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	<title>Clubs Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Clubs Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Der Untergang des Kiez ist nah &#8211; Gentrifizierung im Fokus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Don Promillo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Feb 2018 09:55:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gentrifizierung. Ein Wort, mit dem du sicher noch nicht oft zu tun hattest, wenn du nicht gerade in einer betroffenen Großstadt wohnst oder in der Immobilienbranche tätig bist. Bis vor wenigen Jahren war auch mir dieses Wort fremd, doch dann zog es ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/der-untergang-des-kiez-ist-nahe-gentrifizierung-im-fokus/">Der Untergang des Kiez ist nah &#8211; Gentrifizierung im Fokus</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Gentrifizierung.</strong></h3>
<p>Ein Wort, mit dem du sicher noch nicht oft zu tun hattest, wenn du nicht gerade in einer betroffenen Großstadt wohnst oder in der Immobilienbranche tätig bist. Bis vor wenigen Jahren war auch mir dieses Wort fremd, doch dann zog es mich nach <strong>Leipzig</strong>. Nahezu jeden Tag hatte ich hier die Wahl zwischen mehreren <strong>Konzerten</strong> in den verschiedensten <strong>Lokalitäten</strong>. Dieses Blatt hat sich allerdings zum Negativen gewendet.</p>
<p><strong>Immobilienoligarchen</strong> haben rasch entdeckt, dass hier ordentlich was zu holen ist und schwangen ihr Zepter in den Kiezen der Stadt. Klar, auch in Leipzig herrscht Mangel an <strong>Wohnraum</strong>, doch was diese miesen Typen treiben, schafft keine Abhilfe. Ganze<strong> Parks</strong> werden niedergewalzt, <strong>Kneipen</strong> geschlossen und <strong>besetzte Häuser</strong> geräumt, um Wohnhäuser entstehen zu lassen, in denen der Wohnraum &#8222;günstige&#8220; 14 € pro Quadratmeter kostet.<br />
Grund für mich, das Gespräch mit <strong>Niebe</strong> zu suchen, einer der wohl bekanntesten <strong>Nachteulen</strong> der Stadt!</p>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>: Grüß dich, Niebe. Schön, dass du dir Zeit nimmst, mir ein paar Fragen zu beantworten. Stell dich doch bitte kurz vor und sag mir, warum gerade du der richtige Typ bist, um mir die Fragen zum Thema Gentrifizierung zu beantworten.</strong></p>
<p><strong>Niebe: </strong>Ich grüße Dich! Ich bin der <strong>Niebe</strong> aus <strong>Leipzig</strong>. Organisiere seit den frühen 2000er Jahren Partys, Konzerte und Festivalveranstaltungen. Früher privat, inzwischen auch für eine Firma in verschiedenen Bereichen. Ich bin DJ, Booker der <strong>&#8222;Metalheadz&#8220;</strong> und kleinerer Projekte. Ich habe in dieser Stadt viele Clubs, Locations und Kneipen kommen und gehen sehen. Die wenigsten davon waren pleite. Die meisten wurden einfach <strong>verdrängt</strong> oder mit <strong>üblen Methoden</strong> zum Aufgeben gezwungen. Das ist kein exklusives Problem für Metalbars allgemein. Das kann jede Kulturform treffen, wenn die Stadt <strong>boomt</strong> und der letzte <strong>Hillbilly</strong> herzieht, weil RB gut spielt, die Oper schön ist, Porsche einen Job bietet oder der Stadtteil so sauber ist. Nur ist es für &#8222;uns&#8220; mittlerweile verrückt, was diese Szene die letzten 10 Jahre einstecken musste.</p>
<p><iframe width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/1SLYWfq6UB4?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<blockquote><p><strong>ANTLERS</strong> &#8211; schon mit einem Bein dem Leipziger Underground entwichen!</p></blockquote>
