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	<title>Brachial Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Geschichten aus der Gruft</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Sep 2016 09:05:00 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Decomposed</b> &#8211;<b> </b>Wither<br />
Veröffentlichungsdatum: 18.09.2016<br />
Dauer: 35:52 min.<br />
Label: Chaos Records<br />
Stil: Death Metal</p>
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<p>Schwedischer Death Metal ist wie die Erfindung des Rads. Am Anfang revolutionär, später alltäglich, aber missen möchte man es nicht. Es gehört also einiges dazu, um in der heutigen Zeit mit einem Album dieses Genres für Ausrufezeichen zu sorgen. Seit 6 Jahren bestehen <strong>DECOMPOSED</strong> hauptsächlich aus nur einem Individuum und feuern <strong>im 2 Jahrestakt Alben</strong> raus. Umso größer ist die Herausforderung, ein Album zu komponieren, geschweige denn aufzunehmen, welches genügend Anspruch in Bezug auf die musikalische und textliche Komponente an den Tag legt. Lediglich ein Schlagzeuger wurde für diese Scheibe angeheuert. Stilistisch gesehen huldigen <strong>DECOMPOSED</strong> den alten Göttern des Todesblei, wer <strong>ENTOMBED</strong> sagt, muss auch <strong>DISMEMBER, AUTOPSY</strong> oder <strong>CARNAGE</strong> als <strong>hörbare Einflüsse</strong> nennen. Für Neulinge heißt das: Gruftige Vocals treffen auf Gitarren, die sich wie dicke Betonwände auftürmen, sowie brachiale Schlagzeugpattern. Simpel aber nie zu stumpf, selbst die Gitarrensoli sind keine Stangenware, sondern wohlüberlegt platziert worden. Sehr schön im Fallbespiel <em>&#8222;Submerged&#8220;</em> zu hören. Das erinnert manchmal sogar an <strong>AMON AMARTH</strong> (ohne Sagen und sonstigen Mummenschanz wohlgemerkt). Textlich geht es um Themen wie Dunkelheit, Verrücktsein und Horror. Schade das man <strong>keine Texte</strong> dazu findet und der Sänger nicht gerade zu den verständlichsten seiner Gattung zählt. Dabei ist doch der lyrische Aspekt eines Künstlers interessant und inspirierend (ja auch im Death Metal!). Somit gibt es da die <strong>erste Kritik</strong>. Wem das nicht so wichtig ist, sprich, wer sein Hauptaugenmerk auf die Musik legt, wird als Death Metal- Lunatic definitiv auf seine Kosten kommen. In Sachen Songwriting wird souverän gewerkelt.</p>
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<p>In 3 bis 5 Minuten pro Song ist dann auch der Drops gelutscht, man kommt ohne Längen auf den Punkt (einzige Ausnahme: das Titelstück <em>&#8222;Wither&#8220;</em>). Am besten klingen <strong>DECOMPOSED</strong> in ihren langsamen Momenten, wo Dich die erdrückende Schwere unbarmherzig zu Boden ringt. Dort kommen die clean eingestreuten Melodien sehr gut zur Geltung, welche sich über das ganze Album wie ein roter Faden ziehen. Reicht das alles für eine gute Bewertung? Schwierig zu beantworten, ist zwar die Gesamtaufmachung gut gemacht, aber auffällige Songideen oder absolut mitreißende Momente finden sich kaum auf der Platte. Versteht mich nicht falsch, ich höre gerne Death Metal und die Scheuklappen haben ich (bis auf gewisse Bands) im Schrank eingeschlossen, allerdings zündet dieser Release einfach nicht bei mir. Die Gesangsleistung, sowie die Bedienung der Instrumente ist tadellos, eine dreckige und dennoch saubere Produktion ist auch vorhanden, und doch haben wir es leider nur mit einem gesunden Mittelmaß zu tun. Da wäre mehr drin gewesen. Eventuell kommt der Einzelgänger ja bald wieder auf den Geschmack der Teamarbeit, sind doch externe Meinungen nicht immer als negativ zu betrachten.</p>
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