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	<title>Einar Solberg Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Einar Solberg Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Aus den Tiefen #40: STAROFASH</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Mar 2017 11:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal klingen, im Gegenteil! Der Fokus liegt hierbei auf Innovation, auf Experimentierfreude, auf dem Potential, etwas anders zu machen, als alle Anderen.</strong></em></p>
<p>Oftmals trägt der Aufenthalt in einem extremmetallischen Umfeld Früchte, die man so nicht erwartet hätte. Dass eine Abkehr vom Metal aber erstens trotzdem gesund und zweitens außerordentlich hörenswert ist, sieht man an der Künstlerin, um die es heute geht.</p>
<h4><strong>STAROFASH</strong></h4>
<img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-15840" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/starofash-pic.jpg" alt="STAROFASH" height="790" width="790" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/starofash-pic.jpg 790w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/starofash-pic-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/starofash-pic-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/starofash-pic-750x750.jpg 750w" sizes="(max-width: 790px) 100vw, 790px" />
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>STAROFASH</strong> ist das Projekt der Norwegerin <strong>Heidi S. Tveitan</strong>. <strong>Tveitan</strong>&#8230; <strong>Tveitan</strong>&#8230; Klingelt da nicht was?</p>
<p>Für all jene, denen der Name nichts sagt, dem sei schnell auf die Sprünge geholfen: <strong>Tveitan</strong> ist ebenfalls der Nachname eines gewissen <strong>Vegard Sverre</strong>, den meisten vermutlich etwas bekannter unter seinem Pseudonym <strong>IHSAHN</strong>. Das Ehepaar macht nicht nur seit 1998 gemeinsam Musik, sondern führt seit 2003 ebenfalls das norwegische <a href="http://www.mnemosyne.no/" target="_blank">Label Mnemosyne Productions</a>.</p>
<p>Noch während <strong>IHSAHN</strong> und <strong>IHRIEL</strong> (so <strong>Tveitan</strong>s ehemaliger Künstlername) gemeinsam Musik bei <strong>PECCATUM</strong> machten, entwickelte sich mit <strong>STAROFASH</strong> langsam aber stetig das Soloprojekt von <strong>Heidi</strong>. Die Entwicklung, dass sich der <strong>PECCATUM</strong>-Sound immer weiter vom ursprünglichen, durchgedrehten Extrem-Metal entfernte, wirkt nur schlüssig, wenn man sich das wundervolle erste <strong>STAROFASH</strong>-Album „Iter.Viator“ anhört. Einer sauber gelösten mathematischen Rechnung gleich, erkennt man, welche Elemente des <strong>PECCATUM</strong>-Sounds <strong>IHRIEL</strong> zu zuschreiben sind, und welche später den ureigenen <strong>IHSAHN</strong>-Sound kreieren sollten.</p>
<p><iframe width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/xkYQXS4_R-E?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><span id="more-15835"></span></p>
<h4>Viel Licht im Schatten</h4>
<p>So findet man bei <strong>STAROFASH</strong> wenig bis kaum typische Metalinstrumentierung. Klar gibt es vereinzelte Gitarrenlinien, jedoch sind diese eher dazu gedacht, Stimmung zu erzeugen, als pechschwarze Riffs. Am dominantesten ist wohl das Klavier, welches den Großteil der Songs begleitet, doch auch Streicher sind ein essentieller Bestandteil, weswegen mir die ersten Minuten des Albums bis heute eher wie Filmmusik vorkommen. Doch dieser Eindruck hält nicht lange an, denn obwohl die Musik rein von der emotionalen Bandbreite her durchaus ins Gothic-Milieu passen würde, ist der Sound sehr viel facettenreicher und experimenteller. So werden im weiteren Verlauf des Albums auch Elektronik, industrialartige Klänge und Trip Hop-Beats Verwendung finden, die den Vergleich mit britischen Namen wie&nbsp;<strong>PORTISHEAD</strong> nicht scheuen müssen.</p>