<p><em><strong>S: </strong></em><strong>Als ich vor 5 Jahren nach Leipzig zog, war die unglaublich aktive Rock- und Metalszene einer der Gründe für den Umzug. Glaubst du, dass die momentane Entwicklung die Szene langsam aussterben lässt?</strong></p>
<p><strong>Niebe: </strong>Auf keinen Fall! Vor allem hier in dieser Stadt wohnen Leute, die das nicht zulassen, immer wieder aufstehen, Nischen und Orte suchen. Ich kenne keine so <strong>vernetzte Metalszene</strong> wie die in Leipzig. Das Locationproblem wird sich regulieren oder halt etwas raus aus der Innenstadt verlagern. Die unglaublich vielen guten Bands und diese Masse an aktiven<strong> Hart-Kern-Fans</strong> bekommt erst mal keiner platt.</p>
<blockquote>
<h3>&#8222;Die Bands sind stabil.&#8220;</h3>
</blockquote>
<p><em><strong>S:</strong></em><strong> Nicht nur für Konzertgänger wird es in Leipzig immer schwieriger. Ich habe das Gefühl, dass sich im Leipziger Underground so viele Bands wie nie zuvor tummeln. Denkst du, dass dieser Pool an Bands aufgrund mangelnder Auftrittsmöglichkeiten irgendwann leerlaufen könnte?</strong></p>
<p><strong>Niebe: </strong>Nein, das glaube ich nicht. Die größeren Undergroundbands haben inzwischen auch volle Kalender mit Gigs von <strong>außerhalb</strong>. Ich glaube fast, dass das größere Problem die <strong>Masse</strong> an kleinen Konzerten ist. Da sind halt auch immer wieder Konzerte dabei, die sinnlos Bands und Fans verbraten. Ohne <strong>Herz</strong> und Liebe zur Musik und Veranstaltung. Teilweise kein Gespür für Eintrittspreise, Locationwahl oder Grundstimmung. Das macht vieles kaputt. Die Bands sind stabil.</p>
<p><em><strong>S:</strong></em><strong> Hast du dich schon einmal mit Kneipern oder Konzertveranstaltern aus anderen betroffenen Städten kurzgeschlossen und nachgefragt, wie die mit der Situation umgehen?</strong></p>
<p><strong>Niebe: </strong>Ich bin super <strong>vernetzt</strong> in anderen Großstädte und zu vielen Veranstaltern. <strong>Berlin</strong> hat schwere Probleme mit diesem Phänomen. Besonders das <strong>&#8222;Brutz und Brakel&#8220;</strong> hat es mehrfach getroffen und auch deren <strong>Festival</strong> und alte <strong>Kneipe</strong> ausgelöscht. Ansonsten gibt keine vergleichbaren Probleme in dieser Masse, die uns so ein Loch ins Herz schießen.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/2O6CgbngIIE?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Leipzig kann nicht nur Black, sondern auch Heavy &#8211; <strong>TENSION</strong></p>
<p><em><strong>S:</strong></em><strong> Ihr habt jetzt gerade erst das „Fuck Gentrification Festival“ im 4rooms veranstaltet. Das war eine sehr bekannte und traditionsbehaftete Location in Leipzig, die nun auch für immer ihre Pforten geschlossen hat &#8211; ebenfalls verursacht durch die Gentrifizierung. Glaubst du, dass ihr damit ein Zeichen an Investoren senden konntet? </strong></p>
<p><strong>Niebe: </strong>Investoren interessiert das nicht! Denen geht es nur ums<strong> Geld</strong>. Ich glaube eher, dass das Festival die Leipziger Szene und unsere Bewegung<strong> stabilisiert</strong> hat und eventuell auch ein<strong> positives Zeichen</strong> an die Presse, Lokalpolitik, Locations und Anwohner gesendet hat.<br />
Wir haben ganz bewusst <strong>extrem transparent</strong> und <strong>öffentlich</strong> gearbeitet und daran appeliert, &#8222;uns&#8220; von der besten Seite zu zeigen. Das hat eine unfassbare Aufmerksamkeit erregt.</p>
<blockquote>
