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	<title>Bölzer Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Bölzer Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>BÖLZER &#8211; Zwei Wölfe im Wolfspelz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Tom]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Dec 2019 06:24:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Bölzer]]></category>
		<category><![CDATA[death metal]]></category>
		<category><![CDATA[Fabian Wyrsch]]></category>
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		<category><![CDATA[Okoi Thierry Jones]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[zürich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zum Ersten Advent zünden euch BÖLZER eine Kerze an! Die sind zurück und überzeugen auf ihrer neuen EP mit einem hoheitlichen Mix aus todesmetallischer Wildheit und Klargesangspassagen. </p>
<p>Ob euch das den Kranz abfackelt, oder ob der Docht im Soundwachs versinkt und ausgeht - Tom sagt es dir!</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2 style="text-align: center;">BÖLZER &#8211; Lese Majesty</h2>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong>&nbsp;29.11.2019<br />
<strong>Länge:</strong>&nbsp;29 Min<br />
<strong>Label:</strong>&nbsp;Lightning &amp; Sons<br />
<strong>Genre:</strong> Death Metal</p>
<p>&nbsp;</div></div></div>
<p><strong>BÖLZER</strong> haben bisher tatsächlich neben einer Demo und einer Handvoll EPs mit &#8222;Hero&#8220; nur eine einzige Full-Length-Platte veröffentlicht. Trotzdem gelten die Schweizer innerhalb der Death Metal-Szene als gestandene Größe und Schwergewicht mit eigenbrötlerischem Sound und technischer Finesse. Mit &#8222;Lese Majesty&#8220; legt das Züricher Duo nun einen weiteren, vier Songs starken Extended Player nach. Doch lassen die beiden kreativen Köpfe hinter <strong>BÖLZER</strong> auch mit ihrem aktuellen Werk todesmetallische Herzen höher schlagen? Kurze Antwort: Ja!</p>
<p><iframe title="BÖLZER – A Shepherd In Wolven Skin" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/pPwmdr5nbfM?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h4>Zwischen aggressiven Growls und rituell anmutenden Klargesängen</h4>
<p>Bereits im ersten Song <em>&#8222;A Shepherd In Wolven Skin&#8220;</em> gehen <strong>BÖLZER</strong> in die Vollen. Mit dröhnender Gitarre eröffnet <strong>KzR</strong> (Okoi Thierry Jones) die ersten Takte, dann gesellt sich das stürmische Drumming von <strong>HzR</strong> (Fabian Wyrsch) hinzu. <strong>BÖLZER</strong>-Veteranen jubeln &#8211; alles wie gehabt in puncto Sound. Aber trotz des traditionalistischen Beginns der neuen Scheibe weiß die Death Metal-Kombo auch, ihrem Werk eine ordentliche Prise Innovation zu verleihen: Der Anteil an Klargesang fällt auf &#8222;Lese Majesty&#8220; nämlich deutlich höher aus, als es noch auf den vorherigen Veröffentlichungen der Fall war. Ruhiger werden <strong>BÖLZER</strong> dadurch keinesfalls, denn die Midtempo- und guturalgesangsfreien Passagen präsentieren sich als akustische Verschnaufpausen, bevor die Geschwindigkeit wieder merklich angezogen wird.</p>
<p>Einen kleinen Entspannungspol birgt das eher ruhige, atmosphärische und erstaunlich kurze Intermezzo <em>&#8222;Æstivation&#8220;</em>, bevor es in klassischer <strong>BÖLZER</strong>-Manier auf <em>&#8222;Into The Temple Of Spears&#8220;</em> mit unbändigen Growls und Schlagzeuggewittern weitergeht. Wirklichen Abbruch an der Hörfreude tut die nur rund dreißigminütige Spielzeit übrigens nicht, denn mit der Dauer kratzt &#8222;Lese Majesty&#8220; an der magischen Trennlinie dessen, was bei Zunftgenossen auch gut und gerne mal als vollwertiges Album durchgeht. Und auch der Abschlusstrack <em>&#8222;Ave Fluvius! Danu Be Praised&#8220;</em> steht den allesamt herausragenden Titeln in nichts nach. Ein zwölfminütiges Trademark-Gewitter, mal von ruhiger Nachdenklichkeit, mal von alles zermalmenden Berserkerklängen geprägt, lässt &#8222;Lese Majesty&#8220; mit einem alles an <strong>BÖLZER</strong>&#8217;scher Stilvielfalt vereinenden Stück ausklingen. Ein wahrer Hörgenuss!</p>
<p><strong>Eine immer noch währende Hochphase</strong></p>
<p>Enttäuscht sein dürften eingefleischte Fans über das wieder kürzere Werk von <strong>BÖLZER</strong> aber wohl kaum. Auch &#8222;Lese Majesty&#8220; ist durchzogen von der brachialer Wildheit und der brillanten Technikfinesse des perfekt aufeinander abgestimmten Duos. Wem die vorangegangenen EPs und das Album &#8222;Hero&#8220; der Schweizer gefallen haben und wer Death Metal auch nur im Entferntesten etwas abgewinnen kann, der sollte bei &#8222;Lese Majesty&#8220; definitiv ein Ohr riskieren. Ein Stammplatz in diversen Jahresbestenlisten dürfte dem Diskografie-Neuling sicher sein. Und das zu Recht!</p>
<p>&nbsp;</p>
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<h4>&nbsp;</h4>
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		<title>Aus den Tiefen #38: BLOODNSTUFF</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Mar 2017 10:39:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[aus den tiefen]]></category>
		<category><![CDATA[Beastmilk]]></category>
		<category><![CDATA[Bloodnstuff]]></category>
		<category><![CDATA[Bölzer]]></category>
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		<category><![CDATA[Mineapolis]]></category>
		<category><![CDATA[Minnesota]]></category>
		<category><![CDATA[Post Rock]]></category>
		<category><![CDATA[usa]]></category>
		<category><![CDATA[Zwei Mann Kombo]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal klingen, im Gegenteil! Der Fokus liegt hierbei auf Innovation, auf Experimentierfreude, auf dem Potenzial, etwas anders zu machen, als alle anderen.</strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In den letzten Jahren gab es immer wieder Fälle, in denen Zwei-Mann-Duos unter Beweis gestellt haben, dass man die reguläre Bandaufstellung aus vier bis fünf Leuten zwar nicht unbedingt abschaffen, zumindest aber als festgesetzt überdenken sollte. Neben <strong>MANTAR</strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>BÖLZER</strong> gibt es auch auf nicht-deutschsprachigem Territorium einige Bands, bei denen &#8222;wenig&#8220; das neue &#8222;viel&#8220; ist. Eine davon will ich euch heute vorstellen.</p>
<p><strong>BLOODNSTUFF</strong></p>
<img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-15398" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Bloodnstuff-pic.jpg" alt="BLOODNSTUFF" width="850" height="567" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Bloodnstuff-pic.jpg 850w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Bloodnstuff-pic-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Bloodnstuff-pic-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Bloodnstuff-pic-750x500.jpg 750w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" />
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>BLOODNSTUFF</strong> sind eine Band aus Minneapolis, Minnesota, die laut eigener Aussage Post-Rock spielen. Tss, als ob!<br />
Denn die Mucke unterscheidet sich radikal von dem, was man darunter erwarten würde. Mit Stimmungsmonolithen der Riege <strong>GODSPEED YOU! BLACK EMPEROR</strong> hat der Sound der Amerikaner ungefähr so viel zu tun, wie &#8222;Transilvanian Hunger&#8220; mit ner High End Produktion.<br />
Na, egal. Deutlich verspielter, und durchaus auch psychedelischer ist der Sound, den die Jungs hier entstehen lassen und bieten. Dass die Songs nur von zwei Leuten geschrieben und auch performt werden, ist besonders krass, wenn man sich auf der Zunge zergehen lässt, dass all die Gitarrenarbeit wirklich simultan stattfindet!</p>
<p>Die Aussage von Sänger und Gitarrist <strong>Ed Holmberg</strong> dazu:</p>
<blockquote><p>&#8222;No recordings or loops. And never will be!&#8220;</p></blockquote>
<p>Wers nicht glaubt, kann es sich hier selbst ansehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/q3J1o2CvdXg?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Jahre 2014 veröffentlichten die Jungs ihr erstes, selbstbetiteltes Album, welches 10 Songs bietet, die gar nicht so leicht zu beschreiben sind, dafür aber umso mehr ins Ohr gehen.<br />
Auch wenn der Metalanteil eher gering ist: <strong>BLOODNSTUFF</strong> haben Eier!<br />
Mal erinnern mich Passagen an die melancholische Weltuntergangsstimmung, die damals z.B. &#8222;Climax&#8220; von <strong>BEASTMILK</strong> trug, mal werden Gitarrenlinien ausgepackt, die an frühe <strong>MASTODON</strong> erinnern, nur um im nächsten Moment Psychedelic- oder Stoner-Elemente zu verbauen, die die Songs wiederum in eine neue Richtung treiben.<br />
