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	<title>Doro Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Doro Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Metalurlaub in den Alpen &#8211; MetalDays 2017</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lukas]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Aug 2017 22:44:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wir machen Ferien in Slowenien! Der Gedanke, eine ganze Woche lang Metalurlaub zu machen, reizt mich schon seit knapp zwei Jahren. Dieses Mal fand ich endlich jemanden, der mich dorthin begleiten wollte – Grund genug, sich das Festival im sachsen-anhalt-großen EU-Staat einmal ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/metalurlaub-in-den-alpen-metaldays-2017/">Metalurlaub in den Alpen &#8211; MetalDays 2017</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir machen Ferien in Slowenien! Der Gedanke, eine ganze Woche lang Metalurlaub zu machen, reizt mich schon seit knapp zwei Jahren. Dieses Mal fand ich endlich jemanden, der mich dorthin begleiten wollte – Grund genug, sich das Festival im sachsen-anhalt-großen EU-Staat einmal zu geben. Lange An- und Abreise inklusive!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Samstag, 22.07.2017 &amp; Sonntag, 23.07.2017: Die Anreise</h3>
<p>Ungefähr zur selben Zeit, als am Samstagabend die ersten vier Newcomer-Bands das slowenische Festival eröffnen, starten wir in Haldensleben unsere <strong>1000 Kilometer lange Fahrt</strong> nach Süden. Neben meinen beiden Begleitern sitzt auch die Vorfreude auf die kommende Zeit mit im Auto. Wir kommen gut durch, obgleich sich in Bayern starke Unwetter über uns entladen. Die Himmelsschleusen öffnen sich, und man muss sich fragen: Wo kommt das ganze Wasser her? Es soll nicht der letzte Regen der Woche sein, doch dazu später mehr …</p>
<p>Die letzte Etappe durch das slowenische Gebirge verschlägt mir als Flachländer den Atem: beeindruckende Berghänge, in deren Schatten wir uns bewegen, und hoch emporragende Gipfel, welche die vorbeiziehenden Wolken teilen. Unsere Fahrt über die Serpentinen in den <strong>julischen Alpen</strong> ist an sich schon ein Erlebnis, das uns nach der anstrengenden Fahrt noch einmal wachrütteln und hypen kann, ehe wir wenig später im Tal zwischen den Bergen ankommen.</p>
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<p>Endlich in Tolmin angekommen, mittlerweile ist es Sonntagmorgen um 9 Uhr, weicht das Staunen der Überraschung. Bei einem Kontingent von 12.000 Karten, die an die Leute gebracht wurden, rechne ich mit einem gehörigen Andrang beim Einlass. Stattdessen gestaltet sich dieser sehr entspannt. Kurzer Zwischenstopp mit unserem PKW auf dem kleinen Parkplatz für die ankommenden Besucher, wenige Minuten Anstehen am Schalter für die Bändchen meiner Begleiter und eine kurze Wanderung hinauf in den Stadtkern, um zur Ausgabe der Pressebändchen zu kommen (sorry Leute), ehe wir auf das Campinggelände dürfen. Auch hier habe ich kaum den Eindruck, von 12.000 Menschen umgeben zu sein. Umso besser, ich mags entspannt! Nach dem Aufbau der Zelte geht es noch einmal runter zum Fluss, um das Wasser zu testen, vorbei an den vielen Zelten, die überall zwischen den Bäumen platziert sind. Wenn es hier eines nicht gibt, dann sind es Regeln, wie man die eigenen Zelte aufzustellen hat. Selbst in Sichtweite der dritten Bühne stehen einige Zelte im Unterholz. Abenteuerlich!</p>
<p><strong>Protipp: Packt euch Badelatschen ein.</strong> Mein heldenhafter Marsch zum Fluss auf nackten Füßen ließ mich erahnen, wie man sich in dieser „Hölle“ fühlen muss, von der immer alle reden. Auf dem grobsteinigen Weg ist das Laufen ohne Schuhe eine ganz dumme Idee. Letztendlich komme ich trotzdem am Fluss an, um mich abzukühlen. Ungefähr zwei Minuten lang – hui, ganz schön frisch! Nichts für schwache Gemüter, sondern nur für gestählte Damen und Herren! Trotzdem bleibt der <strong>Isonzo</strong> oder die <strong>Soča</strong>, wie der Fluss genannt wird, ungeachtet der Kälte ein wunderschöner Anblick. Klar und blau – schöner, als ich es mir vorgestellt habe.</p>
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<p>Nach dieser Erfrischung bin ich richtig wach und kann mich noch einmal im Lager mit Bier und passender Musik aus der Dose in Festivalstimmung bringen, ehe ich mir vor dem Schlafengehen noch die Newcomer-Band <strong>MYRIAD LIGHTS</strong> anschaue, denn auch heute sind bereits vier Bands auf der dritten Stage aktiv. Die Jungs sind gut gelaunt, obgleich die Stimme des Sängers doch etwas gewöhnungsbedürftig erscheint. Als musikalischer Einstieg soll mir das für heute genügen – die nächsten fünf Tage können kommen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Montag, 24.07.2017 – Wettergott on tour</h3>
<p>Vogelzwitschern, das Zupfen einer Harfe und erste Sonnenstrahlen, die seicht durch das Zeltdach scheinen – klingt das nicht schön? In der Tat. Leider werde ich genau so NICHT wach. Stattdessen weckt mich Donnergrollen und peitschender Regen, der die Zeltplane zu seinem Instrument macht. Der heftige Wind lässt mich um mein Zelt bangen, doch glücklicherweise übersteht dieses den Sturm. Anders als unser Billigpavillon – doch wozu gibt es Panzertape? Was im kleinen Maßstab hilft, ist in größeren Dimensionen jedoch leider nicht so einfach – der Sturm bringt die dritte Bühne, die <strong>Newforces Stage</strong>, zum Kollabieren, sodass alle Auftritte des heutigen Tages dort abgesagt werden müssen, um den Schaden zu beheben. Da können wir von Glück reden, dass unser Lager noch steht! Pavillon gerichtet, gefrühstückt, angekleidet und gekämmt, geht es los zum Auftritt der ersten Band um 14 Uhr.</p>
<p>Natürlich nicht, ohne vorher einen Abstecher zum Merchandise-Stand zu machen, um eins der heiß ersehnten Festivalshirts zu kaufen. Hier setzt man darauf, die Leute entscheiden zu lassen, wie umweltbewusst sie sein wollen – neben den „Standard-Shirts“ gibt es auch Fairtrade-Kleidungsstücke für einen 25% höheren Preis zu erwerben. Eine coole Sache, die ich direkt unterstütze – an dieser Stelle sollen mir die Qualität und die Arbeitsbedingungen in der Herstellung das Geld wert sein.</p>
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<p>So, nun aber auf zur Bühne! Auf der zweiten Stage, die nach dem ehemaligen Fußballspieler <strong>Boško Bursać</strong> benannt ist, eröffnen <strong>REVEREND HOUND</strong> den ersten vollwertigen Festivaltag. Gespielt wird angenehmer Heavy Metal, dem sich im von Bäumen umgebenen Raum vor der Bühne sehr angenehm lauschen lässt. Auf selbiger Bühne spielt drei Stunden später auch die niederländische Band <strong>DOOL</strong>, die sich irgendwo zwischen Progressive Rock, Doom Metal und Psychedelic Rock bewegt. Eine Kombination, die mich üblicherweise nicht unbedingt reizen würde, doch gerade diese Band vermag es, mit ihrer depressiv-kraftvollen Mischung ihre Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Unter normalen Umständen hätte ich mir diesen Auftritt vielleicht gar nicht angesehen. Grund dafür ist die <strong>Überschneidung mit XANDRIA</strong> auf der Hauptbühne zur exakt selben Spielzeit. Wie jedoch am Vortag über Facebook bekannt gegeben wurde, würde die Band aufgrund eines krankheitsbedingten Ausfalls von Sängerin <strong>Dianne</strong> nicht spielen. Äußerst schade, da ich die Band sehr gern gesehen hätte, doch immerhin wird mir so die schwierige Entscheidung zwischen zwei großartigen Bands abgenommen. Zumal der Platz vor der zweiten Bühne sich als wesentlich günstiger herausstellen soll, denn gegen 17:30 Uhr bricht abermals ein Gewittersturm los, der die Band zur Aufgabe zwingt und alle Fans in die Getränkezelte neben der Bühne drängt.</p>
<p>Es dauert eine Weile, bis sich die Wolken lichten. Der zweite Sturm des Tages hat die Running Order ziemlich durcheinandergewirbelt – so entfällt der Auftritt von <strong>BEHEADED</strong>, wie auf den großen Bildschirmen neben der Mainstage angezeigt wird, und auch die japanische Heavy-Metal-Band <strong>LOUDNESS</strong>, auf die sich einige gefreut haben, kann ihren Auftritt um 19:15 Uhr nicht wahrnehmen. Stattdessen sollen diese später auf der zweiten Bühne spielen – parallel zu <strong>ICED EARTH</strong> auf der Hauptbühne. Verdammt! Sehr ärgerlich, da ich die amerikanische Band unbedingt sehen will. Trotzdem ist der Hut dafür zu ziehen, dass der Band das Nachholen ihres Gigs ermöglicht wird.</p>
<p>Die Amerikaner liefern eine fantastische Show ab und küren ihren Auftritt in meinen Augen zum besten des Tages. Das Infield ist gut gefüllt, obgleich angenehm viel Platz zwischen den Menschen bleibt. Da bin ich von anderen Festivals deutlich mehr Gedränge gewohnt. Nachdem ich zu Titeln wie <em>&#8222;Seven Headed Whore&#8220;</em> abgefeiert habe, husche ich noch schleunigst zur zweiten Bühne hinüber, um doch noch Zeuge der letzten anderthalb Songs von <strong>LOUDNESS</strong> zu werden. Was ich hören kann, klingt gut, und ich verteufele den Donnergott dafür, dass er mir die Möglichkeit genommen hat, den Auftritt der Band vollständig zu sehen. Immerhin treibt mir die Vorstellung der Bandmitglieder ein kleines Schmunzeln auf die Lippen. <strong>Suzuki</strong>, <strong>Takasaki</strong>, <strong>Yamashita</strong> und <strong>Niihara</strong> – viel japanischer können die Namen wirklich nicht mehr klingen. Als würden <strong>Müller</strong>, <strong>Meier</strong>, <strong>Schulze</strong> und <strong>Schmidt</strong> in einer deutschen Heavy-Metal-Band spielen.</p>
