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	<title>berlin deathfest Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Deutschland, deine Festivals &#8211; #06.2: Berlin II</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lukas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2017 10:25:00 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie sehr man sich doch irren kann … Von wegen festivalarme Hauptstadt. Nicht mal in einen Artikel haben die ganzen Veranstaltungen gepasst! Umso besser, dann darf ich euch heute immerhin gleich nochmal mit Festivals aus Berlin bombardieren. Ging es im Artikel <strong>Berlin I</strong> noch um die prä-sommerlichen Festivals, präsentiere ich euch heute die post-sommerlichen Gegenstücke. Viel Spaß mit meinem Artikel <strong>Berlin II</strong>!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Das Vize-Flaggschiff: Nuclear War Now Fest</h2>
<p>Zum größten Festival der Stadt hat es das <strong>Nuclear War Now Fest</strong> mit seinen bis zu 1000 Besuchern zwar nicht geschafft, dafür aber zum größten Festival der zweiten Saisonhälfte und zum zweitgrößten Festival Berlins. Seinen Namen verdankt das Festival – so wie auch einige andere Veranstaltungen – der Organisation, die dahintersteht. In diesem Fall veranstaltet <strong>Nuclear War Now! Productions</strong> die Reihe. 2009 urveranstaltet und 2010 fortgesetzt, findet das Festival seitdem alle zwei Jahre statt, sodass das <strong>Nuclear War Now Fest</strong> bis dato insgesamt fünf Auflagen zählt. Zum letzten Mal wurde das zweitägige Festival am 4. und 5. November 2016 ausgetragen.</p>
<p>Das Line-Up ist äußerst international, sodass fast alle auftretenden Bands aus dem Ausland stammen. Der Schwerpunkt liegt ganz klar auf Death und Black Metal. Nur sehr vereinzelt lassen sich auch Heavy oder Thrash Metal verorten. Zu den 18 Bands der letzten Auflage gehören auch <strong>METALUCIFER</strong>, <strong>DEATH YELL</strong>, <strong>MORTUARY DRAPE</strong>, <strong>INCANTATION</strong> und <strong>HOLOCAUSTO</strong>. Wer daran Gefallen findet, wird sich noch etwas gedulden müssen: Aufgrund des gewohnten Turnus ist mit einer Fortsetzung nicht vor 2018 zu rechnen …</p>
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<h2>Beginn der städtischen Saison: Morbid Catacombs Fest</h2>
<p>Die Saison in der Bundeshauptstadt beginnt dann, wenn sie in vielen anderen Ländern endet: im Herbst. Genauer gesagt am ersten Septemberwochenende, denn zu diesem Zeitpunkt findet das <strong>Morbid Catacombs Fest</strong> statt. Das auf Death, Thrash, Black, Doom und Heavy Metal ausgelegte Festival fand 2012 und 2013 im Oktober statt, pausierte 2014 und liegt seitdem auf besagtem Termin. Das Festival spielt sich in einem überschaubaren Rahmen ab, zu rechnen ist mit bis zu 400 Besuchern. Die Bands werden dabei nach dem einfachsten Kriterium gebucht: Sie müssen den Veranstaltern gefallen. Offenbar gefallen haben den Veranstaltern demnach <strong>POSSESSION</strong>, <strong>CRYPTIC BLOOD</strong>, <strong>DEATHCULT</strong>, <strong>BUNKER 66</strong>, <strong>EVIL INVADERS</strong> und <strong>HEAVYDEATH</strong>. Mit insgesamt 13 Bands (so viele waren es 2016) kann man sich durchaus ein schönes Wochenende machen.</p>
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<h2>Noch ein Label-Festival: Setalight Festival</h2>
