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	<title>Belmont Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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		<title>BELMONT &#8211; Weniger ist mehr?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Saskia]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Mar 2022 08:34:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Vier Jahre nach der Veröffentlichung des gleichnamigen Debütalbums von&#160;BELMONT&#160;veröffentlichen die Jungs aus Chicago mit &#8222;Aftermath&#8220; nun ihr zweites Album. Mit&#160;Pure Noise Records&#160;hat sich nicht nur das Label der Band geändert, auch soundmäßig gibt es einige Neuerungen bei BELMONT. Die eine oder andere ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2>BELMONT &#8211; &#8222;AFTERMATH&#8220;</h2>
<p><strong>Veröffentlichungsdatum:&nbsp;</strong>04.03.2022<br />
<strong>Länge:&nbsp;</strong>41:22<br />
<strong>Label:&nbsp;</strong>Pure Noise Records<br />
<strong>Genre:&nbsp;</strong>Progressive Punk</p>
<p></div></div></div>
<p>Vier Jahre nach der Veröffentlichung des gleichnamigen Debütalbums von&nbsp;<strong>BELMONT&nbsp;</strong>veröffentlichen die Jungs aus Chicago mit &#8222;Aftermath&#8220; nun ihr zweites Album. Mit&nbsp;<strong>Pure Noise Records&nbsp;</strong>hat sich nicht nur das Label der Band geändert, auch soundmäßig gibt es einige Neuerungen bei <strong>BELMONT</strong>. Die eine oder andere <strong>Überraschung&nbsp;</strong>hat &#8222;Aftermath&#8220; selbstverständlich auch in petto, aber dazu später mehr.&nbsp;</p>
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<p><em>&#8222;Bowser&#8217;s Castle&#8220;, &#8222;Pain Now&#8220;, &#8222;Parasitic&#8220;&nbsp;</em>und&nbsp;<em>&#8222;What I Lack&#8220;</em> sind die vier bisher veröffentlichen Singles der Platte &#8211; und die vermitteln einen ziemlich guten ersten Eindruck darüber, was &#8222;Aftermath&#8220; zu bieten hat: nämlich viel <strong>Abwechslung</strong> und Sound, der&nbsp;<strong>Genregrenzen </strong>sprengt.&nbsp;<em>&#8222;Parasitic&#8220;&nbsp;</em>beispielsweise ist geprägt von <strong>Metalcore-Einflüssen</strong>, während&nbsp;<em>&#8222;Bowser&#8217;s Castle&#8220;&nbsp;</em>oftmals an&nbsp;<strong>Nu-Metal Klassiker </strong>erinnert.&nbsp;<em>&#8222;What I Lack&#8220;&nbsp;</em>ist der&nbsp;<strong>Pop-Punk&nbsp;</strong>Moment der vier Songs und ähnelt an die älteren Tracks von <strong>BELMONT</strong>, aber in verfeinertem Gewand. Selbstverständlich ist mit&nbsp;<em>&#8222;Bowser&#8217;s Castle&#8220;&nbsp;</em>auch für Popkultur-Referenzen gesorgt. Eins verdeutlichen die bisherigen Releases auf jeden Fall, nämlich dass <strong>BELMONT&nbsp;</strong>sich von&nbsp;<strong>Midwest Emo&nbsp;</strong>à la&nbsp;<em>&#8222;Overstepping&#8220;&nbsp;</em>(2016) zu einer deutlich&nbsp;<strong>progressiveren&nbsp;</strong>Band entwickelt haben. Vor allem Fans der alten Songs müssen sich mit&nbsp;&#8222;Aftermath&#8220; also auf Veränderung einstellen.&nbsp;</p>
<p><iframe title="Belmont &quot;Bowser&#039;s Castle&quot; Official Music Video" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/4edAZvbU5gw?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h3><strong>Punk trifft musikalische Raffinesse</strong></h3>
<p><em>&#8222;Fully Sent&#8220;</em> heißt der erste Song der Platte und könnte in den ersten Sekunden mit <strong>Trap-Elementen</strong> und <strong>verzerrten Stimmen</strong> für Verwirrung sorgen. Wie bereits erwähnt, &#8222;Aftermath&#8220; ist eine <strong>sehr </strong>abwechslungsreiche und experimentelle Platte. Demnach zeigt <em>&#8222;Fully Sent&#8220;&nbsp;</em>von der ersten Sekunde an, worauf Hörer*innen sich in den nächsten 41 Minuten einstellen können. Selbstverständlich kommen die <strong>raffinierten</strong> Gitarrenmelodien und <strong>energetischen</strong> Drums nicht zu kurz, schließlich ist das immer noch ein&nbsp;<strong>BELMONT</strong>-Album.&nbsp;<em>&#8222;In My Skin&#8220;&nbsp;</em>schließt nahtlos an den&nbsp;<strong>charakteristischen&nbsp;</strong>Sound der Band, ist weniger experimentell. Stattdessen verleihen kurze, instrumentale Passagen dem sonst kraftvollen Song etwas Ruhe.&nbsp;</p>
