nbsp;</strong>von&nbsp;<strong>EQUILIBRIUM</strong>, außerdem noch&nbsp;<strong>Kevin Storm&nbsp;</strong>und&nbsp;<strong>Bjorn Friedrichsen</strong>. Puh. So viele Namen.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/Po-N45NPdY4?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Aber jetzt mal weg von den Namen und endlich zu dem, worauf es ankommt. Zur Musik also. Schon der Titeltrack <em>&#8222;Slaves and Gods&#8220; </em>startet schön rumpelig, sodass sich jeder Fan von Wikingergeschrei gut aufgehoben fühlt. Eigentlich müsste ich ja jeden Song einzeln beschreiben, weil sie so unterschiedlich sind. Ich würde das Album als<strong> eine Art Compilation</strong> beschreiben: Gute Musik, zusammengebastelt aus den typischen Elementen, die durch den Viking-, Pagan- und Folk Metal geistern. Da sind <strong>traditionelle Instrumente</strong> aus der Folkmusik dabei und es erinnert auch ein wenig an den Humppa Metal von Korpiklaani. Dann ist wieder ein kleines Orchester am Start. In <em>&#8222;Return Hyperborea&#8220;</em>&nbsp;ist sogar&nbsp;<strong>eine Frauenstimme</strong>&nbsp;mit dabei.&nbsp;Die Ideen sind gut, und dadurch wird <strong>&#8222;Slaves And</strong> <strong>Gods&#8220;</strong> sehr abwechslungsreich. Jedoch wirkt das Album etwas überladen, als hätten sich&nbsp;<strong>HELSOTT </strong>schlichtweg&nbsp;nicht gegen einzelne Elemente entscheiden wollen. Ist das vielleicht die amerikanische Art?</p>
<p>Im Großen und Ganzen macht das Album trotzdem Spaß. Gerade, dass die Sänger immer wieder wechseln, hat einfach was! Wenn ihr damit klar kommt, dass ihr innerhalb von drei Songs von Trashgerumpel über eine Ballade zum weiblichen Cleangesang wechselt, könnt ihr euch&nbsp;<strong>HELSOTT&nbsp;</strong>auf jeden Fall anhören. Ein Abklatsch ist&nbsp;<strong>&#8222;Slaves And Gods&#8220;&nbsp;</strong>definitiv nicht, vielleicht eher eine Hommage?</p>
<p>Ach ja, apropos Hommage &#8211; ein&nbsp;<strong>TOM-PETTY-Cover&nbsp;</strong>ist auch auf dem Album drauf. Die Metalversion von&nbsp;<em>&#8222;Runnin&#8216; down a dream&#8220;</em> kann sich auch echt hören lassen.</p>
<p><a href="http://helsott.com/"><strong>HELSOTT</strong> im Netz</a></p>
<p><a href="https://de-de.facebook.com/helsott/"><strong>HELSOTT</strong> auf Facebook</a></p>
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		<title>ARKONA &#8211; Jetzt wird es religiös</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sophia]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Feb 2018 16:33:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Arkona]]></category>
		<category><![CDATA[khram]]></category>
		<category><![CDATA[Masha Arkhipova]]></category>
		<category><![CDATA[Napalm Records]]></category>
		<category><![CDATA[Pagan Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit Blut geschriebene Lyrics und düstere Atmosphäre Dass&#160;ARKONA längst nicht mehr mit Bands wie KORPIKLAANI in einen Topf geworfen werden können, sollte jedem aktiven Hörer der Russen schon seit dem letzten Album klar sein. Doch mit &#8222;Khram&#8220; heben sie sich nun deutlich ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/arkona-jetzt-wird-es-religioes/">ARKONA &#8211; Jetzt wird es religiös</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2><strong>ARKONA</strong> &#8211; &#8222;Khram&#8220;</h2>
<p><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong>&nbsp;19.01.2018<br />
<strong>Dauer:</strong>&nbsp;72 Min.<br />
<strong>Label:</strong>&nbsp;Napalm Records<br />
<strong>Genre:</strong>&nbsp;Pagan/Folk Metal</div></div></div>
<h2>Mit Blut geschriebene Lyrics und düstere Atmosphäre</h2>