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<p>So, wieder zurück zur Hauptbühne, der <strong>Ian-Fraser-„Lemmy“-Kilmister-Stage</strong>. Hier headlined heute der von den Besuchern möglicherweise umstrittenste Künstler der&nbsp;<strong>MetalDays 2017</strong> den Montag. Als die Show beginnt, erhebt sich <strong>MARILYN MANSON</strong> als König des Abends von seinem Thron. Es ist ordentlich voll vor der Bühne. Verwunderlich ist das nicht – warum nicht anschauen, wenn er schon mal da ist? Bemerkenswert ist <strong>MANSONS</strong>‘ Art allemal. Während er sich zwischen den Songs sehr ruhig und fast schon emotionslos gibt, performt er seine Songs mit deutlich mehr Einsatz. Ein kleines Highlight – zumindest, wenn man dies nach dem Jubel des Publikums bemisst – ist das <em>&#8222;Sweet Dreams&#8220;</em>-Cover, bei dem der Alternative-Rockstar mit einem gleißenden Lichtstab auf der Bühne umherturnt. Ob man den Herren mag oder nicht, besonders ist der Auftritt auf diesem Festival sicherlich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Dienstag, 25.07.2017 – Zeit zum Aufholen!</h3>
<p>War das Wetter gestern noch schlecht, so beginne ich den Tag heute bei strahlendem Sonnenschein. Gut so, startet das Programm doch wesentlich früher als gestern – wie ich glücklicherweise noch rechtzeitig bemerke. Meinem sporadisch funktionierendem Internet kann ich nachträglich entlocken, dass die gestern ausgefallenen Auftritte der Newcomer heute nachgeholt werden. Dies zieht teils starke Verschiebungen im Zeitplan nach sich – und wäre ich nicht schon um 11:30 Uhr am Fluss gewesen, von welchem aus sich die bereits spielenden Bands vernehmen ließen, so hätte ich dies aufgrund mangelnder Ankündigungen durch Aushänge wohl verpasst. Hätte ich mich wie geplant 15:30 Uhr vor der dritten Stage eingefunden, hätte ich wohl verdutzt aus der Wäsche geschaut, da mich dort nicht die <strong>OVERTURES</strong>, sondern <strong>SASQUATCH</strong> erwartet hätten. So befinde ich mich nun schon 13 Uhr vor der Bühne, um zu sehen, wie die junge Band ihren Power bzw. Progressive Metal zum Besten gibt. Allzu voll ist es nicht, was nicht zuletzt daran liegen mag, dass einige Menschen die Verschiebungen tatsächlich nicht mitbekommen haben. Sehr schade, da die Band rockt und mit ihrem Frontsänger und den zwei unterstützenden Sängerinnen großes Potenzial erweist. Sicherlich hätte die italienische Truppe auch einer größeren Menschenmenge viel Freude bereiten können. Sei es drum – immerhin habe ich meinen Spaß dabei. Ein cooler Auftritt vor dem Mittagessen! Zudem ist es eine großartige Sache, die ausgefallenen Auftritte nachzuholen, sodass keine Band umsonst angereist ist und kein Fan leer ausgehen muss. Auch, wenn die eine oder andere Gruppe vielleicht ein paar Zuschauer dafür einbüßen muss.</p>
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<p>Nachmittags zieht es mich wieder in den Schatten der Bäume vor der zweiten Stage. Hier spielen zwei Bands aus dem Core-Sektor. Zuerst einmal <strong>FOR I AM KING</strong>, die mit einer Sängerin aufwarten und die Menschentraube vor der Bühne erfolgreich zu kleinen Circlepits und einer Wall of Death animieren können. Es schließt sich die slowenische Band <strong>AVVEN</strong> an, die sich aufgrund ihres musikalischen Stils und des Einsatzes von folkloristischen Instrumenten (u.a. Dudelsack) am ehesten als Folkcore-Band einordnen lassen können. Nach den anheizenden <strong>FOR I AM KING</strong> ein weiterer starker Auftritt. Kleiner Wermutstropfen: der Auftritt beginnt mit zehn Minuten Verzögerung, wird allerdings pünktlich beendet. Damit bleibt gerade einmal ein 20-Minuten-Set übrig. Viel zu kurz, um die Band gebührend zu feiern. Hier tut bereits eine derart kleine Verzögerung weh.</p>
<p>Wo ich schon am Jammern bin: mit Überschneidungen von <strong>VISIONS OF ATLANTIS</strong> (Symphonic Metal) und <strong>EVIL INVADERS</strong> (Thrash Metal) steht die nächste schwere Entscheidung an. Ich entscheide mich dafür, zunächst einmal zur Mainstage zu gehen und mir <strong>VoA</strong> anzusehen, um anschließend das Ende des <strong>INVADERS</strong>-Gigs anzuschauen. Der Besuch der ersten Bühne fällt länger aus als erwartet, da ich aufgrund der bewegenden Worte von Sängerin <strong>Clementine</strong> zum Suizid von <strong>Chester Bennington</strong> noch einige Minuten hängen bleibe und mich, einmal etwas emotional geworden, von <em>&#8222;Winternights&#8220;</em> mitreißen lasse.</p>
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<p>Umso eigenartiger ist es, danach den energiegeladenen Abschluss des <strong>INVADERS</strong>-Auftritts zu verfolgen. Absoluter Kontrast. Noch makaberer mutet es an, nach der eben erwähnten Ansprache von der zweiten Stage den Ausruf „I wanna see people die!“ zu hören. Aber gut, der eine Auftritt hat mit dem anderen eigentlich nichts zu tun. Der Auftritt der belgischen Thrasher ist trotzdem cool. Für welche der beiden Bands man sich hier auch entschieden hat – gute Wahl!</p>
<p>Ebenfalls unterhaltsam hätte der Auftritt von <strong>THE GREAT DISCORD</strong> werden können, der leider von abermals einsetzenden starken Regenfällen gestört wird. Die Band spielt trotzdem – ich bekomme vom Zelt aus nur leider nicht allzu viel mit. Anders als die 20 Menschen vor der Bühne, die dem Wetter trotzen. Das zu sehen erfreut mich – dann singt die mit auffälligem Kopfschmuck dekorierte Sängerin <strong>Fia</strong> zumindest keine leere Fläche an.</p>
<p>Um nicht noch mehr zu verpassen, begebe ich mich – obwohl nicht besonders wetterfest gekleidet – zur Hauptbühne, um mir nun <strong>SANCTUARY</strong> anzusehen. Leider verzögert sich der Auftritt um einige Minuten, und da ich aufgrund des nicht enden wollenden Regens mittlerweile stark durchnässt bin, kapituliere ich und ziehe mich zurück, um in trockene Sachen zu schlüpfen.</p>
<p>Pünktlich zu <strong>KATATONIA</strong> bin ich allerdings wieder zurück vor der Bühne. Der Regen ist vorbei, sodass man der Band ohne Furcht vor dem Wetter zuhören kann. Der gesamte Auftritt stellt sich sehr entspannt dar – sowohl, was die Band selbst angeht, als auch die ausgelassene Zuhörerschaft. Etwas verwundert bin ich, als sich unmittelbar nach dem Ende des Auftritts plötzlich ein schwacher Schmerz auf meiner Brust einstellt. Es dauert einige Sekunden, um die Verbindung zu dem Stück Holz herzustellen, das vor mir im Matsch liegt. Oh, Drumstick! Wären wir bei <strong>Harry</strong> <strong>Potter</strong>, hätte ich gesagt, der Zauberstab hat den Zaubernden ausgesucht … nun ja, so ist es eben der Drumstick. Nehm ich mit!</p>
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<p>Auf diesen passe ich auch während des Auftritts von <strong>AMON AMARTH</strong> auf wie eine Mutter auf ihr Neugeborenes. Schließlich findet gleich der wohl <strong>am besten besuchte Auftritt des gesamten Festivals</strong> statt. Die Band wird ordentlich gefeiert, und auch ich erfreue mich am Auftritt der wohl bekanntesten Metal-Band mit Wikinger-Thema. Gespielt werden Klassiker wie <em>&#8222;Guardians Of Asgard&#8220;</em>, <em>&#8222;Twilight Of The Thunder God&#8220;</em> und <em>&#8222;Destroyer Of The Universe&#8220;</em>, wobei insbesondere das von <strong>Johan Hegg</strong> mit dröhnender Stimme gesprochene Intro zu letzterem Titel (wie immer) sehr viel Eindruck macht. Leider wirkt es so, als wäre Sänger <strong>Johan</strong> der einzige, der wirklich Spaß am Auftritt hat. Den Rest der Band habe ich bereits in besserer Form erlebt. Selbiges kann ich vom Publikum behaupten, das sich hier vergleichsweise rücksichtslos gibt. Viel Gedrängel, viele Rempler, wenig Rücksichtnahme. Da <strong>AMON AMARTH</strong> immer abliefert und eine gute Show mit Einsatz von Flammen, Bühnenequipment und Statisten-Wikinger-Action bietet, bleibt der Auftritt trotz aller Widrigkeiten einer der besten des Festivals. Doch ich weiß: das geht noch besser! Es ist ein bisschen, als würde der Klassenstreber nur eine 1- schreiben. Nicht perfekt, aber immer noch saustark!</p>
<p>Eigentlich sollte nun noch <strong>KADAVAR</strong> auf uns warten, doch wie zwischen den Auftritten eingeblendet wurde, entfällt die Show, da Drummer <strong>Tiger</strong> aufgrund der Entbindung seiner Frau anderweitig beschäftigt ist. Sehr schade, doch eine absolut verständliche und richtige Entscheidung. Somit geht es heute früh – das heißt kurz nach 0 Uhr – in die Heia.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Mittwoch, 26.07.2017 – Tag der deutschen Künstler</h3>