<p>Der Titel lässt eventuell erahnen, dass es sich bei&nbsp;<em>&#8222;Country Girl&#8220;&nbsp;</em>wohl um den&nbsp;<strong>kontroversesten&nbsp;</strong>Song von &#8222;Aftermath&#8220; handelt. Tatsächlich kann&nbsp;<em>&#8222;Country Girl&#8220;&nbsp;</em>wohl der Kategorie &#8222;entweder man liebt es, oder man hasst es&#8220; zugeordnet werden. <strong>Country</strong> ist hier nämlich Programm, selbstverständlich in <strong>Kombination</strong> mit <strong>Pop-Punk&nbsp;</strong>und etwas&nbsp;<strong>Metalcore</strong>. Ein&nbsp;<strong>Banjo&nbsp;</strong>auf einer&nbsp;<strong>BELMONT&nbsp;</strong>Platte ist eine echte Überraschung, aber ich persönlich halte <em>&#8222;Country Girl&#8220;</em> für ein sehr gelungenes Experiment.&nbsp;</p>
<p><iframe title="Belmont &quot;Country Girl&quot; (Official Music Video)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/SMaRPUwets8?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Von &#8222;C&#8220; wie &#8222;Country&#8220; zu &#8222;E&#8220; wie &#8222;Emo&#8220;</h3>
<p>Mit <em>&#8222;Top Gun (From The Top)&#8220; </em>war&#8217;s das aber auch wieder mit Country und &#8222;Aftermath&#8220; schlägt wieder schnellere, Core-orientierte Töne an. Der Song wird durch <strong>verspielten</strong>, technischen Gitarrensound dominiert, was&nbsp;<em>&#8222;Top Gun (From The Top)&#8220; </em>zu einem <strong>spannenden</strong> <strong>Hörerlebnis </strong>macht. <em>&#8222;4am // Disappear&#8220; </em>ist der <strong>emotionale, ruhige </strong>Moment des Albums, stimmig untermalt von <strong>sentimentalen </strong>Lyrics. Klangmäßig überrascht <em>&#8222;4am // Disappear&#8220; </em>noch einmal mit <strong>Emo-Einflüssen</strong>. Mir persönlich gefällt der Song sehr, wenngleich er einen krassen Kontrast zum gewohnten Sound der Band darstellt.&nbsp;<em>&#8222;Never Found&#8220;&nbsp;</em>bietet eine Brücke vom melancholischen Sound des vorhergehenden Tracks zurück zum&nbsp;<strong>charakteristischen&nbsp;</strong>Sound der Band. Ein ruhiger Einstieg, gefolgt von mehr Tempo gepaart mit Core-Elementen.&nbsp;</p>
<p><em>&#8222;Guilt Trip&#8220;&nbsp;</em>hingegen schlägt wieder den Weg Richtung Pop-Punk ein, der mich aber irgendwie nicht ganz abholt abholt. Definitiv ein solider Song, der auf mich aber an einigen Stellen etwas <strong>repetitiv&nbsp;</strong>wirkt. Nach dem bereits bekannten&nbsp;<em>&#8222;What I Lack&#8220;&nbsp;</em>folgt mit&nbsp;<em>&#8222;Advanced Darkness&#8220;&nbsp;</em>der letzte Song von &#8222;Aftermath&#8220; &#8211; und hier lassen es&nbsp;<strong>BELMONT&nbsp;</strong>noch einmal richtig knallen! Die <strong>Experimentierfreude&nbsp;</strong>der Band kommt noch einmal deutlich zum Vorschein: ein paar elektronische Elemente, reichlich <strong>energiegelandener&nbsp;</strong>Pop-Punk und eine ordentliche Portion&nbsp;<strong>Screams.&nbsp;</strong><em>&#8222;Advanced Darkness&#8220;&nbsp;</em>ist der&nbsp;<strong>mitreißenste&nbsp;</strong>Song der Platte und bietet&nbsp;<strong>reichlich Live-Potenzial&nbsp;</strong>&#8211; also ein rundum gelungenes Finale für &#8222;Aftermath&#8220;!&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Belmont &quot;What I Lack&quot; Official Music Video" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/reOqPewNdVI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Mit &#8222;Aftermath&#8220; liefern&nbsp;<strong>BELMONT&nbsp;</strong>ein starkes zweites Album, das nicht davor scheut, <strong>Genregrenzen&nbsp;</strong>zu sprengen und einige musikalische <strong>Experimente&nbsp;</strong>einzugehen. <strong>BELMONT&nbsp;</strong>machen in erster Linie das, worauf sie Lust haben und schrecken nicht davor zurück, dass vielleicht nicht alle ihre Songs ankommen. Genau das macht &#8222;Aftermath&#8220; zu einer&nbsp;<strong>mutigen&nbsp;</strong>und&nbsp;<strong>interessanten&nbsp;</strong>Platte, die an einigen Stellen zu überraschen weiß &#8211; aber auch die Geister scheidet. Vor allem Fans des ursprünglichen Sounds der Band könnten von dieser Entwicklung abgeschreckt sein. Wer aber abseits der Genregrenzen denkt und &#8222;Aftermath&#8220; nicht strikt als Progressive Punk oder Pop-Punk Album sieht, sondern offen für ein paar <strong>Experimente</strong> ist,&nbsp; der wird an der Platte definitiv <strong>Freude&nbsp;</strong>haben.</p>
<p><strong>BELMONT&nbsp;</strong>im&nbsp;<strong><a href="https://belmontil.com/" target="_blank" rel="noopener">Web</a><br />
BELMONT&nbsp;</strong>auf<strong>&nbsp;<a href="https://www.facebook.com/belmontband/" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a></strong></p>
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