<p>Sechs lange Jahre (in denen unter anderem <strong>PECCATUM</strong> aufgelöst wurden und <strong>IHSAHN</strong> sein erstes Album „The Adversary“ veröffentlichte) vergingen, bis das zweite <strong>STAROFASH</strong> Album „The Thread“ erschien und noch (!) ruhigere Töne anschlug, als das Debüt. Gleichermaßen merkt man, dass es gelungen ist, sowohl an das Vorwerk anzuknüpfen, als auch sich von diesem weiterzuentwickeln. Aber andererseits wärs auch schlimm, wenn das mit sechs Jahren Zeit nicht machbar gewesen wäre.</p>
<p>Erneut musste ich mich zu Beginn der ersten Durchläufe fragen, wo denn bitte die Stimme bleibt, da <strong>Heidi</strong> mit der ihrigen recht sparsam umgeht. Und dennoch entfaltet das Album eine unnachahmliche Wirkung, da es einen, besonders durch den langsamen Aufbau, stetig einzusaugen scheint, bis man sich nach ein paar Songs umsieht und nicht mehr weiß, wo man ist. Man kann quasi fühlen, wie die Raumtemperatur sinkt, während „The Thread“ läuft.</p>
<h4>Immer diese norwegische Vetternwirtschaft</h4>
<p>Was im Vergleich zum Vorgänger deutlich heraussticht, sind die noch gelungeneren Arrangements, wie z.B. bei dem umwerfend schönen <em>„The World Spins For You“</em>. Zusätzlich zu dem differenzierten, angenehm klaren Sound kommt der Fakt, dass jede Stimme, jedes Instrument seinen ganz eigenen Platz und Raum bekommt. Zu keinem Zeitpunkt wirkt hier irgendwas überladen, übertrieben, gekünstelt oder gestelzt. Die einzigen Gefühle, die hier wirklich zum Tragen kommen, sind Trauer und Melancholie und das auf eine wohlige und erhabene Art, die seinesgleichen sucht und somit eigentlich eher als Soundtrack für den Herbst, als für den Frühling geeignet ist.</p>
<p><iframe style="border: 0px currentColor; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3456315060/size=large/bgcol=333333/linkcol=e32c14/tracklist=false/artwork=small/track=2109009524/transparent=true/" seamless="" height="150" width="300">&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;lt;a href=&#8220;http://candlelightrecordsuk.bandcamp.com/album/the-thread&#8220;&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;gt;The Thread by Star Of Ash&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;lt;/a&amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;amp;gt;</iframe></p>
<p>Mit dem dritten Album „Lakhesis“ vollführte <strong>STAROFASH</strong> eine Hinwendung in Richtung klassischen Band- bzw. Metal-/Rocksound. Hört euch einfach <a href="https://www.youtube.com/watch?v=rJB4fDIBG5A" target="_blank">„Panther In The Glove“</a> an, und ihr wisst, was ich meine. So findet man hier eine „Extreme“, die die beiden Vorgängeralben missen ließen. Ob man nun Alternative Rock, Indie Rock, oder Shoegaze dazu sagen will: irgendwie wird hier alles vereint und ergibt so ein spürbar härteres Gesamtgemisch, welches hier und da sogar an <strong>LEPROUS</strong> erinnert. Was auch nicht weiter verwunderlich ist, wenn man weiß, dass <strong>Heidi S. Tveitan</strong> nämlich ebenfalls die Schwester von Sänger <strong>Einar Solberg</strong> ist. Immer diese norwegische Vetternwirtschaft &#8230;</p>