Lasst euch aber nicht in die Irre führen und erwartet, dass man hier von nem undurchsichtigen Stilmix verdroschen wird. Mitnichten! Alles hat Hand und Fuß, die Kompositionen haben Raum, Spannungsbögen, Ohrwurmmelodien und präzises Handwerk als Fundament, wovon man sich definitiv was abgucken sollte, wenn man kann.</p>
<p>Der Gesang von <strong>Holmberg</strong> bleibt darüber stets klar, aber kraftvoll, ohne in Klischeehaftigkeit oder Seen von Pathos abzurutschen und das Ganze somit zu verwässern.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/Katt304NMJ0?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie es bei kleineren Bands oftmals der Fall ist, gibt es kaum verbindliche Infos zu neuer Musik, allerdings ließen die Jungs über Facebook verlauten, dass das nächste Album bereits in den Startlöchern steht und noch in diesem Jahr erscheinen soll.<br />
Ich bleibe gespannt!<br />
Bis es jedoch soweit ist, rate ich euch, die Zeit sinnvoll zu nutzen und mal in das Debütalbum von <strong>BLOODNSTUFF</strong> reinzuhören. Schaden wirds euch definitiv nicht.</p>
<p>Schönes Wochenende!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/bloodnstuff/" target="_blank">Facebook</a></p>
<p><a href="https://fuzzoramarecords1.bandcamp.com/album/bloodnstuff" target="_blank">Bandcamp</a></p>
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		<title>Neues Heldentum &#8211; BÖLZER</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Dec 2016 12:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[2016]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
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		<category><![CDATA[Iron Bonehead]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>BÖLZER – Hero Veröffentlichungsdatum: 25.11.2016 Dauer: 47 Min. Label: Iron Bonehead Productions Stil: Black/Death Metal BÖLZER (vom schweizerdeutschen Wort &#8222;bölzen&#8220; abgeleitet und grob übersetzt so etwas wie &#8222;ballern&#8220; oder eine &#8222;Bombensache&#8220;) ist ein Duo, welches seit 2008 gemeinsam musiziert, und im Death und ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BÖLZER</strong> – Hero<br />
Veröffentlichungsdatum: 25.11.2016<br />
Dauer: 47 Min.<br />
Label: Iron Bonehead Productions<br />
Stil: Black/Death Metal</p>
<p><strong>BÖLZER</strong> (vom schweizerdeutschen Wort &#8222;bölzen&#8220; abgeleitet und grob übersetzt so etwas wie &#8222;ballern&#8220; oder eine &#8222;Bombensache&#8220;) ist ein Duo, welches seit 2008 gemeinsam musiziert, und im Death und Black Metal Untergrund mit bisher einem Demo (&#8222;Roman Acupuncture&#8220;) und zwei EPs (&#8222;Aura&#8220; und &#8222;Soma&#8220;) einigen Staub aufwirbeln konnte. Dabei überzeugten von Anfang an der Groove, die spezielle Art des Riffings und eine selbstverständliche Mischung aus Zutaten aller extremen Metalspielarten im Sound der Schweizer. Von diesen Qualitäten kann man sich zudem vor allem auch live überzeugen, bringen <strong>BÖLZER</strong> ähnlich wie ihre Duo-Kollegen von <strong>MANTAR</strong> teils mehr Druck und Power auf die Bühne als so manche mannschaftsstarke Band. 8 Jahre nach Gründung steht nun mit &#8222;Hero&#8220; die erste Full-Length in den Startlöchern und sie wird aufzeigen, ob die Stärken des Sounds gehalten und welche neuen Impulse gesetzt werden konnten.</p>
<p>Das Intro <em>&#8222;Urdr&#8220;</em> besteht einzig allein aus einer gepfiffenen Melodie, die unheilvoll stetig in ihrer Lauststärke ansteigt und schlussendlich von kräftigen Trommelrhythmen begleitet wird. Eine obskure Stimmung wird heraufbeschworen und leitet in den Opener <em>&#8222;The Archer&#8220;</em> über. Dieser prescht sofort geradlinig voran, zeigt jedoch ein etwas weniger todesmetallisches Riffing als eventuell erwartet, was mich anfangs verwunderte. Das Ganze wirkt auf mich etwas psychedelischer und baut mehr auf flächigen Songlandschaften auf. Spätestens im Refrain, als Sänger <strong>KzR</strong>s semiklarer Gesang einsetzt, steht fest, das <strong>BÖLZER</strong> einen anderen Weg als auf ihren vorherigen Veröffentlichungen einschlagen. Dieser neue und frische Ansatz überzeugt mich sofort und ich bin begeistert aufgrund dieser ganz eigenen Interpretation extremen Metals. Verstärkend kommt hinzu, dass der Klang der Platte extrem breit und heavy ausgefallen ist, weiterhin den charakteristischen Gitarrensound aufweist (<strong>KzR</strong> spielt wohl auf einer eigens entwickelten BC Rich Gitarre mit 10 Saiten und schickt sein Audiosignal durch mehrere Amps um diesen abgefahreren Sound zu erzeugen) und auch das Drumming extrem druckvoll und zugleich organisch klingt. Aufgenommen wurde in den szenebekannten Woodshed Studios mit Hilfe von <strong>Michael Zech</strong> (<strong>ASCENSION</strong>, <strong>SECRETS OF THE MOON</strong>) und <strong>Viktor Santura</strong> (<strong>DARK FORTRESS</strong>, <strong>TRIPTYKON</strong>). Die personelle Erfahrung die hier zum Tragen kommt, zahlt sich meiner Meinung nach komplett aus.</p>
<p><a href="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/3540351548_photo.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-12121" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/3540351548_photo-683x1024.jpg" width="500" height="750" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/3540351548_photo-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/3540351548_photo-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/3540351548_photo-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/3540351548_photo.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a></p>
<p>An dritter Stelle im Albumverlauf steht der Titeltrack <em>&#8222;Hero&#8220;</em> und startet ungewohnt schwarzmetallisch. Das Drumming <strong>HzR</strong>s spielt hier gekonnt mit Rhythmuswechseln und überzeugt auf ganzer Linie. Wiederum erschafft, neben dem <strong>Martin-van-Drunen</strong>-mäßigen Growlen, der kauzige Klargesang und gelegentliches Flüstern eine Epik und Eingängigkeit, die dem Ganzen eine sehr eigene Note verschafft. <em>&#8222;Phosphor&#8220;</em> beendet anschließend die erste Albumhälfte und lässt durch einen stark an <strong>BEHEMOTH</strong>s <strong>Nergal</strong> zu &#8222;The Satanist&#8220; Zeiten erinnernden Gesang aufhorchen.</p>
<p>In einem Metalforum las ich vor kurzem, dass <strong>BÖLZER</strong> mit dem Album im Endeffekt doch wieder &#8222;nur&#8220; 2 EPs aufgenommen hätten. Tatsächlich kann man das so sehen, denn einige Argumente sprechen dafür. So läutet <em>&#8222;Decima&#8220;</em> rein a capella die zweite Albumhälfte ein, welche nun etwas traditioneller deathmetallig zu Ohren schlägt und mehr an das ältere Material der Band erinnert.  <em>&#8222;I am III&#8220;</em> und<em> &#8222;Spiritual Athleticism&#8220;</em> wurden schon vorab, unter anderem auf Youtube, veröffentlicht und wo sich erst genannter Song eher sehr doomig und schwer entfaltet, besitzt <em>&#8222;Spiritual Athleticism&#8220;</em> echtes Ohrwurmpotenzial. Das Hauptriff des Songs ist sowas von eingängig und ich ertappe mich momentan ständig dabei, wie ich es nachsumme, oder dies zumindest probiere. Ob ich will oder nicht.</p>
<p>Zum Schluss spannt <em>&#8222;Chlorophyllia&#8220;</em> durch seine für Black und Death Metal Verhältnisse etwas unkonventionelle Stilistik und Tonaliät den Bogen wieder in Richtung Anfang des Albums und bietet damit ein gutes Gegenargument zur oben beleuchteten &#8222;2EP Sichtweise&#8220;.</p>
<p>Die abschließenden Worte:</p>
<blockquote><p>&#8222;Mother, forgive my vices</p>
<p>Hold me one last time</p>
<p>Mother, do not despair</p>
<p>See you on the other side &#8222;</p></blockquote>
<p>schaffen abermals eine großartige Epik und lassen das Album ausklingen. Ganz stark! Das sollte man gehört haben!</p>
<p>Somit bauen <strong>BÖLZER</strong> mit &#8222;Hero&#8220; auf ihrem bisherigen Fundament auf und erweitern ihre Stilistik um interessante Aspekte, wie etwa den sehr variablen Gesang. Das Endprodukt wirkt auf mich natürlich gewachsen und ich hoffe in Zukunft auf weitere großartige Musiker der beiden Schweizer!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/_yH6j2Ym70g?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Ranziges von der Insel &#8211; Vircolac</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Nov 2016 10:13:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[90er]]></category>
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		<category><![CDATA[Death]]></category>
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		<category><![CDATA[Ranzig]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>VIRCOLAC&#160;&#8211; The Cursed Travails Of&#160; The Demeter Veröffentlichungsdatum: 31.10.2016 Dauer: 25:44 Min. Label: Dark Descent Records Genre: Death Metal Nach 2 vielversprechenden Demos, davon eines sogar erst dieses Jahr rausgebracht, beehrt uns der Lärmtrupp von der Kerrygold-Insel mit ihrer neuen EP &#8222;The ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ranziges-von-der-insel-vircolac/">Ranziges von der Insel &#8211; Vircolac</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>VIRCOLAC&nbsp;</strong>&#8211; The Cursed Travails Of&nbsp; The Demeter<br />