<p>Dass&nbsp;<strong>ARKONA</strong> längst nicht mehr mit Bands wie <strong>KORPIKLAANI</strong> in einen Topf geworfen werden können, sollte jedem aktiven Hörer der <strong>Russen</strong> schon seit dem letzten Album klar sein. Doch mit <strong>&#8222;Khram&#8220;</strong> heben sie sich nun deutlich vom üblichen Pagan Metal ab und tauchen stattdessen eher in den atmosphärischen Black Metal ein. Schon das Intro beginnt mit einem meditativen Gemurmel, das sich immer wieder wiederholt. Als wäre&nbsp;<strong>ARKONA</strong>-Frontfrau&nbsp;<strong>Masha Arkhipova</strong> von einem Dämon besessen, bricht es aus ihr heraus. Zu der düsteren Stimmung tragen vor allem die tiefsinnigen und sehr religiösen Lyrics der Titel bei. Oftmals richten sie sich an die lettische <strong>Heiden-Göttin Māra</strong>, die regelrecht anbetet wird.</p>
<p>Den Text des titelgebenden Songs <em>&#8222;Khram&#8220;</em>&#8211; was übersetzt &#8222;Tempel&#8220; bedeutet &#8211; soll <strong>Masha</strong> sogar mit ihren eigenen Blut niedergeschrieben haben. Sie zeigt sich auf der Platte vielfältiger als bisher und macht klar, wie gut sie mit <strong>Growls</strong> und <strong>klarem Gesang</strong> umgehen kann. Vor allem in dem facettenreichen Longtrack <em>&#8222;Tseluya zhizn'&#8220;</em> wird das deutlich. Allerdings ist das ganze Album geprägt von Stücken in <strong>Überlänge</strong>. Auffällig ist auch, dass nur noch selten Folk-Instrumente genutzt werden und die <strong>Gitarrenarbeit</strong> deutlicher im Vordergrund steht.</p>
<p>Gewöhnungsbedürftig, aber extrem vielfältig zeigen&nbsp;<strong>ARKONA</strong>, welchen neuen Weg sie einschlagen wollen und sind dabei durchaus überzeugend. Langeweile gibt es auf &#8222;Khram&#8220; nicht, auch wenn sich die Scheibe stellenweise etwas zieht. Jeder Titel hat ein klares <strong>Konzept</strong> und auch die gesamte Platte ist mit Intro und Outro ein geschlossenes Werk &#8211; eben wie ein spirituelles <strong>Mantra</strong>. Vielleicht aber etwas übertrieben <strong>religiös</strong>.</p>
<p><strong>ARKONA</strong>&nbsp;sind gemeinsam mit <strong>KORPIKLAANI</strong>, <strong>HEIDEVOLK</strong> und <strong>TROLLFEST</strong>&nbsp;in den nächsten Wochen auch in Deutschland auf <strong>Tour</strong>. Tickets und Infos gibts <a href="https://www.metaltix.com/korpiklaani-tickets-4939.html">HIER</a>.</p>
<p><a href="https://www.arkona-russia.com/">Homepage</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/arkonarussia/?ref=br_rs">Facebook</a></p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/7WXUq9q5RZc?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>HEIDEVOLK &#8211; Mit dem Wolf im Herzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sophia]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jan 2018 10:48:00 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2><strong><strong>HEIDEVOLK</strong> &#8211; </strong>&#8222;Vuur van Verzet&#8220;</h2>
<p><strong>Veröffentlichungsdatum:&nbsp;</strong>12.01.2018<br />
<strong>Länge:</strong> 49:37 Min.<br />
<strong>Label: </strong>Napalm Records<br />
<strong>Stil: </strong>Pagan/Viking Metal</div></div></div>
<p>Dies ist das sechste Album insgesamt und das erste, in welchem beide Sänger von <strong>HEIDEVOLK</strong> ausgetauscht sind.&nbsp;<strong>Joris Boghtdrincker</strong>&nbsp;hat bereits 2013 die Band verlassen und 2015 auch noch&nbsp;<strong>Mark Splintervuyscht</strong>. Und das bei der Band schlechthin, die durch ihren zweistimmigen Männergesang immer aus der Masse heraus stach. Ich war etwas skeptisch.</p>
