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	<title>Blues Pills Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Blues Pills Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Scheiß drauf, es ist wieder ROCK HARD!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julian Preuß]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jun 2017 10:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir schreiben das Pfingst-Wochenende 2017. Es ist also wieder an der Zeit, das Rock Hard Festival zu begehen. Seit nunmehr 15 Jahren geben sich auf der Kanalbühne im Gelsenkirchener Nordsternpark große und kleine Bands der Metal-Szene das Mikro in die Hand. Wir ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/scheiss-drauf-es-ist-wieder-rock-hard/">Scheiß drauf, es ist wieder ROCK HARD!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir schreiben das Pfingst-Wochenende 2017. Es ist also wieder an der Zeit, das <strong>Rock Hard Festival</strong> zu begehen. Seit nunmehr 15 Jahren geben sich auf der Kanalbühne im Gelsenkirchener Nordsternpark große und kleine Bands der Metal-Szene das Mikro in die Hand. Wir waren für euch vor Ort und haben uns das <strong>Rock Hard</strong> mal angeschaut.</p>
<h4><strong>Donnerstag, Tag 0, die Ruhe vor dem Sturm</strong></h4>
<p>Halt, Moment – das Festival beginnt doch erst am Freitag oder nicht? Naja, irgendwie schon, aber schon einen Tag vor dem offiziellen Start war im Park schon einiges los. Die ersten Camper bauten nachmittags ihr Lager auf, oder warteten auf das Öffnen der Bändchenausgabe, um dem obligatorischen Schlangestehen am ersten Festivaltag aus dem Weg zu gehen. Natürlich waren auch schon die Händler vor den Festivaltoren bereit zum Verkauf. Wie das halt beim <strong>Rock Hard</strong> so ist, hat man auch gleich nach ein paar Augenblicken die Zeitgenossen getroffen, mit denen man sein Wochenende verbrachte. Es konnte also beginnen …</p>
<h4><strong>Freitag, Tag 1, Nasenbluten und eine nachdenkliche Nachricht</strong></h4>
<p>Freitag hieß es für mich, schnell nach Hause zu kommen und dann mit dem Bus los zum Gelände, um <strong>DUST BOLT</strong>, den Opener nicht zu verpassen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_18095" aria-describedby="caption-attachment-18095" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-18095 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Dust-Bolt_-_02.-Juni-2017_-_0018-200x300.jpg" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Dust-Bolt_-_02.-Juni-2017_-_0018-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Dust-Bolt_-_02.-Juni-2017_-_0018.jpg 533w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-18095" class="wp-caption-text"><strong>DUST BOLT</strong></figcaption></figure>
<p>Tja, aber denkste! Durch Verspätungen kam ich eine gute halbe Stunde zu spät und verpasste den Anfang des ersten Gigs auf der Kanalbühne. Grrrrrrr… Aber was solls, die Bayern waren ein würdiger Opener und hätten auch eine spätere Spielzeit verdient gehabt. Trotzdem war das Amphitheater schon recht gut gefüllt, was auch an dem solide vorgetragenen Thrash Metal lag. Leider beendete die Band den Gig überpünktlich.</p>
<p>Um nicht schon nach gut vierzig Minuten Festival bei hohen sommerlichen Temperaturen gebraten zu werden, mussten natürlich auch schon bald die ersten Kaltgetränke her. Vier Euro für 0,4 Liter Flüssigkeit (alles außer Wasser) sind zwar normale Preise für so eine Veranstaltung, ist bei so einem Wetter aber nicht ganz ohne. Tja, kann man nix machen.</p>
<p><strong>ROBERT PEHRSSONS’S HUMBUCKER </strong>genossen wir jedenfalls genüsslich mit einem Eis in der Hand von der Tribüne aus. Die eingängige Rockmusik verbreitete überall bis zum Schluss gute Laune.&nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_18098" aria-describedby="caption-attachment-18098" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" class="wp-image-18098 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Mantar_-_02.-Juni-2017_-_0012-200x300.jpg" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Mantar_-_02.-Juni-2017_-_0012-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Mantar_-_02.-Juni-2017_-_0012.jpg 533w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-18098" class="wp-caption-text"><strong>MANTAR</strong></figcaption></figure>
<p>Während des <strong>MANTAR</strong>-Soundchecks, konnte sich ein Kumpel den Kommentar: „Ist das noch der Soundcheck oder schon die Band?“, nicht verkneifen. Glücklicherweise waren Soundcheck und Auftritt des Bremer Duos zwei Paar Schuhe. Ohne großes Tamtam brachten die Jungs aus dem Norden die Bühnenbretter mit einem Cocktail aus Black-, Death-, Punk-, und Doom-Elementen zum Beben. Man braucht also nicht immer gleich ne ganze Mannschaft auf der Bühne um laute und scheppernde Musik zu machen. Es reichen zwei Leute.</p>
<p>Zu <strong>THE DEAD DAISIES </strong>nahmen meine Kumpanen und ich jedoch wieder unseren Platz im Innenraum ein. Leider muss ich jetzt ein ganz schlechtes Wortspiel bringen: <em>&#8222;Make Some Noise&#8220;</em> hat mit Band und Publikum ganz gut funktioniert. Zur Beruhigung sei gesagt, dass die Bühne trotzdem noch stand.</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_18091" aria-describedby="caption-attachment-18091" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-18091 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Candlemass_-_02.-Juni-2017_-_0016-300x200.jpg" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Candlemass_-_02.-Juni-2017_-_0016-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Candlemass_-_02.-Juni-2017_-_0016-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Candlemass_-_02.-Juni-2017_-_0016-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Candlemass_-_02.-Juni-2017_-_0016.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-18091" class="wp-caption-text"><strong>CANDLEMASS</strong></figcaption></figure>
<p>Das war auch gut so, denn <strong>CANDLEMASS </strong>konnten als vorletzte Band des ersten Tages die größte Zuschauerzahl verzeichnen. Auch der leicht einsetzende Regen schadete der Stimmung nicht. Die Schweden hatten ihre Momente, sodass ein solider Auftritt zustande kam.</p>