Veröffentlichungsdatum: 31.10.2016<br />
Dauer: 25:44 Min.<br />
Label: Dark Descent Records<br />
Genre: Death Metal</p>
<p>Nach 2 vielversprechenden Demos, davon eines sogar erst dieses Jahr rausgebracht, beehrt uns der Lärmtrupp von der Kerrygold-Insel mit ihrer neuen EP &#8222;The Cursed Travails Of The Demeter&#8220;. Und was soll ich sagen, in den 25 Minuten schaffen <strong>VIRCOLAC</strong> es, das Produkt der Kuh ranzig werden zu lassen. Basslastig eröffnet der Titeltrack mit seiner stolzen Spielzeit von sechs Minuten und vierzig Sekunden den <strong>akustischen Faustkampf</strong>. Während dezente Vergleiche an <strong>BÖLZER</strong> in meinem Verstand aufblitzen, morden die Irländer munter über die Wiesen. Alles verfault und kein Kleeblatt gedeiht mehr so schnell.</p>
<p><em>&#8222;Charonic Journey (Stygian Revelation)&#8220;</em> legt sofort mit einem finsteren Stimmungsbild nach. Die Gitarre fördert dabei <strong>garstige Töne</strong> wie aus dem Tagebau. Rau wie Papas Bauarbeiterwade und bestialischer als ein Festival-Dixie zum Sonntagmorgen. Es wird dem <strong>guten alten Todesblei</strong> gehuldigt, als gäbe es kein Pardon. Erfreulicherweise wird zwischen dem ganzen Horrorfeeling auch ein töftes Solo nicht vergessen. Dadurch sinkt zwar das Aggropotenzial, lässt aber einen kurzen Spielraum entstehen. Die übrigen Sekunden wird noch einmal geholzt, was das Zeug hält.</p>
<h4><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-11354" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/vircolac-band.jpg" alt="vircolac-band" width="600" height="442" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/vircolac-band.jpg 600w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/vircolac-band-300x221.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></h4>
<h4>Schräge Titel</h4>
<p>Was sich hinter einem komischen Titel wie <em>&#8222;Lascivious Cruelty&#8220;</em> verbirgt, mag auf den ersten Blick verwirren, wenn ihr aber den Text dazu studiert, ergibt es Sinn. Selten hat mich die erste Textzeile so zum Lachen gebracht, nur damit ich Minuten später über diesen &#8222;stumpfen Satz&#8220; lange nachdenke. Während ich vor mich hin philosophiere (stilecht mit Gerstenbrühe), grollt der vorletzte Anschlag erst mit Midtempo, dann Uptempo aus der Anlage. Obgleich die Pattern auf der Schießbude für Old School Death Metal ihre Grenzen haben, begeistern <strong>VIRCOLAC</strong> jederzeit mit ruhigen Etappen. Ohne auch nur ein Prozent der düsteren Darbietung einzubüßen. Technisch gesehen ist das, was geboten wird, keine Meisterleistung, aber die Jungs und das Mädel machen das mit <strong>viel Herzblut</strong> und einem Händchen für Atmosphäre allemal wett.</p>
<div class="mceMediaCreditOuterTemp alignnone" style="width: 300px;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-11356" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Vircolac-promo-photo-300x300.jpg" alt="vircolac-promo-photo" width="300" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Vircolac-promo-photo-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Vircolac-promo-photo-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Vircolac-promo-photo-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Vircolac-promo-photo-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Vircolac-promo-photo.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></div>
<h4>Zwischen Teufeln und Hexen</h4>
<p>Fies schleicht sich nun der überlange Gigant <em>&#8222;Betwixt the Devil and Witches&#8220;</em> hinterrücks an. Von sakralem Männergesang begleitet, kriecht dieses Mammutstück wie dicker Nebel über den Friedhof. Es muss ja auch nicht immer zu 120% aus allen Rohren schießen. Schön krank und ungewohnt zurückhaltend spielen sich die Saitenhexer zu groovigen Tanzeinlagen in Ekstase. Hervorzuheben wäre da auf jeden Fall auch die Zweifußtechnik an der Doublebass. Das begleitet <strong>astrein</strong> den finalen Exitus. Auch wenn bei <strong>VIRCOLAC</strong> keine Frischlinge am Werk sind, so überrascht doch die souveräne Teamarbeit, welche erst seit 3 Jahren besteht.</p>
<p>Noch was? Achja! Die Hörprobe!</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/Ex4VITYCb0o?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ranziges-von-der-insel-vircolac/">Ranziges von der Insel &#8211; Vircolac</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Über Natur, den Untergrund und Politik im Black Metal. Ein Interview mit Chris von WINTERFYLLETH</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Oct 2016 13:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[A Forest Of Stars]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Soeben haben die Briten von WINTERFYLLETH ihr neues Album „The Dark Hereafter“ veröffentlicht. Doch nicht nur aufgrund dessen sammelten sich bei mir einige Fragen an, die ich Gitarrist und Sänger Chris Naughton stellen wollte. Äußerst eloquent und umfangreich antwortete mir der Brite zu dem ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ueber-natur-den-untergrund-und-politik-im-black-metal-interview-mit-winterfylleth/">Über Natur, den Untergrund und Politik im Black Metal. Ein Interview mit Chris von WINTERFYLLETH</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Soeben haben die Briten von <strong>WINTERFYLLETH</strong> ihr neues Album „The Dark Hereafter“ veröffentlicht. Doch nicht nur aufgrund dessen sammelten sich bei mir einige Fragen an, die ich Gitarrist und Sänger <strong>Chris Naughton</strong> stellen wollte. Äußerst eloquent und umfangreich antwortete mir der Brite zu dem aktuellen Stand von Themen zwischen Weltgeschehen und Black Metal-Szene. Viel Spaß!</p>
<h4>Robert: Hallo Chris!<br />
Danke für deine Zeit und dafür, dass du dieses Interview mit uns machst!<br />
Glückwunsch zur neuen Platte, ich mag sie sehr! Allerdings war ich etwas überrascht, als ich sie mir zum ersten Mal angehört habe. Denn sie fühlt sich ziemlich kurzweilig an. Und tatsächlich ist es auch kürzer, als eure vorherigen Alben, die fast alle die 60 Minuten-Marke geknackt haben. Habt ihr „The Dark Hereafter“ bewusst kürzer gestaltet?</h4>
<p>Chris: Ich würde nicht sagen, dass das eine bewusste Entscheidung war. Es hat uns gefallen, wie die Songs zueinander gepasst haben und was für einen Fluss die Platte hat. Wir versuchen immer sehr selbstkritisch zu sein und jedes Mal gute Songs zu schreiben, wenn wir etwas erschaffen. Wir schreiben eigentlich immer, auch zwischen Alben und haben die nächsten zwei Alben schon so gut wie fertig.<br />
Bei dieser Veröffentlichung wollten wir, dass die Songs teilweise eine andere Stimmung aufbauen können und haben es zugelassen, dass manche von ihnen wesentlich länger und ausufernder sind, als je zuvor. Das bedeutete für uns, dass wir unterschiedliche Herangehensweisen an das Songwriting ausprobieren konnten und die Songs viel mehr wachsen, sich aufbauen und schichten konnten. Auf der Kehrseite ist der Titelsong vermutlich der kürzeste und einer der schnellsten, die wir jemals aufgenommen haben, sodass es innerhalb des Materials insgesamt einen interessanten Kontrast erzeugt.</p>
<h4>Robert: Der Song <em>„Pariahs Path“</em> war bereits ein Bonustrack auf dem „Divinations“-Album. Wann habt ihr denn angefangen, Ideen für „The Dark Hereafter“ zu sammeln und gab es Dinge, die ihr schon immer mal ausprobieren wolltet, für die jetzt aber der optimale Zeitpunkt gekommen war?</h4>
<p>Chris: Dieses Album ist eine Fortsetzung und Erweiterung der Themen, die wir auf „Divinations“ bereits angefangen haben und soll diese nun abschließen, bevor wir mit dem folgenden Album dann ein neues Kapitel eröffnen. Momentan hoffen wir, dass das Album nach „The Dark Hereafter“ in ungefähr einem Jahr folgen kann.<br />
<em>„Pariahs Path“</em> sollte ursprünglich sowieso nur hierauf erscheinen. Aber die Labels wollen immer irgendwelches Bonusmaterial für die Spezialausführungen, obwohl der Song niemals für „Divinations“ bestimmt war. Ich wäre auch überrascht, wenn der Großteil der Fans den Song schon kennen würde, also haben wir ihn als vollwertigen Song nochmal hierauf gepackt, um ihm die Stellung zu geben, die ihm gebührt.</p>
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<h4>Robert: Welche anderen Bands oder welche Musik inspiriert euch? Seid ihr eine Band, die sich in ein bestimmtes natürliches oder emotionales Umfeld begeben muss, um schreiben zu können?</h4>