<p>Kein Regen, keine gleißende Sonne – angenehmes Wetter bei guten Temperaturen. Zeit zum Grillen! Das Festivalgelände ist nicht nur aufgrund des <strong>fantastischen Blicks auf die umliegenden Berge</strong> hervorragend gewählt. Sehr praktisch ist auch, dass der nächste <strong>Hofer</strong> (bei uns <strong>Aldi</strong>) innerhalb weniger Minuten zu erreichen ist, da er sich direkt gegenüber der Bändchenausgabe befindet. Somit decken wir uns großzügig ein, um uns für den Tag mit Fleisch und Grillkäse zu stärken. Vielleicht etwas zu großzügig … das Entfachen des Grills dauert lange, und ebenso das Grillen selbst. So schaffe ich es weder zu den slowenischen Newcomern von <strong>BURN FUSE</strong>, die ich beim Durchhören vor dem Festival für interessant befunden hatte, noch zur spanischen Thrash-Metal-Band <strong>CRISIX</strong>, die ich mir gern angesehen hätte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-20574" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Impressionen-IMG_1165-1024x683.jpg" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Impressionen-IMG_1165-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Impressionen-IMG_1165-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Impressionen-IMG_1165-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Impressionen-IMG_1165-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Impressionen-IMG_1165.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>Um 17 Uhr stehe ich endlich im Infield, um die norwegische Heavy-Metal-Band <strong>TRIOSPHERE</strong> zu begutachten. Diese waren mir vor allem durch die bemerkenswerte Stimme der Sängerin und Bassistin <strong>Ida Haukland</strong> aufgefallen. Auch live liefern diese – trotz eher mäßig gefüllten Raums vor der Bühne – richtig gut ab und spielen vor allem Stoff vom letzten Album &#8222;The Heart Of The Matter&#8220;. Wer Metal mit weiblichem Gesang der nicht-klassischen Art (klassisch meint beispielsweise <strong>Dianne</strong> bei <strong>XANDRIA</strong>) etwas abgewinnen kann, dem sei die Band ans Herz gelegt.</p>
<p>Einmal in Stimmung, geht es diesmal wieder Richtung <strong>Newforces Stage</strong>. Hier spielen nun die <strong>GREYBEARDS</strong>. Diese jungen Männer haben zwar weder Bärte oder graue Haare, und anders als die Graubärte aus <strong>Skyrim</strong> können diese auch keine quasi magischen Schreie von sich geben, doch dafür wissen sie, wie man die Meute mit fröhlichem Hardrock packt. Trotz der nicht einmal 100 Menschen vor der Bühne weiß die schwedische Band zu überzeugen und bleibt mir als <strong>einer der stärksten Newcomer-Acts des Festivals</strong> im Gedächtnis.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-20576 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Grave-Digger-IMG_2128-300x200.jpg" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Grave-Digger-IMG_2128-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Grave-Digger-IMG_2128-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Grave-Digger-IMG_2128-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Grave-Digger-IMG_2128-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Grave-Digger-IMG_2128.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Um für den Abend der deutschen Künstler bereit zu sein – es spielen <strong>GRAVE DIGGER</strong> und <strong>DORO</strong> – begebe ich mich noch einmal ins Lager, um mich zu meinen Nachbarn zu gesellen. Meine kleine Gruppe campt zusammen mit zwei sympathischen Österreichern und einem entspannten Australier. Damit haben wir (sprachlich gesehen, da ich gern deutsch spreche) Glück. Neben den vielen Deutschen und Österreichern auf dem Gelände, sind nämlich auch viele Franzosen und vereinzelt osteuropäische Fans angereist. Insbesondere unsere französischen Nachbarn sollten keine angenehmen Zeitgenossen sein, 4 Uhr nachts quiekend und gröhlend die Sau rauszulassen… Doch egal, zurück zu den Bands!</p>
<p>Ich bin etwas erstaunt, dass eine (zumindest im deutschen Sprachraum) große Band wie <strong>GRAVE DIGGER</strong> nur auf der zweiten Bühne und nicht auf der Mainstage spielt, wo doch gefühlt das halbe Publikum ebenfalls deutschsprachig ist. Das tut der Spielfreude der Olschool-Heavy-Metal-Band jedoch keinen Abbruch! <strong>Chris Boltendahl</strong> und Crew sind gut drauf wie eh und je und liefern mit Titeln wie <em>&#8222;Knights Of The Cross&#8220;</em> oder dem unverzichtbaren <em>&#8222;Rebellion&#8220;</em> eine astreine Show ab. Zehn Minuten vor Ende der Show wechseln wir allerdings zum Platz vor der Hauptbühne, um nichts vom Auftritt <strong>DORO</strong>s zu verpassen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-20578 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Doro-IMG_2898-1024x683.jpg" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Doro-IMG_2898-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Doro-IMG_2898-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Doro-IMG_2898-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Doro-IMG_2898-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Doro-IMG_2898.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" />
<p>Beim Auftritt der <strong>„Queen of Metal“</strong> bleibt es leerer als bei den Headliner-Shows der letzten beiden Tage. Es bleibt angenehm entspannt, was auch am typischen <strong>DORO</strong>-Publikum liegen mag, das generell weniger zum Toben angehalten ist. Lediglich einige Crowdsurfer gibt es zu „beklagen“, wenn man wie ich wenig Lust hat, innerhalb einer Stunde dreißig verschwitzte Leiber über sich zu hieven. Musikalisch bietet der Auftritt eine Palette an Klassikern, wie man sie erwarten kann – das geht über <em>&#8222;Burning The Witches&#8220;</em>, <em>&#8222;East Meets West&#8220;</em>, <em>&#8222;Deep Inside My Heart&#8220;</em> und <em>&#8222;All We Are&#8220;</em> bis zum Cover von <em>&#8222;Breaking The Law&#8220;</em> und der Hymne <em>&#8222;We Are The Metalheads&#8220;</em>. Den Abschluss gibt es mit dem Song <em>&#8222;Without You&#8220;</em>, den <strong>DORO</strong> den verstorbenen Künstlern wie <strong>Dio</strong> und <strong>Lemmy</strong> widmet – nach letzterem ist auch die Stage benannt, auf der sie gerade ihr Konzert gibt. Während ihrer Verabschiedung wird noch einmal <em>&#8222;It Still Hurts&#8220;</em> eingespielt, bei dem sie zusammen mit <strong>Lemmy</strong> sang. „We still love you“ sind ihre Worte, ehe sie die Bühne verlässt und auch ich mich ins Bettchen begebe, um für die letzten beiden Tage fit zu sein.</p>
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<h3>Donnerstag, 27.07.2017 – Ein Abend der Ruhe</h3>
<p>Der blaue Himmel ist zurück! Die Sonne beleuchtet die umliegenden Wälder auf den Hängen der Berge, sodass es nach dem Frühstück eigentlich nur eins zu tun gibt. Baden gehen! Als wir am frühen Nachmittag zum Fluss gehen, um uns abermals ins eiskalte Wasser zu stürzen, fällt uns auf, dass auf der dritten Bühne bereits wieder reges Treiben herrscht – obwohl es eigentlich erst in einer Stunde losgehen sollte. Der Zeitplan wurde erneut ohne größere Ankündigung geändert. Glücklicherweise wurde die erste Band, die ich an diesem Tag sehen wollte – <strong>BATTLESWORD</strong> – von 14:30 auf 15:45 Uhr nach hinten verschoben. Nochmal Glück gehabt, nichts verpasst! Da wirds Zeit, nochmal Facebook zu checken… Bitte was, die <strong>ARCHITECTS</strong> haben abgesagt? Verdammt, die zweite Absage auf diesem Festival, die richtig weh tut… Egal, Veranstalter können da nix für, jammern hilft nicht. Dann eben die kleineren Bands mehr genießen!</p>
<p>Gesagt, getan. Zuerst gebe ich mir <strong>BATTLESWORD</strong>, eine Melodic-Death-Metal-Band aus Deutschland, genauer gesagt Nordrhein-Westfalen. Wie man uns schon zuvor versicherte, als man uns den Flyer der Band in die Hand drückte, müsse man diese Band lieben, wenn man <strong>AMON AMARTH</strong> mag… Okay, von lieben würde ich jetzt nicht sprechen. Der Gig kann sich als persönliche Tageseröffnung für mich aber durchaus sehen lassen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-20580 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Impressionen-IMG_6898-1-1024x683.jpg" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Impressionen-IMG_6898-1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Impressionen-IMG_6898-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Impressionen-IMG_6898-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Impressionen-IMG_6898-1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Impressionen-IMG_6898-1.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" />
<p>Nach einer kleinen Pause, wohne ich kurz nach fünf dem Gig der französischen Band <strong>NEMOST</strong> bei. Stärkster (und wohl auch melodischster Titel) ist <em>&#8222;Respawned&#8220;</em>, der energiegeladen zum Headbangen einlädt. Doch auch andere Titel, so z.B. <em>&#8222;Sandstorm&#8220;</em>, das der MetalDays-Crew und dem „best festival in the world“ selbst gewidmet wird, können sich sehen lassen. Auch die folgende Band <strong>KOBRA AND THE LOTUS</strong>, die durch Female Fronted Heavy Metal besticht, weiß zu überzeugen. Als kleine Auflockerung dient hier u.a. eine kleine <em>&#8222;Fear Of The Dark&#8220;</em>-Gesangseinlage, doch auch die eigenen Titel tragen sehr zur Unterhaltung bei.</p>
<p>Im Folgenden begebe ich mich an eine Stelle, die ich bisher weitgehend unerwähnt ließ, da sie – aufgrund des vom Regen aufgeweichten Bodens – kaum zum Tragen kam, bei trockenen Bedingungen nun allerdings äußerst nützlich wird. Auf der linken Seite vor der Bühne befindet sich ein grasbewachsener Schräghang, der sich ausgezeichnet dazu eignet, den Bands sitzend oder liegend zuzuhören. Genau dies tue ich während der nächsten Auftritte. Zunächst einmal während <strong>PERSEFONE</strong>, die viel Einsatz und Spielfreude zeigen (so begibt sich beispielsweise der Sänger während des Auftritts auch an den Zaun am Fuße der Bühne) und vielen Gelegenheitshörern wohl vor allem durch die eigene Interpretation des Todesmarsches und des Cantina-Songs im Gedächtnis bleiben.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-20582 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Blues-Pills-IMG_4145-1024x683.jpg" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Blues-Pills-IMG_4145-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Blues-Pills-IMG_4145-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Blues-Pills-IMG_4145-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Blues-Pills-IMG_4145-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Blues-Pills-IMG_4145.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" />