<p>Tagesheadliner <strong>BLUES PILLS </strong>hatte mit recht hohem Zuschauerschwund zu kämpfen, da die schwedisch-amerikanisch-französische Kombination genremäßig eher nicht in das Konzept des <strong>Rock Hard Festivals </strong>passte. Die harte Fangemeinde blieb jedoch im Rund der Bühne und erlebte eine stimmungsvolle Show. Gitarrist <strong>Dorian Sourriaux </strong>klimperte tiefenentspannt auf seinem Arbeitsgerät rum, was ein echt sympathisch-lustiger Anblick war. Apropos Anblick – ja, Sängerin <strong>Elin Larsson</strong> sah echt schick aus und spielte ganz bewusst mit den Kameras. Leider erreichte auch uns vor der Bühne die Nachricht, dass <strong>Rock am Ring aufgrund von Terrorgefahr unterbrochen wurde</strong>. Ein kurzer Blick ins Rund genügte aber zur eigenen Beruhigung, denn alle feierten friedlich weiter.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_18089" aria-describedby="caption-attachment-18089" style="width: 523px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18089 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Blues-Pills_-_02.-Juni-2017_-_0016.jpg" width="533" height="800" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Blues-Pills_-_02.-Juni-2017_-_0016.jpg 533w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Blues-Pills_-_02.-Juni-2017_-_0016-200x300.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-18089" class="wp-caption-text"><strong>BLUES PILLS</strong></figcaption></figure>
<h4><strong>Samstag, Tag 2, angespannte Nerven und Satansgeschepper</strong></h4>
<p>Was mich jedoch schon vor der ersten Band an Tag zwei gestört hat, waren die Einlasskontrollen. Gerade nach der Nachricht vom Vortag, <strong>dass Rock am Ring wegen Terrorgefahr unterbrochen</strong> wurde, habe ich mir doch intensivere Kontrollen der Ordner gewünscht. Es hätte am Einlass zwar länger gedauert, aber mir ist meine Sicherheit dann doch wichtiger. Wenn man vielleicht auch ein, zwei Ordner mehr dafür abgestellt hätte, wäre das auch bestimmt möglich gewesen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_18107" aria-describedby="caption-attachment-18107" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18107 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Monument_-_03.-Juni-2017_-_0035-200x300.jpg" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Monument_-_03.-Juni-2017_-_0035-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Monument_-_03.-Juni-2017_-_0035.jpg 533w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-18107" class="wp-caption-text"><strong>MONUMENT</strong></figcaption></figure>
<p>Nun gut, <strong>MONUMENT </strong>hat bereits begonnen und mir drang eine Stimme entgegen, die der von <strong>Bruce Dickinson </strong>zum Verwechseln ähnlich war. Die Jungs aus Englands Hauptstadt rüttelten die teils noch trägen Fans mit einem klassischen NWOBHM-Stil wach. Da die Band nicht nur durch ihren Sänger <strong>Peter Ellis </strong>den Branchengrößen <strong>IRON MAIDEN</strong>,<strong> JUDAS&nbsp; PRIEST </strong>und<strong> SAXON </strong>ähnelte, ließ sich das noch nicht so zahlreiche Publikum dennoch beeindrucken.</p>
<p>Gleichzeitig hatten die Fans noch die Möglichkeit, im Zelt des Metal Marktes eine ganze Menge Geld loszuwerden, was auch mir ganz gut gelang.</p>
<p>Als zweites durften dann die fünf Jungs von <strong>KETZER</strong> ihren Teil zum Bühnenabriss beitragen. Ein aggressiver Black Thrash Metal dröhnte auf das Publikum ein, das sich jetzt aber doch eher zaghaft der Band widmete und sich lieber draußen an den Fressbuden eine Pause gönnte.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_18097" aria-describedby="caption-attachment-18097" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18097 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Ketzer_-_03.-Juni-2017_-_0024-200x300.jpg" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Ketzer_-_03.-Juni-2017_-_0024-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Ketzer_-_03.-Juni-2017_-_0024.jpg 533w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-18097" class="wp-caption-text"><strong>KETZER</strong></figcaption></figure>
<p>Mit ähnlichem Zuschauerschwund hatten auch <strong>THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA </strong>zu kämpfen. Die verbleibenden Fans bekamen schwedischen Classic Rock, handmade in Helsingborg, geliefert. Solide, aber doch eher langweilig ging der Gig zu Ende.</p>
<p>Vermutlich freuten sich viele schon auf <strong>SKYCLAD</strong>, die ein Highlight an diesem Tag werden sollten. Die Briten brauchten zwar ein paar Songs zum Warmwerden, aber der einsetzende Regen spielte der Band in die Karten. Viele Zuschauer erhoben sich von der Tribüne und begaben sich vor die Bühne unter das Zelt, was die Stimmung immens verbesserte. Spätestens mit <em>&#8222;The Parliament Of Fools&#8220; </em>und der politischen Botschaft hatten die Briten das Publikum hinter sich und überzeugten noch auf ganzer Linie.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_18103" aria-describedby="caption-attachment-18103" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18103 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Skyclad_-_03.-Juni-2017_-_0010-300x200.jpg" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Skyclad_-_03.-Juni-2017_-_0010-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Skyclad_-_03.-Juni-2017_-_0010-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Skyclad_-_03.-Juni-2017_-_0010-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Skyclad_-_03.-Juni-2017_-_0010.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-18103" class="wp-caption-text"><strong>SKYCLAD</strong></figcaption></figure>
<p>Nachfolgend steuerten <strong>ASPHYX</strong>, holländische Death-Metal-Visionäre, auf die Kanalbühne zu. Ich muss zugeben, Death Metal ist jetzt nicht mein absoluter Favorit, dennoch schlugen sich die vier Herren aus dem Nachbarland einwandfrei. Es war verwundernd, dass nach dem Auftritt noch alles an Ort und Stelle stand, wurde mir doch berichtet, dass man die Wucht der Holländer auch noch im angrenzenden Park spüren konnte.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_18087" aria-describedby="caption-attachment-18087" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18087 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Asphyx_-_03.-Juni-2017_-_0004-300x200.jpg" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Asphyx_-_03.-Juni-2017_-_0004-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Asphyx_-_03.-Juni-2017_-_0004-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Asphyx_-_03.-Juni-2017_-_0004-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Asphyx_-_03.-Juni-2017_-_0004.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-18087" class="wp-caption-text">ASPHYX</figcaption></figure>