<p>Chris: Wir hören alles mögliche von Black Metal über Dark Ambient bis zu Folk Musik. Ich denke, dass es wichtig ist, in die Natur einzutauchen und eine Art spiritueller Verbindung dazu aufzubauen und daher Inspiration zu bekommen. Der Song <em>„Green Cathedral“</em> behandelt genau dieses Thema. Unser guter Freund und Autor Ben Myers hat das für unser Booklet zusammengefasst. Da er besser mit Worten kann, als ich, werde ich ihn nun zitieren:</p>
<p>„Die grüne Kathedrale ist jener unchristliche Ort, den man dort findet, wo die Straßen enden.<br />
Es sind die Moore, die Berge, die Sümpfe. Es ist ein Ort an dem sich verworrene Wurzeln tief in den Erdboden graben und sich Zweige in Richtung einer ungewissen Zukunft erstrecken. Es sind die Tümpel, die Felsen und die Wälder, wo sich Wasser seinen Weg bricht, Füchse ihr geflecktes Maul mit Blut tränken und nistende Raben all das von ihren Horsten in den Baumwipfeln beobachten.<br />
Die grüne Kathedrale überschreitet Politik oder Religion. Sie liegt hinter Grenzen und Schranken. Ihre Tore sind offen für all jene, die die Fähigkeit haben, innezuhalten, zu beobachten und ihrem Atem zu lauschen. Ihr Herz in ihrer Brust schlagen zu hören, das Salz einer einsam fallenden Schweißperle zu schmecken.<br />
Für viel zu lange Zeit hat die Menschheit versucht, die Landschaft zu zähmen, zu verstümmeln und zu kolonisieren. Es ist an der Zeit zu begreifen, dass wir nur Besucher sind. Schönheit in der Natur und Heiligkeit in dem, was uns umgibt zu finden, und sie zu schätzen, wie andere sklavisch fiktionale Gottheiten schätzen, das ist unsere einzige Hoffnung, um die totale Zerstörung der Umwelt zu ermöglichen. Wir alle müssen unsere eigene grüne Kathedrale finden und zu ihr gehen.<br />
Unter den gepflasterten Straßen liegt die Erde. Die Würmer erwarten uns.“</p>
<h4>Robert: Die Black Metal-Szene wächst und gedeiht meiner Meinung nach. Wie siehst du die gegenwärtige Entwicklung, sofern du sie denn verfolgst? Schon allein auf eurem Label Candlelight gibt es ja viele Bands, die das stumpfe Black Metal-Einmaleins hinter sich lassen, da stellt ihr keine Ausnahme dar.</h4>
<p>Chris: Das würde ich gerne in zwei Teilen beantworten, wenn ich darf.<br />
Zunächst: Es gibt in den letzten Jahren immer mehr Bands aus Großbritannien, was mich sehr freut. Vor 10 Jahren, als wir gerade anfingen, gab es kaum eine jüngere Black Metal-Band aus UK.<br />
Seitdem gab es eine Handvoll entscheidender Bands, die den Weg für die nächste Generation geebnet haben. Dazu würde ich uns zählen, <strong>WODENSTHRONE</strong>, <strong>FOREFATHER</strong>, <strong>FEN</strong> und <strong>A FOREST OF STARS</strong>. Das sind die Bands, die ein neues Feuer für das Interesse an UKBM entfacht haben. Da viele von den Genannten immer weiter und öfter auf Tour waren und ihren Einfluss erweiterten, denke ich, dass es den jüngeren Bands ermöglicht wurde, zu wachsen und ernst genommen zu werden. Es kommen immer wieder neue Bands ans Tageslicht und das ist großartig für die Szene hier. Neben den bereits erwähnten Bands solltet ihr definitiv noch die folgenden anhören, sofern ihr sie noch nicht kennt:</p>
<p><strong>ARX ATRATA</strong>, <strong>SAOR</strong>, <strong>CROM DUBH</strong>, <strong>CNOC AN TURSA</strong>, <strong>HAAR</strong>, <strong>NECRONAUTICAL</strong>, <strong>FYRDSMAN</strong>, <strong>KULL</strong>, <strong>EASTERN FRONT</strong>, <strong>NINE COVENS</strong>, <strong>THE INFERNAL SEA</strong>, <strong>HRYRE</strong>, <strong>MOUNTAINS CRAVE</strong>, <strong>NINKHARSAG</strong>, <strong>WODE</strong>, nur um mal ein paar wenige zu nennen.</p>
<p>Weiterhin denke ich, dass es auch außerhalb Britanniens Bands gibt, die Black Metal in den letzten Jahren nach vorne treiben und getrieben haben, indem sie einfach in neue Richtungen gestoßen sind und die Grenzen davon überschritten haben, was ein Black Metal-Album kann oder darf. Bands wie <strong>MGLA</strong>, <strong>BATUSHKA</strong>, <strong>WIEGEDOOD</strong>, <strong>CULT OF FIRE</strong>, <strong>MISTHYRMING</strong> sind da ganz weit vorne, wobei ich auch die Veröffentlichungen von Bands wie <strong>NASHEIM</strong>, <strong>ANTLERS</strong>, <strong>BÖLZER</strong>, <strong>THE COMMITTEE</strong>, <strong>GEVURAH</strong> und <strong>MACABRE OMEN</strong> sehr mochte. Also hört da überall mal rein, falls ihr es noch nicht getan habt!</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-10410" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/Winterfylleth.jpg" alt="WINTERFYLLETH" width="960" height="617" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/Winterfylleth.jpg 960w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/Winterfylleth-300x193.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/Winterfylleth-750x482.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" />
<h4>Robert: Ich bin kein Muttersprachler, wenn es um die englische Sprache geht, dennoch ist mir aufgefallen, dass die Sprache, die ihr in euren Texten verwendet, eine Art klassischen Charme hat. Welche Rolle spielt die Literatur eurer Heimat in eurer Musik und euren Texten?</h4>
<p>Chris: Viele unserer Texte beziehen sich auf klassische Poesie von den Britischen Inseln und unserer Geschichte, so ist es unvermeidbar, dass die Sprache etwas altertümlicher anmutet und anders klingt. Aber das ist auch sehr atmosphärisch für die Geschichten, die sie, und nun wir, erzählen. Literatur ist ein großer Bestandteil unserer Musik, aber auch des Lebens generell. Belesen zu sein und sich in Themen einzuarbeiten ist meiner Meinung nach sehr wichtig. Eine gebildete Bevölkerung zu haben kann für uns alle nur von Vorteil sein und uns dabei helfen, die Unterdrückung abzuschütteln, die viele von uns sehen (oder nicht sehen) und die in vielen verschiedenen Formen auf uns wirkt. Mag es nun in sozialer, finanzieller oder politischer Hinsicht der Fall sein. Informierte Menschen sind nicht unbedingt passive Menschen, somit würde ich jeden darin bekräftigen wollen, sich in möglichst vielen Richtungen auf die Suche nach Fakten zu machen und zu eigenen Wahrheiten zu gelangen. Wir können nur versuchen, der Funke dafür zu sein. Der Rest liegt an den Leuten selbst.</p>
<h4>Robert: Kannst du uns etwas mehr über die Texte des Albums sagen? Ich habe gelesen, dass sie sich mit den aktuellen Befindlichkeiten von Politik und Gesellschaft befassen. Ich habe euch jedoch nie als streng politische Band wahrgenommen, die mit dem Zeigefinger wedelt.</h4>
<p>Chris: Wir als Band haben textlich immer eine sehr enge Bindung zur Natur gehabt, was auf diesem Album nicht anders ist, mal davon abgesehen, dass es nun aus einer etwas anderen Perspektive geschieht. Darüber hinaus thematisierten wir schon immer soziale und politische Aspekte im Kontext dessen. Metaphorisch sozusagen, als weitere Bedeutungsebene.<br />
Der Titeltrack <em>„The Dark Hereafter“</em> beschäftigt sich mit den Folgen, die die gierigen und machthungrigen Regierungen und ihre Entscheidungen hervorgerufen haben. All die Orte, die infiltriert, beschossen oder anderweitig kontrolliert werden sollten, greifen als Reaktion zu Gewalt. Das tatsächliche „dunkle Leben danach“, das wir ansprechen, soll den Einfluss von Umstürzen, Aufruhr und Terror verdeutlichen, dem wir uns nun stellen müssen, und den unsere Regierungen zu verantworten haben.</p>
<p><em>„Pariahs Path“</em> ist recht unverblümt und sagt aus, dass man die sogenannten „Führungspersönlichkeiten“ verbannen und für das bestrafen sollte, was sie der Welt antun.</p>
<p><em>„Ensigns Of Victory“</em> behandelt die böse Symbolik hinter den Flaggen des Krieges. Wir schicken Truppen in andere Länder und verschleiern das damit, ihnen „Demokratie beizubringen“ oder sie von ihren Herrschern zu „befreien“. Unsere Fahne wird zu einem Symbol für unternehmerische Gewalt und für die Ausbeutung der Anderen und ihrer Ressourcen, nicht jedoch für einen guten Zweck, der leider nur von wenigen Leuten verteidigt werden will.</p>
<p><em>„Green Cathedral“</em>, einer der Hauptsongs des Albums, handelt davon, dass wir uns tagtäglich auch um lokale und nicht nur globale Probleme kümmern sollten, um unsere individuelle Heimat und Umwelt zu schützen und zu versuchen, den Schaden, den sie nimmt einzuschränken. Wir sollten den großen, globalen Unternehmen etwas von ihrer Macht wegnehmen. Wenn wir nicht bei bestimmten Unternehmen kaufen und ihnen unser Geld geben, dann sollten sie nicht mehr so viel Schaden anrichten, wie sie es tun.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://embed.spotify.com/?uri=spotify:album:3OGHdhC0yQ836mV51z4Kds" width="300" height="380" frameborder="0" allowtransparency="true"></iframe></p>
<h4>Robert: Gibt es Raum für Politik oder politische Themen in der Musik, spezifischer im Metal?</h4>
