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	<title>breakdowns Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>breakdowns Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Geisterhaus aus Pappmaché &#8211; CONJONCTIVE</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Mar 2017 07:20:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>CONJONCTIVE &#8211; In The Mouth Of The Devil Veröffentlichungsdatum: 10.03.2017 Dauer: 38:32 Min. Label: Tenacity Music Stil:&#160;Blackened Deathcore (Eigenbezeichnung&#8230;) Nyon, das beschauliche Städtchen am Genfersee,&#160;spielt nicht nur im europäischen Fußball-Kosmos eine große Rolle, sondern beherbergt mit CONJONCTIVE auch eine der hoffnungsvollsten Deathcore-Bands ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>CONJONCTIVE</strong> &#8211; In The Mouth Of The Devil<br />
Veröffentlichungsdatum: 10.03.2017<br />
Dauer: 38:32 Min.<br />
Label: Tenacity Music<br />
Stil:&nbsp;Blackened Deathcore (Eigenbezeichnung&#8230;)<span id="more-15107"></span></p>
<p>Nyon, das beschauliche Städtchen am Genfersee,&nbsp;spielt nicht nur im europäischen Fußball-Kosmos eine große Rolle, sondern beherbergt mit <strong>CONJONCTIVE</strong> auch eine der hoffnungsvollsten Deathcore-Bands der Schweiz. Die Jungs und das Mädel ließen sich zwar einige Jährchen Zeit mit dem Debütalbum &#8222;Until The Whole World Dies&#8220;, doch dafür schlug dieses umso härter ein: 2014 gewann&nbsp;die Band&nbsp;mit der Single <em>&#8222;Somnambulant Cannibal&#8220;</em> <strong>bei der Schweizer Musikmesse m4music die Auszeichnungen für das &#8222;Demo des Jahres&#8220; und den &#8222;Vielversprechendsten Schweizer Rock Song&#8220;</strong>. Mit einer Deathcore-Nummer, ganz genau!</p>
<p>Nun folgt mit &#8222;In The Mouth Of The Devil&#8220; der zweite Album-Streich. Das&nbsp;Cover von <strong>Colin Marks</strong> (Rain Song Design)&nbsp;zieht mich direkt in seinen Bann, böse Erinnerungen an &#8222;American Horror Story&#8220; werden wach. <em>&#8222;Purgatory&#8220;</em>&nbsp;eröffnet die Platte mit mächtigen Streichern und atmosphärischem Anklang an&nbsp;<strong>THE BLACK DAHLIA MURDER</strong>. Als die Spieluhr&nbsp;leise zu klimpern beginnt, wirkt das im thematischen Kontext von Geisterhäusern und Besessenheit allerdings etwas klischeebeladen. Schließlich chuggen die Gitarren ein &#8222;Welcome to&nbsp;Deathcore City!&#8220; durch die verlassenen Flure des Anwesens. Für den Anfang schon mal ganz gut!</p>
<h3>MIT CONJONCTIVE IM KELLER</h3>
<p>Ein Markenzeichen von&nbsp;<strong>CONJONCTIVE</strong>&nbsp;stellt die Verwendung männlicher und weiblicher Screams und Growls dar. Das finde ich an sich schon mal sehr spannend.&nbsp;Sängerin <strong>Sonia Kaya</strong>&nbsp;reicht stimmlich jedoch leider nicht&nbsp;an das hohe Niveau heran, das beispielsweise <strong>Simone Pluijmers</strong>&nbsp;seinerzeit bei <strong>CEREBRAL BORE</strong>&nbsp;etablieren konnte. Die Schweizerin klingt&nbsp;einfach zu bemüht nach&nbsp;fieser Blair Witch&nbsp;aus dem Keller, die tote Babys an der Wäscheleine aufhängt.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/LLdhRjoEZdQ?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Ihr männlicher Kollege&nbsp;<strong>Randy Schaller</strong> läuft ihr in dieser Hinsicht eindeutig den Rang ab. Im Video zu <em>&#8222;Down Into The Abyss&#8220;</em> geben jedoch beide keine gute Figur ab. Ernsthaft, gebt den Sängern Mikros in die Hand! Die Musiker spielen ja auch nicht auf Luft-Instrumenten. Und so sieht das einfach ultra albern aus. Aber ich schweife ab &#8230;&nbsp;</p>
<h3>MIT BLASTBEAT-POWER AUF AUSGETRETENEN PFADEN</h3>
<p>Musikalisch haut das alles in allem schon gut rein. Besonders der Schlagzeuger ballert immer wieder Blastbeats und Doublebass-Läufe raus, dass es nur so raucht. Darüber hinaus lässt &#8222;In The Mouth Of The Devil&#8220;&nbsp;allerdings Abwechslung und Eingängigkeit vermissen. Die Gitarren-Fraktion liefert massig&nbsp;genretypisches Chugging und Breakdowns, wobei&nbsp;einige Parallelen zu&nbsp;bekannten Szenegrößen<strong>&nbsp;</strong>etwas zu offensichtlich hervortreten. <em>&#8222;You&#8217;re Next&#8220;</em>&nbsp;könnte beispielsweise astrein von den prä-<em>&#8222;Doris&#8220;</em>&#8211;<strong>SUICIDE SILENCE</strong> stammen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_15111" aria-describedby="caption-attachment-15111" style="width: 1014px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-15111 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Conjonctive2017_web-1024x681.jpg" height="681" width="1024" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Conjonctive2017_web-1024x681.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Conjonctive2017_web-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Conjonctive2017_web-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Conjonctive2017_web-750x499.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Conjonctive2017_web.jpg 1967w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-15111" class="wp-caption-text"><strong>CONJONCTIVE</strong></figcaption></figure>
<p>So stampfen und holzen <strong>CONJONCTIVE</strong> zehn Tracks lang über größtenteils ausgetretene Deathcore-Pfade, ohne je tiefer in unbekannte Gefilde vorzustoßen. Bis auf das Intro sind alle&nbsp;Songs ungefähr vier&nbsp;Minuten lang (+/- 20 Sekunden). Auch dies erzeugt auf Dauer eine gewisse Monotonie. Vereinzelte Synthie-Einschübe im Hintergrund, die an <strong>WINDS OF PLAGUE</strong> erinnern, können die starren und meist vorhersehbaren Songs nur wenig auflockern. Die weiblichen Screams stechen immer wieder hervor, jedoch fallen sie mir, wie gesagt, eher unangenehm auf.&nbsp;</p>
<p>Darüber hinaus gehen Inhalt und Form auf dem Album nicht so recht Hand in Hand.&nbsp;Auf mich wirken das &#8222;böse&#8220; Image und die morbiden Texte einfach&nbsp;zu gezwungen und damit irgendwie aufgesetzt. Als hätten sich ein paar Teenager bei Kerzenschein mit einem Ouijabrett und zu viel Gras auf dem Dachboden eingesperrt. Bestes B-Movie-Material! Von teils unrunden Intonationen wie &#8222;á-ttack&#8220; oder &#8222;á-byss&#8220; mal ganz abgesehen. Vielleicht sehe ich das zu kritisch. Aber solange man noch Texte versteht, müssen sich diese für mich auch dem natürlichen Sprachfluss angleichen. Selbst im Deathcore.</p>
<p><strong>CONJONCTIVE</strong> bei <a href="https://conjonctive.bandcamp.com/" target="_blank">Bandcamp</a> und <a href="https://www.facebook.com/conjonctive/?fref=ts" target="_blank">Facebook</a></p>
<p><strong>CONJONCTIVE</strong> &#8222;In The Mouth Of The Devil&#8220; komplett bei <a href="https://www.youtube.com/watch?v=tuRC-RHY1pY&amp;list=PLqjg6JntgxHTCGQn2DKEO8Pe6JyYdUbw8" target="_blank">YouTube </a>anhören</p>
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		<title>Der Deathcore ist gerettet &#8211; FIT FOR AN AUTOPSY</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Mar 2017 08:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Core]]></category>
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		<category><![CDATA[Deathcore]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FIT FOR AN AUTOPSY&#160;&#8211;&#160;The Great Collapse Veröffentlichungsdatum: 17.03.2017 Länge: 39:51 Min. Label:&#160;Good Fight Music Stil: Deathcore Was kann den Deathcore&#160;im Jahr 2017 jetzt noch retten? Jetzt wo BORN OF OSIRIS ihr Debüt neu aufgelegt und mit genau den Synths versehen haben, die ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>FIT FOR AN AUTOPSY&nbsp;</strong>&#8211;&nbsp;The Great Collapse<br />
Veröffentlichungsdatum: 17.03.2017<br />
Länge: 39:51 Min.<br />
Label:&nbsp;Good Fight Music<br />
Stil: Deathcore<span id="more-15221"></span></p>
<p>Was kann den Deathcore&nbsp;im Jahr 2017 jetzt noch retten? Jetzt wo <strong>BORN OF OSIRIS</strong> ihr Debüt neu aufgelegt und mit genau den Synths versehen haben, die ihre letzten Alben für alte Fans so nervig machten, und <strong>SUICIDE SILENCE</strong>&nbsp;mit einer schlechten Nu-Metal-Wiederbelebung ihre Verkaufszahlen total vor die Wand gefahren haben, scheint die Rettung immer weiter in die Ferne zu rücken. Doch mein bisheriges&nbsp;Deathcore-Album des Jahres und der beste Auszug aus dem Katalog von <strong>FIT FOR AN AUTOPSY</strong>&nbsp;ist das Licht am Ende dieses Tunnels.</p>
