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	<title>Between The Buried And Me Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
	<lastBuildDate>Fri, 08 Jun 2018 08:35:30 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Between The Buried And Me Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>GODDESS OF FATE &#8211; Die taube Schicksalsgöttin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jun 2018 10:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Melodic Death]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Between The Buried And Me]]></category>
		<category><![CDATA[death metal]]></category>
		<category><![CDATA[Indonesien]]></category>
		<category><![CDATA[Opeth]]></category>
		<category><![CDATA[Steven Wilson]]></category>
		<category><![CDATA[Technical]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute wirds proggig! GODDESS OF FATE versuchen sich an einem Konzeptalbum und vielen Experimenten. Ob das knallt und abgeht oder eher kracht wie im missglückten Chemieunterricht - das sagt dir Nina!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/goddess-of-fate-die-taube-schicksalsgoettin/">GODDESS OF FATE &#8211; Die taube Schicksalsgöttin</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2>GODDESS OF FATE &#8211; &#8222;Spiral Orchard Part 1&#8220;</h2>
<p><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong>&nbsp;31.05.2018<br />
<strong>Länge:</strong>&nbsp;47:13 Min.<br />
<strong>Label:</strong>&nbsp;Self Released<br />
<strong>Genre:</strong> Prog/Melodic Death Metal</div></div></div>
<p>Aha, was haben wir denn hier? Eine Schicksalsgöttin aus <strong>Yogyakarta</strong>. Kennste nicht? Ist eine Stadt in Indonesien. Klingt reizvoll, nicht wahr?</p>
<p>Seit fast zehn Jahren macht der Vierer gemeinsam Musik und hat bislang eine EP herausgebracht. Das war 2012. Obwohl sie sich als Tech-Death-Band gründeten, versprechen sie inzwischen mit &#8222;Spiral Orchard pt.1&#8220;, dem ersten Teil einer mehrteilig angelegten Sage, Prog/Melo-Death mit Einflüssen von <strong>OPETH</strong>, <strong>STEVEN WILSON</strong>, <strong>BETWEEN THE BURIED AND ME</strong> und japanischen Komponisten. Liest sich erstmal gut, ich bin gespannt auf dieses Debüt!</p>
<h4><b>Brutalität und abenteuerliche Arrangements</b></h4>
<p>Das Album eröffnet mit einem <strong>Akustiksong</strong>, der mit mehrstimmigem (teilweise nicht ganz sauberen) Cleangesang fast <strong>folkige Stimmung</strong> verbreitet. Dann geht das Riff im zweiten Song,&nbsp;der gleich mal mit acht Minuten Spieldauer aufwartet, auf die verzerrte E-Gitarre über, die das Stück gemeinsam mit extremen Vocals in die<strong> Metal-Richtung</strong> dreht. Im Laufe des Songs wird die Spanne zwischen angefolktem <strong>Rock</strong>, <strong>Death</strong> und<strong> Tech</strong> weiter ausgereizt.</p>
<p>Die <strong>Drums</strong> sind sehr stark getriggert, kaum Eigen- und Raumklang sind zu vernehmen. Insgesamt ist der Sound sehr <strong>trocken</strong> und <strong>rau</strong> und lässt Assoziationen zu den Wurzeln im<strong> Tech-Death</strong> aufkommen. Rhythmische Spielereien sind vorhanden, machen einen äußerst verkopften Eindruck und&nbsp;klingen stark heraus &#8211; was meinen Hörgewohnheiten nicht so richtig entgegenkommt.</p>
<h4>Verkopftheit? Sehr gern! Aber bitte nur schön verwoben und eingebunden.</h4>
<p>Gefangen nehmen kann mich die Musik leider nicht. Man merkt den Instrumentalisten ihren Willen zu <strong>Vertracktheit</strong> und Präzision an, der Sound ist genretypisch und songdienlich, aber leider überhaupt nicht mein Fall. Bei so manchen Cleangesang-Passagen frage ich mich, ob die Zwischentöne der Begleitenden <strong>so gewollt</strong> oder <strong>nicht gekonnt</strong> sind. Und auch bin ich von einigen &#8211; in meinen Ohren nicht ganz auf den Punkt gespielten &#8211; Trommelschlägen verwirrt. Vor allem <em>&#8222;Aromantic pt. 2&#8220;</em> hat starke Schwächen im begleitenden Gesang. <strong>Aua!</strong></p>
<h4>Kernfrage: Wie fühlen sich Menschen mit psychischen Krankheiten?</h4>
<p><strong>Soundscapes</strong> und bedrückende Versatzstücke von verzerrtem <strong>Gelächter</strong> und Gebrabbel treiben mir in <em>&#8222;Limbo&#8220;</em> ordentliche Schauer über den Rücken. Im <a href="https://www.youtube.com/watch?v=HZsvmdREWFY">Interview</a> wurde gesagt, dass das Album als <strong>Abwärtsspirale</strong> konzipiert ist und die menschliche Psyche mit ihren Höhen und Tiefen widerspiegeln soll. Inwieweit das passt und hier ein treffendes Abbild von der <strong>Lebenswelt psychisch Erkrankter</strong> dargestellt wird, wage ich nicht zu beurteilen &#8211; gruselig ist der Ausflug in diesem Song allemal. Irgendwie auch beeindruckend.</p>
