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	<title>Connewitz Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
	<lastBuildDate>Fri, 31 May 2019 16:34:14 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Connewitz Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>&#8222;Ein Herz für Trinker&#8220; &#8211; Ein Abend mit GEWOHNHEITSTRINKER und OXO 86</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oimel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 May 2019 05:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[Bier]]></category>
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		<category><![CDATA[Connewitz]]></category>
		<category><![CDATA[Gewohnheitstrinker]]></category>
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		<category><![CDATA[Oxo 86]]></category>
		<category><![CDATA[Punk]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachklang vom Feiertag! So starten wir mit einem Zitat:<br />
"Schade, wirklich schade, Mann - dass man Bier nicht streicheln kann!" … wenn OXO 86 und jede Menge Bierfreunde sich in einer Halle treffen, kann es nur gut werden!</p>
<p>Wie gut, liest du bei uns!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/gewohnheitstrinker-oxo-86-leipzig-konzert/">&#8222;Ein Herz für Trinker&#8220; &#8211; Ein Abend mit GEWOHNHEITSTRINKER und OXO 86</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4>&#8222;Schade, wirklich schade, Mann &#8211; dass man Bier nicht streicheln kann!&#8220;</h4>
<p>Ein Lied-Zitat als würdige Überschrift für einen famosen Abend&#8230; 00:45 Uhr, endlich Zuhause. Das Shirt ist zu einer Einheit mit meiner Hose verschmolzen und beides zusammen hat sich in einer zentimeterdicken Feuchtigkeitsschicht an meinen Körper gesaugt. <em>&#8222;Rien ne va plus&#8220;</em> und goodbye, denn nix mehr geht! Der Opener von <strong>OXO 86</strong> ist jetzt Programm für mich, bevor ich literweise Bier und Fremdschweiß von mir ab und die Dusche hinunter spüle&#8230; aber von vorne:</p>
<h4>Das Unheil nimmt seinen Lauf<img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-33464 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_20190525_211244-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_20190525_211244-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_20190525_211244-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_20190525_211244-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_20190525_211244.jpg 1248w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></h4>
<p>Nun, nach etwas kurzfristiger Planung hab ich also meine übliche Begleitung zu den Szenekonzerten abgeholt und auf geht es nach <strong>Connewitz</strong>. Unterwegs muss ich schon feststellen, dass ich noch nie im hellen zu einem Konzert in der Location war &#8211; und noch nie bei solch sommerähnlichen Temperaturen.</p>
<p>Wir verkürzen die Wartezeit mit einem Bierchen, bevor wir dann vor die Bühne steuern. Dort ist bis dahin kein Mensch zu sehen. Also verschaffen wir uns und unserem Kaltgetränk einen zentralen Platz vor der Bühne, denn ich freue mich wie ein Schnitzel auf die Vorband! Die <strong>GEWOHNHEITSTRINKER</strong> geben sich hier die Ehre. Die Band ist schon lange mehrfach im Plattenregal vertreten, allerdings habe ich bisher keinen Auftritt besuchen können. Das änderte sich jetzt endlich! Und ich muss feststellen: Es hat sich gelohnt!</p>
<h4><strong><img decoding="async" class="size-medium wp-image-33465 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_20190525_211606-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_20190525_211606-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_20190525_211606-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_20190525_211606-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_20190525_211606.jpg 1248w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Für immer Vorband!</strong></h4>