<p>Zum Auftritt von <strong>BLUES PILLS</strong> begebe ich mich zurück in die – durchaus große – Menschenmenge. Der Name lässt erahnen, welcher Natur die hier zelebrierte Musik ist. Recht gelassen geht der Auftritt vonstatten. Etwas „leichte Kost“, wenn man so will. Ungefähr nach der Hälfte des Auftritts wechsle ich vor die zweite Bühne, um einmal in den Auftritt der <strong>BÖMBERS</strong> hineinzuschauen. Dabei handelt es sich um eine <strong>MOTÖRHEAD</strong>-Tribute-Band, in der niemand Geringeres als <strong>ABBATH</strong> den <strong>Lemmy</strong> mimt. In diesem Fall erweisen sich die Überschneidungen mehrerer Bands als Vorteil – wem eine Band auf Dauer nicht zusagt, steht es frei, ohne Probleme zur anderen Bühne zu wechseln.</p>
<p>Der Donnerstag bleibt der ruhigste Abend. Wenig hämmernde Klänge, dafür Rock, Blues und Progressive. In die Riege der weniger brachialen Musiker reihen sich als vierter Headliner dieser Woche auch <strong>OPETH</strong> ein. Im Vergleich zu den vergleichsweise heiteren <strong>BLUES PILLS</strong> spielen die Schweden sehr langsame und schwere Musik. Es ist geringfügig voller als bei <strong>DORO</strong>, wobei sich insbesondere auf dem Hang mehr Menschen tummeln. Der Gig wird nach einigen Titeln jäh durch Technikprobleme unterbrochen, die einige Minuten andauern. Ich selbst nutze dies zum Gehen, um noch eine Kleinigkeit zu essen, ehe ich mir den Auftritt von <strong>SOLSTAFIR</strong> anschaue.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-20584 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Solstafir-IMG_4396-1024x683.jpg" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Solstafir-IMG_4396-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Solstafir-IMG_4396-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Solstafir-IMG_4396-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Solstafir-IMG_4396-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Solstafir-IMG_4396.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" />
<p>Und ich muss sagen: dieser ist für mich die Überraschung des Festivals schlechthin. Ich wusste, dass <strong>SOLSTAFIR</strong> sehr atmosphärische Musik spielen. Auch hier handelt es sich nicht gerade um leichte Kost, doch gegenüber <strong>OPETH</strong> erscheint mir das hier Gebotene deutlich anmutiger, deutlich mitreißender. Es ist brechend voll vor der zweiten Bühne, was angesichts des wirklich großartigen Auftritts nicht überrascht. Lange Zeit wird nicht viel geredet, sondern einfach nur Musik gespielt. Nach einer halben Stunde stellt sich die isländische Band erstmals vor. Besonders emotional wird es, als die Gruppe den Titel <em>&#8222;Necrologue&#8220;</em> spielt, welcher für einen Freund geschrieben wurde, der sich an Weihnachten vor zehn Jahren das Leben nahm. Ausführlich erklärt Sänger <strong>Aðalbjörn</strong>, wie dieser den Kampf gegen seine eigenen Geist verlor. Dass es vielen Menschen so gehe, und dass dieser Song auch für all diejenigen sei, die mit Depressionen, Abhängigkeit und ähnlichen Problemen zu kämpfen haben, die ebenfalls suizidale Gedanken hegen. Dieser bewegende Song ist Sinnbild für einen durchweg mitreißenden Auftritt, der mich zutiefst beeindruckt. Weitere Worte will ich an dieser Stelle nicht dazu verlieren. Bestnote.</p>
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<h3>Freitag, 28.07.2017 – von Epic Fails in Publikum &amp; Planung</h3>
<p>Am Morgen des letzten Tages, der ebenfalls von gutem Wetter profitieren sollte, begebe ich mich zum Frühstücken noch einmal in den Ort Tolmin. An jeder Ecke, in jedem Restaurant, nisten sich die Metalheads ein. Eine Kleinstadt im Metalfieber! Nach dem Verzehr eines leckeren Rühreis treffe ich zufällig <strong>Robse</strong>. Man, dich sieht man auch an jeder Ecke, Kollege! An sich allerdings wenig verwunderlich, soll doch am Abend <strong>EQUILIBRIUM</strong> spielen.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-20586" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_3287-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_3287-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_3287-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_3287-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_3287.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Bevor allerdings die Pagan-Metal-Band ihren Auftritt beginnt, sind die kleineren Bands am Zug. So gibt es um 14 Uhr zur Eröffnung des letzten Tages eine Ladung <strong>Symphonic Metal</strong> mit einer Mischung aus klassischem, femininem Gesang und männlichem Growling der Marke <strong>TEARS OF MARTYR</strong> auf die Ohren, um anschließend schnell zur dritten Bühne zu eilen, um <strong>SNAKE EATER</strong> zuzusehen. Obwohl ich mir die Band vorher als sehenswert in meinem Zeitplan markiert hatte (übrigens in meinem eigenen, denn eine Running Order von Seiten des Festivals gab es vor Ort nicht), entspricht diese gar nicht meinem Gusto. Das mag am seltsamen Logo der Band liegen, bei dem der Kopf einer Gitarre zwischen den Beinen einer weiblich aussehenden Silhouette verschwindet, oder auch an der Art der Musik („High Voltage Rock“). Jedenfalls habe ich nach zwei Titeln genug und gehe lieber noch einmal hinunter zum Fluss, der sich nach den Regenfällen der letzten Tage etwas verbreitert und das Ufer zurückgedrängt hat. Aufgrund der heutigen Hitze ist dieser auch sehr gut besucht – Zeit, ein Instragram-Bild der Kulisse samt eigener Visage für euch zu machen!</p>
<p>Etwas später spielen <strong>HELL</strong> auf der Hauptbühne. Klingt aus der Ferne gar nicht mal schlecht, sodass ich mir überlege, ob ich mir in Zukunft nicht einmal wieder die theatralische Selbstgeißelung des Sängers anschauen sollte, um mir in Erinnerung zu rufen, was mich am Auftreten der Band gestört hat. Es folgt <strong>GRAND MAGUS</strong> – 20 Minuten früher als geplant, und damit komme ich zum wohl gröbsten Schnitzer in der Festivalorganisation. Dafür nehme ich die Running Order zur Hand, wie ich sie mir <strong>schon eine Woche zuvor</strong> ausgedruckt hatte: 19:35 – 20:35 Uhr: <strong>EQUILIBRIUM</strong>, 30 Minuten Pause, dann von 20:45 – 22:00 Uhr: <strong>PAIN</strong>. Moment mal – zwischen 20:35 und 20:45 Uhr vergehen keine 30 Minuten&#8230; Stimmt! Die Vorverlegung und Kürzung der Auftritte von <strong>GRAND MAGUS</strong> und <strong>EQUILIBRIUM</strong> zur Wiederherstellung der Pausendauer sind an sich wenig verheerend. Trotzdem darf einem Festival dieser Größenordnung so ein Fauxpas nicht passieren. Einmal den eigenen Zeitplan zu überprüfen, hätte hier bereits helfen können.</p>
<p>Ähnlich ärgerlich sind die <strong>fehlenden Hinweise auf Flaschenpfand</strong> im Infield. Wie wir erst am letzten Tag herausfinden, wird auf jede gekaufte Flasche ein Pfand von 2 € erhoben. Dies fällt aufgrund des cashlosen Bezahlsystems mit Karte und der undurchsichtigen Zahlungsbelege zunächst nicht auf. Zutage tritt dies im Zweifelsfall erst dann, wenn man feststellt, dass die am Ende des Festivals wieder ausgezahlte Summe sehr viel geringer ausfällt als erwartet. Hier besteht Nachholbedarf, will man nicht den Eindruck aufkommen lassen, den Besuchern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Und auch die „Sicherheit“ hier ist etwas fragwürdig – schließlich werde ich während des Auftritts von <strong>GRAND MAGUS</strong> am Freitag Zeuge, wie jemand einen Sicherheitszaun am Hang löst und sich unbefugt Zugang zum Festivalgelände verschafft. Völlig ungesehen von den Sicherheitskräften. In diesem Fall harmlos – potenziell aber eine Einladung für jeden, der gern einmal seine Waffensammlung in einer Menschenmenge austesten will.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-20587" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Equilibrium-IMG_4783-1024x683.jpg" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Equilibrium-IMG_4783-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Equilibrium-IMG_4783-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Equilibrium-IMG_4783-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Equilibrium-IMG_4783-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Equilibrium-IMG_4783.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>So, erstmal wieder genug gemeckert. Es gibt schließlich auch Positives zu vermelden. Wie schon während der gesamten Woche, ist auch bei den letzten Auftritten des Festivals <strong>der Ton sehr gut</strong>. Zumindest fallen mir keine Probleme auf, ich bin stets zufrieden. Sowohl während des Auftritts von <strong>GRAND MAGUS</strong>, deren Musik mir für einen etwas erschöpften Nachmittag als sehr angenehm erscheint, als auch bei <strong>EQUILIBRIUM</strong>, die mit einer guten Mischung aus altem und neuem Material aufwarten. <strong>Robse</strong> selbst ist einmal mehr bei bester Laune. Außerdem fühlt er sich hier wohl wie zu Hause: „Viele Deutschsprachige hier. Ich mische das immer mal, englisch kann ich eh nicht gut!“ Tja, versteh deutsch oder stirb! In meinen Augen ein sehr belustigendes Statement, dem ich mich gern füge. Es wird mittlerweile sehr voll vor der Bühne, und die Stimmung ist äußerst gut. Als sich das Publikum zum Ende eines Titels zum Rudern hinsetzt, wenige Sekunden später allerdings schon die Musik aussetzt, freut sich <strong>Robse</strong>: „Zu spät, haha! Epic Fail!“, um danach mit seiner Band (wo wir schon beim „Epischen“ sind) <em>&#8222;Born To Be Epic&#8220;</em> zu spielen. Insgesamt ein starker Auftritt in alter Frische – auch ohne <strong>Jen Majura</strong>, die die Band mittlerweile leider verlassen hat.</p>