<p>Allem Anschein nach sollte „Lakhesis“ aber nur ein kurzer Ausflug in härtere Gefilde bleiben. Auch wenn ich die letzten beiden Alben „Ghouleh“ (2014) und „Skógr“ (2016) noch nicht vollständig gehört, verdaut und verarbeitet habe, weisen beide eher in Richtung zerbrechlich-melancholischen, wunderschönen Elektropop, der der Landsdame <strong>AURORA</strong> zumindest partiell nicht völlig unähnlich zu sein scheint.</p>
<p>Wenn aus einem Black- bzw. Extremmetal-Umfeld letztlich solche Musik entstehen kann, dann muss ich mich doch stark fragen, was der Freundeskreis von <strong>DARKTHRONE</strong> eigentlich so in seiner Freizeit macht &#8230;</p>
<p>Bis ich das jedoch rausgefunden habe, lass ich die Seele noch etwas baumeln und empfehle euch, das Gleiche zu tun! Außer dem Debüt sind alle Alben auf Spotify verfügbar.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://embed.spotify.com/?uri=spotify:artist:2p5ZrQVcDBGHuYUUsHwziU" width="300" height="380" frameborder="0" allowtransparency="true"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/starofashmusic/?fref=ts" target="_blank">Facebook</a></p>
<p><a href="https://starofash-official.bandcamp.com/" target="_blank">Bandcamp</a></p>
<p><a href="https://candlelightrecordsuk.bandcamp.com/album/the-thread" target="_blank">The Thread Bandcamp</a></p>
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		<title>Prog-Showdown in Berlin mit DEVIN TOWNSEND, LEPROUS und BTBAM</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Mar 2017 11:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Leute, ernsthaft! Wenn ihr in Berlin sein solltet, euch eine Show im Columbia Theater anschauen wollt und vorher noch etwas zu essen einwerfen müsst – geht nicht zur erstbesten Dönerbude am Columbiadamm. JUST DON&#8217;T … believe me! So, diese ess[!]enzielle Warnung vorweg ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4>Leute, ernsthaft! Wenn ihr in Berlin sein solltet, euch eine Show im Columbia Theater anschauen wollt und vorher noch etwas zu essen einwerfen müsst – geht nicht zur erstbesten Dönerbude am Columbiadamm. JUST DON&#8217;T … believe me!</h4>
<p>So, diese ess[!]enzielle Warnung vorweg geschickt, nun zum eigentlichen Teil. Columbia Theater – für mich Neuland, für <strong>Robert</strong> ein bekanntes Gelände. Fotopass eingesackt, durch die Taschenkontrolle gehuschelt, guten Platz gesucht. Ich positioniere mich im Fotograben, <strong>Robert</strong> am FOH.&nbsp;Da ich selbst sowohl bei <strong>LEPROUS</strong> als auch bei <strong>BETWEEN THE BURIED AND ME</strong> nicht so sattelfest bin wie mein geschätzter Kollege, überlasse ich erstmal <strong>Robert</strong> das Wort:</p>
<p>Pünktlich um 20:00 Uhr betritt das norwegische Prog-Quintett um Ausnahmetalent <strong>Einar Solberg</strong> die Bühne. Mit dem Opener <em>&#8222;Foe&#8220;</em> des vorletzten Albums &#8222;Coal&#8220; wird das Set eröffnet, welches nur knapp über eine halbe Stunde andauern soll.&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/devin-townsend-btbam-leprous-columbia-berlin/IMG_2298.jpg" alt="IMG_2298" height="199" width="300">Fast in vollständiger Dunkelheit performt die Band, die in Teilen sonst <strong>IHSAHN</strong> live den Rücken stärkt, ihre Songs, die mit Ausnahme von <em>&#8222;Foe&#8220;</em> vom immer noch aktuellen, grandiosen Album &#8222;The Congregation&#8220; stammen. Obwohl mir zunächst der Gitarrensound merkwürdig vorkommt, überzeugen die Norweger durch Präzision und Klasse, wobei man besonders die erstklassige Leistung von <strong>Solberg</strong> hervorheben muss, der live mit