<p>Chris: Das denke ich auf jeden Fall! Ich habe das Gefühl, dass wir uns gerade an einer Kreuzung in der globalen Gesellschaft befinden, wobei einige wenige Geschäftsinteressen viel zu viel Einfluss haben. Da sehr viele intelligente Menschen immer besser vernetzt sind, kommt viel von dem Grauen, das entsteht, immer mehr ans Tageslicht und zeigt uns, was für extreme Taten die Regierungen der Welt vollbringen und wie diese das Schicksal der Welt betreffen. All dies zwang uns dazu, diese Themen auf dem neuen Album anzusprechen und darüber nachzudenken, wie wir aus der Vergangenheit lernen und anders, besser und produktiver leben können. Ich denke es ist wichtig, dass Künstler die Plattform, die sie haben (so wie <strong>WINTERFYLLETH</strong>) auch in einer verantwortungsvollen Art und Weise nutzen, um politische Themen anzusprechen und Leute darauf aufmerksam zu machen, die vorher vielleicht nie darüber nachgedacht haben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-10412" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/winterfylleth-tourdates.jpg" alt="WINTERFYLLETH" width="851" height="315" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/winterfylleth-tourdates.jpg 851w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/winterfylleth-tourdates-300x111.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/winterfylleth-tourdates-750x278.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 851px) 100vw, 851px" /></p>
<h4>Robert: Was wird die Zukunft für WINTERFYLLETH bringen? Wie lauten eure weiteren Pläne?</h4>
<p>Chris: Unser neues Album „The Dark Hereafter“ ist jetzt erhältlich und im nächsten Jahr werden wir dazu einige Shows und Touren spielen. Im Dezember sind wir auf dem „De Mortem Et Diabolum“-Festival in Deutschland! Darüber hinaus arbeiten wir bereits jetzt schon an der Veröffentlichung des nächsten Albums. Also bleibt gespannt!</p>
<h4>Robert: Chris, ich danke dir für das aufschlussreiche und interessante Interview!</h4>
<p>Chris: Ich danke dir!</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/Winterfylleth" target="_blank">Facebook</a></p>
<p><a href="http://www.winterfylleth.co.uk/" target="_blank">Website</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ueber-natur-den-untergrund-und-politik-im-black-metal-interview-mit-winterfylleth/">Über Natur, den Untergrund und Politik im Black Metal. Ein Interview mit Chris von WINTERFYLLETH</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Bölzer veröffentlichen neuen Song</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Oct 2016 20:22:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[25.11.2016]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Warten hat endlich ein Ende. Nachdem das Duo aus der Schweiz mit ihren hochgelobten Demos &#8222;Aura&#8220; und &#8222;Soma&#8220; viel Staub im Underground aufgewirbelt hatte, folgt nun endlich das langersehnte Debüt von BÖLZER. Bedeutungsvoll wurde es &#8222;Hero&#8220; getauft und es macht seinem ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Warten hat endlich ein Ende. Nachdem das Duo aus der Schweiz mit ihren hochgelobten Demos &#8222;Aura&#8220; und &#8222;Soma&#8220; viel Staub im Underground aufgewirbelt hatte, folgt nun endlich das langersehnte Debüt von <strong>BÖLZER</strong>. Bedeutungsvoll wurde es &#8222;Hero&#8220; getauft und es macht seinem Namen alle Ehre. Für die Kenner unter uns bedeutet das: altbekannte Trademarks, wie das einzigartige Gitarrenspiel und heftige Gewaltorgien. Jedoch klingt so mancher Song melodiöser. Der Gesang setzt viel auf klare Strukturen, aber keine Sorge, es bleibt genug Todesblei an den Songs haften. Wie ihr in diesem neuen Hörbeispiel erkennen könnt, growlt Sänger Okoi wie ein junger Lemmy, der den Death Metal für sich entdeckt hat. Das macht Lust auf mehr und wird keinen Fan des düsteren Death Metals enttäuschen.</p>
<p><a href="http://teamrock.com/feature/2016-10-24/listen-to-a-gargantuan-new-track-from-swiss-cult-metal-champions-boelzer">Hier</a> <strong>gelangt ihr zum Premierelink des neuen Songs von BÖLZER!<br />
</strong></p>
<p><strong>Zum Schluss noch für euch die wichtigen Fakten:</strong></p>
<p>Das Album wird über das Label <strong>Iron Bonehead </strong>am<strong> 25.11.2016 </strong>veröffentlicht. Natürlich in den beliebten Formaten CD und Vinyl.</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/erosatarms/?fref=ts" target="_blank">Facebook</a></p>
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		<item>
		<title>Ausgesetzt in der Wildnis: Schlotheim Edition &#8211; P.S:O:A 2016</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Aug 2016 18:45:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich wollte ich den Nachbericht erst „Feuer, Eis &#38; Dosenbier“ nennen, was angesichts der Temperaturschwankungen auch durchaus legitim gewesen wäre, aber irgendwie war die Idee dann, zwei Minuten nachdem sie mir eingefallen ist, doch weit weniger witzig, als ich erst dachte. Naja, was ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ausgesetzt-in-der-wildnis-schlotheim-edition-p-soa-2016/">Ausgesetzt in der Wildnis: Schlotheim Edition &#8211; P.S:O:A 2016</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollte ich den Nachbericht erst „Feuer, Eis &amp; Dosenbier“ nennen, was angesichts der Temperaturschwankungen auch durchaus legitim gewesen wäre, aber irgendwie war die Idee dann, zwei Minuten nachdem sie mir eingefallen ist, doch weit weniger witzig, als ich erst dachte. Naja, was solls &#8230;</p>
<p>Wieder einmal versammelten sich im thüringischen Schlotheim mehrere tausend Leute, um 4 Tage lang einigen der feinsten Death, Black und Thrash Metal Bands zu lauschen. Dieses Jahr eine Woche später stattfindend, wartete das Party.San wetterbedingt mit einigen Strapazen auf, die die zahlreichen Besucher dennoch nicht davon abhielten auf der wunderschönen Landebahn of Death and Destruction erneut ein geiles Festival zu verleben.</p>
<h4 style="text-align: center;">Donnerstag, 11.8.</h4>
<hr />
<p>Pflichtbedingt fand die Anreise meinerseits erst am Donnerstag Nachmittag statt. Resultat: Campen am Ende der Landebahn. Da aber an so gut wie allen Tagen ein Knaller auf den nächsten folgt, werde ich den Weg vom Zelt zur Bühne und zurück nicht allzu oft hinter mich bringen müssen.</p>
<p>Der Großteil der Leute ist bereits am Mittwoch angereist und froh darüber, die erste Nacht ohne großflächige Erfrierungen überstanden zu haben, denn die Temperaturen sind in den ersten Tagen tatsächlich alles andere als sommerlich.</p>
<p>Ich komme erstmal in Ruhe an. Der Zeltaufbau zieht sich gefühlt ne Woche hin, da der Boden auf dem Party.San-Gelände nicht grade gut dafür geeignet ist, Heringe einzuschlagen. Aber ich sehs positiv: denn aufgrund dieser Beschaffenheit (wer da genaueres wissen will, kann sich vertrauensvoll an unseren Lieblings-Geografiestudenten Alexander Prinz wenden) werden wir in den nächsten Tagen definitiv von Schlamm verschont bleiben – trotz anhaltendem Regen.</p>
<p>Ich will wirklich niemandem an die Karre pissen, aber ich finde, dass das P.S:O:A eine angenehme Größe hat, wobei hier im Vergleich zu vielen größeren Festivals immer noch Untergrund-Charme mitweht. Das erkennt man schon mal daran, dass die erste Band keine Blaskapelle o.ä. ist. <strong>INFERNAL INVOCATION</strong>, kurz: <strong>II</strong> eröffnen das diesjährige Party.San auf der Hauptbühne und können bereits überraschend viele Zuschauer vor eben diese ziehen. Die Leipziger spielen ihren Black Metal wortlos und solide runter, leiden allerdings als erste Band noch unter eher mäßigem Sound. Trotzdem eine gelungene Eröffnung des Festivals, die gut auf das einstimmt, was da noch kommen mag.</p>
<p>Viele Leute freuen sich bereits auf <strong>MÖRK GRYNING</strong>, die hier exklusiv für das Party.San nach über 10 Jahren aus der Versenkung auferstanden sind. Sänger Johan Ljung merkt man die Spielfreude deutlich an, nicht nur aufgrund der zahlreichen Ansagen, die der sympathische Schwede alles andere als nordisch kühl an das Publikum richtet. Da mir allerdings die nostalgische Komponente fehlt und ich von der Band erst kurz vor dem Festival erfahren habe, kommt bei mir nicht ganz soviel Hochstimmung auf, wie bei den zahlreichen Fans, die sich vor der Bühne versammelt haben.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/p-s-oa-2016/IMG_0898.JPG" alt="IMG_0898" /></p>
<p>Es geht ins Zelt zu <strong>ERED</strong>, von denen ich im Vorfeld viel Gutes gehört habe. Und tatsächlich: die Spanier wissen zu begeistern und das nicht zuletzt durch einen Sound, der zu diesem Zeitpunkt deutlich besser und fetter ist, als der auf der Hauptbühne! Hier wird ein hartes, präzises und angenehm melodisches Black Metal Paket abgeliefert, das sich alles andere als einseitig anfühlt und so dafür sorgt, dass die ohnehin knapp bemessenen 25 Minunten Spielzeit wie im Flug vergehen.</p>