<p>Mit <em>&#8222;Enshrouded in Crystals&#8220;</em> wird nochmal ein schnelles, brutales und geradliniges Brett aufgelegt. Das überzeugt mich mit wirklich <strong>guten Growls und Gitarrenarbeit</strong>. Der Stil steht ihnen eindeutig besser als vergurkte Töne in leichteren Passagen. Und das schreibe ich, wenngleich Melodiöses und Verspieltes eigentlich mehr meinen Vorlieben entsprechen. Immerhin wollten <strong>GODDESS OF FATE</strong> mit diesem Album auch ihre Einflüsse aus dem 70&#8217;s Prog zeigen &#8211; und darauf hatte ich gebaut. Umgesetzt haben sie diese allerdings eher in bescheidener Qualität. Schade!</p>
<p>Hör mal auf <a href="https://goddessoffate.bandcamp.com/album/spiral-orchard-pt-1">bandcamp</a> rein, wenn Du fehlertolerant bist, und lass mich wissen, was Du von dem Album hältst.</p>
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		<title>RIVERS OF NIHIL &#8211; Ein Albtraum für Puristen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Apr 2018 08:26:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Between The Buried And Me]]></category>
		<category><![CDATA[Dan Seagrave]]></category>
		<category><![CDATA[Haken]]></category>
		<category><![CDATA[Ihsahn]]></category>
		<category><![CDATA[Metal Blade]]></category>
		<category><![CDATA[Rivers Of Nihil]]></category>
		<category><![CDATA[Where Owls Know My Name]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>"Das Quintett aus Pennsylvania ist mit neuem Schlagzeuger, neuem Album und neuem Selbstbewusstsein zurück!"<br />
OHA! Aber Robert findet auch den Haken an der Sache...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2>RIVERS OF NIHIL &#8211; &#8222;Where Owls Know My Name&#8220;</h2>
<p><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong>&nbsp;16.03.2018<br />
<strong>Länge:</strong>&nbsp;56:38 Min.<br />
<strong>Label:</strong>&nbsp;Metal Blade Records<br />
<strong>Genre:</strong>&nbsp;Progressive Death Metal</div></div></div>
<h4>Das Quintett aus Pennsylvania ist mit neuem Schlagzeuger, neuem Album und neuem Selbstbewusstsein zurück!</h4>
<p>Die spärlich, aber wahrnehmbar gesäten progressiven Auswüchse der vergangenen <strong>RIVERS OF NIHIL</strong>-Alben haben hier nun endgültig Blüten getragen und verwandeln das dritte Album, das sich nach Frühling und Sommer nun thematisch mit dem Herbst beschäftigt, zu ihrem erwachsensten Werk bis dato. Zum einen bedeutet das, dass die Death Metal-Elemente mit einer wahnsinnig fokussierten Präzision dargeboten werden, zum anderen, dass sich die Band zunehmend in neue Bereiche vorwagt. Das wird mit ziemlicher Sicherheit nicht jedem gefallen, sorgt es doch auch dafür, dass <strong>„Where Owls Know My Name“</strong> aufgrund seiner Vielschichtigkeit mehr Beschäftigung erfordert als seine Vorgänger. Da wären beispielsweise die vertrackten Djent-Gitarren plus 80er-Jahre-Keyboard in <em>„Subtle Change (Including The Forest of Transition And Dissatisfaction Dance)“</em>, welche an die letzte <strong>HAKEN</strong>-Platte erinnern. Oder das vielmals geschickt eingesetzte Saxofon (<em>„The Silent Life“</em>!!!), das bereits bei Acts wie <strong>IHSAHN</strong> die Atmosphäre anzureichern wusste.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/Zx-r8M6hMbk?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Kurzum bewegen sich <strong>RIVERS OF NIHIL</strong> immer weiter vom reinen Death Metal weg und versuchen dem Genre ein Prädikat zu verpassen, das es bislang nur selten erhalten hat: intelligent. Hier und da mit ein paar Längen, hier und da mit nicht ganz so revolutionären Ideen, wie man zunächst meint, an anderer Stelle wiederum unangenehm an neuere <strong>BETWEEN THE BURIED AND ME</strong> erinnernd, denen langsam die Ideen auszugehen scheinen.</p>
<p>So höre ich vereinzelt deutlich raus, wo sich die Jungs bedient bzw. haben inspirieren lassen, wobei ich ihnen unbedingt zugutehalten will, dass sie versuchen, die Komfortzone zu verlassen.<br />
So stellt „Where Owls Know My Name“ nur vielleicht eines der besten Alben des Jahres dar, für die Band und die Szene aber unzweifelhaft einen enorm wichtigen Schritt, um überholte Szenekonventionen endlich auszumerzen.</p>
<p>In der Hoffnung, dass die Band die genrefremden Elemente noch organischer und origineller in ihren Sound zu integrieren lernt, sehe ich dem Abschluss des Jahreszeitenzyklus mit dem kommenden Winteralbum mehr als freudig und gespannt entgegen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/riversofnihil/" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a></p>
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		<item>
		<title>Prog-Showdown in Berlin mit DEVIN TOWNSEND, LEPROUS und BTBAM</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Mar 2017 11:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Between The Buried And Me]]></category>
