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	<title>Car Bomb Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Car Bomb Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Code Orange verabreichen Schmerzen, die nie vergehen. Forever</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Feb 2017 09:12:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>CODE ORANGE – Forever Veröffentlichungsdatum: 13.01.2017 Dauer: 34:55 Min. Label: Roadrunner Records Ehrlich gesagt hab ich den Namen CODE ORANGE vor ein paar Wochen zum ersten Mal gehört. Grund dafür war eine Tourankündigung von GOJIRA und CAR BOMB, bei der sie ebenfalls ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>CODE ORANGE</strong> – Forever<br />
Veröffentlichungsdatum: 13.01.2017<br />
Dauer: 34:55 Min.<br />
Label: Roadrunner Records<span id="more-13907"></span></p>
<p>Ehrlich gesagt hab ich den Namen <strong>CODE ORANGE</strong> vor ein paar Wochen zum ersten Mal gehört. Grund dafür war eine Tourankündigung von <strong>GOJIRA</strong> und <strong>CAR BOMB</strong>, bei der sie ebenfalls als Support bestätigt waren.<br />
Allein das reichte aus, um meine Neugier zu wecken. Doch der Fakt, dass uns zudem &#8222;Forever&#8220; ins Haus geschneit kam, goss natürlich weiterhin Öl in die Flammen.</p>
<p>Also Internet angeschmissen, recherchiert und nachgehört.<br />
Und bereits die ersten paar Sekunden fickten mir förmlich die Fresse weg.</p>
<p><strong>CODE ORANGE</strong> sind eine sehr junge Band aus Pittsburgh, Pennsylvania, die sich 2008 im Alter von 15-16 Jahren gegründet haben. Nach ihrem Debüt &#8222;Love Is Love/ Return To Dust&#8220; (damals noch unter dem Namen <strong>CODE ORANGE KIDS</strong>) und dem gefeierten Folgewerk &#8222;I am King&#8220;, stellt &#8222;Forever&#8220; nun das dritte Album dar.</p>
<h4>Die drei Jungs und das Mädel spielen ihren Hardcore ohne Rücksicht auf Verluste und dennoch alles andere als uninspiriert.</h4>
<p>Zahlreiche Einflüsse finden ihren Weg in den Sound der Ostküstler. Doom, Sludge, Noise, und sogar elektronische Einflüsse. Ist das schon Prog? Nur ungefähr so sehr, wie von einem Panzer überrollt zu werden. Denn <strong>CODE ORANGE</strong> nehmen keine Gefangenen. Es wird zerstört, was geht.</p>
<p>Dabei grast das Quartett musikalisch so ziemlich alles ab, was sich zwischen <strong>CONVERGE</strong>, <strong>GOJIRA</strong>, <strong>FUCK THE FACTS</strong> und <strong>NINE INCH NAILS</strong> finden lässt. Geht nicht? Geht sowas von!</p>
<p>Das erste Stück (zeitgleich Titeltrack und erste Single) macht sofort klar, dass die Band nicht vor hat, Kompromisse einzugehen und auch nicht plant, schnell von der Bildfläche zu verschwinden. Ganz bescheiden lauten die Lyrics:</p>
<blockquote><p><strong>CODE ORANGE</strong> Is Forever<br />
<strong>CODE ORANGE</strong> Forever</p></blockquote>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/dZ9JVxQVQy4?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Beim dritten Stück <em>&#8222;Real&#8220;</em>, welches abrupt zwischen gesampleten Riffs, elektronischer Düsternis und Krachkaskaden hin und her wechselt, muss ich mich mehrfach davon überzeugen, dass das Ganze tatsächlich EIN Song ist. Beim nächsten Stück <em>&#8222;Bleeding In The Blur&#8220;</em> sogar davon, ob das immer noch die gleiche Platte ist! Denn hier wird die 90er Grungekeule rausgeholt und Sängerin/Gitarristin <strong>Reba Meyers</strong> übernimmt die Hauptstimme, die mich etwas an <strong>SUBROSA</strong> erinnert. Unerwartet, ohrwurmverdächtig, schizophren und durchaus packend.</p>
<p><em>&#8222;The Mud&#8220;</em> ist über weite Strecken ein kaltes, steriles Industrialungetüm, welches jedoch erst im letzten Drittel wirklich Zähne zeigt. Konträr dazu, beißt das kürzeste Stück der Platte<em> &#8222;The New Reality&#8220;</em> von Anfang an zu.</p>
<blockquote><p>You&#8217;re so weak<br />