<p>Politische Missstände aufzeigen ist ein selbst gesetztes Ziel dieser US-amerikanischen Deathcore-Band aus New Jersey. Laut ihrer Ansicht verschwendet eigentlich jeder seine Zeit und sein Potenzial, wenn er seine Musik nicht dafür nutzt, sich in die politische Debatte einzumischen. Aber das ist ein anderes Thema. Auf &#8222;The Great Collapse&#8220; jedenfalls sind es Umweltthemen, die in den Vordergrund rücken. Die Truppe drückt ihre Meinung zum Klimawandel und allen anderen von Menschenhand geschaffenen Problemen sehr deutlich aus&nbsp;&#8211; ein großer Kollaps ist im Gange. Diese dunkle und pessimistische Atmosphäre spiegelt sich auch auf dem Cover der Scheibe wieder, welches von <strong><a href="https://www.instagram.com/nightjarillustration/">Adam Burke</a></strong>, der auch die neue <strong>SÓLSTAFIR</strong>-Platte gestaltet hat,&nbsp;eindrucksvoll in Szene gesetzt wurde. Und in der Musik geht es genauso zu, wie die Illustrationen es vermuten lassen: hemmungslos, inhuman, emotionsgeladen und rücksichtslos.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-15258 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Fit-for-an-Autopsy-by-Bobby-Bates-1000x515.jpg" height="420" width="814" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Fit-for-an-Autopsy-by-Bobby-Bates-1000x515.jpg 1000w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Fit-for-an-Autopsy-by-Bobby-Bates-1000x515-300x155.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/Fit-for-an-Autopsy-by-Bobby-Bates-1000x515-750x386.jpg 750w" sizes="(max-width: 814px) 100vw, 814px" /></p>
<p><strong>GOJIRA</strong>-artige Riffs begleiteten bereits&nbsp;auf dem Vorgänger &#8222;Abosulte Hope Absolute Hell&#8220; einige Lieder. Auf diesem neuen Album wird das Ganze weniger unterschwellig präsentiert als es noch auf <em>&#8222;Out To Sea&#8220;</em>,<em> &#8222;Mask Maker&#8220; </em>und<em> &#8222;Ghosts In The River&#8220;</em> zu hören war. Das Intro und die Bridge von<em> &#8222;Black Mammoth&#8220;</em> enthalten hier ein verdächtig nach einer Kopie von <strong>GOJIRA</strong> klingendes Riff. Wenn ich genau hinhöre, entdecke ich diese und weitere technische und progressive Elemente auf fast allen Tracks des Albums. Soli, die Lust auf weniger Breakdowns machen, finde ich zwischen den unablässigen Screams des Sängers bei <em>&#8222;Terraform&#8220;</em> und <em>&#8222;Iron Moon&#8220;</em>. Auf Letztgenanntem darf man kurzzeitig niemand anderen als <strong>ION DISSONANCE</strong>-Frontmann <strong>Kevin McCaughey</strong> beim Schreien zuhören.</p>
<h4>Antizipation und Kollaps</h4>
<p>Langsamere und ruhige Momente sind handverlesen, was bei einer sonst so brutalen und kompromisslosen Band von Anfang an klar sein sollte. Trotzdem versüßt mir der letzte Song <em>&#8222;Spiral&#8220;</em> mit der Post-Rock-Einlage vor dem letzten Breakdown des Albums den Tag. So weckt man Antizipation auf einen Breakdown! Denn besonders typisch für <strong>FIT FOR AN AUTOPSY</strong> sind die vielen abwechslungsreichen Strukturen der Songs und Breakdowns. Da darf es gern mal ein Moment mehr sein, den ich bei anderen Bands als lästig und faul empfinden würde. Zwischen <em>&#8222;Heads Will Hang&#8220;</em> und <em>&#8222;Too Late&#8220;</em> ist so ziemlich jede Art von Breakdown dabei, die man sich nur wünschen kann.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-15260 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/fit-for-an-autopsy-1024x576.jpg" height="402" width="715" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/fit-for-an-autopsy-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/fit-for-an-autopsy-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/fit-for-an-autopsy-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/fit-for-an-autopsy.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 715px) 100vw, 715px" /></p>
<p>Weitere technische Spielereien sind&nbsp;auf <em>&#8222;Terraform&#8220;</em> und <em>&#8222;When The Bulbs Burn Out&#8220;</em> zu entdecken. Letzteres enthält den gleichen erregenden Gitarrenton, der auch meinen bis jetzt liebsten Breakdown des Jahres auf dem vorhin genannten<em>&#8222;Iron Moon&#8220;</em> verschönert. Außerdem wird es durch ein Zitat eingeleitet, welches klarstellt, dass die Erderwärmung kein Hirngespinst ist. Politisch motiviert sind alle Texte auf &#8222;The Great Collapse&#8220;. So handelt <em>&#8222;Black Mammoth&#8220;</em> zum Beispiel von der Dakota-Pipeline, die in den USA durch Stammesgebiet der indigenen Sioux verläuft. Ebenfalls das dazu entstandene Video handelt von diesem Thema und liefert düstere, beeindruckende Bilder.</p>
<p>Der im Titel der Platte beschriebene Kollaps beschränkt sich in den Texten auf umwelt-relevante Themen. Ziemlich angepisst und negativ gegenüber den Entscheidungen der Machthaber wirken die US-Amerikaner sofort. Bereits auf dem Opener <em>&#8222;Hydra&#8220;</em> stellt man im Text klar, dass, wenn man denen einen Kopf abschlägt, zwei weitere nachwachsen. Ein Teufelskreis entsteht innerhalb des Systems und<strong> FIT FOR AN AUTOPSY</strong> machen genau zur richtigen Zeit darauf aufmerksam. Die fragwürdige Umstruktierung der Umweltbehörden der USA und der Ernennung eines Klimawandel-Zweiflers zum Umweltminister dürften die umweltpolitische Debatte in den nächsten Jahren zum Kochen bringen.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;">Cause when you cut off their head fucking two grow back! &#8211; <em>&#8222;Hydra&#8220;</em></p>
</blockquote>
<p>Und wo bleibt die eingangs erwähnte Emotion? Sie ist auf jedem Song zu spüren und verleiht der gesamten Scheibe diesen besonders bitteren Unterton. Jede dem Zuhörer ins Gesicht geschriene Proklamation trägt sehr viele negative Gefühle und Einstellungen. Dass diese Tragweite von der grandiosen Instrumentalisierung getragen wird, ist natürlich klar. Auch melodischer Gesang ist mehr oder weniger mit von der Partie, wie auch schon auf dem letzten Album. Wie spärlich er hier eingesetzt wird, zeigt die natürliche Entwicklung der Gruppe auf. Wahrscheinlich hätte ich mit so einem Kracher rechnen müssen. Jetzt, wo ich rückblickend auf ihre alten Alben erkennen muss, dass dieser nächste Schritt unausweichlich war.</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/FitForAnAutopsyOfficial/">Facebook</a></p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/NxLYJJnlGs8?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Core Classics #28 &#8211; THE AGONY SCENE</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Mar 2017 08:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Blackened]]></category>
		<category><![CDATA[breakdowns]]></category>
		<category><![CDATA[classics]]></category>
		<category><![CDATA[Core]]></category>
		<category><![CDATA[core classics]]></category>
		<category><![CDATA[death metal]]></category>
		<category><![CDATA[Metalcore]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Core-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Core-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die Straße traue<strong>n!</strong></b></p>
<p><strong>THE AGONY SCENE </strong>&#8211; The Agony Scene<br />
Veröffentlichungsdatum: 10.06.2003<br />
Länge: 36:01 Min.<br />
Label: Solid State Records<span id="more-14983"></span></p>
