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	<title>deutscher Punk Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>deutscher Punk Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Ein Auftritt für die Ewigkeit &#8211; FAHNENFLUCHT in Leipzig!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oimel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Dec 2024 19:06:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
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		<category><![CDATA[Molotov Zitrone]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Oimel kann es nicht lassen, schon wieder war er on the road, diesmal aber kein Black Metal! Lest selbst, worum es heute geht. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ein-auftritt-fuer-die-ewigkeit-fahnenflucht-in-leipzig/">Ein Auftritt für die Ewigkeit &#8211; FAHNENFLUCHT in Leipzig!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-47078 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial2.jpg" alt="" width="564" height="376" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial2-750x500.jpg 750w" sizes="(max-width: 564px) 100vw, 564px" />&#8222;Keine Parolen spenden Trost in all dem Dreck&#8220;</h3>
<p>Wie recht sie doch haben! Und wie sie den Nagel damit auf den Kopf treffen, eben… so wie eigentlich immer! Genau deswegen liebe und schätze ich <strong>FAHNENFLUCHT</strong> so sehr!</p>
<p>Aber wir fangen vorne an: Es ist Freitag, es ist spät, kalt, dunkel und ich fliege im Auto über Schleichwege quer durch die Stadt um zum Bandhaus in Leipzig zu kommen. Durch eine Verkettung sehr glücklicher Umstände konnte ich hier nämlich einen Zugang zum heutigen Konzert erhalten – noch einmal unendlichen Dank an dieser Stelle! Ich parkte ab, schlüpfte in meine guten alten Stiefel, die schon alles gesehen haben und machte mich auf zum Eingang. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich noch nie vorher im Bandhaus war. An dieser Stelle geht ein klarer Hinweis raus: Seid schlauer als ich, besucht das Bandhaus, es ist großartig!</p>
<p>Es sind oftmals diese kleinen Locations in denen man großartige Konzerte erlebt, oder auch mal die Band sieht, die irgendwann später ganze<img decoding="async" class=" wp-image-47079 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial4.jpg" alt="" width="564" height="376" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial4.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial4-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial4-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial4-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/ArrestedDenial4-750x500.jpg 750w" sizes="(max-width: 564px) 100vw, 564px" /> Hallen füllt. Auf jeden Fall ist der kleine Veranstaltungskeller eine echte Perle, es gibt supernette Leute vor Ort, Flaschenbier für günstige Preise in großer Auswahl und einen kleinen aber feinen Raum für die Konzerte, der einen erstaunlich guten Sound bringt. Ich fühlte mich also sehr schnell heimisch, schloss meinen Rundgang ab und positionierte mich entspannt im Raum vor der Bühne.</p>
<h3>&#8222;Ich sehe schwarz-rot, aber kein Gold für dieses Land&#8220;</h3>
<p>Hier läuteten <strong>ARRESTED DENIAL</strong> aus Hamburg den Abend ein, und das machten sie hervorragend. Die Jungs waren meiner Meinung nach ein herrlicher Opener, nahmen den noch etwas lichten Raum vor der Bühne mit Humor, und schafften es später diesen auch zu füllen. Dabei wurde nicht nur &#8222;entspannter&#8220; Punk gespielt, sondern auch die ein oder andere Ska-Note mit angeschlagen und der Trompeter mischte sich gleich mal direkt ins Publikum um von dort zu spielen. Auch mit Ansagen wurde nicht gegeizt und insbesondere der Frontmann zeichnete sich dabei durch einen spitzbübigen Charme aus (tjaaaa, da habe ich ganz tief in Omas Wortschatz gegraben).</p>