<p><strong>EXODUS</strong>, eines der Tageshighlights schlechthin, nahmen die Zerstörung der Kanalbühne wieder auf. Die Bay-Area-Thrasher gaben alles, was sie in der kurzen Zeit leisten konnten und ratterten ein Set runter, das sich gewaschen hatte. Angeführt von zahlreichen Titelsongs, heizten die Herren ordentlich ein. Circle Pits en masse regierten das Geschehen vor der Bühne und Crowdsurfer übernahmen die Lufthoheit. Die Setlist, mit Klassikern wie <em>&#8222;Bonded By Blood&#8220;</em>, schälte einem wortwörtlich die Sohle von den Stiefeln. Zu guter Letzt holten die Herren aus den USA noch einen kleinen Jungen auf die Bühne. Dieser bekam gleich eine (viel zu große) Gitarre umgehängt und mischte ordentlich mit.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_18096" aria-describedby="caption-attachment-18096" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18096 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Exodus_-_03.-Juni-2017_-_0007-300x200.jpg" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Exodus_-_03.-Juni-2017_-_0007-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Exodus_-_03.-Juni-2017_-_0007-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Exodus_-_03.-Juni-2017_-_0007-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Exodus_-_03.-Juni-2017_-_0007.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-18096" class="wp-caption-text"><strong>EXODUS</strong></figcaption></figure>
<p>Die Spaßrocker von <strong>D.A.D. </strong>konnten der Stimmung nach den Amis nicht mehr das Wasser reichen. Trotz ihres überdimensionalen Sofas auf der Bühne und dem Pilotenoutfit des Bassisten, sprang der Funke zum Publikum nicht so über, wie bei ihren Vorgängern. Aber hey, zumindest konnte das wohl bunteste und abgefahrenste Bühnenbild des Festivals betrachtet werden.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_18092" aria-describedby="caption-attachment-18092" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18092 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/D-A-D_-_03.-Juni-2017_-_0027-300x200.jpg" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/D-A-D_-_03.-Juni-2017_-_0027-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/D-A-D_-_03.-Juni-2017_-_0027-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/D-A-D_-_03.-Juni-2017_-_0027-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/D-A-D_-_03.-Juni-2017_-_0027.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-18092" class="wp-caption-text"><strong>D.A.D.</strong></figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>BEHEMOTH </strong>versuchte noch als Tagesheadliner die 6000 Menschen zu beeindrucken, was ihnen auch gelang. Mit Masken, zerfetzten Mönchskutten und Kapuzen ließen die Polen das vollgepackte Amphitheater an einem musikalisch okkulten Ritual teilnehmen. Allerdings trübte die etwa viertelstündige Verspätung der Band die Stimmung. Die gedrückte Stimmung wich am Ende sogar einer leisen Enttäuschung, denn die Polen beendeten ihre Show ebenfalls fast fünfzehn Minuten eher als geplant. Die gute Show wurde dementsprechend von einem zu kurzen Auftritt überlagert.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_18088" aria-describedby="caption-attachment-18088" style="width: 790px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18088 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Behemoth_-_03.-Juni-2017_-_0021.jpg" width="800" height="533" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Behemoth_-_03.-Juni-2017_-_0021.jpg 800w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Behemoth_-_03.-Juni-2017_-_0021-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Behemoth_-_03.-Juni-2017_-_0021-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Behemoth_-_03.-Juni-2017_-_0021-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-18088" class="wp-caption-text"><strong>BEHEMOTH</strong></figcaption></figure>
<h4><strong>Sonntag, Tag 3, Ende und aus</strong></h4>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_18099" aria-describedby="caption-attachment-18099" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18099 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Night-Demon_-_04.-Juni-2017_-_0018-300x200.jpg" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Night-Demon_-_04.-Juni-2017_-_0018-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Night-Demon_-_04.-Juni-2017_-_0018-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Night-Demon_-_04.-Juni-2017_-_0018-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Night-Demon_-_04.-Juni-2017_-_0018.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-18099" class="wp-caption-text"><strong>NIGHT DEMON</strong></figcaption></figure>
<p>Am Sonntag wartete gleich zu Beginn noch ein besonderes Schmankerl, denn die aufstrebende Band <strong>NIGHT DEMON </strong>gab sich die Ehre, den letzten Tag zu eröffnen. Ich muss sagen, die Jungs haben was drauf, denn ich konnte mich vorher schon mit ihrem neuen Album befassen – meine Review dazu könnt ihr <a href="https://silence-magazin.de/willkommen-in-der-nacht-night-demon/">HIER</a> lesen! Voll motiviert, kraftvoll und mit kurzweiligen Songs, ist der Auftritt viel zu schnell vorbei. Maskottchen <strong>Rocky</strong> lief noch in schwarzem Gewand und Eddie-Maske über die Bühne, ehe die Band sich mit <strong>MAIDEN</strong>s <em>&#8222;Wasted Years&#8220; </em>verabschiedete.</p>
<p>Mal was anderes gab es danach von <strong>BLOOD CEREMONY</strong>. Die kanadische Kombination erfüllte das Rund u.a. mit Flötentönen und zeitlosem Occult Rock.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_18102" aria-describedby="caption-attachment-18102" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18102 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Ross-The-Boss_-_04.-Juni-2017_-_0030-300x200.jpg" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Ross-The-Boss_-_04.-Juni-2017_-_0030-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Ross-The-Boss_-_04.-Juni-2017_-_0030-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Ross-The-Boss_-_04.-Juni-2017_-_0030-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Ross-The-Boss_-_04.-Juni-2017_-_0030.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-18102" class="wp-caption-text"><strong>ROSS THE BOSS</strong></figcaption></figure>