		<category><![CDATA[Columbia Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Devin Townsend]]></category>
		<category><![CDATA[Devin Townsend Project]]></category>
		<category><![CDATA[Einar Solberg]]></category>
		<category><![CDATA[konzert]]></category>
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		<category><![CDATA[live]]></category>
		<category><![CDATA[Mathcore]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Leute, ernsthaft! Wenn ihr in Berlin sein solltet, euch eine Show im Columbia Theater anschauen wollt und vorher noch etwas zu essen einwerfen müsst – geht nicht zur erstbesten Dönerbude am Columbiadamm. JUST DON&#8217;T … believe me! So, diese ess[!]enzielle Warnung vorweg ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/prog-showdown-in-berlin-mit-devin-townsend-leprous-und-btbam/">Prog-Showdown in Berlin mit DEVIN TOWNSEND, LEPROUS und BTBAM</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4>Leute, ernsthaft! Wenn ihr in Berlin sein solltet, euch eine Show im Columbia Theater anschauen wollt und vorher noch etwas zu essen einwerfen müsst – geht nicht zur erstbesten Dönerbude am Columbiadamm. JUST DON&#8217;T … believe me!</h4>
<p>So, diese ess[!]enzielle Warnung vorweg geschickt, nun zum eigentlichen Teil. Columbia Theater – für mich Neuland, für <strong>Robert</strong> ein bekanntes Gelände. Fotopass eingesackt, durch die Taschenkontrolle gehuschelt, guten Platz gesucht. Ich positioniere mich im Fotograben, <strong>Robert</strong> am FOH.&nbsp;Da ich selbst sowohl bei <strong>LEPROUS</strong> als auch bei <strong>BETWEEN THE BURIED AND ME</strong> nicht so sattelfest bin wie mein geschätzter Kollege, überlasse ich erstmal <strong>Robert</strong> das Wort:</p>
<p>Pünktlich um 20:00 Uhr betritt das norwegische Prog-Quintett um Ausnahmetalent <strong>Einar Solberg</strong> die Bühne. Mit dem Opener <em>&#8222;Foe&#8220;</em> des vorletzten Albums &#8222;Coal&#8220; wird das Set eröffnet, welches nur knapp über eine halbe Stunde andauern soll.&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/devin-townsend-btbam-leprous-columbia-berlin/IMG_2298.jpg" alt="IMG_2298" height="199" width="300">Fast in vollständiger Dunkelheit performt die Band, die in Teilen sonst <strong>IHSAHN</strong> live den Rücken stärkt, ihre Songs, die mit Ausnahme von <em>&#8222;Foe&#8220;</em> vom immer noch aktuellen, grandiosen Album &#8222;The Congregation&#8220; stammen. Obwohl mir zunächst der Gitarrensound merkwürdig vorkommt, überzeugen die Norweger durch Präzision und Klasse, wobei man besonders die erstklassige Leistung von <strong>Solberg</strong> hervorheben muss, der live mit unfassbarer Sicherheit Gesangsstellen meistert, von denen viele andere Bands nur träumen können. Obgleich <strong>Solberg</strong> fantastische Arbeit leistet, setzt Schlagzeuger <strong>Baard Kolstad</strong> noch einen drauf und hat mich allerspätestens beim packenden <em>&#8222;The Price&#8220;</em> bei den Eiern. Qualitative Einbrüche wird es bis zum Ende des Sets nicht geben, wobei mir doch ein Wermutstropfen verabreicht wird, indem das bombastische Finale von &#8222;Rewind&#8220; kurzerhand ausgelassen wird, um als letzten Song <em>&#8222;Slave&#8220;</em> durch den Columbia Theater zu ballern. Inwiefern sich das gelohnt hat, muss jeder selbst entscheiden.</p>
<p>Als nächstes entern <strong>BETWEEN THE BURIED AND ME</strong> die Bühne, die mich bei vorherigen Livekonzerten bislang eher enttäuscht haben. Und auch heute bleiben die Amis für mich hinter der Leistung von <strong>LEPROUS</strong> zurück. Das liegt zunächst mal daran, dass Sänger <strong>Tommy Rogers</strong> vor allem in den cleanen Passagen hörbare Anstrengungen unternehmen muss, um die Töne zu treffen. Instrumental kann man eigentlich niemandem Vorwürfe machen, da hier alles im grünen Bereich ist. Dennoch sorgt der matschende, wenig differenzierte Sound dafür, dass mich die Songs zunächst eher stressen, als packen. Der Einstieg wird durch das &#8222;The Great Misdirect&#8220;-Stück <em>&#8222;Fossil Genera&#8220;</em> gewählt, bevor den Rest des Sets Stücke der letzten beiden Alben bestimmen.</p>
<p><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/devin-townsend-btbam-leprous-columbia-berlin/IMG_2380.jpg" rel=""><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/devin-townsend-btbam-leprous-columbia-berlin/thumbs/thumbs_IMG_2380.jpg" alt="IMG_2380" height="200" width="300"></a>Obwohl ich mich frage, ob Zuschauer, die mit den Songs nicht vertraut sind, hier nicht zwangsläufig akustische Schleudertraumata erleiden müssen, wissen <em>&#8222;The Coma Machine&#8220;</em> und <em>&#8222;Lay Your Ghosts To Rest&#8220;</em> durch technische Sauberkeit und wahnwitzige Stil-, Tempo-, und Taktwechsel zu gefallen. Vor allem der von &#8222;Parallax II&#8220; stammende Surf-Prog-Metal-Smashhit <em>&#8222;Bloom&#8220;</em> lässt meine Mundwinkel dann anschließend noch mit Katapultstart in Richtung Decke abhauen, bevor <em>&#8222;Option Oblivion&#8220;</em> und <em>&#8222;Life In Velvet&#8220;</em> wie auf Platte das Set beenden.</p>