<p>Berlin ist nicht nur Land der Indoor-Festivals, sondern auch Land der Label-Festivals. Neben Veranstaltungen wie dem <strong>Vendetta Fest</strong> und dem <strong>Nuclear War Now Fest</strong> reiht sich auch das <strong>Setalight Festival</strong> bei den Festivals ein, hinter denen ein Label steht. Die Location ist dieselbe wie beim <strong>Morbid Catacombs Fest</strong>: Die <strong>Zukunft am Ostkreuz</strong>. Zum ersten Mal fand das Festival 2013 statt, damals noch als genreoffenes Festival, da auch <strong>Setalight Records</strong> zu diesem Zeitpunkt ein genreoffenes Label waren. Das bedeutete auch ein sehr buntes Line-Up: Neben Metal gesellten sich auch Truppen mit 70s-, 90s-, Rock- oder Elektro-Musik hinzu.</p>
<p>Seit 2015 verengte sich die Genreauswahl des Labels, mithin auch die Genreauswahl des Festivals, und begrenzte sich seitdem auf Heavy Rock, Stoner und Psychedelic Rock. Daneben gesellen sich auch Heavy- und Hard Rock-, Sludge-, Doom- und Alternative-Rock-Bands hinzu. Sowohl Bands von <strong>Setalight Records</strong>, als auch Gruppierungen von anderen Labels oder Veranstaltern, mit denen <strong>Setalight</strong> zusammenarbeitet. Im Oktober 2016 konnte man mit dieser Mischung 750 Gäste anlocken. Beispielhafte Bands sind u.a. <strong>THE MACHINE</strong>, <strong>MOTHER ENGINE</strong>, <strong>GAFFA GHANDI</strong>, <strong>NEUME</strong>, <strong>OUZO BAZOOKA</strong> und <strong>SAMAVAYO</strong>. Dieses Jahr geht es zum gewohnten Termin in die nächste Runde: Das fünfte <strong>Setalight Festival</strong> findet am 20. &amp; 21. Oktober 2017 statt.</p>
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<h2>Die harten Sparten: Berlin Deathfest &amp; De Mortem et Diabolum</h2>
<p>Die beiden nächsten Festivals haben sich den härteren Genres verschrieben und können beide mehrere hundert Zuschauer verbuchen. Beide Veranstaltungen erstrecken sich zudem über zwei Tage.</p>
<p>Alter vor Schönheit, sagt man. Deshalb beginnen wir mit dem älteren Festival, dem <strong>Berlin Deathfest</strong>. Wie der Name schon sagt, handelt es sich um ein Death-Metal-Festival. Dieses debütierte 2013 und findet seitdem zuverlässig Anfang Oktober statt. Allzu viel gibt es sonst nicht zu wissen. Vielleicht noch ein paar der bekannteren Bands aus den letzten Jahren. Da wären aus dem letzten Jahr z.B. <strong>EXTERMINATION DISMEMBERMENT</strong>, <strong>MALIGNANCY</strong> und <strong>KRAANIUM</strong>, aus den Jahren davor außerdem Formationen wie <strong>ABYSMAL TORMENT</strong>, <strong>CEREBRAL EFFUSION</strong>, <strong>EMETH</strong> oder <strong>SEVERE TORTURE</strong>.</p>
<p>Die Erstauflage des <strong>De Mortem et Diabolum</strong> ist weniger lang her – im Dezember desjenigen Jahres, in dem <strong>Lewis Hamilton</strong> zum dritten Mal Formel-1-Weltmeister wurde. Was, keine Rennsportfans hier? Na schön. 2015 war´s. Am dritten Dezemberwochenende eines jeden Jahres findet das auf Black, Doom und Death Metal spezialisierte Festival statt und stellt somit den festivalschen Jahresausklang dar. 2016 waren neben vielen weiteren Acts auch <strong>ARCHGOAT</strong>, <strong>VALKYRJA</strong>, <strong>BÖLZER</strong> und <strong>VALKYRJA</strong> mit von der Partie. Und da aller guten Dinge drei sind, setzt man die Reihe fort: Am 15. und 16. Dezember steigt das <strong>De Mortem et Diabolum Vol. III</strong>.</p>