<p>Black Metal und Metalcore sind für mich zwei Genres, die nicht oft zusammen funktionieren. Wenn dann doch mal etwas Core im Black Metal oder andersherum zu finden ist, dann klingt es mehr nach Crust oder rohem Hardcore Punk. Dass es eine Veröffentlichung auf diese Liste schafft, die einen essentiellen Teil aus dem Black Metal geliehen hat, ist eine kleine Besonderheit. Wer &#8222;The Darkest Red&#8220; von <strong>THE AGONY SCENE</strong> kennt, weiß bestimmt schon, wie geschickt Death-Metal-Einflüsse im Metalcore verpackt werden können. Dieses Album bescherte der Band ihren Durchbruch, doch das <em><strong>SILENCE</strong></em> wäre nicht das <em><strong>SILENCE</strong></em>, wenn wir uns nicht für einzigartigeres Material interessieren würden. Die größte Innovation der Bandgeschichte waren nämlich die an den Black Metal angelehnten Screams, die auf den folgenden Alben zwar genutzt wird, aber nie so effektiv wie auf ihrem Debüt.&nbsp;Damit ist diese Platte der Gruppe aus Oklahoma ein Schmankerl für jeden Metalcore-Fan, der auf Black-Metal-Gekreische steht. Ein bisschen Schmunzeln musste ich trotzdem, als ich daran dachte, wie fehl am Platz Corpsepaint und brennende Kirchen in der Melodic-Metalcore-Szene wären. Zu viele religiös motivierte Bands treiben da ihr Unwesen. Das würde den unchristlichen Melodic Metalcore wahrscheinlich zum Unmelodic Metalcore machen. Aber um ehrlich zu sein, klingen <strong>THE AGONY SCENE</strong> alles andere als unmelodisch.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-14999 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/the-agony-scene-4fa9b60ee8433.jpg" height="530" width="530" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/the-agony-scene-4fa9b60ee8433.jpg 1000w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/the-agony-scene-4fa9b60ee8433-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/the-agony-scene-4fa9b60ee8433-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/the-agony-scene-4fa9b60ee8433-750x750.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 530px) 100vw, 530px" /></p>
<p>Die Benennung von Gegenstücken mit der Vorsilbe &#8222;Un-&#8220; ist also nicht immer hilfreich, was an der kindischen Natur der Bezeichnung liegt. Denn &#8211; nur mal so am Rande &#8211; lyrische Inhalte bestimmen die musikalische Ausrichtung nicht wirklich, du kannst dich so oft Unblack Metal nennen wie du willst, es klingt immer noch nach Black Metal. Leute, die über einen gesunden Menschenverstand verfügen, suchen sich ja einen Sound raus der ihnen gefällt und nicht einen&nbsp;Text, mit dem sie zu hundert Prozent konform gehen. Außer du bist ein Arschloch, dann kauft trotzdem keiner deine Mucke.</p>
<h4>Wer da noch die typischen Growls und Screams der bekannteren Melodeath-anhimmelnden Kollegen vorzieht, hat einen gewaltigen Schlag vor die Birne verdient!</h4>
<p>Zurück zum ausgezeichneten Debüt der US-Amerikaner: was definiert diesen Erstling außer den Screams? Die Antwort liegt auf der Hand &#8211; es sind die rigorosen Breakdowns und Double-Bass-Passagen, welche den Groove des Albums steuern. Zwischenzeitlich meine ich eine Verschmelzung von <strong>LAMB OF GOD</strong> und <strong>IMMORTAL</strong> herauszuhören, bevor ich diesen Gedanken wieder verwerfe. Obwohl Ähnlichkeiten definitiv vorhanden sind, wurde auf dieser LP etwas gänzlich eigenes gezimmert. Wen zu viele Breakdowns langweilen, der sollte definitiv die Finger davon lassen. Jeglicher Groove ist nämlich so lahm und downbeat, dass es niemals zu längeren Headbang-Passagen kommt. Trotzdem ist es möglich, die Haare schwingen zu lassen. Wem thrashige Riffs gefallen, sollte mit dem Album begnügt sein. <em>&#8222;Shotgun Wedding&#8220;</em> und <em>&#8222;We Bury Our Dead At Dawn&#8220;</em>&nbsp;sollten eigentlich schon reichen, um jedem<strong> KILLSWITCH ENGAGE</strong>-Fan das Genick zu brechen. Und ein Cover des legendären <em>&#8222;Paint It Black&#8220;&nbsp;</em>hat es auch noch auf das Album geschafft. Eingängiges Material mit einem ganz eigenen Ansatz von Härte und Brutalität wird von den Jungs aus Oklahoma zum Besten gegeben &#8211; egal ob Cover oder eigener Song.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-15002 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/tas2008-03.jpg" height="367" width="550" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/tas2008-03.jpg 550w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/tas2008-03-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/tas2008-03-360x240.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px" /></p>
<p>Die vielen Death-Metal-Parts geben der Platte, die sonst so fade und wiederholt klingen würde, einen Hauch von dem, was sie dringend braucht. Damit man sich nicht wie ein Klon aller vorangegangenen Bands anhört, gibt es also Riffs auf die Fresse, die mal thrashig und mal deathig sind. Das beste Beispiel hierfür sind <em>&#8222;Lines Of Suicide&#8220;</em>&nbsp;und&nbsp;<em>&#8222;Habeus Corpus&#8220;</em>. Außerdem klingt vieles, was nach der Scheibe&nbsp;kam, verdächtig nach <strong>THE AGONY SCENE</strong>. Selbst <strong>UNEARTH</strong> und <strong>AS I LAY DYING</strong> scheinen sich den ein oder anderen Trick abgeschaut zu haben. Wenn also der ein oder andere Track hier ähnlich klingt wie &#8222;Shadows Are Securities&#8220; oder &#8222;The Oncoming Storm&#8220;, denkt daran, dass <strong>THE AGONY SCENE</strong> etwas schneller waren. Auch die&nbsp;Pinch Harmonics im Breakdown von <em>&#8222;Eyes Sewn Shut&#8220;</em> finden zum Teil bei neueren Beatdown-Bands Anklang.</p>
<h4 style="text-align: center;">Fazit:</h4>
<p>Dass der Gesang eine komplette Neuerung damals war, muss ich hoffentlich nicht erwähnen.&nbsp;So viel frischen Wind hat es im sonst gesanglich so stagnierenden Core-Genre seit &#8222;Jane Doe&#8220; von <strong>CONVERGE&nbsp;</strong>nicht gegeben. Und eine solche Innovation wird es wahrscheinlich auch nicht mehr geben, da inzwischen ja so ziemlich alles ausprobiert wurde. Wer da noch die typischen Growls und Screams der bekannteren Melodeath-anhimmelnden Kollegen vorzieht, hat einen gewaltigen Schlag vor die Birne verdient. Zumal <strong>Mike Miller&nbsp;</strong>auch tief gehen kann, wie eindrucksvoll auf&nbsp;<em>&#8222;Lines Of Suicide&#8220; </em>und vielen anderen Liedern bewiesen wird. Mischt man das mit den bis heute alles andere als gewöhnlich klingenden Breakdowns und den Blast Beats und man erhält eine abwechslungsreiche, brutale Mixtur von all dem, was Hardcore, Death Metal, Thrash Metal und Melodic Metalcore großartig macht. Und das Beste daran ist, dass sich diese Band wieder zusammengefunden hat, um im Laufe dieses Jahres eine neue EP und ein neues Album herauszubringen. Wir dürfen also gespannt bleiben.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/su-YnPiyKqI?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-28-the-agony-scene/">Core Classics #28 &#8211; THE AGONY SCENE</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Core Classics #26 &#8211; Attack Attack!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Feb 2017 07:25:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[austin carlile]]></category>
		<category><![CDATA[breakdowns]]></category>
		<category><![CDATA[core classics]]></category>
		<category><![CDATA[electronicore]]></category>
		<category><![CDATA[synths]]></category>
		<category><![CDATA[trancecore]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Core-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Core-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die Straße trauen!</b></p>
<p><strong>ATTACK ATTACK!&nbsp;</strong>&#8211; Someday Came Suddenly<br />
Veröffentlichungsdatum:&nbsp;11.09.2008<br />
Länge: 30:24&nbsp;Min.<br />
Label: Rise Records<span id="more-14585"></span></p>
<p>Wenn es ein Genre gibt, das vom Durschnitts-Metaller mehr gehasst wird als Pop, dann ist das wohl EDM und viele andere Unterformen von elektronischer Musik. Zum Teil zu Recht wird den Fans attestiert, nur für Party, Drogen und Sex in die Clubs zu gehen und diese Musik zu genießen. Jedes Konzert läuft in der Vorstellung eines Metal-Fans gleich ab: Eine wabernde Masse bewegt sich voll von Lust und Ecstasy-Tabletten zu herzlosen Beats, die die auf Höhepunkte geiernden Halbstarken in Trance versetzen. Verglichen mit den gegen Metalcore auftretenden Vorurteilen lassen sich einige Parallelen ziehen.</p>