<blockquote><p>Du wurdest für schuldig befunden, durch den ältesten Rat unserer Stadt, den Namen unseres allmächtigen Herrn geschmäht zu haben! Du lästertest Gott auf unglaublich infame Weise und wirst somit zu Tode gesteinigt!</p></blockquote>
<h4>Besorgt euch schon mal ein Paket Kies, denn irgendwie konnte ich mit <strong>DEVIN TOWNSEND</strong> noch nie was anfangen.</h4>
<p>Spielerisch gibts an dem Dude und seiner Band absolut nichts auszusetzen, aber seit jeher plagt mich der Eindruck, dass seine Musik einfach furchtbar überbewertet ist. Letztlich sorgt auch das heutige Konzert nicht dafür, diesen Eindruck zu revidieren, da mich die Songs weder inhaltlich, noch emotional, noch musikalisch abholen und ich das Konzert somit eher aus der Ferne beobachte&#8230;und den Hype nicht verstehe.</p>
<blockquote><p>Kann es sein, dass Weibsvolk anwesend ist?&nbsp;<img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-right alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/devin-townsend-btbam-leprous-columbia-berlin/IMG_2534.jpg" alt="IMG_2534" height="302" width="201"></p></blockquote>
<p>Nun, da <strong>Robert</strong> leider nicht viel mehr zum Headliner zu sagen hat, übernehme ich an dieser Stelle wieder und postuliere: Und wie Weibsvolk anwesend ist! Weibsvolk und Freaks. Ich hatte ihn vor Jahren mal auf dem <strong>Rock Harz</strong>-Festival performen gesehen und muss sagen – in der doch recht kuschelig-kleinen Location in Berlin ist das Konzerterlebnis doch ein ganz anderes. Die ersten drei Songs im Fotograben erlebe ich einen <strong>Devin</strong>, der sehr intensiv mit dem Publikum interagiert. Auf der Bühne ist viel Bewegung, die Band ist schon seit sieben Wochen&nbsp;auf Tour und ihre Routine ist deutlich anzumerken. Langeweile kommt dennoch nicht auf. Die erste Hälfte des Sets besteht aus ruhigeren, <strong>Devin</strong>s Aussage nach &#8222;cheesygeren&#8220; Songs – der Opener <em>&#8222;Rejoice&#8220;</em> von &#8222;Z²&#8220; ist gefolgt von <em>&#8222;Night&#8220;</em> und zwei Songs der aktuellen Scheibe. Meine Begeisterung für &#8222;Transcendence&#8220; hielt sich zu Hause schon in Grenzen, so richtig habe ich mich bislang doch nicht hineinhören können. Live bietet sich mir ein spiel- und gesangstechnisch absolut überzeugendes Bild, doch die Stimmung kommt noch nicht so richtig auf. Erst mit dem Einstieg von <em>&#8222;Hyperdrive&#8220;</em> muss ich doch schon ein bisschen ausrasten. Das Set ist überraschend wenig &#8222;Transcendence&#8220;-lastig, was ich aber absolut nicht schade finde.</p>
<p><strong>Devin Townsend</strong>&nbsp;ist nicht nur ein fähiger Multiinstrumentalist und Sänger, sondern mindestens genauso Entertainer und Clown. Äußerst bescheiden postuliert er, dass er heute im Backstage voller Selbstbewusstsein gewesen sei und das jedoch oft ein Vorzeichen für eher wenig unterhaltende Leistung auf der Bühne ist. Vielfach betont er, wie cheesy oder heavy der eine oder andere Song sei, lässt das Publikum bei geeigneten&nbsp;Passagen, wie während <em>&#8222;Where we belong&#8220;</em>, mitklatschen und erzeugt so eine Stimmung der Selbstironie, die ihn sehr sympathisch erscheinen lässt. Mit viel Getöse kündigt er nun an, den härteren Teil der Show mit seiner &#8222;Heavy Metal Guitar&#8220; – einer überdimensionalen Flying V – zu bestreiten.</p>
<h4>Wie vertrackt so manche Songs sind, ist mir anscheinend beim Hören aus der Konserve nie so richtig bewusst gewesen.</h4>
<p><em>&#8222;Planet of the Apes&#8220;</em> haut mich jedenfalls absolut aus den Latschen. Vor allem gerade diese Keule einem so poppigen Song hinterher zu geben, ist schon reichlich fies. Aber effektiv! Wie er neben seinem Gehampel und dummen Zwischenkommentaren noch so sauber singen kann, bleibt mir nach wie vor&nbsp;ein Rätsel. Glockenhell und sauber – schon fast unmenschlich – schallt seine Stimme durch den Saal. Das Klangerlebnis ist fantastisch, das Geholze und der Gesang darüber sehr differenziert und klar abgemischt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/devin-townsend-btbam-leprous-columbia-berlin/IMG_2462-2.jpg" alt="IMG_2462 (2)" height="200" width="300">&#8222;Lets swiftly switch into the heavy metal part&#8220; &#8211; trotz dieser Ansage bringt die Band eine gute Mischung aus ruhigeren und heavieren Songs auf die Bühne. Mit dem ausgesprochen hitverdächtigen&nbsp;<em>&#8222;Supercrush!&#8220;</em> trifft es mich mitten ins Herz und ich schmelze dahin. Auch wenn <strong>Anneke van Giersbergen</strong><em>&nbsp;</em>ihn gesanglich&nbsp;leider&nbsp;nicht dabei unterstützt: dennoch weiß er mich, und offenbar auch den Rest des Publikums, mitzureißen.</p>