unfassbarer Sicherheit Gesangsstellen meistert, von denen viele andere Bands nur träumen können. Obgleich <strong>Solberg</strong> fantastische Arbeit leistet, setzt Schlagzeuger <strong>Baard Kolstad</strong> noch einen drauf und hat mich allerspätestens beim packenden <em>&#8222;The Price&#8220;</em> bei den Eiern. Qualitative Einbrüche wird es bis zum Ende des Sets nicht geben, wobei mir doch ein Wermutstropfen verabreicht wird, indem das bombastische Finale von &#8222;Rewind&#8220; kurzerhand ausgelassen wird, um als letzten Song <em>&#8222;Slave&#8220;</em> durch den Columbia Theater zu ballern. Inwiefern sich das gelohnt hat, muss jeder selbst entscheiden.</p>
<p>Als nächstes entern <strong>BETWEEN THE BURIED AND ME</strong> die Bühne, die mich bei vorherigen Livekonzerten bislang eher enttäuscht haben. Und auch heute bleiben die Amis für mich hinter der Leistung von <strong>LEPROUS</strong> zurück. Das liegt zunächst mal daran, dass Sänger <strong>Tommy Rogers</strong> vor allem in den cleanen Passagen hörbare Anstrengungen unternehmen muss, um die Töne zu treffen. Instrumental kann man eigentlich niemandem Vorwürfe machen, da hier alles im grünen Bereich ist. Dennoch sorgt der matschende, wenig differenzierte Sound dafür, dass mich die Songs zunächst eher stressen, als packen. Der Einstieg wird durch das &#8222;The Great Misdirect&#8220;-Stück <em>&#8222;Fossil Genera&#8220;</em> gewählt, bevor den Rest des Sets Stücke der letzten beiden Alben bestimmen.</p>
<p><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/devin-townsend-btbam-leprous-columbia-berlin/IMG_2380.jpg" rel=""><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/devin-townsend-btbam-leprous-columbia-berlin/thumbs/thumbs_IMG_2380.jpg" alt="IMG_2380" height="200" width="300"></a>Obwohl ich mich frage, ob Zuschauer, die mit den Songs nicht vertraut sind, hier nicht zwangsläufig akustische Schleudertraumata erleiden müssen, wissen <em>&#8222;The Coma Machine&#8220;</em> und <em>&#8222;Lay Your Ghosts To Rest&#8220;</em> durch technische Sauberkeit und wahnwitzige Stil-, Tempo-, und Taktwechsel zu gefallen. Vor allem der von &#8222;Parallax II&#8220; stammende Surf-Prog-Metal-Smashhit <em>&#8222;Bloom&#8220;</em> lässt meine Mundwinkel dann anschließend noch mit Katapultstart in Richtung Decke abhauen, bevor <em>&#8222;Option Oblivion&#8220;</em> und <em>&#8222;Life In Velvet&#8220;</em> wie auf Platte das Set beenden.</p>
<blockquote><p>Du wurdest für schuldig befunden, durch den ältesten Rat unserer Stadt, den Namen unseres allmächtigen Herrn geschmäht zu haben! Du lästertest Gott auf unglaublich infame Weise und wirst somit zu Tode gesteinigt!</p></blockquote>
<h4>Besorgt euch schon mal ein Paket Kies, denn irgendwie konnte ich mit <strong>DEVIN TOWNSEND</strong> noch nie was anfangen.</h4>
<p>Spielerisch gibts an dem Dude und seiner Band absolut nichts auszusetzen, aber seit jeher plagt mich der Eindruck, dass seine Musik einfach furchtbar überbewertet ist. Letztlich sorgt auch das heutige Konzert nicht dafür, diesen Eindruck zu revidieren, da mich die Songs weder inhaltlich, noch emotional, noch musikalisch abholen und ich das Konzert somit eher aus der Ferne beobachte&#8230;und den Hype nicht verstehe.</p>
<blockquote><p>Kann es sein, dass Weibsvolk anwesend ist?&nbsp;<img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-right alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/devin-townsend-btbam-leprous-columbia-berlin/IMG_2534.jpg" alt="IMG_2534" height="302" width="201"></p></blockquote>