<p>Die Highlights, auf die die Generation Smartphone hier wartet, sind die Breakdowns und die lyrischen Stilmittel,&nbsp;welche allerdings&nbsp;so ausgelutscht sind, dass sie bei vielen Bands austauschbarer nicht sein könnten. Es geht den Sängern so oft um Liebe, Enttäuschung, Selbstzweifel, Kapitalismuskritik und übertriebenem Atheismus, beziehungsweise dem genauen Gegenteil davon, dass der Vorwurf im Raum steht, flache und vereinheitlichte Musik zu machen. Die Sättigungserscheinungen von Metalcore und elektronischer Musik zu vereinen, dürfte folglich einen der größten Shitstorms der modernen Metal-Szene auslösen. Und genau diese Kontroverse nutzten Electronicore-Bands aus, wobei es heute um die Speerspitze dieser Bewegung geht. Die Kombination aus Keyboard-Solos, Breakdowns und simplen Synthesizern war ihnen jedoch nicht genug. <strong>ATTACK ATTACK!</strong> sind neben ihrer Musik auch für Drama bekannt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-14623 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/aa073-1024x1024.jpg" height="545" width="545" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/aa073-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/aa073-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/aa073-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/aa073-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/aa073.jpg 1425w" sizes="auto, (max-width: 545px) 100vw, 545px" /></p>
<p>So schied das Gründungsmitglied <strong>Austin Carlile</strong> bereits 2008 aus der Band aus und stellte sich mit <strong>OF MICE AND MEN</strong> eine weitere erfolgreiche Metalcore-Truppe zusammen. Als diese jedoch seinen 180-Grad-Wechsel zu religiösen Texten und noch weicherer Musik nicht mitmachen wollten, wurde die nach einem Buch benannte Gruppe die nächste, die <strong>Austin</strong> verlassen musste. Bei der Band, um die es heute geht, füllte dann <strong>Gabe&nbsp;Barham</strong> die Lücke, die <strong>Austin</strong> hinterließ. Dieser hielt kaum ein Jahr durch, ehe er sich freiwillig von der Band trennte. Sein Ersatz bei <strong>ATTACK ATTACK!</strong> war niemand anderes als die heutige Besetzung der Einmannshow <strong>BEARTOOTH</strong>. Der 2008 dazugestoßene Keyboarder <strong>Caleb Shomo</strong> übernahm die Pflichten des Sängers jedoch auch nur bis 2012 und das läutete den endgültigen Abschied ein. Trotz einem weiteren neuen Gesangstalent namens <strong>Phil Druyor</strong> (<strong>I AM ABOMINATION</strong>), einer Single und etlichen Studio-Updates blieb Album Nummer vier nur ein Traum. 2013 gingen die Lichter endgültig aus und wer weiß schon, wie viele Scenesterherzen dadurch gebrochen wurden.</p>
<p>Mal ganz davon abgesehen, dass in der Besetzung der Band eindeutig der Wurm drin war &#8211; schließlich verließ auch der Gitarrist&nbsp;<strong>Johnny Franck </strong>die Band 2010 &#8211; dürfte die Musik kaum noch unorigineller sein. Auf der Erfolgswelle von <strong>CONFIDE</strong>,<strong> ASKING ALEXANDRIA</strong>&nbsp;und Co. ritten auch diese US-Amerikaner mit. Sie verschärften ihren Drang zum Auffallen&nbsp;auch noch durch die Wortschöpfung &#8222;Crabcore&#8220;. Damit wurden die&nbsp;krabbenartigen Bewegungen zum Rhythmus der Breakdowns in ihren Videos beschrieben.<strong> ATTACK ATTACK!</strong> verwandelte diesen Scherz in ein beliebtes Meme, aus dem sie Profit schlugen. Merchandise&nbsp;mit dem Aufdruck wurde zu Genüge verkauft, weil kaum ein Fan&nbsp;Witze, bei denen die Bands mitspielen, nicht gut findet. Zahlreiche Nacheiferer folgten, aber kaum einer konnte die wahren Könige der Bewegung an Fremdscham überbieten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-14624 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/n38597.jpg" height="317" width="475" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/n38597.jpg 475w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/n38597-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/n38597-360x240.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 475px) 100vw, 475px" /></p>
<p>Schon allein das an Crunk erinnernde Intro des Albums <em>&#8222;Hot Grills, and High Tops&#8220;</em> ist&nbsp;nicht einzuholen. Immerhin könnte kein anderes Lied der Welt so gut wie auf das folgende Autotune-Fest <em>&#8222;Stick Stickly&#8220;</em> &#8211; einen der ikonischsten Songs der Bandgeschichte &#8211; vorbereiten. Wer sich von euch bei diesem grässlich übertriebenen Chorus die Ohren zuhält, den kann ich sehr gut verstehen. Jeder der erzählt, dass Mathcore Kopfschmerzen verursacht, hat noch nicht mit den Meisterwerken aus der Trancecore-Szene zu tun gehabt. Mitsingen und betrunken zur Musik schwingen geht trotzdem noch &#8211; keine Angst. Wenn man sich nicht zu Ernst nimmt, kann man dieser Band also doch etwas abgewinnen. Welcher Alkoholpegel allerdings nötig ist, sollte ein Geheimnis bleiben. Produziert wurde&nbsp;diese Gräueltat nebenbei bemerkt von <strong>Joey Sturgis</strong>, dem Schöpfer aller Einheitsbrei-Metalcore-Bands. Das letzte fehlende Qualitätssiegel ist dann der Name des Labels <strong>Rise Records</strong>, welches ziemlich doll nach Hot Topic riecht und zusammen mit <strong>Sturgis</strong> gerne mal geldgierige Manifestationen der Übersättigung von Metalcore auf den Markt bringt.</p>
<blockquote><p>I always thought that you would be the one<br />
But, baby, just give me a chance &#8211; <em>&#8222;The People&#8217;s Elbow&#8220;</em></p></blockquote>
<p>Ich würde&nbsp;euch sogar&nbsp;raten in die gesamte Platte nicht reinzuhören. Dadurch würden euch so grässliche Titel wie <em>&#8222;Catfish Soup&#8220;</em> und <em>&#8222;What Happens If&nbsp;I Can&#8217;t Check My MySpace When We Get There&#8220;&nbsp;</em>erspart bleiben. Wenn ihr auf Masochismus steht und euch trotz meiner nett gemeinten Empfehlung, dieses Album zu überspringen, an die Scheibe wagt, hoffe ich keine Klagen an den Hals zu kriegen. Anstiftung zum Selbstmord dürfte ein ziemlich schwerwiegender Tatbestand sein, also lasst mich und euch nicht hängen.</p>
<h4>Fazit:</h4>
<p>Trotz der zahlreichen Gruppen, die von ehemaligen Mitgliedern dieser Band gegründet wurden, bleibt das Erbe von <strong>ATTACK ATTACK!</strong> ein sehr unschönes. Stellt euch einfach vor, ihr würdet von eurer Tante kein Geld, sondern nur Schulden erben. So ungefähr dürfte sich jeder Musiker fühlen, der in dieses Projekt involviert war und es nicht als einen Fehler seiner Jugend abtun möchte. Es wird im Text so dick aufgetragen, dass die Instrumente eigentlich gar nicht hinterherkommen können. Aber die auserkorenen <strong>PITBULL</strong>s des Metals sorgen für schwer greifbare und künstlerisch unvertretbare Musik, deren emotionale Qualität der eines Dixi-Klos entspricht. Und auch ich habe nun erfolgreich meinen Scheißhaufen auf eine der vielen Todsünden im Metalcore gesetzt. Vertretet ihr die gleiche Meinung und platziert euer Stoffwechselendprodukt&nbsp;ebenfalls auf <strong>ATTACK ATTACK!</strong>? Lasst es mich wissen.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/KDzt6yI3Dw8?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Bitte nicht ins Gesicht! &#8211; Xibalba</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Feb 2017 09:06:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Core]]></category>
		<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[beatdown]]></category>
		<category><![CDATA[breakdowns]]></category>
		<category><![CDATA[death metal]]></category>
		<category><![CDATA[Hardcore]]></category>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong>XIBALBA&nbsp;</strong>&#8211;&nbsp;Diablo, Con Amor.. Adios<br />
Veröffentlichungsdatum: 17.02.2017<br />
Länge: 10:44&nbsp;Min.<br />
Label:&nbsp;Closed Casket Activities<br />
Genre:&nbsp;Beatdown Hardcore / Death Metal</p>
<p style="text-align: left;"><span id="more-14477"></span></p>