<p>Die letzten Highlights des Festivals gibt es dann noch einmal mit <strong>PAIN</strong> und <strong>HEAVEN SHALL BURN</strong>. Erstere spielen genialen, abwechslungsreichen Industrial Metal. Mit im Gepäck sind verschiedenste Titel der letzten Alben – neben <em>&#8222;Pain In The Ass&#8220;</em> oder <em>&#8222;Dirty Woman&#8220;</em> spielt die Band auch <em>&#8222;Call Me&#8220;</em> mit Puppen-Joakim. Vielleicht bin ich leicht zu beeindrucken, aber dieser Gag gefällt mir immer wieder. Der Auftritt funktioniert von vorn bis hinten einwandfrei, und selbst in den vorderen Reihen, in denen ich mich diesmal befinde, bleibt es sehr zivilisiert und ohne größeres Gedränge, sodass ich in meinem Tempo das Konzert genießen und hie und da ein wenig die Matte kreisen lassen kann.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-20588 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Heaven-shall-burn-IMG_5660-1024x683.jpg" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Heaven-shall-burn-IMG_5660-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Heaven-shall-burn-IMG_5660-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Heaven-shall-burn-IMG_5660-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Heaven-shall-burn-IMG_5660-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Heaven-shall-burn-IMG_5660.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" />
<p>Nachdem ich mich hier verausgabt habe, erlebe ich den letzten Headliner des Festivals im Takt mit dem Kopf wippend vom Hang aus. <strong>HEAVEN SHALL BURN</strong> liefern eine starke Show mit Einsatz von Feuershow-Elementen und unter starker Beteiligung der moshenden Fans, die rege bei den großen Circle Pits und der Wall of Death teilnehmen. Das Finale endet mit einem großen Konfetti-Regen – ein lauter Knall als Ende des Festivals. Ein würdiger Ausklang des Festivals mit einigen großartigen Bands, die die Hauptbühne der <strong>MetalDays</strong> am letzten Tag enterten.</p>
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<h3>Fazit: Wie waren die MetalDays?</h3>
<p>Es gibt viel Positives, aber auch einige negative Dinge zu berichten. Zu den positiven Aspekten gehören sicherlich die große Anzahl an Bands und die Festivaldauer. Auch der Sound war über weite Strecken sehr gut, und dass die Gigs der Bands nachgeholt wurden, die dem schlechten Wetter zum Opfer fielen, ist ausgezeichnet. Negativ sind dafür die kaum angekündigten Verschiebungen im Zeitplan, da Internet auf dem Festival (gerade bei einem eine Woche andauernden) längst keine Selbstverständlichkeit ist und nicht jeder stündlich Facebook checken kann. Auch der fehlende Verweis auf Pfanderhebung sowie Fehler in der Zeitplanung und Lücken in der Sicherheit sind mitunter bedenklich.</p>
<p>Wiederum äußerst positiv: die wunderschöne Landschaft. Umgeben von Gebirgen und Wäldern, ein azurblauer Fluss, viele Bäume auf dem Gelände … sehr idyllisch und der Ferienstimmung zuträglich.</p>
<p>Würde ich die <strong>MetalDays</strong> wieder besuchen? Auf jeden Fall. Diesmal allerdings mit Sicherheitsbesuchen um 11 Uhr morgens, um keine Band zu verpassen, und mit Badelatschen bewaffnet. Wer kann zu einer Woche Metal-Ferien schon „Nein“ sagen?</p>
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<p>Unser Dank geht an <strong>Kabo Photografix</strong> für die Fotos!</p>
<p><strong>Kabo Photografix</strong> findet ihr auf auf <a href="https://www.facebook.com/KaboPhotografix/">Facebook</a> und im <a href="http://www.kabo-photografix.de/">WWW</a>.</p>
<p>Zu den <strong>MetalDays</strong> im Internet geht es <a href="https://www.facebook.com/MetalDaysFestival/">HIER</a> und <a href="http://www.metaldays.net/">HIER</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/metalurlaub-in-den-alpen-metaldays-2017/">Metalurlaub in den Alpen &#8211; MetalDays 2017</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Auf nach Slowenien &#8211; Vorbericht MetalDays 2017</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lukas]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jun 2017 06:40:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Dass wir in Deutschland sehr viele Festivals haben, ist nichts Neues. Daher ist es gar nicht unbedingt notwendig, über die Landesgrenzen hinaus Ausschau zu halten. Dabei gibt es auch in unseren Nachbarländern zahlreiche lohnenswerte Veranstaltungen, die es vermögen, aufgrund ihres Konzepts viele ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Dass wir in Deutschland sehr viele Festivals haben, ist nichts Neues. Daher ist es gar nicht unbedingt notwendig, über die Landesgrenzen hinaus Ausschau zu halten. Dabei gibt es auch in unseren Nachbarländern zahlreiche lohnenswerte Veranstaltungen, die es vermögen, aufgrund ihres Konzepts viele Besucher aus aller Herren Länder anzulocken. Dazu gehören auch die <strong>MetalDays</strong> in Slowenien. Nahe der kleinen Stadt Tolmin finden sich jährlich rund 10.000 Menschen ein, um die Musikrichtung zu zelebrieren.</p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die <strong>MetalDays</strong> bestehen unter diesem Namen seit 2013. Eigentlich gibt es die Veranstaltung jedoch schon seit 2002, damals noch unter dem Namen <strong>Metalcamp</strong>. Der Name lässt bereits vermuten, was das Festival auszeichnet. Es handelt sich hier um ein extra langes Festival, das einem Metal-Urlaub gleicht. An sieben Tagen treten über 100 Bands verschiedenster Genres auf, um den Besuchern eine geile Zeit zu ermöglichen. Umgeben ist der Veranstaltungsort von zwei Flussarmen, die das Gelände umrahmen und in die sich jedes Jahr zahlreiche Metalheads stürzen, um sich abzukühlen.</p>
<p>Bereits vor dem vollwertigen Auftakt am Montag, dem 23. Juli 2017, treten einzelne Bands auf. Am Wochenende vor dem offiziellen Veranstaltungszeitraum spielen schon täglich vier Bands auf der dritten Bühne, der „New Forces Stage“, um den Frühanreisenden etwas Abwechslung zu bieten. Ab Montag geben sich dann täglich 22 Bands auf drei Bühnen die Ehre. Sechs aus diesen 22 treten auf besagter Bühne auf, die schon ab Samstag bespielt wird. Die hier auftretenden Künstler sind – wie es der Name vermuten lässt – Newcomer. Neben vielen Gruppen aus den verschiedensten Ländern, ist dieses Jahr auch die deutsche Black-Metal-Formation <strong>FIRTAN</strong> mit am Start.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-17961 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/MetalDays-Timetable.jpg" alt="" width="766" height="960" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/MetalDays-Timetable.jpg 766w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/MetalDays-Timetable-239x300.jpg 239w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/MetalDays-Timetable-750x940.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 766px) 100vw, 766px" />
<p>Im Gegensatz zu vielen Akteuren auf der dritten Stage, sind die auf der zweiten Stage auftretenden Künstler oft schon seit einigen Jahren unterwegs und haben sich überregional einen Namen gemacht. Im Billing tauchen Namen wie <strong>RECTAL SMEGMA</strong>, <strong>KATANA</strong>, <strong>BATUSHKA</strong>, <strong>DOOL</strong>, <strong>EVIL INVADERS</strong>, <strong>MGLA</strong> oder <strong>GRAVE DIGGER</strong> auf. Schließlich sind da noch die fünf Hauptacts der zweiten Stage, einer für jeden Tag: <strong>VENOM INC</strong>, <strong>KADAVAR</strong>, <strong>SHINING</strong>, <strong>SOLSTAFIR</strong> und <strong>DEATH ANGEL</strong>.</p>
<p>Heiß her geht es dann bei den großen Fischen, die auf der Mainstage spielen, der „Ian Fraser &#8218;Lemmy&#8216; Kilmister Stage“. An jedem Abend beehren sechs Bands mit Rang und Namen das einzigartige Festival in Slowenien. Zu den kleineren Bands auf der Bühne gehören <strong>XANDRIA</strong>, <strong>LOST SOCIETY</strong>, <strong>VISIONS OF ATLANTIS</strong>, <strong>TRIOSPHERE</strong> und <strong>HELL</strong>. Ganz anders lesen sich da schon <strong>ARCHITECTS</strong>, <strong>ICED EARTH</strong>, <strong>EQUILIBRIUM</strong>, <strong>GRAND MAGUS</strong>, <strong>KATATONIA</strong> oder <strong>LOUDNESS</strong>. Und schließlich wären da die fünf Headliner. Neben den polarisierenden Künstlern <strong>MARILYN MANSON</strong> und <strong>DORO</strong>, sind auch die progressiven <strong>OPETH</strong> und die Wikinger von <strong>AMON AMARTH</strong> mit dabei, um jeweils einen Tag zu beschließen. <strong>HEAVEN SHALL BURN</strong> obliegt es dann, die Woche zu ihrem Finale zu bringen.</p>
<p>118 Bands für einen Ticketpreis von 160 € &#8211; klingt nach einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis. Wenn ihr jetzt angefixt seid, haltet euch ran, denn die Tickets werden erfahrungsgemäß zeitnah ausverkauft sein. Selbst wenn ihr allein reisen müsst, ist übrigens auch das kein Hindernis – für alleinreisende Frauen gibt es in Tolmin extra „Single Girls Camping“. Für alle anderen – stellt euch mit einer Palette Bier an den Wegesrand, dann kommt die Gesellschaft schon von ganz allein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hier geht es zu den <strong>MetalDays</strong> auf <a href="https://www.facebook.com/MetalDaysFestival/">Facebook</a> und im <a href="http://www.metaldays.net/">WWW</a>!</p>