<p>Nun, da <strong>Robert</strong> leider nicht viel mehr zum Headliner zu sagen hat, übernehme ich an dieser Stelle wieder und postuliere: Und wie Weibsvolk anwesend ist! Weibsvolk und Freaks. Ich hatte ihn vor Jahren mal auf dem <strong>Rock Harz</strong>-Festival performen gesehen und muss sagen – in der doch recht kuschelig-kleinen Location in Berlin ist das Konzerterlebnis doch ein ganz anderes. Die ersten drei Songs im Fotograben erlebe ich einen <strong>Devin</strong>, der sehr intensiv mit dem Publikum interagiert. Auf der Bühne ist viel Bewegung, die Band ist schon seit sieben Wochen&nbsp;auf Tour und ihre Routine ist deutlich anzumerken. Langeweile kommt dennoch nicht auf. Die erste Hälfte des Sets besteht aus ruhigeren, <strong>Devin</strong>s Aussage nach &#8222;cheesygeren&#8220; Songs – der Opener <em>&#8222;Rejoice&#8220;</em> von &#8222;Z²&#8220; ist gefolgt von <em>&#8222;Night&#8220;</em> und zwei Songs der aktuellen Scheibe. Meine Begeisterung für &#8222;Transcendence&#8220; hielt sich zu Hause schon in Grenzen, so richtig habe ich mich bislang doch nicht hineinhören können. Live bietet sich mir ein spiel- und gesangstechnisch absolut überzeugendes Bild, doch die Stimmung kommt noch nicht so richtig auf. Erst mit dem Einstieg von <em>&#8222;Hyperdrive&#8220;</em> muss ich doch schon ein bisschen ausrasten. Das Set ist überraschend wenig &#8222;Transcendence&#8220;-lastig, was ich aber absolut nicht schade finde.</p>
<p><strong>Devin Townsend</strong>&nbsp;ist nicht nur ein fähiger Multiinstrumentalist und Sänger, sondern mindestens genauso Entertainer und Clown. Äußerst bescheiden postuliert er, dass er heute im Backstage voller Selbstbewusstsein gewesen sei und das jedoch oft ein Vorzeichen für eher wenig unterhaltende Leistung auf der Bühne ist. Vielfach betont er, wie cheesy oder heavy der eine oder andere Song sei, lässt das Publikum bei geeigneten&nbsp;Passagen, wie während <em>&#8222;Where we belong&#8220;</em>, mitklatschen und erzeugt so eine Stimmung der Selbstironie, die ihn sehr sympathisch erscheinen lässt. Mit viel Getöse kündigt er nun an, den härteren Teil der Show mit seiner &#8222;Heavy Metal Guitar&#8220; – einer überdimensionalen Flying V – zu bestreiten.</p>
<h4>Wie vertrackt so manche Songs sind, ist mir anscheinend beim Hören aus der Konserve nie so richtig bewusst gewesen.</h4>
<p><em>&#8222;Planet of the Apes&#8220;</em> haut mich jedenfalls absolut aus den Latschen. Vor allem gerade diese Keule einem so poppigen Song hinterher zu geben, ist schon reichlich fies. Aber effektiv! Wie er neben seinem Gehampel und dummen Zwischenkommentaren noch so sauber singen kann, bleibt mir nach wie vor&nbsp;ein Rätsel. Glockenhell und sauber – schon fast unmenschlich – schallt seine Stimme durch den Saal. Das Klangerlebnis ist fantastisch, das Geholze und der Gesang darüber sehr differenziert und klar abgemischt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/devin-townsend-btbam-leprous-columbia-berlin/IMG_2462-2.jpg" alt="IMG_2462 (2)" height="200" width="300">&#8222;Lets swiftly switch into the heavy metal part&#8220; &#8211; trotz dieser Ansage bringt die Band eine gute Mischung aus ruhigeren und heavieren Songs auf die Bühne. Mit dem ausgesprochen hitverdächtigen&nbsp;<em>&#8222;Supercrush!&#8220;</em> trifft es mich mitten ins Herz und ich schmelze dahin. Auch wenn <strong>Anneke van Giersbergen</strong><em>&nbsp;</em>ihn gesanglich&nbsp;leider&nbsp;nicht dabei unterstützt: dennoch weiß er mich, und offenbar auch den Rest des Publikums, mitzureißen.</p>