<p>Und tatsächlich &#8222;Vuur van Verzet&#8220;&nbsp;( übersetzt &#8222;Feuer des Widerstands&#8220;) ist anders. Aber nicht schlechter. Es zeigt, dass <strong>HEIDEVOLK</strong> sich für Neues öffnen, auch wenn es ihnen noch nicht leicht fällt. So finden sich auf der neuen Scheibe auch mal englische Lyrics, wobei die Band bisher nur auf niederländisch textete. Neu sind seit 2016&nbsp;<strong>Jacco de Wijs</strong>&nbsp;am Mikrofon und&nbsp;<strong>Kevin Storm</strong> an der Gitarre. <strong>Jacco</strong> hat es mit dem Growlen leider nicht so, was <strong>Mark</strong>&nbsp;öfter mal versucht hat. Auffällig ist vor allem der Titel <em>&#8222;The Alliance&#8220;</em>&nbsp;mit Special Guest&nbsp;<b>A.A. Nemtheanga </b>von <b>PRIMORDIAL</b>, in dem mit drei Sängern ein ganz anderes Gefühl aufkommt.</p>
<p>Generell macht die Scheibe oft einen großen Schritt in den Sumpf des Power Metal, bleibt aber zum Glück nicht stecken. Stattdessen gibt es auch mal ein ordentliches, klassisches Wikingerlied mit Männerchor, Trommeln, knarrenden Schiffen und Meeresrauschen:&nbsp;<em>&#8222;Yngwaz Zonen&#8220;</em>.</p>
<p>Mit <em>&#8222;Het Oneindige Woud&#8220;</em> erklingt zwischendrin zudem ein ruhiges Instrumentalstück. Manche bezeichnen das Album als eintönig. Mit zwei Gitaristen hätte es wohl auch hier und da etwas mehr Gitarren-Soli geben können. Ich finde aber, dass es davon mehr als genug gibt, beispielsweise im Endtrack <em>&#8222;Het Juk der Tijd&#8220;</em>. Thematisch geht es auf der Scheibe um den Kampf zwischen Römern und Germanen.</p>
<p>Mich hat die Abwechslung auf der Platte sehr überzeugt und ich freue mich bereits auf das Konzert im Hellraiser in Leipzig am 9.03., denn die Band tourt in den nächsten Wochen mit <strong>KORPIKLAANI</strong>, <strong>ARKONA</strong> und <strong>TROLLFEST</strong> durchs Land. Live war <strong>HEIDEVOLK</strong> schon immer ein Erlebnis wert.</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/heidevolkofficial/">Facebook</a></p>
<p><a href="http://www.heidevolk.com/">Homepage</a></p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/_SHxE8pQws4?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Preview Wolfszeit Festival</title>
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		<dc:creator><![CDATA[El Zecho]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Aug 2016 11:17:44 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ferienlager, Erholungsort oder doch ein Veranstaltungsschauplatz für Deutschlands größtes Festival im Bereich <strong>Pagan und Black Metal</strong>? Zum <strong>10-jährigen Jubiläum</strong> lädt das <strong>WOLFSZEIT FESTIVAL</strong> wieder in den beschaulichen Ferienort Crispendorf/Schleiz im Thüringer Wald ein, welcher ein mal mehr das Basislager für tausende Metal-Jünger sein wird. Auch in diesem zehnten Jahr ließen sich die Veranstalter nicht lumpen und hauen den Fans ein gewaltiges Line-up um die Ohren, bei dem man nur noch vor der Bühne stehen will oder sogar muss. Mit <strong>SATYRICON</strong>,<strong> NARGAROTH</strong>,<strong> VARG</strong>,<strong> SOLSTAFIR</strong>,<strong> ARKONA</strong>,<strong> URFAUST</strong>,<strong> HEIDEVOLK</strong>,<strong> BLACK MESSIAH</strong>,<strong> HEIMDALLS WACHT </strong>oder<strong> EISREGEN</strong> lässt es wirklich nichts zu wünschen übrig.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-6178 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/Dennit/3683.1460882311.screen.jpg" alt="3683.1460882311.screen" width="485" height="680" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/Dennit/3683.1460882311.screen.jpg 485w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/Dennit/3683.1460882311.screen-214x300.jpg 214w" sizes="auto, (max-width: 485px) 100vw, 485px" /></p>