<p>Leider konnte ich erst wieder zu <strong>ROSS THE BOSS </strong>auf dem Gelände sein und den „<strong>MANOWAR</strong>-Classics“ lauschen. Die Fans ließen es sich nicht nehmen, ihren Kleidungsstil entsprechend anzupassen. Voll nach dem Motto: Scheiß drauf, es ist <strong>Rock Hard</strong>!</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_18094" aria-describedby="caption-attachment-18094" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18094 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Dirkschneider_-_04.-Juni-2017_-_0050-300x200.jpg" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Dirkschneider_-_04.-Juni-2017_-_0050-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Dirkschneider_-_04.-Juni-2017_-_0050-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Dirkschneider_-_04.-Juni-2017_-_0050-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Dirkschneider_-_04.-Juni-2017_-_0050.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-18094" class="wp-caption-text"><strong>DIRKSCHNEIDER</strong></figcaption></figure>
<p>Das meiste Publikum lockte allerdings <strong>DIRKSCHNEIDER </strong>ins Rund, denn ein „Farewell to <strong>ACCEPT</strong>“ kann man sich ja schon mal geben. Kultreibeisen <strong>Udo Dirkschneider</strong> band die Massen vor der Bühne massiv in die Show ein, was den ein oder anderen Gänsehautmoment verursachte.</p>
<p>Nachdem nun alle ausgiebig zu Titeln wie <em>&#8222;Restless And Wild&#8220;</em> und <em>&#8222;Son Of A Bitch&#8220;</em> gefeiert hatten, musste auch <strong>OPETH</strong>-Fronter <strong>Mikael&nbsp;Åkerfeldt</strong> anerkennen, dass es sich nach diesem Auftritt für die Schweden ähnlich angefühlt hat, wie nach einem Gig von <strong>BLACK SABBATH</strong> zu zocken. Die Zuschauer, die noch da waren, wurden begeistert, obwohl <strong>OPETH </strong>gefühlt nur fünf Songs gespielt haben. Nach dem Auftritt des Headliners gab es allerdings noch keine Ankündigung, wer denn im nächsten Jahr nach Gelsenkirchen kommt. So neigten sich drei Tage voller guter Musik dem Ende entgegen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_18100" aria-describedby="caption-attachment-18100" style="width: 523px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-18100 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Opeth_-_04.-Juni-2017_-_0030.jpg" width="533" height="800" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Opeth_-_04.-Juni-2017_-_0030.jpg 533w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Opeth_-_04.-Juni-2017_-_0030-200x300.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-18100" class="wp-caption-text"><strong>OPETH</strong></figcaption></figure>
<h4><strong>Zeit, ein Fazit zu ziehen</strong></h4>
<p>Das<strong> Rock Hard Festival </strong>ist von der Atmosphäre geprägt. Die Location und die Menschen machen das Festival aus. Tolle Leute, gute Organisation und stimmungsvolle Bands haben zu einem wirklich tollen Festival geführt. Auch beim sensiblen Thema Sound gibt es nichts zu moppern. Trotz der tollen Veranstaltung gibts aber auch zwei Kritikpunkte, obwohl sich der erste gar nicht auf das Festival bezieht. Die Busverbindung zum Nordsternpark, vor allem an Wochenenden wie jetzt an Pfingsten, sollte besser funktionieren. Der andere Kritikpunkt betrifft allerdings doch die Veranstaltung an sich. Für mich persönlich waren die Einlasskontrollen zu lasch. Vor allem nach den Ereignissen bei <strong>Rock am Ring</strong> hätte ich mir intensivere Kontrollen für die Sicherheit gewünscht.</p>
<p>Trotzdem waren es drei geile Tage und ich freue mich aufs nächste Jahr!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-18109 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Behemoth_-_03.-Juni-2017_-_0037.jpg" width="800" height="533" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Behemoth_-_03.-Juni-2017_-_0037.jpg 800w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Behemoth_-_03.-Juni-2017_-_0037-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Behemoth_-_03.-Juni-2017_-_0037-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Behemoth_-_03.-Juni-2017_-_0037-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Speziellen und herzlichen Dank an <a href="http://www.metalviecher.de/">MetalViecher.de</a> für die geilen Pics! Dort gibts auch die komplette Galerie zu sehen. Horns up!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/scheiss-drauf-es-ist-wieder-rock-hard/">Scheiß drauf, es ist wieder ROCK HARD!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Titten raus, es ist&#8230; Summer Breeze 2016</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Aug 2016 06:02:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich besuche das Summer Breeze noch nicht sehr lange – erst seit 2014 – und dennoch ist es in diesen wenigen Jahren zu einem meiner liebsten Festivals geworden. Zumindest aus der Perspektive eines Besuchers. Dass sich der Fokus dann doch etwas ändert, ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/titten-raus-es-ist-summer-breeze-2016/">Titten raus, es ist&#8230; Summer Breeze 2016</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich besuche das Summer Breeze noch nicht sehr lange – erst seit 2014 – und dennoch ist es in diesen wenigen Jahren zu einem meiner liebsten Festivals geworden. Zumindest aus der Perspektive eines Besuchers. Dass sich der Fokus dann doch etwas ändert, wenn man dort arbeitet, habe ich in diesem Jahr gemerkt. Bis kurz vor knapp war es fraglich, ob ich hinfahre oder nicht. Aber scheiß drauf, Breeze ist nur einmal im Jahr &#8230;</p>
<h4 style="text-align: center;">Mittwoch, 17.08.2016</h4>
<hr />
<p>Warum ist die gesamte deutsche Autobahnlandschaft eigentlich grade eine einzige Baustelle? Dank A9 und zahlreicher Staus, Umleitungen, Sperrungen, Verzögerungen und Wartezeiten verpasse ich bereits <strong>MANTAR</strong>, was mich ziemlich wurmt. Na prima.</p>
<p>Aufgrund dessen ist die erste Band, die ich an diesem Mittwoch sehe, <strong>NOVELISTS</strong> aus Frankreich. Leider sind die Jungspunde weit weniger progressiv, als es im Vorfeld angekündigt wurde. Zwar wird hier eine agile Bühnenshow gezeigt, allerdings erscheint mir diese so, als wäre sie mit der Show jeder anderen Band im Core Sektor austauschbar. Warum macht man 2016 noch solche Musik?</p>
<p>Wenig später spielen <strong>DOWNFALL OF GAIA</strong>, die mich erst zum Ende ihres Sets wirklich fesseln können. Drummer Mike Kadnar, der auch bei <a href="https://silence-magazin.de/aus-den-tiefen-8-black-table-interview-edition/" target="_blank"><strong>BLACK TABLE</strong></a> spielt, ist ein absolutes Monster und prügelt und bangt sich durch das gesamte Set. Der Sound ist anfangs eher lasch und hindert den Aufbau der Stimmung, um den sich die Jungs hier bemühen. Dennoch haben sich viele Fans vor der Camel Stage eingefunden, die den Post Black Metal der vier Jungs feiern.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/summer-breeze-2016/IMG_1268.JPG" alt="IMG_1268" /></p>