<p>Mit <em>&#8222;March of the Poozers&#8220;</em> bin ich nun vollends hinfort und im Glückstaumel. Mächtig gewaltig und episch überrollt mich mein heimlicher Favorit des Abends. Es folgt eine äußerst ausführliche Danksagung aller Beteiligten, nicht nur an die Band. Mit kleinen Anekdoten und liebevollen Beschreibungen ausgeschmückt, stellt er alle Mitwirkenden vor und erntet so ein weiteres Mal Sympathiepunkte.</p>
<p>&#8222;We&#8217;re coming back those days, because we&#8217;re a metal band!&#8220; Ohne große Starallüren&nbsp;werden die Zugabensongs <em>&#8222;Ih-Ah!&#8220;</em> und <em>&#8222;Higher&#8220;</em> noch feierlich hinterhergeschoben, eh sich die Band in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet und die Zuschauer aus dem Saal strömen.&nbsp;Ich bin selig, denn das Set umfasst tatsächlich einige meiner persönlichen <strong>Devin</strong>-Superhits, &#8222;Transcendence&#8220; kam eindeutig zu kurz und der Sound war überzeugend klar. Dass das Konzertpublikum während der Vorbands einen recht hohen Lautstärkepegel vorlegte, trübte das Gesamterlebnis leider. Daneben haben mich <strong>LEPROUS</strong>&nbsp;in allen Aspekten absolut überzeugen können. <strong>BETWEEN THE BURIED AND ME</strong>&nbsp;hingegen leider nicht. Ein paar sehr schöne Passagen haben sie zum Besten gegeben, aber alles in allem bin ich&nbsp;auch nach diesem Konzert noch kein Fan der US-Amerikaner.</p>
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		<title>Ihsahn auf &#8222;Arktis&#8220; nicht mehr ganz so kauzig wie zuletzt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Luc]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 May 2016 09:25:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>IHSAHN &#8211; Arktis Veröffentlichungsdatum: 08.04.2016 Dauer: 58 min (inklusive Bonustrack) Label: Spinefarm/Universal Angesichts des Vorgängers „Das Seelenbrechen“ verspürt man fast schon eine ehrfürchtige Angst vor dem Hören von „Arktis“. Leichte Kost kennt man von IHSAHN ja nicht unbedingt, und gerade das angesprochene ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p lang="de-DE" style="text-align: left" align="JUSTIFY"><strong>IHSAHN </strong>&#8211; Arktis<br />
Veröffentlichungsdatum: 08.04.2016<br />
Dauer: 58 min (inklusive Bonustrack)<br />
Label: Spinefarm/Universal</p>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY"><span lang="de-DE">Angesichts des Vorgängers „Das Seelenbrechen“ verspürt man fast schon eine <strong>ehrfürchtige Angst</strong> vor dem Hören von „Arktis“. Leichte Kost kennt man von </span><strong><span lang="de-DE">IHSAHN</span></strong><span lang="de-DE"> ja nicht unbedingt, und gerade das angesprochene Werk aus dem Jahr 2013 war eine richtig schwerverdauliche Angelegenheit, mit welcher sich auch viele Fans nur mit Mühe haben anfreunden können – was aber nicht für mangelnde Qualität, sondern eben nur für eine sehr spezielle Herangehensweise spricht. Gleich vorweg kann man Entwarnung geben: „Arktis“ ist zwar immer noch <strong>verdammt experimentell</strong>, verschließt sich aber nicht ganz so stark.