<p>Ein <strong>TOCOTRONIC</strong>-Cover wurde in der Folge als echter Skinhead-Klassiker angekündigt, der einzig deutlich schnellere Song als &#8222;für uns fast schon Grindcore&#8220; und außerdem wurde Ansagen-Bullshit-Bingo gespielt. Klassiker wie &#8222;seid ihr gut drauf?&#8220; und &#8222;ganz schön heiß hier&#8220; unterbrachen als Zwischenrufe in der Folge lachend jede Ansage, und man konnte nicht anders als die Jungs sympathisch zu finden. Nach ca. 40 Minuten war hier dann Schluss und der Grundstein für einen guten Abend gelegt! Empfehlung zum reinhören ist hier <em>&#8222;Nationalisten aller Länder&#8220;</em> aus dem die Überschrift ist, und auch <em>&#8222;ich hab beschlossen euch zu hassen&#8220;</em>.</p>
<h3><img decoding="async" class=" wp-image-47080 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/BeiBedarf3.jpg" alt="" width="486" height="324" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/BeiBedarf3.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/BeiBedarf3-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/BeiBedarf3-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/BeiBedarf3-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/BeiBedarf3-750x500.jpg 750w" sizes="(max-width: 486px) 100vw, 486px" />&#8222;Ich glaube immer noch daran, dass sich hier was ändern kann&#8220;</h3>
<p>Nun folgte eine kleine Pause, ich wagte den abenteuerlichen Weg auf die Toiletten – am Klavier links, und jaaa, da steht wirklich eins wo man es nicht erwartet! Und dann ging es auch schon weiter. Nun waren <strong>BEI BEDARF</strong> an der Reihe, die in einem späteren Song dann verrieten, dass sie aus Berlin kommen. Mit einer anderen Berliner Punkband teilte sich der Frontmann auf jeden Fall die Haarfarbe, denn die Wuschelmähne erstrahlte in klassischem <strong>Farin-Urlaub</strong>-Blond. Die Jungs legten einen erfrischend-flotten Deutschpunk aufs Parkett. Auch wenn es genre-typisch an der ein oder anderen Stelle schwer fiel dem Text zu folgen, so waren doch auf jeden Fall sehr sympathische Texte wahrnehmbar. Ein rundherum solider Auftritt, der schon viel Spaß machte, und die letzte Müdigkeit aus dem Publikum vertrieb.</p>
<p>Und auch musikalisch war das Publikum jetzt langsam aufgewärmt und die ein oder andere Runde Pogo wurde getanzt. Schön war hier auch der Spendenaufruf für die Spendendosen für <strong>Seapunx</strong> und ein weiteres Projekt, die beim Merch aufzufinden waren. Als Anspieltipps für Neugierige würde ich hier klar <em>&#8222;keine Zweifel&#8220;</em> nennen, aus dem auch die Überschrift ist. Ansonsten zeigen auch <em>&#8222;Dichter &amp; Henker&#8220;</em> und <em>&#8222;Freiheit&#8220;</em> den Stil der Band sehr gut. Hier kann man auf jeden Fall auch gut mal reinhören auf den einschlägigen Portalen.</p>
<h3>&#8222;Wir wollen Hymnen hören&#8220;</h3>
<p>Auch die Berliner Jungs waren fertig, es wurde wieder umgebaut und so gegen 22:15 starteten dann <strong>FAHNENFLUCHT</strong>! Jetzt schweifen wir nochmal kurz ab… jeder hat in seiner Familie doch das Familienmitglied, das zu Familienfeiern immer die selben Storys erzählt, und alle nicken das ab? Nunja, ich scheine auch in das Alter zu kommen, denn ich wollte nun davon erzählen, dass der Mini-Oimel vor ziemlich genau 20 Jahren in den weiten des Internets das berüchtigte Bootleg aus Leipzig von <strong>FAHNENFLUCHT</strong> fand.</p>
<p>Allerdings hatte ich damit auch meinen Review zum vorletzten Album &#8222;Weiter Weiter&#8220; begonnen. Nun, dann eben anders: Der Mini-Oimel vor ziemlich genau 20 Jahren lauschte in einem heute nicht mehr existenten Jugendclub einem Konzert von ein paar Jungs auf seiner Schule. Die Combo, die sich <strong>SIDESPLITTING</strong> nannte, machte – meiner Meinung nach – ziemlich coolen Punk und am Ende coverten die Jungs auch <em>&#8222;Zeit bleib stehen&#8220;</em> von <strong>DRITTE WAHL</strong> und eben auch <em>&#8222;Ohne Ausweg&#8220;</em> von <strong>FAHNENFLUCHT</strong>. Beide Lieder hörte ich an diesem Abend zum ersten Mal, beide Lieder sollte ich nie wieder vergessen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-47081 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht1.jpg" alt="" width="819" height="546" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht1-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 819px) 100vw, 819px" /></p>
<h3>&#8222;Ehrlich schöner scheitern können wir von mir aus auch zusammen&#8220;</h3>
