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	<title>Boersma Records Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Boersma Records Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>WAYFARER &#8211; Westwärts</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Merlin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Dec 2020 07:29:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[A Romance With Violence]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was passt am besten zum ersten Schneefall des Winters? Richtig: ein Black Metal Album. Warum sich Zocker-Freunde von Red Dead Redemption 2 mit der neuen WAYFARER-Scheibe wohlfühlen könnten, erzählt euch Merlin.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>WAYFARER</strong> &#8211; &#8222;A Romance With Violence&#8220;</h2>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong> 16.10.2020<br><strong>Länge:</strong> 45 Min.<br><strong>Label: </strong>Profound Lore Records<br><strong>Genre:</strong> Black Metal </div></div></div></p>
<p>Denver &#8211; Hauptstadt des US-Bundestaats Colorado, einstige Goldgräber-Metropole und gelegen zu Füßen der berühmt-berüchtigten <strong>Rocky Mountains</strong>. Das ist die Heimat der Cowboys von <strong>WAYFARER</strong>! Die vier Musiker machen den Eindruck, geradewegs einer Western Produktion entsprungen zu sein und liefern mit &#8222;A Romance with Violence&#8220; ein <strong>Black Metal Album mit Wildwest Einflüssen</strong> &#8211; ich bin gespannt!</p>
<h2>Howdy</h2>
<p>Das Album beinhaltet insgesamt sieben Tracks und beginnt mit einem sanften Intro. <em>&#8222;The Curtain Pulls Back&#8220;</em> ist sein Name, es enthält <strong>gezupfte (Western-)Gitarrenklänge</strong>, die begleitet werden von einer schwermütigen Violine. Die Drums steigen erst beim nächsten Track <em>&#8222;The Crimson Rider (Gallows Frontier, Act I)&#8220;</em> ein, sie geben einen <strong>galoppierenden Rhythmus</strong> vor, natürlich auch mit Verschnaufpausen, ganz im Einklang mit der Western-Thematik. Der Gesang beschränkt sich im Gegensatz dazu auf <strong>düstere Growls</strong> und hallversetztes Krächzen, das bringt die Black Metal Note mit hinein. Mit ganzen 10 Minuten und 41 Sekunden ist es auch der längste Track des Albums und einer meiner Favoriten.</p>
<p><iframe title="The Crimson Rider (Gallows Frontier, Act I)" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/1pe-0ErZFPg?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der dritte Track <em>&#8222;The Iron Horse (Gallows Frontier, Act II)&#8220;</em> beginnt mit einer knackig-kurzen Wall Of Sound, die sich dann in gemächlichere, aber keinesfalls langweile Strukturen ergeht. <strong>Rhythmisch und melodisch geht es zu</strong>, auch dies ist ein Song, der mir sehr gut gefällt. Den nachfolgenden Track<em> &#8222;Fire &amp; Gold&#8220;</em> finde ich dafür leider mehr als langweilig. Am Ende des Albums wäre er besser platziert gewesen, nochmal etwas Ruhiges zum Ausklingen. Aber wir sind gerade mal bei der Hälfte, und <strong>ich will noch nicht einschlafen!</strong> Auch der hier zum ersten mal auftauchende <strong>Klargesang</strong> taugt mir leider gar nicht, und so bin ich froh, dass der nächste Track <em>&#8222;Masquerade Of The Gunslingers&#8220;</em> (ebenfalls ein Favorit) wieder mehr in Richtung Black Metal geht.</p>
<h2>Wildfang oder lahmes Pferd?</h2>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-36691 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/11/Wayfarer_Promo5-min-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/11/Wayfarer_Promo5-min-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/11/Wayfarer_Promo5-min-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/11/Wayfarer_Promo5-min-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/11/Wayfarer_Promo5-min-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/11/Wayfarer_Promo5-min.jpg 1450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />In den letzten beiden Songs passiert dann nicht mehr viel. Mit <em>&#8222;Intermission&#8220;</em> bescheren uns <strong>WAYFARER</strong> nochmal ein <strong>schönes, ruhiges Instrumental</strong>, und der letzte Track <em>&#8222;Vaudeville&#8220;</em> beinhaltet wieder jenen Klargesang, mit dem ich schon bei <em>&#8222;Fire &amp; Gold&#8220;</em> nicht zurecht kam.</p>