<p>„Kinder, was habe ich euch über Drogen eingetrichtert?“ „Es gibt für alles die richtige Zeit, und den richtigen Ort – und das nennt sich Uni!“ Irgendwie muss ich bei <strong>GRUESOME</strong> an dieses South Park Zitat denken, was sich weniger auf Substanzen, als auf die richtige Zeit und den Ort bezieht. Genauer: Florida in den späten 80ern. <strong>GRUESOME</strong> begreifen sich als <strong>DEATH</strong> Tribute Band und huldigen den Anfangstagen der Pioniere um Chuck Schuldiner. Was die Rolle der Floridianer im Death Metal anbelangt, gibt es keine Diskussionen und dennoch brauch ich <strong>GRUESOME</strong> irgendwie so garnicht. Live mag das hier alles ok sein und auch die alten Helden zu ehren ist lobenswert. Allerdings ist Schlotheim nicht Florida und 2016 nicht die 80er. Dass die DEATH TO ALL-Tour jetzt seit einigen Jahren läuft, ist für mich nur ein weiterer Grund, um <strong>GRUESOME</strong> irgendwie überflüssig zu finden, auch wenn es qualitativ und technisch keine Fehler zu entdecken gibt.</p>
<p>Was mir bereits hier auffällt: in allen Umbaupausen auf der Hauptbühne laufen Lemmy zu Ehren <strong>MOTÖRHEAD</strong>, was auch die kommende Tage so bleiben wird. Ein feiner Zug, wie ich finde.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/p-s-oa-2016/IMG_0611.JPG" alt="IMG_0611" /></p>
<p>Weiter gehts: <strong>TRIBULATION</strong> spielen auf.<br />
Wie jedes Jahr hatte ich mir fest vorgenommen, mir vor dem Festival alle Bands nochmal genauer anzuhören. Ganz weit oben auf meinem Zettel standen dabei die Schweden. Geschafft habe ich davon – wie jedes Jahr – kaum etwas. Doch dass das Quartett vor allem mit ihrem letzten Album „The Children of the Night“ außerordentlich positive Kritiken sammeln konnte, ist nicht an mir vorbei gegangen. Und wie es scheint, ist die Begeisterung, die für die Band herrscht, durchaus berechtigt.<strong> TRIBULATION</strong> haben einen einzigartigen Sound und integrieren soviele verschiedene Facetten in ihre Songs, dass es mir eine wahre Freude ist. Ich habe das Gefühl, dass hier verschiedenste Geschmäcker vereint werden können, was mich daran erinnert, wie geil <strong>BEASTMILK</strong> mit ihrem ersten Album waren. Doch nicht nur die stimmungsvollen Songs sorgen für Spaß: <strong>TRIBULATION</strong> begeistern auch mit einer wahnsinnig starken Bühnenpräsenz. Vor allem Gitarrist Jonathan Hultén, der androgyn angemalt ist und aussieht wie Elvira, Herrscherin der Dunkelheit (nur ohne Brüste), muss hier hervorgehoben werden! Völlig manisch rennt der Schwede über die Bretter und scheint zu jeder Zeit des Sets überall zu sein. Bei der tänzerischen Performance kommt es sogar zu Stürzen, was ihn allerdings nicht zu bremsen vermag. Der Auftritt bleibt definitiv im Gedächtnis und stellt für mich ein erstes, unerwartetes Highlight dar.</p>
<p>Die brutalste Walze des bisherigen (und noch kommenden) Tages folgt im Anschluss. <strong>NECROS CHRISTOS</strong> betreten die Bühne. Schon wieder eine Band, die ich mir im Vorfeld nochmal intensiv anhören wollte. Leider trübt der Sound die Freude etwas, denn die Berliner sind zu Beginn ihres Sets alles andere als differenziert zu hören, was auch beim Publikum auf Unmut stößt. Mit zunehmender Dauer werden zwar Verbesserungen vorgenommen, auf ein wirkliches Optimum gelangt das Ganze aber nicht mehr, was den ansonsten guten Auftritt mit einem faden Beigeschmack versieht.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/p-s-oa-2016/IMG_0166.JPG" alt="IMG_0166" /></p>
<p>Letzte Woche noch mit <strong>BORKNAGAR</strong> in Wacken, spielt ICS Vortex heute mit <strong>ARCTURUS</strong> in Schlotheim. Der virtuos-vielschichtige Black Metal der Norweger weiß zahlreiche Fans zu begeistern und erfährt sogar gute Soundbedingungen. Instrumental gibt es hier etliche Leckerbissen, allerdings sagt mir der Gesang so absolut garnicht zu, aber das ist nur ne Geschmackssache.</p>
<p><a name="firstHeading"></a>Über die vier Tage des Festivals konnte ich eine kleine Liste bezüglich des Bandmerchs machen. Unangefochtener Spitzenreiter sind <strong>MG</strong><span lang="de-DE"><strong>ŁA</strong>, kurz gefolgt von <strong>MANTAR</strong>. Es ist unfassbar, wieviele Menschen in die Textilien der polnischen Black Metaller gekleidet sind! Und so schaffen sie es auch am Donnerstag die meisten Leute vor die Bühne zu ziehen und so zum heimlichen Headliner des ersten Tages zu avancieren. Komplett vermummt und zu viert wird die Bühne erklommen um eiskalten und wunderschönen Black Metal zu zelebrieren. Eine zusätzliche Randnotiz: das Tageslicht ist mittlerweile verschwunden und so sind <strong>MGŁA</strong> heute die erste Band, die im Dunklen spielt, was die Atmosphäre noch mehr steigert. Hier und da sind die Songs leider etwas untight gespielt und der Beckensound besticht nicht mit der Brillanz, die nötig wäre, um Schlagzeugaction a lá <em>„Exercises In Futility V“</em> live so zu feiern, wie auf Platte. Dennoch ein Auftritt, der mich schwer begeistert!</span></p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/p-s-oa-2016/IMG_0367.JPG" alt="IMG_0367" /></p>
<p><span lang="de-DE">Zwei Jahre ist es her, seitdem <strong>OBITUARY</strong> das letzte Mal in Schlotheim gespielt haben. Viel hat sich seitdem nicht verändert. Die Bühnenperformance und -präsenz ist immernoch sehr hoch, Experimente und Überraschungen sucht man immernoch vergebens. Doch spielte die Florida-Walze im Jahre 2014 nur einen Vorabtrack des immernoch aktuellen Albums „Inked in Blood“, so findet man heute einige neue Songs mehr im präzise gezimmerten Set der Amis. Dennoch dürfen altbekannte Klassiker nicht fehlen, und so wird die Show mit dem Titeltrack der ersten Plate <em>„Slowly We Rot“</em> beendet. Ein feines Fest!</span></p>
<p><span lang="de-DE">Mittlerweile regnet es wieder und der Wind frischt auf. Es wird reichlich unangenehm. Das beschissene Scheißdrecksmistdreckscheißf*ckf*tzendreckscheißdrecksmist-Wetter und eine </span>ewig währende Umbaupause sorgen so dafür, dass <strong>PARADISE LOST</strong> nicht mehr allzu viele Leute vor der Bühne halten können. Obwohl sowohl Songs von „The Plague Within“ als auch Bandklassiker das Set zieren, schwinden mehr und mehr die Kräfte und Zuschauer. Nick Holmes macht charismatische Ansagen, begeistert mich gesanglich aber leider nur in Auszügen, sodass ich mich auch noch vor dem Ende des Sets in mein Zelt begebe und penne.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/p-s-oa-2016/IMG_0470.JPG" alt="IMG_0470" /></p>
<h4 style="text-align: center;"><span lang="de-DE">Freitag, 12.8.</span></h4>
<hr />
<p><span lang="de-DE">Wenigstens einen positiven Aspekt hat das schlechte Wetter: ich kann schlafen. Die Temperaturen sind für August ziemlich niedrig und so zwingt mich die Sonne nicht schon zu früher Stunde aus dem Schlafsack. Nachdem ich mit dem Gefühl, 14 Stunden geschlafen zu haben erwache, muss ich erstmal nachsehen, wie spät es wirklich ist. Handyakku leer, Uhr nicht dabei, Sonnenuhr kaputt. Der nächste Zeitmesser befindet sich in meiner Karre und sagt mir, dass ich gerade mal sechs Stunden geschlafen habe und die ersten Bands in fünf Stunden anfangen. Somit leg ich mich nochmal hin und bekomme wirklich den längsten und erholsamsten Schlaf seit Wacken. </span></p>
<p><span lang="de-DE">Eigentlich will ich mir unbedingt<strong> ISVIND</strong> angucken, doch da die Schlange an bestimmten sanitären Einrichtungen länger ist, als der Weg vom Auenland nach Mordor, verpasse ich die Norweger. Manchmal muss man leider Prioritäten setzen&#8230;</span></p>
<p><span lang="de-DE">Die nächste Band, die ich mir ansehe, sind <strong>GOATWHORE</strong> aus New Orleans. Sofort fällt mir auf: der Sound ist heute deutlich besser als am Vortag. Spürbar leiser, aber differenzierter schallen die Südstaatler über das Gelände. Ihre souveräne Mischung aus Black, Death und Thrash prügelt sehr überzeugend über das Publikum hinweg. Zwischenzeitlich humpelt mir die Bassdrum aber irgendwie zusehr, wobei ich nicht weiß, ob das an Drummer Zack Simmons oder dem Sound liegt. Zum Ende hin wirkt das Set der Amerikaner recht langatmig auf mich, was aber auch an dem immernoch bekackten Wetter und meiner kaum weichen wollenden Müdigkeit liegen kann. </span></p>
<p><span lang="de-DE"><strong>GOATWHORE</strong> sind alles andere als soft und dennoch zimmern mir <strong>WOLFBRIGADE</strong> kurz darauf noch um Längen mehr in die Fresse. Der Crust der Schweden feiert den D-Beat in all seiner Pracht und wirkt vielleicht deswegen so aggressiv, da sich der Sound stark von den bisherigen Bands unterscheidet. </span></p>