A knife to your throat couldn&#8217;t get you to speak</p></blockquote>
<p>&#8230;leitet den Song ein, der von Tempowechseln gezeichnet ist und vor sich hinkriecht, bevor das sich verschiebende Rausschmeißerriff nochmal anständig zum Bangen einlädt.</p>
<p>Bei <em>&#8222;Ugly&#8220; </em>werden wohl manche Die Hards den Ausverkauf ausrufen, denn das Stück pendelt zwischen New Wave, Grunge und <strong>BARONESS</strong>-Gesängen, wodurch es sofort ins Ohr geht.</p>
<blockquote><p>Live like a loser, die like a king<br />
Ugly is the only thing I know how to be.</p></blockquote>
<p>Das vorletzte Stück <em>&#8222;Hurt Goes On&#8220;</em> ist ein fieser Bastard aus Ambient und Electro, der die Affinität zu<strong> NINE INCH NAILS</strong> unmissverständlich klarmacht, während die Lyrics vor Hass nur so triefen.</p>
<blockquote><p>The hurt will go on<br />
The End will never come</p></blockquote>
<p><em>&#8222;dream2&#8220;</em> stellt den letzten Brocken des Albums dar und wird von nichts mehr, als <strong>Reba</strong>s Stimme und ein paar Synthies getragen. Ich lasse mich fallen, in der Hoffnung, von dem Song aufgefangen zu werden, und lande unsanft, da er völlig abrupt mitten im Satz endet. Zwar wurde das schon beim letzten Song &#8222;Bloom/Return To Dust&#8220; des Debüts so gemacht, weniger Fragezeichen hinterlässt dieses Manöver dadurch trotzdem nicht.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/R4v5CKImBTU?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>CODE ORANGE</strong> sind extrem, und zwar in vielerlei Hinsicht. Und ich hab keine Ahnung, wie man sowas macht. Die Pittsburgher haben nicht vor, es der Hörerschaft zu irgendeinem Punkt angenehm und vorhersehbar zu machen. Und sie haben ganz ausdrücklich nicht die Absicht, nicht anzuecken. Im Gegenteil: <strong>CODE ORANGE</strong> sind auf Krawall aus und geben euch bis ans Ende der Zeit Bordsteine zu fressen. Diese Band ist jung, wütend, ehrlich, authentisch und vor allem INTENSIV.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/codeorangekids/" target="_blank">Facebook</a></p>
<p><a href="https://codeorangekids.bandcamp.com/" target="_blank">Bandcamp</a></p>
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		<title>Aus den Tiefen #19 &#8211; FRONTIERER</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Nov 2016 14:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[aus den tiefen]]></category>
		<category><![CDATA[Car Bomb]]></category>
		<category><![CDATA[Großbritanien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal klingen, im Gegenteil! Der Fokus liegt hierbei auf Innovation, auf Experimentierfreude, auf dem Potential, etwas anders zu machen, als alle Anderen.</strong></em></p>
<p>Das Wetter macht dich mürbe? Du kommst nich ausm Bett und brauchst was, was dir mal wieder so richtig inne Schnauze haut?<br />
Dann kann es sein, dass du hier fündig wirst.</p>
<img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-10730" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/frontierer-pic-techfest.jpg" alt="FRONTIERER" width="960" height="549" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/frontierer-pic-techfest.jpg 960w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/frontierer-pic-techfest-300x172.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/frontierer-pic-techfest-750x429.jpg 750w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" />
<p>&nbsp;</p>
<p>Bei <strong>FRONTIERER</strong> handelt es sich um eine Mathcore Band, deren Mitglieder aus Edinburgh und Missouri stammen. Chefdenker, Songwriter und Gitarrist <strong>Pedram Valiani</strong> (<strong>SECTIONED</strong>) ist für quasi alle Instrumente verantwortlich, während <strong>Chad</strong> Kopper den Gesang übernimmt. Beide lernten sich vor Jahren noch über myspace kennen und beschlossen, trotz der Distanz, eine Band zu gründen. So wurden im Jahre 2011 <strong>FRONTIERER</strong> geboren und gehören mittlerweile zu einer der gefeiertsten Bands Großbritanniens.</p>