<p>Seit diesem Abend und vielen Stunden mit ihrer Musik will ich <strong>FAHNENFLUCHT</strong> live sehen, leider hat es nur einmal auf dem Spirit-Festival geklappt, von viel zu weit weg… aber nie so richtig. Nun ENDLICH sollte es also passieren, und ich war aufgeregt wie damals! Die ersten Töne erklangen, der Sound war klasse, und die Jungs begannen furios! <em>&#8222;Schöner Scheitern&#8220;</em>, was auch der Opener vom neuen Album ist, kam perfekt in die Meute, die Bierflaschen wurden zur Decke gereckt und die Party wurde gestartet. Es folgte <em>&#8222;Staub&#8220;</em> vom neuen Album und danach mit <em>&#8222;Schwarzmaler&#8220;</em> und<em> &#8222;Willkommen in Deutschland&#8220;</em> zwei ältere Klassiker.</p>
<h3>&#8222;Meine Welt hat keine Farben, weil ich Schwarzmaler bin&#8220;<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-47082 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht9.jpg" alt="" width="772" height="515" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht9.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht9-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht9-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht9-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht9-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 772px) 100vw, 772px" /></h3>
<p>Was soll ich sagen? Ich war schon jetzt stockheiser. Ich orientierte mich ein wenig weiter nach vorne, hatte perfekte Sicht und herrlichen Sound und intonierte gefühlt einen 100-Mann-Background-Chor ganz alleine. Der Sänger sah nun deutlich fitter aus als ich, und ich genoss jeden Augenblick. Soooo lange hatte ich auf ein solches Konzert gewartet, und es hatte sich gelohnt! Ich würde behaupten über die Jahre so ziemlich jeden Quieks der Band zu kennen, auch wenn sich mein musikalischer Horizont in den 20 Jahren gehörig erweitert hat. <strong>FAHNENFLUCHT</strong> stellen aber eine Konstante dar!</p>
<p>DAS ist für mich deutscher Punk, so wie ich ihn mir wünsche! Die Band schafft es eigentlich immer, den Nagel auf den Kopf zu treffen, den Finger in die Wunde zu legen, eben genau am Geschehen der Zeit zu liegen und sich dabei textlich weiterzuentwickeln, ohne stilistisch softer zu werden. Und es gibt eben auch diese ganz rabiaten Deutschpunk-Songs bei denen all der Frust des Alltags aus ihnen – und mir – herausplatzt, doch die folgen später.</p>
<p>Ich bin der ganz festen Überzeugung, dass <strong>FAHNENFLUCHT</strong> die unterrepräsentierteste großartige Band im deutschen Punk sind &#8211; und ich würde die Jungs eigentlich gerne auf den größten Bühnen und Festivals sehen, damit ihre Texte und Botschaften sich in tausende, nein zehntausende Köpfe hämmern. Aber heute…. Heute, bin ich einfach nur froh, die Band genau hier im kleinen aber großartigen Bandhaus zu sehen, so nahe vor mir, dass es keine Grenze zwischen Band und Publikum gibt. Die Schwelle zur Bühne ist vielleicht 30cm hoch, es gibt kein Geländer, es gibt kein &#8222;die&#8220; auf der Bühne und kein &#8222;wir&#8220; vor der Bühne. Es gibt eine wogende Menge, eine Melange aus alltagsgeplagten Menschen, die sich hier zusammen in den bitter-düsteren Texten und derben Melodien wiedererkennen und sich gegenseitig Kraft geben. Und verdammt, ich liebe es!</p>
<h3>&#8222;ihr seid das Volk, doch ich bin kein Teil von euch&#8220;</h3>
<p>Es folgen in rasender Geschwindigkeit die nächsten Titel, während ich mitgröhle, im Kopf ein Gerüst für diese Zeilen hier baue und außerdem auch noch die Songs notiere. <em>&#8222;Molotov Zitrone&#8220;</em> mit gleichem Namen wie das aktuelle Album, wird gefolgt von einer kleinen Pause zum durchatmen bei <em>&#8222;Kollektivschlaf&#8220;</em>. Mit <em>&#8222;Welt&#8220;</em> und <em>&#8222;Kein Teil&#8220;</em> geht es dann aber direkt wieder energiegeladen weiter. Und insbesondere <em>&#8222;Kein Teil&#8220;</em> vom vorhergehenden Album ist ein Song, der in den jetzigen Zeiten vermutlich nie an Aktualität verlieren wird.</p>