<p><span lang="de-DE">Eins meiner absoluten Highlights am zweiten Tag: <strong>OBSCURA</strong>. Das Quartett um einziges Gründungsmitglied Steffen Kummerer ist heute das „Kontrastprogramm zu den anderen Bands“, wie der Gitarrist und Sänger mehrfach und stolz wie Oskar betont. Die Münchner sind nicht nur die Band mit den wahrscheinlich schönsten Haaren und meisten Saiten pro Bandmitglied auf diesem Festival, sondern auch die wohl technisch versierteste. Der Fokus liegt auf Songs des aktuellen Albums „Akróasis“, wobei mich die Fähigkeiten von Neu-Gitarrist Rafael Trujillo komplett umhauen. Auch Schlagzeuger „Sekrasstian“ Lanser, der sonst bei <strong>PANZERBALLETT</strong> spielt, ist heute nicht zu toppen, während Bassist Linus Klausenitzer für die nötige Agilität auf der Bühne sorgt. Ein grandioses Konzert, bei welchem mir aber leider der Übersong <em>„Incarnated“</em> gefehlt hat.</span></p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/p-s-oa-2016/IMG_0215.JPG" alt="IMG_0215" /></p>
<p><span lang="de-DE">Das Schweizer Duo <strong>BÖLZER</strong> spielte vor zwei Jahren noch im Zelt, dieses Jahr wird die Hauptbühne unsicher gemacht. Obwohl hier nur zwei Mann auf der Bühne stehen, ist der Sound vor der Bühne aber eher enttäuschend. Und auch der Monitorsound kann für die beiden Jungs nicht allzu geil gewesen sein, denn hin und wieder verlieren sich die beiden und müssen dann straucheln, um wieder zusammenzufinden. Besonders kritisch wird dies bei meinem Favoriten <em>„Entranced By The Wolfshook“</em>, der kurzzeitig zu zerfallen droht. Dennoch find ich die Show sehr eindrucksvoll und kurzweilig, aufgrund der äußeren Umstände aber unter den Erwartungen zurück bleibend.</span></p>
<p><span lang="de-DE"><strong>ANGELCORPSE</strong> haben mir im Vorfeld gar nichts gesagt, doch live überrascht mich das, was ich von dem Trio aus Tampa mitbekomme dann doch mit einer Wand, die ich dieser minimalistischen Besetzung gar nicht zugetraut hätte.</span></p>
<p><strong>DESTRÖYER 666</strong> verpasse ich leider komplett und auch von <strong>EQUILIBRIUM</strong>, die auf dem Party.San die Releaseshow für das neue Album „Armageddon“ spielen, bekomme ich nicht viel mit. Allerdings sind die Aussagen, die mir zu Ohren kommen, voll des Lobes und berichten von einem gut aufgelegten Robse, und einer Band, die souverän ein sehr geiles Set spielt.</p>
<p><span lang="de-DE"><strong>VIDARGÄNGR</strong>, die ich zwischenzeitlich im Zelt sehe, sind noch so eine Band, mit der ich mich im Vorfeld viel zu wenig beschäftigt habe. Doch dies wird sich nach ihrem Auftritt ändern, denn die Leipziger wissen mein Interesse zu wecken. Zwar kann ich nicht das gesamte Set verfolgen, doch die Songs, die ich miterleben darf, begeistern mich definitiv! Eine Black Metal Band, die ich unbedingt auf dem Zettel behalten muss! </span></p>
<p><span lang="de-DE">Auch <strong>DECEMBRE NOIR</strong> spielen im Zelt, wohin es mich mehr oder weniger absichtlich verschlägt. Doch der Zufall ist oftmals gnädig und so bekomme ich auch hier eine Band geboten, die ich vorab unterschätzt habe. Mal sehen, ob es vor den heimischen Boxen ähnlich wirkt, aber live hinterlässt das hier Gebotene deutlich Eindruck. Vielleicht auch, weil erfrischender Weise mal ruhigere Töne angeschlagen werden, als den Rest des Tages über.</span></p>
<p>Wenig später heißt es: Scheiß auf ruhige Töne. <strong>DYING FETUS</strong> zerlegen die Hauptbühne und können in mehrerlei Hinsicht vom Wetter zehren. Denn es hat aufgehört zu Regnen und zu Stürmen, es herrschen angenehme Temperaturen und Windstille. Resultat dessen ist, dass sich die meisten Zuschauer des heutigen Tages vor der Bühne finden und der Sound ohne wetterbedingte Störungen auskommt, womit er zum besten des bisherigen Festivals wird. Ich bin völlig davon begeistert, wie präzise und tight diese Band spielt. Und das obwohl hier ohne Click gearbeitet wird und es zahlreiche Tempowechsel gibt. Zu keiner Sekunde verlieren sich die drei Bandmitglieder, John Gallagher röhrt und kniedelt, dass es ein wahres Fest ist. Und trotz der Tatsache, dass einige Favoriten und Hits wie <em>„One Shot, One Kill“</em>, <em>„Kill your mother, rape your dog“</em> und <em>„Invert the Idols“</em> in der Setlist fehlen, bleibt der Auftritt für mich das euphorisierendste Highlight des Tages.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/p-s-oa-2016/IMG_0151.JPG" alt="IMG_0151" /></p>
<p>Sowohl <strong>EXODUS</strong> als auch <strong>CARCASS</strong> können im Anschluss nicht mehr an das anknüpfen, was <strong>DYING FETUS</strong> zuvor geliefert haben. Weder die Thrash Titanen noch die Liverpooler Deathgrinder spielen schlechte Konzerte, und bis zum letzten Ton versammeln sich Fans vor der Bühne und feiern was das Zeug hält. Doch für mich bleibt nach <strong>DYING FETUS</strong> nur verbrannte Erde.</p>
<h4 style="text-align: center;"><span lang="de-DE">Samstag, 13.8.</span></h4>
<hr />
<p><span lang="de-DE">Der dritte Festivalmorgen endet temperaturbedingt früher als erwartet. Denn was in den letzten Tagen an Sonne fehlte, bekommen wir nun konzentriert zurück. Doch die ballernde Wärme ist nicht das Einzige, womit wir uns rumschlagen müssen. In der Nacht wurden etliche Diebstähle begangen, die zu unser aller Frustration auch Leute aus unserem Camp betreffen. An dieser Stelle kann man der Security keine Vorwürfe machen, die regelmäßig auf dem Gelände patrouillierte, unsere Schadensmeldung aufnahm und zumindest mir in keiner Weise unangenehm auffiel. Von den Dieben gefasst werden konnte keiner, jedoch soll es sich um Kinder aus einem nahegelegenen Wohngebiet gehandelt haben. Eine beschissene Aktion, die den Tag nicht grade rosig starten lässt.</span></p>
<p><span lang="de-DE">Die erste Band, die ich sehen kann, sind <strong>SULPHUR AEON</strong>, die auf der Bühne atmosphärischen, von Lovecraft inspirierten Death Metal abliefern und bei gutem Sound live das halten, was sie auf Platte versprechen. </span></p>
<p><span lang="de-DE">Was ich im Anschluss von <strong>SUICIDAL ANGELS</strong> sehe, sorgt bei mir für irgendwas zwischen Ernüchterung und Langeweile. Ich weiß, dass die Griechen ziemlich gefeiert werden, aber mir kommt das, was hier aufgeführt wird, ziemlich unspektakulär vor. Wieder muss ich daran denken, dass es für alles die entsprechende Zeit gibt und ich das Gefühl habe, dass im Bereich Thrash Metal spätestens Mitte der 90er alles gesagt wurde. </span></p>
<p><span lang="de-DE"><strong>MOSAIC</strong> begeistern mich wenig später von der Zeltbühne aus. Im Programmheftchen als Jubiläumskonzert und bunte Mischung aus Black Metal, Neofolk und Ambient angekündigt, fesselt mich der stimmungsvolle Sound der Thüringer bis zuletzt. Dies ist wirklich mal ein Konzert, das leider viel zu kurz war.</span></p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/p-s-oa-2016/IMG_0759.JPG" alt="IMG_0759" /></p>
<p><span lang="de-DE">Für <strong>NIFELHEIM</strong> hab ich mich eigentlich nie interessiert und vermutlich werd ich die Band auch in Zukunft nicht hören, wenn ich mich zum Entspannen in die Wanne lege, aber live macht das hier durchaus Spaß. Zwischen fast allen Songs werden <strong>NIFELHEIM</strong>-Sprechchöre laut und die Fans rasten aus, was die Band mit entsprechender Spielfreude zurückzahlt!</span></p>
<p><span lang="de-DE">Hatte ich irgendwann schon mal erwähnt, dass es für alles die richtige Zeit und den richtigen Ort gibt? <strong>GRAVE</strong> wirken auf mich ziemlich überholt, weswegen ich dem Set der Schweden auch nur mit einem halben Ohr lausche. Objektiv betrachtet, gibt es hier natürlich nichts auszusetzen: es gibt rotzig groovenden old school Death Metal, der auf einen nicht gerade kleinen Zuschauerkreis eine beeindruckende Wirkung ausübt. Mich lässt das Set indes eher kalt.</span></p>
<p><span lang="de-DE"><strong>IMMOLATION</strong>. Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen sehe ich die New Yorker heute. Wie bereits in Wacken (<a href="https://silence-magazin.de/die-welt-zu-gast-im-schlamm-wacken-2016/" target="_blank">Silence berichtete</a>) sind die Jungs nur zu dritt, da Gitarrist Bill Taylor im Krankenhaus behandelt werden muss. Und nach erneuter Betrachtung muss ich sagen, dass die Dreierbesetzung der Band wirklich nicht gut tut. Die Songs sind leider nicht auf die Aufführung zu dritt zugeschnitten, weswegen es bei den zahlreichen Solopassagen verheerende Dynamikeinbrüche gibt. Obendrauf kommt ein miserabler Sound. Die Gitarre klingt zwar etwas besser als letzte Woche, sodass man zumindest die charakteristischen Riffs von Bob Vigna heraushören kann. Doch das Schlagzeug schmeichelt dem Gehörgang ungefähr so sehr wie Ohrenstäbchen aus Stahlwolle. Für mich einer der enttäuschendsten Auftritte dieses Festivals.</span></p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/p-s-oa-2016/IMG_0978.JPG" alt="IMG_0978" /></p>