<p>Obwohl die Band bereits eine EP und ein Album veröffentlicht hat, standen die Musiker dieses Jahr zum ersten Mal gemeinsam in einem Raum – und auf der Bühne. Ihren Debütauftritt hatten <strong>FRONTIERER</strong> – die live durch Musiker von <strong>SECTIONED</strong> zum Quintett heranwachsen – auf dem diesjährigen UK TechFest. Den ersten Auftritt auf dem europäischen Festland wird die Band im Februar nächsten Jahres auf dem <a href="https://www.facebook.com/events/150056162118267/" target="_blank">Complexity Fest</a> in Haarlem bestreiten.&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/sC24bY4KBGM?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Insgesamt ist die Band somit alles andere als überpräsent, wenn es um Liveauftritte geht, was neben der räumlichen Distanz der Mitglieder auch daran liegt, dass <strong>FRONTIERER</strong> ohne Plattenfirma arbeiten. Trotzdem ist das <strong>Rolling Stone Magazin</strong>, ganz ohne P.R. Arbeit seitens der Band, auf das Projekt aufmerksam geworden und pries sie Anfang des Jahres als eine von „10 Künstler, die man unbedingt kennen muss“. Und das kann und muss ich definitiv unterstreichen!</p>
<p>Dabei ist die Musik von <strong>FRONTIERER</strong> alles andere als einfach zu verdauen. Was hier an Extreme aufgefahren wird ist für mich total überwältigend und mit wenig anderem zu vergleichen, was ich momentan kenne. Denn am ehesten erinnert mich diese unverbrauchte und hemmungslose Härte an Mathcore Bands der frühen 2000er. Müsste ich Referenzbands nennen, so würde ich <strong>FRONTIERER</strong> in der Schnittmenge von <strong>CAR BOMB</strong>, <strong>ION DISSONANCE</strong> und (die leider schon von uns gegangenen) <strong>THE CHARIOT</strong> verorten.</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border: 0px currentColor; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=542030000/size=large/bgcol=333333/linkcol=e32c14/tracklist=false/artwork=small/track=3830632074/transparent=true/" width="300" height="150" seamless="">&amp;amp;amp;amp;amp;amp;lt;a href=&#8220;http://frontierer.bandcamp.com/album/orange-mathematics&#8220;&amp;amp;amp;amp;amp;amp;gt;Orange Mathematics by Frontierer&amp;amp;amp;amp;amp;amp;lt;/a&amp;amp;amp;amp;amp;amp;gt;</iframe><br />
&nbsp;</p>
<p>Es wird technischer Metal auf allerhöchstem Niveau geboten, der zu keiner Sekunde erahnen lässt, aus welcher Richtung die nächste Gewaltkaskade über dich hereinbrechen wird. Als wären die Gitarren und das Schlagzeug nicht schon brutal genug, werden auch noch Gitarreneffekte dazu verwandt, einige Schippen Noise obendrauf zu schichten. Der Zuckerguss für die gebrochenen Zähne sozusagen. Die Vokalleistung von Sänger <strong>Chad Kopper</strong> ist dabei zwar nicht unfassbar abwechslungsreich, allerdings arbeitet der Amerikaner hervorragend mit den komplexen Rhythmen, die der Rest der Band vorgibt und erweitert die extreme Kakophonie, die sich hier ergibt, nur um eine weitere Facette, die mir unerwartete Mengen von Glückshormonen durch den Körper schießen lässt.</p>
<p>Als wäre ein Masochist von einem ICE überrollt worden, lassen <strong>FRONTIERER</strong> mich nach dem Hören ihres Albums jedes Mal zuckend vor Glück, erschöpft und etwas orientierungslos zurück. Ich hab lange keine Band gehört, die so extrem, so komplex, so abartig und finster und gleichzeitig so hörbar und geil war.</p>
<p>Die physischen Exemplare ihres Debütalbums „Orange Mathematics“ sind leider alle vergriffen. Allerdings sind sowohl Album, als auch EP als „Name-your-price“-Download auf <a href="https://frontierer.bandcamp.com/">Bandcamp</a> erhältlich. Greift zu! Diese Band ist phänomenal!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/frontiererband/?fref=ts" target="_blank">Facebook</a></p>