<p>Die Menge ist richtig gut dabei, viele sind hier textsicher und gehen mit den Songs gut mit und es ist eine großartige Atmosphäre im Raum. Das Publikum ist im übrigen sehr durchmischt. Von kahlrasierten und Iro-tragenden Frauen bis zu vielen Fans meiner Generation, aber auch noch einigen deutlich älteren ist hier alles vertreten. Unter anderem auch ein Vater mit seiner vielleicht 10-12 jährigen Tochter, die ebenfalls mit großer Textsicherheit glänzte. Ihr wurde dann auch die Ansage vor dem Song <em>&#8222;Kind&#8220;</em> gewidmet, und hier ist so ein typischer <strong>FAHNENFLUCHT</strong> Moment für mich. Der Song ist rau, aber der Text geht durch Mark und Bein, erst Recht seit ich selber Kinder habe:</p>
<h4><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-47083 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht3.jpg" alt="" width="658" height="439" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht3.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht3-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht3-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht3-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht3-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 658px) 100vw, 658px" />&#8222;Ich frag Dich, wie erklärt man einem Kind, dass Menschen Menschen hassen, nur weil sie andersartig sind? Wie erklärt man einem Kind, dass Menschen Menschen töten, wenn der Hass in uns gewinnt?&#8220;</h4>
<p>Und ja, dass frage ich mich auch des Öfteren. Und in dieser Welt, in der wir aktuell leben, gibt es viele solcher Fragen, aber nur wenige Antworten. Das sind eben genau solche Texte die ich bei der Band immer wieder für alle Lebenslagen finde, und die dann eben doch ganz anders sind, als viele andere Deutschpunk-Inhalte. Hier steckt einfach mehr dahinter, aber trotzdem haut dich die Musik auch zusätzlich aus den Latschen. Eine geniale Mischung!</p>
<h3>&#8222;Immer so negativ, immer so depressiv&#8220;</h3>
<p>Ja, verdammt! Denn die Jungs sind einfach ehrlich, und irgendwie ist der Punkt für Durchhalteparolen und &#8222;es wird schon&#8220; halt einfach weit überschritten. Aber es geht auch versöhnlicher, denn mit <em>&#8222;mit dir okay&#8220;</em> und <em>&#8222;härter zusammen&#8220;</em> sind hier zum Beispiel auch 2 Tracks, die den Zusammenhalt und die Unterstützung gegenseitig wertschätzen, was definitiv auch wichtig ist. Aber mit <em>&#8222;Wache an der Überlastungsgrenze&#8220;</em>, <em>&#8222;Bildschirmzeit&#8220;</em>,<em> &#8222;Trümmer</em>&#8220; und <em>&#8222;Zweifel&#8220;</em> wird es dann schon wieder ganz düster, ehe es mit mit <em>&#8222;Welcome To Hell&#8220;</em> einen furiosen Abschluss gibt. Abschluss? Von wegen!</p>
<h3>&#8222;Es geht voran, es ist soweit&#8220;</h3>
<p>War der Sänger nun in einem mir ähnlichen Zustand, und eine gewisse Verschwitzheit erkennbar, waren aber dennoch die letzten Kräfte für diesen Abschluss aufgespart. Und jetzt, jetzt sollte das passieren, worauf der Punk im Oimel sich schon seit 20 Jahren freute… zum Abschluss gab es nochmal 4 Klassiker der ersten Alben, die einfach nur Kult sind! <em>&#8222;es geht voran&#8220;</em> machte den Anfang, und der Autor warf sich hier dann todesmutig in das rüde Geschubse vor der Bühne. Zugegeben, ich spürte die Bewegung und das Gegröhle in Form von Seitenstechen recht schnell, aber das war nun auch egal.</p>
<p>Die Stimme war ebenfalls völlig hinüber, und das was ich im Anschluss noch von mir geben konnte, dürfte sich angehört haben, wie fieseste Tonexperimente der <strong>EINSTÜRZENDEN NEUBAUTEN</strong>. Das hielt mich nicht davon ab, die restlichen 3 Lieder nun unmittelbar an der Bühnenkante zu verbringen und gefühlt jede Silbe zusammen mit dem Sänger zu intonieren, der nur wenige Zentimeter vor mir stand. Oh wie sehr mich diese Minuten zu <em>&#8222;Hausbesetzerlied&#8220;</em> und <em>&#8222;Gesox</em>&#8220; glücklich machten! Das wurde nun nur noch gesteigert, als zum Abschluss dann noch DAS Lied kam! <em>&#8222;Ohne Ausweg&#8220;</em> ist einfach einer DER deutschen Punk Songs überhaupt und nun war endgültig alles vorbei und ich überglücklich. Die Band sah mindestens so fertig aus wie ich mich fühlte, aber auch mindestens so glücklich!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-47084 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht4.jpg" alt="" width="985" height="657" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht4.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht4-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht4-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht4-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Fahnenflucht4-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 985px) 100vw, 985px" /></p>