<p>Trotz leerem Publikumsraum wird direkt losgelegt – also nachdem der Schlagzeuger mit drei Bier in der Hand drei Minuten nach den beiden anderen Bandmitglieder auch den Weg vom Klo auf die Bühne gefunden hat. Und verdientermaßen füllt sich jetzt auch das Publikum recht schnell, denn die Band liefert einfach großartigen OiI! <strong>Simpel, schnell und schnörkellos</strong>, aber dafür mit durchaus cleveren und oft auch kritischen Texten. Aber natürlich genauso oft mit zum Namen passenden Lieder über einen sorgenfreien Alkoholkonsum, die Szene oder auch über die Qualitäten der eigenen Band! Der Sound der Jungens aus dem Südwesten der Republik könnte eigentlich auch direkt aus den 90ern entsprungen sein &#8211; und gerade die teilweise ungewöhnliche Stimme bzw. Gesangsart des Sängers sorgt für einen guten Wiedererkennungswert!</p>
<h4><strong>Vorhang auf für den optischen Leckerbissen</strong></h4>
<p>Insgesamt wird eine knappe Stunde gespielt, die sehr kurzweilig ist und das Publikum jetzt auch gut anheizt. Wobei anheizen bei den <strong>sommerlichen Innenraumtemperaturen</strong> wirklich nur für die Stimmung nötig ist. Die Truppe wird angemessen gefeiert und die Umbau-Bierholen-Luftschnappen-Pause steht an. Meinem gemarterten Hirn kann ich nachträglich noch entnehmen, dass unter anderem <em>&#8222;Vorkriegsjugend&#8220;, &#8222;Für immer Vorband&#8220;, &#8222;Skinheadformation&#8220;, &#8222;Das Wunder von Bern&#8220;</em> und <em>&#8222;Keiner mehr da&#8220;</em> gespielt wurden. Achja, und das optische Highlight darf nicht unerwähnt bleiben: Während der Gitarrist und Bassist in einwandfreier Szene-Optik ihre Instrumente bearbeiten, brennt der Schlagzeuger ein optisches Feuerwerk ab. Wie schon erwähnt &#8211; ungefähr drei Minuten zu spät, dafür aber oberkörperfrei und mit drei Bier in der Hand betritt er die Bühne und bietet beim Besteigen des leicht erhöhten Schlagzeugpultes ein <strong>herrliches Maurerdekolleté</strong>. Desweiteren legt er eine nahezu hypnotisierende Leidensfähigkeit in der Mimik während seines Spiels an den Tag und trommelt zwischenzeitlich einhändig &#8211; während des Biertrinkens. Und vor allem aber trägt er einen Oberlippenschnauzbart, der jeden <strong>mexikanischen 80iger-Jahre-Pornostar</strong> vor Neid erblassen lassen würde! Eine absolute Choryphäe der Typ, ein lebendes Statement für die Working Class! Chapeau!</p>
<h4>Das Bier ist leer&#8230;fast! RESTBIERVERWERTUNG!<img decoding="async" class="size-medium wp-image-33466 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_20190525_222135-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_20190525_222135-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_20190525_222135-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_20190525_222135-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_20190525_222135.jpg 1248w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></h4>
<p>Mit solchen optischen Augenweiden rechne ich bei <strong>OXO 86</strong> nicht. Allerdings ist zu vermuten, dass die Bernauer sich heute besonders ins Zeug legen würden, denn es soll eine Videoaufzeichnung des Konzertes stattfinden. Die Temperaturen im Innenraum sind knapp vor denen des Fegefeuers. Das Publikum ist in freudiger Erwartung und dann entert die Band die Bühne. Die ersten Töne erklingen, sachte, nur vom Sänger. Und jeder weiß, wenn gleich die Instrumente einsetzen, eskaliert es. Die Instrumente setzen ein – und es eskaliert! Unzählige Bierflaschen, inklusive der des Autoren, recken sich in die Höhe und baden den <strong>marodierenden Haufen</strong> vor der Bühne in einen Nebel aus Bier, der sich mit aufsteigendem Dampf der schwitzenden Körper vermischt. <strong>Wundervoll!</strong> Spätestens jetzt ist jeder von innen und außen durchnässt. Der Pullunder des Menschen vor mit fühlt sich an, als wenn er damit baden war. Und der Fußboden hat sich eine Art tückischen Sumpf verwandelt, bei dem zwischen Festkleben und Ausrutschen nur wenige Millimeter liegen.</p>
<h4><strong>Lieber widerlich als wieder nich&#8216; &#8211; auf in die Menge!</strong></h4>