<p>Mit <em>&#8222;March of the Poozers&#8220;</em> bin ich nun vollends hinfort und im Glückstaumel. Mächtig gewaltig und episch überrollt mich mein heimlicher Favorit des Abends. Es folgt eine äußerst ausführliche Danksagung aller Beteiligten, nicht nur an die Band. Mit kleinen Anekdoten und liebevollen Beschreibungen ausgeschmückt, stellt er alle Mitwirkenden vor und erntet so ein weiteres Mal Sympathiepunkte.</p>
<p>&#8222;We&#8217;re coming back those days, because we&#8217;re a metal band!&#8220; Ohne große Starallüren&nbsp;werden die Zugabensongs <em>&#8222;Ih-Ah!&#8220;</em> und <em>&#8222;Higher&#8220;</em> noch feierlich hinterhergeschoben, eh sich die Band in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet und die Zuschauer aus dem Saal strömen.&nbsp;Ich bin selig, denn das Set umfasst tatsächlich einige meiner persönlichen <strong>Devin</strong>-Superhits, &#8222;Transcendence&#8220; kam eindeutig zu kurz und der Sound war überzeugend klar. Dass das Konzertpublikum während der Vorbands einen recht hohen Lautstärkepegel vorlegte, trübte das Gesamterlebnis leider. Daneben haben mich <strong>LEPROUS</strong>&nbsp;in allen Aspekten absolut überzeugen können. <strong>BETWEEN THE BURIED AND ME</strong>&nbsp;hingegen leider nicht. Ein paar sehr schöne Passagen haben sie zum Besten gegeben, aber alles in allem bin ich&nbsp;auch nach diesem Konzert noch kein Fan der US-Amerikaner.</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/prog-showdown-in-berlin-mit-devin-townsend-leprous-und-btbam/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=prog-showdown-in-berlin-mit-devin-townsend-leprous-und-btbam">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
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		<title>Aus den Tiefen #25: BARING TEETH</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Dec 2016 15:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[aus den tiefen]]></category>
		<category><![CDATA[Baring Teeth]]></category>
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		<category><![CDATA[From Wisdom To Hate]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal klingen, im Gegenteil! Der Fokus liegt hierbei auf Innovation, auf Experimentierfreude, auf dem Potential, etwas anders zu machen, als alle Anderen.</strong></em></p>
<p>Du magst deinen Metal rasend, hässlich, kakophon und technisch? Jede neue, noch so obskure Veröffentlichung auf Debemur Morti lässt dein Herz höher schlagen, doch sowohl die aktuelle <strong>GORGUTS</strong> als auch <strong>ULCERATE</strong> sind schon abgenutzt? Na, dann herzlichen Glückwunsch mein Freund! Heute ist dein Tag!*</p>
<p>Es geht um <strong>BARING TEETH</strong>!</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12324" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/Baring-teeth.jpg" alt="BARING TEETH" height="639" width="960" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/Baring-teeth.jpg 960w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/Baring-teeth-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/Baring-teeth-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/Baring-teeth-750x499.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" />
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>BARING TEETH</strong> aus Dallas, Texas, existieren in dieser Konstellation bereits seit 2007, verbrachten die ersten Jahre ihrer Existenz jedoch noch unter dem Namen <strong>SOVIET</strong>. Seit 2009 zeigen die Jungs, in deren Reihen sich auch ex- <strong>BETWEEN THE BURIED AND ME</strong> Drummer <strong>Jason Roe</strong> befindet, die Zähne.</p>
<p>Im Jahre 2011 wurde das erste Album „Atrophy“ veröffentlicht und durchaus positiv aufgenommen.<br />
Stilistisch ist der kakophone Wahn, den <strong>BARING TEETH</strong> produzieren, sehr nah an <strong>GORGUTS</strong> zu „From Wisdom To Hate“ bzw. „Obscura“ Zeiten. Speziell das Gitarrenspiel, von dem leider viel zu früh verstorbenen <strong>Steeve Hurdle</strong>,&nbsp;scheint maßgeblich Einfluss auf die Texaner gehabt zu haben.<br />
Sehen Sie selbst:</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/dOOUeiNe2hY&amp;start=51" allowfullscreen="allowfullscreen" height="315" frameborder="0" width="560"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Doch nicht permanent lebt die Musik von <strong>BARING TEETH</strong> von unkontrollierter Gewalt und manischer Raserei. Die Jungs wissen ebenso, wie man das Tempo deutlich drosselt und finster-atmosphärische Passagen einstreut, die zuweilen tatsächlich an die bereits eingangs erwähnten Neuseeländer von <strong>ULCERATE</strong> erinnern.</p>