<p>Es ist für mich ein <strong>Auf und Ab</strong> mit diesem Album. &#8222;A Romance with Violence&#8220; bietet durchaus melodischen und dynamischen Western Black Metal, aber richtige Highlights gibt es kaum, <strong>teilweise ist es schlichtweg unspektakulär</strong>. Im ganzen Album spielt die Gitarre eine wichtige Rolle, überhaupt sind die Instrumente sehr passend eingesetzt. Die dunklen Growls mag ich sehr, das klingt echt gut, der Klargesang hingegen&#8230; naja.</p>
<p>Aufs Ganze gesehen ist es für mich ein passables bis gutes, aber kein sehr gutes Album. Dennoch lohnt es sich meiner Meinung nach, ein Ohr zu riskieren, denn eine interessante Mischung ist es allemal. In diesem Sinne &#8211; <strong>ich reite jetzt erstmal mit Grashalm im Mund in den Sonnenuntergang.</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wayfarer-westwaerts/">WAYFARER &#8211; Westwärts</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>NANCYBREATHING &#8211; eine musikalische Zeitreise</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Saskia]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 May 2018 10:08:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Core]]></category>
		<category><![CDATA[Heavy Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Album]]></category>
		<category><![CDATA[Boersma Records]]></category>
		<category><![CDATA[Nancybreathing]]></category>
		<category><![CDATA[NuMetal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>DIe zweite Platte der Band als musikalische Zeitreise?! Nur in die eigene Vergangenheit oder gleich ne große Rundreise? Saskia weiß mehr!</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2><strong>NANCYBREATHING</strong> &#8211; &#8222;Awake&#8220;</h2>
<p><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong> 25.05.2018<br />
<strong>Länge:</strong> 44 Min.<br />
<strong>Label:</strong> Boersma Records<br />
<strong>Genre:</strong> NuMetal</div></div></div></p>
<p>Hand aufs Herz: für viele von uns Anhängern der härteren Musik waren die NuMetal-Bands der 2000er Jahre vermutlich die &#8222;Einstiegsdroge&#8220; schlechthin. Zumindest scheint es nicht nur mir so ergangen zu sein, sondern auch den vier Jungs von&nbsp;<strong>NANCYBREATHING</strong>. Mit ihrer zweiten Platte <strong>&#8222;Awake&#8220;</strong> machen sie dem eingängigen Sound von damals alle Ehre und schicken mich auf eine musikalische Zeitreise.</p>
<p>Bereits der gleichnamige Opener zieht mich mit einer eigenwilligen Melodie in seinen Bann, bis der Song dann zu härteren Tönen wechselt. Schon zu Beginn demonstriert der Frontman der Band die Vielfältigkeit seiner Stimme. Schneller Wechsel von cleanem Gesang zu aggressiven Screams? Kein Problem. Bei&nbsp;<strong>NANCYBREATHING&nbsp;</strong>geht beides Hand in Hand.&nbsp;<em>&#8222;Too Many&#8220;&nbsp;</em>ist eines der Highlights von &#8222;Awake&#8220; und ein Paradebeispiel für die Vielseitigkeit der Band. Daran knüpft auch&nbsp;<em>&#8222;Hollow Life</em><em>&#8220;&nbsp;</em>an und mischt teilweise sogar poppige Elemente unter.&nbsp;<em>&#8222;Inner Emptiness&#8220; </em>verdeutlicht&nbsp;eine weitere Stärke der Platte: die Lyrics. Neben persönlichen Erfahrungen wird auch über gesellschaftliche Themen ohne übermäßig ausgeschmückte Sprache gesungen &#8211; oder eben geschrien.&nbsp;</p>
<p>Der Song&nbsp;<em>&#8222;Hush&#8220; </em>schlägt ruhigere Töne an,&nbsp;holt mich aber nicht ganz ab. Die instrumentalen Parts fühlen sich hier eher repetitiv an.&nbsp; Mit&nbsp;<em>&#8222;Broken Dreams&#8220; </em>nimmt &#8222;Awake&#8220; aber direkt wieder an Fahrt auf. Gerne hätte der Song auch länger als zweieinhalb Minuten sein dürfen.&nbsp;<em>&#8222;Groundhog Day&#8220;&nbsp;</em>ist mein persönliches Albumhighlight.&nbsp;<strong>NANCYBREATHING&nbsp; </strong>zeigen, dass sie&nbsp;sich auch über die Grenzen des NuMetal hinaus inspirieren lassen, sogar innerhalb eines Songs mit verschiedenen Einflüssen arbeiten.&nbsp;<em>&#8222;Safe This Life&#8220;</em> stellt einen runden Ausklang der Platte dar und weiß noch einmal mit dem Sound der Gitarren und Drums zu beeindrucken. Davon abgesehen besteht hier absolutes Potenzial zum mitsingen.</p>