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		<title>Ruhrpott-Metal-Meeting 2017: Metal zwischen Kohle und Stahl – PREVIEW</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julian Preuß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Apr 2017 06:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Festivalsaison hat noch gar nicht richtig gestartet und auch die Sommervorboten stehen noch in den Startlöchern. Aber ehe man sichs versieht, ist die schönste Zeit des Jahres wieder vorbei und es ist wieder (oder vielleicht auch immer noch) Winter. Da kommt ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Festivalsaison hat noch gar nicht richtig gestartet und auch die Sommervorboten stehen noch in den Startlöchern. Aber ehe man sichs versieht, ist die schönste Zeit des Jahres wieder vorbei und es ist wieder (oder vielleicht auch immer noch) Winter. Da kommt man schon mal ins Grübeln, was man denn so die ganze Zeit machen soll, außer, das Geld für Weihnachtsgeschenke zu verprassen.</p>
<h4 style="text-align: center;">Wenn ihr genau dieser Typ von Metalhead seid, dann hab‘ ich was für euch!</h4>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-15894" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/rmm_37c0c38ff0.jpg" alt="" width="300" height="425" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/rmm_37c0c38ff0.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/rmm_37c0c38ff0-212x300.jpg 212w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Für das <strong>Ruhrpott-Metal-Meeting</strong> öffnet die Turbinenhalle Oberhausen auch in diesem Jahr wieder die rostigen Pforten für uns schwarz Gekleidete. Unweit des riesigen Konsumtempels Centro Oberhausen – wo wir dann wieder bei den Weihnachtsgeschenken wären – habt ihr die Möglichkeit, am <strong>8. und 9. Dezember 2017</strong> nochmal richtig die Sau raus zu lassen.</p>
<p>In der alten Industrieanlage könnt ihr dieses Jahr unter anderem <strong>ARCH ENEMY</strong>, die deutsche &#8222;Metalqueen&#8220; <strong>DORO PESCH</strong>, die US-amerikanische Thrash-Metal-Band <strong>OVERKILL</strong>, <strong>INSOMNIUM</strong>, und die lokale Größe <strong>ONKEL TOM </strong>bestaunen. Es wird uns also überwiegend wieder eine Mischung aus Thrash- und Death-Metal erwarten. Auch für die vielen anderen Geschmäcker wird ein Schmankerl dabei sein.</p>
<p>Wenn ihr neugierig seid, wie <strong>BLIND GUARDIAN</strong>,<strong> ICED EARTH </strong>und<strong> RAGE </strong>das <strong>RMM</strong> im vergangenen Jahr gerockt haben, dann schaut euch doch mal den <a href="https://silence-magazin.de/ruhrpott-metal-meeting-da-krisse-noch-wat/" target="_blank">Bericht zum Treiben&nbsp;von&nbsp;2016</a> an.</p>
<p>Zusätzlich könnt ihr auf der so genannten &#8222;Flöz-Stage&#8220; wieder einige regionale Bands begutachten.&nbsp;Diese sind&nbsp;gerade auf dem Sprung nach ganz oben oder wollen genau dort hin. Eben diese kleinen Undergroundbands stehen für das, was das <strong>RMM</strong> und seine Region ausmacht: Authentizität, Ehrlichkeit und harte Arbeit, aber auch viele nette Menschen.</p>
<p>Deshalb lasst euch nicht lumpen und schaut euch auch mal um, was fernab der Headliner auf der &#8222;Ruhrpott-Stage&#8220; in der Nebenhalle geboten wird, auch wenn die Verlockung groß ist, sich in dem Indoor-Biergarten niederzulassen und sich ein (vielleicht auch zwei) Bier und ne Currywurst zu gönnen. Zusätzlich könnt ihr euch an Flipperautomaten und an den Merch-Ständen austoben. Aber passt auf die Moneten auf!</p>
<p>So, ihr habt schon jetzt kein Bock auf winterliche Langeweile? Dann kommt nach Oberhausen ins Ruhrgebiet! Leider sind die Wochenendtickets für Frühbucher, die &#8222;Frühschicht-Tickets&#8220; für 64,90 Euro, schon ausgebucht! Weiterhin können natürlich <strong>2-Tages-Karten für den Normalpreis von 75,90</strong> <strong>Euro</strong> erworben werden.</p>
<p>Und<a href="http://www.ruhrpott-metal-meeting.de/tickets.html"> HIER</a> krisse die Tix!</p>
<hr>
<p>Wen von euch Nasen&nbsp;treffen wir auf dem Ruhrpott-Metal-Meeting 2017 in Oberhausen? Wir vom <em><strong>SILENCE</strong></em> werden auch dieses Jahr wieder berichten!</p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Es muss nicht immer Odin sein!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lukas]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Nov 2016 09:30:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>ART X – The Redemption Of Cain Veröffentlichungsdatum: 28.10.2016 Dauer: 57:40 Min. Label: METALVILLE Genre: Symphonic Metal &#160; Odin hier, Thor dort, noch eine Prise Fenris und Midgardschlange… MANOWAR sind bei Weitem nicht die einzigen, die ständig und bei jeder Gelegenheit von ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>ART X </strong>– The Redemption Of Cain<br />
Veröffentlichungsdatum: 28.10.2016<br />
Dauer: 57:40 Min.<br />
Label: METALVILLE<br />
Genre: Symphonic Metal</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Odin hier, Thor dort, noch eine Prise Fenris und Midgardschlange… <strong>MANOWAR</strong> sind bei Weitem nicht die einzigen, die ständig und bei jeder Gelegenheit von den nordischen Göttern singen. Dem einen oder anderen – ich schließe mich an dieser Stelle allerdings nicht ein – kann das schon mal zu viel werden.</p>
<p>Mit „The Redemption Of Cane“ schlagen <strong>ART X</strong> einen anderen Weg ein. Auch hier geht es um Göttersagen, allerdings um jene, die man im Metal doch relativ selten findet. Kain und Abel, sagt euch das was? Bingo, es geht um die Bibel. Das mag für mich als überzeugter Atheist (und Heiden-Sympathisant) zwar nicht das interessante Thema sein, bietet aber ob des selten vorkommenden Themas genug Anreiz, dem Album eine Chance zu geben.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_10453" aria-describedby="caption-attachment-10453" style="width: 721px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="731" height="740" class="size-full wp-image-10453" alt="Der kreative Kopf des Projekts - Gabriele Bernasconi" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/Gabriele-Bernasconi.jpg" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/Gabriele-Bernasconi.jpg 731w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/Gabriele-Bernasconi-296x300.jpg 296w" sizes="auto, (max-width: 731px) 100vw, 731px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-10453" class="wp-caption-text">Der kreative Kopf des Projekts &#8211; Gabriele Bernasconi</figcaption></figure>
<p>Bei der Besetzung des neuen Projekts handelt es sich durchweg um gestandene Musiker: Über <strong>Luca Princiotta</strong> (<strong>DORO</strong>) und <strong>Oliver Palotai</strong> (<strong>KAMELOT</strong>) sowie <strong>Steve Di Giorgio</strong> (<strong>TESTAMENT</strong>) bis hin zu Sängern wie <strong>Amanda Somerville</strong> (<strong>AVANTASIA</strong>) als Eva und <strong>Blaze Bayley</strong> (<strong>IRON MAIDEN</strong>, <strong>WOLFSBANE</strong>) als Adam. Die Führung des Projekts obliegt aber <strong>Gabriele Bernasconi</strong>, der selbst die Rolle des Kain übernimmt. Der Großteil der beteiligten Leute weiß also, wie man gute Musik machen kann. Allerdings dürfte auch jeder von uns wissen, dass das mit den Projekten von zusammengewürfelten Bandmitgliedern immer so eine Sache ist …</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Doch kommen wir zum Album selbst. Nach dem gesprochenen Intro <em>„Memoriae“</em> beginnt der eigentliche musikalische Part. <em>„Knowledge &amp; Death“</em> enthält Parts von Kain, Eva und Adam. Nach einer ruhigen ersten Minute wird das Tempo kurzzeitig angezogen, nur um für die Gesangsparts abermals langsamen Melodien zu weichen. Der gemeinsame Chorus der drei Sänger lässt sich gut hören und erinnert – wie überraschend bei einem All-Star-Projekt – etwas an <strong>AVANTASIA</strong>, nur in langweiliger. Der Song wirkt wenig harmonisch, und Lichtblicke bieten nur dann und wann die freudigeren Gitarrensoli sowie besagter Chorus. Da es sich bei diesem eher mittelmäßigen Titel um den einzigen handelt, den die Band sich vorher zu veröffentlichen wagte (eigentlich haut man ja immer erstmal einen seiner besten Titel raus, um sich interessant zu machen), fürchte ich mich ein wenig vor dem, was noch kommt.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/JLMXRUorYHM?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Nun ja, manchmal ahnt man es einfach. Weder <em>„The First Sacrifice“ </em>noch <em>„The Second Sacrifice“</em> ist besonders eingängig. Letzterer Titel ist dabei gar nicht mal so langsam, sondern hat durchaus einen gewissen Schwung. Das hilft aber auch nichts, wenn die einzelnen Gesangsparts sich nicht ineinander fügen und die immer wieder eingeschobenen, überlangen Soli jeglichen Spannungsaufbau verhindern.</p>
<p>Ab dem fünften Song <em>„Crime, Pain And Penance“</em>, der von Kains Untaten handelt, beginne ich mich zu langweilen. Einen langsamen Song hätte es nun eigentlich nun eigentlich nicht gebraucht, fehlte es doch schon zu Beginn des Albums an Pep. Da es auch in der zweiten Hälfte des Albums nicht wesentlich besser wird, verzichte ich an dieser Stelle auf die obligatorische Aufzählung der restlichen fünf Titel. Immer wieder geht es langsam zu, immer wieder fehlt es den wenigen schnelleren Passagen an Kreativität, immer wieder treiben einen die langen Pausen zwischen den Vocals in die Verzweiflung.</p>