<p>Im Jahre 2014 veröffentlichten die Texaner ihr Zweitwerk „Ghost Chorus Among Old Ruins“. Musikalisch immer noch tief im Fahrwasser von <strong>GORGUTS</strong> unterwegs, versuchen <strong>BARING TEETH</strong> jedoch zunehmend, sich vom Einfluss der Idole zu lösen und ihre eigene Stimme zu finden. Überdies ist auch das zweite Album ein komplexer, düsterer und schwer verdaulicher Brocken Musik, der sich konsequent dagegen zu sträuben scheint, gehört werden zu wollen. Nichtsdestotrotz sollte man genau das tun, da „Ghost Chorus Among Old Ruins“ allen Freunden von modernem, komplexen bis avantgardistischem Death/Black Metal ein wahres Fest sein sollte. Ob sich die Platte aus diesem Grund auch als optimales Weihnachtsgeschenk eignet, kann ich nicht sagen. Findet es doch einfach raus und macht euren Liebsten eine kleine Freude, bei wem kommt bei so einem Sound denn schließlich keine Stimmung auf?</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1232808284/size=large/bgcol=333333/linkcol=e32c14/tracklist=false/artwork=small/track=3761877566/transparent=true/" seamless="" height="150" width="300">&amp;amp;lt;a href=&#8220;https://baringteethmetal.bandcamp.com/album/ghost-chorus-among-old-ruins&#8220;&amp;amp;gt;Ghost Chorus Among Old Ruins by Baring Teeth&amp;amp;lt;/a&amp;amp;gt;</iframe><br />
&nbsp;Beide <strong>BARING TEETH</strong> Alben sind auf ihrer <a href="https://baringteethmetal.bandcamp.com/" target="_blank">Bandcampseite</a> erhältlich, das Debütalbum „Atrophy“ sogar als „Name-your-price“ Download!</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/baringteeth/?fref=ts" target="_blank">Facebook</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*(Angabe ohne Gewähr. Der Autor übernimmt keine Haftung, sollte heute NICHT dein Tag sein.)</p>
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		<title>Core Classics #6 &#8211; Between The Buried And Me</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Oct 2016 14:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Between The Buried And Me]]></category>
		<category><![CDATA[Core]]></category>
		<category><![CDATA[core classics]]></category>
		<category><![CDATA[Metalcore]]></category>
		<category><![CDATA[Opeth]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Metalcore-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Metalcore-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die Straße trauen!</strong></p>
<p><b>BETWEEN THE BURIED AND ME </b>– Alaska<br />
Veröffentlichungsdatum: 05.09.2005<br />
Länge: 53:55 Min.<br />
Label: Victory Records</p>
<p>Vergesst Gender-Studies, denn ich habe ein equivalent nutzloses Gebiet gefunden, was mit viel schlechteren Arbeitsplatzaussichten verbunden ist. Für die Band um die es mir heute geht, braucht man nämlich einen Master in Genre-Studies. Das klingt nicht nur gleich, sondern bezieht sich auf ebenso viele Genres wie es Gender gibt. Aber das reicht noch nicht, daher lege ich noch eine Schippe drauf: <strong>BETWEEN THE BURIED AND ME</strong> sind das <strong>OPETH</strong> der Core-Szene, vor allem aus dem Grund, dass die Musik mit der Zeit immer mehr an Brutalität und Death-Metal-Einfluss einbüßte, um sich gereifter und progressiver vorstellen zu können. Dabei ist eine Entdeckungsreise in ihre Musik eine, die den Zuhörer fesselt. Vor allem wenn er in einer chronologisch abfallenden Reihenfolge hört. Man wird sich mit jedem Album unwohler fühlen, da die Härte mehr und mehr die Oberhand gewinnt. Und dann geschieht nebenbei auch noch ein langsamer Abstieg in musikalisches Chaos, welches auf den neueren Alben auch vorhanden ist, aber nie mehr so, wie zum Beispiel auf ihrem Debüt-Album, zelebriert wird. Der Punkt an dem die Struktur endlich Einfluss auf diese jungen, abenteuerlustigen Musiker nahm, war mit &#8222;Alaska&#8220; erreicht.</p>
<p><a href="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/1000x1000.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-9511 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/1000x1000.jpg" width="506" height="506" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/1000x1000.jpg 1000w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/1000x1000-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/1000x1000-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/1000x1000-750x750.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 506px) 100vw, 506px" /></a></p>