<p><span lang="de-DE">Es ist für mich das erste Mal, dass ich <strong>TAAKE</strong> live sehe. Auf Platte hat mich die Band nie wirklich abgeholt, allerdings wird der angenehm melodische Black Metal der Norweger hier sehr gut dargeboten. Hoest liefert einige merk- bis fragwürdige Ansagen an das Publikum (unter anderem „Allahu Akhbar“) und verschwindet zwischenzeitlich minutenlang hinter der Bühne. In musikalischer Hinsicht ein guter Auftritt, der für mich allerdings ohne Langzeitwirkung bleibt. </span></p>
<p><span lang="de-DE"><strong>SODOM</strong> (bzw.<a href="http://www.lakako.com/post/BIOb2vnhGWz" target="_blank"> WODOS</a>) haben mich ebenfalls nie gepackt, wissen auf der Bühne aber ohne Frage, was sie tun. Und darunter fällt zum Beispiel, sich nicht anmerken lassen, dass man nur zu dritt ist. Denn fett ist das Gebotene schon, allerdings hab zumindest ich nach zwei Songs alles gehört, weswegen sich der Rest des Sets recht langatmig anfühlt.</span></p>
<p><span lang="de-DE">Die letzte Band des Festivals ist <strong>AT THE GATES</strong>. Für die Umbaupause ist zwar bereits eine halbe Stunde Zeit eingeplant und dennoch zieht sich der Soundcheck noch länger hin. Die Schweden tun mir leider nicht den Gefallen, <em>„Gardens Of Grief“</em> in Gänze zu spielen, doch darüber hinaus werden Songs aller Alben rausgekramt und bei feinem Sound unter das Publikum gebracht. Tompa Lindberg bedankt sich vielfach bei den Leuten, die „noch“ wach geblieben sind und läuft während des Konzerts bestimmt einige Kilometer auf der Bühne. Ein Klassiker folgt auf den nächsten, bis relativ weit hinten im Set der Bandhit „<em>Blinded by Fear</em>“ erklingt. Wenig später endet die Show der Schweden, die das Festival zu einem würdigen Abschluss geführt haben.</span></p>
<p><span lang="de-DE">Und wieder ist ein Party.San zu Ende. Wieder gab es wunderbare Konzerte, geile Bands und nette Leute und das alles in schöner Umgebung und in angenehmer Größe. Was damit einhergeht, sind akzeptable (und im Vergleich zu anderen Großveranstaltungen recht niedrige) Preise für Speisen und Getränke, an deren Auswahl es nicht mangelt. Das meiste Geld hab ich jedoch auch dieses Jahr wieder mal am Season of Mist Stand gelassen, den ich nur immer wieder anpreisen kann und jedes mal wieder dazu bringt, mich den Rest des Monats nur noch von Toastbrot und Konservenwurst ernähren zu können.</span></p>
<p><span lang="de-DE"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/p-s-oa-2016/IMG_1011.JPG" alt="IMG_1011" /> </span></p>
<p>Was mir im Unterschied zu den Vorjahren aufgefallen ist, sind die jungen, attraktiven Zigarettenstandträger, die auf dem Festivalgelände umherwandeln und versuchen, Benson &amp; Hedges zu verkaufen. Eine Tatsache, die ich sonst nur von Wacken oder dem Summer Breeze kenne. Mir als Nichtraucher ist das relativ egal, trotzdem habe ich mich in Anbetracht dessen gefragt, ob das vielleicht ein Indikator für das allmähliche Wachstum des Schlotheimer Festivals ist. Die Zukunft wird es zeigen. Bereits jetzt sind einige Bands für nächstes Jahr bestätigt, die Bock auf mehr machen. Wir werden mit Sicherheit am Start sein!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p> [<a href="https://silence-magazin.de/ausgesetzt-in-der-wildnis-schlotheim-edition-p-soa-2016/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=ausgesetzt-in-der-wildnis-schlotheim-edition-p-soa-2016">See image gallery at silence-magazin.de</a>] </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ausgesetzt-in-der-wildnis-schlotheim-edition-p-soa-2016/">Ausgesetzt in der Wildnis: Schlotheim Edition &#8211; P.S:O:A 2016</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>&#8222;Welcome To Hell&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[El Zecho]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jul 2016 06:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>„Welcome to Hell“ heißt es auch in diesem Jahr wieder auf dem Flugplatz in Schlotheim zum PARTY.SAN OPEN AIR 2016, welches in der 20. Auflage erscheint. Eine Pilgerstätte für jeden Death, Black und Thrash Metal Fan. Erst seit 2010 gilt der Flugplatz ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>„Welcome to Hell“</strong></p>
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<p>heißt es auch in diesem Jahr wieder auf dem Flugplatz in <strong>Schlotheim </strong>zum<strong> PARTY.SAN OPEN AIR 2016</strong>, welches in der 20. Auflage erscheint. Eine Pilgerstätte für jeden <strong>Death, Black und Thrash Metal Fan</strong>. Erst seit 2010 gilt der <strong>Flugplatz Obermehler/ Schlotheim</strong> als Austragungsort für dieses Black/ Death Inferno, da die vorherige Location in Bad Berka nicht Starkregentauglich war. Wie dem auch sei, auch in diesem Jahr trumpft der <strong>Mietze </strong>wieder mit einem fulminanten Line Up auf, wo ich mir persönlich denke, wie kann er das vom letzten Jahr noch besser machen. Er und seine Crew haben es geschafft, mit Bands wie <strong>AT THE GATES, OBITUARY, TRIBULATION, SODOM, CARCASS, EXODUS, BÖLZER, EUILIBRIUM, DYING FETUS, MGLA</strong> und vielen mehr, ein brachiales Line Up auf die Beine zu stellen, was in diesem Stil und dieser Größenordnung so kaum zu finden ist.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-4537 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/Dennit/13510987_1079448478812894_3744569958829239103_n.jpg" alt="13510987_1079448478812894_3744569958829239103_n" width="650" height="919" /></p>
<p>Gefeiert wird, wie in den letzten Jahren auch, auf einer großen <em>Mainstage</em> und einer kleineren <em>Zeltbühne</em>. Bei schweren Unwettern hat diese ihr Können schon längst unter Beweis gestellt. Auch das <em>Preis-Leistungsverhältnis</em> stimmt in diesem Jahr wieder, denn es wird den Fans das <strong>3-Tages-Ticket für 76,50€</strong> angeboten. Dafür bekommt man auch um die <strong>50 Bands</strong> auf die Ohren. Das gelingt aber nur, wenn man es von der <strong>BRUTZ UND BRAKEL BAR</strong> weg schafft. Ist nicht immer jedem und jederzeit gegeben.</p>
<p>In diesem Jahr ist selbstredend wieder ausreichend gegen den Hunger und Durst zu festivaltypischen Preisen gesorgt. Egal ob viel Fleisch oder lieber Vegan, auf dem Festivalgelände werdet ihr nicht verhungern. Runter spülen könnt ihr das Ganze dann mit Kaltgetränken an den zahlreichen Bars, wo man auch nicht lange warten muss. Diese könnt ihr dann selbstverständlich an den kostenlosen <em>Dixies</em> wieder wegschaffen oder gönnt euch eine <strong>„Shit &amp; Shower Flatrate“</strong> für das ganze Wochenende. Ich persönlich freue mich auf die ganzen Gesichter, welche man so über das Jahr verteilt nicht sieht, besonders dann, wenn es heißt: <strong>Metaldisco feat. ABBA.</strong> Wer also am Wochenende vom 11.08.2016. &#8211; 13.08.2016 noch nichts vor hat, der möge sich diesen Termin im Kalender bitte <strong>FETT</strong> markieren und zu einem der <em>schönsten Open Air Veranstaltungen des Ostens</em> erscheinen. Und wer es gar nicht abwarten kann, für den öffnet sich ab Mittwoch der Campingplatz. Übrigens ist seit kurzem eine grobe  <strong>Running Order</strong> online, also schaut doch einfach mal vorbei und erkundigt euch nach den aktuellsten News von eurem <strong>PARTY.SAN OPEN AIR 2016</strong>.</p>
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<p><strong>Link: </strong></p>
<p><a href="http://www.party-san.de/news/">http://www.party-san.de/news/</a></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="615"><strong>BILLING: </strong></p>
<p>Angelcorpse, Arcturus, Asomvel, At The Gates, Bodyfarm, Bombs of Hades, Bölzer, Carcass,</p>
<p>Cryptic Brood, Decembre Noir, Deströyer 666, Drowned, Dying Fetus, Equilibrium, Ered, Exodus,</p>
<p>Goatwhore, Grave, Graveyard, Gruesome, Immolation, Implore, Infernal Invocation,</p>
<p>Iron Reagan, Isvind, Katalepsy, Lik, Memorian, Mgla, Mor Dagor, Mosaic, Mörk Gryning,</p>
<p>Necros Christos, Nifelheim, Obituary, Paradise Lost, Purgatory, Rebaelliun, Rectal Smegma,</p>
<p>Sodom, Spasm, Suicidal Angels, Sulphur Aeon, Svarttjern, Taake, Tribulation,</p>
<p>Vidargängr, Weak Aside, Whiplash, Wolfbrigade</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ort: </strong></p>
<p>Am Flugplatz 1, 99996 Schlotheim/Obermehler</p>
<p><strong>Datum: </strong></p>
<p>11.08.2016 – 13.08.2016</p>
<p><strong>Ticketpreis:</strong></p>
<p>76,50€ VVK</p>
<p><strong>Tickets unter: </strong></p>
<p><a href="http://www.cudgel.de/Tickets/">http://www.cudgel.de/Tickets/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</td>
</tr>
</tbody>
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