<p>Als Opener wird <em>„Rien ne va plus“</em> vom letzten Album gespielt, das ich seitdem auch als Ohrwurm habe. Aber auch insgesamt dürfte hier kein Liedwunsch offen bleiben. Die 2 Stunden Konzert sind ohne Verschnaufpause, die Menge <strong>tobt, pogt und skankt</strong>. Und schwitzt! Und von der Bühne kommt ein Knaller nach dem anderen:<em> &#8222;Bier und Reggae&#8220;, &#8222;Working Class Hero&#8220;, &#8222;Bernau Punkrock League&#8220;, &#8222;Elvis hat uns verlassen&#8220;, &#8222;So beliebt und so bescheiden&#8220;</em>, <em>&#8222;Ein guter Tropfen&#8220;, &#8222;Schade&#8220;</em> und viele, viele mehr.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-33467 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_20190525_225308-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_20190525_225308-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_20190525_225308-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_20190525_225308-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_20190525_225308.jpg 1248w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Uns treibt es durch die Menge. Mal ausgelassen tanzend und im nächsten Augenblick in der wilden Menge wogender Körper vor der Bühne die sich hemmungslos am Pogo erfreut!</p>
<p>Bei dem abgespielten Programm bleibt keine Faser trocken, der Konzertraum gleicht einer <strong>Dampfsauna</strong>. Und die Band schwächelt keinen Augenblick, bis zum Ende wird durchgezogen. Und auch der Trompeter hat sich einen formschönen BH ins Shirt geschwitzt. Beim Abschluss ist dann auch eine gewisse Erleichterung bemerkbar, als das Konzert 0:10 Uhr erfolgreich beendet wird. Der Sänger zieht vor dem Publikum den Hut – was ebenfalls eine Fontäne aus Flüssigkeiten erzeugt!</p>
<h4><strong>Noch ein paar Worte zur Band:</strong></h4>
<p><strong>OXO 86</strong> sind ein <strong>Phänomen der Szene</strong>, wie ich finde. Lieder, die einfach gute Laune verbreiten. Stücke, die durch die beteiligte Trompete den Szenewurzeln in Ska und Reggae huldigen. Lieder, die Texte mit geschliffenem Humor und immer einem Augenzwinkern beinhalten. Einfach Lieder die in jeder Lebenslage einfach nur Lust auf Musik, auf Tanz, auf Konzerte und auf ein kühles Bier machen! Und die von völlig <strong>bodenständigen und coolen Typen</strong> auf die Bühne gebracht werden, die es schaffen, auf dem schmalen Grat zwischen professionellem Spielen und dem <strong>&#8222;Oh Gott, wie sind wir zu so vielen Fans gekommen&#8220;</strong> zu balancieren. Und die Stücke sind einzigartig, typisch, unverkennbar!</p>
<p>Für mich machen die Jungs die beste Gute-Laune-Musik, die es gibt. Und ich bin der festen Überzeugung, dass die Lieder bei jedem Gefallen finden, der sich <em><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-33469 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_20190525_231015-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_20190525_231015-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_20190525_231015-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_20190525_231015-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_20190525_231015.jpg 1248w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></em>darauf einlässt. Es ist auch jedesmal wieder schön zu beobachten, wie finstere Jungs mit breitem Kreuz und kurzem Haar sich gegenseitig bierselig und freudestrahlend in den Armen liegen. Währenddessen sich vor der Bühne grünlich schimmernde Irokesenfrisuren wild im Takt der Musik bewegen und zwischendrin der ein oder andere nur noch durch sein Bier und eine gewisse<strong> Verwindungs-Steifheit der Wirbelsäule</strong> aufrecht gehalten wird.</p>
<h4>Einen kleinen Einblick zum Konzertbeginn bietet<a href="https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=2386804271385357&amp;id=113084462090694"> das Video hier</a> (leider nur auf Facebook aktuell):</h4>