<h3>&#8222;Schwarz oder blau ist der Untergang der freien Kultur.&#8220;</h3>
</blockquote>
<p><em><strong>S: </strong></em><strong>Hast du irgendwelche Pläne im Kopf, die die Gentrifizierung in Szenevierteln noch stoppen, oder wenigstens verzögern könnten?</strong></p>
<p><strong>Niebe: </strong>Das würde den Rahmen sprengen. Wichtig ist, die <strong>Ursachen</strong> zu kennen. Ich für meinen Teil lehne Sachen ab, die die Gentrifizierung fördern und supporte den Kiez, die <strong>Underground-Kultur</strong> und lokale Händler. Auch das Kreuz zur Wahl ist wichtig. Es gibt Parteien, die das Problem auf dem Schirm und keinen Bock drauf haben. Schwarz oder blau ist der Untergang der freien Kultur. Wer das nicht versteht ist, hirntot.</p>
<p><strong><em>S:</em></strong> <strong>Ich danke dir für deine Offenheit und drücke uns Leipzigern die Daumen, dass uns weitere Tiefschläge erspart bleiben. Du hast das letzte Wort!</strong></p>
<p><strong>Niebe: </strong>Ich danke dir! Ich danke allen, die unsere Ideen mit unterstützen. Das ist nicht selbstverständlich.</p>
<blockquote>
<h3>&#8222;Metal Will Never Die!&#8220;</h3>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Niebes</strong> letzten Satz finde ich sehr wichtig. Oft wird &#8222;Metal Will Never Die!&#8220; nur so dahergesagt, doch beim Thema Verdrängung aus den Szenebezirken der Stadt erlangt er ungeahnte Wichtigkeit. Wir müssen zusammenstehen, um die Kieze wieder zu dem zu machen, was sie sind und nicht zu dem werden lassen, was Immobilieninvestoren daraus machen wollen!</p>
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		<title>Das Aussterben von Konzerten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Oct 2016 09:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Bands]]></category>
		<category><![CDATA[Clubs]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Metal Band]]></category>
		<category><![CDATA[Red Front]]></category>
		<category><![CDATA[Szene]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wo bleibt ihr? Es ist Samstag, 21 Uhr. Ich stehe in einem kleinen aber feinen Klub in meiner Stadt. Im Hintergrund läuft &#8222;Killers&#8220; von IRON MAIDEN. Um mich herum lungern 10 Nasen an der Bar auf Hockern, oder stehen draußen und verzehren ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/das-aussterben-von-konzerten/">Das Aussterben von Konzerten</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Wo bleibt ihr?</strong></h2>
<p>Es ist Samstag, 21 Uhr. Ich stehe in einem kleinen aber feinen Klub in meiner Stadt. Im Hintergrund läuft &#8222;Killers&#8220; von <strong>IRON MAIDEN</strong>. Um mich herum lungern <strong>10 Nasen an der Bar</strong> auf Hockern, oder stehen draußen und verzehren ihr mitgebrachtes Bier. In knapp 30 Minuten spielen <strong>2 Bands aus Brasilien </strong>&#8211; die für <strong>2 Konzerte in Deutschland</strong> extra halt auf ihrer Tour gemacht haben &#8211; sowie eine lokale Band. Es wurde ausgiebig Werbung in den digitalen Medien mit Plakaten, sowie Flyern gemacht. Und doch werden es nicht mehr als 20 Leute sein, von denen die Hälfte erst beim Headliner aufkreuzt, um den Eintritt zu bezahlen. Der Rest stand, während der Opener sich redlich bemühte, draußen und ignorierte gekonnt 1 Stunde lang feinsten Metal, anstatt das volle Paket zu nutzen.</p>