<h5>FAZIT</h5>
<p>Der klassische Sound alter NuMetal-Größen, gepaart mit Elementen anderer Stile, dazu direkte und eingängige Lyrics und et voilá, fertig ist &#8222;Awake&#8220;. Zehn Jahre nach Bandgründung liefern&nbsp;<strong>NANCYBREATHING&nbsp;</strong>damit ein sehr gelungenes Werk ab. Die Platte ist keine Genrerevolution, ruft in mir aber unweigerlich ein Gefühl von Nostalgie hervor und wird nicht langweilig. Es lohnt sich, den Repeat-Button mehr als einmal zu drücken!</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/-aZLWvMJr14?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>NANCYBREATHING&nbsp;</strong>auf&nbsp;<a href="https://www.facebook.com/nancybreathing/">Facebook</a>&nbsp;und&nbsp;<a href="https://www.nancybreathing.com/">Online</a></p>
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		<title>APALLIC – Verharren im Wachkoma</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jun 2017 09:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Apallic]]></category>
		<category><![CDATA[Boersma Records]]></category>
		<category><![CDATA[concept]]></category>
		<category><![CDATA[death metal]]></category>
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		<category><![CDATA[Progressive Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>APALLIC – Of Fate And Sanity Veröffentlichungsdatum: 02.06.2017 Dauer: 52:44 Label: Boersma Records Genre: Progressive Death Metal Anstatt direkt ins Album hinein zu hören, widme ich mich dieses Mal zunächt dem Pressekit, welches mir zu den Audiodateien gereicht wird. Deutsche Band, fünfköpfig ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/apallic-verharren-im-wachkoma/">APALLIC – Verharren im Wachkoma</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="western"><strong>APALLIC</strong> – Of Fate And Sanity<br />
Veröffentlichungsdatum: 02.06.2017<br />
Dauer: 52:44<br />
Label: Boersma Records<br />
Genre: Progressive Death Metal</p>
<p>Anstatt direkt ins Album hinein zu hören, widme ich mich dieses Mal zunächt dem Pressekit, welches mir zu den Audiodateien gereicht wird. Deutsche Band, fünfköpfig aus Emden, 2015 ihre Debut-EP &#8222;Somnium&#8220; veröffentlicht&#8230;&nbsp;Die Einflüsse sind wohl <strong>AT THE GATES</strong>, <strong>OPETH</strong>,<strong> DEATH</strong>, <strong>ENSLAVED</strong>, <strong>BE&#8217;LAKOR</strong> und <strong>AMON AMARTH</strong>. Das klingt schon einmal nicht übel, alles recht mächtige und gut auskomponierte Musik. Desweiteren wird mir ein übergeordnetes Konzept versprochen – nicht nur instrumental, sondern auch die Songtexte betreffend. Ich habe großen Respekt vor demjenigen, der es vermag, gute Texte zu schreiben. Netterweise ist auch ein Lyric Sheet, das mich&nbsp;durch die Story führen soll, angehängt &#8211; doch dazu später mehr.</p>
<h4>Konzept? Nette Idee &#8230;</h4>
<p>Das Album hat einen konkreten Protagonisten, der im Wachkoma liegt und mit der Suche nach seinem Aufenthaltsort, seiner Geschichte und seines eigenen Selbst beschäftigt ist. Doch nicht nur das, auch Probleme, Konflikte und die Person selbst sollen sich über die Dauer des Albums&nbsp;entwickeln.</p>
<p>Das Konzept des Wachkomapatienten klingt spannend. Das Promokit beinhaltet weitere Erläuterungen zur Entwicklung der Persona. Neugierig lese ich die Ausführungen im Lyric Sheet, erwarte eine packende persönliche Geschichte&#8230; Doch Pustekuchen! Der Song <em>&#8222;Days Before The Black&#8220;</em> handelt, wie der Titel schon verrät, von den Erinnerungen an die Zeit vor den Ereignissen, &#8222;die ihn in den heutigen Zustand versetzt haben.&#8220; Der Textausschnitt, der als Veranschaulichung&nbsp;mitgeliefert wird, ist allerdings total nichtssagend. Schade. Ich hatte mir eine plastische Story gewünscht &#8230;</p>