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		<title>Gewitter, Matsch und Heavy Metal &#8211; Das Festival-Kleinod im Schwabenländle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sascha]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jun 2016 05:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zugegebenermaßen findet man kleine Festivals an jeder Ecke, denn fast jedes Kaff scheint ein eigenes zu haben. Das fängt schon bei den bekannteren Vertretern, wie dem METAL FRENZY, DARK TROLL, oder dem RAGNARÖK-FESTIVAL an. Ein solches ist auch ROCK AM HÄRTSFELDSEE, welches ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/gewitter-matsch-und-heavy-metal-das-festival-kleinod-im-schwabenlaendle/">Gewitter, Matsch und Heavy Metal &#8211; Das Festival-Kleinod im Schwabenländle</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zugegebenermaßen findet man kleine Festivals an jeder Ecke, denn fast jedes Kaff scheint ein eigenes zu haben. Das fängt schon bei den bekannteren Vertretern, wie dem <b>METAL FRENZY, DARK TROLL</b>, oder dem <b>RAGNARÖK-FESTIVAL </b>an. Ein solches ist auch <b>ROCK AM HÄRTSFELDSEE</b>, welches dieses Jahr vom <b>24.-25. Juni</b> zum 20. Mal in <b>Dischingen (Landkreis Heidenheim) </b>stattfand. Da ich langjähriger Besucher bin und euch auch mal ein Festival im südlichen Teil Deutschlands vorstellen wollte, begab ich mich natürlich dorthin (jedoch nur am Samstag aus arbeitstechnischen Gründen) &#8211; einerseits, weil es für mich fast schon zur Tradition geworden ist, andererseits, weil mir das Lineup zusagte, doch dazu später mehr.</p>
<blockquote><p><span style="font-size: large;"><i>Von Regen, Matsch und fliegenden Zelten</i></span></p></blockquote>
<p>Samstag, 14 Uhr. Ich packe meine Sachen, hole mein Bier und begebe mich zu meinem Kumpel, mit dem ich die 40-minütige Odyssee nach Dischingen antreten werde. Es ist angenehm warm &#8211; nicht zu kühl und nicht zu heiß &#8211; dazu ein leichtes Lüftchen. „Geil! So muss das sein! Ideales Festivalwetter!“. Das waren meine Gedanken zu dem Zeitpunkt, doch ich sollte mich irren, denn kaum bin ich am Festivalgelände angekommen, tummelten sich schon ein paar mehr Wolken am Himmel . Scheiß drauf! Wird schon nicht so schlimm werden. Denkste! Kaum war der erste Akt der Band <b>HACKNEYED</b>, die zwar gut klangen, aber die Menge noch nicht so richtig aufzuheizen vermochten, vorbei, ging es los.</p>
<p>Ich marschierte aus dem Zelt, welches den Konzertraum wiederspiegelt und genug Platz für Bühne und quasi alle Zuschauer bot (es ist also vergleichbar mit der T-Stage des <b>SUMMER BREEZE</b>), denn ich verspürte Hunger. „Pizza wäre nicht schlecht“. Ein kurzer Blick nach links vorbei an diversen kulinarischen Leckerbissen &#8211; <b>von asiatischer Nudelbox über Hamburger und Donuts</b> und das <b>alles zu sehr bezahlbaren Preisen</b> &#8211; lässt mich einen Blick auf die erwünschte Nahrungsquelle erhaschen, doch ich habe versprochen, auf jemanden zu warten. Dieser Jemand kam von rechts. Ein weiterer Blick nach oben in diese Richtung versprach nichts Gutes. Dunkle Wolken. Wind zieht auf. Es sollte wohl gleich regnen. „Egal! Wird schon noch genug Zeit bleiben, um Essen zu holen!“.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-3782" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/RaH_3-300x169.jpg" alt="RaH_3" width="300" height="169" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/RaH_3-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/RaH_3-1024x575.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/RaH_3-750x421.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/RaH_3.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Wie auf Knopfdruck &#8211; als hätte ich ungewollt einen Wetterzauberspruch gesagt &#8211; fing es in diesem Moment an, erst noch stärker zu winden und kurz darauf zu regnen. Ihr denkt jetzt vielleicht: „Nur ein bisschen Regen und ein bisschen Wind? Das macht doch einem richtigen Metaller nichts aus!“. Es war jedoch nicht nur so ein kleiner Niesel &#8211; die Windböen waren so stark, dass sich ein Zelt, welches ursprünglich einen Stand schützen sollte, sich verflüchtigte und auch die anderen Stände hatten schwer zu kämpfen. Eine gute halbe Stunde verging im Schutze des Pizzastandes, welcher zum Dank den Helfern Essen und alkoholhaltige Getränke ausgab.</p>
<p>Hierbei muss ich ein <b>großes Lob an die Organisation</b> aussprechen, denn dank Security, Feuerwehr und Co. konnten Verletztenraten der Ausmaße eines diesjährigen <b>ROCK AM RING </b>verhindert werden. Aber auch die Besucher blieben ruhig wie eh und je, was vermutlich davon kommt, dass das Gewitter fast schon zum Festival gehört wie der namensgebende See.</p>
<blockquote><p><span style="font-size: large;"><i>Stimmungshoch und Stimmungstief</i></span></p></blockquote>
<p>Mit etwas Verzögerung gestärkt, machte ich mich nun auf den Weg zu den <b>DESASTER KIDS</b>, welche Core im Stile von <b>STICK TO YOUR GUNS</b> oder auch einmal hin und wieder <b>BRING ME THE HORIZON </b>spielten. Dies mag wohl dem einen oder anderen nicht gefallen, doch die Jungs haben es spielerisch wirklich drauf! Reinhören lohnt sich. Außerdem haben sie es ohne Mühe geschafft, der Menge, trotz Matsch und Schlamm (ja, auch im Zelt), einzuheizen. Leider habe ich von ihrem Konzert aufgrund meines Festsitzens nicht so viel mitbekommen, weshalb nach drei Songs für mich schon Schluss war.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_3783" aria-describedby="caption-attachment-3783" style="width: 290px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3783" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/RaH_4-300x169.jpg" alt="Soilwork" width="300" height="169" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/RaH_4-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/RaH_4-1024x575.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/RaH_4-750x421.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/RaH_4.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-3783" class="wp-caption-text">Soilwork</figcaption></figure>
<p>Das macht jedoch nichts, denn es kündigte sich mein <b>persönliches Highlight</b> der 2016er-Ausgabe von <b>ROCK AM HÄRTSFELDSEE </b>an: Die Folk-Rocker von <b>FIDDLER’S GREEN</b>, die wohl am wenigsten in das Lineup reinpassen wollten. Aber wen interessiert das schon? Sie vermochten es von Anfang bis Ende für eine mörderische Stimmung zu sorgen, das Publikum zu animieren und das Zelt zum Tanzen zu bringen. Auch wenn die Jungs nicht jedermanns Sache sind, so wird wohl niemand behaupten können, dass sie nicht wissen, wie man Party macht.</p>
<p>Nach Moshpit, Getanze und Mitsingen musste meine Kehle befeuchtet werden und womit geht das auf einem Festival besser, wenn nicht einem kühlen Bier? Dieses (ein lokales Bier) schmeckt nicht nur gut, sondern wird auch <b>zu humanen Preisen angeboten</b>. Zwei Euro für einen 0,4-Liter-Becher (+ zwei Euro Pfand)? Da habe ich schon teurer getrunken.</p>
<p>Nun war der Durst gelöscht und nach kurzer Umbaupause ging es zu dem <b>von mir am meisten erwarteten</b>, aber auch enttäuschendstem Acts des Abends: <b>SOILWORK</b>. Die Schweden um Björn „Speed“ Strid hatten es zwar spielerisch drauf, jedoch konnten sie die Menge nicht so ganz für sich gewinnen und es schien, als seien sie recht hilflos gewesen beim Versuch, etwas Action hineinzubringen. Das ging sogar so weit, dass gefühlt nur noch die Setlist heruntergespielt wurde, bis die Zeit rum war. Schade eigentlich, denn ich habe mich als langjähriger Hörer sehr darauf gefreut, die Truppe einmal live zu sehen.</p>
<p>Des Weiteren war hier der Sound zum Teil sehr schlecht, weshalb in meinem Ohr teilweise nur Tonmatsch ankam. Das Problem hatten aber hierbei nicht nur <b>SOILWORK</b>. Auch bei den anderen Bands gab es immer wieder Probleme mit dem Sound. Mal zu stark übersteuert, mal zu basslastig, so ging es den ganzen Abend. Leider hat sich das erst zum Headliner gebessert. Warum nicht gleich so? Und wieso kriegt man das seit Jahren nicht hin? Klar ist es in einem Zelt immer schwierig, eine gescheite Akustik zu bekommen, aber 2012 (wie schon gesagt, bin ich schon öfter hier gewesen) hat es doch auch geklappt &#8211; vor allem beim damaligen Headliner-Act <b>BLIND GUARDIAN</b>, die wirklich großartig klangen!</p>
<p>Die schlechte Akustik störte <b>DIRKSCHNEIDER</b> jedoch nicht und diese lieferten, Gott sei Dank, eine bessere Show ab, als ihr Vorgänger. Die Setlist bestand dabei hauptsächlich aus alten <b>ACCEPT</b>-Songs, was mich nach dem Interview, dass er keine solchen Songs mehr spielen will, ebenso wunderte, wie Andre auf dem <a href="https://silence-magazin.de/wetterkapriolen-und-ordentlich-auf-die-ohren/">Graspop Metal Meeting</a>.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_3784" aria-describedby="caption-attachment-3784" style="width: 290px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3784" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/RaH_5-300x169.jpg" alt="Powerwolf" width="300" height="169" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/RaH_5-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/RaH_5-1024x575.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/RaH_5-750x421.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/RaH_5.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-3784" class="wp-caption-text">Powerwolf</figcaption></figure>