<p>Ich&nbsp;dachte, ich habe ein verspätetes Valentinstagsgeschenk in der Hand, als mich das wunderschöne Cover der neuen Xibalba EP angrinste. Dazu passend wurde auch der Titel des zweiten Songs gewählt, schließlich hat der Postbote es auch <em>&#8222;Con Amor&#8220;</em>&nbsp;&#8211; also mit Liebe &#8211; hinter dem Haus abgeworfen. Mit etwas weniger Liebe für die Welt sind die fünf Freunde aus Kalifornien schon immer aufgetreten. Das verändert sich auch auf diesem Teufelswerk nicht. Negative Energien sind immer spürbar und das nicht zuletzt dank der vielen Breakdowns. Auch wenn ich nicht weiß, ob man es noch einen Breakdown nennt, wenn das gesamte Lied ein Breakdown ist. Trotzdem bin ich froh, dass es sich so anhört wie von <strong>XIBALBA</strong> gewohnt. Da <em>&#8222;Diablo&#8220;</em> die erste musikalische Meldung seit 2 Jahren war, lässt es nicht nur auf ein neues Album hoffen. Es lässt viel mehr auf ein neues Album hoffen, das den Stil von &#8222;Diablo, Con Amor.. Adios&#8220; fortführt.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-14483 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/11988454_906905002691024_8624958965188725121_n.jpg" height="640" width="640" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/11988454_906905002691024_8624958965188725121_n.jpg 640w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/11988454_906905002691024_8624958965188725121_n-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/11988454_906905002691024_8624958965188725121_n-300x300.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" />
<p><!--more--></p>
<p>Der große Einfluss von Death Metal auf den Beatdown, der hier verzapft wird, ist omnipräsent in der Musik der Band, die für ihre Solidarität mit mexikanischen Einwanderern und die vielen spanischsprachigen Titel angefeindet wird. Warum sich Leute, die damit ein Problem haben, in der Hardcore-Szene breit machen, weiß ich nebenbei bemerkt nicht und hoffe, dass sie den Ausgang finden. Sie zum kürzesten der drei Lieder auf der Scheibe aus dem Club zu treten, sollte jedoch möglich sein, denn <em>&#8222;Diablo&#8220;</em> hat so viel Punch, wie einige Bands nicht mal auf einem ganzen Album. Hier wird kein Blatt vor den Mund genommen, der Text passt zu den Instrumenten und die Musik passt zu jeder Hardcore-Show, auf der sich Leute wie ich vom Pit fernhalten sollten. Ansonsten landen nämlich ein paar Fäuste im Gesicht.</p>
<blockquote>
<h3>I&#8217;ll walk myself into hell, just for you. Devil in me. &#8211; <em>&#8222;Diablo&#8220;</em></h3>
</blockquote>
<p>Auffällig ist die Tatsache, dass sich das erste und das zweite Lied lyrisch miteinander verknüpfen, wobei beide auf eine addierte Länge von 5:22 Minuten kommen. Das letzte Lied <em>&#8222;Adios&#8220;</em> ist ebenfalls 5:22 Minuten lang und damit ergibt sich eine EP, die sich perfekt in zwei Hälften schneiden lässt. Das erleichtert sogar den Hörfluss, wenn man darauf achtet. Dafür gibt es einen Daumen nach oben für den Produzenten, oder wer auch immer diese versteckte, kleine Idee hatte.&nbsp;Die beiden folgenden Lieder nehmen also keinen Druck&nbsp;weg, sondern&nbsp;verstärken diesen&nbsp;eher noch mehr. Mir wird ein perfekter Appetitanreger&nbsp;für das kommende Album serviert. Vielleicht hat man neben <a href="https://www.youtube.com/watch?v=0zb3ftDcrHI">Genre-übergreifenden Musikvideos</a> auch bald die Zeit für eine fünfte gehörgangzerberstende Langspielplatte. Diese sollte&nbsp;dem Vorgänger &#8222;Tierra y Libertad&#8220;gerecht werden und mehr Experimentierfreude enthalten. Musikalische&nbsp;Neuerfindungen finden sich auf der EP nämlich nicht und für Innovationen waren <strong>XIBALBA</strong> bislang nicht bekannt. Das Zeug für eine Reise in unbekannte, musikalische Gefilde hätten sie jedoch definitiv.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="400" scrolling="no" frameborder="no" src="https://w.soundcloud.com/player/?visual=true&#038;url=https%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F302177729&#038;show_artwork=true&#038;maxwidth=1140&#038;maxheight=1000"></iframe></p>
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		<title>Core Classics #24 &#8211; Unearth</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Feb 2017 10:28:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[breakdowns]]></category>
		<category><![CDATA[Bury Tomorrow]]></category>
		<category><![CDATA[core classics]]></category>
		<category><![CDATA[Melodic Metalcore]]></category>
		<category><![CDATA[Metalcore]]></category>
		<category><![CDATA[Unearth]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Core-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-24-unearth/">Core Classics #24 &#8211; Unearth</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Core-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die Straße trauen!</b></p>
<p><strong>UNEARTH&nbsp;</strong>&#8211;&nbsp;The Oncoming Storm<br />
Veröffentlichungsdatum:&nbsp;29.06.2004<br />
Länge: 40:36 Min.<br />
Label: Metal Blade Records</p>
<p>Die großartigste Metalcore-Band der Melodic-Death-Metal-Schule ist in den Augen der meisten natürlich <strong>AS I LAY DYING</strong>. Die Truppe rund um unseren Lieblingsinsassen <strong>Tim Lambesis</strong> hatte kommerziellen Erfolg und war trotzdem individuell. Eine der Bands, die im Schatten der noch größeren Gruppierungen ihr Dasein fristeten, ist <strong>UNEARTH</strong>. Dieses Album war erst ihre zweite LP, doch der stilgetreue und verspielte Ton, den man auf dem Debüt nur vermuten konnte, festigt sich hier bereits. Schließlich gibt es die Formation&nbsp;zu dem Zeitpunkt der Veröffentlichung bereits seit 1998.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-14142 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/a1310322144_10-1024x1024.jpg" height="488" width="488" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/a1310322144_10-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/a1310322144_10-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/a1310322144_10-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/a1310322144_10-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/a1310322144_10.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 488px) 100vw, 488px" /><br />
Die Geschicke von Produzent <strong>Adam Dutkiewiecz</strong> sind deutlich hörbar &#8211; er war für viele der Melodic-Metalcore-Alben der Meisterklasse verantwortlich, sowohl als Gitarrist als auch als Produzent. Die Belohnung für dieses herausragende Werk waren nicht nur gute internationale Kritiken. Ohne die Veröffentlichung dieses Albums und das Unterschreiben eines Vertrags bei Metal Blade Records, wäre es nie zum Ritterschlag für die Gruppe gekommen: sie spielten auf der Headbanger United States Tour von MTV mit&nbsp;den Legenden <strong>LAMB OF GOD</strong>, <strong>KILLSWITCH ENGAGE</strong> und <strong>SHADOWS FALL</strong>. Außerdem spielten sie auch auf Festivals wie dem <strong>OzzFest</strong>. Da ich&nbsp;<strong>UNEARTH</strong> bereits live gesehen habe, kann ich bestätigen, dass das eine unglaublich gute Show gewesen sein muss. Meine Favoriten stammen dabei beide von &#8222;The Oncoming Storm&#8220;: der Fanliebling <em>&#8222;Zombie Autopilot&#8220;</em> und das konzerttaugliche <em>&#8222;Black Hearts Now Reign&#8220;</em>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-14145" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/unearth_07.jpg" height="373" width="553" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/unearth_07.jpg 600w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/unearth_07-300x203.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 553px) 100vw, 553px" /></p>
<p>Diese beiden Lieder sind aber nicht die wichtigste Kombination aus zwei aufeinanderfolgenden Liedern auf dieser Scheibe. <em>&#8222;Failure&#8220;</em> schließt zum Beispiel nahtlos an den Opener <em>&#8222;The Great Dividers&#8220;</em> an, da beide tonangebend für eine 40-minütige Reise durch das Metalcore-Schlaraffenland sind. Neben den Riffs, die sofort in den Kopf gehen, bleibt auch fast jeder Breakdown&nbsp;wiedererkennbar. Nicht umsonst wurden sie von&nbsp;neueren Bands wie <strong>BURY TOMORROW</strong> als Meister der Breakdowns bezeichnet, ohne die es viele Bands heute nicht geben würde. Die beiden letzten Lieder sind auf der Reise genauso wichtig wie die Songs in der ersten Hälfte. Die &#8222;Ruhe&#8220; vor dem Sturm gibt es auf <em>&#8222;Predetermined Sky&#8220;</em>, bevor <em>&#8222;False Idols&#8220;</em>, mit der typischen Hardcore-Attitüde ausgestattet, daherkommt. Damit erreicht man jeden Fan, der eine Schwäche für solche &#8222;Wir gegen die Welt&#8220;- und Anti-System-Songs hat. Verpackt hat man es trotzdem viel schöner als irgendwelche Brocore-Bands es je schaffen könnten.</p>