<p><a href="https://frontierer.bandcamp.com/" target="_blank">Bandcamp</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/aus-den-tiefen-19-frontierer/">Aus den Tiefen #19 &#8211; FRONTIERER</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Aus den Tiefen #12 &#8211; Car Bomb</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Sep 2016 08:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
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		<category><![CDATA[aus den tiefen]]></category>
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		<category><![CDATA[Michael Dafferner]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/aus-den-tiefen-12-car-bomb/">Aus den Tiefen #12 &#8211; Car Bomb</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal klingen, im Gegenteil! Der Fokus liegt hierbei auf Innovation, auf Experimentierfreude, auf dem Potenzial, etwas anders zu machen, als alle anderen.</strong></em></p>
<p>Wieder mal ist es Freitag. Und wieder mal möchte ich euch eine Band vorstellen, die ihr vielleicht noch nicht kennt. Generell schreibe ich hier nicht über Musik, die ich Kacke finde, oder die mir egal ist. Ich krame nicht irgendwo im Internet rum, nur um dann hier etwas möglichst Durchgedrehtes oder Unhörbares vorzustellen, zu dem ich keinen Bezug habe.<br />
Trotzdem ist die Band, um die es mir heute geht, nochmal etwas ganz Besonderes.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-7241" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Car-bomb-pic.jpg" alt="Car Bomb" width="1200" height="900" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Car-bomb-pic.jpg 1200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Car-bomb-pic-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Car-bomb-pic-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Car-bomb-pic-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" />
<p>&nbsp;</p>
<p>Bei der Band &#8211; deren Musik noch brutaler klingt, als es ihr Name vermuten lässt &#8211; handelt es sich um ein Quartett aus Long Island, New York. Die Musik begleitet mich nun schon seit einigen Jahren und ich kann behaupten, dass <strong>CAR BOMB</strong> eine meiner absoluten Lieblingsbands ist. Und das obwohl (oder gerade weil) sie von vielen als <a href="https://silence-magazin.de/entartete-musik-oder-der-reiz-des-unhoerbaren/" target="_blank">unhörbar</a> abgestempelt werden.<br />
Hat sich mal irgendwer vorgestellt, wie <strong>MESHUGGAH</strong> in kompliziert klingen würden? Nein? Dann wird’s Zeit.</p>
<p>Wo die irren Schweden komplizierte Rhythmen meist über einem 4/4tel Groove laufen lassen, und somit das Mitnicken erleichtern, denken <strong>CAR BOMB</strong> gar nicht daran.</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border: currentColor; overflow: hidden;" src="https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2FCarBomb%2Fposts%2F10151501398511153&amp;width=500" width="500" height="205" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>Korrekt. Headbangen geht bei <strong>CAR BOMB</strong> also nur, wenn man die Rhythmik auswendig lernt. Und ja, so ein Musiknerd bin ich.</p>
<p>Am ehesten lässt sich das hier Gebotene vermutlich als technisch-noisiger Mathcore bezeichnen. Melodisch wird wenig geboten, die Gitarrenarbeit ist ziemlich ungewöhnlich. Vor allem, da oftmals auch einfach Geräusche rhythmisch in den Song eingebunden werden. Ohne sich selbst an der eigenen Spielfertigkeit aufzugeilen, arbeiten <strong>CAR BOMB</strong> hier immer noch songdienlich mit ihrem Potenzial. Ohne Frage: die einzelnen Musiker sind Meister ihres jeweiligen Fachs. Dennoch kommt nie der Gedanke auf, dass das alles nur geschieht, um abends vorm Spiegel abwichsen zu können.</p>