<p>Der Abend an sich war phänomenal. Wir versuchen nun noch gegenseitig so viel wie möglich vom eigenen Schweiß auf den jeweils anderen zu übertragen und nehmen den Weg zum Auto. Bevor dann als nächstes für mich düsterer Metal auf dem <a href="https://silence-magazin.de/dark-troll-festival-2019-vorbericht#rs-3361"><strong>Dark Troll Festival</strong></a> auf dem Plan steht, ist dieser Abend ein hervorragender Einstieg in den Sommer =)</p>
<p>Achja – mich wundert immer wieder, dass es noch keine <strong>&#8222;After-Konzert-Sitzschonbezüge&#8220;</strong> mit Logo eines großen Merchandise-Händlers gibt, um des deutschen heiliges Gefährt vor dem Elend zu schützen, was sich am Ende des Abends wieder in den Sitz drückt.</p>
<p>Cheers!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/gewohnheitstrinker-oxo-86-leipzig-konzert/">&#8222;Ein Herz für Trinker&#8220; &#8211; Ein Abend mit GEWOHNHEITSTRINKER und OXO 86</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Im Sog der Schwere &#8211; Doom over Leipzig 2017: Tag 2</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Apr 2017 10:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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		<category><![CDATA[Swansea Constellation]]></category>
		<category><![CDATA[Unearthly Trance]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist Freitag, Tag zwei des Doom Over Leipzig! Da es im UT heute schon früher losgeht, ich allerdings erst später dort sein kann, und die Spielzeiten außerdem nicht mehr so verteilt sind wie gestern, verpasse ich den Opener des zweiten Tages: ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-2/">Im Sog der Schwere &#8211; Doom over Leipzig 2017: Tag 2</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4>Es ist Freitag, Tag zwei des <strong>Doom Over Leipzig</strong>!</h4>
<p>Da es im UT heute schon früher losgeht, ich allerdings erst später dort sein kann, und die Spielzeiten außerdem nicht mehr so verteilt sind wie gestern, verpasse ich den Opener des zweiten Tages: <strong>SUMA</strong>.</p>
<p>Die Stimmen aus dem Volk sind geteilter Meinung zu der Show der Schweden. Während die einen das angeblich überaus fette Brett sehr loben, bemängeln andere, dass sie sich zu wenig von anderen Bands unterschieden hätten. Das letzte Album &#8222;The Order Of Things&#8220; bietet meines Empfindens nach gleichermaßen Raum für beide Aussagen: massive Musik, die das Rad allerdings nicht neu erfindet. Um die Livequalitäten beurteilen zu können, muss ich wohl auf die nächste Chance warten.</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-2/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-2">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<p>Die zweite Band des Tages heißt <strong>PINKISH BLACK</strong>.</p>
<p>Das texanische Duo ist mit ihrem letzten Album &#8222;Bottom Of The Morning&#8220; bereits auf Relapse Records gelandet und veranstaltet hier und heute eine ziemlich einzigartige Show. Geboten bekomme ich eine Mischung aus elektronischen Klängen, drückendem Bass und vereinzelt krummen Takten, die hemmungslos zu grooven wissen. Würde man <strong>THE ALGORITHM</strong> mit Weed und Pilzen füttern, dann könnte das Ergebnis in etwa so klingen. Dafür, dass es außer dem Schlagzeug kein „richtiges“ Instrument auf der Bühne gibt, kriecht ein ziemlich doomiger Sound durch den Saal, der mich sehr schnell begeistern kann. Die Zusammensetzung von Psychedeliceinflüssen, Dronesounds und abgefahrenen Synthesizerklängen ist so definitiv mal was Eigenes, nicht nur auf diesem Festival.<br />
Darüber hinaus sind Schlagzeuger <strong>Jon Teague</strong> und Synthiemeister <strong>Daron Beck</strong> perfekt aufeinander eingestimmt. Ein Blick, ein Nicken reichen hier aus, um genau zu wissen, was als nächstes kommt und den Einsatz der Stücke zielgenau zu treffen.<br />