<blockquote><p>&#8222;here we stand. lessened are the far and few who sustain, protect and nurture. who stands before us. we lay our lives down for the<br />
star. who stands before us. as we speak. we lay our lives down for the star. it&#8217;s all pathetically the same&#8220; &#8211;<em> &#8222;False Idols&#8220;</em></p></blockquote>
<p>Eine stolze Bandgeschichte haben die Jungs aus Boston schon hinter sich. Ich glaube, man kann sich auf die Schulter klopfen, wenn man Metalcore-Bands von einem Kaliber wie <strong>BURY TOMORROW</strong> inspiriert hat. Diese Briten sind auch ein absoluter Tipp im Genre, obwohl sie auch im Schatten der großen US-amerikanischen Bands leben müssen. Trotzdem ist ihre Größe schon ansehnlich gewachsen und ihre Fangemeinschaft pendelt sich von der Treue irgendwo zwischen&nbsp;<strong>UNEARTH</strong> und <strong>NORMA JEAN</strong> ein. Erstaunlich wie viele Parallelen hier zu finden sind, entweder wiederholt sich die Geschichte wirklich oder ich habe einen Fehler in der Matrix entdeckt. Aber hört selbst was es dank<strong> UNEARTH</strong> auf dem Markt noch für Bands gibt:</p>
<h4 style="text-align: center;">(Achtung: akute Riffwarnung, bitte verlassen sie den Raum falls sie melodieresistent sind!)</h4>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/scB89V6HQDU?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Sogar die Bonustracks, die diesem Album bei einem Re-Release übergeholfen wurden, sind keine B-Sides, sondern vom Debüt-Album &#8222;Stings Of Conscience&#8220;. Unpolierter und roher als der Rest des Albums sind sie keine logische Ergänzung und dennoch gehen sie ins Ohr. Emotionale Tiefen oder Höhen hat die Platte nicht zu bieten, es bleibt eigentlich immer bei der gleichen, galoppartigen Geschwindigkeit, bei der an keiner Haltestelle gestoppt wird. Und wo es keine definitiven Highlights geben muss, da tanzt jedes Lied komplett aus der Reihe, was nicht dem Standard des restlichen Albums entspricht. Ich hatte von einem großen Label eh nicht erwartet, dass solche künstlerischen Schritte verstanden werden. Meckern mag ich trotzdem nicht, denn der &#8222;neuen&#8220; Version des Albums lag auch eine DVD bei. Diese ist mit den typischen Backstage-Aufnahme-Inhalten, Musikvideos und Live-Performances bestückt. Also doch etwas mehr Fan-Service, als es bei einem kleinen Label möglich ist.</p>
<h4>Fazit:</h4>
<p>Und was ist das Beste an dieser Band und diesem Werk? Die inzwischen etwas älteren Männer machen weiterhin großartige Musik, die sich nicht von ihren Wurzeln entfernt. Vielmehr erwarten dich auf jedem späteren Album verfeinerte und auch zum Teil noch härtere Versionen von<strong> UNEARTH</strong>, was man auf dieser Scheibe lieben lernt. Kein Stein wird von dieser Melodic-Metalcore-Kapelle auf dem anderen gelassen. Egal ob lyrisch oder instrumental werden Konzepte aus dem Alltag und der gesamten menschlichen Welt aufgebrochen, besprochen und verarbeitet. Eine weitere Band die es schafft, eine Brücke zwischen alten und jungen Fans zu schlagen und darauf sollte vielleicht öfter angestoßen werden. Schließlich war jeder alte Fan mal ein unerfahrener neuer Fan, der nur an der Oberfläche kratzte.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/gYKlEPrGTpg?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-24-unearth/">Core Classics #24 &#8211; Unearth</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Core Classics #20 &#8211; All Shall Perish</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Jan 2017 11:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[ASP]]></category>
		<category><![CDATA[breakdowns]]></category>
		<category><![CDATA[core classics]]></category>
		<category><![CDATA[death metal]]></category>
		<category><![CDATA[Deathcore]]></category>
		<category><![CDATA[poser]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Core-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Core-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die Straße trauen!</b></p>
<p><strong>ALL SHALL PERISH&nbsp;</strong>&#8211;&nbsp;Hate. Malice. Revenge<br />
Veröffentlichungsdatum:&nbsp;19.04.2003<br />
Länge:&nbsp;36:08 Min.<br />
Label:&nbsp;Amputated Vein (Japan), Nuclear Blast (US)</p>
<p>Selten sind Bandname und Albumtitel so passend wie bei diesem Prachtexemplar der Deathcore-Geschichte. Ja, ihr habt richtig gelesen, heute geht es um das Genre, was dank <strong>Mitch Lucker</strong>-Gedenksprüchen auf den Profilen tausender potenzieller MySpace-User, den Respekt von einigen Individuen in der Metal-Szene verloren hat. Die angebliche Kommerzialisierung und der Verfall des Genres sind&nbsp;leider für Außenstehende fast schon nachweisbar. Mit der steigenden Popularität von primitiverem Songwriting&nbsp;und der Glorifizierung von uninspirierten Riffs sowie Breakdowns, die nur da sind weil es ja welche geben muss, wirkt es auf den gewöhnlichen Metal und Hardcore sehr stumpf. Das geht sogar so weit, dass auf Wikipedia ein Abschnitt der Kritik am Deathcore ungerechtfertigterweise gewidmet wird.</p>
<p>Betrachtet man das eigentliche Problem jedoch genauer, merkt man sofort was los ist. Ähnlich wie Fans vieler anderer Musik-Genres fällt es Death Metal-Fans schwer, neue Leute in ihren exklusiven Club aufzunehmen, die nicht ihrem typischen Fan-Bild entsprechen. Das Posertum lebt ja bekanntlicherweise nur in den Core-Genres und hört harte Musik nur als Phase oder um cool zu wirken. Warum sich die gleichen Leute, die solche Poser verabscheuen, mit hässlichen und billigen Totenkopf- und Band-Tattoos zukleistern um ihre Zugehörigkeit zur brutalen Übermacht der Gehörlosen zu zeigen, war mir nie bewusst. Letztendlich kann man sagen, wer Musik macht, die von Death Metal und Breakdowns inspiriert ist, der kann oft nur so stumpf sein wie seine Quellen. Musikalische Qualität ist kein Faktor nachdem hier gemessen wird. Die vielen, simpel gestrickten Death Metal-Bands sind schnell vergessen und das alles nur, um die eigene Angst vor einer Modernisierung des Lieblings-Stils zu rechtfertigen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13260 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/1000x1000.jpg" width="700" height="700" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/1000x1000.jpg 700w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/1000x1000-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/1000x1000-300x300.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /></p>
<p>Aber kommen wir nun zum Wesentlichen: Mit wem fing der Spaß denn damals überhaupt an? Die bekanntesten Genre-Väter sind wahrscheinlich <strong>THE ACACIA STRAIN</strong>,&nbsp;<strong>DESPISED ICON</strong>,<strong> ANTAGONY</strong>, <strong>SUFFOCATION</strong> (wegen dem Einbau von Breakdowns) und eben <strong>ALL SHALL PERISH</strong>. Der Terminus Deathcore sollte zwar damals <strong>EARTH CRISIS</strong> beschreiben, was ziemlich fehl am Platz ist, wenn man den Hardcore-lastigen Metalcore hört, den diese eigentlich spielen. Aber mit denen beschäftigen wir uns in einer anderen Folge. Die Jahre 2001 bis 2003 sind die wichtigsten für die Geschichte des Breakdown-vernarrten Deathcores. So hatten experimentierfreudige Ohren 2001 die Platte &#8222;See Through These Eyes&#8220; von <strong>ANTAGONY</strong> auf dem Teller und ein Jahr später durfte man <strong>DESPISED ICON</strong>s &#8222;Consumed by Your Poison&#8220; genießen. Im Jahr 2003 erschien dann dieser Gaumenschmaus von<strong> ALL SHALL PERISH</strong>, den wir gleich besprechen wollen. Eine heilige Dreifaltigkeit war geboren.</p>
<h4>Death Metal als Beatdown</h4>