<p>Nach einer knappen Stunde hochkarätigem Heavy Metal und einer etwas zu langen als angepeilten Umbauzeit, kam es zum wohl am meisten erwarteten Gig des Abends: Der Headliner <b>POWERWOLF </b>kam auf die Bühne. Ja, Asche auf mein Haupt, aber die Jungs habe ich dieses Jahr zum ersten Mal gesehen und ich fand ihre Show tatsächlich sehr gut! Das Bühnenbild kann sich sehen lassen, ebenso wie ihre Fähigkeit, das Publikum zu animieren. Deswegen meine Empfehlung an alle, die halbwegs etwas mit <b>POWERWOLF</b>s Musik anfangen können und noch nicht live gesehen haben: Schaut sie euch ruhig einmal an! Ich für meinen Teil hatte auf jeden Fall sehr viel Spaß. Gespielt wurde über die geplante Spielzeit hinaus mit zwei Zugaben, welche das Festival schön abrundeten.</p>
<p><span style="font-size: large;"><i>Wieso sollte ich also jetzt auf </i></span><span style="font-size: large;"><i><b>ROCK AM HÄRTSFELDSEE </b></i></span><span style="font-size: large;"><i>kommen, wenn es genug andere coole Kleinfestivals gibt?</i></span></p>
<p>Zugegebenermaßen ist dieses Festival am Ende des Tages auch nur eines von vielen, welche man überall in Deutschland findet. Es hat eine geringe Zuschauerzahl, ist sehr ländlich gelegen und die Preise sind alle sehr human. Für mich strahlt es jedoch einen Charme aus, der mich seit nunmehr sechs Jahren immer wieder hintreibt &#8211; sei es die <b>familiäre Atmosphäre</b>, oder die doch <b>sehr hochkarätigen Bands </b>(am dem See traten schon Größen wie <b>SAXON</b>, <b>W.A.S.P.</b>, <b>BLIND GUARDIAN</b>, <b>DARK TRANQUILLITY </b>und <b>MOTÖRHEAD </b>auf). Und genau das macht meiner Meinung nach den großen Unterschied: Hier im tiefen Süden findet man nicht so leicht ein gutes Festival mit solchen Bands. Da muss man schon weitaus weiter fahren und weitaus mehr als den Preis von <b>70 Euro für ein Festivalticket (40 Euro für eine Tageskarte)</b> blechen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_3785" aria-describedby="caption-attachment-3785" style="width: 290px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3785" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/RaH_6-300x169.jpg" alt="So sah das diesjährige Merch aus" width="300" height="169" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/RaH_6-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/RaH_6-1024x575.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/RaH_6-750x421.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/RaH_6.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-3785" class="wp-caption-text">So sah das diesjährige Merch aus</figcaption></figure>
<p>Also ist mein Fazit: Wenn ihr euch für ein paar Bands im Lineup interessiert und in der Nähe wohnt, lohnt es sich definitiv einmal vorbeizuschauen. Es ist bei weitem kein perfektes Festival, denn auch nach 20 Jahren gibt es noch viel zu schrauben, aber es ist ideal für Leute, denen die Vertreter <b>SUMMER BREEZE</b>, <b>BANG YOUR HEAD </b>und <b>WACKEN </b>zu groß sind.</p>
<p><u>Noch einmal alle Infos auf einen Blick:</u></p>
<p><b>Location: </b>Härtsfeldsee bei Dischingen (Landkreis Heidenheim)<br />
<b>Datum: </b>24.06.-25.06.2016<br />
<b>Preis: </b>72€ VVK; Tagesticket 42€<br />
<span lang="en-US"><b>Genres: </b></span><span lang="en-US">Heavy, Death, Power, Core, Folk, Thrash<br />
<b>Bands:</b></span><span lang="en-US"> Alsion, Hot Rod Mayhem, Kissin’ Dynamite, Destruction, Doro, Freiwild, Desaster Kids, Hackneyed, Soilwork, Fiddler’s Green, Dirkschneider, Powerwolf<br />
</span><a href="http://www.facebook.com/haertsfeldsee">Facebook </a><br />
<a href="http://www.rockamhaertsfeldsee.de">Homepage </a></p>
<hr />
<p>Dies ist ein Gastautorenbeitrag von: Sascha</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/gewitter-matsch-und-heavy-metal-das-festival-kleinod-im-schwabenlaendle/">Gewitter, Matsch und Heavy Metal &#8211; Das Festival-Kleinod im Schwabenländle</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Sie können es so viel besser</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jun 2016 11:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Heavy Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>AMON AMARTH &#8211; Jomsviking Veröffentlichungsdatum: 25.03.2016 Dauer: 47:37 Label: Metal Blade Records Ich habe wahrlich lange überlegt, ob ich diese Review schreiben soll. Es ist nicht leicht, wenn eine Band, die einen selbst seit vielen Jahren begleitet, geprägt und geformt hat, auf ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/sie-koennen-es-so-viel-besser/">Sie können es so viel besser</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>AMON AMARTH</strong> &#8211; Jomsviking<br />
Veröffentlichungsdatum: 25.03.2016<br />
Dauer: 47:37<br />
Label: Metal Blade Records</p>
<p>Ich habe wahrlich lange überlegt, ob ich diese Review schreiben soll. Es ist nicht leicht, wenn eine Band, die einen selbst seit vielen Jahren begleitet, geprägt und geformt hat, auf einmal ein Album hervorbringt, das einen nicht mehr so recht zu überzeugen weiß.</p>
<p>Beginnen wir von vorne. Zu Anfangszeiten befanden sich <strong>AMON AMARTH</strong> erstmal jahrelang im schwedischen Untergrund. Die ersten paar Alben boten schnellen, rohen Death Metal mit treibenden Melodien und hartem Riffing, rohem Sound und einer deutlich spürbaren Portion Männerschweiß. <strong>Eine gute Zeit</strong>. Dann kam der erste große Umschwung. Amon Amarth konnten sich plötzlich einen sauberen, professionellen Sound leisten, ihre Musik wurde epischer und melodischer, und so fanden sie erstmals Anklang bei einer breiteren Masse, darunter auch viele Menschen (mein sechzehnjähriges Ich eingeschlossen), die bis dato generell eher weniger mit Death Metal anfangen konnten. All dies fand seine Spitze mit &#8222;Twilight Of The Thunder God&#8220;, welche wohl mitunter zu den bestproduziertesten Scheiben des Genres zählt, die je gemacht wurden. Es war vollbracht: <strong>AMON AMARTH</strong> waren die kommerziell <strong>erfolgreichste Death-Metal-Band aller Zeiten</strong> geworden. Und das war in Ordnung so. Sie hatten es verdient.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://player.vimeo.com/video/153216116" width="1140" height="641" frameborder="0" title="Amon Amarth &quot;First Kill&quot; - official video" webkitallowfullscreen mozallowfullscreen allowfullscreen></iframe></p>
<p>Und wie sieht es jetzt aus? Ehrlich gesagt, schon die Single <em>&#8222;First Kill&#8220;</em> ließ <span style="color: #000000">nichts Gutes</span> erahnen. Ein Riff über die Hälfte eines Songs zu strecken ist auch nur dann geil, wenn dieses tatsächlich <strong>wirklich gut</strong> ist. Das Zweite, was auffällt, sind die sehr flach ausgefallenen Lyrics. Es gab Zeiten, da haben Amon Amarth es ganz gut hingekriegt, klischeehafte Vikinger-Stories textlich überzeugend rüberzubringen. Diese scheinen allerdings vorbei zu sein. Wenigstens ist die Melodie in der Mitte des Tracks ganz nett und erinnert ein wenig an glorreichere Tage. Die zweite Single, <em>&#8222;At Dawn&#8217;s First Light&#8220;</em>, ist <strong>kaum der Rede wert</strong>. Der Text ist noch schäbiger, die Chorus-Melodie ist ebenso vorhersehbar wie einfallslos, und die gesprochenen Vocals gehen echt gar nicht. Das Schema &#8222;flache, klischeehafte Texte&#8220; zieht sich leider weiter durch das gesamte Album.</p>
<p>Unerwartet kommt dann aber <em>&#8222;Raise Your Horns&#8220;</em>: Erstens ist es ein Trinklied &#8211; nach neun Alben eine Premiere für die Band. Zweitens haben sich <strong>AMON AMARTH</strong> jahrelang mit Händen und Füßen gegen das Vorurteil wehren müssen, sie seien eine <strong>Viking-Metal-Band</strong>, und schreiben dann schlussendlich doch ein Lied mit einer Pagan-/Viking-Melodie? Gekonnt platzierte Selbstironie? Wer weiß. Wenn man gegen Ende der Platte dann gerade anfängt, sich doch latent mit dem Gesamtwerk anzufreunden, kommt bei <em>&#8222;A Dream That Cannot Be&#8220;</em> <strong>schlagartig die Ernüchterung: Doro Pesch</strong>. Ihre Stimme zerstört, wie immer &#8211; und zwar sowohl das Lied (es hätte eines der besten sein können!) als auch den mühsam erarbeiteten Hörfluss, der gegen Ende des Albums tatsächlich kurz aufkommt. Wessen Idee war das denn bitte?</p>
<p>Stilistisch könnte man sagen, dass &#8222;Jomsviking&#8220; eigentlich nur zur Hälfte ein Melodic-Death-Metal-Werk ist. Was schon der Vorgänger angedeutet hat, wird hier konsequenter fortgeführt: Sieht man von den Vocals mal ab, findet sich auf &#8222;Jomsviking&#8220; zu einem Großteil nicht etwa Todesmetall, sondern vielmehr <strong>Heavy Metal und Hard Rock</strong>. Und das geht voll und ganz klar. Warum sollte eine Band wie <strong>AMON AMARTH</strong> nach 24 Jahren Death Metal so etwas nicht dürfen?</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://player.vimeo.com/video/159180092" width="1140" height="641" frameborder="0" title="AMON AMARTH - &#039;At Dawn&#039;s First Light&#039;" webkitallowfullscreen mozallowfullscreen allowfullscreen></iframe></p>
<p>Das Problem bei der Sache ist ein anderes: Irgendwie will keiner der Songs so richtig zünden. Es fehlt das Mitreißende. Es mangelt konstant sowohl an der Härte und Durchschlagskraft der Anfangszeit, wie auch an den episch-melodischen Höhepunkten aus &#8222;Twilight&#8220;-Zeiten. Man kann zwar von keinem der elf Lieder behaupten, es sei so wirklich schlecht, im Großen und Ganzen ist das Album an und für sich schon okay &#8211; <strong>aber halt nur okay.</strong> Und das ist schade. Sie können es so viel besser.</p>
<p>&#8222;Jomsviking&#8220; wird zwar <strong>AMON AMARTH</strong> keinesfalls vom Thron werfen &#8211; besonders bei neueren, jungen Fans scheint es schon seinen gewissen Anklang zu finden. Nichtsdestotrotz: ganz deutlich das bisher schwächste Album der Wikinger. Es ist ganz einfach nichts Besonderes.</p>
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