Ein Auftritt, der zumindest mich begeistert und Lust auf mehr macht. Unbedingt nochmal anhören.</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-2/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-2">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<p>Es geht weiter mit <strong>ALARIC</strong>, die sich momentan zusammen mit <strong>PINKISH BLACK</strong> auf Tour befinden. Die Unterschiede zu den Tourkumpanen sind schnell ausgemacht: zum einen sind <strong>ALARIC</strong> zu viert unterwegs, und klingen andererseits deutlich introvertierter. Das Gesamtgemisch der Kalifornier setzt sich aus Post Punk und dunkelschwarzen 80er-Einflüssen zusammen, die durchaus gut funktionieren. Da mir die Umstellung von rosa-schwarz zu schwarz-schwarz allerdings nicht so leicht fällt, dauert es eine Weile, bis ich mich in den Sound von <strong>ALARIC</strong> einfinde, der den Saal anständig mit Publikum füllt. Während vor allem Sänger <strong>Shane Baker</strong> eine Performance darbietet, deren Emotionalität man ihm durchweg abnimmt, werden über die Dauer der gesamten Show Bilder auf die Wand hinter den Musikern projiziert, was die Stimmung zusätzlich unterstützt. Hier und da muss ich an <strong>BEASTMILK</strong> denken, während es mir doch bis zuletzt schwer fällt, mich gänzlich in <strong>ALARIC</strong>s Musik fallen zu lassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p> [<a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-2/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-2">See image gallery at silence-magazin.de</a>] Es folgt ein noch krasserer Bruch, als zwischen den beiden Bands, die ich heute bereits gesehen habe. Die New Yorker von&nbsp;<strong>UNEARTHLY TRANCE</strong> sind angerückt, um in eine gänzlich andere Richtung zu stürmen. So spielt das Trio sludgigen Doom, der zwar dreckig-drückend ist, aber kaum etwas bietet, was im Ohr bleibt. Unearthly? Ja! Trance? Nein! Denn wirklich abgeholt werde ich hier nicht, obwohl einige Passagen durchaus zum Mitnicken einladen. Doch besonders da sich die Bass- und Gitarrenlinien nur in Ausnahmefällen klar voneinander unterscheiden, stellt sich mir das Gesamtpaket auf Dauer als ziemlich höhepunktsarm dar. Zeit für mich, um mal etwas frische Luft zu schnappen. Geschmäcker sind schließlich verschieden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p> [<a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-2/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-2">See image gallery at silence-magazin.de</a>] Was <strong>OXBOW</strong> im Anschluss liefern, bewegt sich irgendwo in der Schnittmenge von Spoken Word Performances, Jazz, Noise, Rock, <strong>TOM WAITS</strong> artigen Geschichten und einer Stripshow. Denn Sänger und Frontsau <strong>Eugene Robinson</strong> kommt zunächst in einem Outfit auf die Bühne, das ihn wie einen Dorfprediger erscheinen lässt, nur um sich Song für Song immer weiteren seiner Kleidungsstücke zu entledigen. Die Musik, die dabei geboten wird, ist genauso schwer verdaulich, wie vereinnahmend. Obwohl mir kaum etwas im Ohr bleibt und man eigentlich weder mitsingen, noch mitnicken kann, wirkt der Auftritt auf mich extrem kurzweilig – ohne, dass ich hinterher richtig begreifen kann, was mich da eigentlich getroffen hat. Da <strong>OXBOW</strong> bereits mehr als 20 Jahre auf dem Buckel haben, ist der Saal auch brechend voll, auch wenn es offenbar auch noch anderen Leuten so geht wie mir, und sie nicht so ganz verstehen, was hier abgeht. Ich schätze, ich muss das demnächst mal bei meinem Therapeuten ansprechen und das Ganze langsam verdauen, denn ein Erstkontakt dieser Art ähnelt nem Rendezvous mit einem Schnellzug und lässt in den analytischen Gesprächen danach, aufgrund der Komplexität, die Kreation „Schach Metal“ entstehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p> [<a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-2/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-2">See image gallery at silence-magazin.de</a>] Ich will ja nicht gegen <strong>UNEARTHLY TRANCE</strong> wettern, aber <strong>SUMAC</strong> kreieren zu dritt einen deutlich packenderen Sound.<br />
Aber wen wunderts? Schließlich beackert hier <strong>Aaron Turner</strong>, der mit <strong>ISIS</strong> ein ganzes Genre beeinflusst und mit seinem Label <strong>Hydra Head</strong> experimenteller Musik eine Plattform gegeben hat, die Gitarre und den Gesang.</p>