<blockquote><p>COLLECTING THE PICTURES OF FORGOTTEN MEMORIES, UNSCRAMBLING THE SEGMENTS OF MY YESTERDAYS, REVIVE THE TALES TO CLEAR UP MY SANITY</p></blockquote>
<p>Bei den anderen Songs verhält es sich nicht anders. Berichtige mich, wenn ich mich irre – aber solch belangloser und unkonkreter Schreib, der mir hier gezeigt wird, mit dem sogar geworben (!) wird, lässt einen&nbsp;doch sehr ernüchtert zurück und ich beschließe, mich nicht tiefergehend&nbsp;mit den Lyrics zu befassen (die ich leider auch nicht im Internet finden kann) und widme mich nun den akustischen Aspekten.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="400" scrolling="no" frameborder="no" src="https://w.soundcloud.com/player/?visual=true&#038;url=https%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F245755105&#038;show_artwork=true&#038;maxwidth=1140&#038;maxheight=1000"></iframe></p>
<p>Die Produktion ist &#8218;flawless&#8216;, wie man so schön sagt. Die Abmischung klingt ordentlich nah am&nbsp;schwedischen Vorbild. Die Sounddecke ist durchweg recht dick, die Gitarren nehmen oft die Rhythmik der Doublebasssalven auf, was dem Bass leider die Luft zum Atmen nimmt. Dieser geht auf dem Album komplett unter – bis auf <em>&#8222;A Taste Of Lethe&#8220;</em>,&nbsp;welcher der letzte und gleichzeitig eindeutig stärkste Song des Albums ist. Allerdings strapaziert&nbsp;er mit seiner Dauer von&nbsp;14 Minuten die Grundidee leider etwas über.&nbsp;Zehn Minuten hätten nach meinem Empfinden wohl vollends ausgereicht, um alle Ideen und Entwicklungen dieses Finales auszuformulieren. Neben benanntem Song, gibt auch <em>&#8222;Days Before The Black&#8220;</em>&nbsp;Hoffnung auf ausdifferenziertere Songs. Die Band ist noch recht frisch auf dem Markt und hat noch viel Entwicklungspotenzial – wenn sie sich in Zukunft hieran orientieren, sehe ich für mich die berechtigte Hoffnung, dass die kommenden Veröffentlichungen eher meinen Geschmack treffen.</p>
<p>Einen wirklichen Höhepunkt des Albums kann ich allerdings auch nach dem fünften Hören noch nicht ausmachen. Generell lässt sich über die Songs rein soundtechnisch und kompositorisch nichts gravierend Schlechtes sagen – wirkliche Jubelschreie können sie mir allerdings auch nicht entlocken. Schwer, rollend und voll ins Fressbrett hauen&nbsp;<strong>APALLIC&nbsp;</strong>mir über fünfzig Minuten lang ihren progressiven Death um die Ohren, wobei für meinen Geschmack der progressive Anteil noch deutlich ausgebaut werden könnte. Nun, manch einer mag vollkommen zu Recht anmerken, dass allzu verkopfte Musik nicht jedermenschs Sache sei, aber ich persönlich mag es eben doch soweit durchdacht, dass ich auch nach mehrmaligen Hören noch Neues entdecken kann.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="400" scrolling="no" frameborder="no" src="https://w.soundcloud.com/player/?visual=true&#038;url=https%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F223365860&#038;show_artwork=true&#038;maxwidth=1140&#038;maxheight=1000"></iframe></p>
<p>Das Riffing ist recht stereotypisch, der Gesang immer passend zusammengesetzt aus Screams und Growls und die Songs wechseln in sich angemessen zwischen ruhigeren und härteren Passagen. Ich bin nicht sicher, ob ich das dem Album so anlasten kann, aber ich habe den Eindruck, dass die doch sehr dominante Härte dazu führt, dass das melodische Finetuning ins Hintertreffen gerät.</p>
<p>Viel mehr bleibt mir zum Album der Ostfriesen tatsächlich nicht zu sagen, weil es in meinen Ohren auch wirklich nichtssagend ist. Mit einem zugedrückten Auge, weil ich das Entwicklungspotenzial sehe und den generell gut gelungenen Sound und dessen zeitweise&nbsp;Nähe zu <strong>OPETH</strong>&nbsp;schätze, gibt es eine gut gemeinte Sechs.</p>
<p>In die EP von 2015 kannst du <a href="https://apallic.bandcamp.com/releases">hier</a> hineinhören.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/apallic-verharren-im-wachkoma/">APALLIC – Verharren im Wachkoma</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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