<p>Und wie genau klingt jetzt das letzte Stück&nbsp;im Deathcore-Puzzle? Breakdowns, viele Breakdowns. Ungefähr 10 Minuten dieses Albums dürften es sein, die mit diesen Zusammenbrüchen in den Songstrukturen ausgefüllt&nbsp;werden. Ganz wichtig sind damals auch schon Blast Beats und Pig Squeals, die Breakdowns ankündigen. Und dazu kommen Riffs die Laune machen und sogar Tempo, Tempo und nochmal Tempo! Bei den vielen Downbeat-Deathcore-Bands, die ihre dreiminütigen Lachnummern von Songs heutzutage mit der Geschwindigkeit von ca. einer Note aller 30 Sekunden runterspielen, sind Lieder wie <em>&#8222;Laid To Rest&#8220;</em> von diesem Album ein Segen&nbsp;für die Seele. Das Endergebnis erinnert viel mehr an traditionellen Death Metal als Beatdown und das ist auch gut so. Viel länger als 30 Minuten würde man ein Fest aus schlecht gemachten, ständig wiederholten Breakdowns auch nicht&nbsp;aushalten. Das sollte man vielleicht einigen jüngeren und kleineren Bands&nbsp;so als Tipp mit auf den Weg geben.<br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13258 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/hqdefault.jpg" width="480" height="360" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/hqdefault.jpg 480w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/hqdefault-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px" /></p>
<p>Genau solche Tipps brauchten die US-Amerikaner Anfang der 2000er nicht. Mit diesem und den folgenden drei Alben erfanden sie sich jedes Mal ein kleines bisschen neu, was Qualität und Quantität betrifft. Auch wenn der Gesang bereits auf diesem Album schon sehr gut&nbsp;war, setzen sich die späteren Veröffentlichungen stark von dieser hier ab. Der Grund dafür: ein neuer Mann schreit wie ein Besenkter ins Mikrofon. Und was ist an dem jetzt anders? Der jetzige <strong>SUICIDE SILENCE</strong>-Frontmann<strong> Eddie Hermida</strong> kann es einfach tausendmal besser, er ist wie ein Sänger aus einem schlechten Infomercial. Nur das in seinem Fall alles stimmt, was über seine tiefen und hohen Screams erzählt wird. Deshalb war eine der besseren Nachrichten für Deathcore-Fans in 2015, dass er der Band seine Stimmbänder auch in den kommenden Jahren wieder leiht. Nach einer Auflösung soll es jetzt nämlich weitergehen. Ich bezweifle aber, dass der werte <strong>Herr Hermide</strong> noch Zeit dafür erübrigen kann, wenn er damit beschäftigt ist, merkwürdige Garagen-Demos mit <strong>SUICIDE SILENCE</strong> aufzunehmen. Ich meine, schaut euch nur die Dislikes an, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=KQgMTuyjATk">dann wisst ihr woran er gerade ist</a>. Der alte Sänger in <strong>ALL SHALL PERISH</strong> klingt auf dieser Scheibe hier dann doch etwas präziser und besser.</p>
<h4 style="text-align: center;">Fazit</h4>
<p>Ein alter Schinken, der leider zu vielen Deathcore-Fans, die sich erst seit 2008, dank Gestalten wie <strong>WHITECHAPEL</strong> und <strong>SUICIDE SILENCE</strong>,&nbsp;aus ihrem Hot Topic trauen, kein Begriff ist. Schade eigentlich, denn er hat all das, woran es dem größten Anteil an Bands heutzutage mangelt. Das besondere&nbsp;Aroma wird&nbsp;hierbei von der Eigenmarke &#8222;Achselhöhlen- und Poritzenschweiß von Death Metal-Fans der späten 1990er&#8220; erzeugt, an der sich viele Leute, meiner Meinung nach, öfter bedienen dürfen. Auch wenn es lyrisch immer noch von den&nbsp;typisch fiesen Themen wie Rache, Hass und Mord handelt, sind diese in einer wesentlich gereifteren Form&nbsp;niedergeschrieben als heutzutage. Da finden&nbsp;sich bei <strong>CARNIFEX</strong> und Co. Texte über Mordgelüste und Rachepläne, die <strong>Jeremy Tyler Müller</strong> wahrscheinlich hat, wenn seine herzallerliebste Mutter seine Skinny-Jeans zu heiß gewaschen hat. Dann passen die nicht einmal mehr dem Skelett von&nbsp;<strong>Ana Carolina Reston</strong>.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/3AH79suFFk8?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Wenn generischer Core anders sein will &#8211; Lorem Ipsum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sascha]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Nov 2016 08:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Core]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Ashes of a Lifetime]]></category>
		<category><![CDATA[breakdowns]]></category>
		<category><![CDATA[Lorem Ipsum]]></category>
		<category><![CDATA[Melodeath]]></category>
		<category><![CDATA[Metalcore]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ASHES OF A LIFETIME &#8211; Lorem Ipsum Veröffentlichungsdatum: 31.10.2016 Dauer: 42:00 Min. Label: Eigenproduktion &#160; Metalcore voll auf die Fresse Normalerweise bin ich nicht unbedingt ein großer Fan des Core-Genres. Klar gibt es hier und dort Interpreten, die ich recht gerne höre, aber ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>ASHES OF A LIFETIME </strong>&#8211; Lorem Ipsum<br />
Veröffentlichungsdatum: 31.10.2016<br />
Dauer: 42:00 Min.<br />
Label: Eigenproduktion</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Metalcore voll auf die Fresse</h2>
<p>Normalerweise bin ich nicht unbedingt ein großer Fan des Core-Genres. Klar gibt es hier und dort Interpreten, die ich recht gerne höre, aber die meiste Zeit habe ich mit dieser Sparte nicht viel am Hut. Hin und wieder Mal gebe ich dem Ganzen jedoch eine Chance und höre in ein zufälliges Album rein. Eines dieser Experimente ist die neue Platte der Coburger <strong>ASHES OF A LIFETIME</strong>, welche den Namen &#8222;Lorem Ipsum&#8220; trägt.</p>
<p>Der erste Track nach dem Intro, &#8222;<em>Open Your Eyes&#8220;</em>, verspricht schon direkt zu Beginn einiges: das Album will dem Hörer musikalisch mit Gewalt auf die Fresse geben. Harte Growls, sowie Screams und kurze Cleanpassagen, die ein wenig an eine männliche Version von <strong>THE AGONIST </strong>klingen. Somit ist auf jeden Fall der Start gelungen, doch können die Coburger das Niveau halten und auch genug Abwechslung liefern? Hören wir weiter! Zugegebenermaßen ist der Part der nun folgt, recht langweilig, denn die nächsten drei Tracks folgen dem Prinzip des Openers. Growls, Breakdowns, Staccato, Cleangesang und das alles präsentiert in einem schönen Midtempo. Abwechslung geht anders!</p>
<a href="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/AOAL_Bandphoto_2016_1-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-10628" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/AOAL_Bandphoto_2016_1-1-1024x427.jpg" alt="aoal_bandphoto_2016_1-1" width="1024" height="427" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/AOAL_Bandphoto_2016_1-1-1024x427.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/AOAL_Bandphoto_2016_1-1-300x125.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/AOAL_Bandphoto_2016_1-1-750x313.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/AOAL_Bandphoto_2016_1-1.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Wenn&#8217;s ruhiger wird, wird&#8217;s gut</h2>
<p>Dafür kann <em>&#8222;Change&#8220; </em>wieder punkten. Dieser Song ist nämlich im Vergleich zum vorherigen Einheitsbrei, der ähnlich wie jeder andere Song im Genre klingt eine willkommene Abwechslung. Was dieser Song und der Nachfolger <em>&#8222;Forever&#8220; </em>besser machen? Hier wird das vorher erwähnte Prinzip ein wenig durch Hardcore-Elemente aufgelockert. Das merkt man vor allem an den jeweiligen Refrains, die dank ihrer Eingängigkeit ordentlich Ohrwurmpotenzial bieten.</p>