<p>Doch kaum ist der Obolus gelöhnt, steht der Hauptact sogleich vor der nächsten Hürde. Ein großer Halbkreis bildet sich vor der Bühne, nennen wir es das &#8222;U&#8220;, der sich bis zum Ende des Konzertes nicht schließen wird. Fast alle stehen teilnahmslos am Rand, wippen skeptisch mit ihren Füßen. Nur 6 Menschen, 4 davon <strong>auf</strong> der Bühne, lassen ihrer Laune freien Lauf und schütteln ihr Haupthaar. Immerhin sind ein paar Seelen vom Sofa aufgestanden, haben sich unter Menschen begeben und sehen jetzt exotische Bands aus Übersee. Für einen lachhaften <strong>Preis </strong>von gerade einmal <strong>5 Euro</strong>. Ihre Freunde, die vor dem Rechner weiter gammeln, ärgern sich im Nachhinein, dass sie etwas Großartiges verpasst haben. Nämlich:</p>
<h4><strong>Eine tolle unbekannte brasilianische Metalband</strong></h4>
<p><iframe width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/nFCcRKK-4Zo?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<blockquote><p>Für 15 Euro habe ich den Auftritt erlebt, eine CD und ein T-Shirt gekauft. Mehr Leistung geht nicht! Aber das nur am Rande.</p></blockquote>
<p>Das von mir beschriebene Szenario ist kein Märchen, nicht aus einem meiner erfolgslosen Bücher (da ich keine schreibe), sondern die bittere Realität. Jenes Beispiel wurde zum Teil aus erlebten Konzerten zusammengebastelt. Solche Situationen sind immer ein Graus für den Veranstalter, die Bands, den Ruf der Stadt, und natürlich für die Szene, in der wir mehr oder weniger einen großen Teil unseres Lebens verbringen. Mich beschäftigt dieser Gedanke seit Jahren, traurigerweise ist es nicht immer nachvollziehbar, wie sowas möglich ist.</p>
<h4><strong>Fangen wir aber mal von vorne an</strong></h4>
<p>Wir leben heute mehr denn je in einer Zeit, in der das Angebot für neue Alben, neue Bands oder neue Festivals<br />
immer mehr zunimmt, ja sogar den Fan überflutet. In einem früheren Artikel erwähnte ich, dass ungefähr <em>150 bis 200 neue Alben PRO MONAT</em> erscheinen. Wohlgemerkt nur im Rock oder Metal! Dies allein stellt sich schon als Mammutprojekt heraus. Ich wüsste gar nicht, was ich davon alles neu entdecken soll, geschweige denn kaufen möchte. Also <strong>bleibe</strong> ich <strong>bei altbekannten</strong> <strong>Bands</strong>, die seit Jahren in meinem Regal stehen, und fahre dementsprechend zu Konzerten dieser Bands. Spielt dann noch ein Interpret ständig an jeder Steckdose, trübt das sowieso meine Laune, jedes mal so eine Veranstaltung wahrzunehmen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_9753" aria-describedby="caption-attachment-9753" style="width: 973px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-9753" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/dotlegacy-auftritt.jpg" alt="Großartig, aber unbekannt: Dot Legacy" width="983" height="552" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/dotlegacy-auftritt.jpg 983w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/dotlegacy-auftritt-300x168.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/dotlegacy-auftritt-750x421.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 983px) 100vw, 983px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-9753" class="wp-caption-text">Großartig, aber unbekannt: <strong>DOT LEGACY</strong></figcaption></figure>
<h4><strong>Hier liegt der Hase im Pfeffer</strong></h4>
<p>Mein Anspruch an neue Bands misst sich mit dem der alten. Einer unbekannten Band eine Chance zu geben, sie zu unterstützen, ohne sie zu kennen, ist gering. Das lässt sich wunderbar auf das oben gezeigte Beispiel anwenden. Viele Leute sehen die Werbung für solche Konzerte in ihrer Stadt, aber besuchen sie nicht. Oft sind es Gründe wie: mangelnde Finanzen, feststehende Termine, Arbeit.</p>