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<h2>Party auf drei Bühnen: Berlin Swamp Fest</h2>
<p>Die großen Festivals bringen über kurz oder lang oftmals mehrere Bühnen an den Start – man sehe sich beispielsweise die <strong>MetalDays</strong> oder das <strong>With Full Force</strong> an, welche dieses Jahr eine neue dritte bzw. respektive vierte Bühne bieten. Allerdings muss man keine fünfstelligen Besucherzahlen erreichen, um mehrere Bühnen zu haben. Im kleinen Rahmen gibt´s das zum Beispiel beim <strong>Berlin Swamp Fest</strong>, welches mit einer Hallenbühne, einer Kellerbühne und dem &#8222;Zaubergarten&#8220; im Outdoorbereich aufwarten kann. Das Festival fand im September der Jahre 2014-2016 statt und kommt damit bis dato auf drei Editionen.</p>
<p>Gespielt wird über zweieinhalb Tage. Bereits am Donnerstag heizen vier bis fünf Bands beim Warm-Up so richtig ein, ehe es Freitag und Samstag zur Sache geht. Musikalisch bewegt sich das Festival im Bereich Stoner und Psychedelic Rock, Sludge, Southern, Death und Doom Metal sowie Grindcore. In den Sumpf trauten sich beispielsweise <strong>BELZEBONG</strong>, <strong>CLITEATER</strong>, <strong>SAMAVAYO</strong>, <strong>CULT OF OCCULT</strong>, <strong>EARTH SHIP</strong>, <strong>YAWNING MAN</strong>, <strong>MONOLITHE</strong> und&nbsp; <strong>DEFEATED SANITY</strong>. Aufgrund dieses Line-Ups kann man mittlerweile gut 400 Besucher verzeichnen. Insgesamt geben sich ganze 27 Bands die Klinke in die Hand. Ein straffes Programm, Dauerbeschallung garantiert!</p>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
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<h2>Im Namen Luzifers: Morgensternfest</h2>
<p><strong>Morgensternfest</strong>. Wie kommt man denn darauf? Nun, ganz einfach: Luzifer wird auch &#8222;der Morgenstern&#8220; genannt, daher der Name. Das Festival gehört mit seiner Gründung anno 2015 zu den jüngsten Festivals des Stadt. Nach der Terminkollision mit dem <strong>De Mortem et Diabolum</strong> am dritten Dezemberwochenende 2016, findet das <strong>Morgenstern Fest III</strong> dieses Jahr als vorletztes Festival der Saison am zweiten Dezemberwochenende statt. Warum unnötig Konkurrenz schaffen, wenn man sich auch abstimmen kann? Ein lobenswertes Vorgehen, an dem sich der eine oder andere Veranstalter größerer Festivals eine Scheibe abschneiden könnte &#8230;</p>
<p>Hauptsächlich stützt man sich auf Black-Metal-Bands, genauer gesagt auf atmosphärisches, DSBM sowie einige ältere und auch modernere Sachen. Daneben schaffen es auch einige Gruppen aus Doom, Neo Crust und Dark Hardcore ins Line-Up. Und etwas …, Hip-Hop? Okay, das hab ich jetzt mal überlesen. Über zwei Tage verteilt spielten bei der letzten Auflage elf Bands, darunter <strong>THRÄNENKIND</strong>, <strong>KVLTIST</strong>, <strong>SEHER</strong>, <strong>UNRU</strong>, <strong>FARSON</strong> und <strong>THURM</strong>. Luft nach oben ist noch: Die Location bietet lediglich Platz für 220 Menschen und ist noch nicht voll ausgelastet.</p>
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<h2>Ist das noch ein Festival? Metal Attack Fest</h2>