<p><em>&#8222;Scapegoat&#8220;</em> folgt daraufhin jedoch leider wieder dem üblichen Schema. Danach machen es <strong>ASHES OF A LIFETIME </strong>Gott sei Dank besser, denn statt Breakdown-Orgien hört man in <em>&#8222;Last Kiss Goodbye&#8220;</em> eine gewaltige Portion Melodik. Schade, dass die Jungs nicht mehr solcher Songs anstatt der generischen Parts haben, denn vor allem in diesen Passagen merkt man die unterschiedlichen Einflüsse am deutlichsten heraus. Hier etwas Prog, dort etwas Melodeath und hin und wieder sogar ein thrashiger Part à la <strong>MACHINE HEAD</strong>. Was danach kommt sind zum Schluss leider auch nur Songs, die dem roten Faden zwar weiterhin folgen, aber austauschbar bleiben. Darüber tröstet auch die recht gute Produktion nicht hinweg.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/Fjw9ud5cN5U?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&#8222;Lorem Ipsum&#8220; ist für mich somit im Gesamten ein Durchschnittswerk. Zwar merkt man den Coburgern von <strong>ASHES OF A LIFETIME </strong>an, dass sie sich gern vom generischen Einheitsbrei durch Einflüsse verschiedener Stile aus dem Spektrum des Metals abheben wollen, jedoch schaffen sie es nicht so ganz, denn diese vorher erwähnten Prog-/Melodeath-Elemente kommen fast ausschließlich in den ruhigeren Passagen wirklich spürbar vor. Der Rest folgt dem Standardprofil des Einheitsmetalcores mit Breakdowns ohne Ende und satten Growls. In drei Jahren Arbeit seit ihrem letzten Werk, der &#8222;Green EP&#8220;, hätte man deutlich mehr machen können.</p>
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		<title>Core Classics #9 &#8211; Asking Alexandria</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Oct 2016 12:53:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Asking Alexandria]]></category>
		<category><![CDATA[breakdowns]]></category>
		<category><![CDATA[catchy]]></category>
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		<category><![CDATA[Core]]></category>
		<category><![CDATA[core classics]]></category>
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		<category><![CDATA[Metalcore]]></category>
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		<category><![CDATA[weird]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Metalcore-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-teil-9/">Core Classics #9 &#8211; Asking Alexandria</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Metalcore-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die Straße trauen!</b></p>
<p><strong>ASKING ALEXANDRIA </strong>&#8211; Stand Up And Scream<br />
Veröffentlichungsdatum: 15.09.2009<br />
Länge: 48:16 Min.<br />
Label: Sumerian Records</p>
<p>Die derzeitigen Entwicklungen rund um die Besetzung waren schwer zu übersehen. Alle redeten darüber, dass der neue Sänger <strong>Denis Stoff</strong> die Band verlassen hatte und der Streit zwischen Ex-Sänger und dem Rest der Band beigelegt wurde. Mit gemischten Gefühlen betrachten Fans die erneute Umstellung. Aus gegebenem Anlass, also der Rückkehr von <strong>Danny Worsnop</strong> als Sänger der Band, besprechen wir heute &#8222;Stand Up And Scream&#8220;, den feuchten Traum vieler Scene-Kids.<br />
Willkommen zum Siegeszug des breakdownlastigen Metalcores. Wenn sie nach einer übermäßigen Anzahl von chuggy Gitarrenparts Ausschau halten, sind sie hier genau richtig! <strong>ASKING ALEXANDRIA</strong> verkörpern wahrscheinlich all das, was jeder gewöhnliche Metalhead als abstoßend und armselig empfinden würde. Eines der wenigen Alben in dieser Liste, zu denen ich keinen persönlichen Bezug aufbauen konnte, ist ihr Debüt-Album (mit diesem Line-Up). Das liegt unter anderem an den vorhersehbaren Breakdowns und an den Texten. Die kommen nicht so poetisch daher, wie man das vielleicht aus dieser Reihe gewohnt ist. Trotzdem hat dieses Album einen riesigen Einfluss gehabt und die Band sorgt heute noch für Furore.</p>
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<p>Der Intro-Track <em>&#8222;Alerion&#8220;</em> stimmt den Zuhörer darauf ein, was ihn gleich erwartet. Tausende Breakdowns, pop-lastige Synth-Lines und Mitsing-Autotune-Gesang. Dazu dann noch eklige Growls, um das Gesamtbild zu perfektionieren. Bereits im ersten vollwertigen Lied <em>&#8222;Final Episode (Let&#8217;s Change the Channel)&#8220;</em> begrüßen uns Lyrics, die man wahrscheinlich nicht mit mehr Käse hätte würzen können. Vorsicht, es wird cheesy:</p>
<blockquote><p>&#8222;Oh my God.<br />
If only he knew,<br />
If only he knew about the world without the bullshit and the lies,<br />
We could&#8217;ve saved him.<br />
They could&#8217;ve saved me.&#8220;</p></blockquote>
<p>Ähnlich pubertäre Texte und catchy Refrains finden wir auf allen Liedern. Ich übertreibe leider nicht. Wer will, kann sich gerne die Texte durchlesen, ich empfehle es aber niemandem. Das gesamte Album lang bleibt es vulgär und simpel. Riffs, die mich interessieren, suche ich fast vergebens, da die Gitarren keine Spielfreude demonstrieren. Natürlich hat jedes Lied einige gute Momente zu bieten, aber leider geht das in der Masse von Breakdowns unter. Vereinzelt wird zum Beispiel die Geschwindigkeit erhöht und Momentum aufgebaut, welches sofort wieder im nächsten Breakdown untergeht. Das passiert vor allem auf <em>&#8222;If You Can&#8217;t Ride Two Horses at Once&#8230; You Should Get Out of the Circus&#8220; </em>und <em>&#8222;A Single Moment Of Sincerity&#8220;</em>. Noch schlimmer ist aber, dass sich kaum ein Lied vom anderen unterscheidet. Deswegen muss ich jedes Mal überlegen, welcher Song denn nun gerade läuft.</p>
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<p>Dafür klingen die Screams, sowie der Gesang sehr gut. Man hört aber auch sofort warum. An der Stimme von <strong>Danny Worsnop</strong> wurde ordentlich geschraubt, damit es sich gut anhört, Autotune lässt grüßen. Und bevor jetzt alle Möchtegern-Produzenten auf mich einprügeln: ja, ich weiß, dass es eigentlich anders heißt und gang und gäbe ist. Bei den Screams und Growls ist man mit viel Layering an die Sache herangegangen, wodurch diese Fülle an tiefen Tönen überhaupt erst entsteht. Ich vermisse hier Ehrlichkeit und rohe Brutalität. Diese wurden gegen eine aalglatte Produktion und vorgegaukelte Härte eingetauscht. Das überrascht aber kaum, wenn man einen Blick auf den Produzenten wirft. <strong>Joey Sturgis</strong> ist für seine Arbeit eben deswegen bekannt, weil er dafür sorgen kann, dass sich jede Band mehr oder weniger gut anhören kann. Dazu kommt noch, dass sie sich dann so anhören, wie alle anderen Bands, die Joey Sturgis produziert.</p>
<p>Lachen muss man trotzdem bei dem ein oder anderen Breakdown, wenn er von Phrasen wie &#8222;Get on your knees! (<em>&#8222;A Single Moment Of Sincerity&#8220;</em>) eingeleitet wird. Hinzu kommen die vereinzelten EDM-Teile, die zum Tanzen anregen. War es das Ziel, den Leuten zu vermitteln, dass sie das Tanzbein schwingen sollen oder wollte man harte Musik machen? Oder beides? <strong>ASKING ALEXANDRIA</strong> haben mich mit ihrem Stil erfolgreich verwirrt. Das Gesamtpaket soll brachial wirken, aber die Texte unterstützen das nicht. Poe&#8217;s Law ist in vollem Gange, da ich nicht unterscheiden kann, ob der Inhalt ernst gemeint ist oder nur eine Parodie seiner selbst ist. Dennoch kann ich nicht verneinen Spaß gehabt zu haben, während ich mich mit diesem Teil der Metalcore-Geschichte befasste. Auf Dauer würde mich es jedoch zerstören, so stumpfe Musik über mich ergehen zu lassen.</p>
<p>Fazit:</p>
<p><strong>ASKING ALEXANDRIA</strong> haben das Erfolgsrezept für &#8222;Pop-Metal&#8220; definiert. Und dabei sind sie immer noch rigoroser und brutaler als viele andere Popcore-Kollegen. Man nehme eine Wand aus Breakdowns, tanzwütige Synthesizer und einen wunderschönen Gesang zum Mitgröhlen und et voilà: fertig ist der Erfolg. Aber auf die Kombination muss man auch erst einmal kommen. Egal wie einfältig oder verpönt der Stil angeblich ist, diese Band verdient Respekt dafür, sich diesen Sound anzueignen und zu perfektionieren. Obwohl ein Album mit einem Alter von gerade einmal 7 Jahren vorliegt, wurde der Sound aber tausende Male kopiert. Trotz der umstrittenen musikalischen Leistung, sind doch einige Riffs zu finden, die gute Laune induzieren. Der Vorzeige-Song dieses Stils wird immer <em>&#8222;Final Episode (Let&#8217;s Change the Channel)&#8220; </em>bleiben<em>. </em>Ich werde diese LP wahrscheinlich weiterhin so gut wie nie anhören, aber sie war definitiv die Betrachtung wert.</p>
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