<blockquote><p>Oder aber der Satz: &#8222;Och nee! Die Bands kenn ich nicht! Was, wenn die mir nicht gefallen? Ist nicht ganz mein Geschmack.&#8220;</p></blockquote>
<p>Bei so einer Aussage bekomme ich Plaque! Nicht weil es mich stört, dass meine Mitmenschen andere Termine haben, oder kein Geld für solche Veranstaltungen. Sondern weil sie <strong>übersättigt</strong> sind <strong>vom Überangebot</strong>. Weil sie des Konzertes müde geworden sind. Was der Bauer nicht kennt &#8230; Das ist doch keine dauerhafte Lösung, oder? Wie soll denn eine unbekannte Band ein Stück weit bekannter werden, wenn ihnen keiner zuhört? So mancher Abend nahm eine unverhoffte Wendung, wo die <strong>Vorband</strong> und nicht der Headliner meine Kohle einheimste, weil er einfach <strong>besser</strong> war. Das kann euch entgehen, wenn ihr zu Hause noch vorglühen wollt und solche Gelegenheiten sausen lasst. Trinken könnt ihr auch im Klub. Ich muss erwähnen, dass ich mit Absicht bei Konzerten nicht reinhöre, somit gibt es so gut wie keine Erwartungen, und zur Not lerne ich immer neue Leute kennen (wenn ich denn Lust darauf habe).</p>
<p>Verdammt talentierte Band, kennt natürlich keiner. Für alle, die auf authentischen Heavy Metal stehen:</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/roEIMhzOy0E?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Ich möchte, soweit es geht, hungrig bleiben und nicht die Routine Überhand gewinnen lassen</strong></h3>
<p>Wer so eine Meinung vertritt wie ich, muss auch mit Gegenwind rechnen. Vor ungefähr 2 Monaten hatte ich eine Diskussion darüber. Das Ende vom Lied war, dass meine Person als &#8222;naiver Gutmensch&#8220; gebrandmarkt wurde. Also antwortete ich süffisant:</p>
<blockquote><p>&#8222;Ich bin der Samariter und sonst keiner. Nur ich kann die Szene in meiner Stadt vor dem Aussterben retten. Deswegen besuche ich Konzerte. Nicht wegen der Musik oder der Menschen. Nee, das wäre langweilig. So etwas macht man nur wegen dem Image und der Selbstaufwertung.&#8220;</p></blockquote>
<p>Ein wenig übertrieben, ich weiß, aber keiner von euch braucht sich schlecht vorkommen, wenn er mit Herzblut in Konzerten ein Ventil, sowie Gleichgesinnte findet.</p>
<h4><strong>Wie kann man [du] diesem Malheur entgegenwirken?</strong></h4>
<p><em>Indem ihr eure 4 Buchstaben zu einem Ort schwingt, wo Konzerte stattfinden</em>. Habt keine Angst davor enttäuscht zu werden, dass allein beeinflusst eure Erwartungen schon immens. Geht pünktlich los, der Veranstalter muss sonst die Spielzeiten nach hinten verschieben, oder gar kürzen. Hört euch die Vorbands an, danach könnt ihr immer noch eure Meinung darüber kundtun, dass es euch nicht so gefallen hat. Habt Respekt vor dem <strong>Aussterben</strong> <strong>von</strong> <strong>Klublandschaften</strong>, und somit auch Konzerten. Denn es <strong>passiert schon</strong> in eurer Nähe. Und wenn es dann zu spät ist, müsst ihr im schlimmsten Fall lange Wege für einen Auftritt auf euch nehmen, um Bands zu erleben. Keine schöne Vorstellung, oder? Das merken sich auch die Musiker, sie spielen weniger in der eigenen Umgebung, oder meiden sie komplett. Zeigt ihnen Präsenz und dass die Stadt, in der ihr lebt, noch nicht tot ist.</p>
<p>Eine Sache noch: Bitte bildet kein &#8222;U&#8220; vor der Bühne, das sieht grauenhaft aus, wenn man AUF der Bühne steht.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/das-aussterben-von-konzerten/">Das Aussterben von Konzerten</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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