<p>Abgelegen in einem herrlichen Tal zwischen Wäldern und Wiesen, wird vom <strong>25.08.2016 bis zum 27.08.2016</strong> das Ende der Festivalsaison noch einmal ordentlich zelebriert. Der Vorverkauf ist beendet, <em>3-Tagestickets und normale Tagestickets sind aber ausreichend an der Abendkasse erhältlich</em>. Das Positive ist, dass euch nur eine große Hauptbühne erwartet, wodurch ihr keine Band verpassen könnt und auch nicht hin und her rennen müsst. Gezeltet wird gleich in der Nähe vom Gelände auf zwei Campingplätzen, was den Heimweg zum Zelt umso attraktiver gestaltet. Weiterhin findet ihr dort Toiletten und Duschen. Für das leibliche Wohl an Speisen und Getränken ist natürlich wie immer gesorgt. Auch die Sucht nach Bandmerch wird hier ausreichend gestillt. Neu ist ein Stand vom <strong>SILENCE MAGAZIN</strong>. Dort finden die <strong>Autogrammstunden</strong> der einzelnen Bands statt. Wann das Ganze passieren wird, wird rechtzeitig bekannt gegeben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-6267 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/wolfszeit-300x146.jpg" alt="wolfszeit" width="300" height="146" /></p>
<p>Eines steht schon mal fest: Ein Besuch bei uns lohnt sich schon jetzt, und wenn ihr nur einen kleinen Schnaps abgreifen könnt. Unser Redakteur <strong>CHRIS</strong> hat sich da einiges einfallen lassen. Wer neugierig geworden ist und Bock auf Bier, Metal, geile Musik und coole Leute bekommen hat und noch nicht auf dem <strong>WOLFSZEIT FESTIVAL</strong> war, der sollte jetzt schnellstens Urlaub einreichen und einfach mal vorbeischauen. Aktuelle Informationen zum Festival und die <strong>Running Order</strong> gibt es auf der offiziellen <a href="http://www.wolfszeit-festival.de/index.php?article_id=1&amp;lang=0">Wolfszeit</a> Homepage!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn du vor Ort sein solltest,  dann teile einfach das folgende Video und gewinne ein exklusives Treffen mit <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong>, <strong>FIRTAN, FIMBULVET</strong> oder <strong>DAVLIN</strong> auf dem <strong>Wolfszeit Festival 2016 &#8222;10th Anniversary&#8220;</strong>!</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border: currentColor; overflow: hidden;" src="https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2FDerDPR%2Fvideos%2F1236306083067814%2F&amp;width=500&amp;show_text=true&amp;appId=223286101051475&amp;height=404" width="500" height="404" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Was?                          Wolfszeit Festival</p>
<p>Wann?                        25.-27.08.2016</p>
<p>Wo?                            Ferienlager Crispendorf (Schleiz Thüringen)</p>
<p>Preis:                         80€ Abendkasse (Vorverkauf günstiger)</p>
<p>Genre:                       Pagan, Black, Viking</p>
<p>Bands:                      SATYRICON,  SOLSTAFIR,  VARG, EISREGEN,  ARKONA, HEIDEVOLK, NARGAROTH,</p>
<p>URFAUST,  IMPERIUM DEKADENZ,  HARAKIRI FOR THE SKY, HEIMDALLS WACHT,  NACHTBLUT,</p>
<p>OBSCURITY, BLACK MESSIAH,  WOLFCHANT, XIV DARK CENTURIS,</p>
<p>THRUDVANGAR,  FIMBULVET,  FIRTAN,  STRYDEGOR, THORMESIS,  DVALIN</p>
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		<title>Der Dinkelsbühler Boden bebt!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2016 13:02:00 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht mal einen Monat lang müssen wir uns gedulden, dann findet bereits zum 19ten Mal das <strong>SUMMER BREEZE</strong> statt!</p>
<p>Auch in diesem Jahr wurde ein unfassbar umfangreiches Line Up zusammengestellt, welches ganze <strong>125 Bands</strong> umfasst und stilistisch so weit gefächert ist, wie es nur wenigen anderen Festivals vergönnt ist!</p>
<p>Zum elften Mal wird das <strong>SUMMER BREEZE</strong> dieses Jahr auf Dinkelbühler Boden stattfinden. Neben unzähligen Angeboten zur körperlichen Verköstigung in fester und flüssiger Form, gibt es wie jedes Jahr zahlreiche Merchstände an denen zumindest mein Herz wieder höher schlagen wird. Egal ob Season Of Mist, Cudgel oder Nuclear Blast, sogut wie alles ist vertreten!</p>