<p>Danach heißt es: „Eskalation! Dekonstruktion!“ Als letzte Band des Tages sehe ich <strong>FÄULNIS</strong>. Und von der ersten bis zur letzten Sekunde zieht mich Seuche in seinen Bann. Jeder Song schafft Atmosphäre und gräbt sich tief unter die Haut, unterstützt von der (für August unfassbaren) Kälte, die sich mittlerweile über das gesamte Gelände gelegt hat. <em>„Metropolis”</em> stimmt bereits auf das kommende Album ein, bevor <em>„Weiße Wände”</em> das viel zu knapp bemessene Set beendet. Mein erstes Highlight dieses Festivals.</p>
<p>Die kommende Nacht ist eisig! Und dabei bin ich sonst keine Lusche, was das Wetter angeht. Nach Wacken dachte ich eigentlich, alles gesehen zu haben, doch so etwas habe ich diesen Sommer noch nicht erlebt! Selbst mehrere Schichten Kleidung plus Schlafsack plus Decke plus Pennen im Auto schaffen es nicht, die Nacht noch irgendwie gemütlich zu gestalten. Doch es kommt noch schlimmer&#8230;</p>
<h4 style="text-align: center;">Donnerstag, 18.08.</h4>
<hr />
<p>Zuweilen ist das Leben nicht fair: manche Bands verpasst man, andere muss man ungewollt ertragen. Nach einer beschissenen Nacht wird der Morgen nicht sehr viel besser, denn: es hat auch ungeahnte Schattenseiten, dass ich in der direkten akustischen Einflugschneise der Hauptbühnen zelte. So versauen mir <strong>TOXPACK</strong> mein Frühstück. Ich kann mit solcherlei Musik aus einer Vielzahl von Gründen einfach absolut nichts anfangen. Doch diese aufzuführen würde nochmal einen ganz eigenen Artikel ausmachen. Ich hoffe, dass der Tag trotzdem noch gut werden kann…</p>
<p>Es ist schon eine Weile her, seitdem ich die San Diego Death Grinder von <strong>CATTLE DECAPITATION</strong> das letzte Mal gesehen habe. Demnach freue ich mich besonders auf den Auftritt der Band, die heute zu meiner Überraschung mit einem zusätzlichen Liveklampfer (Belisario Dimuzio) auftrumpfen. Somit werden die ohnehin brutalen Songs, die ausschließlich von den letzten beiden Alben „Monolith of Inhumanity” und „The Anthropocene Extinction” stammen, noch härter aufgefahren. Allerdings ist der Sound so unoptimal, dass man manchmal erst nach Minuten merkt, welcher Song einem da eigentlich gerade um die Ohren ballert. Trotzdem bieten die Mannen um das nicht zu bremsende Frontschwein Travis Ryan die vermutlich energiegeladenste Show, die ich abseits der Camel Stage sehen kann.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/summer-breeze-2016/IMG_1551.JPG" alt="IMG_1551" /></p>
<p><strong>WOLFHEART</strong> schaue ich mir danach eigentlich nur an, weil ich <a href="https://www.youtube.com/watch?v=n8VBPMKLxSg" target="_blank"><em>„Routa Pt. 2”</em></a> so geil finde. Nach dem Song habe ich streng genommen aber auch bereits alles gesehen. Wer <strong>BLACK SUN AEON</strong>, <strong>BEFORE THE DAWN</strong> und die anderen Projekte von Toumas Saukkonen kennt, kannte und mochte ist auch hier richtig. Typisch finnisch, d.h.: melancholisch, melodisch und dennoch hart dröhnen die Songs durch das Zelt, leider auch bei nur mäßigem Sound. Trotzdem gelingt es den Skandinaviern, Stimmung aufzubauen.</p>
<p>Obwohl ich <strong>TRIBULATION</strong> schon letzte Woche auf dem P.S:O:A gesehen habe, begebe ich mich heute erneut ins Zelt, um den dürren Schweden zu lauschen. Und wieder enttäuschen die Progressive Black Metaler nicht. Erneut ist die Agilität, die hier auf die Bretter gelegt wird, kaum zu überbieten. Allerdings ist der Zauber, der beim ersten Mal noch auf mich wirkte, diesmal schon nicht mehr ganz so krass, objektiv betrachtet bleibt die Show dennoch fehlerfrei.</p>
<p>Was mich danach auf der Camel Stage erwartet, ist der absolute Abriss. Die Belgier von <strong>STEAK NUMBER EIGHT</strong> sind so etwas wie ein Geheimtipp. Trotzdem finden sich einige Fans ein, um den atmosphärischen Sludge der vier Jungs zu feiern. Und was hier abläuft, ist die restlose Eskalation &#8211; sowohl vor, als auch auf der Bühne. Sänger Brent Vanneste zerreißt sich und seine Stimmbänder förmlich, befindet sich zwischenzeitlich mehr im Publikum als auf der Bühne und bewegt sich völlig irre zu den vielschichtigen Songs. Diese sind mal <a href="https://www.youtube.com/watch?v=AvQDfl0PuqA" target="_blank">fies und aggressiv</a>, dann wieder <a href="https://www.youtube.com/watch?v=j6FdNtLQYK8" target="_blank">warm und groovend</a>. Zu jedem Zeitpunkt der kurzen Spielzeit sind die Belgier krass, präzise und vor allem: durchweg authenthisch! Normalerweise scheue ich mich vor überschwänglichen Ansagen dieser Art, aber: dieser Auftritt war einer der heftigsten, die ich in der bisherigen Festivalsaison miterleben durfte! Was vielleicht auch an dem noch jungen Alter des Quartetts liegen kann. Ende diesen Jahres werden die Jungs nochmal durch Deutschland touren. Wenn ihr Zeit habt: seht sie euch auf jeden Fall an!</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/summer-breeze-2016/IMG_1623.JPG" alt="IMG_1623" /></p>
<p>Im Anschluss sehen Alex und ich die Belgier von <strong>SAILLE</strong>, die uns beide gleichermaßen mit symphonischen Black Metal ohne Kitsch begeistern können. Die Jungs scheinen genauso große Fans von Cthulhu zu sein wie wir, denn viele ihrer Songs behandeln Lovecraft’sche Themen, wodurch sie vor allem für Alex Sympathie Bonus bekommen. Wie bei sogut wie allen Bands auf der Camel Stage ist jedoch auch hier die Spielzeit äußerst begrenzt, wobei ich gern noch etwas mehr Zeit gehabt hätte, um mich in die Songs einzufinden und die Stimmung wirken zu lassen.</p>
<p>Gefühlte neun Stunden später &#8211; kurz nach zwei (!) &#8211; spielen dann <strong>SWALLOW THE SUN</strong> im Zelt. Im Vergleich mit anderen Bands, die ich zu solch einer Uhrzeit schon dort gesehen habe, will der Funke diesmal nicht so wirklich überspringen, was auch daran liegen kann, dass ich mit den neuen Songs der Jungs nicht mehr wirklich vertraut bin. Der Sound ist in Ordnung und selbst zu dieser Uhrzeit sind noch überraschend viele Leute im Zelt UND auf den Beinen. Der Sound der Finnen ist für mich indes weder Fisch noch Fleisch: nicht aggressiv genug, aber trotzdem zu hart, um wirklich zum Schwelgen zu verleiten. So rauscht das Konzert leider derart an mir vorbei, dass ich es bereits vergessen habe, als ich das Zelt verlasse und mich auf den Weg zu meinem Camp begebe. Welches Konzert?</p>