<p>Insgesamt ist alles was hier passiert extrem kurzweilig. Obwohl es weder Refrains oder wirkliche Hooklines gibt, sorgt vor allem der Mann am Mikro, Michael Dafferner, mit irrsinnigster Vokalakrobatik für einen klaren Wiedererkennungswert. Mit äußerster Präzision werden hier die „Gesangslinien“ auf das Schlagzeug abgestimmt, arbeiten Gitarre und Bass uhrwerkverdächtig miteinander, entschleunigt die Band mitten im Song kollektiv, um dann wieder anzuziehen. Bei aller Komplexität legen <strong>CAR BOMB</strong> trotzdem ne unfassbare Dynamik, aber auch Aggression an den Tag, die durch die undurchsichtigen „Strukturen“ nochmal besonders zuschlägt.</p>
<p>Das Debütalbum „Centralia“, welches damals noch auf Relapse erschien, war für mich selbst eine wegweisende Platte, die mein Hörverhalten maßgeblich geprägt und geändert hat. Danach hab ich mich von so manch vorheriger Vorstellung darüber, was Musik kann, darf und muss, verabschiedet. Hörbarkeit bekam eine völlig neue Bedeutung für mich.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/LeGtMRm9Sho?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Da Relapse mit der Band offenbar nicht allzu großen kommerziellen Erfolg erzielen konnte, erschien das zweite Album mit dem wohlklingenden Namen <a href="https://carbomb.bandcamp.com/album/w-w-w-w" target="_blank">„w^w^^w^w“</a> (kein Scherz) als Eigenproduktion. Aus diesem Grund war dieses leider mit einem mäßigen Sound versehen, gehört aber dennoch zu den meistgehörtesten Platten in meiner Sammlung.</p>
<p>Am 28.Oktober diesen Jahres wird das dritte <strong>CAR BOMB</strong>-Album „Meta“ erscheinen. Der Vorabtrack, den ihr euch weiter unten anhören könnt, verspricht bereits jetzt nicht nur äußerste Brutalität und Präzision, sondern auch einen ausgezeichneten Sound. Denn aufgenommen und produziert wurde es nirgendwo anders als in den New Yorker Silver Cord Studios, welches Schlagzeuger Elliot Hoffman und <strong>GOJIRA</strong>-Mastermind Joe Duplantier gemeinsam betreiben.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/bUVcnsiRQ4M?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Auch abseits der Musik ist <strong>CAR BOMB</strong> eine Band, die ich sympathisch finde. Warum das so ist, lässt sich anhand des Films <a href="https://www.youtube.com/watch?v=wJSp-yRMrsY" target="_blank">„[why_you_do_this]“</a> sehen, den Sänger Michael Dafferner während mehrerer Touren filmte und produzierte. Ein Film, den meiner Meinung nach jeder Musiker gesehen haben sollte!</p>
<p>Sollten sich deine Lieblingsmetalbands irgendwo in seichteren Gefilden verorten lassen, dann kann der Erstkontakt mit <strong>CAR BOMB</strong> sicher einen Kulturschock darstellen. Trotz, oder gerade deswegen rate ich dennoch: unbedingt reinhören!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/CarBomb/?fref=ts" target="_blank">Facebook</a></p>
<p><a href="https://carbomb.bandcamp.com/music" target="_blank">Bandcamp</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/aus-den-tiefen-12-car-bomb/">Aus den Tiefen #12 &#8211; Car Bomb</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<item>
		<title>Entartete Musik oder &#8222;Der Reiz des Unhörbaren&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jun 2016 05:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele von Euch haben Alex&#8216; Kolumne zur Entdeckung unbekannter Bands gelesen und zu dem, was es mit einem machen kann. Natürlich ist das auch an mir nicht vorbeigegangen. Ich stellte mir die Frage, wann oder warum Musik mich reizt. Und vor allem ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele von Euch haben Alex&#8216; Kolumne zur Entdeckung unbekannter Bands gelesen und zu dem, was es mit einem machen kann. Natürlich ist das auch an mir nicht vorbeigegangen.<br />
Ich stellte mir die Frage, wann oder warum Musik mich reizt. Und vor allem welche.</p>
<p>Dazu muss ich &#8217;n bisschen weiter ausholen.</p>