<p>Wenn eine Veranstaltung nur vier Bands zu bieten hat, muss man sich schon fragen: Ist das jetzt eigentlich noch ein Festival? Wir bewegen uns da schon in einem grenzwertigen Bereich, bei der die Einteilung als Festival vom Einzelfall abhängig ist. Selbst die Veranstalter sehen ihre seit 2012 bestehende Veranstaltung NOCH nicht als Festival, sondern eher als kleines Fest. Trotzdem führe ich das <strong>Metal Attack Fest</strong> hier mit auf. Grund dafür sind unter anderem die Wachstumspläne. Nach der fünften Auflage am 2.12.2016 möchte man zur sechsten Auflage immerhin sechs Bands ranholen, was das Pendel schon deutlich mehr in Richtung Festival ausschlagen lässt.</p>
<p>Was genau den 200 Besuchern geboten wird, lässt sich vorher schwer abschätzen. Einzige Maßgabe an die Bands ist, dass es sich bei der gespielten Musik um Metal und bei den auftretenden Bands um Underground-Gruppen handeln muss. Ein Beispiel, wie das Billing eines <strong>Metal Attack Fest</strong> aussehen kann: Folk Metal der Marke <strong>FENYA</strong>, Gothic Metal aus dem Hause <strong>HULDREN</strong>, Industrial Dark Metal von <strong>ENEMY I</strong> und Dark Thrash Metal nach Art von <strong>AvatariA</strong>. Ob es in Zukunft noch bunter wird, erfahren wir vermutlich im Dezember.</p>
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<h2>Die Frage aller Fragen: Lohnt es sich, in Berlin Festivalgänger zu sein?</h2>
<p>Diesmal hat ein Artikel aufgrund der Vielzahl an Festivals nicht ausgereicht, sodass ich euch gleich noch einen um die Ohren hauen konnte. Trotzdem lässt sich unsere übliche Frage nicht so deutlich beantworten, wie manch einer sich das vielleicht vorstellt. Lohnt es sich, in Berlin Festivalgänger zu sein? Erste Einschränkung – für den Open-Air-Fan definitiv nicht. <strong>ALLE</strong> Veranstaltungen finden in Konzertsälen, Hallen oder Clubs statt. Ist es denn so vermessen, auch in einer großen Stadt eine Outdoor-Veranstaltung zu erwarten? Ich würde das nicht behaupten, denn dass ein Open Air in einer Großstadt funktionieren kann, zeigt beispielsweise das <strong>Elbriot Festival</strong> in Hamburg. Trotzdem ist dies nur ein kleiner Minuspunkt, da Indoor-Veranstaltungen im Großen und Ganzen die passendere Veranstaltungsart für eine Großstadt darstellen.</p>
<p>Wirklich gut funktioniert die zeitliche Abdeckung der nicht-sommerlichen Festivalsaison, da man mit insgesamt 15 (!) Festivals, verteilt auf die Monate September, Oktober, November, Dezember, Januar, April und Mai, für jede Jahreszeit gleich mehrere Festivals zu bieten hat. Sehr stark tritt man im Bereich Stoner, Doom und Psychedelic auf, daneben finden auch Fans des Black, Thrash und Death Metal einige Veranstaltungen zu ihrer Belustigung. Ein bisschen dünner wird es dann im Sektor Heavy Metal, der sich glücklicherweise noch vereinzelt mit einigen Vertretern verorten lässt. Auf der Strecke bleiben sowohl Fans von Folk und Pagan Metal als auch die von Symphonic und Heavy Metal begeisterten Hörer.</p>
<p>Alles in allem muss sich Berlin mit dem größten Indoor-Festival-Angebot des Landes jedoch nicht verstecken. Wir haben bereits gesehen, dass die Festival-Szene in einem Land wesentlich schlechter aussehen kann. Den nächsten Bericht gibt es in zwei Wochen – dann wieder mit einigen Open-Air-Festivals, so viel kann ich versprechen!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/deutschland-deine-festivals-06-2-berlin-ii/">Deutschland, deine Festivals &#8211; #06.2: Berlin II</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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