</span></p>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY"><span lang="de-DE">Der Opener „</span><em><span lang="de-DE">Disassembled</span></em><span lang="de-DE">“ kommt in gewohnter Manier daher und heißt den Hörer somit versöhnlich im aktuellen Opus willkommen, aber das hat der Norweger ja auch schon auf „Das Seelenbrechen“ so mit dem fantastischen „</span><em><span lang="de-DE">Hiber</span></em><span lang="de-DE">“ gehandhabt. Noch kann der Schein also trügen. Anders sieht es da beim vorab veröffentlichten „</span><em><span lang="de-DE">Mass Darkness</span></em><span lang="de-DE">“ aus. Entgegen des Titels verströmt dieser Song nämlich einen recht positiven Vibe, was insbesondere auf den lustigen Sing-Along-Refrain mit Verstärkung von <strong>Matt Heafy </strong>zurückzuführen ist. Sehr ungewohnt, aber halt auch sehr gut! Richtig schräg wird es schließlich bei „</span><em><span lang="de-DE">South Winds</span></em><span lang="de-DE">“, das mit deutlichem Industrial-Anstrich daherkommt und damit auch einigen Hörern missfallen dürfte. Die Idee ist nicht schlecht, und das Ding groovt auch einigermaßen, trotzdem fällt der Song im Vergleich zum Rest des Albums deutlich ab. Aber es wäre ja auch nicht <strong>IHSAHN</strong>, würde das Album keine verqueren Einfälle enthalten.</span></p>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY"><span lang="de-DE">Der Mittelteil von &#8222;Arktis&#8220; fällt mehr oder weniger typisch aus, sieht man einmal von „</span><em><span lang="de-DE">Until I Too Dissolve</span></em><span lang="de-DE">“ ab, welches von einem gnadenlos frechen Achtziger-Riff ins Feld geführt wird und somit fast schon eine <strong>bierselige Live-Stimmung </strong>aufkochen lässt. Diese Art von Experiment mundet da schon eher: Der Song geht einfach wunderbar ins Ohr und sticht genau dort heraus, wo es im Album-Kontext nötig ist, damit man als Hörer trotz der ganzen Komplexität am Ball bleibt. Auch im Anschluss bleibt </span><strong><span lang="de-DE">IHSAHN</span></strong><span lang="de-DE"> kauzig, aber nachvollziehbar. Die schwarzmetallischen Ausbrüche in „<em>Pressure</em>“ können vielleicht sogar ein paar alte Emperor-Anhänger abholen, auch wenn das Album bewusst nicht in diese Richtung schielt. </span></p>
<p style="text-align: left" align="JUSTIFY">„<em><span lang="de-DE">Frail</span></em><span lang="de-DE">“ wirkt im Vergleich zum Rest leider eher blass, aber immerhin kann der Abschluss noch einmal so richtig punkten: „</span><em><span lang="de-DE">Crooked Red Line</span></em><span lang="de-DE">“ schmiegt sich dank Jorgen Munkebys geradezu laszivem Saxophon-Spiel an den Hörer und verführt ihn nach allen Regeln der Kunst, bevor die absolute Kälte hereinbricht. „</span><span lang="de-DE">Celestial Violence</span><span lang="de-DE">“, getragen von <strong>LEPROUS</strong>-Fronter Einar Solberg, trieft nur so vor gekonnter Melancholie und Kälte. Das, liebe Leser, ist <strong>ganz großes Tennis</strong>! Es braucht eben doch keine Blast-Gewitter und unermüdliches Geschrammel, um genau jene Faszination zu schaffen, die man an gutem Black Metal schätzt. Nein, auch mit ruhigeren Klängen und einer hervorragend klaren Produktion kann dieses Resultat erzielt werden, wie <strong>IHSAHN</strong> eindrucksvoll beweist. Abgerundet wird &#8222;<em>Celestial Violence</em>&#8220; schließlich von <strong>IHSAHNS </strong>markerschütternd verzweifeltem Geschrei im Refrain – die Gänsehaut will gar nicht mehr weichen. Je nach Edition gibt es noch einen Bonustrack obendrauf, den man sich aber eigentlich sparen kann, sofern man nicht auf eher mäßiges Geklimper samt fremdsprachiger Erzählung steht.</span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ihsahn-auf-arktis-nicht-mehr-ganz-so-kauzig-wie-zuletzt/">Ihsahn auf &#8222;Arktis&#8220; nicht mehr ganz so kauzig wie zuletzt</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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