<p>Meine musikalische (heißt hier: metallische) Entwicklung zog mich zunächst immer in melodische Gefilde. <strong>AMON AMARTH, CHILDREN OF BODOM, DARK TRANQUILLITY</strong>&#8230; Die ersten Jahre meiner neu entdeckten Metal-Affinität verbrachte ich damit, immer nach geilen Melodien Ausschau zu halten, weswegen vor allem Melodic Death Metal und gut gemachter Metalcore ganz oben auf meiner Prioritätenliste standen. Von Bands wie <strong>BLOODBATH</strong> oder <strong>CANNIBAL CORPSE</strong>, die mir damals noch zu krass waren, hielt ich mich fern. Vorerst.</p>
<p>Aus heutiger Sicht ergeben die Dinge für mich durchweg Sinn. Von radiotauglicher Musik hatte ich mich (für einige Jahre) spätestens an dem Punkt entfernt, als ich das erste Mal „<a href="https://www.youtube.com/watch?v=zUzd9KyIDrM" target="_blank"><em>B.Y.O.B.</em></a>“ von <strong>SYSTEM OF A DOWN</strong> oder irgendwas Vergleichbares gehört hatte. Also lag der Schluss nur nahe, dass ich mich über die Jahre hinweg immer mehr von für die Allgemeinheit hörbarer Musik verabschieden sollte. Wobei sich Allgemeinheit bald auch auf die Metalhörerschaft bezog. Meiner Meinung nach sind z.B. <strong>AMON AMARTH</strong> und <strong>CHILDREN OF BODOM</strong> mittlerweile die Pop-Giganten innerhalb des Metals und damit auch schon irgendwie Mainstream. Mich zog es dagegen maelstromartig weiter in Richtung Abgrund, der eine unbeschreibliche Faszination auf mich ausübte.</p>
<p>Hörbarkeit stellte für mich bald kein Kriterium mehr dar, um Musik gut zu finden – im Gegenteil. Attestierte Unhörbarkeit weckt mein Interesse an einer Band, einem Stil oder einem Künstler heute eher als viele andere Kriterien.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_2325" aria-describedby="caption-attachment-2325" style="width: 680px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2325" src="http://www.silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/05/Hoersturz-Tinitus_01.jpg" alt="http://www.hno-neukamm.de/leistungen/hoersturz-tinnitus.html" width="690" height="360" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/05/Hoersturz-Tinitus_01.jpg 690w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/05/Hoersturz-Tinitus_01-300x157.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 690px) 100vw, 690px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-2325" class="wp-caption-text">„Echt geil, die neue Paroxsizhem Platte!“</figcaption></figure>
<p>Doch warum ist das so?</p>
<p>Ich gucke mir keine hässlichen Sachen solange an, bis ich sie schön finde. Oder esse solange Kram, der mir nicht schmeckt, bis es geil ist. Warum also ist das bei Musik anders?</p>
<p>Ich glaube, in meinem Fall ist es schlicht die Suche nach Neuem, nach Dingen, die noch nicht, oder noch nicht SO gemacht wurden. Ich hab &#8217;ne relativ kurze Aufmerksamkeitsspa- Oh mein Gott, ein blaues Auto! Wo war ich?</p>
<p>Selbst wenn eine Band durchweg auf gleichbleibendem Niveau gutes Zeug veröffentlicht, sinkt mein Interesse dabei kontinuierlich, da ich dieses Niveau ja bereits gewohnt bin und alles, was kommt, so oder so ähnlich schonmal gehört habe. Siehe besagte Pop-Giganten. Diese Bands oder Alben müssen dabei objektiv betrachtet keinesfalls schlecht sein, sie reizen mich persönlich nur nicht mehr. Wie, wenn einem eine Tasse Kaffee am Morgen irgendwann nicht mehr reicht und man so die Dosis langsam weiter steigern muss. So geht es mir mit Musik. Mein Hirn siebt alles aus, was ihm bereits bekannt ist, und erst, wenn mal irgendwas durchkommt, was ich so noch nicht kenne, schlagen die Rezeptoren Alarm und Glückshormone werden durch die Blutbahn gedroschen. Das sind die Momente, in denen es spannend wird.</p>
<p>Und anscheinend geht es nicht nur mir so. Ich habe das Gefühl, dass auch der Markt für Krach deutlich breiter und komplexer geworden ist. Man denke an Bands wie <strong>SUNN O)))</strong>, die mittlerweile sogar vom Feuilleton beachtet werden. Wobei ich mich frage, ob das nur wie im Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ abläuft und alle „Ah“ und „Oh“ schreien, um sich nicht zu blamieren oder ob die Schreiberlinge wirklich verstehen, was da abgeht.</p>