<h3>Fazit?</h3>
<p>Klare Sache! Macht es besser als Oimel, denn: Geht ins Bandhaus, was wirklich eine tolle Location ist, die jede Unterstützung verdient! Und geht zu <strong>FAHNENFLUCHT</strong>, wenn ihr die Gelegenheit habt – erst gestern ist ein neuer Schwung Tourdaten bekannt gegeben worden, es sind also viele Möglichkeiten da. Achja, und wer <strong>ARRESTED DENIAL</strong> oder <strong>BEI BEDARF</strong> über den Weg läuft, sollte natürlich auch hier ein Ohr riskieren. Dieser Abend war ein Konzert, auf das ich einfach gewartet habe, und das ich – ohne Übertreibung – niemals vergessen werde! Danke an alle Beteiligten, die solche Sachen veranstalten!</p>
<p>Achja &#8211; und natürlich dürften hier die ungewohnt guten Bilder für einen Konzertbesuch von mir aufgefallen sein! Danke dafür an <strong>Kerstin Kühne</strong>, die mir die Bilder zur Verfügung gestellt hat.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>MARATHONMANN &#8211; Wenn der Post-Punk 3x klingelt</title>
		<link>https://silence-magazin.de/marathonmann-die-angst-sitzt-neben-dir/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=marathonmann-die-angst-sitzt-neben-dir</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Oimel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Jul 2019 08:25:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Rock]]></category>
		<category><![CDATA[deutscher Punk]]></category>
		<category><![CDATA[Marathonmann]]></category>
		<category><![CDATA[Post Hardcore]]></category>
		<category><![CDATA[Post-Punk]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer bei dem Wetter an Rennen denkt ist nicht ganz sauber (imho) - Trotzdem empfehlen wir euch nun den MARATHONMANN! </p>
<p>Sauberer PostPunk für eine gute Zeit … und gib dir mal die Texte! </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/marathonmann-die-angst-sitzt-neben-dir/">MARATHONMANN &#8211; Wenn der Post-Punk 3x klingelt</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2 style="text-align: center;">MARATHONMANN – &#8222;Die Angst sitzt neben Dir&#8220;</h2>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:&nbsp; </strong>19.07.2019<strong><br />
Länge:</strong> 40:14 <strong><br />
Label: </strong>Redfield Records<strong><br />
Genre: </strong>Post-Punk/Post-Hardcore </div></div></div></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sooooo, der persönliche Festivalsommer ist abgehakt und zum Abschluss ein wenig ins Wasser gefallen, aber das ist eine andere Geschichte. Jetzt schweift mein Blick über die Liste der Neuerscheinungen, und da liest das ermüdete Auge etwas von Punk. Also beschließe ich mich dem ganzen zu widmen.</p>
<p><strong>MARATHONMANN</strong> nennt sich die 2011 gegründete Gruppe aus München. Zugegeben, bei dem Bandnamen denke ich jedesmal an einen mit besonders ausdauernder Kondition gesegneten männlichen Darsteller aus Verfilmungen des horizontalen Gewerbes. Aber eine kurze Recherche erleuchtet mich endlich, dass der Bandname tatsächlich auf die Ausdauer der Band, auf das konstante Weiterlaufen zurückzuführen ist.</p>
<h4>Auf ins Ungewisse</h4>
<p>Ich schalte also die Welt um mich herum ab, und das Album &#8222;Die Angst sitzt neben Dir ein&#8220;. Und stutze erstmal kurz nach einem halben Lied. Bei Punk erwarte ich eine harte Stimme, schnell-gespielte 3-4 Akkorde und eine gewisse Grundaggressivität. Das hab ich hier nicht auf dem Ohr und so schaue ich noch einmal schnell in das Genre: Post-Punk oder auch Post-Hardcore.</p>