<h4 style="text-align: center;">Freitag, 19.08.</h4>
<hr />
<p>Auch heute Morgen schallen mir von der Hauptbühne aus Töne entgegen, um die ich nicht gebeten habe. Das, was ich von <strong>VERSENGOLD</strong> so mitbekomme, zeugt von guter Instrumentalarbeit, vielen Zuschauern zu früher Stunde und Texten, die spätestens nach dem zweiten Song jeden Reiz für mich verloren haben. Leider wird es in nächster Zeit nicht sehr viel besser werden, da auch vieles von dem, was im Anschluss folgt, so garnicht meinen Geschmack trifft.</p>
<p>Somit sind <strong>DYING FETUS</strong> die erste Band, die ich heute freiwillig sehe. Was mir dabei besonders positiv auffällt, ist, dass das Trio aus Maryland ein anderes Set spielt als noch letzte Woche. So hat es heute <em>„One Shot, One Kill”</em> ins Set geschafft, und auch sonst mangelt es nicht an Klassikern wie <em>„Your Treachery Will Die With You”</em>, <em>„Killing on Adrenaline”</em> und <em>„Praise The Lord”</em>, die technisch über jeden Zweifel erhaben sind. Resultat dessen ist, dass das Publikum ähnlich euphorisiert abgeht wie letzte Woche, auch wenn der Sound einige Nuancen besser hätte sein können.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-6419" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0181-1.jpg" alt="Summer Breeze" width="5760" height="3840" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0181-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0181-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0181-1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0181-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0181-1-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 5760px) 100vw, 5760px" /></p>
<p>Leider verpasse ich die Progressive/Tech Deather von <strong>OBSCURA</strong>, was ich zwar verschmerzen kann, mich aber dennoch ärgert. Somit sind <strong>ARCH ENEMY</strong> die nächste Band, die ich sehen kann. Ich komme ohne Umschweife mal sofort auf das zu sprechen, was alle wissen wollen: ja, Alissa sah sehr gut aus. Interessiert irgendwen wirklich was anderes?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-6307 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0103.jpg" alt="Summer Breeze" width="5760" height="3840" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0103.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0103-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0103-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0103-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0103-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 5760px) 100vw, 5760px" /></p>
<p>Ich freue mich sehr darüber, dass es <strong>MASTODON</strong> dieses Jahr endlich nach Dinkelsbühl geschafft haben, nachdem die Jungs 2015 kurzfristig absagen mussten. Mit <em>„Tread Lightly”</em>, dem Eröffnungstrack der letzten Platte „Once More&#8217;Round The Sun“, beginnt das Set der lässigen Typen aus Atlanta. Besonders Gitarrist Brent Hinds, der in weißer Fransenjacke auf die Bühne kommt, begeistert das Publikum durch deutsche Ansagen und das Balancieren seiner Gitarre auf dem Kopf. Sowohl alte, als auch neue Songs haben es ins Set geschafft, das so sehr ausgewogen erscheint, bevor das Konzert (10 Minuten zu früh?!) mit <em>„Leviathan”</em> endet. Dennoch hat sich das Warten seit letztem Jahr gelohnt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-6421 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_9358.jpg" alt="IMG_9358" width="5760" height="3840" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_9358.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_9358-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_9358-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_9358-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_9358-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 5760px) 100vw, 5760px" /></p>
<p>Tatsächlich sehe ich <strong>SLAYER</strong> heute zum allerersten Mal. Das Set der Thrash Titanen beginnt geil, endet geil und hängt in der Mitte ziemlich durch. Tom Araya ist gut bei Stimme, schwächelt jedoch mit zunehmender Setlänge hin und wieder. Trotzdem ist und bleibt der Auftritt für mich einer der besten des Festivals, da besonders zum Ende ein Hit dem anderen folgt. Mehrfach während der Show wird das Backdrop geändert und wechselt so zunächst vom „Repentless” Cover, zu einem Schädelmotiv, bis schließlich bei <em>„Angel of Death”</em> ein Backdrop zu Ehren von Jeff Hanneman erscheint. Ich feiere besonders die alten Songs, im Vergleich zu anderen <strong>SLAYER</strong> Shows soll der Auftritt aber verhältnismäßig schwach gewesen sein.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-6425" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_9989.jpg" alt="Summer Breeze" width="5760" height="3840" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_9989.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_9989-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_9989-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_9989-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_9989-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 5760px) 100vw, 5760px" /></p>
<p>Meine Fresse! Was ist bloß mit dieser Camel Stage los?! <strong>GOROD</strong> liefern neben <strong>STEAK NUMBER EIGHT</strong> noch so einen wahnsinnig energetischen Auftritt ab. Die französischen Tech Deather bringen die Meute zum bangen, moshen und im Kreis rennen. Sänger Julien Deyres ist unfassbar sympathisch, und stachelt die Meute, teils auf englisch, teils auf deutsch an, ihr Letztes zu geben. Dieser Bitte kommt das Publikum besonders bei <a href="https://www.youtube.com/watch?v=U7o2YKppbMY" target="_blank"><em>„Birds of Sulphur”</em></a> bedingungslos nach. Für mich die letzte Band des Tages und ein herrlicher Abriss!</p>
<h4 style="text-align: center;">Samstag, 20.08.</h4>