<p>Mit einem neuen Line-Up &#8211; gleich drei Gründungsmitglieder verließen die Band ein Jahr zuvor &#8211; verzauberten die US-Amerikaner ihre Fans. Viele davon kommen aus unterschiedlichen Spektren der Musik-Szene. Denn Jazz, Mathcore, Death Metal, Metalcore, Black Metal und noch viele andere Einflüsse sind durch die Mauer aus Geräuschen wahrzunehmen. Immer ein Fels in der Brandung des Ozeans an positiven Kritiken, die diese Band einheimste, ist Tommy Rogers. Seine engelsgleichen Töne stammen sowohl vom Tasteninstrument, als auch aus seinem Mund. Denn der werte Herr fügt mit seinem Keyboard noch eine weitere Ebene hinzu, die auf allen Alben glänzt. Zudem hat er noch wunderschöne Haare und könnte ein Model für Calvin Klein sein, ein ansehnlicher und anhörbarer Mann. Aber ich habe mein Fanboytum fürs Erste genug ausgelebt und werde euch jetzt erst einmal eine Hörprobe dessen servieren, was <strong>BETWEEN THE BURIED AND ME</strong> heute noch auftischen.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/u8Q9DknFFuM?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Wer sich jetzt nicht in die Gitarren und Rogers Stimme verliebt hat, dem kann ich nur mein größtes Beileid aussprechen. Für die anderen geht es jetzt weiter, mit einem Ausblick in die Zeit vor knapp einem Dezennium. Kaum ein Album der Core-Szene aus der heutigen Zeit kommt an die technischen Finessen und chaotischen Strukturen heran, die sich uns hier präsentieren. Gerade deswegen gehört diese Band zu den Pionieren einer aufstrebenden progressiven Szene inner- und außerhalb des Metalcores. Ich kann mir gar nicht ausmalen, wie es gewesen sein muss, vor ungefähr 11 Jahren die Geburt und Reinkarnation so vieler kreativer und innovativer Bands mitzuerleben. Schließlich ist es so, dass ein Großteil dieser entweder ihre Formation zu dieser Zeit änderten, siehe <strong>BETWEEN THE BURIED AND ME</strong>, oder sich neu gründeten, siehe <strong>PERIPHERY</strong> und viele andere. Die gerade angesprochenen vergleichbaren Gesamtwerke aus dieser Zeit sind:</p>
<ul>
<li>das Debüt von <strong>THE HUMAN ABSTRACT</strong>, welches den Namen &#8222;Nocturne&#8220; trägt und circa ein Jahr später erschien,</li>
<li>das Album-Debüt von <strong>PROTEST THE HERO</strong>, welches &#8222;Kezia&#8220; getauft wurde und nur 5 Tage vor &#8222;Alaska&#8220; das Licht der Welt erblickte,</li>
<li>und das zweite Studio-Album &#8222;Miss Machine&#8220; der Mathcorer <strong>THE DILLINGER ESCAPE PLAN</strong>, aus dem Jahr 2004.</li>
</ul>
<p>Diese drei Alben werden definitiv noch in dieser Reihe besprochen werden und das Reinhören ist ein Muss für jeden, der seinen Musikgeschmack als vielfältig bezeichnen würde. Mein Wrong-Generation-Geheule sei mal so dahingestellt, das Honig-ums-Maul-Geschmiere fängt nämlich jetzt an. Schon der erste Track auf &#8222;Alaska&#8220; haut mich um, weil es mit Death-Metal-Groove und zehrenden Growls beginnt. Diese verabschieden sich schnell, um einem melodischen, aber ähnlich aufreibenden Chorus Platz zu machen. Tommy Rogers trifft mal wieder jeden Ton und dann beginnt das Gitarren-Gedudel, was bei jedem Musiker und Fan Herzrasen verursacht. So melodisch und harmonisch es auch an einigen Stellen zugeht, es wird mehr als genug Platz für Blast Beats, Cowbells, dissonante Chords und Growls gelassen. Wer von <em>&#8222;All Bodies&#8220;</em> nicht auf das Technical-Death-Metal-Core-Prog-Fest &#8211; ja, ich bin stolz auf dieses Wort &#8211; eingestimmt werden konnte, den kann der Titeltrack <em>&#8222;Alaska&#8220; </em>abholen. Dieser enthält einen sehr ausgeklügelten Breakdown und noch viel mehr Chaos. Viel mehr lässt sich zu den Anfangstracks auch nicht sagen, außer dass die Brutal-Death-Metal-Vocals auf <em>&#8222;Croakies And Boatshoes&#8220;</em> sehr überraschend kommen, für jemanden, der Geklimper à la &#8222;Coma Ecliptic&#8220;, dem neuesten Album, erwartet.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-9513 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/Between-the-Buried-and-Me-2015-1024x571.jpg" width="843" height="470" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/Between-the-Buried-and-Me-2015-1024x571.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/Between-the-Buried-and-Me-2015-300x167.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/Between-the-Buried-and-Me-2015-750x418.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/Between-the-Buried-and-Me-2015.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 843px) 100vw, 843px" /></p>