<p>Und ich muss sagen, dass die Wucht und Finsternis, in die <strong>SUMAC</strong>&nbsp;das Doom Over Leipzig im Verlauf ihrer fast einstündigen Spielzeit stürzen&nbsp;ungeheuer intensiv und packend ist. Dafür ist nicht nur <strong>Turners</strong> Bühnenpräsenz verantwortlich, sondern auch die musikalische Breite, die hier mit nur drei Instrumenten aufgefahren wird! Wie immer wieder alle drei Bandmitglieder gegeneinander arbeiten, nur um dann wieder zueinander zu finden, ist spektakulär! Sowohl Songs von &#8222;What One Becomes&#8220; als auch &#8222;The Deal&#8220; werden durch den Saal gefeuert, bis der Auftritt kurz nach halb 1 endet und <strong>Aaron Turner</strong> allen Anwesenden empfiehlt, sich die wenig später spielenden <strong>GROUPER</strong> noch anzusehen und sich etwas von der Liebe anzunehmen, von der jene Musik handelt. Eine Ansage wie ein Hammerschlag, nach einem Set, das keinen Stein auf dem anderen gelassen hat.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-16750" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/IMG_6904.jpg" alt="Doom Over Leipzig" width="5472" height="3648" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/IMG_6904.jpg 5472w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/IMG_6904-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/IMG_6904-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/IMG_6904-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/IMG_6904-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 5472px) 100vw, 5472px" /></p>
<h4>Ein eigenwilliger Ausklang&#8230;im Gotteshaus</h4>
<p>Nicht wenige leisten dem Rat Folge und finden sich wenig später in der nahe gelegenen <strong>Paul-Gerhardt-Kirche</strong> ein, um sich <strong>GROUPER</strong> anzusehen. Richtig gelesen, denn das Ambient-Projekt von<strong> Liz Harris</strong> tritt in einem Sakralbau auf. Wobei Auftritt wahrscheinlich nicht ganz das richtige Wort ist. Denn es gibt nicht wirklich eine Bühne. Im vorderen Teil wurde lediglich eine Leinwand aufgebaut, auf die Landschaftsaufnahmen projiziert werden, während die Musik von <strong>GROUPER</strong> von irgendwo her kommt. Veranstaltungen wie diese lösen bei mir immer einen bitteren Beigeschmack aus, und wecken paranoide Panik.</p>
<p>Musik, wie die von <strong>GROUPER</strong> ist unfassbar fragil, genauso wie die Atmosphäre, die sie erzeugen möchte. Jedes Klirren einer Bierflasche, jedes Lachen, jedes Gespräch, jedes fremde Geräusch arbeitet hier gegen die Musik und hindert diese daran, sich voll zu entfalten. Ein zusätzliches Problem ist, dass die Musik selbst nicht laut genug ist, als dass sie solchen Geräuschen entgegentreten, oder sie gar übertönen könnte. Irgendwann wird diese mangelnde Lautstärke für mich so anstrengend, dass es mir fast körperliche Schmerzen in den Ohren bereitet. Ich weiß nicht, ob es anderen Zuschauern so geht wie mir, oder ob die vermittelte Schwermut zu deprimierend für den Feierabend ist. Jedenfalls verlassen zunehmend mehr Leute die Kirche, während andere in der kompletten Dunkelheit der Kirche entschlummern. Nach knapp 40 Minuten endet die Projektion und startet von Neuem, was bei mir zusätzlich für Ernüchterung sorgt, da das leider offenbart, dass es zwischen Musik und Bild keinerlei konzeptionellen Zusammenhang gibt, auch wenn das vermutlich jammern auf hohem Niveau ist. Zu der Musik des Resttages passen <strong>GROUPER</strong> kaum, ins Konzept des <strong>Doom Over Leipzig</strong> aber durchaus. Da mich der Auftritt aber aus mehreren Gründen nicht komplett packt, plätschert die Musik relativ belanglos vor sich her und entlässt mich mit einem komischen Gefühl in die Nacht.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-2/">Im Sog der Schwere &#8211; Doom over Leipzig 2017: Tag 2</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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