<p>Hatte ich schon erwähnt, dass zum Zeltplatz teils wirklich schlimme Musik schallt? Die letzten Tage waren in der Hinsicht zwar nicht angenehm, aber erträglich. Was <strong>GOITZSCHE FRONT</strong> heute aber abliefern, ist nicht nur völlig austauschbar mit all diesen anderen inoffiziellen <strong>ONKELZ</strong> Coverbands, sondern auch so stumpf, platt, billig und proletenhaft, dass es mir schwer fällt, mich in gemäßigter Art und Weise dazu zu äußern. Dass diese Band auch noch aus meinem Bundesland stammt, macht die Sache nicht besser und sorgt dafür, dass ich mich nicht mehr nur noch fremd- sondern auch richtig schäme. Bei so einem Exportprodukt möchte man glatt die eigene Herkunft verleugnen, den eigenen Tod vortäuschen, das Aussehen und die Identität ändern, sich auf &#8217;ne Insel verschanzen, und sonst noch auf allen menschenmöglichen Wegen dafür sorgen, nie wieder mit dieser Region in Verbindung gebracht zu werden. Bei sowas platzt mir wirklich der Zopf! Alle Bands, die ich wirklich sehen will, treten erst gegen Abend auf, weswegen ich erstmal ein paar Stunden zur Erholung hab. Ein Glück.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es ist das dritte oder vierte Mal, dass ich <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> mittlerweile live sehe. Die Österreicher treten auf der Camel Stage auf und spielen heute sowohl Songs der ersten beiden, als auch der neuen Platte, wobei mich letztere bislang noch nicht umfassend packen konnte. Solide spielt die live zum Quintett heranwachsende Band ihre 30 Minuten Spielzeit durch. Und dennoch ändert auch dieser Auftritt nichts daran, dass ich <strong>HARAKIRI</strong> live nicht so eindrucksvoll finde wie auf Platte, wobei die Show alles andere als schlecht ist.</p>
<p>Auf der Hauptbühne spielen danach <strong>STEEL PANTHER</strong>. Zwar sind einige Ansagen und die Setlist deckungsgleich mit der von vor zwei Wochen in Wacken, und dennoch sind die Amis unterhaltsam wie eh und je. Dass die Show insgesamt mehr aus Ansagen und Gags als aus Songs besteht, stört hier niemanden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-6359" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_1018.jpg" alt="Summer Breeze" width="5760" height="3840" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_1018.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_1018-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_1018-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_1018-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_1018-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 5760px) 100vw, 5760px" /></p>
<p>Zeitgleich spielen die Dänen von <strong>ILLDISPOSED</strong> im Zelt und sind dabei nicht ein Fünkchen weniger unterhaltsam als <strong>STEEL PANTHER</strong>. Bo Summer ist wie immer zum Scherzen aufgelegt und haut einen lässigen Spruch nach dem anderen raus. Zu diesem Zeitpunkt sehe ich das Zelt so stark gefüllt wie noch nicht zuvor. In welchem Maße der Regen dafür verantwortlich ist, kann ich jedoch nicht sagen. Der Sound ist leider wieder nur bescheiden, was vor allem die extrem tiefen Gitarren in Mitleidenschaft zieht.</p>
<p>Da ich nicht überall gleichzeitig sein kann, stammen die Worte zu <strong>BLUES PILLS</strong> und <strong>PARKWAY DRIVE</strong> aus der Feder von Alex:</p>
<p><strong>BLUES PILLS</strong>. Wurden sie auf dem Rock Hard Festival 2014 noch als Mittagsband verwurstet und eher mäßig bis lauwarm empfangen, reicht es nach dem neuen Silberling „Lady In Gold“ und dessen grandioser Chartplatzierung (Platz 1 der deutschen Albumcharts ) mittlerweile wohl für die Painstage zur Abenddämmerung. Nuclear Blast sei Dank. Ich möchte keineswegs mangelnde musikalische Qualität vorwerfen und stimmlich war alles dort, wo es sein sollte, doch gelang es der 70er Jahre Gedächtniskapelle leider nicht, einen ebenso feierbaren Retrocharme zu entfalten, wie die von <strong>PARKWAY DRIVES</strong> Winston McCall als „mehr 80er als die 80er selbst“ titulierten <strong>STEEL PANTHER</strong>. Nach der Hälfte des Auftritts fielen mir die Augen zu. <strong>BLUES PILLS</strong> stellten sich als Party-Dämpfer heraus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich wurde geweckt vom einsetzenden Regen und einer harten Faust aus Australien, die mit dem Album „Ire“, das in Australien Gold holte, in Deutschland den 8. Platz erreichte. Glücklicherweise trotzen tausende Fans dem Platzregen, was  <strong>PARKWAY DRIVES</strong> Sänger Winston mit sympathischen Ermutigungen belohnte. Bewegung, Bewegung und nochmals: BEWEGUNG! Jedes Brett, das während der Bandgeschichte zusammengeschrieben wurde, warf man nach den Fans, während die Jungs selbst mit einer mehrstufigen und mit LED-Lichtern ausgestatteten Bühnenkonstruktion in Szene gesetzt wurden. <em>„Dark Days“</em>, <em>„Karma“</em>, <em>„Wild Eyes“</em> und eine Reihe von Songs vom neuen Album waren dabei. Und an dieser Stelle muss erwähnt werden: <em>„Crushed“</em> ist der mächtigste Song, den diese Band zu bieten hat &#8211; und dabei hat sie generell eine Menge breakdown-getriebene Energie auf dem Kasten! Das große Finale wurde umso größer, als plötzlich hinter der Bühne ein großes Feuerwerk punktgenau zum letzten Breakdown einsetzte. Spektakulär!</p>
<p><strong>KATATONIA</strong> spielen als letzte Band auf der Pain Stage. Aufgrund niedriger Temperaturen, beschissenem Wetter und beendeten Headliner Shows sind verhältnismäßig wenige Zuschauer zugegen, was Jonas Renkse und seine Kumpanen nicht stört. Mehrfach bedankt sich der sympathische Schwede (Alliteration, verdammt! Ich schweife in „Bauer sucht Frau“ Schemata ab) bei denen, die noch wach geblieben sind und dem Wetter trotzen. Zum Dank dafür wird Hit um Hit geliefert, wodurch sich die Show für mich zu einer sehr kurzweiligen entwickelt. <em>„Deliberation“</em>, <em>„My Twin“</em>, <em>„July“</em> hier fehlt es an kaum etwas, und auch die beiden neuen Mitglieder an Schlagzeug bzw. Gitarre integrieren sich super in die Band.</p>
<p>Die allerletzte Band des Festivals ist <strong>BATUSHKA</strong>. Da mir „Litourgiya“ ziemlich gefallen hat, blicke ich dem Auftritt mit Spannung entgegen. Als wäre es jedoch nicht schon heftig genug, dass die Band von 2:15 bis 3:00 spielen soll, verzögert sich der Beginn des Sets sogar noch. Grund dafür: Kerzen anzünden, Sound checken und Bühnenbild herrichten. Endlich beginnt die Show der anonymen Polen – mit einer Viertelstunde Verzögerung! Schnell stellt sich bei mir jedoch deutliche Ernüchterung ein, denn die Gitarre ist kaum zu hören. Vielleicht liegt das an den tiefen Frequenzen der acht-saitigen, wie dem auch sei: die klanglichen Defizite rauben der Show deutlich den Charme. Insgesamt ist der Auftritt von ziemlich viel Trara um relativ überschaubare Substanz gezeichnet, was dazu führt, dass ich das Zelt noch vorzeitig verlasse und mir „Litourgiya“ weiterhin wohl nur auf Platte geben werde&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-6314" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0165.jpg" alt="Summer Breeze" width="5760" height="3840" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0165.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0165-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0165-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0165-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0165-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 5760px) 100vw, 5760px" /></p>