<h4><em>{Die GEMA war da&#8230; kein Video mehr&#8230; Man man man}</em></h4>
<p>&nbsp;</p>
<p>Heute noch wirklich etwas Krasses zu machen, das auffällt und heraussticht, ist ziemlich schwierig. Die Gründe sind vielfältig und uns allen bekannt. Überflutung des Marktes mit zu vielen Bands bei zu wenig Qualität. Gleichzeitig gibt es auch Bands, die schon seit gefühlten Äonen Krach machen. <strong>MELVINS</strong>, <strong>EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN</strong> und <strong>SWANS</strong> sind hier nur einige Namen. Und diese Bands halten sich bis heute! Ist die Flucht in experimentelle und ungewohnte Gefilde also die einzige Rettung?</p>
<p>Selbst im Laufe des 20ten Jahrhunderts wurde die klassische Musik irgendwann einfach aufgebrochen, indem versucht wurde, außerhalb der bekannten Pfade zu wandeln. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=toyvffrYBkw" target="_blank">Hörbar</a> waren die Ergebnisse dabei nicht immer, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=7P_9hDzG1i0" target="_blank">spannend</a> aber auf jeden Fall. Und vielleicht geht es gerade darum: Pionierarbeit abseits der bekannten Routen zu leisten.</p>
<p>Was ich dabei stets mit Wonne feststelle ist, dass die Genres am Rand immer weiter ausfransen.</p>
<p>Allerdings gibt es auch hier unterschiedliche Herangehensweisen. Manche Band wendet sich scheinbar völlig von Tonalität ab. Nehmen wir zum Beispiel die australischen Experimental Death Metaller von <a href="http://www.metal-archives.com/bands/Portal/5471" target="_blank"><strong>PORTAL</strong></a>. Selbst für Death Metal unfassbar unverständlicher Gesang, vermummte Bandmitglieder, sägende Gitarren, die permanent dissonant gegeneinander arbeiten, ein wütendes, chaotisches Schlagzeug. Kostprobe gefällig? Checkt <a href="https://profoundlorerecords.bandcamp.com/" target="_blank">Profound Lore</a> für mehr.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/yRoye1Wpe2w?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Andere Künstler integrieren Instrumente und moderne Elemente in ihren Sound, die vielleicht unpassend wirken. Über <a href="http://www.silence-magazin.de/fallujah-schlafloses-traeumen/" target="_blank"><strong>FALLUJAH</strong></a> habe ich dabei schon geschrieben, ansonsten würde ich <strong><a href="http://music.basickrecords.com/album/octopus4" target="_blank">THE ALGORITHM</a> </strong>empfehlen.</p>
<p>Wieder andere stellen technische Finesse an oberste Stelle und versuchen so, die bekannten Grenzen zu sprengen. Dabei ist das Höher-Schneller-Weiter-Prinzip vermutlich bald ausgereizt.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/tISUxvK-dYk?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich selbst halte Entwicklung für unverzichtbar. Mancher mag das anders sehen, und das ist auch vollkommen legitim, jedoch war ich nie ein Freund von Retrobands und Künstlern, die die gleiche Platte 80-mal hintereinander machen und ihre mangelnde Kreativität und Stagnation dann als Kult oder Trademark verkaufen. Ich hab sämtliche musikalische Engstirnigkeit abgelegt und freue mich über jede neue, noch so kranke Idee. Vielleicht müssen sich die Ohren erstmal an das Neue gewöhnen, vielleicht braucht es Arbeit, sich in den Sound einzufinden, doch das ist es in der Regel wert. Ich denke, dass es für den Künstler eine größere Ehrung seines Schaffens ist, wenn man als Hörer sagen kann: „In euren Sound musste ich mich erstmal reinfinden, aber dann war&#8217;s geil!“, als wenn die Aussage lautet: „Ich wusste nach der ersten Strophe des ersten Songs schon, wie der Rest der Platte klingt.“</p>
<p>Da sich viele Leser weitere Beiträge über unbekanntere Bands gewünscht haben, werde ich in Zukunft mein Bestes tun, um Euch regelmäßig kleinere, aber feine Krachkapellen näherzubringen. Ob ihr die dann hören könnt und geil findet, liegt an Euch. Viel Spaß dabei. =)</p>
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