<p>Eine Genrebeschreibung, die ich mal wieder noch nie verstanden habe, weil da meiner Meinung nach alles möglich nach 1970 drunter fällt. Aber meiner Vorstellung nach bewege ich mich nun irgendwo zwischen Indie und deutschsprachigem punkig angehauchten Pop. Da gibt es zwar Bands die ich wegen Ihrer Einstellung respektiere, aber musikalisch so gar nicht mag. (Und das wurde jetzt auch nicht besser, nachdem ich am Wochenende <strong>PASCOW</strong> live gesehen habe! Und das läuft sogar schon unter Punk!)</p>
<h4>Brauche ich jetzt die Ausdauer des Marathonmann?</h4>
<p>Ich gehe also noch einmal – und zugebenermaßen voreingenommen – an das Album heran. Von den vorherigen Alben der Band habe ich noch keines gehört, aber der Name ist mir aus mehreren Platten-Gruppe geläufig. Dort habe ich schon öfter Alben der Band gesehen.</p>
<p>Und während ich mich innerlich schadenfroh darauf vorbereite so einen soften Indie-Kram in Grund und Boden zu schreiben, merke ich, wie ich immer aufmerksamer den Texten lausche und wie mich das Album mitnimmt. Und ich muss dann einfach feststellen: Es ist wirklich gut gemacht!</p>
<p><strong>Harte Stimme, weicher Kern!</strong></p>
<p>Es sind eben keine simplen Schmonzetten die in schmalzig-softem Gewand daherkommen, und auch keine Revoluzzer-Texte mit zu weichen Stimmen. Im Gegenteil es sind relativ düstere, nachdenkliche Texte die musikalische sehr, sehr gut untermalt sind. Dabei ist es auch mir nicht zu soft, sondern je nach Lied und Stimmung des Songs mal rockig und schnell und mal langsam und begleitend. Was mir auch sehr gefällt ist die Reihenfolge der Titel auf dem Album, denn hier wird verhindert das 2 langsame Stücke das Album in die Länge ziehen. Nach dem ruhigsten Titel <em>&#8222;die Bahn&#8220;</em> kommt beispielsweise direkt das deutlich schnellere und rotzigste Stück <em>&#8222;Schachmatt&#8220;</em>, und diese Mischung steht dem Album sehr gut!</p>
<p>Und, es gibt noch einen weiteren deutlichen Pluspunkt, der mich in dem Genre überrascht: die verhältnismäßig raue und &#8222;wilde&#8220; Stimme des Sängers, die auch dazu beiträgt das ich immer weiter zuhöre und das Ganze eben dann doch nicht zu weich wird.</p>
<p><strong>Ein hoch auf die inneren Werte!</strong></p>
<p>Definitiv das beste am Album sind aber die Texte. Davon ausgehend, dass diese wirklich selber geschrieben sind, hat hier jemand ein wirkliches Händchen. Denn die Texte sind so verfasst, dass man fast automatisch ins Nachdenken gerät und/oder in Erinnerungen schwelgt. Spontan fällt mir dabei das Lied <em>&#8222;Alles wird gut, Alice&#8220;</em> ein, in dessen Text jeder alles hineininterpretieren kann. Würde man hier 100 Leute befragen, hätte wahrscheinlich jeder ein völlig verschiedenes persönliches Erlebnis, auf das der Text passt. Aber ohne, dass dieser dabei belanglos ist! Und das finde ich faszinierend!</p>
<p>Andere Stücke wie zum Beispiel <em>&#8222;nie genug&#8220;</em> haben auch einfach eine klare Message, die ich sehr gut finde.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="MARATHONMANN - Alles wird gut, Alice" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/0u3BnbP1usY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h4>Fazit:</h4>
<p>Da sitze ich nun also und muss zugeben, dass ich das deutschsprachige Post-Punk-Hardcore Album gut finde. Fällt mir jetzt nicht unbedingt leicht, aber das hat es verdient! Es wird auch sicherlich noch öfter laufen, und vielleicht laufen mir die Jungs auf einem Festival über den Weg, und auch da würde ich reinschauen gehen! Aus meiner Feder ist das bei bei diesem Genre also fast schon ein Ritterschlag! Ich mag die Texte, und die Art wie diese rübergebracht werden. Und ich mag die eben nicht so softe Ausrichtung, auch wenn emotionale und nachdenklich Texte dabei sind. Die Punktevergabe ist in diesem Fall also auf das Genre bezogen – und da sind die 8 Punkte hochverdient wie ich finde.</p>
<p>Achja: einen imaginären Pluspunkt gibt es noch für die optisch sehr schöne &#8222;Glow-in-the-Dark&#8220;-vinyl in der das Album erschienen ist, und die mir auf Bildern unheimlich gut gefällt!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/marathonmann-die-angst-sitzt-neben-dir/">MARATHONMANN &#8211; Wenn der Post-Punk 3x klingelt</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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