<p>Wieder ist ein Festival vorbei. Und bei dem dritten innerhalb von drei Wochen merke ich so langsam, dass es mir an die Substanz geht. Das Summer Breeze war für mich aufgrund von Wetterkapriolen, hartem Boden, teils chaotischer Organisation und anderen Strapazen das bisher anstrengendste.</p>
<p>Seit jeher ist es so, dass mich in Dinkelsbühl maximal ein Viertel der Bands interessiert, was in der Theorie immernoch über 30 Bands sind. Jedoch sind das sowohl prozentual als auch in realen Zahlen immer noch mehr Bands, die ich sehen will, als auf manch anderen Festivals zusammen. Angenehm ist für mich auf dem Summer Breeze nach wie vor, dass im krassesten Falle drei Shows parallel stattfinden können, was so gut wie immer dazu führt, dass ich mich entscheiden kann.</p>
<p>So konnte ich auch in diesem Jahr viele gute Bands sehen, wobei klar betont werden muss, dass es vermehrt die kleinen Shows sind, die durchschlagen und fesseln.</p>
<p>Wie überall ist der Anstieg der Preise auch auf dem Summer Breeze kritisch zu betrachten, was jedoch viele Ursachen hat. Fest steht: billiger wird wohl nichts. Ich bin gespannt, wie sich diese Situation zum nächstjährigen 20sten Jubiläum entwickeln wird. Denn bereits jetzt wird mit einigen extrem großen Überraschungen geworben. Ich bleibe gespannt, wir halten euch auf dem Laufenden.</p>
<p> [<a href="https://silence-magazin.de/titten-raus-es-ist-summer-breeze-2016/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=titten-raus-es-ist-summer-breeze-2016">See image gallery at silence-magazin.de</a>] </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/titten-raus-es-ist-summer-breeze-2016/">Titten raus, es ist&#8230; Summer Breeze 2016</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Der Dinkelsbühler Boden bebt!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2016 13:02:00 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht mal einen Monat lang müssen wir uns gedulden, dann findet bereits zum 19ten Mal das <strong>SUMMER BREEZE</strong> statt!</p>
<p>Auch in diesem Jahr wurde ein unfassbar umfangreiches Line Up zusammengestellt, welches ganze <strong>125 Bands</strong> umfasst und stilistisch so weit gefächert ist, wie es nur wenigen anderen Festivals vergönnt ist!</p>
<p>Zum elften Mal wird das <strong>SUMMER BREEZE</strong> dieses Jahr auf Dinkelbühler Boden stattfinden. Neben unzähligen Angeboten zur körperlichen Verköstigung in fester und flüssiger Form, gibt es wie jedes Jahr zahlreiche Merchstände an denen zumindest mein Herz wieder höher schlagen wird. Egal ob Season Of Mist, Cudgel oder Nuclear Blast, sogut wie alles ist vertreten!</p>
<p>Die wahren „Places to be“ sind jedoch die vier Bühnen, die unweit voneinander über das Gelände verteilt sind. Pain und Main Stage befinden sich direkt nebeneinander um für reibungslose Abläufe zu sorgen und die Bands im Wechsel spielen zu lassen.</p>
<p>Darüber hinaus werden im Zelt, auf der T-Stage, wieder zahlreiche Bands spielen, auf die ich mich bereits jetzt freue. Denn die Konzerte hier sind immer etwas ganz besonderes. Egal ob <strong>ALCEST</strong> morgens um halb 3, <strong>AHAB</strong>, <strong>NEAERA</strong> oder <strong>ROTTING CHRIST</strong>: Die T-Stage ist eine, die ich in den letzten Jahren zu jeder Tages- und Nachtzeit gerne aufgesucht habe!</p>
<p>Taktisch bestens positioniert befindet sich die kleinste, aber dennoch sehr feine Camel Stage auf dem Weg von den Hauptbühnen zum Zelt. Die Spielzeit der Bands hier mag meist recht gering sein, aber in der Regel ist es mehr als lohnenswert, hier der ein oder anderen Band zu lauschen, die man vielleicht noch garnicht auf dem Schirm hatte!</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>Mit Bands wie <strong>CARCASS</strong>, <strong>AT THE GATES</strong> und <strong>SLAYER</strong> sind dieses Jahr wieder einige wahre Klassiker vertreten, doch auch noch relativ junge Bands wie <strong>ARKTIS</strong>, <strong>BATUSHKA</strong> und <strong>MANTAR</strong> werden auf dem Summer Breeze vorzufinden sein. Besonders erfreut mich, dass <strong>MASTODON</strong>, die im letzten Jahr leider kurzfristig absagen mussten, dieses Jahr dabei sind! Eröffnet wird das <strong>SUMMER BREEZE</strong> jedoch, wie jedes Jahr, von <strong>BLASMUSIK ILLENSCHWANG</strong>!</p>
<p>Da die Veranstalter mit der Premiere der Dienstagsanreise letztes Jahr mehr als zufrieden waren, wird es diese Option auch in diesem Jahr geben! Wer sich also gar nicht zurückhalten kann und bereits am Dienstag nach Dinkelsbühl reisen möchte, um Zeltplatzluft zu schnuppern, dem ist das gegen Gebühr von 10€ möglich! Durchgehend geöffnet sind die Schleusen dann ab Mittwoch Vormittag um 10 Uhr bis zum Sonntag.</p>
<p>Über den Zeltplatz verteilt findet man zahlreiche Dusch- und Toilettencontainer, die kostenpflichtig sind. Für ein Entgelt von 12€ kann man diese jedoch das gesamte Festival über unbegrenzt nutzen. Eine weitere Option für das Unvermeidbare bieten die vielen kostenfreien Dixies. Ganz in der Nähe der Duschen befinden sich die Wasserstellen, um die permanente Versorgung mit dem kühlen Nass zu gewährleisten. Da besonders im letzten Jahr die Temperaturen zum Teil in extreme Höhen vorstießen, wird es auch auf dem Festivalgelände wieder Wasserstellen geben, an denen kostenlos Trinkwasser entnommen werden kann.</p>
<p>Ich für meinen Teil kann es kaum erwarten wieder auf einem der schönsten Festivals Deutschlands zu sein.</p>
<p>Tickets erhaltet ihr unter <a href="https://summer-breeze.empticketing.de/" target="_blank">summer-breeze.empticketing.de</a><br />
Das komplette Line Up findet ihr <a href="http://www.summer-breeze.de/de/bands/index.html" target="_blank">HIER</a>, mittlerweile ist auch die Running Order schon <a href="http://www.summer-breeze.de/de/dateien/running-order/runningorder2016.pdf" target="_blank">ONLINE</a>.<br />
Sollte es Unklarheiten oder Fragen geben, so könnt ihr das detail- und umfangreiche <a href="http://www.summer-breeze.de/de/infos/festival-abc.html" target="_blank">Festival ABC</a> zu Rate ziehen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/der-dinkelsbuehler-boden-bebt/">Der Dinkelsbühler Boden bebt!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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