<p>Die wahren „Places to be“ sind jedoch die vier Bühnen, die unweit voneinander über das Gelände verteilt sind. Pain und Main Stage befinden sich direkt nebeneinander um für reibungslose Abläufe zu sorgen und die Bands im Wechsel spielen zu lassen.</p>
<p>Darüber hinaus werden im Zelt, auf der T-Stage, wieder zahlreiche Bands spielen, auf die ich mich bereits jetzt freue. Denn die Konzerte hier sind immer etwas ganz besonderes. Egal ob <strong>ALCEST</strong> morgens um halb 3, <strong>AHAB</strong>, <strong>NEAERA</strong> oder <strong>ROTTING CHRIST</strong>: Die T-Stage ist eine, die ich in den letzten Jahren zu jeder Tages- und Nachtzeit gerne aufgesucht habe!</p>
<p>Taktisch bestens positioniert befindet sich die kleinste, aber dennoch sehr feine Camel Stage auf dem Weg von den Hauptbühnen zum Zelt. Die Spielzeit der Bands hier mag meist recht gering sein, aber in der Regel ist es mehr als lohnenswert, hier der ein oder anderen Band zu lauschen, die man vielleicht noch garnicht auf dem Schirm hatte!</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>Mit Bands wie <strong>CARCASS</strong>, <strong>AT THE GATES</strong> und <strong>SLAYER</strong> sind dieses Jahr wieder einige wahre Klassiker vertreten, doch auch noch relativ junge Bands wie <strong>ARKTIS</strong>, <strong>BATUSHKA</strong> und <strong>MANTAR</strong> werden auf dem Summer Breeze vorzufinden sein. Besonders erfreut mich, dass <strong>MASTODON</strong>, die im letzten Jahr leider kurzfristig absagen mussten, dieses Jahr dabei sind! Eröffnet wird das <strong>SUMMER BREEZE</strong> jedoch, wie jedes Jahr, von <strong>BLASMUSIK ILLENSCHWANG</strong>!</p>
<p>Da die Veranstalter mit der Premiere der Dienstagsanreise letztes Jahr mehr als zufrieden waren, wird es diese Option auch in diesem Jahr geben! Wer sich also gar nicht zurückhalten kann und bereits am Dienstag nach Dinkelsbühl reisen möchte, um Zeltplatzluft zu schnuppern, dem ist das gegen Gebühr von 10€ möglich! Durchgehend geöffnet sind die Schleusen dann ab Mittwoch Vormittag um 10 Uhr bis zum Sonntag.</p>
<p>Über den Zeltplatz verteilt findet man zahlreiche Dusch- und Toilettencontainer, die kostenpflichtig sind. Für ein Entgelt von 12€ kann man diese jedoch das gesamte Festival über unbegrenzt nutzen. Eine weitere Option für das Unvermeidbare bieten die vielen kostenfreien Dixies. Ganz in der Nähe der Duschen befinden sich die Wasserstellen, um die permanente Versorgung mit dem kühlen Nass zu gewährleisten. Da besonders im letzten Jahr die Temperaturen zum Teil in extreme Höhen vorstießen, wird es auch auf dem Festivalgelände wieder Wasserstellen geben, an denen kostenlos Trinkwasser entnommen werden kann.</p>
<p>Ich für meinen Teil kann es kaum erwarten wieder auf einem der schönsten Festivals Deutschlands zu sein.</p>
<p>Tickets erhaltet ihr unter <a href="https://summer-breeze.empticketing.de/" target="_blank">summer-breeze.empticketing.de</a><br />
Das komplette Line Up findet ihr <a href="http://www.summer-breeze.de/de/bands/index.html" target="_blank">HIER</a>, mittlerweile ist auch die Running Order schon <a href="http://www.summer-breeze.de/de/dateien/running-order/runningorder2016.pdf" target="_blank">ONLINE</a>.<br />
Sollte es Unklarheiten oder Fragen geben, so könnt ihr das detail- und umfangreiche <a href="http://www.summer-breeze.de/de/infos/festival-abc.html" target="_blank">Festival ABC</a> zu Rate ziehen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/der-dinkelsbuehler-boden-bebt/">Der Dinkelsbühler Boden bebt!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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