<p>Kommen wir nun zu dem Titel, der diese Band für mich zu dem macht was sie ist. <em>&#8222;Selkies: The Endless Obsession&#8220;</em> spricht alle die an, die sich mit der Death Metal-Seite nicht allzu gut identifizieren können. Die ersten anderthalb Minuten zaubern dem Prog-Fan in mir ein Grinsen ins Gesicht. Ab dann wird wieder geschrammelt und die Geschwindigkeit angezogen. Dann wird wieder melodisch gespielt, dann wieder geschrammelt und so weiter. Auch der Stimmverzerrer kommt zum Einsatz. Ich bin mir da fast schon sicher, dass die Begeisterung für dieses Lied auch die ein oder andere Band beeinflusst hat. Ich will natürlich keine Spekulationen in den Raum werfen, dass sich Bands vor allem dank diesem Song der Stimmverzerrung bedienen, trotzdem wären die deutschen Wunderkinder <strong>OBSCURA </strong>ein Beispiel für den erfolgreichen Einsatz dieser Technik. Eigentlich will ich auch nicht weiter darauf eingehen, was diesen Song ausmacht. Ihr solltet als Hörer entscheiden, ob er eure Anerkennung verdient. Wenn er dann auch noch gefällt, war es mir eine Freude, euch diesen Leckerbissen zu präsentieren.</p>
<p>Die ruhigen Anteile auf diesem Album sind aber nicht nur im gerade eben besprochenen Song stark. Dort wo man nicht <strong>CANNIBAL CORPSE</strong> und <strong>DEATH</strong> heraushört, kann es zu vereinzelten Melodie-Einlagen kommen. So auch im, mit 8:27 Minuten, längsten Lied <em>&#8222;Backwards Marathon&#8220;</em>. Hier nimmt man sich mehr als genug Zeit um den Hörer atmen zu lassen. Die instrumentalen Verschnaufpausen <em>&#8222;Breathe In, Breathe Out&#8220;</em>,<em> &#8222;Laser Speed&#8220; und &#8222;Medicine Wheel&#8220;</em>, drei unglaublich passende Titel übrigens, helfen da auch aus. Der Albumcloser <em>&#8222;Laser Speed&#8220;</em> beendet das Album mit exotischen Klängen. Diese würde man in der Warteschleife einer hawaiianischen Telefon-Hotline erwarten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-9515 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/btbam2-copy.png" width="620" height="345" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/btbam2-copy.png 620w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/btbam2-copy-300x167.png 300w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><br />
Trotzdem gibt es Breakdowns wie Sand am Meer, wobei meine Favoriten die in <em>&#8222;Roboturner&#8220;, &#8222;The Primer&#8220;</em> und <em>&#8222;Selkies: The Endless Obsession&#8220;</em> sind. Wirkungsvolle Einführungen in alle Songs mit anspruchsvollen oder melodischen Riffs oder Überleitungen aus anderen Songs sind gegeben. Und wer wissen will, wie sich Happy Blackened Progressive Deathcore &#8211; ein weiteres Wort auf das ich sehr stolz bin &#8211; anhört, der ist bei <em>&#8222;The Primer&#8220;</em> richtig. Dieses Lied verdient genauso wie <em>&#8222;Selkies: The Endless Obsession&#8220;</em> eigentlich eine eigene Besprechung. Aus Melodic Metalcore und Konsorten hat man sich den größten Anteil von <em>&#8222;Autodidact&#8220;</em> geschnappt. Die Figur des Mordecai wird auch in diesem Lied wieder aufgegriffen, welche bereits namensgebend für einen älteren Song der Band war.</p>
<blockquote><p>Days like today<br />
Mordecai flies down on this ship<br />
and stares me in the eyes &#8211; <em>&#8222;Autodidact&#8220;</em></p></blockquote>
<p>Lyrisch ist hier alles sehr vage, wenn auch die Texte zum Teil konkrete Aussagen treffen, bleibt alles Interpretationssache. Fast jeder Song kann in mindestens drei unterschiedliche Richtungen gedeutet werden, was wahrscheinlich am sarkastischen Grundton liegt. Wie ernst sie Zeilen wie &#8222;Maybe I should just be this bedroom performer I keep hearing of&#8220; wirklich meinen, sollte eigentlich auch ein Geheimnis der Band bleiben. Denn ich freue mich, dass keines der Mitglieder ein Schlafzimmer-Musikant geworden ist und uns stattdessen mit ihrer Musik beglücken.</p>
<blockquote><p>Fazit:</p></blockquote>
<hr />
<p><strong>BETWEEN THE BURIED AND ME</strong> lieferten mit &#8222;Alaska&#8220; ihr erstes erwachsenes Album ab. Damit machten sie mich zum Fanboy ihres alten und neuen Materials. Das geht soweit, dass ich nicht verstehen kann, wie diese Band nicht zu den größten Spielern im progressiven Bereich überhaupt gehören. Die vielen Einflüsse, die nahtlosen Übergänge, die abwechslungsreichen Songstrukturen, der Gesang und die gute Produktion machen diese LP zu einem regelrechten Opus. Die Amis gehören meines Empfindens nach selbst über moderne Giganten wie <strong>OPETH</strong> gestellt. Das verdanken sie nicht nur diesem Album, sondern ihrer gesamten Diskographie. Die entscheidende Rolle in der Bildung einer neuen progressiven Core-Szene kann man jedoch nicht verleugnen. Lebende Legenden also, die demnächst wieder mit <strong>THE DEVIN TWONSEND PROJECT</strong> in Deutschland und Europa unterwegs sind. An dieser Stelle noch eine Empfehlung von mir: schaut sie euch unbedingt live an und überzeugt euch von den Qualitäten und der Spielsicherheit dieser Band.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/BGAn2u515Jg?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-teil-6/">Core Classics #6 &#8211; Between The Buried And Me</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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